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Künstliche Intelligenz

Gegen schmelzende Stecker: Asus’ „Equalizer“ mit fragwürdigem Nutzen


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Derzeit landen erste Muster eines Kabels namens „Asus ROG Equalizer“ bei Hardwaretestern. Dabei handelt es sich um eine Variante eines Kabels mit 12V2x6-Anschlüssen für die Verbindung von Netzteilen und Grafikkarten. Dieser kleine Stecker und sein Vorgänger 12VHPWR sind seit Jahren in Verruf, weil sie leicht überhitzen. In der Folge gab es etliche Fälle von geschmolzenen Steckern und Defekten an sowohl Netzteilen als auch Grafikkarten. Diese taten die Gerätehersteller anfangs oft als „Anwenderfehler“ ab, angeblich verursacht durch schlecht eingesteckte Verbinder oder zu stark gebogene Kabel. Spätestens mit der RTX 5090 zeigte sich jedoch, dass die Verbindung inhärent problematisch ist, wenn sie mit den für diese Karte geforderten 575 Watt oder darüber arbeiten soll.

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Schon länger gibt es folglich Kabel und Überwachungsgeräte für die Verbindungen, welche die Schwachstellen lindern sollen. Von Asus’ Untermarke ROG gibt es nun den „Equalizer“, was sich auch als „Stabilisator“ übersetzen lässt. Dabei handelt es sich um ein richtungsgebundenes 12V2x6-Kabel mit einigen Spezialitäten: Auf Seite der Grafikkarte sind die +12-Volt-Leitungen und die Masseverbindungen überbrückt, es gibt zwei proprietäre Messleitungen für die Spannungen sowie vergoldete Kontakte. Zudem sollen laut Asus’ Angaben die Federn in den Steckern besonders kontaktfreudig sein.

Auch mit großen Zahlen spart das Marketing von Asus nicht. Statt der bisher für die Verbindung spezifizierten 9,2 Ampere pro Ader und Steckverbindung soll jede der sechs 12-Volt-Verbindungen ganze 17 Ampere aushalten. Das wären ganze 204 Watt über jede einzelne Ader – inwieweit die Stecker das noch aushalten, hat noch niemand ausprobiert.

Nach einer theoretischen Betrachtung und Messung der unterschiedlichen Ströme über die Adern hat der Hardwareentwickler und YouTuber Roman „8auer“ Hartung das Kabel inzwischen auch zerlegt.

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Asus’ Equalizer-Kabel zerlegt und unter dem Mikrosokop

Dabei zeigte sich, dass Klammern aufseiten der Grafikkarte tatsächlich die jeweils sechs Leitungen für +12 Volt und Masse überbrücken. Das geschieht sonst bei vielen Modellen auf der Grafikkarte selbst und ist ein wesentlicher Teil des Problems: Denn falls eine der Verbindungen, etwa im Stecker, einen besonders hohen Widerstand und damit Spannungsabfall aufweist, gleichen die anderen das aus. Dadurch können sehr unterschiedlich starke Ströme über die Adern fließen und einzelne überlasten.

Wo die Leitungen elektrisch zusammengeführt werden, spielt dabei keine Rolle. Per se ist die Idee, sie vor der Karte zu überbrücken, auch nicht neu: Nvidias beigelegte Adapter von mehreren PCIe-8-Pol-Verbindern zu 12V2x6 brücken die Leitungen ebenfalls vor der Grafikkarte.

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Roman Hartung maß bei intakter Brücke des Equalizers mit einer RTX 5090 unter der extremen Last des Programms „Furmark“ eine Abweichung von bis zu 3,6 Ampere zwischen den Leitungen. Das trat bei einem von drei getesteten Kabeln auf. Das beste Equalizer-Kabel kam auf 2,0 Ampere Unterschied, ein anderes Kabel von Asus ohne Brücke auf nur 0,6 Ampere. Als der Tester in seinem zweiten Video die Brücke bei einem Equalizer-Kabel entfernte, ergaben sich nur noch Unterschiede von 1,5 Ampere.

