Apps & Mobile Entwicklung
Google Pixel Watch endlich wieder mit verlässlichen Daten
Spielt Ihre Smartwatch mit Ihren Gesundheitsdaten? Die letzten Updates haben dazu geführt, dass Pixel Watch-Nutzer überhöhte Schrittzahlen und fehlende Messwerte haben. Glücklicherweise hat Google bestätigt, dass endlich eine Lösung auf dem Weg ist.
Wenn sich eure Google Pixel Watch in letzter Zeit seltsam verhält oder nervige Fehler auftreten, dann bildet ihr euch das nicht ein. Google hat bestätigt, dass das jüngste Sicherheitsupdate vom März 2026 mehrere Bugs in seine Smartwatches eingeführt hat. Das Unternehmen verspricht eine Lösung, damit die Uhren wieder zuverlässig funktionieren.
Google-Wearables haben aufgehört, Kalorien und Schritte genau zu zählen
Google hat das Sicherheitsupdate März 2026 Anfang des Monats an berechtigte Pixel-Watch-Modelle verteilt. Kurz nachdem die Nutzer das Update installiert hatten, traten zahlreiche Fehler auf. Zu den häufigsten Problemen gehören fehlende Gesundheitsdaten wie SpO2 und Hauttemperatur. Andere betreffen völlig ungenaue Schätzungen des Kalorienverbrauchs und Schrittzähler, die entweder keine Schritte registrieren oder die Zahlen dramatisch aufblähen, manchmal sogar verdoppeln oder verdreifachen.
Daher sind viele betroffene Nutzer unsicher, ob sie ihrer Uhr vertrauen oder auf andere Methoden zur Erfassung der täglichen Aktivität umsteigen sollen, während sie auf eine angemessene Lösung warten.
Endlich gibt es einen Fix für Pixel-Watch-Bugs
Die gute Nachricht ist, dass Google die Probleme eingeräumt hat. Im Fitbit-Community-Forum (via 9to5Google) hat das Unternehmen bestätigt, dass es die Ursache des Kalorienzielfehlers gefunden hat und bereits an einer Lösung arbeitet. Die Korrektur sollte in den nächsten Tagen für alle Nutzer verfügbar sein.
Sollte das Problem weiterhin bestehen, kann das manuelle Zurücksetzen des Kalorienziels in der Fitbit-App als vorübergehende Lösung dienen und genauere Ziele wie das verbleibende Kaloriendefizit wiederherstellen.
Viele Nutzer haben auch berichtet, dass dieser Ansatz oder das Löschen des Cache der Fitbit-App auf dem Telefon und der Uhr und der anschließende Neustart der Geräte die überhöhten Schrittzahlen ebenfalls korrigiert haben. Ein Nutzer berichtete: „Kann als OP bestätigen, dass das Problem bei mir seit Freitagabend (GMT) behoben ist.“
Es kann jedoch sein, dass das Problem nicht sofort für alle Nutzer behoben ist. Einige müssen möglicherweise den Cache in der Fitbit-App löschen und ihre Pixel Watch neu starten, um Verbesserungen zu sehen.
Leider ist die Pixel Watch nicht das einzige betroffene Gerät. Nutzer von Pixel Phones haben nach dem gleichen Sicherheitsupdate vom März ebenfalls Probleme gemeldet, darunter Probleme mit dem Always-On-Display. Bislang wurde noch keine endgültige Lösung für diese Probleme veröffentlicht.
Angesichts dieser auffälligen Fehler, die sich weiterhin auf Googles Geräte auswirken, beginnen einige Nutzer, den Qualitätssicherungsprozess des Unternehmens in Frage zu stellen. Sie fordern für die Zukunft ausgefeiltere Software-Updates.
Gehört ihr zu denen, die von diesen Fehlern betroffen sind? Teilt uns eure Erfahrungen in den Kommentaren unten mit.
