Künstliche Intelligenz
Haply Robotics: haptische Schnittstelle für Robotik
Das kanadische Unternehmen Haply Robotics entwickelt haptische Schnittstellen zur Gerätesteuerung, die Position, Bewegung und Kräfte in mehreren Freiheitsgraden von der Hand auf Elektronik übertragen. In der Praxis lassen sich mit den Haply-Eingabegeräten Roboterarme über natürliche Bewegungen intuitiv steuern.
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Das an zwei Armen beweglich aufgehängte Eingabegerät Inverse3 löst bis zu 0,01 mm bei einer Aktualisierungsrate von 4 kHz auf. Drei Motoren für X-, Y- und Z-Achse geben direktes Kräftefeedback auf die Nutzerhand. So vermittelt es neben visuellen Informationen zusätzlich taktile Daten.
Fühlen, was der Roboter fühlt
In einer Technikdemo steuern CES-Besucher einen Ball auf einer flexiblen Oberfläche. Bei einem Druck auf die virtuelle Gummimatte reagiert Inverse3 mit spürbarem Gegendruck. Bei Gegendruck ploppt der Ball irgendwann durch die Matte. Haplay demonstriert das Kräftefeedback auch mit verschiedenen 3D-Oberflächen. Maserungen von Holz, Stein oder Schleifpapier macht das Gerät erfahrbar.
Das Haply-Gerät leistet bei der Ausbildung von Chirurgen und Zahnärzten, aber auch im 3D-Design seine Dienste. In Labor, Industrie und medizinischer Ausbildung macht es weniger geeignete Notlösungen wie Gamecontroller überflüssig. Bei der Teleoperation von Robotern kann ein Nutzer fühlen, was die Maschine fühlt.

Am Eingabearm lassen sich ein Stift oder ein Joystick befestigen. Der Arm überträgt jede Bewegung auf den Bildschirm; das Gerät koppelt Oberflächenstruktur und Widerstand über Motoren wieder zurück.
(Bild: heise medien / André Kramer)
Trainingsplattform für KI-Modelle
Nebenbei lassen sich die Daten feinfühliger Menschenhände auch nutzen, um grobe Roboterpranken zu trainieren. Haply Robotics hat in Kooperation mit Nvidia ein System für physisches KI-Training mit haptischem Feedback entwickelt. Das Projekt soll helfen, Robotersysteme mit realistischen Daten zu trainieren, indem neben visuellen und kinematischen Daten auch taktile Informationen in den Lernprozess einfließen.
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Auf der CES zeigt das kanadische Unternehmen, wie es sein Eingabegerät Inverse3 in die Simulationsumgebung Nvidia Isaac Sim eingebunden hat. Der Roboterarm dient als Trainingsplattform. Während der Datenerfassung kann der Bediener Kräfte und Widerstände virtueller Objekte spüren.
Das haptische Feedback wird als zusätzlicher Kanal für das Imitationslernen genutzt. Die erfassten Daten sollen KI-Modelle erzeugen, die Interaktionen wie Greifen, Kontakt oder Kraftaufwand näher an reale Bedingungen heranführen als rein visuelle oder positionsbasierte Trainingsdaten.

Das Inverse3-Gerät von Haply Robotics steuert einen virtuellen Franka FR3-Roboterarm in Nvidia Isaac Sim.
(Bild: Haply Robotics)
GPU-beschleunigte Simulation
Die Simulationen laufen auf Nvidia RTX 6000 Blackwell-GPUs, die die multimodalen Eingabedaten verarbeiten. Ergänzend kommt die Plattform Nvidia Cosmos zum Einsatz, um aufgezeichnete Trainingsdaten durch synthetische Szenarien mit unterschiedlichen Umgebungen zu erweitern.
Nvidia kann dadurch seine Fähigkeiten auf dem Gebiet „Physical AI“, dem Training von Robotern, verbessern. Durch haptisch angereichertes Training sollen Roboter robuster auf reale Umgebungen reagieren können.
heise online ist Medienpartner der CES 2026.
(akr)
Künstliche Intelligenz
Digitale Rasterfahndung: Justizministerium will biometrischen Internet-Abgleich
Was Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) aktuell als „zeitgemäße Ermittlungswerkzeuge“ präsentiert, liest sich für Bürgerrechtler wie der Bauplan für eine Infrastruktur zur Massenüberwachung. Ein am Donnerstag veröffentlichter Referentenentwurf aus Hubigs Ressort zur Änderung der Strafprozessordnung (StPO) sieht vor, den Strafverfolgungsbehörden zwei mächtige digitale Instrumente in die Hand zu geben: den automatisierten biometrischen Internet-Abgleich und den Einsatz KI-gestützter Analyseplattformen.
