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Künstliche Intelligenz

Gamescom 2026: Steinmeier wird der erste Bundespräsident auf der Spielemesse


Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier werde am 27. August den Gamescom Congress 2026 eröffnen, teilten die Veranstalter von der Koelnmesse und dem Branchenverband game mit. Steinmeier soll zur Eröffnung des Kongresses eine Rede halten und anschließend an einer Podiumsdiskussion über die Rolle von Games in der Demokratie teilnehmen.

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Danach steht ein Rundgang über das Gelände an. Dabei wolle sich Steinmeier am ersten Publikumstag im direkten Austausch mit Spieleentwicklern und der Community einen Überblick über die Möglichkeiten von Games für Kultur und Gesellschaft verschaffen, heißt es in der Mitteilung. Es sei das erste Mal, dass ein Bundespräsident die Gamescom besuche, schreibt das Branchenmagazin Gameswirtschaft.

Der Gamescom Congress findet im Rahmen der Messe statt und richtet sich an ein Publikum aus Kultur, Bildung, Politik, Wissenschaft, Medien und Wirtschaft. Die Veranstalter wollen dort zeigen, wie andere Branchen von der Innovationskraft der Games-Branche profitieren können.

In diesem Jahr stehen die beiden Programmschwerpunkte „Spielfeld Demokratie“ und „Der Games-Effekt“ im Vordergrund. Der erste Schwerpunkt befasst sich mit dem Einfluss von Computer- und Videospielen auf die Demokratiebildung, der zweite soll Games als Innovationsmotor beleuchten. Die offizielle Eröffnung der Gamescom übernehmen am 26. August Vizekanzler Lars Klingbeil, NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst und Forschungsministerin Dorothee Bär. Die Gamescom 2026 läuft vom 26. bis 30. August auf dem Gelände der Koelnmesse.

Zum Programm gehört in diesem Jahr auch das Speedrunning-Event Games Done Quick, das erstmals zur Gamescom kommt. Die Veranstaltung passt außerdem ins Konzept der Gamescom, verstärkt Community-Events in den Mittelpunkt der Messe zu rücken. „Speedrunning begeistert weltweit Millionen von Menschen“, sagt Tim Endres, Director der gamescom. „Dieses Event unterstreicht die Bedeutung der Gamescom in ihrer führenden Rolle für die Games-Branche und Community, aber auch als Plattform für soziales Engagement.“


(dahe)



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Künstliche Intelligenz

KI-Update kompakt: Mythos-Sperre, Nudifier-Verbot, Propaganda, iPhone


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Die US-Regierung hat am Wochenende die Anthropic-Modelle Fable 5 und Mythos 5 unter einer Exportkontrolldirektive gesperrt. Verhandlungen mit dem Hersteller laufen, eine Einigung steht aus. Auslöser war ein Bericht einer Sicherheitsabteilung von Amazon, der einen vermeintlichen Jailbreak des Modells Fable beschrieb.

Die Cybersicherheitsexpertin Katie Mosuris, die den Bericht eingesehen hat, widerspricht dieser Darstellung. Das Modell habe schlicht die Aufforderung „fix the Code“ befolgt und einen Patch entworfen, den Menschen danach manuell prüften. Genau das solle KI in der Cybersicherheit leisten, argumentiert Mosuris. Andernfalls blieben mächtige Werkzeuge allein Angreifern vorbehalten. Ein weiterer Faktor für die Sperre soll ein chinesischer Zugriff auf das vollständige Mythos-Modell gewesen sein. Washington hält bislang an der Maßnahme fest.


Eigenwerbung Fachdienst heise KI PRO

Eigenwerbung Fachdienst heise KI PRO

Über 200 Menschenrechtsorganisationen, darunter Amnesty International, fordern den sofortigen Stopp von KI-Systemen in militärischen Tötungsketten. Sie warnen vor einer Zukunft, in der Algorithmen über Leben und Tod entscheiden. Ein Bericht des New Scientist nennt einen ersten bestätigten Fall: Vollautonome Drohnen sollen im „Terminator-Modus“ eigenständig feindliche Soldaten getötet haben, ohne menschliche Kontrolle.

