Künstliche Intelligenz
High-End-Smartphones 2026: Stagnation statt Innovation
Mit ihnen lässt man sich gern sehen: Sie tragen die potentesten Kameras, strahlen mit den hellsten Bildschirmen und rechnen schneller als alle anderen: High-End-Smartphones sind nicht nur die besten Smartphones eines jeden Jahrgangs. Auch für die günstigeren Modelle sind sie ein Fingerzeig in die Zukunft. Denn ein Großteil der Technik, die sich heute „High End“ nennt, findet sich nächstes oder übernächstes Jahr in der Mittelklasse wieder. Doch was hat der Jahrgang 2026 zu bieten?
Äußerlich hat sich im Vergleich zu den Vorgängern wenig getan. Ob Google Pixel 10 Pro, Samsung Galaxy S26 Ultra oder Xiaomi 17 Ultra, sie alle sehen ihren Ahnen zum Verwechseln ähnlich. Ausgerechnet Apple, das ansonsten erzkonservativ an erstmal eingeführten Designs über Jahre festhält, wagt etwas Neues und packt das iPhone 17 Pro in ein frisches Aluminiumkleid.
Doch bedeutet optischer Stillstand auch technische Stagnation? Es kommt darauf an. Vor allem die Arrivierten um Apple, Google, Samsung haben allenfalls Modellpflege betrieben. In dem einen oder anderen Fall ist das noch freundlich ausgedrückt. Beim Pixel 10a muss man die Änderungen mit der Lupe suchen, und auch bei den großen Geschwistern blieb vieles beim Alten – Stichwort lahmer SoC.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „High-End-Smartphones 2026: Stagnation statt Innovation „.
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Künstliche Intelligenz
Studie: KI bleibt oft im Testlauf stecken
Künstliche Intelligenz ist in den Zukunftsplanungen der deutschen Wirtschaft fest verankert, doch auf dem Weg in den produktiven Arbeitsalltag in den Unternehmen verliert sie oft massiv an Schwung. Das ist das zentrale Ergebnis einer Studie des IT-Beratungsunternehmens Zoi. Für einen erfolgreichen KI-Einsatz mangle es weniger an Geld, sondern an der passenden Unternehmensorganisation und der praktischen Umsetzung.
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Basis der Studie ist eine Befragung von 500 IT-Verantwortlichen aus Unternehmen mit mehr als 2.000 Beschäftigten durch das Meinungsforschungsinstitut Civey. Wissenschaftlich begleitet wurde die Umfrage von der Hochschule der Medien in Stuttgart.
Lücke zwischen Pilotprojekt und Arbeitsalltag
Drei Jahre nach dem großen technologischen Durchbruch haben der Studie zufolge die meisten deutschen Großunternehmen erste Anwendungsfälle ausgemacht und Pilotprojekte gestartet. Doch zwischen dem ersten Ausprobieren und dem tatsächlichen, gewinnbringenden Einsatz im normalen Betrieb klaffe in vielen Unternehmen eine erhebliche Lücke.
In der Umfrage wurde auch nach konkreten Hindernissen gefragt, die einen erfolgreichen KI-Einsatz erschweren. Die IT-Verantwortlichen nannten dabei die Komplexität der bestehenden IT-Infrastruktur, fehlendes Fachwissen beim Personal sowie die schwierige Integration der neuen Technik in veraltete Computersysteme. Budgetfragen oder Unsicherheiten über den finanziellen Nutzen wurden hingegen deutlich seltener als Hindernis genannt. Die Studie ergab auch, dass ausgerechnet die erfolgreichen Vorreiter-Unternehmen stark unter der Komplexität ihrer Technik leiden.
Zu selten messbare Ziele
In vielen Fällen sind die Fehlerursachen demnach in der Chefetage zu suchen: Zwar geben rund drei Viertel der Unternehmen an, über eine schriftlich festgehaltene Strategie der Unternehmensleitung zu verfügen, doch nur bei etwa einem Drittel ist diese auch mit konkreten messbaren Zielen verknüpft. Ohne solche Erfolgskennzahlen bleibe die Strategie oft nur eine Absichtserklärung.
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Zoi-Geschäftsführer Benjamin Hermann sagte, die Studienergebnisse zeigten, dass bei der KI-Transformation zwischen der technologischen Exzellenz und einer vorbildhaften operativen Umsetzung noch Welten lägen. „Mit KI anfangen ist einfacher, als mit KI produktiv zu sein.“
Professor Jan Kirenz von der Hochschule der Medien Stuttgart sagte, die Daten zeichneten ein klares Bild: „76 Prozent der deutschen Großunternehmen erproben KI-Agenten bereits aktiv, was das breite Innovationsinteresse belegt.“ Aber da erst 19 Prozent diese Technologien in ihren Kernprozessen einsetzten, stehe die breite Wertschöpfung noch aus.
