Künstliche Intelligenz
In-Ear-Kopfhörer Huawei Freebuds Pro 5 im Test: satter Sound & Noise Cancelling
Fette Bässe, ANC und perfekt zum Telefonieren: Die Huawei Freebuds Pro 5 wollen hervorragende In-Ear-Kopfhörer sein. Ob das gelingt, zeigt der Test.
Seit Jahren begeistert uns Huawei mit dem Top-Modell seiner In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling – den Freebuds Pro. Die Reihe bietet einen ausgewogenen, detailreichen Klang, druckvollen Bass und hohe Telefonie-Qualität. Die fünfte Generation wirkt etwas filigraner, bleibt optisch aber nah an den Vorgängern. Ob sie die Messlatte im Hinblick auf Klang, ANC und Tragekomfort erneut anheben können, klären wir in diesem Testbericht.
Design & Tragekomfort
Die Freebuds Pro 5 kommen erneut in einem ovalen Ladecase mit mattem Finish, das verdammt gut aussieht. Die Verarbeitung überzeugt auf ganzer Linie. An der Unterseite sitzt der USB-C-Anschluss zum Laden, rechts die Pairing-Taste. Mit jeweils 5,5 g pro Stöpsel und 43 g für das Case bleiben die Freebuds angenehm leicht.
Neu ist die mittig angeordnete, ringförmige Status-LED. Sie leuchtet in Grün, Gelb, Weiß oder Rot und zeigt je nach Situation unterschiedliche Informationen an: Bei geöffnetem Etui signalisiert sie den Akkustand der Ohrhörer, bei geschlossenem Deckel den Ladestatus des Cases. Blinkt sie dauerhaft rot, deutet das auf einen Fehler hin, der sich meist per Reset beheben lässt.
Der Deckel klappt mit sattem Schwung auf und schnappt dank Magnetverschluss ebenso zügig wieder zu – das fühlt sich ausgesprochen befriedigend an. Die Ohrhörer haften magnetisch im Gehäuse und sitzen bombenfest.
Einen kleinen Haken gibt es: Die Oberfläche fällt etwas glatt aus – das Case flutscht bei rutschigen Fingern gerne mal aus der Hand. Eine Ausnahme ist die blaue Variante mit Kunstleder-Optik, die spürbar mehr Grip bietet. Die übrigen Modelle in Dunkelgrau, Weiß und Sandgold sind zwar optisch matt gehalten, aber ebenfalls rutschig.
Die Hörer selbst setzen auf das bekannte Stiel-Design mit knubbelförmigem Korpus. Im Vergleich zum Vorgänger Freebuds Pro 4 (Testbericht) wirken sie allerdings filigraner – Huawei hat spürbar an der Eleganz geschraubt. Sie hinterlassen einen hochwertigen, durchdachten Gesamteindruck.
Beim Tragekomfort liefern die Freebuds Pro 5 ebenfalls ab. Bei längeren Sessions drückt und stört nichts – für In-Ears keine Selbstverständlichkeit. Huawei legt vier Silikon-Aufsätze in verschiedenen Größen bei, damit jedes Ohr die passende Variante findet.
Bedienung & App
Für das Pairing öffnet man das Ladecase mit eingelegten Ohrhörern und hält die Funktionstaste etwa zwei Sekunden gedrückt, bis die LED weiß blinkt – die Kopfhörer sind nun kopplungsbereit. Anschließend wählt man den Kopfhörer in den Bluetooth-Einstellungen des Smartphones aus. Alternativ startet man die App nach der Installation und führt die Kopplung direkt darüber durch. Die Freebuds Pro 5 unterstützen zudem Microsoft Swift Pair unter Windows: Im Pairing-Modus erscheint automatisch ein Pop-up – ein Klick auf „Verbinden“ genügt meistens.
Die Bedienung erfolgt direkt über die Stöpsel. Im Stiel ist eine Druckfläche eingebaut: Einmal zusammendrücken startet oder stoppt die Wiedergabe, doppeltes Drücken springt zum nächsten Song, dreifaches zurück zum vorherigen Titel. Die Lautstärke regelt man per Wischgeste am Stiel – ein Piepsen quittiert den Vorgang. Längeres Drücken schaltet zwischen ANC, Transparenzmodus und deaktivierter Geräuschunterdrückung um. Das alles geht spielend leicht von der Hand.