Diese verschieden starken Ströme kann der Equalizer, anders als sein Name verspricht, auch nicht aktiv ausgleichen. Zwar gibt es aufseiten des Netzteils eine von Asus „Intelligent Voltage Stabilizer“ (IVS) genannte proprietäre Verbindung. Sie passt nur an Asus-Netzteile und stellt eine Art Rückkanal für Masse und +12 Volt dar, wie sie aufseiten der Grafikkarte ankommen. Aber eben nur für die gebrückte Summe, nicht für jede einzelne Ader. Was tatsächlich durch jede Ader in der Karte landet, also mit allen Widerständen bis dorthin, könnte nur diese selbst messen.

Asus bezeichnet IVS auch nur als Teil seiner Technik „GPU First“, welche die 12-Volt-Versorgung des Netzteils für die Grafikkarte priorisieren soll. Es handelt sich damit um eine Regelung im Netzteil. Einen aktiven Lastausgleich für jede einzelne Leitung zur Karte gibt es nicht.

Eine letzte Zutat des Equalizers hat sich Roman Hartung auch angesehen: die angeblich neuartigen Federverbindungen im Stecker, die zudem vergoldet sind. Sie brachten jedoch seinen Flächenabschätzungen unter dem Elektronenmikroskop zufolge auch keinen deutlichen Vorteil gegenüber anderen Steckertypen. Die tatsächlichen Kontaktflächen in dem Stecker sind nur 0,2 bis 0,4 Quadratmillimeter groß – es gibt aber bei jeder dieser Verbindungen mehrere davon in einem Stecker.

Auch Gold an der Kontaktoberfläche kann kontraproduktiv sein, weil die meisten 12V2x6-Verbindungen, etwa auch an Grafikkarten, verzinnt und nicht vergoldet sind. Der Abrieb des Zinns kann eine weitere Quelle für erhöhten Widerstand darstellen.

Mit all dem ist auch Hartungs Fazit zum Asus-Equalizer im Video: „Ich sehe den Mehrwert nicht“. Das Asus-Kabel ist für rund 50 Euro erhältlich (ab 49,90 €), in Zukunft soll es manchen Netzteilen des Herstellers gleich beiliegen.

Die aktuellen Erkenntnisse deuten einmal mehr darauf hin, dass die Auslegung des 12V2x6-Steckers und dessen winzige Bauform an sich das Problem darstellen – nicht die Kabel, nicht Netzteile und Grafikkarten oder gar zu ungeschickte Nutzer. Man kann auch bei mehrfachem Einstecken derselben Teile nicht genau wissen, welcher Pin gerade wie guten Kontakt hat. Und ohne Überwachung der Ströme und Spannungen auf beiden Seiten sowie für jede einzelne Ader separat kann auch keine Schaltung eine etwaige Überlastung einer Ader ausgleichen. Derart viel Leistung und damit hohe Ströme durch winzige Steckkontakte zu schicken, erscheint einmal mehr als ziemlich schlechte Idee.


(nie)



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Muster, Linien, Symmetrie: Gewinner des c’t-Fotografie-Wettbewerbs stehen fest


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Die c’t Fotografie-Redaktion gratuliert den Gewinnerinnen und Gewinnern des aktuellen Fotowettbewerbs. Unter dem Motto „Rahmen und Strukturen“ konnten registrierte Nutzer unserer c’t-Fotogalerie ihre Bilder einreichen und diese gegenseitig bewerten. Die Bewertungsphase endete am 4. Mai 2026 um 12 Uhr.

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Die Aufgabe, Rahmen und Strukturen einzufangen, lockte hauptsächlich Architekturfotografen in den Wettbewerb. Gerade Fluchten, symmetrisch aufgereihte Säulen und Mauern im rechten Winkel prägen viele der eingereichten Motive. Wo Menschen bauen, entstehen klare Linien – das zeigte sich in fast allen Beiträgen besonders deutlich.

