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Künstliche Intelligenz

#heiseshow: Energie vs. KI, OpenAI schließt Sora, Windows-Speicherhunger


Anna Bicker, Markus Will und Malte Kirchner sprechen in dieser Ausgabe der #heiseshow unter anderem über folgende Themen:

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  • Großer Hunger: Bremst die Energiepolitik den KI-Boom? Die WTO warnt in ihrem Global Trade Outlook 2026, dass hohe Energiepreise und der enorme Strombedarf von KI-Rechenzentren das Wachstum der Branche gefährden könnten. Wie realistisch ist dieses Szenario? Und was bedeutet der Energiehunger der KI-Infrastruktur für den globalen Handel und die Klimaziele?
  • OpenAI hat es satt: Überraschendes Aus von Video-KI Sora – OpenAI hat seinen KI-Videogenerator Sora eingestellt, nur fünf Monate nach Veröffentlichung der jüngsten Version – als Begründung nennt das Unternehmen die Konzentration auf das Kerngeschäft. Gleichzeitig endet damit eine Partnerschaft mit Disney, der erst im Dezember mehr als 200 Charaktere für die Nutzung in Sora lizenziert hatte und eine Milliarde US-Dollar in OpenAI investieren wollte. Was verrät das überraschende Aus über die strategische Lage von OpenAI? Und welche Auswirkungen hat es auf den Video-KI-Markt insgesamt?
  • Auf Diät: Microsoft will Speicherhunger von Windows 11 bändigen – Microsoft hat angekündigt, im Laufe des Jahres Updates für Windows 11 zu liefern, die den Speicherbedarf senken und die gefühlte Geschwindigkeit – intern „Schwuppdizität” genannt – erhöhen sollen. Hintergrund ist unter anderem der Druck durch Apples MacBook Neo, das sich mit 8 GByte RAM begnügt, während Windows 11 auf Systemen mit 8 GByte oft mehr als die Hälfte des Arbeitsspeichers für sich beansprucht. Kann Microsoft den Rückstand gegenüber macOS bei der Speichereffizienz aufholen? Und was bedeutet das für günstige Windows-Notebooks im Wettbewerb mit dem MacBook Neo?

Außerdem wieder mit dabei: ein Nerd-Geburtstag, das WTF der Woche und knifflige Quizfragen.

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Fragen an die Moderatoren und Gäste können während der Sendung im YouTube-Chat und in unserem Twitch-Kanal (twitch.tv/heiseonline) sowie vorab per E-Mail und im heise-Forum gestellt werden. Die Redaktion freut sich bereits auf zahlreiche Zuschauer und auf reges Feedback.

Die #heiseshow wird jeden Donnerstag um 17 Uhr live auf heise online gestreamt. Nach der Live-Übertragung ist die Sendung zum Nachschauen und -hören auf YouTube und als Podcast verfügbar:


(mki)



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Künstliche Intelligenz

Digital-Health-Podcast: DiGA als Innovation auf Kosten der Krankenkassen?


Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) gelten als Vorzeigeprojekt der Digitalisierung im Gesundheitswesen. Doch während Befürworter sie als Innovationstreiber sehen, kritisieren Krankenkassen die schnelle Zulassung und fordern strengere Nachweise für ihren Nutzen. Wie berechtigt ist diese Kritik?

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Darüber spricht heise online im Digital-Health-Podcast mit Moritz Göldner, Juniorprofessor für Data-Driven Innovation an der TU Hamburg. Er forscht unter anderem zu digitalen Gesundheitsanwendungen, Real-World-Daten und der Evidenzgenerierung für digitale Medizin.


Logo Digital-Health-Podcast

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Im Digital-Health-Podcast erklärt heise-online-Redakteurin Marie-Claire Koch gemeinsam mit Kolleginnen die Digitalisierung im Gesundheitswesen verständlich. Neben einer redaktionellen Einordnung gibt es regelmäßig Expertengespräche zu elektronischer Patientenakte, Telemedizin, KI, Gesetzgebung und den Auswirkungen für Praxen, Kliniken und Patientinnen.


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Im Digital-Health-Podcast erklärt heise-online-Redakteurin Marie-Claire Koch gemeinsam mit Kolleginnen die Digitalisierung im Gesundheitswesen verständlich. Neben einer redaktionellen Einordnung gibt es regelmäßig Expertengespräche zu elektronischer Patientenakte, Telemedizin, KI, Gesetzgebung und den Auswirkungen für Praxen, Kliniken und Patientinnen.