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Hinter den technokratischen Begriffen verbirgt sich eine Zäsur: Erstmals soll es der Polizei erlaubt werden, biometrische Merkmale von Verdächtigen oder Zeugen systematisch mit der gigantischen Bilderflut des öffentlich zugänglichen Internets abzugleichen.
In sich hat es vor allem der geplante Paragraf 98d StPO, der den biometrischen Internet-Abgleich regeln soll. Die offizielle Lesart des Ministeriums ist, dass lediglich „vorhandene Daten“ durchsucht würden und keine neue Super-Datenbank entstehe. Ein Abgleich mit öffentlich verfügbaren Echtzeitdaten etwa von einer Webcam werde ausgeschlossen. Nötig sei eine „ausdrückliche Anordnung“ eines Staatsanwalts im Einzelfall – also nicht einmal eine Richtergenehmigung.
Biometrie-Abgleich: Illusion der „gezielten“ Suche
Experten wie Kilian Vieth-Ditlmann von der Organisation AlgorithmWatch halten diese Einschränkungen für eine Farce: Ein automatisierter Abgleich von Millionen Web-Bildern in Sekundenbruchteilen sei technisch unmöglich, ohne vorher eine strukturierte, durchsuchbare Datenbasis aller verfügbaren Gesichter anzulegen. Wer ein solches Werkzeug einführen wolle, müsse zwangsläufig das Internet biometrisch inventarisieren, warnt Vieth-Ditlmann auf Basis eines Gutachtens. Erfasst würden dann etwa auch private Urlaubsfotos sowie Aufnahmen von Demos und zufälliger Hintergrund-Passanten auf Social-Media-Profilen.
Damit stünde das Vorhaben in direktem Konflikt mit der KI-Verordnung der EU: Der AI Act untersagt das ungezielte Auslesen von Gesichtsbildern zur Erstellung von Datenbanken. Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages bestätigte bereits, dass ein systematischer Abgleich ohne eine solche vorverarbeitete Datenbasis technisch kaum realisierbar sei. Dennoch hält das Ministerium an der Darstellung fest, es handele sich nur um eine digitale Beschleunigung des „manuellen Augenscheins“. Für AlgorithmWatch ist das ein gefährlicher Euphemismus für den Aufbau einer Infrastruktur, die das Ende der Anonymität im öffentlichen Raum einläutet.
KI-Analyse: Ermittlungen in der algorithmischen Blackbox
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Auch das zweite Kernstück, die automatisierte Datenanalyse nach Paragraf 98e StPO des Entwurfs, soll das „unverbundene Nebeneinander“ polizeilicher Datenbanken beenden. Hier will das Ministerium offenbar die strengen Hürden des Bundesverfassungsgerichts umschiffen, das 2023 den Einsatz der Analyse-Software des US-Anbieters Palantir in Hessen und Hamburg für in weiten Teilen verfassungswidrig erklärte. Zwar gelobt Hubig, dass „Bewertungen und Entscheidungen“ weiterhin allein durch Ermittler getroffen werden. Doch Fachleute befürchten eine schleichende Automatisierung der Justiz.
Wenn Algorithmen festlegen, welche Querverbindungen zwischen verschiedenen Ermittlungsverfahren als „relevant“ markiert werden, gerät die polizeiliche Arbeit in eine Blackbox. Vorurteile der Software (Bias) oder fehlerhafte Datenverknüpfungen könnten dazu führen, dass Unschuldige ins Visier der Behörden geraten, ohne dass die Herleitung des Verdachts im Nachhinein lückenlos nachvollziehbar wäre. Da der Gesetzentwurf auch den Einsatz von KI-Systemen unter „klar definierten Voraussetzungen“ erlauben würde, droht eine Verlagerung der Ermittlungshoheit weg vom Beamten hin zu intransparenten Software-Modulen.
Dehnbare Begriffe und Risiko des Dammbruchs
Das Justizressort rechtfertigt die vorgesehenen Grundrechtseingriffe mit der Notwendigkeit, bei Terrorismus und schwerer Kriminalität handlungsfähig zu bleiben. Doch die Definition der „erheblichen Bedeutung“ von Straftaten, die als Voraussetzung für den biometrischen Abgleich genannt wird, gilt in Juristenkreisen als weit dehnbar. Wovon sich die Politik einen „Sicherheitsgewinn“ verspricht, kommt Bürgerrechtlern einem Dammbruch gleich: Ist die Technik erst einmal installiert und rechtlich legitimiert, dürfte die Begehrlichkeit wachsen, die neuen Werkzeuge auch bei politisch unliebsamem Verhalten oder weniger schweren Delikten in Stellung zu bringen.
