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Jubiläum: Apple wird 50: Vom Garagenstart zum Tech-Giganten


Steve Jobs (links) und John Sculley 1984 vor einem m Aktionäts-Meeting in Cupertino mit ihren Produkten Macintosh und Lisa II.

Fast pleite – dann Milliardenkonzern: Wie Apple in 50 Jahren die Technikwelt prägte und heute Produkte für Milliarden Menschen liefert.

Rund um den Globus besitzen schätzungsweise 2,8 Milliarden Menschen ein iPhone oder ein anderes Gerät von Apple. Das entspricht rund 27 Prozent der gesamten Weltbevölkerung. Wäre Apple ein Land, so wäre die Einwohnerschaft größer als in Indien oder in China. Und auch 50 Jahre nach der Gründung des Unternehmens am 1. April 1976 ist ein Ende des Erfolgs nicht absehbar. Apple verkauft schätzungsweise 220 Millionen iPhones jedes Jahr und spült damit 1 Million Dollar alle 90 Sekunden in die Kasse.

Dabei waren es außergewöhnliche Umstände, die überhaupt dafür gesorgt haben, dass Apple geboren wurde. Die Gründerväter Steve Jobs und Steve Wozniak hätten sich vielleicht nie getroffen, wenn Bill Fernandez nicht Schicksal gespielt hätte. Fernandez war ein Schulfreund von Jobs – und zugleich Nachbar von Wozniak. Und als Jobs ihn eines Tages besuchte, dachte sich Fernandez, wie er jüngst erzählte: „Der eine interessiert sich für Elektronik, der andere interessiert sich für Elektronik, sie würden sich wahrscheinlich gern kennenlernen“. Jobs war damals 15 und Wozniak fast fünf Jahre älter.

Mit der „Blue Box“ beinahe in den Knast

Das erste gemeinsame Projekt brachte die beiden Steves fast hinter Gitter. Sie hatten „Blue Boxen“ gebaut, mit denen man das Telefonsystem der USA manipulieren konnte, um kostenlos Anrufe rund um die Welt zu starten. Für „Woz“, wie ihn die Freunde nannten, war das alles nur ein Hobby. Steve Jobs hingegen erkannte bereits damals das kommerzielle Potenzial. Doch nachdem sie beinahe von der Polizei erwischt worden waren, ließen sie das illegale Treiben sein.

Das Smartphone fürs Grobe

Das sind die neuen Kampagnen fürs iPhone 17 und die Apple Watch

Verhandlungen können aufreibend sein, vor allem wenn eine Scheidung bevorsteht. Dann liegen die Parteien oft so weit auseinander, dass sich die Kluft schwer überbrücken lässt – und wenn, dann nur mit einer gehörigen Portion Robustheit. Apple glaubt, die perfekte Ausrüstung für Streithähne gefunden zu haben.

Beide Steves träumten nun davon, einen eigenen Computer zu besitzen. Rechenanlagen waren damals so groß wie Kühlschränke und für normale Menschen unerreichbar. Der geniale Tüftler Wozniak ließ sich von den Hürden aber nicht abschrecken und baute sich mit den ersten verfügbaren Chips selbst einen Computer – den Apple I, den ersten PC der Welt. Jobs wusste sofort, dass man mit dem Apple I nicht nur die Freunde im Computerclub beeindrucken, sondern ein großes Geschäft machen kann.

„Ich versuchte nie, ein Business oder eine Industrie zu starten“, sagte der heute 75-jährige Wozniak jüngst bei einer Jubiläumsfeier. „Ich wollte nur, dass andere Ingenieure sich meine Designs anschauen und sagen: „Wow, der denkt anders““ Jobs hingegen habe das Geschäftspotenzial gesehen – auch weil er ständig blank gewesen sei, schmunzelte Wozniak. „Wir hatten kein Geld, wir hatten keine Ressourcen, wir hatten keine Geschäftserfahrung.“ Wozniak bot den Computer-Entwurf erst seinem damaligen Arbeitgeber Hewlett-Packard an – der passte.

