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Künstliche Intelligenz

Kahlschlag beim Datenschutz: Baden-Württemberg plant massive Stellenkürzungen


In der baden-württembergischen Landespolitik bahnt sich ein gravierender Einschnitt bei den digitalen Bürgerrechten an. Die neue Koalition aus Grünen und CDU unter dem vorgesehenen Ministerpräsidenten Cem Özdemir plant, beim Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (LfDI) 40 Prozent der Stellen einzusparen. Sie begründet diesen Schritt mit der föderalen Modernisierungsagenda, die eine Bündelung von Kompetenzen auf Bundesebene vorsehe.

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Parallel will Grün-Schwarz die technologische Aufrüstung von Sicherheitsbehörden und den Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) für Überwachungszwecke deutlich forcieren. Trotzdem soll das Kontrollorgan, das diese Prozesse rechtlich begleiten muss, beschnitten werden.

Frank Spaeing, Vorsitzender der Deutschen Vereinigung für Datenschutz (DVD), kritisiert die entsprechende Passage in der Koalitionsvereinbarung scharf. Er wirft der Regierung mangelndes Verständnis europäischer Werte vor. Fortschritt muss ihm zufolge in einer freiheitlichen Gesellschaft zwingend grundrechtskonform erfolgen, wofür eine starke Aufsicht der Garant sei. Das von der Koalition genutzte Schlagwort eines „ermöglichenden Datenschutzes“ wertet Spaeing als Euphemismus für einen faktischen Abbau von Grundrechten.

Der Fachmann warnt auch, dass die massiven Kürzungen wohl gegen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) verstoßen würden. Diese schreibe den Mitgliedsstaaten vor, einschlägige Aufsichtsbehörden ausreichend auch mit personellen Ressourcen auszustatten. Nur so könnten diese ihre Aufgaben effektiv wahrnehmen. Ferner erinnert die DVD an die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs zur Unabhängigkeit der Datenschutzaufsicht. Wer einer Kontrollinstanz Mittel entziehe, schwäche zwangsläufig deren Unabhängigkeit und Handlungsfähigkeit.

Auch der baden-württembergische LfDI, Tobias Keber, sieht die Entwicklung mit Sorge. Zwar begrüßt er das Ziel, Digitalisierung und KI-Einsatz zu fördern. Auf diesem Feld sei seine Behörde bereits intensiv beratend tätig. Der Kontrolleur warnt aber vor den Folgen einer Zentralisierung. Sollte die Aufsicht für Unternehmen und Vereine nach Bonn zum Bund abwandern, verlören lokale Akteure wie Startups und Bürger ihre direkten Ansprechpartner vor Ort. Datenschutz fungiere als vertrauensstiftender Faktor. Fehle die Kapazität zur Beratung und Kontrolle, drohe die Akzeptanz neuer Technologien in der Bevölkerung zu schwinden.

Besonders brisant ist die vorgesehene personelle Ausdünnung im Kontext der geplanten Sicherheitspolitik im Ländle. Die Koalition will der Polizei umfangreiche neue Befugnisse einräumen, etwa zum biometrischen Abgleich von Daten im Internet mithilfe automatisierter Gesichtserkennung. Das markiert das Ende bisheriger Tabus der Grünen beim Datenschutz. Wenn gleichzeitig die Kontrollinstanzen geschwächt würden, entstünde ein gefährliches Ungleichgewicht. Experten mahnen: Die steigende Zahl an Datenschutzbeschwerden durch KI-Anwendungen erfordere eigentlich einen Ausbau statt Streichungen bei der Aufsicht, um Frust und Staatsverdrossenheit vorzubeugen.

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(nie)



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Künstliche Intelligenz

#TGIQF: Das Quiz rund um „Das Leben des Brian“


Die Monty-Python-Komödie „Das Leben des Brian“ sorgte bei seinem Erscheinen 1979 für Wirbel. Die Geschichte um Brian, der in der Nachbarschaft von Jesus Christus geboren wurde, war für viele eine herrliche Komödie im typischen, abgedrehten Monty-Python-Stil — empfindsamere Gemüter sahen darin die Verunglimpfung des Christentums. Den Vorwurf äußerten sogar Kritiker, die den Film gar nicht gesehen hatten.

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Dabei nahm der Film nicht Jesus Christus an sich aufs Korn, sondern Dogmatismus und blinden Glauben an sich. Auch Doppelmoral und Gruppenzwang wird in dem Film persifliert. Das erkennt man vor allem während der Steinigungsszene, bei der keine Frauen zugegen sein durften, aber das Publikum von Frauen durchsetzt war, die mit sich durchweg mit aufgeklebtem Bart als Männer ausgaben. Um das Verwirrspiel auf die Spitze zu treiben, waren es die Monty-Python-Mitglieder, die sich als Männer verkleidete Frauen verkleideten.

