Künstliche Intelligenz
Gigabit-Förderung des Bundes: 1,8 Milliarden für 536 Projekte
Es ist vergleichsweise still geworden um die staatliche Förderung des Ausbaus besonders schneller Internetleitungen. Das liegt zum einen am Ausbaufortschritt, zum anderen aber auch daran, dass viele der Marktteilnehmer gar nicht mehr so sehr auf Fördermittel setzen. Zu kompliziert, zu langwierig, zu Staat, heißt es aus der Branche. 2024 standen noch 3 Milliarden Euro zur Verfügung. Jetzt wurden die Förderbescheide der Förderrunde 2025 bewilligt – und dabei 1,8 Milliarden Euro zugesagt.
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„Schnelles Internet ist heute so wichtig wie Straßen und Schienen“, sagte Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) zur Ankündigung der neuen Fördermittel. Es gehe darum, dass nicht nur große Städte Anschluss fänden, wofür Staat und Wirtschaft eng zusammenarbeiten würden. Bei einer feierlichen Veranstaltung in Berlin wurden stellvertretend für 536 erfolgreiche Antragsteller die Förderbescheide von Wildberger an die Antragsteller übergeben.
Zehn Jahre nach der Übergabe der ersten Förderbescheide für den Breitbandausbau durch den damaligen Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hat sich die verfügbare Geschwindigkeit bei den meisten Kunden zwar vervielfacht – der Bandbreitenbedarf ist jedoch ebenfalls gewachsen. DSL-Anschlüsse werden bereits seit einer Weile nicht mehr gefördert. Unter Wildbergers Vorgänger Volker Wissing waren die Kriterien für die Förderung deutlich verändert worden. Wissing wollte die Förderung vor allem vom vorrangigen Bedarf der Kommunen abhängig machen, nachdem 2022 der Fördertopf nach dem Windhundprinzip vorzeitig ausgeschöpft war.
Förderung ist noch kein Anschluss
Tatsächlich ausgegeben werden die Mittel aus den Breitbandförderungen des Bundes frühestens Jahre später: Die Zusagen des Bundes für die Förderung stehen immer unter dem Vorbehalt der Umsetzung durch die Antragsteller. „Aktuell braucht ein Förderprojekt von Antrag bis Fertigstellung im Durchschnitt sieben Jahre”, berichtet Sven Knapp vom Bundesverband Breitbandkommunikation. Der Verband plädiert für eine noch genauere Förderung auf tatsächlich schwierige Ausbaugebiete und eine deutliche Vereinfachung der Prozesse.
Über die Jahre hatte sich so eine mehrere Milliarden Euro schwere Bugwelle aufgebaut: Zugesagte Mittel, die der Bund in seinem Haushalt berücksichtigen muss, die aber von den Zuwendungsempfängern nicht abgerechnet und abgerufen wurden. Teilweise wurden erst Jahre später die Förderbescheide zurückgegeben, etwa, weil die ursprünglich beantragte Förderung so keinen Sinn mehr ergab und gar nicht mehr hätte stattfinden können. Für Digitalminister Wildberger, der zugleich Staatsmodernisierungsminister ist, geht es darum, dass sich das nicht wiederholt: Entscheidend sei nun die „professionelle, zügige und qualitativ hochwertige Umsetzung“, sagt er. „Mit klaren Zuständigkeiten, realistischem Zeitmanagement und einer engen Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern, Kommunen und Telekommunikationswirtschaft.“
Inwiefern ein staatlich geförderter Ausbau überhaupt noch notwendig und zielführend ist, war in den vergangenen Jahren auch vor dem Hintergrund der langsamen Verfahren immer wieder Diskussionsgegenstand – in Zeiten knapper Kassen umso mehr. Doch bislang stammten die Mittel für die Förderung des Ausbaus nicht aus dem normalen Bundeshaushalt, sondern aus den Erlösen der Mobilfunkfrequenzversteigerungen. Wildbergers Ministerium berät mit der Branche seit einigen Monaten, wie ein schnellerer und verlässlicher Ausbau vor allem bei den Glasfasernetzen aussehen kann.
