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GX240 Compute Blade: HPE packt 16 × Vera in ein Blade für 640 CPUs pro Rack

Nvidia rührt zur GTC 2026 kräftig die Werbetrommel für die Vera-CPU. HPE packt sie extrem dicht und ermöglicht so die maximale Anzahl pro Rack. Denn während Nvidia sich primär auf die Variante mit 256 Prozessoren in einem Serverschrank fokussiert, legt HPE eine Supercomputer-Version mit 640 Prozessoren auf.
Reine CPU-Racks kehren zurück
Prozessoren sind wieder cool, das erklärte schon Intel vor einigen Tagen, auch AMDs Tenor ging zuletzt in die Richtung. Denn für AI-Datacenter und Co werden plötzlich die Stärken von Prozessoren wiederentdeckt. Bei HPE werden sie deshalb als reine CPU-Racks wieder für die nächsten Supercomputer ins Angebot aufgenommen, ab 2027 kommt da auch erstmals die Nvidia-CPU-only-Lösung.
Nvidia hat die vor einem Jahr angekündigte Vera-CPU heute selbst auch in ein eigenes Rack gepackt. Bei HPE im Marktsegment für die größten und stärksten Supercomputer weltweit wird das Konzept aber noch mehr als deutlich ausgebaut. Denn während Nvidia das Rack noch mit vielen weiteren Dingen bestückt und so letztlich „nur“ Platz für 256 CPUs bleibt, wird HPE mit 16 CPUs pro GX240 Compute Blade und bis zu 40 dieser Blades in einem riesigen Rack insgesamt 640 Prozessoren bereitstellen. Oder anders ausgedrückt: 56.320 Olympus Arm-Kerne von Nvidia, die mit SMT 112.640 Threads anbieten.
Das Compute Blade wird Bestandteil der Plattform HPE Cray Supercomputing GX5000, kann in dem Rahmen unter anderem parallel zu AI-Racks und anderen Systemen aufgestellt werden.
Teil des aktualisierten Angebots für das GX5000-Supercomputer-System ist auch Nvidias neuer Quantum-X800-InfiniBand-Switch. Dieser bietet 144 Ports mit 800 Gb/s, aber auch Features für eine verbesserte Energieeffizienz wie Low-power link state and power profiling.
Erst 2027 verfügbar
Das Quantum-X800 InfiniBand wird für die HPE Cray Supercomputer GX5000 erst in 2027 verfügbar sein, das gleiche Jahr gilt auch für das GX240 Compute Blade und den HPE Compute XD700, der auf den im Januar 2026 bereits vorgestellten HGX Rubin NVL8 basiert und in einem Rack dann bis zu 128 GPUs kombiniert. Im Dezember 2026, also immerhin wie von Nvidia auch mal angekündigt, kommt immerhin Vera Rubin NVL72 auch von HPE.
Die Redaktion hat Informationen in diesem Artikel von HPE unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.
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AMD Ryzen 9 Pro 9965X3D: Der erste „Pro“ mit gestapeltem L3-Cache im Benchmark

Ein X3D-Modell mit zusätzlichem L3-Cache gab es bei den AMD Ryzen Pro für Geschäftskunden bisher noch nicht. Der Ryzen 9 Pro 9965X3D holt das nach. Die 16-Kern-CPU zeigt sich in der Benchmark-Datenbank von PassMark.
Der AMD Ryzen 9 Pro 9965X3D verfügt demnach wie der Ryzen 9 9950X3D über 16 Kerne, erreicht allerdings rund 7 Prozent weniger Punkte im CPU Mark. Das dürfte an einem geringeren Takt liegen, doch die Frequenzen wurden nicht ausgelesen. Beim L3-Cache meldet die Software zwar lediglich 32 MB, doch dürften es aufgrund des Produktnamens mit dem Suffix „X3D“ viel mehr davon sein – 128 MB sind angesichts anderer Modelle denkbar.