Da die Kollegen der c’t die 4K-Fassung des Films unter die Lupe nahmen, werfen wir im Freitagsquiz ebenfalls einen Blick auf die Monty-Python-Komödie. Sichern Sie sich ein paar Otternasen oder Lerchenzungen, vergessen Sie nicht einen Bart und knobeln Sie mit.

In der heiseshow stellte Moderatorin Anna Bicker Dr. Volker Zota und als Malte Kirchner wie immer drei Fragen vorab. Volker Zota setzte nicht nur im lateinischen Maßstäbe, sondern auch bei suspekten Quizfragen.

Sie können in Ruhe in 10 Fragen maximal 100 Punkte erreichen. Die Punktzahl kann gern im Forum mit anderen Mitspielern verglichen werden. Halten Sie sich dabei aber bitte mit Spoilern zurück, um anderen Teilnehmern nicht die Freude am Quiz zu verhageln. Lob und Kritik sind wie immer gern gelesen.

Bleiben Sie zudem auf dem Laufenden und erfahren Sie das Neueste aus der IT-Welt: Folgen Sie uns bei Mastodon, auf Facebook oder Instagram. Und schauen Sie auch gern beim Redaktionsbot Botti vorbei.

Und falls Sie Ideen für eigene Quizze haben, schreiben Sie einfach eine Mail an den Quizmaster aka Herr der fiesen Fragen.

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(mawi)





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Künstliche Intelligenz

Saugroboter Dreame Aqua 10 Ultra Roller im Test: Klettert, fährt leise & ist gut


Der Dreame Aqua 10 Ultra Roller bringt 30.000 Pa Saugkraft, Wischwalze und 100-Grad-Reinigung mit. Wir haben den Premium-Saugroboter ausführlich getestet.

Saug- und Wischroboter werden immer ausgefeilter, und Dreame mischt mit dem Aqua 10 Ultra Roller ganz oben mit. Das Modell ist technisch eng verwandt mit dem Mova Z60 Ultra Roller des Schwesterunternehmens, unterscheidet sich aber in einigen wichtigen Details. So wäscht der Aqua 10 seine Wischwalze mit bis zu 100 Grad heißem Wasser, der Mova nur mit 80 Grad. Auch bei der Akkulaufzeit hat der Dreame mit 174 Minuten die Nase vorn.

Mit einer UVP von 1199 Euro und einem aktuellen Marktpreis von 949 Euro spielt der Aqua 10 Ultra Roller in der Oberklasse mit. Dafür liefert Dreame ein technisches Vorzeigemodell mit Wischwalze, Heißwasser-Reinigung, Doppelbürste und einer Kletterfunktion, die Hindernisse von bis zu 8 cm überwinden kann. Im Test musste der Saugroboter zeigen, ob er die hohen Erwartungen erfüllt. Wir haben den Roboter ausgiebig verwendet und zeigen, wo seine Stärken liegen und wo er noch Schwächen hat.

Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Dreame Aqua 10 Ultra Roller?

Der Roboter selbst ist aus schwarzem Kunststoff hochwertig gefertigt. Mit einem Durchmesser von 355 mm und einer Höhe von 97,5 mm gehört er nicht zu den besonders flachen Modellen – wirklich flache Saugroboter unterschreiten die 90-mm-Marke. Der einfahrbare LiDAR-Sensor, den der Hersteller Versa-Lift nennt, ändert daran wenig: Aus einem hohen Roboter wird auch mit eingefahrenem Turm kein flacher. Unter besonders niedrige Möbel kommt der Aqua 10 deshalb nicht. Der Deckel an der Oberseite hält dank Magneten sicher, sodass beim Umdrehen nichts herausfällt.

Die Wischwalze lässt sich über einen Knopf an der Seite entriegeln und herausziehen. Praktisch: Die Motoreinheit ist beweglich und lässt sich ein Stück hochklappen, um darunter zu reinigen. Eine einzelne Seitenbürste mit drei Borstensträngen kann der Roboter ausfahren sowie hochklappen.

