Künstliche Intelligenz
iX-Konferenz: Software und KI-Projekte praxisnah testen
Die Online-Konferenz betterCode() Testing von iX und dpunkt.verlag am 8. Juni 2026 widmet sich der Frage, wie sich Softwarequalität sichern lässt, wenn KI immer mehr Code erzeugt und sich die Entwicklungsprozesse drastisch ändern. Ergänzend zum Konferenztag bieten mehrere Online‑Workshops Gelegenheit, einzelne Themen praxisnah zu vertiefen.
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Mit der zunehmenden Verbreitung von KI‑gestützter Entwicklung stehen Teams vor neuen Herausforderungen. Code entsteht schneller, stammt teilweise aus automatisierten Systemen und ist nicht immer vollständig nachvollziehbar. Die betterCode() Testing 2026 greift diese Veränderungen auf und zeigt, welche Rolle Testing, Testautomatisierung und menschliche Expertise in modernen Entwicklungsprozessen spielen. Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Testerinnen, Testmanager, Testautomatisierer und Quality Engineers.
Ein Blick ins Programm
Die Veranstalter haben zusammen mit dem Testexperten und Podcaster Richard Seidl als Beirat das Programm mit sechs Vorträgen und einer Paneldiskussion zusammengestellt:
- Richard Seidl: Schluss mit Qualitätstheater – Was Testing im KI‑Zeitalter wirklich braucht
- Maud Schlich: Exploratives Testen schlau einsetzen
- Benjamin Hummel: Copiloten für Agenten: Qualitätssicherung in der Ära der Coding Agents
- Dehla Sokenou: Let’s play! Gamification und Qualitätssicherung – ein perfektes Match
- Florian Fieber: Kollaborative Intelligenz: Menschliche Tester im Zeitalter der KI
- Richard Seidl (Panel-Moderation): So funktioniert Testautomatisierung in der Praxis – wirklich?
Vertiefende Workshops im Juni
Neben dem Konferenztag gibt es mehrere Online‑Workshops, in denen Teilnehmerinnen und Teilnehmer einzelne Themen intensiver in der Praxis einüben:
- Teststrategie reloaded mit Richard Seidl (12. Juni 2026, halbtags)
- So geht’s: Exploratives Testen schlau einsetzen mit Maud Schlich (18. Juni 2026, ganztags)
- Let’s play! Gamification selbst anwenden mit Dehla Sokenou (19. Juni 2026, halbtags)
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Frühbucherrabatt jetzt sichern
Die betterCode() Testing 2026 findet vollständig online im Browser statt. Während der Veranstaltung können sich Teilnehmende und Referenten per Chat und Video austauschen. Nach der Veranstaltung erhalten sie Zugriff auf die Aufzeichnungen der Vorträge und die Präsentationen.
Tickets gibt es bis zum 18. Mai 2026 zum Frühbuchertarif für 249 Euro (alle Preise zzgl. 19 % MwSt.), danach 299 Euro. Der Ticketshop berechnet für Teams automatisch einen Mengenrabatt bei der Anmeldung. Schülerinnen, Schüler, Studierende und Hochschulangehörige erhalten auf Anfrage ebenfalls einen Nachlass. Der ganztägige Online-Workshop kostet 549 Euro, die halbtägigen je 399 Euro.
Wer sich über den Fortgang der Konferenz auf dem Laufenden halten möchte, meldet sich auf der Konferenz-Website zum Newsletter an.
(who)
Künstliche Intelligenz
Digital-Health-Podcast: DiGA als Innovation auf Kosten der Krankenkassen?
Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) gelten als Vorzeigeprojekt der Digitalisierung im Gesundheitswesen. Doch während Befürworter sie als Innovationstreiber sehen, kritisieren Krankenkassen die schnelle Zulassung und fordern strengere Nachweise für ihren Nutzen. Wie berechtigt ist diese Kritik?
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Darüber spricht heise online im Digital-Health-Podcast mit Moritz Göldner, Juniorprofessor für Data-Driven Innovation an der TU Hamburg. Er forscht unter anderem zu digitalen Gesundheitsanwendungen, Real-World-Daten und der Evidenzgenerierung für digitale Medizin.

Im Digital-Health-Podcast erklärt heise-online-Redakteurin Marie-Claire Koch gemeinsam mit Kolleginnen die Digitalisierung im Gesundheitswesen verständlich. Neben einer redaktionellen Einordnung gibt es regelmäßig Expertengespräche zu elektronischer Patientenakte, Telemedizin, KI, Gesetzgebung und den Auswirkungen für Praxen, Kliniken und Patientinnen.