Den Hinweis zum besagten Eintrag lieferte „X86 is dead&back“ auf X.
Nicht der erste Hinweis
Der Name Ryzen 9 Pro 9965X3D fällt nicht zum ersten Mal, denn bereits im Januar gab es einen Hinweis aus einer Import/Export-Datenbank. Dort wurde der Ryzen 9 Pro 9965X3D als 16-Kern-CPU mit 170 Watt TDP für den Sockel AM5 beschrieben.
AMD hat bis heute zwar keine Bestätigung für diesen Prozessor geliefert, doch lässt das Auftauchen in der Passmark-Datenbank ein baldiges Erscheinen vermuten.
Der erste Ryzen Pro mit X3D
Ohne großes Aufsehen hatte AMD die Ryzen Pro 9000 im September 2025 eingeführt. Ein Modell mit X3D-Cache war noch nicht dabei und der Ryzen 9 Pro 9945 bildete mit seinen 12 Kernen vorerst die Speerspitze der Serie. Inzwischen gibt es mit den Ryzen AI Pro 400 schon wieder Nachfolger.
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QNAP QAI-h1290FX: KI-Edge-Server mit CPU von 2019 und 128 GB für 22.000 Euro
Mit dem QAI-h1290FX hat QNAP einen neuen Edge-KI-Speicher-Server vorgestellt. Die Lösung kombiniert „Hochleistungs-Computing“, Storage und GPU-Beschleunigung in einem kompakten System und adressiert damit insbesondere Unternehmen, die KI-Workloads lokal und unabhängig von Cloud-Infrastrukturen betreiben wollen.
Im Zentrum des Systems steht die Idee, Rechenleistung und Datenspeicherung direkt am Netzwerkrand („Edge“) zu vereinen. Der QAI-h1290FX ist dabei mehr als ein klassisches NAS: Der Server fungiert als integrierte Plattform für KI-Inferenz, Virtualisierung und datenintensive Anwendungen.
Lokaler Betrieb und vorgefertigte Schnittstellen
Ein zentrales Merkmal des QAI-h1290FX ist die Ausrichtung auf den lokalen Betrieb einer KI. Unternehmen können Modelle und Daten vollständig vor Ort betreiben, ohne sensible Informationen in die Cloud auslagern zu müssen, wirbt QNAP. Das verbessert nicht nur die Datensouveränität, sondern hilft auch bei der Einhaltung regulatorischer Vorgaben (KI-VO lässt grüßen). Gleichzeitig reduziert sich die Abhängigkeit von externen Diensten und laufenden Cloud-Kosten.
Ein weiterer Fokus liegt auf der einfachen Bereitstellung von KI-Anwendungen. Über Container lassen sich gängige Tools und Modelle, etwa für LLM-Inferenz oder generative KI, schnell implementieren. Dadurch richtet sich das System nicht nur an klassische IT-Abteilungen, sondern auch an Entwicklerteams und Fachbereiche, die KI direkt in ihre Prozesse integrieren möchten.
Der QAI-h1290FX enthält eine von QNAP zusammengestellte Auswahl vorinstallierter KI-Tools wie AnythingLLM, OpenWebUI und Ollama, die eine schnelle Bereitstellung privater LLM-Workflows ermöglichen. Zusätzliche KI-Anwendungen wie Stable Diffusion, ComfyUI, n8n und vLLM werden laut QNAP ebenfalls (noch) integriert, um den Funktionsumfang zu erweitern.
Insgesamt zeigt QNAP mit dem neuen System, wie sich Storage und KI-Infrastruktur zunehmend verzahnen. Das QAI-h1290FX ist damit weniger ein klassischer Speicher-Server als vielmehr eine spezialisierte Plattform für datengetriebene Anwendungen.