Die Station fällt durch ihr kantiges Design auf – statt der heute üblichen Rundungen setzt Dreame auf klare, glatte Flächen. Ihre Vorderseite ist oben mit einer dezenten Textur versehen, im unteren Bereich befindet sich eine herausnehmbare Blende. Dahinter sitzen Staubbeutel und zwei separate Reinigungsmitteltanks – etwa für ein zusätzliches Mittel gegen Tiergerüche. Hiervon legt Dreame gleich zwei Stück bei, zusätzlich zu einem normalen Reiniger. Auch sonst zeigt sich der Lieferumfang üppig: mehrere Staubbeutel, eine Ersatzwalze sowie zwei Seitenbürsten und Ersatz-Staubfilter. Mit Maßen von 420 × 505 × 440 mm und einem Gewicht von 11,1 kg ist die Station kein Leichtgewicht, wirkt aber stabil. Sie fasst 4 Liter Frischwasser, 3,5 Liter Schmutzwasser und 3,2 Liter Staub. Insgesamt ist die Verarbeitung tadellos.

Einrichtung: Wie schnell ist der Dreame Aqua 10 Ultra Roller betriebsbereit?

Die Inbetriebnahme verläuft unkompliziert. Roboter einschalten, QR-Code mit der Dreamehome-App scannen, Dock- und Punktreinigungs-Taste drei Sekunden gedrückt halten und mit dem WLAN verbinden. Schade: Der Aqua 10 unterstützt ausschließlich 2,4-GHz-Netze. Bei einem aktuellen Topmodell hätten wir uns auch eine 5-GHz-Unterstützung gewünscht – nicht dramatisch, aber bei dieser Preisklasse einfach nicht mehr zeitgemäß.

Nach der Verbindung mit dem Geräte-Hotspot folgt die App-Konfiguration. Sie fragt typische Haushaltsangaben ab: Haustiere, gründliche Kantenreinigung, Nicht-stören-Modus. Anschließend lässt sich ein Sprachassistent aktivieren – Alexa, Google Assistant und Siri werden unterstützt, ebenso Matter. Nach einem rund zehnminütigen Firmware-Update startet die Kartierung, die in unserem Test etwa 25 Minuten dauerte.

Datenschutz-kritische Funktionen sind ab Werk deaktiviert. Die fotografische Dokumentation erkannter Hindernisse muss erst explizit aktiviert werden. Dasselbe gilt für die Videofunktion, mit der man sich live auf die Roboterkamera schaltet, ihn fernsteuern oder auf Patrouille schicken kann. Aktivierbar ist sie nur nach Festlegen eines Video-Passworts – das verhindert unbemerkten Fremdzugriff. Weniger ideal: Karten- und Nutzungsdaten landen in der Hersteller-Cloud. Ohne erreichbare Server fallen smarte Funktionen wie Kartensteuerung oder Zonenreinigung aus.

Ärgerlich ist die App-Performance: Das Auswahlfeld für Zonenreinigungen ruckelt beim Verschieben, immer wieder gibt es größere Stocker. Die parallel auf demselben Gerät laufende Mova-App arbeitet hier deutlich flüssiger. Die Reinigungsoptionen sind dafür umfangreich: nur saugen, nur wischen, beides gleichzeitig, wischen nach dem Saugen oder pro Raum individuell.

Navigation: Wie gut erkennt der Dreame Aqua 10 Ultra Roller Hindernisse?

Der Aqua 10 nutzt LiDAR mit einfahrbarem Laserturm und eine Hinderniserkennung mit Doppelkamera, die über 240 Objekte unterscheiden soll. Im Test fällt das Ergebnis durchwachsen aus. Eigentlich hätte der Roboter mit seinem hochwertigen Set-up beste Karten für Top-Leistung, nutzt sie aber nicht immer konsequent und zieht nicht immer die richtigen Schlüsse aus dem Erkannten.

Auch bei Engstellen tut er sich schwer. So fuhr er im ausgewählten Bereich nicht unter unseren Küchentisch, unter dem mehrere Stühle standen. Erst nach dem Herausziehen einzelner Stühle reinigte er den Bereich. Auffällig ist auch der Umgang mit der Karte: Sobald geschlossene Türen wieder offen waren, fuhr der Roboter eigenmächtig in die Räume und erweiterte die Karte selbstständig. In Haushalten mit empfindlichen Räumen empfehlen wir daher die Einrichtung von No-Go-Zonen oder unsichtbaren Wänden.

Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Dreame Aqua 10 Ultra Roller?

Beim Saugen auf Hartboden zeigt der Aqua 10 Ultra Roller seine Stärken. Mit 30.000 Pa Saugkraft und der Duo-Brush, einer Doppel-Hauptbürste mit zwei gegenläufig drehenden Walzen, entfernte er im Test nahezu alles des ausgebrachten Testschmutzes. Lediglich einzelne Partikel schoss die Seitenbürste aus dem Reinigungsbereich heraus. Das Problem haben viele Saugroboter, meist weil sich diese zu schnell dreht. Hilfreich wäre hier eine zweite, gegenläufig drehende Seitenbürste.