Eine App ist nicht zwingend nötig, aber empfehlenswert. Über „AI Life“ lassen sich Gesten anpassen und Extras freischalten – etwa die Kopfsteuerung, mit der man Anrufe per Nicken annimmt. Auch ein Sitztest für die Ohrhörer ist an Bord. Am Klang lässt sich in der App ebenfalls schrauben. Vier Profile stehen bereit: ausgewogen, stimmoptimiert, bassbetont sowie ein Modus für klassische Musik. Dazu kommen szenariospezifische Optionen für Filme, Spiele, Podcasts oder mehr rhythmische Klarheit – plus ein adaptiver Equalizer, der sich automatisch anpasst.
Kleiner Wermutstropfen: Seit dem US-Handelsembargo von 2019 darf Google nicht mehr mit Huawei zusammenarbeiten – deshalb ist die App nicht im Google Play Store verfügbar. Auf Android-Smartphones lässt sie sich aber per Sideload installieren, ein QR-Code in der Anleitung führt zum Download. In den App-Stores von Samsung und Apple ist sie hingegen regulär erhältlich.
Technische Spezifikationen
Die Huawei Freebuds Pro 5 funken über Bluetooth 6.0 und unterstützen die Codecs AAC für Apple-Geräte sowie LDAC für hochauflösendes Audio unter Android. Der hauseigene Codec L2HC 4.0 funktioniert nur mit ausgewählten Huawei-Geräten wie etwa dem Pura 80 Ultra oder Mate X7. Aktive Geräuschunterdrückung (ANC) ist selbstredend an Bord.
Die Bluetooth-Reichweite überzeugte im Test: In einer rund 70 m² großen Wohnung riss die Verbindung kein einziges Mal ab. Dank Multipoint lassen sich zwei Geräte gleichzeitig verbinden. Insgesamt merkt sich die Pairing-Liste bis zu acht Geräte.
Beim Treiberkonzept setzt Huawei auf ein Dual-Driver-Setup pro Seite: Ein dynamischer Dual-Magnet-Treiber mit 11 mm Durchmesser liefert das Fundament, ein Mikro-Planar-Membran-Treiber mit 6 mm ergänzt die Feinzeichnung im Hochtonbereich. Der Frequenzgang reicht laut Hersteller von 10 Hz bis 48 kHz – deckt also auch Bereiche jenseits des hörbaren Spektrums ab. Dazu kommt ein Tragesensor: Nimmt man die Kopfhörer aus dem Ohr, stoppt die Wiedergabe.
Die Stöpsel selbst sind nach IP57 gegen Schweiß und zeitweises Untertauchen geschützt, das Ladecase ist nach IP54 immerhin spritzwasserfest. Die Akkukapazität liegt bei 60 mAh je Ohrhörer, das Ladeetui steuert insgesamt 537 mAh bei.
Klang, ANC & Telefonie
Die Freebuds Pro 5 spielen auf einem bemerkenswert hohen Niveau. Die Abstimmung ist ausgewogen und detailreich, die Klangbühne überraschend weit und räumlich – einzelne Instrumente lassen sich sauber differenziert heraushören. Bass-Enthusiasten dürfen sich freuen: Im entsprechenden Profil drücken die Tieftöne kraftvoll und konturiert, ohne Mitten und Höhen zu überlagern. Ob Techno, Hip-Hop, Rock oder Podcast – die In-Ears liefern genreübergreifend souverän ab und bieten eine ernstzunehmende, kompakte Alternative zu druckvollen Over-Ear-Kopfhörern.
Eine richtig gute Figur machen die Freebuds Pro 5 auch beim Telefonieren. Der Gesprächspartner ist klar zu verstehen, man selbst wird ebenfalls gut und deutlich wahrgenommen. Auch laute Außengeräusche, etwa Windgeräusche, schluckt die Geräuschunterdrückung des Mikrofons zuverlässig weg – dafür sorgen drei Mikrofone sowie ein Knochenschallsensor. Das macht die Freebuds Pro 5 zu einer ausgezeichneten Option für die Telefonie.