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(dahe)
Künstliche Intelligenz
c’t-Videoreihe: Wir starten einen eigenen Wetterballon
Mit relativ einfacher Consumer-Technik kann man eindrucksvoll die Interaktion zwischen Weltraum und Erdatmosphäre erforschen. In einer vierteiligen Videoreihe führt Physikerin und Wissenschaftsjournalistin Anne-Dorette Ziems durch die rechtssichere Planung des Wetterballons, das Basteln eigener Messgeräte, einen nervenaufreibenden Starttag und die Auswertung der Messdaten.
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Der zweite Teil am 8. März spielt sich vor allem am Lötkolben und am Computer ab. Wir basteln unsere Messgeräte. Erst die Hardware, dann die Software. Mit an Bord: Kameras für spektakuläre Aufnahmen, Sensoren für Temperatur, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit – und als Highlight ein selbst gebauter Myonendetektor zur Messung der Höhenstrahlung.
Doch was passiert, wenn der Ballon außer Sicht gerät? Im dritten Teil am 15. März starten wir den Wetterballon und jagen ihm hinterher. Es geht quer durchs Land – immer den empfangenen Funksignalen hinterher. Bis wir irgendwann plötzlich keine Funksignale mehr empfangen.
Zum Abschluss geht es am 22. März an die Daten: Hat die Technik durchgehalten? Wie verändern sich Temperatur, Druck und Strahlung mit der Höhe? Und was kann man aus den Messungen lernen – auch aus den Dingen, die nicht funktioniert haben?
(mond)
Künstliche Intelligenz
Apple-Chef Tim Cook kündigt „große Woche“ an
Neue Apple-Produkte voraus: Nun hat auch Tim Cook bestätigt, dass es in der kommenden Woche so weit sein wird – und zwar schon ab Montag. Bekannt war bereits, dass Apple für kommenden Mittwoch (4. März) zu einer „Special Apple Experience“ nach London, New York und Shanghai geladen hat, zu der insbesondere Influencer und wenige auserwählte Journalisten anreisen. Doch erste Releases wird es bereits zum Wochenbeginn geben, wie bereits vermutet worden war.
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Über die Woche verteilt
Cook schrieb am Donnerstagabend auf X, dass eine „große Woche vor uns“ liegt. Interessant ist dabei die Terminangabe in einem zweiten Satz: „Alles beginnt am Montagmorgen“, so der Apple-Boss. Garniert wird das Posting mit dem Hashtag „#AppleLaunch“ samt eigens bei X eingekauftem Logo. Ein Kurzvideo im selben Posting zeigt dann noch eine silberne Gehäuserückseite, die zu einem MacBook passen könnte. Ein Finger macht aus einem darauf befindlichen Oval ein vollständiges Apple-Logo.
Cooks Aussage spricht dafür, dass Apple seine Ankündigungen über die Woche verteilt. Am Mittwoch können sich die zur „Special Apple Experience“ Eingeladenen dann wohl die Produkte vor Ort ansehen, bevor sie dann, eventuell bereits in der übernächsten Woche, in die Auslieferung gehen. Eine echte Keynote samt Videopräsentation scheint hingegen nicht geplant zu sein. Eventuell veröffentlicht der Konzern pro Tag Kurzvideos mit Erklärungen. Unklar sind noch die Vorstellzeiten. „Montagmorgen“ spricht eher für den Abend in Europa, möglich ist aber auch, dass die Produkte frühmorgens kalifornischer Zeit per Pressemitteilung angekündigt werden. Das wäre dann ab zirka 13:30 Uhr oder 14 Uhr.
Geplante Produkte
Nach aktuellem Gerüchtestand sind ein neues Einsteiger-iPhone 17e mit neuerem Chip und Hardwareverbesserungen, iPad 11 und iPad Air M4 sowie ein ganz neues Einsteiger-MacBook vorgesehen. Letzteres wäre eine komplett neue Baureihe mit günstigen Komponenten – zu einem Preis von deutlich unter 1000 Euro.