Dabei lohnte sich der Blick nach oben, denn manchmal reicht ein Perspektivwechsel: Wer den Kopf in den Nacken legt und in Richtung Himmel schaut, entdeckt Glasdächer, Deckenkonstruktionen oder filigrane Streben als perfekte Bildmotive zu unserem Wettbewerbsthema. Genau diese Vielfalt spiegelt sich in den Top-Platzierungen wider.

Die Sieger-Bilder im Überblick:



Im MdbK

(Bild: NAlois)

In der riesigen, lichtdurchfluteten Halle des Museums der bildenden Künste Leipzig steht eine einzelne Person und blickt nach oben. Über ihr schwebt eine filigrane Installation aus rechteckigen Rahmen. Dahinter erstreckt sich die gläserne Fassade bis zur offenen Stahlkonstruktion des Daches. Durch die Schwarz-Weiß-Darstellung wird das strenge Raster aus Linien, Streben und Flächen betont, wodurch die Architektur in eine grafische Komposition verwandelt wird. Der polierte Steinboden spiegelt das helle Tageslicht und verstärkt die klare, beinah schwerelose Wirkung.

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Durchgang

(Bild: Uschi Hermann)

Eine Reihe weißer Betonpfeiler bildet einen langen, offenen Gang, am Ende dessen eine einzelne Person ins Freie tritt. Über ihr zeigt sich ein dramatisch bewölkter Himmel, der einen starken Kontrast zur hellen Architektur bildet. Die strenge Fluchtperspektive lenkt den Blick direkt auf die Person, während die Pfeiler ein rhythmisches Muster aus Licht und Schatten auf den Boden werfen. Durch die Schwarz-Weiß-Umsetzung werden die grafischen Streifen betont und die Szene auf klare Formen reduziert.



Tunnelblick

(Bild: Tenno61)

Ein Gang aus Betonbögen zieht sich scheinbar endlos nach vorn. In der Mitte läuft eine einzelne Person durch die Konstruktion und wirkt zwischen den massiven Pfeilern winzig. Die seitlich stehende Sonne wirft lange, dunkle Schatten über den Boden. So entstehen starke Streifen aus Licht und Dunkel. Die sich wiederholenden Bögen bilden einen klaren Rhythmus und ziehen den Blick tief in den Tunnel hinein. Die strenge Architektur und die kleine Figur im Zentrum verleihen dem Bild Spannung und Maßstab zugleich.

Die Plätze vier bis zehn zeigen die ganze thematische Bandbreite des Wettbewerbs: von strengen Architekturaufnahmen hin zu experimentellen Strukturstudien.

Alle zehn bestplatzierten Bilder stellt die Redaktion in der Ausgabe 04/26 der c’t Fotografie vor. Die vollständige Übersicht über die TOP 10 finden Sie in der Bilderstrecke.


Platz 1: Im MdbK (Bild:

NAlois

)


(vat)



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Herkömmliche Wettermodelle sagen Wetter mit Rekordwerten besser voraus als KI


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Künstliche Intelligenz (KI) hat die Wettervorhersage revolutioniert. Mit deutlich weniger Ressourcen als die konventionellen Methoden können KI-Algorithmen mit hoher Genauigkeit prognostizieren – mit einer Ausnahme, sagt ein Team des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der Universität Genf.

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KI-Modelle wie WeatherNext 2 von Googles KI-Abteilung Deepmind sind inzwischen, was die Genauigkeit angeht, den physikbasierten numerischen Modellen von der Genauigkeit her mindestens ebenbürtig, wenn nicht sogar überlegen. WeatherNext 2 etwa kann Vorhersagen für zwei Wochen in Bezug auf Temperatur, Luftdruck und Wind mit einer Genauigkeit von einer Stunde liefern – bisherige Systeme können das nur für zwei Tage. Dabei benötigt WeatherNext 2 weniger Rechenleistung.

Geht es hingegen um Extremwetterereignisse mit Rekordtemperaturen, -windgeschwindigkeiten oder -niederschlägen hingegen, haben sich die KI-Wettermodelle als weniger stark erwiesen, wie das KIT-Team um Zhongwei Zhang herausgefunden hat. Hier sei das physikbasierte hochauflösende Modell HRES des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage (European Centre for Medium-Range Weather Forecasts, ECMWF) noch überlegen.