Auch in Gaza, im Libanon und im Iran sind automatisierte Systeme zur Überwachung und Zielgenerierung im Einsatz. Die Organisationen sprechen von „Massenabfertigung“, die Angriffe im Minutentakt autorisiere. In der Kritik stehen Google, Microsoft und OpenAI, die Milliarden mit Militäraufträgen verdienen. Gefordert werden strenge Regeln, um den Ausbau autonomer Waffensysteme zu stoppen.

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Die niederländische Verbraucherschutz-Stiftung SOMI hat Meta verklagt. Sie wirft dem Konzern vor, Beiträge und Kommentare aus Facebook und Instagram unter falschen Angaben zum KI-Training zu nutzen. Meta erwecke den Eindruck, die Daten flössen in die Llama-Sprachmodelle. Tatsächlich landeten sie im Werbeoptimierungssystem GEM. Verarbeitet würden zudem Daten von Personen ohne Konto sowie von Minderjährigen.

SOMI fordert mindestens 1.000 Euro Schadenersatz pro Betroffenem plus 100 Euro für jeden Monat seit Mai 2025. Für Jugendliche soll der Mindestbetrag im Erfolgsfall das Dreifache, für Kinder das Fünffache betragen. Auch Personen ohne Facebook- oder Instagram-Konto können sich der Sammelklage anschließen.

Das Europaparlament hat mit großer Mehrheit neue Regeln gegen pornografische Deepfakes beschlossen. Verboten sind KI-Systeme, die Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs erzeugen. Auch Apps, die intime Bereiche identifizierbarer Personen oder sexuell eindeutige Handlungen ohne Einwilligung zeigen, sind untersagt. Anbieter dürfen Bild- oder Videogeneratoren in der EU nur vertreiben, wenn technische Schutzvorkehrungen die Erstellung solchen Materials verhindern.

Die Regelung ergänzt bestehende Vorschriften und nimmt erstmals auch die Anbieter von Nudification-Apps in die Pflicht. Eine Lücke bleibt: Nicht einvernehmliche Bikini-Bilder, wie sie der Chatbot Grok auf X erzeugte, dürften weiterhin erlaubt sein. Stimmen die Mitgliedsstaaten zu, tritt das Gesetz am 2. Dezember in Kraft.

Smartphone-Preise steigen wegen einer anhaltenden Speicherkrise. Carl Pei vom Hersteller Nothing erklärte auf X, Speicher sei mittlerweile die teuerste Komponente und mache über die Hälfte der Hardwarekosten aus. Ursache ist der KI-Boom: Rechenzentren benötigen denselben Speichertyp wie Smartphones. Erstmals konkurrieren Geräte- und KI-Infrastruktur direkt um dieselben Chips.

Neue Modelle kosten bereits bis zu 100 Dollar mehr als ihre Vorgänger. Xiaomi-Chef Lei Jun erwartet weitere Aufschläge in den kommenden zwei Jahren. Betroffen sind auch Gaming-Konsolen und PC-Hardware. Beide Firmenchefs raten zu zügigen Käufen, da sich die Lage so bald nicht entspanne.


KI-Update

KI-Update

Wie intelligent ist Künstliche Intelligenz eigentlich? Welche Folgen hat generative KI für unsere Arbeit, unsere Freizeit und die Gesellschaft? Im „KI-Update“ von Heise bringen wir Euch gemeinsam mit The Decoder werktäglich Updates zu den wichtigsten KI-Entwicklungen. Freitags beleuchten wir mit Experten die unterschiedlichen Aspekte der KI-Revolution.

SpaceX kauft das KI-Entwicklertool Cursor für 60 Milliarden Dollar in Aktien. Es ist einer der größten Tech-Deals der jüngeren Zeit. SpaceX gewinnt damit direkten Zugang zur globalen Entwickler-Community und will Cursor neben dem Chatbot Grok als profitables Vorzeigeprodukt etablieren. Das KI-Unternehmen xAI ist bereits integriert.

