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Japan setzt Hochgeschwindigkeitszug für Gütertransport ein


Schnelle Güter auf der Schiene: Die japanische Eisenbahngesellschaft East Japan Railway (JR East) setzt Hochgeschwindigkeitsgüterzüge ein. Am heutigen Montag ist der erste regulär gefahren. Der Güter-Shinkasen sei von Morioka, der Hauptstadt der Präfektur Iwate im Norden der Hauptinsel Honshu, nach Tokio gefahren, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Jiji. Für die etwa 540 Kilometer lange Strecke braucht der Zug rund 3 Stunden und 15 Minuten.

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Der Güter-Shinkasen basiert auf der konventionellen Personenzug-Baureihe E3. Sie wurde zwischen 1995 und 2010 gebaut und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 275 Kilometern pro Stunde. Die Gütervariante kann mit maximal 1000 Kisten und einer Nutzlast von 17,4 Tonnen beladen werden.

Der Hochgeschwindigkeitsgüterzug, der aus sieben Wagen besteht, soll künftig an Werktagen verkehren. Er wird eilige und hochwertige Güter transportieren. Dazu gehören beispielsweise frische Lebensmittel wie Muscheln, Obst oder Gemüse, aber auch medizinische Geräte oder Maschinenteile. Die Güter werden auf Rangierbahnhöfen be- und entladen. Für den Transport innerhalb der Bahnhöfe kommen fahrerlose Fahrzeuge zum Einsatz.

Für JR East sei der Gütertransport ein neues Geschäftsfeld, mit dem die Eisenbahngesellschaft die sinkenden Einnahmen aus der Personenbeförderung aufzufangen versuche, sagte Kei Yazaki, Berater beim Wirtschaftsforschungs- und Beratungsunternehmen Nomura Research Institute, der britischen Wirtschaftszeitung Financial Times. Sich auf die Personenbeförderung allein zu verlassen, sei schwierig angesichts des Bevölkerungsrückgangs in Japan.

Ganz neu ist das Geschäft mit dem Gütertransport nicht: Anfang dieses Jahres hat JR East den Kurierdienst Hako-byun gestartet. Dabei werden in konventionellen Shinkansen-Zügen verderbliche oder dringliche Waren wie Fisch oder Maschinenteile zu den Flughäfen von Tokio und Narita gebracht und von dort per Luftfracht weiter transportiert. Destinationen sind unter anderem Singapur, Hongkong und Taipeh.

JR East ist aus der 1987 privatisierten Japanischen Staatsbahn hervorgegangen. Die Eisenbahngesellschaft ist eine der größten weltweit und betreibt die Hochgeschwindigkeitslinien auf Honshu nördlich von Tokio.

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(wpl)



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Strategische Reserve: EU drängt zum frühen Füllstart der Gasspeicher


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Die relative Ruhe am europäischen Energiemarkt in diesem Frühjahr trügt: Auch wenn die Heizperiode dem Ende entgegengeht, blickt Brüssel mit wachsender Sorge auf den kommenden Winter. Die EU-Kommission hat die Mitgliedstaaten daher am Montag offiziell aufgerufen, die Einspeisephase für Erdgas so früh wie möglich zu beginnen.

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Hintergrund ist die Eskalation im Nahen Osten. Nachdem die USA und Israel vor drei Wochen Ziele im Iran angriffen, sind die Ölpreise um über 50 Prozent in die Höhe geschnellt. Die Gaspreise in der EU zogen bereits um mehr als 30 Prozent an. Da der Iran den strategisch wichtigen Zugang zum Persischen Golf blockiert, sind ein Viertel der weltweiten Ölvorräte und ein Fünftel der flüssiggasbasierten Lieferungen (LNG) faktisch vom Weltmarkt abgeschnitten.

Energiekommissar Dan Jørgensen betont in einem Schreiben an die EU-Energieminister, dass die Gemeinschaft heute durch hohe Importe aus den USA zwar besser geschützt sei als zu Beginn des Ukraine-Krieges 2022. Die globale Vernetzung der Märkte bleibe aber ein permanentes Risiko.

Ein frühzeitiger Start der Befüllung soll daher den Druck von den Preisen nehmen und den hektischen „End-of-Summer-Rush“ auf die verbliebenen Kapazitäten verhindern. Um den Marktteilnehmern Sicherheit zu geben, regt der dänische Politiker sogar an, das offizielle Füllziel bei angespannter Marktlage unter bestimmten Bedingungen auf 80 Prozent abzusenken. Derzeit liegt die kaum erreichte Marke bei 90 Prozent.