Das Team verglich die Ergebnisse mehrerer KI-Modelle, darunter GraphCast, Pangu Weather und Fuxi mit denen von HRES. Bei der Gesamtbewertung aller Wetterlagen schnitten die KI-Modelle dabei gut ab.

Bei Rekordereignissen hingegen waren ihre Prognosen fehlerhaft. Das galt vor allem für die Häufigkeit von extremen Ereignissen sowie für deren Intensität. „Unsere Analysen zeigen, dass KI-Modelle die Intensität von Hitze-, Kälte- und Windrekorden generell unterschätzen“, sagte Projektleiter Zhang. „Je stärker ein Rekord vorherige Extremwerte übertrifft, desto größer ist die Unterschätzung.“

Da sei systemimmanent, sagen die Forscher: KI-Modelle lernten aus historischen Daten. Ihre Stärke liege darin, Muster vorherzusagen, die bereits dagewesenen Situationen ähnelten. Rekordereignisse, wie sie im Zuge des Klimawandels immer häufiger auftreten, liegen aber außerhalb der bisherigen Erfahrung.

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„Neuronale Netze haben Schwierigkeiten, verlässlich über ihren Trainingsbereich hinaus zu extrapolieren – also Vorhersagen jenseits der bisher beobachteten Werte zu treffen“, sagte Sebastian Engelke von der Universität Genf. „Physikalische Modelle wie HRES basieren dagegen auf grundlegenden Gesetzen der Physik. Dies stellt sicher, dass ihre Vorhersagen auch dann noch zuverlässig sind, wenn die Atmosphäre in Zustände übergeht, die noch nicht beobachtet wurden.“

Die Ergebnisse seien für Frühwarnsysteme relevant, betonen die Forscher: Werden Extremereignisse unterschätzt, könne es sein, dass zu spät oder gar nicht gewarnt werde. Deshalb könnten KI-Wettermodelle die numerischen Vorhersagen derzeit nicht ersetzen, schreibt das Team in der Fachzeitschrift Science Advances. „Für risikoreiche Anwendungen sollte man sich nicht ausschließlich auf KI verlassen“, resümierte Zhang. Beide Ansätze sollten parallel genutzt werden.


(wpl)



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Biodrohnen: Wenn Tauben und Kakerlaken zu Spionen werden


Es klingt noch wie Science-Fiction, wird aber bereits militärisch erprobt: Tauben und Insekten bewegen sich elektronisch ferngesteuert ins Zielgebiet und erkunden die Lage. Sie können Ausrüstung transportieren, etwa Kameras, Sensoren, Peilsender, Medikamente oder Explosivstoffe.

Ein gut erforschtes Feld ist heute die Steuerung der Madagaskar-Fauchschabe, ein robustes Insekt mit einer Körperlänge zwischen 45 und 88 Millimeter. Aktuelle Feldversuche wie Mitte April dieses Jahres bei der Bundeswehr zeigen, was heute funktioniert – und vor welchen Hürden ferngesteuerte Schaben, sogenannte AutoBugs, im Ernstfall stehen.

  • Die Bundeswehr erprobt durch elektronische Impulse gesteuerte Kakerlaken mit sensorischer Ausrüstung.
  • Insekten als Grundlage für Biodrohnen gelten als skalierbare Technik; man kann sie leicht züchten und mit Steuerung und Kamera ausstatten.
  • Mit ferngesteuerten Tauben experimentiert ein Start-up in Russland – als Suchstaffeln oder Aufklärer.

Bei Polizeiarbeit und in der Katastrophenhilfe können Biodrohnen überwachen und zu Sucheinsätzen ausschwärmen. Doch sowohl Tempo und Steuerung als auch die ungefilterte Datenflut schaffen Probleme.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Biodrohnen: Wenn Tauben und Kakerlaken zu Spionen werden“.
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