Das Active Noise Cancelling hinterlässt insgesamt einen guten Eindruck – tiefe und mittlere Störgeräusche werden effektiv ausgeblendet. Bei schrillen Höhen gelingt dies allerdings weniger gut: Nervige Stimmdurchsagen in der Bahn oder im Flugzeug gelangen fast ungehindert durch. Aus Sicherheitsgründen mag das ein Vorteil sein, uns nervte es bei jedem Flug enorm. Wer bewusst mehr aus dem Umfeld wahrnehmen will, schaltet auf den Transparenzmodus um.
Akku
Die Akkulaufzeit liegt mit aktivem ANC bei etwa sechs Stunden – ordentlich, aber kein Marathonwert. Die Geräuschunterdrückung geht hier deutlich zulasten der Laufzeit: Ohne ANC halten die Stöpsel gut neun Stunden durch. Das Case lädt die Hörer etwa viermal komplett auf und erreicht so eine Gesamtlaufzeit von rund 38 Stunden ohne ANC oder 24 Stunden mit.
Geladen wird per USB-C oder kabellos via Qi. Nach knapp einer Stunde ist das Case per Kabel vollständig aufgeladen. Bereits eine Viertelstunde am Strom reicht für fast die Hälfte – und damit für einige Stunden Hörzeit.
Preis
Der tolle Klang hat seinen Preis: Die UVP liegt wie bei den Vorgängern bei stolzen 200 Euro. Allerdings bekommt man die Freebuds Pro 5 in Weiß bei Amazon schon ab 169 Euro. Noch günstiger sind sie derzeit direkt bei Huawei: Mit dem Code AHW6ANNI10 kosten sie bis zum 31. März 2026 nur 152 Euro statt 169 Euro – ein Rabatt von 10 Prozent. Eine Garantieverlängerung auf drei Jahre ist inklusive.
Zur Auswahl stehen die Farben Dunkelgrau (auch wenn Huawei es Schwarz nennt), Weiß, Sandgold (Beige) und Dunkelblau, letztere in Kunstleder-Optik.
Fazit
Huawei liefert mit den Freebuds Pro 5 wieder hervorragende In-Ear-Kopfhörer. Die Unterschiede zum Vorgänger fallen zwar überschaubar aus, doch bei Klang und Telefonie legen sie abermals zu – und genau darauf kommt es an. Bass-Fans bekommen druckvolle Tieftöne ohne Matsch, Vieltelefonierer eine der besten Freisprecheinrichtungen im In-Ear-Segment.
Ganz ohne Schwächen geht es aber nicht: Das ANC lässt schrille Töne und Stimmdurchsagen größtenteils durch. Die Akkulaufzeit ist solide, mit aktivem ANC aber kein Marathonwert. Und Android-Nutzer abseits von Samsung müssen die App per Sideload installieren. Wer damit leben kann, bekommt hier exzellente In-Ear-Kopfhörer.
Künstliche Intelligenz
NASA-Weltraumteleskop Swift: Beispiellose Rettung durch Robotermission steht an
Katalyst Space Technologies hat die Vorbereitungen für eine historische Raumfahrtmission zur Rettung eines NASA-Weltraumteleskops abgeschlossen. In den kommenden Tagen soll es losgehen. Das geht aus einer Stellungnahme des US-Raumfahrtunternehmens und Medienberichten hervor. Demnach wurde das „robotische Raumschiff LINK“ auf der Rakete des Typs Pegasus XL angebracht und kann jetzt zu den Marshallinseln im Pazifik transportiert werden. Dort soll sie von einem speziellen Flugzeug aus gestartet werden. Zwei Wochen später soll sich das Raumschiff dem Weltraumteleskop Swift nähern und es inspizieren. Danach soll es das Instrument greifen und langsam in eine höhere Umlaufbahn schieben, damit es dort die Forschung wiederaufnehmen kann.
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Für die Forschung zu wertvoll
Neil Gehrels Swift Observatory wurde 2004 gestartet, damals hieß das Gerät nur Swift. Das Weltraumteleskop untersucht primär Gammastrahlenblitze, „die stärksten Explosionen im Universum“. An Bord hat es drei verschiedene Forschungsinstrumente, die im sichtbaren, im ultravioletten, im Röntgen- und im Gammaspektrum arbeiten. Von zentraler Bedeutung ist dabei das Burst Alert Telescope (BAT), das zu jeder Zeit etwa ein Sechstel des Himmels abdeckt und dort Gammablitze entdecken kann. Wenn einer entdeckt wird, kann es die anderen Instrumente rasch darauf ausrichten, Observatorien auf der Erde können nachziehen. Während seines Betriebs hat das Gerät unzählige Ereignisse beobachtet. 2018 wurde es zu Ehren des verstorbenen Forschungsleiters umbenannt.