Die Kommission reagiert so auf eine neue Realität, in der Energie- zur Sicherheitspolitik geworden ist. Katherina Reiche (CDU), Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, unterstrich am Montag die Tragweite dieser Entwicklung: „Energie ist längst nicht mehr nur eine wirtschaftliche Frage – sie ist eine zentrale sicherheitspolitische Dimension unserer Zeit.“

Die aktuelle Lage zeige, wie verletzlich globale Energieversorgungsketten seien und wie schnell geopolitische Konflikte zu realen wirtschaftlichen Gefahren würden. Abhängigkeit von geografisch konzentrierten Energieflüssen sei „ein strukturelles Risiko“. Die Antwort müssten eine konsequente Diversifizierung und langfristige Lieferverträge sein.

Um diesen Prozess regulatorisch zu stützen, plant die EU-Kommission eine Verlängerung der Gasspeicherverordnung bis Ende 2027. Die Neuregelungen sehen vor, dass das Ziel eines hohen Füllstands jährlich in einem flexiblen Fenster zwischen dem 1. Oktober und dem 1. Dezember erreicht werden muss.

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Damit reagiert die Kommission auf die Erkenntnis, dass starre Fristen in einem nervösen Marktumfeld kontraproduktiv sein können. Die Mitgliedstaaten erhalten bei „schwierigen Bedingungen“ nun offiziell die Möglichkeit, nach Rücksprache mit der Kommission um bis zu 20 Prozentpunkte vom ursprünglichen Ziel abzuweichen. Diese Flexibilität sei dringend nötig, heißt es, da Europa beim Einkauf von LNG in direkter Konkurrenz zu den zahlungskräftigen Märkten in Asien stehe.

Der Blick auf die nationale Ebene in Deutschland offenbart strukturelle Risse. Die aktuellen Speicherfüllstände sorgen schon seit Wochen für politische Reibung. Die Bundesnetzagentur beschwichtigt, dass die nationalen Zielvorgaben in der Gesamtbetrachtung erfüllt seien. Doch in Regionen wie Bayern zeigen sich gefährliche Trends. Trotz der Bedeutung von Gas für die Stromerzeugung im windarmen Süden verlieren Untergrundspeicher wie Wolfersberg oder Breitbrunn offenbar ihre ökonomische Grundlage. Die Betreiber planen die Stilllegung, da das aktuelle Marktumfeld keine ausreichenden Anreize für die kostspielige Bevorratung bietet.

Das verdeutlicht ein Grundproblem: Die Speicherlogik funktioniert nur, wenn die Einspeicherung wirtschaftlich attraktiv oder staatlich garantiert ist. Selbst in den Niederlanden – einst der Gas-Garant des Kontinents – sind die Speicherstände auf unter 20 Prozent gefallen. Zwar ist die saisonale Nachfrage im Durchschnitt durch Effizienzmaßnahmen leicht gesunken.

Doch Extremwetterereignisse wie im Januar zeigen, wie schnell der Bedarf über historische Mittelwerte hinausschießen kann. Ein europaweiter Kälteeinbruch bei gleichzeitig blockierten Handelswegen im Nahen Osten würde das System an seine Belastungsgrenze führen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die koordinierte europäische Strategie ausreicht, um die wirtschaftliche Stabilität gegen die Verwerfungen der Geopolitik abzusichern.


(wpl)



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Antec Flux Pro Noctua Edition: Walnussholz trifft auf High-End-Lüfter


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Das Antec-Gehäuse Flux Pro ist in einer Noctua Edition erschienen. Die beiden Partner stellen dabei das Noctua-typische Dunkelbraun in den Vordergrund: Der Deckel und das untere linke Seitenteil sind in diesem Farbton gehalten, ebenso die Gummidurchführungen für die Kabel. Den Frontrahmen aus Walnussholz übernimmt das Gehäuse von der normalen Version.

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Im Inneren sitzen insgesamt sechs High-End-Lüfter von Noctua: Drei NF-A14x25 G2 pusten in der Front Frischluft ins Gehäuse. Zwei NF-A12x25 G2 an der Netzteilblende unten blasen Luft nach oben. Ein einzelner NF-A14x25 G2 pustet die Abwärme nach draußen. Käufer können die Lüfter nach Belieben anordnen. Unter dem Deckel ist etwa Platz für drei 140- oder 120-mm-Lüfter vorhanden. Analog passen Radiatoren mit einer Länge von bis zu 420 mm.