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„Scam Machine“?: Valves Steam Machines sind nicht alle gleich schnell

Bei Valves Steam Machine wird nicht nur die Möglichkeit zum Kauf des Geräts selbst gelost. Auch die Speicherausstattung selbst ist eine Lottorie, bei der es um eine Leistungsdifferenz von mehreren Prozent geht. Was Kunden kriegen, wissen sie nicht.
Den Unterschied machen nicht etwa Menge, Taktraten oder Timings aus, sondern die Anzahl der RAM-Module. Valve produziert die Steam Machine mit entweder einem 16-GB-Riegel oder zwei 8-GB-Modulen Arbeitsspeicher. Davon abhängig läuft der Speicher entweder im Single- oder Dual-Channel-Modus, der die Bandbreite deutlich erhöht.
Grund für die uneinheitliche Ausstattung ist schlicht die Speicherknappheit, hieß es von Seiten Valve gegenüber Gamers Nexus (YouTube). Gekauft wird, was verfügbar ist, „wir müssen die Angebote nehmen, die reinkommen“. Die Lage sei dergestalt, dass es jeden Monat ein Angebot mit Menge und Preis gebe, dem Valve nur zustimmen könne. „Wenn wir nein sagen, hören wir nie wieder von ihnen“, lautet die Bilanz.
(K)ein Unterschied
Auf der Produktseite geht Valve über die Möglichkeit unterschiedlicher Bestückung der Steam Machine allerdings hinweg. Angegeben wird nur die Gesamtspeichermenge von 16 Gigabyte. Das begründete Valve mit „vergleichbarer Geschwindigkeit“, die Anzahl der Riegel mache „keinen großen Unterschied“ beim Gaming aus. Beides habe Vor- und Nachteile, zum Nachrüsten von mehr RAM sei ein einzelner Riegel praktischer.
Wie groß der Unterschied tatsächlich ist, müssen Benchmarks erst noch exakt zeigen. Bereits jetzt lässt sich die Differenz aber abschätzen, denn Vergleiche zwischen Single- und Dual-Channel-Speicherbetrieb hat ComputerBase in den vergangenen Jahren und Monaten immer wieder durchgeführt. Ein Ryzen 5 9600X läuft in Spielen im Durchschnitt elf Prozent schneller, wenn zwei Module im Rechner stecken, die Frametimes steigen um 12 Prozent. Die Extreme liegen bei 0 im besten und 20 Prozent Unterschied im schlechtesten Fall. Bei einer X3D-CPU fällt der Unterschied hingegen im Schnitt bei 5 Prozent geringer aus, in der Steam Machine steckt allerdings eher der Ryzen 5 9600X.
Festhalten lässt sich damit, dass in vielen Spielen ein Unterschied in alltagsnahen Settings kaum spürbar sein sollte, zumal die GPU eher öfter als seltener der eigentlich limitierende Faktor sein wird. Zehn Prozent FPS-Unterschied können in Grenzsituationen aber schon den Unterschied zur Spielbarkeit ausmachen – und es ist nicht so, als hätte die Steam Machine riesige Leistungsreserven. Zehn Prozent mehr oder weniger Bilder pro Sekunde können zudem in der einen oder anderen Detailstufe einen Unterschied bedeuten. Sehen und spüren muss der Spieler davon nichts, einen eindeutigen, nicht gekennzeichneten und nicht kleinzuredenden Unterschied gibt es aber.
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tado° Smart Charging: Heizen, Kühlen und nun auch das E-Auto zu günstigen Zeiten laden

tado° integriert Smart Charging für Elektroautos in seine App und ermöglicht es E-Auto-Besitzern so, das Fahrzeug dann aufzuladen, wenn die stündlichen Strompreise am niedrigsten sind. tado° erweitert den Funktionsumfang der eignen App so erneut, nachdem das Unternehmen zunächst mit smarten Heizsystemen gestartet war.