Schließlich könnte Apple auch noch Zubehörprodukte zeigen sowie neue MacBook-Pro-Modelle mit M5 Max und M5 Pro. Der Konzern hatte beim MacBook Pro im Herbst nur das Midrange-Modell mit M5-Chip präsentiert, Profis warten seither auf die schnelleren Maschinen.
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(bsc)
Künstliche Intelligenz
Gmail erhöht Anhang-Limit auf 50 MByte – für Enterprise-Kunden
Google hat die maximale Größe für E-Mail-Anhänge in Gmail für Kunden von Workspace Enterprise Plus von 25 auf 50 MByte verdoppelt. Die Änderung soll das direkte Versenden großer Präsentationen, Tabellenkalkulationen und hochauflösender PDFs ermöglichen, ohne den Umweg über Google Drive nehmen zu müssen. Gleichzeitig wurde das Empfangslimit für eingehende Nachrichten auf 70 MByte angehoben.
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Die neue Funktion steht jedoch nicht automatisch zur Verfügung. Administratoren müssen das erhöhte Limit in den Workspace-Einstellungen erst freischalten. Anwender haben keine Möglichkeit, diese Änderung selbst vorzunehmen. Die Einführung begann bereits am 23. Februar 2026 für Domains mit Rapid Release und Scheduled Release. Die vollständige Aktivierung kann laut Google bis zu 15 Tage dauern.
Base64-Kodierung verringert nutzbare Anhangsgröße
Durch die Base64-Kodierung, die E-Mails standardmäßig verwenden, bläht sich die tatsächliche Nachrichtengröße um etwa 33 Prozent auf. Das bedeutet: Eine reine Datei von 35 bis 37 MByte erreicht nach der Kodierung bereits die 50-MByte-Grenze. Hinzu kommen weitere Faktoren wie E-Mail-Signaturen, Thread-Verläufe oder vom System hinzugefügte Footer, die zusätzlichen Speicherplatz beanspruchen. In der Praxis dürften sich daher eher Dateien um die 35 MByte direkt versenden lassen.
Das erhöhte Empfangslimit von 70 MByte soll die Interoperabilität mit anderen E-Mail-Providern verbessern. Microsoft Exchange Online erlaubt beispielsweise Anhänge bis 150 MByte. Durch das neue Gmail-Limit werden künftig weniger E-Mails von Exchange-Servern abgelehnt, wenn sie an Gmail-Nutzer gehen.
Beschränkungen durch Bandbreite und DLP-Regeln möglich
Unabhängig vom neuen Anhang-Limit gelten weiterhin die bekannten Bandbreitenbeschränkungen: Pro Stunde lassen sich über Web-Interface oder SMTP maximal 300 MByte hochladen, pro Tag sind es 1500 MByte. Über IMAP beträgt das Tageslimit 500 MByte. Nutzer, die regelmäßig größere Anhänge versenden, könnten diese Grenzen schneller erreichen.
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Administratoren können die neuen Limits durch eigene Richtlinien überschreiben. DLP-Regeln (Data Loss Prevention), individuelle Bandbreitenbeschränkungen oder Gateway-Einstellungen haben Vorrang vor den von Google festgelegten 50 MByte. IT-Verantwortliche sollten daher ihre bestehenden Konfigurationen prüfen, wenn die neue Funktion nicht wie erwartet funktioniert.
Standard-Accounts bleiben bei 25 MByte
Die Erhöhung gilt ausschließlich für Google Workspace Enterprise Plus. Nutzer von Standard-Workspace-Editionen, Business-Paketen und privaten Gmail-Konten bleiben weiterhin bei 25 MByte für den Versand und 50 MByte für den Empfang. Für größere Dateien empfiehlt Google nach wie vor die Verwendung von Drive-Links. Pläne, die neuen Limits auf weitere Workspace-Editionen auszuweiten, hat das Unternehmen nicht angekündigt. Der Speicherplatz in Enterprise Plus wird zwischen Gmail, Drive und Fotos geteilt. Pro Nutzer stehen standardmäßig 5 TByte zur Verfügung, die im Pool mit anderen Anwendern geteilt werden können.
Alle Informationen zu den höheren Gmail-Limits finden sich im Workspace-Blog von Google.
(fo)
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