Das Justizministerium hat den Entwurf nach eigenen Angaben zeitgleich mit einer Vorlage des Bundesinnenministeriums für vergleichbare Befugnisse im Polizeirecht des Bundes erarbeitet. Diese gälten dann etwa für das Bundeskriminalamt (BKA) und die Bundespolizei. Das koordinierte Vorgehen unterstreicht den Willen der Bundesregierung zur digitalen Aufrüstung in diesem Bereich. Länder und Verbände haben nun bis zum 2. April Zeit, Stellung zu nehmen, bevor die Entwürfe das Bundeskabinett passieren und dann an den Bundestag und den Bundesrat gehen sollen.
Der Vorstoß knüpft an eine Debatte an, die bereits im Herbst 2024 die Republik spaltete. Damals scheiterte die Bundesregierung im Rahmen des sogenannten Sicherheitspakets teils am Widerstand des Bundesrats. Während einschlägige Maßnahmen im Bereich der Migration den Bundestag und die Länderkammer passierten, stoppte letztere die polizeilichen Kompetenzen für Big-Data-Analysen. Mit dem neuen Anlauf wollen Hubig und Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) diese damals gescheiterten Befugnisse jetzt dauerhaft und flächendeckend verankern.
(mho)
Künstliche Intelligenz
Behörden-Chaos in Sachsen: Wenn die Software keine Zahlungen zuordnet
IT-Probleme haben in Sachsens Behörden und Einrichtungen zu Problemen bei der Zahlungsverwaltung geführt. Grund dafür ist nach Informationen des Mitteldeutschen Rundfunks eine Software-Umstellung. In der Folge hätten Zahlungsein- und -ausgänge monatelang nicht wie gewohnt bearbeitet und zugeordnet werden können.
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Den MDR-Recherchen zufolge waren zahlreiche Einrichtungen betroffen: Die Zentrale Bußgeldstelle hat demnach einen Stopp aller Mahnverfahren verhängt. Mehrere Hochschulen konnten die Zahlung fälliger Semesterbeiträge nicht nachvollziehen. Auch bei Überweisungen ins Ausland habe es Probleme gegeben, weil in dem neuen Programm die Währung falsch erfasst wurde.
Kompetenzteam mit Hochdruck
Das Landesamt für Steuern und Finanzen teilte auf Anfrage mit, dass bei der Einführung eines neuen Systems Schwierigkeiten aufgetreten seien. Diese seien inzwischen abgestellt. Es gebe noch „einzelne Probleme“, an deren Beseitigung ein Kompetenzteam mit Hochdruck arbeite.
„Die Zahlungsfähigkeit des Freistaates war durch diese Schwierigkeiten zu keiner Zeit beeinträchtigt“, betonte das Amt. Der Freistaat sei allen seinen Zahlungsverpflichtungen nachgekommen. Die Umstellung auf das neue System sei umfangreich und sehr komplex.
Hochschul-Probleme gelöst
Die Probleme an den Hochschulen hätten rechtzeitig gelöst werden können, damit die Studierenden zum neuen Semester wieder immatrikuliert werden konnten. Gehaltszahlungen für Bedienstete seien korrekt geleistet worden. Einzelne Ausfälle seien nachgeholt worden.
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Bei zehn von 300 Auslandsüberweisungen sei die Währung nicht korrekt gewesen. Man stehe in Kontakt mit den Empfängern, um die Zahlungen zu korrigieren.
(mho)
Künstliche Intelligenz
Top 10: Die besten Wireless‑Adapter für Carplay im Test – iPhone kabellos nutzen
Ein Wireless-Carplay-Adapter verbindet das iPhone kabellos mit dem Auto, wenn das Infotainment-System dieses Feature nicht unterstützt. Wir zeigen die besten Modelle.
Apple Carplay ist eine Schnittstelle, mit der sich iPhones sicher und nahtlos ins Infotainment-System eines Autos integrieren lassen. Über das Fahrzeug-Display können Fahrer zentrale iPhone-Funktionen wie Telefonie, Nachrichten, Navigation oder Musiksteuerung verwenden – wahlweise per Touchscreen, Lenkradtaste oder per Siri-Sprachbefehl. Oder man öffnet eine App von Apple oder Drittanbietern, sofern sie kompatibel ist. Dazu gehören etwa Spotify, Whatsapp oder Google Maps.