Im Digital-Health-Podcast erklärt heise-online-Redakteurin Marie-Claire Koch gemeinsam mit Kolleginnen die Digitalisierung im Gesundheitswesen verständlich. Neben einer redaktionellen Einordnung gibt es regelmäßig Expertengespräche zu elektronischer Patientenakte, Telemedizin, KI, Gesetzgebung und den Auswirkungen für Praxen, Kliniken und Patientinnen.
Aus Sicht Göldners ist das deutsche DiGA-Modell international ein Vorreiter. Der eigene Zulassungsweg ermögliche Innovationen, ohne die Sicherheit der Patienten aus den Augen zu verlieren. Dass Anwendungen zunächst vorläufig gelistet werden können und klinische Studien erst nachgereicht werden, hält er für einen sinnvollen Kompromiss. Die Forderung, diesen Weg abzuschaffen, sieht er kritisch.
Ein weiterer Streitpunkt ist die Bewertung des Nutzens. Anders als Medikamente sollen DiGA nicht nur medizinische Effekte erzielen, sondern auch den Versorgungsalltag verbessern – etwa durch eine höhere Therapietreue oder mehr Gesundheitskompetenz. Gerade diese patientenrelevanten Struktur- und Verfahrensverbesserungen würden jedoch bislang kaum berücksichtigt, obwohl sie zu den eigentlichen Stärken digitaler Anwendungen gehörten.
Im Podcast geht es außerdem um die Frage, warum viele DiGA bisher nicht mit der elektronischen Patientenakte oder Wearables zusammenarbeiten, welche Rolle Real-World-Daten künftig spielen könnten und weshalb Göldner europaweit einheitliche Zulassungsregeln für digitale Gesundheitsanwendungen fordert.
(mack)
Künstliche Intelligenz
Funklöchern auf der Spur: Zweite bundesweite Mobilfunkmesswoche läuft
Die Erfassung des digitalen Alltags geht in die nächste Runde. Am Mittwoch hat die zweite bundesweite Mobilfunkmesswoche begonnen: Bürger sind aufgerufen, bis 1. Juli die tatsächliche Mobilfunkversorgung vor Ort auf den Prüfstand zu stellen. Mithilfe der aktualisierten und kostenlosen App „Mobilfunk-Check“ der Bundesnetzagentur können Smartphone-Nutzer unkompliziert Daten über die Netzqualität fort erfassen, wo sie gerade sind.
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Ziel der Crowdsourcing-Aktion Check Dein Netz ist, ein flächendeckendes und realistisches Abbild der Mobilfunkversorgung aus Anwenderperspektive zu gewinnen, sowie weiße Flecken präzise zu lokalisieren. Die gesammelten Informationen sollen dazu beitragen, künftige Ausbau- und Unterstützungsmaßnahmen bedarfsgerecht zu planen, und den Druck auf Netzbetreiber erhöhen.
An der ersten Messwoche 2025 haben sich laut Regulierungsbehörde mehr als 100.000 Teilnehmer beteiligt und fast zweihundert Millionen Messpunkte geliefert. Im Ergebnisbericht heißt es, dass an weniger als einem Prozent der erfassten Punkte tatsächliche Funklöcher festgestellt worden seien. Dennoch besteht weiter Handlungsbedarf, da die offiziellen Versorgungsmeldungen der Netzbetreiber und die gefühlte Realität der Verbraucher, insbesondere abseits der großen Ballungsräume, oft stark voneinander abweichen.
Die Politik sieht die Netzbetreiber am Zug
Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) hob zum Start der zweiten Kampagne hervor, dass Deutschland bei der Netzinfrastruktur noch besser werden müsse. Die Politik habe mit der Verankerung des überragenden öffentlichen Interesses am Netzausbau gesetzliche Rahmenbedingungen geschaffen. Nun liege der Ball bei den Mobilfunknetzbetreibern. Diese müssten die gewonnenen Daten nutzen, um ihre Netze zu optimieren. Die Ergebnisse stehen neben den Telcos auch den Bundesländern und Kommunen zur Verfügung. Daten sollen helfen, Ausbauvorhaben zu priorisieren, administrative Hindernisse abzubauen und den konkreten Bedarf für Verdichtung der Netze darzulegen.
Ein Fokus liegt auf ländlichen Regionen, die am stärksten von Verbindungsproblemen betroffen sind. Laut Bundesheimatminister Alois Rainer (CSU) ist lückenlose Mobilfunkversorgung Basis dafür, dass ländliche Räume als Lebens- und Wirtschaftsräume attraktiv blieben. Schlechter Empfang entwickle sich schnell zu einem spürbaren Standortnachteil für Familien, Betriebe und Regionen. Er verwies explizit auf die Land- und Forstwirtschaft, die für digitale Anwendungen wie präzise, sensorgestützte Düngung oder Tierüberwachung in Echtzeit auf stabile Netze angewiesen sei. Am Ortsausgang dürfe der Anschluss an die digitale Welt nicht einfach abreißen.