Der Teddybär und der Businessman

Die Initialzündung war eine von Jobs besorgte Order des Computerladens „Byte Shop“ aus Mountain View: Besitzer Paul Terrell erklärte sich bereit, 50 Computer für jeweils 500 Dollar abzukaufen. „Ich erinnere mich an einen Teddybären namens Steve Wozniak und einen Geschäftsmann namens Steve Jobs“, sagt Terrell heute. Die schriftliche Zusage des Betrags von 25.000 Dollar erlaubte es den beiden Steves erst, auf Kredit die nötigen Bauteile zu besorgen. Gelötet wurde in der Garage von Jobs‘ Elternhaus.

Um das Business in ordentliche Bahnen zu lenken, wurde am 1. April 1976 die Firma Apple Computer Company ins Leben gerufen. „Die besondere Stärke von Apple lag sicherlich in der Kombination von Steve Wozniak und Steve Jobs, die sich nahezu perfekt ergänzten“, sagt Michael Mikolajczak, Kurator im Heinz Nixdorf MuseumsForum. „Wozniak war das technische Gehirn. Jobs hingegen der Ästhet und das Marketinggenie.“

Der vergessene dritte Gründer

Der Gründungsvertrag wurde nicht nur von den beiden Steves unterschrieben, sondern auch von Ron Wayne (damals 41), der die Rolle des Erwachsenen im Raum übernehmen sollte. Der heute fast in Vergessenheit geratene dritte Gründer bekam aber schon wenige Tage nach der Vertragsunterzeichnung kalte Füße und schreckte vor dem Haftungsrisiko zurück. Wayne stieg aus der Firma aus und bekam nach einigen Wochen kommentarlos von Steve Jobs einen Scheck über 800 Dollar zugeschickt. „Um ehrlich zu sein, dachte ich, es sei ein Trinkgeld. Und zwar ein ziemlich mickriges. Ich hatte nämlich ziemlich viel geleistet“, sagte Wayne auf einer Veranstaltung des Computer History Museums im Silicon Valley zum 50. Apple-Jubiläum. Seine Anteile wären heute viele Milliarden Dollar wert.

Nachdem der Apple I noch als Bausatz angeboten wurde, erkannten beide Steves recht schnell, dass nur ein kompletter „fertiger“ Computer zukunftsfähig war. Mit dem Apple II setzte „Woz“ diese Idee um: ein Rechner mit integrierter Tastatur, ansprechendem Design, den man direkt an den Fernseher anschließen konnte. „Wozniak hatte einen Computer geschaffen, der sich an den Endverbraucher richtete und nicht nur an Technikfreaks und Bastler“, sagt Computer-Historiker Mikolajczak.

Für die Produktion höherer Stückzahlen fehlte es allerdings an Startkapital. Das brachte dann Mike Markkula mit, der als Investor, Mentor und Stratege viele Jahre lang bei Apple eine wichtige Rolle spielen sollte. Das Engagement sollte sich lohnen. Apple verkaufte über die Jahre rund 6 Millionen Exemplare des Apple II und konnte im Dezember 1980 einen erfolgreichen Börsengang hinlegen.

Die schwierige Suche nach einem Nachfolger für den Apple II

Das Start-up Apple tat sich danach allerdings schwer damit, den Anfangserfolg zu wiederholen. Erste Versuche, eine grafische Benutzeroberfläche für Rechner zu entwickeln, scheiterten kläglich. Im zweiten Anlauf mit dem Apple Macintosh 1984 gelang es zwar, die grafische Benutzeroberfläche für den Massenmarkt bereitzustellen. Die Hardware erwies sich allerdings zu Beginn noch als zu schwach, um die Software richtig flüssig laufenlassen zu können. Die Absatzprobleme des Macintosh führten auch dazu, dass Steve Jobs Apple 1985 den Rücken kehrte. In einem dramatischen Showdown konnte er sich nicht mit seinen Vorstellungen gegen den damaligen Apple-CEO John Sculley durchsetzen. Jobs wollte den Preis von 2.500 Dollar für einen Mac dramatisch senken, auch zulasten des Apple II. Sculley wiederum war dagegen, die Cashcow Apple II vorzeitig zu schlachten.