Die Bedienoberfläche ist speziell für die Nutzung während der Fahrt konzipiert: klar strukturiert, mit großen Schaltflächen für reduzierte Ablenkung. Voraussetzung ist ein kompatibles Fahrzeug- oder Nachrüstsystem sowie ein iPhone ab Modell 5 mit iOS 9.3 oder höher. Carplay kann verkabelt oder auch drahtlos genutzt werden. Wer kein Wireless Carplay hat, kann es in vielen Fällen nachrüsten.
Es gilt zu beachten, dass die einzelnen Funktionen von Apple Carplay von der Fahrzeugmarke, dem Modell und dem Baujahr eines Pkw abhängen können. Das Fahrzeug selbst muss nicht nur werkseitig Carplay, sondern auch die drahtlose Integration unterstützen. Nicht alle Fahrzeuge bieten das. In einigen Fällen kann im Detail auch ein kostenpflichtiges Software-Update für das Infotainment-System des Fahrzeugs erforderlich sein.
Bietet das Infotainment keine kabellose Anbindung an Carplay, kommen Adapter als günstige Alternative ins Spiel. Wir zeigen die besten Modelle im Vergleich. Getestet haben wir die Adapter mit einem iPhone 12 Pro, iPhone 13 und einem Opel Astra K von 2017.
Achtung: Mit diesen Adaptern rüstet man Apple Carplay nicht nach. Sie erweitern lediglich als Dongle das Infotainment-System um die Möglichkeit, das iPhone drahtlos statt per Kabel mit dem Auto zu verbinden. Unterstützt das Fahrzeug Carplay nicht, sind diese Adapter somit nutzlos. Zudem sind die Modelle nicht immer zuverlässig – insbesondere bei BMW funktionieren die Adapter meistens nicht.
Welcher Carplay-Adapter ist der beste?
Testsieger ist der Ottocast Mini Cube für rund 36 Euro (Code: TS20). Der Adapter ist sehr kompakt, verbindet sich schnell und bietet sowohl einen USB-A-Anschluss als auch einen Adapter für USB-C.
Technologiesieger ist der Ottocast Mini Pico für knapp 37 Euro (Code: TS20). Der Adapter ist nicht nur winzig, er bietet auch einen Knopf zur Trennung der Bluetooth-Verbindung mit dem Handy. Das soll den Wechsel zwischen zwei Smartphones erleichtern.
Preis-Leistungs-Sieger ist der Carlinkit Mini Ultra für etwa 20 Euro (bei Proshop). Es ist das kleinste Modell dieser Bestenliste und unterstützt neben Carplay auch Android Auto.
Wichtig: Wer direkt beim Hersteller in China oder über Plattformen wie Aliexpress bestellt, sollte beachten, dass der Käuferschutz dort oft eingeschränkt ist. Garantieansprüche oder Umtauschmöglichkeiten entsprechen meist nicht dem in Europa üblichen Standard.
Kann man Carplay drahtlos nutzen?
Apple Carplay dient seit 2014 als Schnittstelle, um das iPhone über das Infotainment-System eines Autos zu bedienen und etwa Inhalte wiederzugeben, sei es Musik, Podcasts oder eben Navigation über Apple Maps oder Google Maps. Dazu stöpselt man in der Regel das iPhone per Kabel in den USB-C oder USB-A-Anschluss des Autos ein.
Apple Carplay Wireless ermöglicht seit 2017, das iPhone kabellos mit dem Infotainment-System des Fahrzeugs zu verbinden. Diese Funktion bietet eine bequeme Alternative zu kabelgebundenem Carplay und funktioniert drahtlos über Bluetooth und Wi-Fi. Während Bluetooth die initiale Kopplung übernimmt, erfolgt die eigentliche Datenübertragung über eine schnelle und lokale 5-GHz-WLAN-Verbindung zwischen dem iPhone und dem Auto. Um Carplay Wireless zu nutzen, benötigt man primär ein kompatibles Fahrzeug und ein iPhone ab Version 5, das mindestens mit iOS 9.3 ausgestattet ist.
Viele moderne Pkws ab dem Baujahr 2020 bieten diese Funktion bereits serienmäßig an. Teilweise sind hohe Aufpreise dafür nötig oder sogar Abomodelle. Einige ältere Autos wiederum bieten im Infotainment-System keine Option für die drahtlose Anbindung an das iPhone. Die Umrüstung beim Hersteller oder in der Werkstatt ist kostspielig.