Der Bundesrat fordert vollständige Flächendeckung. Die Bundesnetzagentur erhofft sich durch rege Beteiligung von Bürgern eine noch solidere Datenbasis als im Vorjahr. Unterstützt wird die Aktion von der Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft (MIG). Sie hat schon im Vorfeld für #CheckDeinNetz geworben.
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(ds)
Künstliche Intelligenz
Astronomie: Galaxien im Bullet-Cluster doch kein Beweis für Dunkle Materie?
Ein immer wieder als Beweis für die Existenz von Dunkler Materie herangezogener Galaxienhaufen ist auch „besonders gut“ mit einem alternativen Modell vereinbar, das gänzlich ohne die weiterhin nicht experimentell nachgewiesene Materieform auskommt. Das meint zumindest eine internationale Forschungsgruppe um Pavel Kroupa von der Universität Bonn, der seit Jahren für die alternative Theorie wirbt. Die nennt sich „Modifizierte Newton’sche Dynamik“ oder MOND und gilt laut der Forschungsgruppe „bislang als Außenseiter-Theorie“. Das sei größtenteils der Fall, weil man davon ausgegangen ist, dass sie die Beobachtungen im sogenannten Bullet-Cluster nicht erklären könne. Das sei aber gar nicht der Fall, sagt die Gruppe nun.
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Bislang nicht ohne Dunkle Materie zu erklären
Als Bullet-Cluster 1E 0657-558 werden zwei Galaxienhaufen bezeichnet, die einander mit einer vergleichsweise hohen Relativgeschwindigkeit durchstoßen haben. Zwischen den Galaxien ist sehr viel Platz, daher sind deren Sterne dabei einfach aneinander vorbeigeflogen. Doch das heiße Gas zwischen den Galaxien hat sich extrem aufgeheizt und ist gewissermaßen in der Mitte zwischen den Galaxienhaufen stecken geblieben. Dessen Röntgenstrahlung verrät seine Ausdehnung, Dichte und damit Masse. Die Galaxien der beiden Haufen kommen zusammen auf etwa 1,5 Billionen Sonnenmassen an leuchtender Sternmaterie, während es bei dem Gas mehr als 20 Billionen Sonnenmassen sind.
Wegen dieser ungleichen Verteilung sollte man meinen, dass das Licht von dahinter liegenden Objekten primär um das Zentrum gebogen werden sollte. Beobachtungen mit dem Weltraumteleskop Hubble haben aber ergeben, dass das nicht der Fall ist. Stattdessen konzentriert sich diese Ablenkung auf die Zentren der beiden Galaxienhaufen. Dort muss sich also wesentlich mehr Materie verstecken als in den Gaswolken – und als wir sehen können. Was immer es ist, es hat sich mit den Sternen bewegt und ist nicht wie das Gas kollidiert und stecken geblieben. In der Forschung ist man sich weitgehend einig, dass wir hier die Spuren von Dunkler Materie vor uns haben. Alternative Modelle müssen die Beobachtungen deshalb anders erklären können.
Das Forschungsteam um Kroupa hat für seine Arbeit Daten des Weltraumteleskops James Webb ausgewertet. Damit habe man die Zahl der Sterne in beiden Haufen genauer und besser berechnen können. Zudem sei bereits bekannt, dass es dort sehr viele schwere Elemente wie Eisen und Sauerstoff gebe. Sie entstehen in massereichen Sternen, die an ihrem Lebensende zu Neutronensternen oder Schwarzen Löchern kollabieren, erklärt das Team. Beide sind für uns ebenfalls unsichtbar und zusammen mit der neu berechneten Sternenmasse könnten sie den beobachteten Gravitationslinseneffekt ganz ohne Dunkle Materie erklären – wenn man das MOND-Modell zugrunde legt. Aber auch sonst müsse die Annahme für die dort vorhandene Dunkle Materie deutlich nach unten korrigiert werden.
Immer wieder rätselhafte Funde
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Dunkle Materie soll eigentlich die gemessenen Bewegungen von Galaxien und Galaxienhaufen erklären. In der Wissenschaft geht man davon aus, dass es im Kosmos deutlich mehr Dunkle Materie als Standardmaterie gibt. Ihre Existenz gilt in der Forschung genauso als akzeptiert wie jene der nicht weniger rätselhaften Dunklen Energie, weil beide grundlegende Fragen beantworten. Trotzdem werden auch alternative Erklärungsversuche vorgebracht und es gibt astronomische Beobachtungen, die nicht zur Dunklen Materie passen wollen. So wurde erst vor Kurzem eine dritte Galaxie ganz ohne Dunkle Materie entdeckt. Die Studie von Kroupas Team ist jetzt im Fachmagazin Physical Review D erschienen.
(mho)
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