In den vergangenen Jahren hat die verstärkte Sonnenaktivität nun aber dafür gesorgt, dass die Ausläufer der Erdatmosphäre Swift stärker abbremsen als ursprünglich erwartet. Ohne Gegenmaßnahme würde es wahrscheinlich in Monaten abstürzen. Um das zu verhindern, hat die NASA Katalyst deshalb 30 Millionen US-Dollar bezahlt. Im Gegenzug sollte Katalyst in Rekordzeit ein Raumfahrzeug fertigstellen, das den Orbit von Swift anheben kann. Das sollte ursprünglich im Frühjahr dieses Jahres geschehen, jetzt soll es bis Ende Juni losgehen. Im Winter hat die NASA Swift weitgehend deaktiviert, damit das Weltraumteleskop durch die Drehungen um sich selbst nicht zu stark absinkt. Damit es gerettet werden kann, darf es nicht unter 300 km sinken.
Was man bei Katalyst in gerade einmal acht Monaten geschafft habe, sei „außergewöhnlich“, sagt Ghonhee Lee, CEO der Firma. Das Team habe den Weltraumroboter in dieser Zeit entworfen, gebaut, getestet und fertiggestellt, jetzt stehe eine der „ehrgeizigsten kommerziellen Wartungsmissionen“ an, die jemals in Angriff genommen worden sei. Normalerweise benötigen diese Vorbereitungsschritte einer Weltraummission Jahre, der jetzige Zeitplan sei „geradezu verrückt“, heißt es auch von der NASA. Sollte die Mission klappen, würde das beweisen, dass man das übliche Prozedere enorm beschleunigen kann. Wann die Mission starten soll, schreibt Katalyst nicht, laut NextSpaceflight.com soll es am 27. Juni losgehen.
(mho)
Künstliche Intelligenz
Siri AI warnt vor Suchtfaktoren, sagt, dass es kein Mensch ist
Menschen, die Tag für Tag unzählige Chats mit Claude, ChatGPT & Co. führen, Personen, die von KI-Systemen offenbar in den Selbstmord getrieben werden – oder Leute, die meinen, ein großes Sprachmodell sei ihr Partner fürs Leben: All diese merkwürdigen psychologischen Effekte Künstlicher Intelligenz sind längst Alltag. Bei Apples Siri AI soll das aber möglichst nicht passieren: Der iPhone-Hersteller hat dazu diverse „Guard Rails“ implementiert. Das berichten sowohl Nutzer der aktuellen Beta des KI-fizierten Sprachassistenzsystems als auch Leak-Experten, die entsprechende Strings im iOS-27-Code entdeckt haben.
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Keine KI-Freundin, dafür Stundenzählerin
Versuche, Siri AI zum „AI girlfriend“ zu machen, scheinen zum Beispiel zu scheitern. Die Ex-Wall-Street-Journal-Tech-Reporterin Joanna Stern versuchte zum Beispiel über mehrere Tage, Siri zu ihrer Freundin „oder darüber hinaus“ zu machen. So erklärt die Sprachassistenz weder ihre Liebe noch versucht sie, Nutzern therapeutische Tipps zu geben. Auch bei medizinischen Problemstellungen – die etwa ChatGPT freudig zu diagnostizieren versucht –, reagiert Siri AI ablehnend.
Auch das Thema Chatbot-Sucht scheint man bei Apple im Hinterkopf behalten zu haben. Siri AI überwacht offenbar, wie lange einzelne Konversationen dauern – und gibt dann eine „Mach‘ mal Pause“-Meldung aus. Das geschieht allerdings laut Nachforschungen des Leak-Experten Aaron Perris erst nach mehreren Stunden. Siri AI gibt außerdem aus, dass das System „kein Mensch“ („not a person“) sei. Bislang sind beide Strings noch nicht bei Betatestern aufgetaucht, daher lässt sich noch nicht sagen, wann genau sie auftauchen.