15 E-Auto-Marken werden unterstützt
Die Integration der Lademanagement-Lösung für Elektroautos in die tado°-App soll nach Angaben des Herstellers mit mehr als 15 E-Auto-Marken kompatibel sein – unter anderem Audi, BMW/Mini, Mercedes, Tesla und Volkswagen. Durch das Meiden teurer Stunden in dynamischen Stromtarifen sollen Nutzer durchschnittlich 30 Prozent ihrer Ladekosten zu Hause einsparen können. Das Einsparpotenzial basiert darauf, dass das automatische Laden des Elektroautos in Stunden gelegt wird, in denen der dynamische Strompreis etwa aufgrund von hoher Wind- oder Solarenergie am günstigsten ist. Ein solcher Tarif ist deshalb Voraussetzung. tado° Smart Charging automatisiert die Planung und das Laden dann vollständig.
Nutzer wählen dafür in der tado°-App ihre Fahrzeugmarke aus und legen eine gewünschte
Abfahrtszeit fest. Ein Algorithmus analysiert die Preise der kommenden Tage und plant den Ladevorgang automatisch während der günstigsten Zeitfenster. Die neue Funktion der App umfasst außerdem einen Ladeplan, so dass der Nutzer im Voraus Einblick erhält, wann das Auto geladen wird.
Ein reines Überschussladen über PV unterstützt tado° aktuell nicht, ist aber grundsätzlich für die Zukunft denkbar. Momentan wird der Ladevorgang primär anhand des Energiepreises
optimiert. Zusätzlich wird berücksichtigt, ob aktuell PV-Eigenproduktion verfügbar ist, was sich im Sommer häufig überschneidet.
Nicht an Hersteller, Wallbox oder Tarif gebunden
Im Gegensatz zu vielen Lademanagement-Lösungen, die an eine bestimmte Fahrzeugmarke,
einen Wallbox-Hersteller oder einen Energieanbieter gebunden sind, ist tado° Smart Charging unabhängig von diesen einsetzbar, so tado°. Die Funktion arbeitet mit unterschiedlichsten Fahrzeugen, Wallboxen und dynamischen Stromtarifen zusammen und ist nicht an ein Ökosystem oder einen Anbieter gebunden.
tado° will All-in-One-Energiemanagement anbieten
Die neue Funktion zeigt einmal mehr, wie tado° sich vom Anbieter intelligenter Heizsysteme zu einer Plattform für das Energiemanagement wandeln möchte. Heizen, Kühlen, EV-Laden und das Angebot passender dynamischer Stromtarife nach dem Zukauf von aWATTar zeigen in den letzten Jahren diese Strategie deutlich auf. Zuletzt hat das Unternehmen die eigene AC-Steuerung mit der beliebten Midea PortaSplit Klimaanlage gebündelt.
Preis und Verfügbarkeit
Die neue Ladefunktion ist für 2,99 Euro pro Monat (inklusive einer 6-monatigen kostenlosen Testphase) verfügbar. Für Kunden von tado° Energy und aWATTar ist die Funktion bereits kostenlos enthalten.
ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von tado° unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.
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TerraMaster F4-425 Pro OpenClaw-NAS im Test
Das TerraMaster F4-425 Pro NAS setzt auf einen hybriden Ansatz mit HDDs und M.2-SSDs und geht mit OpenClaw und der Steuerung per AI-Agenten einen anderen Weg bei der KI als andere NAS. Mit zwei 5-Gigabit-LAN-Ports und einem Core 3 N350 und 16 GB RAM überzeugt auch die Leistung.
Auch bei den NAS-Systemen von TerraMaster steht AI künftig im Fokus. Das F4-425 Pro ist das neue Flaggschiff unter den AI-optimierten NAS und setzt bereits auf das neue Betriebssystem TOS 7, das der Hersteller als erstes AI-natives NAS-Betriebssystem mit AI-Integration vom Kernel bis zum Web-Interface bezeichnet. Funktionen des NAS lassen sich so auch über einen KI-Agenten steuern – ein Ansatz, den Synology in Teilen so auch mit dem Update auf DSM 7.4 angekündigt und vorgenommen hat. Als Hybrid-NAS setzt das F4-425 Pro zudem auf ein 4+3-Bay-Design, bei dem vier klassische HDDs und drei M.2-SSDs im NAS genutzt werden können. Auch die drei M.2-SSDs können als RAID-5-Verbund konfiguriert werden und sind nicht auf den Einsatz als reiner Cache für HDDs beschränkt.