Steve Jobs im Exil

Nachdem Steve Jobs Apple verlassen hatte, geriet das Unternehmen bald vom Kurs ab. Alles schien schlichtweg falsch zu laufen: die Produkte, die Vertriebswege, das Marketing und die Produktion. In den Lagern türmte sich unverkaufte Ware. Und wenn sich ein Produkt mal als Verkaufsknüller erwies, konnte Apple oft nicht liefern.

John Sculley, der ehemalige Pepsi-Manager an der Spitze von Apple, versuchte zuletzt mit dem Apple Newton die Kurve zu bekommen, aber auch hier waren die Bemühungen nicht von Erfolg gekrönt. Der „Persönliche Digitale Assistent“ (PDA) konnte die an ihn gestellten Anforderungen nicht erfüllen. Das Projekt war seiner Zeit weit voraus.

Am 19. Juni 1993 trat Sculley als CEO von Apple zurück. Sein Nachfolger auf dem Chefposten wurde der in Berlin geborene Michael Spindler. Doch „The Diesel“ schaffte ebenfalls die Wende nicht, auch weil die veraltete Macintosh-Software den Aufstieg von Windows 95 nicht aufhalten konnte. Im Weihnachtsquartal 1995 musste Spindler einen katastrophalen Verlust von 69 Millionen Dollar vermelden. Apple stand damals kurz vor der Pleite.

Von dem Beinahe-Konkurs an die Weltspitze

Dass aus diesem hoffnungslosen Sanierungsfall das wertvollste Unternehmen der Welt wurde, ist der Rückkehr von Steve Jobs zu verdanken. Nachdem er von dem Sanierungsexperten Gil Amelio in die Firma zurückgeholt worden war, strich Jobs zunächst das viel zu komplizierte Produktangebot von Apple radikal zusammen. Gleichzeitig entdeckte er mit Jony Ive ein frustriertes Supertalent in der Designabteilung von Apple. Der britische Designer musste nicht mehr für den Papierkorb arbeiten, sondern durfte künftig fast ungebremst seine Vorstellungen in die Produktentwicklung einbringen und trug maßgeblich zum Erfolg von Apple bei.

Vom damaligen PC-Weltmarktführer Compaq warb Jobs den Logistikexperten Tim Cook ab, der bei Apple das operative Chaos in der Lieferkette im Bestandsmanagement beseitigen sollte. Dem Zahlenfetischist gelang es schnell, die Lagerreichweite von ehemals zwei Monaten auf bemerkenswerte zwei Tage zu reduzieren.

Gleichzeitig konnten Jobs, Ive und das neue Team mit innovativen Produkten punkten. 2001 kurz nach den Anschlägen des 11. September stellte Jobs den iPod vor. Der MP3-Player sollte sich in den kommenden Jahren trotz der schwierigen Startbedingungen als erfolgreichstes Apple-Produkt etablieren.

Siegeslauf mit dem iPhone

Das erste iPhone von 2007 war revolutionär: Es vereinte ein Mobiltelefon, einen Breitbild-iPod und ein brauchbares Internet-Gerät in einem. Statt einer festen Plastiktastatur gab es ein großes Display mit Touch-Bedienung, einer flexiblen Software-Tastatur und der neuen Wischgeste „Slide to unlock“ zum Entsperren.
Im dritten Geschäftsquartal 2009 rückte das iPhone dann auch erstmals auf Position eins der umsatzstärksten Produktkategorien des Unternehmens. Apple ist seitdem der iPhone-Konzern. Welche Dimensionen der iPhone-Siegeszug annehmen sollte, hat Steve Jobs persönlich nicht mehr erlebt. Er starb am 5. Oktober 2011 im Alter von 56 Jahren in Palo Alto. Er erlag den Folgen einer langjährigen Krebserkrankung der Bauchspeicheldrüse.