Ein Noctua-Hub vom Typ NA-FH1 übernimmt die Steuerung der Lüfter per PWM-Signal. Nutzer müssen diesen Hub mit dem Mainboard verbinden statt alle Lüfter einzeln. Das Mainboard übernimmt dann die Ansteuerung der Lüfter. Zwei Anschlüsse für weitere Lüfter sind am Hub frei. Ein kleines Display an der Gehäuseseite zeigt CPU- und GPU-Temperaturen an, wenn Antecs Software installiert ist.


(Bild:

Noctua

)

Der restliche Aufbau bleibt unverändert. Die Front, der Deckel und das untere linke Seitenteil bestehen aus Mesh-Gittern, die einen gesunden Luftstrom ermöglichen sollen. Ein Seitenfenster über die gesamte Tiefe gibt den Blick auf die Hardware frei. Ein vertikaler Grafikkarteneinbau ist grundsätzlich möglich, allerdings ist das dafür notwendige Kit mit Riser-Kabel derzeit nicht in Deutschland erhältlich. Das Netzteil und die Kabel sind in einer getrennten Kammer unten versteckt.

Das Antec Flux Pro Noctua Edition (ab 399,90 €) ist bereits erhältlich. Es kostet mit 400 Euro mehr als doppelt so viel wie die normale Variante (ab 179,90 €). Noctuas Lüfter und der Lüfter-Hub würden im Einzelhandel rund 250 Euro kosten. Antec legt die Kosten für das Upgrade somit praktisch eins zu eins auf Käufer um.

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(mma)



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Wie Initiativen versuchen, gefährdete US-Forschungsdaten zu retten


Bereits im Februar 2025 kam eine Liste unerwünschter Wörter aus der National Science Foundation ans Tageslicht. Die US-Behörde versuchte anhand dieser Begriffe anscheinend, Forschungsprojekte herauszufiltern, die im Sinne der Trump-Regierung in Zukunft keine Fördermittel erhalten sollten. Demnach konnte ein Projekt schon in Gefahr geraten, wenn die Forscher in der Projektbeschreibung oder in ihrem Förderantrag zum Beispiel von Hassrede (hate speech) oder Polarisierung (polarization) schrieben, von Vielfalt, Teilhabe und Inklusion (Diversity, Equity and Inclusion, DEI), von Klimawandel (climate change), von Transgender oder auch nur von Geschlecht (gender), von LGBTQ sowieso, von männlich dominiert (male dominated) oder selbst nur von weiblich (female) oder irgendetwas mit Frauen (women).

Gleichzeitig wurden ähnliche Listen kritischer Wörter bekannt, die Websites öffentlicher Stellen gefährden konnten, wenn sie dort Erwähnung fanden. Beispielsweise wurde von der Website der US-Streitkräfte ein historischer Verweis auf die Enola Gay entfernt. Es handelt sich dabei um das Flugzeug, mit dem die Atombombe über Hiroshima abgeworfen wurde. Der Bomber war nach der Mutter des Piloten benannt worden, doch der Namensbestandteil Gay (zu Deutsch: schwul) könnte auf der Liste unerwünschter Wörter gestanden haben.

  • US-Forschung leidet nicht nur unter ideologisch vergebenen Fördermitteln, sondern Studienergebnisse und Datensätze drohen auch von Servern zu verschwinden.
  • Deutsche Institutionen kopieren in konzertierten Aktionen Datensätze von US-Kooperationspartnern.
  • Aktivisten der Initiative Safeguarding Research & Culture koordinieren Privatleute, die gefährdete Datensätze von US-Webseiten spiegeln.

Nicht wenige Forscher sind nun besorgt, dass sich US-Universitäten und Forschungsinstitute genötigt sehen könnten, zahlreiche Forschungs-Paper und Studienergebnisse von ihren Servern zu löschen. Mehrere Institutsverbunde, aber auch Initiativen und private Aktivisten versuchen seitdem, gefährdete Forschungsdaten aus den USA zu retten und auf eigenen Servern und Festplatten zu sichern.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Wie Initiativen versuchen, gefährdete US-Forschungsdaten zu retten“.
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