Mit Intel Core 3 N350 Prozessor, 16 Gigabyte DDR5-RAM und 8K-Video-Transcoding möchte das F4-425 Pro aber auch abseits von AI anspruchsvollen Aufgaben als Home-Server gewachsen sein. Für eine schnelle Datenübertragung bietet es auch zwei 5-Gigabit-LAN-Anschlüsse. Im Test muss es somit nicht nur seine Qualitäten in Sachen AI unter Beweis stellen, sondern sich auch den Geschwindigkeitstests stellen.
Das TerraMaster F4-425 Pro mit N350 ist ab heute zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 839,99 Euro im Handel erhältlich*. TerraMaster bietet das F4-425 Pro unter derselben Bezeichnung auch mit einem Intel Core 3 N305 an. Dieses Modell, das ebenfalls heute startet, kostet 739,99 Euro*.
Technische Daten des F4-425 Pro im Vergleich
Stellt man das F4-425 Pro dem Vorgänger, dem F4-424 Pro (Test), gegenüber, zeigen sich die Unterschiede beim Prozessor, Speicher und Netzwerk. Wohl auch aufgrund der Speicherkrise setzt TerraMaster auf 16 statt 32 GB RAM im neuen Modell. Beim Prozessor gibt es mit dem Core 3 N350 anstelle des Core i3-N305 ein neueres Modell, das weniger verbraucht, bei der Leistung aber kaum Unterschiede machen sollte. Der in Intel-7-Lithographie gefertigte Prozessor verfügt über eine TDP von nur 7 Watt, was potenziell halb so wenig ist wie beim N305, der jedoch auf bis zu 9 Watt runtergedreht werden konnte. Der Turbotakt fällt mit bis zu 3,9 GHz minimal höher aus als die 3,8 GHz des N305. 8 Kerne und 8 Threads bieten beide. Mehr gibt es beim neuen Pro-Modell dafür beim Netzwerk und den M.2-Steckplätzen. Mit drei M.2-Slots ist das neue Modell beim Einsatz von SSDs flexibler und erlaubt auch dort den Einsatz eines RAID-Verbundes. Beim LAN kommen mit zwei 5-Gigabit-Anschlüssen doppelt so schnelle Ports zum Einsatz wie beim F4-424 Pro, das auf zwei Mal 2,5 Gbit/s setzt.
Im Vergleich zum aktuellen F4-425 Plus mit Intel N150 von TerraMaster erhält das F4-425 Pro mit dem N350 hingegen doppelt so viele CPU-Kerne.
Ein Vergleich zum neuen Ugreen DXP4800 GT (Test) zeigt dessen Stärke bei den Anschlüssen. Mit zwei 10-Gigabit-LAN-Anschlüssen sind diese noch einmal doppelt so schnell wie beim F4-425 Pro und mit einem SD-Kartenleser erhält man bei Ugreen eine Schnittstelle, die TerraMaster nicht bedient. Zudem ist das DXP4800 GT günstiger als das F4-425 Pro. Drei M.2-Steckplätze bietet es jedoch nicht, die beiden Ports, die es bietet, lassen sich jedoch ebenfalls für ein SSD-Volume oder einen SSD-Cache nutzen.
Intel-CPU mit iGPU sorgt für HDMI
Der Intel-Prozessor im F4-425 Pro integriert eine Intel Graphics als iGPU, wovon TerraMaster auch Gebrauch macht, indem das NAS wieder mit einem HDMI-2.1-Ausgang ausgestattet ist. Er unterstützt UHD mit bis zu 60 Hz. Schließt man das NAS an einen Monitor an, kann man theoretisch mit verbundener Tastatur auf die Konsole des Linux-Systems zugreifen.