Aus Sicht Göldners ist das deutsche DiGA-Modell international ein Vorreiter. Der eigene Zulassungsweg ermögliche Innovationen, ohne die Sicherheit der Patienten aus den Augen zu verlieren. Dass Anwendungen zunächst vorläufig gelistet werden können und klinische Studien erst nachgereicht werden, hält er für einen sinnvollen Kompromiss. Die Forderung, diesen Weg abzuschaffen, sieht er kritisch.

Ein weiterer Streitpunkt ist die Bewertung des Nutzens. Anders als Medikamente sollen DiGA nicht nur medizinische Effekte erzielen, sondern auch den Versorgungsalltag verbessern – etwa durch eine höhere Therapietreue oder mehr Gesundheitskompetenz. Gerade diese patientenrelevanten Struktur- und Verfahrensverbesserungen würden jedoch bislang kaum berücksichtigt, obwohl sie zu den eigentlichen Stärken digitaler Anwendungen gehörten.

Im Podcast geht es außerdem um die Frage, warum viele DiGA bisher nicht mit der elektronischen Patientenakte oder Wearables zusammenarbeiten, welche Rolle Real-World-Daten künftig spielen könnten und weshalb Göldner europaweit einheitliche Zulassungsregeln für digitale Gesundheitsanwendungen fordert.


(mack)



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Künstliche Intelligenz

Funklöchern auf der Spur: Zweite bundesweite Mobilfunkmesswoche läuft


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This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Die Erfassung des digitalen Alltags geht in die nächste Runde. Am Mittwoch hat die zweite bundesweite Mobilfunkmesswoche begonnen: Bürger sind aufgerufen, bis 1. Juli die tatsächliche Mobilfunkversorgung vor Ort auf den Prüfstand zu stellen. Mithilfe der aktualisierten und kostenlosen App „Mobilfunk-Check“ der Bundesnetzagentur können Smartphone-Nutzer unkompliziert Daten über die Netzqualität fort erfassen, wo sie gerade sind.

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Ziel der Crowdsourcing-Aktion Check Dein Netz ist, ein flächendeckendes und realistisches Abbild der Mobilfunkversorgung aus Anwenderperspektive zu gewinnen, sowie weiße Flecken präzise zu lokalisieren. Die gesammelten Informationen sollen dazu beitragen, künftige Ausbau- und Unterstützungsmaßnahmen bedarfsgerecht zu planen, und den Druck auf Netzbetreiber erhöhen.

An der ersten Messwoche 2025 haben sich laut Regulierungsbehörde mehr als 100.000 Teilnehmer beteiligt und fast zweihundert Millionen Messpunkte geliefert. Im Ergebnisbericht heißt es, dass an weniger als einem Prozent der erfassten Punkte tatsächliche Funklöcher festgestellt worden seien. Dennoch besteht weiter Handlungsbedarf, da die offiziellen Versorgungsmeldungen der Netzbetreiber und die gefühlte Realität der Verbraucher, insbesondere abseits der großen Ballungsräume, oft stark voneinander abweichen.

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) hob zum Start der zweiten Kampagne hervor, dass Deutschland bei der Netzinfrastruktur noch besser werden müsse. Die Politik habe mit der Verankerung des überragenden öffentlichen Interesses am Netzausbau gesetzliche Rahmenbedingungen geschaffen. Nun liege der Ball bei den Mobilfunknetzbetreibern. Diese müssten die gewonnenen Daten nutzen, um ihre Netze zu optimieren. Die Ergebnisse stehen neben den Telcos auch den Bundesländern und Kommunen zur Verfügung. Daten sollen helfen, Ausbauvorhaben zu priorisieren, administrative Hindernisse abzubauen und den konkreten Bedarf für Verdichtung der Netze darzulegen.

Ein Fokus liegt auf ländlichen Regionen, die am stärksten von Verbindungsproblemen betroffen sind. Laut Bundesheimatminister Alois Rainer (CSU) ist lückenlose Mobilfunkversorgung Basis dafür, dass ländliche Räume als Lebens- und Wirtschaftsräume attraktiv blieben. Schlechter Empfang entwickle sich schnell zu einem spürbaren Standortnachteil für Familien, Betriebe und Regionen. Er verwies explizit auf die Land- und Forstwirtschaft, die für digitale Anwendungen wie präzise, sensorgestützte Düngung oder Tierüberwachung in Echtzeit auf stabile Netze angewiesen sei. Am Ortsausgang dürfe der Anschluss an die digitale Welt nicht einfach abreißen.