Siri AI setzt Apple-Versprechungen um
Tester der aktuellen Beta von Siri AI loben, dass es Apple tatsächlich gelungen ist, die vor zwei Jahren angekündigten Funktionen umzusetzen. Das gilt insbesondere für die kontextbezogene Nutzung. Da auf dem iPhone oftmals das halbe Leben eines Nutzers zu finden ist, kann die Sprachassistenz somit sehr hilfreich sein. Apple betont, dass weder dem Konzern noch seinen Dienstleistern Daten offengelegt werden, auch in der Cloud sind sie so verschlüsselt, dass selbst Administratoren nicht herankommen.
Momentan erhalten Developer nur gestaffelt Zugriff auf Siri AI. Nach Installation der Betas von iOS 27, iPadOS 27 und macOS 27 müssen sich diese auf eine Warteliste setzen lassen, die nach und nach geöffnet wird. (Nutzer mit Apple-Store-ID aus der EU dürfen grundsätzlich nicht mitmachen.) Es gibt Klagen über vergleichsweise langsame Cloud-Antwortzeiten.
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(bsc)
Künstliche Intelligenz
App-Store-Anwendung: Apple trackt eingegebene Zeichen
Apple gibt Entwicklern auf dem iPhone zahlreiche neue Metriken zur Optimierung ihres Anwendungsvertriebs an die Hand – und setzt dabei offenbar erstaunlich aggressiv auf ein Tracking der App-Store-Nutzer. Das berichtet das deutsch-kanadische Sicherheitsforschungsteam Mysk. Demnach speichert der iPhone-Hersteller gar jeden einzelnen Buchstaben bei der Eingabe in Suchfelder inklusive Zeitstempel. Das Problem: Wer den App Store verwendet, bekommt dafür keine Opt-out-Möglichkeit – offenbar auch dann nicht, wenn man personalisierter Werbung auf dem iPhone durch Apple grundsätzlich widerspricht.
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Neue Metriken für Entwickler
Möglicherweise steckt Apples neue „Personalized Collections“-Funktion hinter dem erhöhten Mitspeichern der App-Store-Aktivität – oder nutzt diese zumindest. Damit möchte Apple erfassen, welche Interessen User an Apps haben, um ihnen dann algorithmisch passende Vorschläge zu machen. Sogenannte App Notes sollen zudem erklären, warum die Empfehlungen kamen – was an Mechanismen von Facebook oder Google erinnert, die Nutzern ihre interessenbasierte Reklame ebenfalls auf ihren Websites erklären (und sogar konfigurierbar machen).
Die Gruppe Mysk entdeckte die Speicherei auf simplem Weg, wie das Team auf X mitteilte: Die Daten fanden sich in Apples „Privacy Takeout“-Material, das man über privacy.apple.com anfordern kann, da dies gesetzlich so vorgeschrieben ist (etwa durch die DSGVO in Europa). Mysk zufolge handelt es sich bei den Informationen um App-Analytics-Daten, nicht um Endpoint-Infos für die App-Suche selbst. Mysk gelang es sogar, einen 1000 Zeichen langen Text, der in das Suchfeld des App Store eingefügt wurde, wiederzufinden – er war mit der Nutzer-ID verknüpft und landete in Apples Daten, obwohl die Eingabetaste nicht betätigt worden war.
Keine neue Entwicklung
Weitere in den gespeicherten Daten zu findende Informationen betreffen laut Mysk die Zeit, die ein Nutzer in bestimmten App-Store-Bereichen verbringt, etwa wie viel in einer Beschreibung gescrollt wird. Auch alle App-Store-Links aus Browsern werden samt Referrer geloggt.
Laut Mysk ist die Datensammlung nicht neu und besteht in Teilen mindestens seit iOS 14. Durch die Verknüpfung mit der ID seien die Daten auch nicht anonym. Offenbar interessieren sich auch Strafverfolger für die Informationen, so wurde Mysk laut eigenen Angaben bereits 2022 von US-Behörden angesprochen, die Hilfe bei der Datenanalyse wünschten. In den USA läuft gegen die App-Store-Datensammelei seit mehreren Jahren eine Sammelklage von Nutzern.
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(bsc)
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