Nach dem Tod des charismatischen Firmenmitbegründers Jobs prophezeiten Skeptiker eine düstere Zukunft für Apple. Sein Nachfolger Tim Cook führte jedoch Apple zur historischen Marke von 4 Billionen Dollar Börsenwert. Unter seiner Ägide emanzipierte sich das Unternehmen durch die eigene Chip-Technologie (Apple Silicon) technologisch von Partnern wie Intel, schuf mit der Apple Watch und den AirPods neue Produktkategorien, in denen es dominiert, und baute das Service-Geschäft zur hochprofitablen zweiten Säule aus.

Während die Apple-Aktionäre durchweg zufrieden sind, warten die Fans jedoch auf das nächste große „One more thing“. Zwar versuchte Cook, mit der Vision Pro seinen eigenen, mutigen Akzent im Bereich des räumlichen Computing zu setzen. Der Erfolg der Datenbrille blieb bislang jedoch hinter den Erwartungen zurück. Christoph Dernbach und Andrej Sokolow, dpa



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Pinterest erweitert Shopping Tools für den internationalen Handel


Von automatischen Übersetzungen bis hin zu länderübergreifenden Werbekampagnen, wir stellen dir die neuen Funktionen vor, mit denen Pinterest den internationalen Online-Handel einfacher machen möchte und von denen viele Marken profitieren können.

Pinterest baut seine Shopping-Funktionen weiter aus und richtet den Fokus stärker auf den internationalen Online-Handel. Mit mehreren neuen Tools sollen Händler:innen ihre Produkte einfacher in verschiedenen Ländern anbieten und grenzüberschreitende Werbekampagnen effizienter verwalten können.

Länder- und Sprach-Feeds sollen die Lokalisierung erleichtern

Eine der wichtigsten Neuerungen sind die sogenannten Länder- und Sprach-Feeds. Sie ermöglichen es Händler:innen, Produktinformationen wie Preise, Währungen oder Beschreibungen an einzelne Märkte anzupassen, ohne den gesamten Produktkatalog mehrfach anlegen zu müssen. Das dürfte vor allem Unternehmen entgegenkommen, die ihr Sortiment in mehreren Ländern anbieten und den Pflegeaufwand möglichst gering halten möchten.

Länder- und Sprach-Feeds sollen die Lokalisierung erleichtern, © Pinterest
Länder- und Sprach-Feeds sollen die Lokalisierung erleichtern, © Pinterest

Auf Pinterest kannst du das Setup wählen, welches zu deiner aktuellen Arbeitsweise passt:

  • Verwende primäre Länder-Feeds, wenn jeder Markt über eine eigene vollständige Datenquelle verfügt. Das ist eine gute Lösung, wenn du je nach Land mehr Kontrolle möchtest, etwa bei unterschiedlichen Sortimenten, Preisregeln oder Merchandising-Strategien für die verschiedenen Länder.
  • Nutze zusätzliche Länder- und Sprach-Feeds als extra Ebene zu deiner Hauptdatenquelle. Länder-Feeds enthalten lokalisierte Preise und Währungen, Sprach-Feeds hingegen lokalisierte Titel und Beschreibungen. Dies ist ein einfacherer Ansatz für die Lokalisierung, wenn der Großteil deines Sortiments in mehreren Märkten gleich ist.


Länderübergreifende Shopping-Kampagnen

Mit der Funktion automatische Lokalisierung übernimmt Pinterest künftig einen Teil der Anpassungsarbeit. Produkttitel und -beschreibungen können automatisch übersetzt und Preise in die jeweilige Landeswährung umgerechnet werden. Dadurch sollen Händler:innen neue Märkte testen können, ohne zunächst umfangreiche lokalisierte Produktdaten erstellen zu müssen.