Der Bundesrat fordert vollständige Flächendeckung. Die Bundesnetzagentur erhofft sich durch rege Beteiligung von Bürgern eine noch solidere Datenbasis als im Vorjahr. Unterstützt wird die Aktion von der Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft (MIG). Sie hat schon im Vorfeld für #CheckDeinNetz geworben.

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(ds)



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Künstliche Intelligenz

Astronomie: Galaxien im Bullet-Cluster doch kein Beweis für Dunkle Materie?


Ein immer wieder als Beweis für die Existenz von Dunkler Materie herangezogener Galaxienhaufen ist auch „besonders gut“ mit einem alternativen Modell vereinbar, das gänzlich ohne die weiterhin nicht experimentell nachgewiesene Materieform auskommt. Das meint zumindest eine internationale Forschungsgruppe um Pavel Kroupa von der Universität Bonn, der seit Jahren für die alternative Theorie wirbt. Die nennt sich „Modifizierte Newton’sche Dynamik“ oder MOND und gilt laut der Forschungsgruppe „bislang als Außenseiter-Theorie“. Das sei größtenteils der Fall, weil man davon ausgegangen ist, dass sie die Beobachtungen im sogenannten Bullet-Cluster nicht erklären könne. Das sei aber gar nicht der Fall, sagt die Gruppe nun.

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Als Bullet-Cluster 1E 0657-558 werden zwei Galaxienhaufen bezeichnet, die einander mit einer vergleichsweise hohen Relativgeschwindigkeit durchstoßen haben. Zwischen den Galaxien ist sehr viel Platz, daher sind deren Sterne dabei einfach aneinander vorbeigeflogen. Doch das heiße Gas zwischen den Galaxien hat sich extrem aufgeheizt und ist gewissermaßen in der Mitte zwischen den Galaxienhaufen stecken geblieben. Dessen Röntgenstrahlung verrät seine Ausdehnung, Dichte und damit Masse. Die Galaxien der beiden Haufen kommen zusammen auf etwa 1,5 Billionen Sonnenmassen an leuchtender Sternmaterie, während es bei dem Gas mehr als 20 Billionen Sonnenmassen sind.

Wegen dieser ungleichen Verteilung sollte man meinen, dass das Licht von dahinter liegenden Objekten primär um das Zentrum gebogen werden sollte. Beobachtungen mit dem Weltraumteleskop Hubble haben aber ergeben, dass das nicht der Fall ist. Stattdessen konzentriert sich diese Ablenkung auf die Zentren der beiden Galaxienhaufen. Dort muss sich also wesentlich mehr Materie verstecken als in den Gaswolken – und als wir sehen können. Was immer es ist, es hat sich mit den Sternen bewegt und ist nicht wie das Gas kollidiert und stecken geblieben. In der Forschung ist man sich weitgehend einig, dass wir hier die Spuren von Dunkler Materie vor uns haben. Alternative Modelle müssen die Beobachtungen deshalb anders erklären können.

Das Forschungsteam um Kroupa hat für seine Arbeit Daten des Weltraumteleskops James Webb ausgewertet. Damit habe man die Zahl der Sterne in beiden Haufen genauer und besser berechnen können. Zudem sei bereits bekannt, dass es dort sehr viele schwere Elemente wie Eisen und Sauerstoff gebe. Sie entstehen in massereichen Sternen, die an ihrem Lebensende zu Neutronensternen oder Schwarzen Löchern kollabieren, erklärt das Team. Beide sind für uns ebenfalls unsichtbar und zusammen mit der neu berechneten Sternenmasse könnten sie den beobachteten Gravitationslinseneffekt ganz ohne Dunkle Materie erklären – wenn man das MOND-Modell zugrunde legt. Aber auch sonst müsse die Annahme für die dort vorhandene Dunkle Materie deutlich nach unten korrigiert werden.

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Dunkle Materie soll eigentlich die gemessenen Bewegungen von Galaxien und Galaxienhaufen erklären. In der Wissenschaft geht man davon aus, dass es im Kosmos deutlich mehr Dunkle Materie als Standardmaterie gibt. Ihre Existenz gilt in der Forschung genauso als akzeptiert wie jene der nicht weniger rätselhaften Dunklen Energie, weil beide grundlegende Fragen beantworten. Trotzdem werden auch alternative Erklärungsversuche vorgebracht und es gibt astronomische Beobachtungen, die nicht zur Dunklen Materie passen wollen. So wurde erst vor Kurzem eine dritte Galaxie ganz ohne Dunkle Materie entdeckt. Die Studie von Kroupas Team ist jetzt im Fachmagazin Physical Review D erschienen.


(mho)



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