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QNAP QAi-h1290FX Front (Bild: QNAP)
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Bekannte Hardware-Basis mit RTX-Pro-6000-Support
Technisch basiert das System auf einer Server-Architektur mit AMD-EPYC-7302P-Prozessor (32 Threads) und optional kann das QAI-h1290FX auch zwei dedizierte GPUs aufnehmen, Nvidias RTX PRO 6000 Blackwell Max-Q wird konkret als Bestückungsbeispiel genannt. Insgesamt sind vier PCIe-Steckplätze vorhanden, von denen aber nur zwei für Grafikkarten genutzt werden können, sofern es sich dabei um Dual-Slot-Modelle handelt. Standardmäßig wird das System mit 128 GB DDR4-Arbeitsspeicher ausgeliefert, lässt sich dank acht Slots aber bis auf 1 TB erweitern.
Auch auf der Storage-Seite ist das System auf Performance ausgelegt: Mit bis zu zwölf U.2-NVMe-SSD-Steckplätzen bietet der Server eine All-Flash-Architektur, die hohe IOPS und geringe Latenzen ermöglicht, allerdings begrenzt auf PCIe-Generation 4. Moderne Gen5-SSDs könnten ihre Vorteile nicht voll ausspielen. Ergänzt wird das System durch schnelle Netzwerkanschlüsse, darunter zwei 25-GbE-Ports (SFP) und zwei 2,5-GbE-Ports, mit optionaler Erweiterbarkeit bis hin zu 100 GbE.
Als Betriebssystem kommt QNAPs QuTS hero h5.2.9 mit ZFS-Dateisystem zum Einsatz. Dieses bietet Funktionen wie Snapshots, Datenkompression und Selbstheilung, wodurch insbesondere in kritischen Umgebungen eine hohe Datenintegrität gewährleistet werden kann.
Preis und Verfügbarkeit
Das QAI-h1290FX ist im QNAP-Webshop mit „Vorbestellung / 2-4 Wochen Lieferzeit“ deklariert. Die Variante mit 128 GB Arbeitsspeicher kostet 22.608,81 Euro, wohlgemerkt ohne dedizierte GPU und ohne eine SSD. Da die Blackwell-Max-Q-Karte alleine ab 9.594 Euro kostet, kann das System also schnell noch einmal deutlich teurer werden. Für den ernsthaften Einsatz einer lokalen KI kommt man um einen zusätzlichen KI-Beschleuniger allerdings ohnehin nicht herum, denn die CPU ist nämlich speziell für LLMs kein prädestinierter KI-Rechenknecht.
Wie immer bei Speichersystemen von QNAP und anderen Herstellern bezahlt der Kunde vor allem das Ökosystem, mit den vielen vorgefertigten Apps – auch für das Smartphone. Die reine Hardware rechtfertigt ansonsten keinen 5-stelligen Basis-Preis. Der AMD-Epyc-7302P stammt aus dem Jahr 2019 und basiert auf der Zen-2-Architektur, unterstützt wird von dieser nur DDR4-3200-RAM. 128 GB Speicher wären auch aktuell hier bereits für unter 1000 Euro zu haben. Die CPU kostet unter 450 Euro und ein SP3-Server-Mainboard schlägt ebenfalls „nur“ mit rund 700 Euro zu Buche. Ob die aktuell angesetzten 22.600 Euro langfristig Bestand haben, bleibt also abzuwarten.
Besonders prekär wird das Angebot, wenn man sich vergegenwärtigt, dass es das Modell „TS-h1290FX“ (ohne QAi-Präfix) schon seit 2022 gibt. Das TS-Modell teilt sich mit dem QAi-Modell die kompletten Hardware- und Software-Spezifikationen – mit zwei Ausnahmen: Das „neuere“ QAi-Modell hat acht Gigabyte internen Flash-Speicher statt derer fünf und unterstützt offiziell die RTX Pro 6000 Max-Q.
Der Einstandspreis des TS-h1290FX mit 128 GB Arbeitsspeicher lag seinerzeit bei rund 8.800 Euro, fiel zwischendurch auf 5.000 Euro, aktuell werden hingegen Preise ab 19.039 Euro) aufgerufen. Das QAi-Modell kostet aktuell also effektiv rund 3.600 Euro mehr, für drei Gigabyte mehr Flashspeicher und einer Reihe vorinstallierter KI-Apps.