Cursor könnte vom Supercomputer „Colossus“ mit 200.000 Nvidia-GPUs profitieren, aus dem auch Google und Anthropic Rechenleistung mieten. Für Konkurrenten wie Anthropic und OpenAI im KI-Coding-Geschäft steigt der Druck.

Salesforce übernimmt die KI-Kundenservice-Plattform Fin für 3,6 Milliarden Dollar. Kernprodukt ist ein KI-Agent, der Kundenanfragen über Kanäle wie Live-Chat und WhatsApp bearbeitet. Grundlage ist das hauseigene Modell „Apex“, das für den Support entwickelt wurde. Salesforce verspricht autonome Problemlösung, niedrigere Kosten und schnellere KI-Einführung.

Der Deal zeigt den Druck auf klassische Softwareanbieter durch generative KI. Salesforce hatte zuvor Informatica für acht Milliarden Dollar gekauft, um KI tiefer in die eigenen Produkte zu integrieren.

Nach dem Github Copilot stellt Microsoft auch sein KI-Tool Copilot Cowork auf nutzungsbasierte Abrechnung um. Cowork ist eine Adaption eines gleichnamigen Anthropic-Tools und soll Wissensarbeit mit agentischer KI unterstützen. Charles Lamanna, bei Microsoft für Copilot zuständig, bezeichnet ein Pauschalmodell als nicht tragbar. Manche Nutzer erledigten hunderte Aufgaben pro Woche, was die Kosten in die Höhe treibe.

Parallel prüft Microsoft laut dem Nachrichtenportal Axios den Einbau des chinesischen Modells DeepSeek V4 als günstigere Option. Da der Einsatz eines chinesischen Modells besonders in den USA Kritik auslösen dürfte, betont der Konzern, DeepSeek wäre optional und liefe vollständig auf der eigenen Cloud Azure. Eine Entscheidung soll in den kommenden Wochen fallen.

Nach dem Github Copilot stellt Microsoft auch sein KI-Tool Copilot Cowork auf nutzungsbasierte Abrechnung um. Cowork ist eine Adaption eines gleichnamigen Anthropic-Tools und soll Wissensarbeit mit agentischer KI unterstützen. Charles Lamanna, bei Microsoft für Copilot zuständig, bezeichnet ein Pauschalmodell als nicht tragbar. Manche Nutzer erledigten hunderte Aufgaben pro Woche, was die Kosten in die Höhe treibe.

Parallel prüft Microsoft laut dem Nachrichtenportal Axios den Einbau des chinesischen Modells DeepSeek V4 als günstigere Option. Da der Einsatz eines chinesischen Modells besonders in den USA Kritik auslösen dürfte, betont der Konzern, DeepSeek wäre optional und liefe vollständig auf der eigenen Cloud Azure. Eine Entscheidung soll in den kommenden Wochen fallen.

Daten von Pokémon-Go-Spielern sind in ein KI-Modell geflossen, das künftig Militärdrohnen unterstützen könnte. Mehrere europäische Zeitungen berichten darüber. 2021 setzte der Entwickler Niantic Spielanreize, damit Nutzer reale Orte mit ihren Smartphones scannen. Die Teilnahme war freiwillig und erforderte eine ausdrückliche Zustimmung. Millionen scannten daraufhin Straßen, Gebäude und Parks und lieferten Milliarden visueller Mapping-Daten.

Das Spin-off Niantic Spatial wandelte die Scans in eine 3D-Karte um, mit der sich Maschinen per Kamera orten und navigieren können, ganz ohne GPS. Im Dezember 2025 kündigte Niantic Spatial eine Partnerschaft mit dem US-Rüstungsdienstleister Vantor an, der auf Software zur Drohnenortung spezialisiert ist. Die Kooperation soll Probleme mit gestörten oder manipulierten Satellitensignalen lösen, wie sie in den Kriegen in der Ukraine und im Iran auftreten.