Mit Hardware Encryption und Hardware Transcoding Engine sind CPU und GPU von Intel für NAS-Aufgaben bestens gerüstet. Beim Hardware Transcoding werden H.264, H.265, MPEG-4 und VC-1 mit maximal 4K-Auflösung und bis zu 60 FPS unterstützt.
RAM lässt sich erweitern
Bei den 16 GB RAM handelt es sich erneut um DDR5-SODIMM ohne ECC. Da nur ein Modul in der Intel-Plattform verbaut werden kann, lässt sich der RAM nur erweitern, indem man das vorhandene Modul ersetzt. Offiziell werden maximal 32 GB RAM durch den Intel-Prozessor unterstützt.
Um den RAM zu tauschen, muss das NAS geöffnet werden. Da TerraMaster auf ein massives Aluminium-Gehäuse setzt, das vorne und hinten für die Laufwerke und Anschlüsse durch Kunststoff ergänzt wird, muss man an der Unterseite vier Schrauben lösen und dann das gesamte Metallgehäuse nach hinten abziehen. Ugreen hat dies mit einer zusätzlichen Revisionsklappe etwas handlicher gelöst.
Drei M.2-Steckplätze
Mit drei M.2-Steckplätzen für NVMe-SSDs geht TerraMaster mit der diesjährigen NAS-Generation neue Wege. Bislang sind bei quasi allen Herstellern abseits von reinen SSD-NAS zwei Steckplätze gesetzt, die als SSD-Cache und bei manchen Herstellern auch als SSD-Volume eingesetzt werden können. Bei TerraMaster können die M.2-SSDs nicht nur als SSD-Cache konfiguriert werden, um Schreib- und Lesezugriffe auf häufig verwendete Dateien zu beschleunigen, sondern sie lassen sich auch direkt als Speicherpool konfigurieren, um auf ihnen selbst das Volume einzurichten. So lässt sich das NAS auch ganz ohne SATA-Laufwerke betreiben.
Was allerdings nicht möglich ist: Einen RAID-Verbund aus HDDs und M.2-SSDs zu erstellen. Ein RAID kann immer nur aus einer Kategorie erstellt werden, also entweder den M.2-SSDs oder den SATA-Laufwerken. Eine Mischung ist nicht möglich. Es können aber parallel mehrere RAIDs auf Basis von M.2-SSDs und SATA-HDDs erstellt werden.
Die drei Steckplätze für M.2-2280-SSDs sind jeweils nach PCIe 3.0 x1 angebunden, was netto zu einer maximalen Übertragungsrate je SSD von rund 875 MB/s (985 MB/s brutto) führt. Die neueste PCIe-5.0-SSD muss es in diesen Ports rein aus Sicht der Übertragungsrate deshalb nicht sein. Um die SSDs einzusetzen, muss wie beim RAM-Upgrade das Gehäuse geöffnet werden. Die SSD-Ports liegen wie der RAM-Steckplatz dann frei zugänglich auf der Rückseite der Hauptplatine. Dabei lassen sich auch SSDs mit Kühler nutzen, was TerraMaster beim Einsatz als Speicherpool sogar empfiehlt. Die maximale Höhe der SSD mit Kühlkörper liegt bei 7 mm, damit man das Gehäuse noch schließen kann.
Im Test werden die SSDs maximal 53 °C warm, bewegen sich also im unkritischen Bereich, obwohl sie keinem direkten Luftstrom ausgesetzt sind.
Andere Upgrades abseits von RAM und M.2-SSD, beispielsweise über einen PCIe-Steckplatz, sind bei dem F4-425 Pro nicht möglich.
Zwei LAN-Ports mit 5 Gigabit/s
Wie eingangs bereits erwähnt bietet das TerraMaster F4-425 Pro zwei LAN-Anschlüsse, die beide eine Geschwindigkeit von bis zu 5 Gbit/s unterstützen. Der Vorgänger besitzt zwei Anschlüsse mit 2,5 Gbit/s. Allein dies sollte die Übertragungsrate in der Praxis, sofern das Netzwerk die Geschwindigkeit ebenfalls unterstützt, deutlich erhöhen. 10 GbE wie bei den neuen Ugreen-NAS bietet das TerraMaster-NAS aber nicht. Mangels PCIe-Port lassen sich auch keine Erweiterungskarten einsetzen, die diesen Standard nachrüsten.