Mit der automatischen Lokalisierung können Produkttitel und -beschreibungen automatisch übersetzt werden, © Pinterest
Mit der automatischen Lokalisierung können Produkttitel und -beschreibungen automatisch übersetzt werden, © Pinterest

Auch das Kampagnen-Management wird erweitert. Mithilfe länderübergreifender Shopping-Kampagnen lassen sich Anzeigen künftig für mehrere Zielmärkte gleichzeitig aus einer einzigen Anzeigengruppe steuern. Unternehmen müssen ihre Shopping-Kampagnen damit nicht mehr zwingend für jedes Land separat aufsetzen und verwalten. Das spart Zeit und sorgt für eine übersichtlichere Kampagnenstruktur. Gleichzeitig können ähnliche Märkte gebündelt werden, wodurch mehr Leistungsdaten zusammenlaufen. Das soll dabei helfen, Kampagnen schneller zu optimieren und ihre Performance besser auszuwerten.

Neue Marktübersicht im Shopping-Katalog

Ergänzt werden die neuen Funktionen durch die Ansicht „Märkte“ im Bereich „Kataloge“. Dort erhalten Händler:innen einen zentralen Überblick darüber, in welchen Ländern ihre Shopping-Angebote bereits aktiv sind und wie sie sich entwickeln. Neben Kennzahlen wie Impressionen oder Klicks können Unternehmen auch erkennen, welche Märkte besonders viel Potenzial bieten. Darüber hinaus lassen sich neue Zielmärkte direkt hinzufügen und bei Bedarf automatische Übersetzungen sowie Währungsumrechnungen aktivieren. Statt Informationen aus verschiedenen Kampagnen zusammenzutragen, sollen Händler:innen ihre internationalen Aktivitäten künftig an einer zentralen Stelle im Blick behalten können.

In der "Markt"-Ansicht erhalten Händler:innen einen Überblick über ihre internationalen Shopping-Angebote, © Pinterest
In der „Markt“-Ansicht erhalten erhalten Händler:innen einen Überblick über ihre internationalen Shopping-Angebote (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © Pinterest

Mit den neuen Shopping Tools reagiert Pinterest auf die wachsende Bedeutung des internationalen Online-Handels. Ziel ist es, die Verwaltung grenzüberschreitender Produktkataloge und Werbekampagnen zu vereinfachen. Ob die neuen Funktionen den Arbeitsalltag tatsächlich spürbar erleichtern, wird sich allerdings erst im praktischen Einsatz zeigen, insbesondere mit Blick auf die Qualität der automatischen Übersetzungen und Lokalisierungen.


Von Ask Pinterest bis Shopping App:

So baut Pinterest seine Plattform um

Von Ask Pinterest bis Shopping App: So baut Pinterest seine Plattform um
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Claude Fable 5 kommt zurück und Claude Sonnet 5 neu dazu


We’ve received notice that the Department of Commerce has lifted export controls on Claude Fable 5 and Mythos 5.

We’ll begin restoring access tomorrow, and will share an update soon.

We’re grateful to our users for their patience, and to everyone who worked with us on…

— Anthropic (@AnthropicAI) June 30, 2026

Das ist das Ergebnis einer rund zweiwöchigen Auseinandersetzung mit dieser Regierung, nachdem per Direktive der Einsatz der Modelle für alle Nicht-US-Bürger:innen untersagt worden war, was Anthropic zum Stopp des Modelleinsatzes brachte. Kürzlich durfte das Unternehmen bereits Claude Mythos wieder für einige User freigeben, ausgewählt und bestätigt von der US-Regierung.

Zur Mythos-Modellreihe gesellen sich indes das neue Claude Sonnet 5 und eine Claude Science App hinzu, die Usern noch mehr Möglichkeiten im KI-Zeitalter eröffnen.