Meta hat offenbar die Gesichtserkennung des Pentagon-Zulieferers Rank One Computing (ROC) für seine Smart Glasses geprüft. Eine Softwarelizenz verknüpft die ROC-Technologie mit einer Testversion der Meta-AI-App, die für die Ray-Ban-Meta-Brillen nötig ist. Sie deckt Gesichtserkennung, Lebenderkennung und bis zu zehn Millionen Gesichtsvorlagen ab. Spuren der Software fanden sich in der App, aktiviert war sie nicht.

ROC wurde von ehemaligen FBI-Mitarbeitern gegründet und beliefert vor allem Militär, Geheimdienste und Strafverfolgung. Meta hatte zuvor eigenen, ebenfalls inaktiven Code für eine Funktion namens „Nametag“ entwickelt und nach Medienberichten entfernt. Der Konzern bezeichnet das Projekt als rein explorativ und betont, noch keine endgültige Entscheidung über Gesichtserkennung getroffen zu haben.

Apple bringt ein KI-Modell mit 20 Milliarden Parametern auf das iPhone, obwohl Arbeitsspeicher dort knapp ist. Das bisherige On-Device-Modell hatte rund drei Milliarden Parameter. Das neue Modell AFM Core Advanced dreht das Prinzip um: Es liegt vollständig im Flash-Speicher, in dem sonst Fotos und Apps stecken. In den schnellen RAM lädt das System nur jenen Teil, den es für die aktuelle Anfrage braucht.

Den Kniff nennt Apple Instruction Following Tuning. Statt bei jedem Wort neu zu entscheiden, welche Teile zu aktivieren sind, analysiert das Modell die gesamte Anfrage und wählt einmalig den passenden Ausschnitt. Das Modell versteht Text, Bilder und Audio gleichzeitig und treibt die neuen, natürlicher klingenden Siri-Stimmen komplett ohne Cloud an. Siri-Projektleiter Mike Rockwell sagt, ohne dieses Modell wären die Stimmen nicht möglich gewesen. Es läuft nur auf dem iPhone 17 Pro, dem 17 Pro Max, dem iPhone Air sowie leistungsfähigen Macs und iPads. Apple schafft damit zwei KI-Klassen innerhalb der eigenen Produktlinie.

Auf der Augmented World Expo zeigt das kalifornische Start-up Raven Resonance eine Smart-Glasses-Brille, die ohne Smartphone oder Cloud auskommt. Anders als Modelle von Meta, Samsung oder Google trägt die Raven Prism einen ARM-Prozessor mit vier Kernen, der das hauseigene Linux-System RavenOS ausführt. Gesteuert wird per Eye-Tracking und Sprache, ein farbiges Display projiziert Inhalte ins Sichtfeld.

Besonderheit sind die wechselbaren „Raven Wings“-Akkumodule, die sich im laufenden Betrieb tauschen lassen. Das System friert den Zustand ein und arbeitet danach nahtlos weiter. KI-Funktionen laufen lokal, die Kamera hat eine mechanische Abdeckung und Signal-LEDs. Die Brille soll noch dieses Jahr erscheinen. Angaben zu Preis und technischen Daten fehlen bislang.


Eigenwerbung Fachdienst heise KI PRO

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(igr)



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FCC lockert Regeln für Drohnen-Importverbot – aber nur ein bisschen


Die US-Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC) lässt den Import einiger chinesischer Drohnen in die USA wieder zu. Im Dezember hatte die FCC ein Importverbot für die unbemannten Luftfahrzeuge (Unmanned Aerial Vehicles, UAV) erlassen.

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Die Regelung hat die FCC leicht gelockert. Grund sei eine Vorgabe des US-Verteidigungsministeriums, teilte die FCC mit. Demnach werden Drohnen, die im Hinblick auf Reichweite, Flugdauer oder Nutzlast nicht über die „Fähigkeiten und Merkmale“ herkömmlicher Drohnen verfügen und die als „einfache, risikoarme Spielzeuge“ eingestuft werden können, von der sogenannten Covered List gestrichen.