Mehr USB-Anschlüsse
Im Vergleich zum Vorgänger hat TerraMaster bei der F4-425 Pro auch die Anzahl der USB-Anschlüsse erhöht. An der Vorder- und Rückseite ist jeweils ein USB-A-Anschluss hinzugekommen, so dass nun insgesamt drei USB-A-Anschlüsse nach USB 3.2 Gen 2 mit bis zu 10 Gbit/s geboten werden. Darüber hinaus ist ein USB-C-Anschluss mit bis zu 10 Gbit/s an der Rückseite verbaut. Anders als beim Vorgänger ist so wenigstens ein USB-Anschluss wieder über die Vorderseite und somit einfacher zugänglich. Öffnet man das NAS, ist sogar noch ein weiterer USB-Anschluss direkt auf dem Mainboard zu finden, der sich jedoch aufgrund seiner Platzierung am Rand kaum für USB-Sticks eignet, ohne dass diese mit dem Gehäuse kollidieren.
90-Watt-Netzteil und wieder Alu-Gehäuse
Dort befindet sich auch der Ein-/Ausschalter, den TerraMaster bei manchen Systemen auch schon an der Rückseite platziert hatte. Die Status-LEDs an der Front geben wie üblich Aufschluss über den Zustand des Systems und der Laufwerke. 3,5-Zoll-Laufwerke lassen sich wie gewohnt werkzeug- und schraubenlos auf dem Kunststoffrahmen befestigen. 2,5-Zoll-Laufwerke werden hingegen wieder verschraubt.
Das externe Netzteil liefert wie beim Vorgänger maximal 90 Watt. Für die Kühlung der Laufwerke und der Plattform sorgt ein einzelner 120 × 120 × 25 mm großer Lüfter an der Rückseite. Anders als bei den neuen GT-NAS von Ugreen ist eine zusätzliche aktive Kühlung des Prozessors nicht nötig.
Das Gewicht von nunmehr 2,90 kg bei Abmessungen von 150,0 × 181,0 × 219,0 mm macht deutlich, dass TerraMaster mit dem neuen Modell wieder auf ein Aluminiumgehäuse setzt, nachdem das F4-424 Pro auf ein Gehäuse aus Kunststoff gesetzt hat, weshalb es nur auf ein Gewicht von 2,20 kg kommt. Die Verarbeitung ist tadellos und gibt keinen Anlass zu Kritik. Die Kritik am Vorgänger, dass man für den Zugriff auf die SSDs die in Kunststoff gefassten Schrauben lösen muss, hat sich mit dem F4-425 Pro demzufolge auch wieder erledigt. Die Garantie auf das NAS beträgt 2 Jahre.
Einfache, schnelle Inbetriebnahme
Die Inbetriebnahme des F4-425 Pro ist erneut einfach und schnell erledigt: Laufwerke einsetzen, Netzteil und LAN verbinden, NAS starten und per Web-Interface einrichten. Dies funktioniert über die URL tnas.local auch im Browser, ohne dass man die IP kennen muss.
Wie üblich wird zunächst ein Benutzerkonto erstellt, bevor man die Art des Speicherpools und gegebenenfalls RAID-Verbunds festlegt. Neben RAID 0, RAID 1 und RAID 5 können auch RAID 5 + Hot Spare, RAID 6 oder RAID 10 gewählt werden. Als Dateisystem kann man sich für ext4 oder btrfs entscheiden, wobei letzteres der Standard ist. Möchte man Daten zusätzlich sichern, kann man geteilte Ordner verschlüsseln oder WORM-Ordner („write once, read many“) erstellen, die Daten vor Manipulation schützen, indem sie für einen festgelegten Zeitraum nicht geändert oder gelöscht, sondern nur gelesen werden können.