GPT-5.6 ist da
– doch OpenAI, Anthropic und Google stehen vor großen Herausforderungen

KI Apps auf einem Smartphone
© Solen Feyissa – Unsplash

News-Reigen bei Anthropic: Rückkehr der Mythos-Modelle mit Beigeschmack

Nicht mehr nur Claude Mythos 5, sondern auch das für die breite Öffentlichkeit kreierte Claude Fable 5 kommen umfassend zurück. Beide Modelle sind im Kern gleich, wobei Mythos 5 eine stärkere Sicherheitsbeschränkung aufweist. Doch auch Claude Fable 5 wird nunmehr mit noch mehr Sicherheitsrichtlinien laufen. Anthropic erklärt, dass zum Beispiel neue Classifier ergänzt wurden, die Cybersecurityrisiken erkennen und blockieren sollen. Die Restriktionen gegen die Modellreihe basierten auf der Erkenntnis, dass die Leistungsfähigkeit der KI-Modelle mit erheblichen Risiken einherging. Diese hatte Anthropic selbst betont, doch es kam womöglich schnell zu einem Jailbreak. Das soll künftig vermieden werden. Einige Routineanfragen an die KI sollen zunächst mit dem Modell Claude Opus 4.8 bedient werden und Anthropic erklärt:

[…] We’ll continue to refine these classifiers over the coming weeks to reduce false positives and better distinguish genuine misuse from legitimate requests.

Zusammen mit Microsoft, Google, Amazon und weiteren Partner:innen des Glasswing Projects – in dem Claude Mythos 5 erstmals eingesetzt wurde – hat Anthropic zudem mit dem Aufbau eines neuen Schutz-Frameworks begonnen. Dieses soll Developer auf Jailbreaks vorbereiten und diese zuvorderst einzuordnen helfen. Auch das ist eine Reaktion auf die Probleme, die Anthropic und die US-Regierung in Bezug auf die Mythos-Modelle thematisiert haben. Das größte Zugeständnis aber ist, dass das KI-Unternehmen bei Modelltests künftig noch enger mit der Regierung zusammenarbeitet. Zugang zu Modellen und Sicherheitsrichtlinien vor dem Release soll ebenso wie die Informationsweitergabe zu Jailbreaks und weiteren Risiken gewährleistet werden.

Dieses Zugeständnis an die Regierung erinnert an das der Konkurrenz von OpenAI. Nachdem das Unternehmen erst kürzlich ein verbessertes und unterhaltsameres GPT-5.5 Instant-Modell für ChatGPT bereitgestellt hatte, kam kürzlich doch der Start des lang erwarteten Modells GPT-5.6, mehr noch: der Start einer ganzen Modellreihe mit den Versionen Sol, Terra und Luna. Aber zunächst erhält nur eine kleine Gruppe Zugriff, auf Bitten der US-Regierung. Die hat per Präsidialerlass eine freiwillige staatliche Kontrolle für KI-Anbieter:innen eingeführt, die de facto zu einem Prüfinstrument werden könnte, dass bestimmte Gruppen aktiv von der Nutzung ausschließt. Die missliche Lage der KI-Unternehmen lässt sich an OpenAIs Text im Blog Post ablesen: 

[…] We don’t believe this kind of government access process should become the long-term default. It keeps the best tools from users, developers, enterprises, cyber defenders, and global partners who need them. We are taking this short-term step because we believe it is the strongest path to broader availability in the coming weeks, while we work with the Administration to develop the cyber Executive Order framework and a repeatable process for future model releases.

Die US-Regierung nimmt also unweigerlich Einfluss auf die KI-Branche, was neben Anthropic und OpenAI auch Google, Meta und Co. betreffen könnte.