Alternativen
Für den angedachten Einsatzzweck wäre gebrauchte Hardware oder ein selbst zusammengestelltes System die finanziell attraktivere Variante, sofern man sich auch um die Software-Seite selbst kümmern kann und will. Soll zumindest die Hardware nicht Marke Eigenbau sein, wird die Luft bei den großen Hersteller wie QNAP und Synology schnell dünn. Mit zumindest einem PCIe 4.0-16x-Port ist das TVS-h874X-i9-64G ausgestattet. Es kann bis maximal 128 GB RAM erweitert werden und trägt einen Core i9-12900. Da es bei einem KI-System vornehmlich auf die GPU ankommt und die CPU und der RAM keine größere Rolle spielen, könnte dieses System mit einem Preis ab 5.363 Euro eine etwas günstigere Basis darstellen, sodass mehr Geld für die GPU bleibt.
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Trotz PR von Imagine Dragons: Hero-Shooter Last Flag findet kein Publikum
Was ist Last Flag, Last was? Das haben sich auch Spieler über den Hero-Shooter gedacht. Zwei Wochen nach Veröffentlichung wird mangels Publikum ein Strich unter die Weiterentwicklung des Spiels gesetzt. Die Entwickler wollen lediglich noch ein paar geplante Inhalte veröffentlichen, dann ist der nächste Hero-Shooter am Ende.
Kernstück von Last Flag ist der uralte Capture-the-Flag-Spielmodus. Im Prinzip geht es darum, die Flagge des gegnerischen Teams in die eigene Basis zu schleppen. Last Flag modifiziert die Idee zusätzlich ein wenig, indem Teams ihre eigene Flagge frei verstecken können. Wurde eine Flagge erfolgreich entführt, muss sie in der eigenen Basis noch 60 Sekunden lang verteidigt werden. Gespielt wird als „Hero“ mit verschiedenen Fähigkeiten, die durch Upgrades während einer Partie mächtiger werden können.
Popularität hilft nicht
Auf dem Papier hatte Last Flag gute Chancen auf Erfolg. Der Kaufpreis liegt mit rund 12 Euro relativ niedrig, das Spiel verzichtet auf Mikrotransaktionen und es hatte prominente Unterstützer. Denn hinter Last Flag steckt Night Street Games, ein „PvP- und Promi-geführtes Game Studio“. Spiele kann der Entwickler außer Last Flag noch nicht vorweisen, allerdings Dan Reynolds, den Lead-Sänger von Imagine Dragons, und seinen Bruder als Studiogründer. Die Band bewarb das Spiel deshalb auf Instagram.
Geholfen hat das wenig. Die Spielerzahlen lagen laut Steam Charts in der Spitze bei nur 371 und sanken danach stetig ab. Das spiegeln Steam-Rezensionen, die vorrangig wenig Spieler und hohe Latenzen bemängeln, ansonsten aber recht positiv ausfallen. Um eine Weiterentwicklung des Spiels zu rechtfertigen, reicht das jedoch nicht. Das schreiben auch die Entwickler. Zusätzliche Arbeit über die bereits geplanten Updates hinaus könne sich das Studio finanziell nicht leisten.
Spieler sollen das Spiel retten
Was noch kommt, solle mehr „Gegenwert und Kontrolle“ für weiteres Wachstum der Spielerbasis liefern. Geplant sind eine neue Spielfigur, eine Karte, ein weiterer Spielmodus und kosmetische Upgrades, dazu Ranglisten und anpassbare Regeln. So solle die Community das Spiel selbst in die Hand nehmen können. „Das Spiel gehört euch“, schreiben die Entwickler dazu. Im Discord des Spiels betonen sie, dass das Spiel nicht einfach verschwinden solle.
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