Wie bei den bekannten Systemen von Synology und QNAP kann der Funktionsumfang durch zusätzliche App-Pakete erweitert werden. Neben einem Docker-Manager für Container zählen hierzu Pakete wie der Plex Media Server, der Multimedia-Server, die Fotoverwaltung Terra Photos, ein VPN-Server, der Surveillance Manager, MariaDB, PHP, Git, Python oder zahlreiche Backup-Apps zum Synchronisieren der NAS-Inhalte mit externen Clouds. Mit VirtualBox lässt sich auf dem NAS auch wieder eine Virtualisierung anderer Betriebssysteme einrichten, etwa um Tests unter Linux und Windows durchführen zu können.
Das neue AI-Betriebssystem TOS 7
OpenClaw als Grundlage
TerraMaster vermarktet das F4-425 Pro aber auch als AI-NAS und setzt hierbei auf eine tiefe Integration der Open-Source-Software OpenClaw, die als Grundlage für persönliche KI-Agenten dient. Um OpenClaw nutzen zu können, muss man im System einen API-Zugriff auf ein LLM wie ChatGPT von OpenAI konfigurieren. Ein LLM bringt das Betriebssystem von TerraMaster nicht mit. Das Betriebssystem ist in diesem Fall TOS 7.0, denn TerraMaster bringt auch eine neue Version seines NAS-Betriebssystems. Derzeit befindet sich diese noch in der offenen Betaphase, alle Tests des F4-425 Pro wurden aber bereits mit dieser Version durchgeführt.
Viele tiefgreifende Befehle möglich
KI im NAS soll neben einer Bedienung per natürlicher Sprache auch Aufgaben automatisieren – darunter die Sicherung und Organisation umfangreicher Fotoalben, den Abruf von 4K-Medien, die automatische Erstellung von Zusammenfassungen und Ausführung von Aufgaben sowie eine proaktive, KI-gestützte Sicherheitsüberwachung des Systems. Beispielsweise Befehle wie „Erstelle einen freigegebenen Ordner namens „Familie“ und gewähre Familienmitgliedern Lese- und Schreibzugriff“ sind so möglich.
Die Bedienung per Sprache kann dabei auch auf Aufgaben wie die Speicherverwaltung und Systemkonfiguration zugreifen, so dass sich Änderungen hieran vornehmen lassen, ohne sich mit den Einstellungen im Einzelnen auseinandersetzen zu müssen.
Dafür stellt TOS 7 nicht nur APIs auf Anwendungsebene bereit, sondern öffnet auch Schnittstellen auf Kernebene des Systems. Diese Funktionen sind in über 500 standardisierte „Atomic APIs“ unterteilt, die speziell für KI-Agenten konzipiert wurden. Sie unterstützen die Verarbeitung natürlicher Sprache sowie automatisierte Aufrufe und sollen so eine nahtlose Ausführung durch intelligente Agenten (wie OpenClaw) ohne zusätzlichen Anpassungsaufwand ermöglichen.
Darüber hinaus verfügt TOS 7 über CLI-Tools (Kommandozeilenwerkzeuge), die mit maschinenlesbaren, strukturierten Dokumentationen und Parameterbeschreibungen ausgestattet sind. KI-Agenten können diese Systemwerkzeuge analysieren und für Aufgaben nutzen, beispielsweise für die Dateiverwaltung, Speicherkonfiguration, Netzwerkkonfiguration und das Starten und Stoppen von Diensten.
Zudem werden KI-Aufgaben automatisch zerlegt und geplant. Wenn ein Benutzer beispielsweise einen Befehl erteilt wie „Erstelle ein Remote-Backup der Bürodateien und gib sie für das Team frei“, zerlegt das System diesen automatisch in folgende Schritte:
- Abruf der Dateien
- Komprimierung und Verschlüsselung
- Speicherung des Backups
- Erstellung eines Freigabelinks
- Konfiguration der Zugriffsrechte
Die Koordination der verschiedenen Module, die dafür nötig sind, erfolgt automatisch im Hintergrund, ohne dass man als Nutzer eingreifen muss.