Die Regularien für den Import sehen vor, dass die Drohnen nicht mehr als 150 Gramm wiegen und nicht länger als 10 Minuten fliegen können, wobei sie sich nichte weiter als 100 Meter vom Piloten entfernen dürfen. Ferner dürfen sie keine Kameras oder andere Sensoren an Bord haben, die Daten erfassen können. Die kleinste DJI-Drohne passt zwar vom Gewicht her. Aber sie verfügt über eine Kamera und fällt dadurch aus dem Raster.

Ende vergangenen Jahres setzte die FCC ausländische UAVs auf die Covered List, was einem Importverbot gleichkommt. Diese Liste enthält Kommunikationsprodukte und -dienste, die als inakzeptables Risiko für die nationale Sicherheit der USA gelten. Kürzlich sind auch Router aus dem Ausland darauf gelandet.

Die FCC begründete die Maßnahme seinerzeit damit, dass die ausländischen Drohnen eine Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA darstellten, darunter auch die Produkte des chinesischen Marktführers DJI. Sie dürfen nicht mehr in den USA betrieben und entsprechend auch nicht mehr eingeführt werden.

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(wpl)



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Angriffe auf FortiSandbox-Schwachstellen | heise online


Schwachstellen in den IT-Sicherheitsappliances FortiSandbox von Fortinet dienen Angreifern aus dem Netz derzeit als Angriffsziel. Aktualisierungen, um die Sicherheitslücken zu schließen, stehen schon etwas länger bereit.

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Auf X meldet DefusedCyber die beobachteten Angriffe. Gleich drei Schwachstellen in FortiSandbox werden demnach attackiert. Die erste Lücke ermöglicht bösartigen Akteuren, an einer Path-Traversal-Schwachstelle in der JRPC-API von FortiSandbox anzusetzen, um mit sorgsam präparierten HTTP-Anfragen die Authentifizierung zu umgehen (CVE-2026-39813, CVSS 9.1, Risiko „kritisch“). Bereits Mitte April hat Fortinet FortiSandbox 4.4.9 und 5.0.6 veröffentlicht, die das ausbessern.

Ebenfalls unter Beschuss steht eine unzureichende Filterung von Elementen, die in einem Befehl ans Betriebssystem von FortiSandbox verwendet werden, die Angreifern ohne Authentifizierung das Ausführen von nicht autorisiertem Code oder Befehlen mittels manipulierter HTTP-Anfragen ermöglichen (CVE-2026-39808, CVSS 9.1, Risiko „kritisch“). DefusedCyber sieht auch Angriffe auf eine jüngere Sicherheitslücke, die das unbefugte Einschleusen von Befehlen ohne vorherige Authentifizierung mittels manipulierter HTTP-Anfragen ermöglichen, die ans Betriebssystem durchgereicht und dort ausgeführt werden (CVE-2026-25089, CVSS 9.1, Risiko „kritisch“). Die Schwachstelle hat Fortinet in der vergangenen Woche gemeldet, die Versionen mit den Fehlerkorrekturen sind jedoch die gleichen wie aus dem April.

DefusedCyber bleibt sehr schmallippig und erwähnt lediglich, dass die IT-Forscher nach eigenen Angaben seit dem 14. Juni Angriffe auf diese Schwachstellen beobachten. Ein Screenshot zeigt eine Anfrage auf einen jsonrpc-Endpunkt. Die Fortinet-Advisories bestätigen die Angriffe derzeit noch nicht, sie weisen zum Meldungszeitpunkt „Known Exploited: No“ aus.

Zu den Angriffen auf die jüngere Schwachstelle CVE-2026-25089 schreiben die Autoren noch kurz, dass der Exploit mutmaßlich mittels Vibe Coding entstanden ist, also mit KI-Unterstützung. Er sei deshalb wahrscheinlich fehlerhaft. Einen funktionierenden Exploit für die Lücke hat DefusedCyber demzufolge noch nicht gesehen, es sei noch keiner veröffentlicht worden.


(dmk)



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