IT-Verantwortliche sehen KI nicht als Jobkiller
In der Studie wurden die IT-Verantwortlichen auch danach gefragt, ob der KI-Einsatz mit einem massiven Jobverlust verbunden sei. Davon gehen die Befragten mehrheitlich nicht aus: 79 Prozent der befragten IT-Entscheider sagten, dass generative KI die Mitarbeiterzahl im Unternehmen stabil halte oder sogar steigen lasse.
(nen)
Künstliche Intelligenz
Elektro-Sportenduro Radian EXR vorgestellt: Viel Kraft aus Wechselakkus
Im Geländesport finden elektrisch betriebene Motorräder immer größeres Interesse. Das 2021 gegründete Start-up Radian aus Twente in den Niederlanden präsentiert jetzt die Sportenduro EXR. Die Firmengründer haben bereits 2018 eine internationale MotoE-Vorserie gewonnen und darauf ihr Unternehmen aufgebaut. Die EXR besticht mit einem eleganten Auftritt und praxisgerechten Lösungen.
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Im Endurosport spielt Zeit eine wichtige Rolle, lange Ladezeiten an einer Steckdose kann sich im Wettbewerb keiner leisten. Dem Problem tritt Radian mit dem zum Patent angemeldeten InfiniPack-Batteriesystem entgegen. Im Motorrad stecken zwei Wechselakkus. Laut Aussage des Unternehmens lässt sich ein leerer Akku in weniger als 30 Sekunden austauschen – und zwar ohne Werkzeug. Das Betanken einer Sportenduro mit Verbrennungsmotor dürfte eher länger dauern. Während der Fahrer sich auf die nächsten Runden begibt, lädt der Akku in der Ladestation, die mit ihren Rädern einer kleinen Sackkarre ähnelt.
(Bild: Sur Ron )
Batterie in gebogener Form
Die Batterie hat eine gebogene Form, die als Namensgeber der Firma Radian diente, und soll so einen noch schnelleren Wechsel zulassen. Zugleich soll sie den Schwerpunkt des Motorrads zentrieren, was seiner Handlichkeit zugutekommt. Die EXR hat einen leichten Aluminiumrahmen mit Unterzügen, der den in Kohlefaserlaminat gehüllten Elektromotor und die je 22 Kilogramm schweren Batterien aufnimmt. Auch die Schwinge besteht aus Aluminium. Die Enduro soll mit einer Batterie inklusive Beleuchtung 125 kg wiegen, im Kleingedruckten der technischen Daten steht freilich noch „Zielgewicht“ dabei.

Radian
)
Stattlicher Federweg
Für die Fahrwerkskomponenten greift Radian zu den Teilen des bewährten Anbieters KYB. Die Upside-down-Gabel misst 48 mm im Durchmesser und ist voll einstellbar, das hintere Federbein sogar im High- und Low-Speed-Bereich. Vorn wie hinten arbeiten die Komponenten auf stattlichen 300 mm Federweg. Die EXR ist mit 99 cm Sitzhöhe endurotypisch hoch, dafür hat sie aber auch eine üppige Bodenfreiheit von 345 mm.
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Auch bei den Bremsen greift Radian zu hochwertiger Ware: Der Zweikolbenbremssattel vorn mit 260-mm-Bremsscheibe und der Einkolbenbremssattel mit 220-mm-Bremsscheibe hinten stammen von Brembo. Die Hinterradbremse wird über den linken Handhebel betätigt, da die Radian keine Kupplung besitzt. Ein Schaltgetriebe ist wegen des Drehmomentverlaufs beim Elektromotor nicht notwendig.
Mögliche Alternativen
Da bleibt wenig hängen
Die Radian EXR zeigt ein modernes Design mit einer flachen, langen Sitzbank, die dem Fahrer große Bewegungsmöglichkeiten gibt. Die Kunststoffteile sind glatt, sodass wenig Schmutz hängen bleiben kann. Eine knappe Frontmaske integriert einen flachen LED-Scheinwerfer mit Tagfahrlicht. In einem kleinen Bildschirm vor der Sitzbank kann der Pilot die wichtigsten Informationen ablesen. Unter anderem zeigt es auch ein Zeitnahme-System, wie es bei Endurowettbewerben wichtig ist.