Für die Bedienung per Sprache hat TerraMaster OpenClaw nativ integriert. Hier gilt allerdings: Es kann genutzt werden, muss aber nicht genutzt werden. Wer keinen AI-Agenten einrichten möchte, muss dies auch nicht. Ohne Einrichtung läuft er nicht.
Allerdings muss man grundsätzlich auch bei der Eingabe per Sprache wissen, wovon man redet. Denn Befehle wie „Installiere Docker und stelle einen Nginx-Dienst bereit, wobei Port 80 für den LAN-Zugriff freigegeben wird“ sind zwar möglich, aber das Wissen, um diesen Befehl zu geben, muss man trotzdem selbst haben. Gibt man nur vage Anweisungen, versucht das System aber durch Nachfragen die Aufgabe dennoch zu lösen, denn im Befehl steckt noch nicht, auf welchem Volume Docker installiert werden soll und wie der Nginx-Dienst danach genau eingerichtet werden soll. Das kann nämlich auch der KI-Agent nicht einfach so über einen TOS-Befehl lösen.
Über die KI lassen sich auch Automatisierungen einrichten, etwa um Backups zu planen. Der Befehl „Sichere täglich um 23:00 Uhr Fotos vom Smartphone auf dem NAS, komprimiere sie und lösche Backups, die älter als 30 Tage sind.“ funktioniert ebenso wie „Starte bei einer Netzwerkanomalie den Netzwerkadapter neu und sende eine Benachrichtigung.“.
Auf die KI lässt sich auch von unterwegs zugreifen, wahlweise über den Browser oder mobile Apps, um Aufgaben von überall aus anstoßen zu können.
TOS 7 unterstützt auch die Integration intelligenter Agenten von Drittanbietern sowie die Veröffentlichung von Skills. Entwickler können eigene Skills bereitstellen. Ob dies in der Praxis passieren wird, bleibt jedoch abzuwarten.
Festhalten lässt sich jedoch, dass AI im F4-425 Pro von TerraMaster mehr ist als einfach nur eine KI-Suche mit natürlicher Sprache, wie es andere Anbieter bisher bieten. Der Ansatz ist weit umfassender als die punktuelle Integration bei anderen Anbietern. Dennoch ist das System auch von der kontinuierlichen Pflege und Erweiterung von TerraMaster abhängig. Nur wenn die Systemfunktionen dauerhaft verfügbar und auch mit Updates integriert bleiben, ohne dass beispielsweise Automatisierungen neu eingerichtet werden, ergibt die KI-Agenten-Integration Sinn.
Im Test noch viel zu langsam und umständlich
Im Test ist die Integration an vielen Stellen zudem zu langsam und zu aufwendig. Einerseits stößt man auch bei einfachen Anfragen immer wieder auf Rückfragen, die beantwortet werden müssen, andererseits dauert schon das einfache Ändern eines Benutzerpassworts im Test 16 Minuten, da sich der Agent erst durch die Möglichkeiten wühlen muss, wie er das Passwort ändern kann. Dies erzeugt über 100 Zwischenschritte in der Konsole, bis er den richtigen Weg gefunden hat. Dabei wird in der Konsole zwar alles dokumentiert, mitunter ist aber nicht ersichtlich, ob im Hintergrund noch etwas getan wird.
Die Installation von Docker und des Nginx-Dienstes wurde hingegen mit zwei Rückfragen innerhalb von wenigen Minuten erledigt und somit schneller als gedacht.
Manche Anfragen sind im Test aber auch einfach ohne Antwort geblieben und nicht ausgeführt worden. Wer weiß, was er zu tun hat, ist manuell meist deutlich schneller am Ziel.
Die Integration von OpenClaw läuft derzeit noch als Beta. Wie man den KI-Assistenten vorab im Early Access einrichtet, dazu hat TerraMaster einen Guide in seinem Forum veröffentlicht. Inzwischen muss die Konfiguration aber nicht mehr über das Terminal erfolgen, sondern kann bequemer über Menüs durchlaufen werden.
(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.
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