Kann man Wireless Carplay nachrüsten?
Ja, Wireless Carplay lässt sich in Fahrzeugen nachrüsten – ob über einfache Adapter oder durch den Austausch des gesamten Infotainment-Systems. Wer bereits kabelgebundenes Carplay im Auto hat, kann mit einem kompakten Wireless-Plug wie von Carlinkit oder Ottocast die stabile Verbindung auf drahtlose Art und Weise nachrüsten.
Die Adapter aus dieser Bestenliste funktionieren ähnlich wie entsprechende Adapter für Android Auto (Bestenliste). Man stöpselt diese in das Auto je nach Modell über den USB-C oder USB-A-Steckplatz und verbindet das iPhone dann per Bluetooth damit. Das Infotainment erkennt dann Carplay in der Regel automatisch – vorausgesetzt, es wurde schon mal für das iPhone eingerichtet.
Aufwendiger wird es, wenn das Fahrzeug noch gar kein Carplay unterstützt. Hier bieten sich zwei Wege an: Entweder ersetzt man das ganze Infotainment-System durch eine Nachrüstlösung mit Wireless Carplay oder man integriert ein verborgenes Zusatzmodul, das mit dem bestehenden Bildschirm arbeitet. Beide Varianten erfordern je nach Fahrzeugmodell technisches Know-how oder professionelle Hilfe und können daher sehr kostspielig sein. Wichtig bleibt: Vor dem Kauf sollte die Kompatibilität mit dem Fahrzeug geprüft werden.
Wie funktioniert ein drahtloser Carplay-Adapter?
Diese Adapter ermöglichen es, die drahtlose Funktion zu nutzen, indem sie das iPhone via Bluetooth koppeln und die Signale per WLAN an das Infotainment-System weiterleiten. Der Adapter simuliert dann als Platzhalter für das Handy eine USB-Verbindung, sodass die drahtlose Nutzung in älteren Autos möglich wird.
Die Vorteile dieser Adapter liegen in der Flexibilität: Man kann das iPhone im Auto frei bewegen, es muss nicht durchgehend an das Kabel angeschlossen werden, und das Ein- und Aussteigen wird bequemer, ohne das Telefon jedes Mal manuell verbinden zu müssen.
Eine Beobachtung haben wir gemacht: Bei vielen Fahrzeugen wird der USB-Anschluss offenbar nicht vom Stromkreis getrennt, wenn das Auto abgeschlossen wird. Bleibt man nach dem Abstellen daneben stehen, verbindet sich das Infotainment-System per Bluetooth mit dem Smartphone – ein unnötiger Stromverbrauch, der die Starterbatterie belasten kann.
Unser Tipp: USB-Adapter und andere Verbraucher nach dem Abstellen abziehen, vorwiegend bei längeren Standzeiten. Das schont die Batterie – besonders bei älteren oder selten genutzten Fahrzeugen.
Fazit
Wireless-Carplay-Adapter sind eine preiswerte Lösung, um auch in älteren Fahrzeugen kabelloses Carplay zu nutzen – ganz ohne Umbau des gesamten Infotainment-Systems. Die Einrichtung ist in der Regel schnell und einfach zu bewerkstelligen. Sie ersparen das tägliche Einstecken des iPhones und sorgen für mehr Komfort im Alltag. Mit Preisen zwischen 15 und 80 Euro bleiben sie deutlich günstiger als ein kompletter Radiotausch.
Die Installation des Adapters gelingt in der Regel problemlos: Gerät anschließen, einmal mit dem Handy koppeln und fertig – Plug-and-play also. Danach lässt sich das iPhone frei im Fahrzeug nutzen, ohne störendes Kabel. Besonders praktisch ist das für alle, die ein aufgeräumtes Cockpit wünschen.
Testsieger ist der Ottocast Mini Cube. Dieser Adapter ist extrem kompakt, dabei zuverlässig und zudem preiswert. Das Modell wird mit einem USB-C-Adapter geliefert. Auf dem zweiten Platz folgt der Ottocast Mini Pico, der ebenfalls beide Plattformen unterstützt und durch seine Kompaktheit überzeugt sowie eine Taste zum Trennen der Verbindung mit dem Smartphone bietet. Preis-Leistungs-Sieger ist der Carlinkit Mini Ultra.
Diese Bestenlisten zeigen weiteres Zubehör für das Auto:
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