Leistung über App einstellbar
Die Leistung des 336-Volt-Motors kann über die Radian-App auf dem Smartphone via Bluetooth stufenlos zwischen 7 und 52 kW eingestellt werden. Das maximale Drehmoment gibt der Hersteller mit 1060 Nm an. Die 8,6-kWh-Batterie soll sich von 20 auf 80 Prozent in 90 Minuten am 3,3-kW-Ladegerät aufladen. Ihre Reichweite variiert je nach Einsatz: Auf der Motocross-Strecke, wo viel Leistung abgerufen wird, leert sie sich naturgemäß wesentlich schneller als beim beschaulichen Ritt über Trails. Der Hersteller beziffert die Reichweite auf 60 bis 115 km, eine Normangabe nach WMTC fehlt noch.

Radian
)
Mit Rückwärtsgang
Die EXR bietet zwei ungewöhnliche Features für eine Sportenduro: erstens einen „Rückwärtsgang“, mit dem in Schrittgeschwindigkeit rangiert werden kann, und zweitens ein sieben Liter großes Staufach unter der hochklappbaren Sitzbank. Hier können kleinere Gegenstände transportiert werden. Zukünftig will Radian auch einen Onboard-Charger und ein CCS-Charging-Modul anbieten, die genau dort untergebracht werden sollen.
Mit Straßenzulassung
Die Radian EXR soll mit Straßenzulassung ab dem vierten Quartal 2027 ausgeliefert und kann bereits vorbestellt werden. Die erste Serie ist für 14.450 Euro bestellbar, den normalen Preis gibt der Hersteller mit 14.750 Euro an. Das ist zwar rund 2800 Euro teurer als eine vergleichbare 450er-Sportenduro mit Verbrennungsmotor, aber die Betriebs- und Wartungskosten der EXR sollen um 70 Prozent darunter liegen.
Künstliche Intelligenz
macOS kann bald barrierefreien Sony-Access-Controller nutzen
Es ist kaum bekannt, doch Sony hat mit dem Access bereits seit zweieinhalb Jahren einen speziellen Controller im Angebot, der Menschen mit Behinderung die Nutzung seiner Spielekonsole PS5 erleichtern soll. Das Gerät, das bei Sony selbst knapp 90 Euro kostet, im Handel aber auch deutlich günstiger zu haben ist, wird als „hochgradig anpassbares Controller-Kit“ vermarktet. Neu ist nun, dass man das System auch mit dem Mac verwenden kann: Apple hat angekündigt, die Umsetzung in den kommenden Monaten anzugehen, vermutlich im Rahmen von macOS 27, das im Herbst erscheint.
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Sticks, Tasten, Beschriftungen – und viele Profile
Der Access Controller kombiniert verschiedene Sticks mit zahlreichen unterschiedlichen Schaltern, die sich im Kreis positionieren lassen. Das Gerät lässt sich damit im 360-Grad-Winkel beliebig nutzen und ist unter anderem für Menschen gedacht, die schlecht greifen können. In der Packung stecken unter anderem acht verschiedene gewölbte Tastenkappen, vier flache und vier tiefe Tastenkappen, zwei überstehende Tastenkappen, insgesamt drei unterschiedlich große Sticks sowie 23 Beschriftungen, die sich an den Schaltern befestigen lassen. AMPS-Halterungen werden unterstützt.
Auf der PS5 sind damit bis zu 30 verschiedene Steuerungsprofile möglich, um den Access Controller an unterschiedliche Spiele anzupassen. Drei Profile werden direkt auf dem Steuergerät abgelegt, sodass man den Controller auch an anderen Konsolen nutzen kann, ohne ein neues Set-up durchzuführen. Auf der Playstation wird man durch einen Einstellungsdialog geführt, bei dem man unter anderem die Anordnung des Access Controller festlegen kann. Auch die Sticks sind konfigurierbar, etwa im Hinblick auf Ausrichtung, Empfindlichkeit und Deadzone. Die Möglichkeiten entsprechen also jenen professioneller PS5-Controller.
iPhone und iPad sollen auch unterstützt werden.
Wie konkret der Access Controller unter macOS arbeiten wird, ist noch unklar. Er soll aber auch hier offenbar vor allem fürs Gaming dienen. Laut Apple gibt „volle Einstellmöglichkeiten“ für Knöpfe und Stick. Es soll sogar möglich sein, zwei Controller zu kombinieren. Ob man das System auch zur regulären Rechnerbedienung nutzen kann, bleibt abzuwarten.
Nützlich: Neben dem Mac werden künftig auch iOS (wohl 27) und iPadOS (ebenfalls 27) unterstützt. Angaben zum genauen Termin machte Apple nicht, aufgrund der frühen Ankündigung dürfte dies aber wohl gleich zum Start der neuen Betriebssysteme passieren. Apple unterstützt seit langem reguläre Controller von Sony sowie auch von Microsoft (Xbox).
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(bsc)
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