Claude Sonnet 5 und Claude Science: Agentische Arbeit zum geringeren Preis und Research App mit Skalierung

Neben den wiedereingesetzten Mythos-Modellen stellt Anthropic das neue Modell Claude Sonnet 5 bereit. Es ist das Modell des Unternehmens, das die bisher besten Agentic-Möglichkeiten bietet. Dabei kann es Browser und Terminals bedienen, autonom arbeiten und das mit einer günstigeren Preisstruktur. Denn Claude Sonnet 5 performt deutlich besser als Claude Sonnet 4.6 und ähnlich gut wie das Vorzeigemodell Claude Opus 4.8. Im Vergleich zu letzterem Modell ist es aber deutlich günstiger. Bis zum 31. August kostet es zwei US-Dollar pro Million Input Tokens und zehn US-Dollar pro Million Output Tokens (bei Opus 4.8 sind es fünf und 25 US-Dollar). Nach diesem Zeitraum erhöht sich der Preis auf drei US-Dollar und 15 US-Dollar für Input und Output. Im Vergleich: Die Mythos-Modelle kosten zehn und 50 US-Dollar für eine Million Input beziehungsweise Output Tokens.

Claude Sonnet 5 kommt als Default für Free und Pro User und wird ebenso für Max, Team und Enterprise User bereitgestellt. Developer können via Claude API darauf zugreifen und die umfassenden Fähigkeiten testen.

Auch noch neu in der Claude-Familie ist die App Claude Science. Darin verknüpft Anthropic verschiedene Tools, die Researcher und Wissenschaftler:innen regelmäßig einsetzen. User können verschiedene Datenbanken einpflegen, die Code-Basis analysieren und sich Artifacts erstellen lassen und die App agentisch Analyseaufgaben auszuführen bitten. Die Fähigkeiten sind vielfältig, im Post zum Launch stellt Anthropic einige Einsatzbeispiele vor, etwa zur Krebsforschung oder für neurowissenschaftliche Reviews. Claude Science ist ab jetzt in der Betaversion verfügbar.





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Instagram-Tipp vom Chef: Löschen und neu posten nicht ratsam


Solltest du Instagram-Beiträge, die nicht gut performen, einfach entfernen und nochmal neu posten? Head of Instagram Adam Mosseri rät davon ab.

Es ist eine dieser besonders häufigen Fragen, die der Instagram-Chef immer wieder erhält: Lohnt es sich, floppende Beiträge zu löschen, um sie – gegebenenfalls auch leicht verändert – neu zu posten? Davon hält Adam Mosseri nichts und er erklärt den Creatorn auch, warum.


Mit diesem Tipp vom Instagram-Chef bekommt dein Carousel mehr Reichweite

Zwei Smartphone Mockups mit Instagram Carousel samt Musik-Anzeige, Farbverlauf orange-violett im Hintergrund
© Instagram via Canva

Erneut gepostete Beiträge auf Instagram werden kaum besser performen als die erste Version

In einem Video auf Instagram erklärt Adam Mosseri, warum er von der Löschung und dem erneuten Posten von Beiträgen abrät, die die Performance-Hoffnung der Creator nicht erfüllen. Dabei sagt er, dass der neue Post vermutlich genau wie die erste Version performen würde, weil es sich um die gleich Art von Content handelt. Zudem könnten Personen, die dir folgen, dann beide Beiträge sehen. In diesem Fall wäre eine Interaktionswahrscheinlichkeit mit der zweiten Version womöglich sehr gering. Und das, so Mosseri, könnte der Reichweite dann sogar eher schaden. Zwar bestraft Instagram das Löschen und Neu-Posten von Beiträgen nicht direkt, doch es hat auch keinen nennenswerten positiven Effekt.

So if it’s not doing well, just sometimes it happens, let it sit. Maybe it’ll pick up later,

rät Mosseri. Außerdem verweist er auf die Option der Trial Reels, mit denen Creator Videos erstmal an Non-Follower ausspielen können, um zu testen, wie sie ankommen.

Noch mehr hilfreiche Tipps für mehr Reichweite und Engagement auf Instagram findest du in unserem Guide zur Publishing Checklist samt Beispielen und Insights – von der Edits-Kreation bis zu den Analytics.


Instagrams ultimative Publishing Checklist für deinen Content

Hölzernes Instagram-Logo inmitten von grünen Pflanzen an weißer Wand, Treppengeländer im Vordergrund
© Meta via Canva

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