Auf Teppich sind die Ergebnisse ordentlich, aber nicht herausragend. Feine Partikel (simuliert durch Mehl) bleiben teilweise im Teppich hängen, grobe Partikel entfernt der Roboter zu rund 80 Prozent. Beim Herunterfahren vom Teppich schiebt er einiges davon herunter. Auf den Teppich kommt er überwiegend gut drauf und nutzt, wenn nötig, die Kletterfunktion mit ausfahrbarem Fahrwerk. Diese funktioniert grundsätzlich zuverlässig: Einzelne Schwellen bis 4 cm überwindet er problemlos, zwei direkt aufeinanderfolgende mit insgesamt 8 cm ebenfalls. Allerdings entscheidet sich der Roboter nicht immer für den klugen Weg. In mehreren Durchgängen probierte er es mal mit, mal ohne Kletterfunktion. Dabei faltete er einen kurzen Teppichrand mit dem Frontschild auf und blieb hängen. Ein anderes Mal sperrte er sich hinter dem Teppich ein und konnte sich nur durch Beiseiteschieben des Teppichs befreien.

Beim Wischen punktet der Aqua 10 mit seiner Wischwalze, die der Hersteller als Aqua-Roll-Technologie bezeichnet. 24 Frischwasserdüsen befeuchten die Walze kontinuierlich, ein Schaber entfernt Schmutz, die Walze rotiert mit 100 Umdrehungen pro Minute. So verhindert der Roboter, dass Schmutz wieder auf den Boden gelangt. An der Walze sitzt zusätzlich ein sogenannter Fluffer – ein Kunststoffzylinder mit Lamellen, der die Walze durchgehend kämmt und Partikel entfernt.

Praktisch: Die Wischwalze besitzt eine Schutzkappe, die vom Hersteller als Auto-Seal bezeichnet wird. Sie fährt elektrisch über die Walze, sobald der Roboter einen Teppich erkennt oder die Wischfunktion deaktiviert ist. Der Teppich bleibt so trocken, auch wenn die Walze hochgeklappt ist. Bis 14 mm hebt der Roboter die Walze an, in Ecken kann sie nach rechts ausfahren.

Die Reinigungsstation, die Dreame Thermo-Hub nennt, wäscht die Walze mit bis zu 100 Grad heißem Wasser und trocknet sie anschließend mit 70 Grad warmer Luft. Das verhindert Gerüche zuverlässig. Die zwei separaten Reinigungsmitteltanks erlauben unterschiedliche Mittel für verschiedene Szenarien. Der Staub wird nach dem Reinigungsvorgang automatisch in den Staubbeutel der Station entleert. In Hersteller-Foren finden sich vereinzelt kritische Stimmen, die von schlechter Navigation, auslaufenden Stationen oder gar Totalausfällen der Station nach wenigen Tagen Betrieb berichten – solche Erfahrungen konnten wir im Test allerdings nicht reproduzieren.

Positiv fällt die geringe Lautstärke auf: Im leisen Modus messen wir nur 36 dB(A), bei maximaler Saugleistung 52 dB(A). Das Fahrgeräusch ist erstaunlich leise – Dreame ist hier seit einigen Modellen sehr gut unterwegs, der Aqua 10 verblüfft aber wirklich.

Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Dreame Aqua 10 Ultra Roller?

Der 14,4-Volt-Akku mit 6,4 Ah Kapazität ermöglicht laut Hersteller eine Laufzeit von 174 Minuten. In unserem Test bestätigt sich das im niedrigen Saugmodus weitgehend, bei höherer Saugleistung sinkt die Laufzeit erwartungsgemäß. Für große Wohnungen reicht das problemlos. Die Ladedauer beträgt etwa 4,5 Stunden.

Preis: Was kostet der Dreame Aqua 10 Ultra Roller?

Die UVP des Dreame Aqua 10 Ultra Roller liegt bei 1199 Euro. Aktuell ist er in Schwarz für 949 Euro (-21 %) im Handel zu bekommen, der bisherige Bestpreis lag bei 849 Euro. Auch in Weiß gibt es ihn.

Fazit

Der Dreame Aqua 10 Ultra Roller ist ein technisch erstklassig aufgestellter Saug- und Wischroboter. Die Reinigung auf Hartboden ist dank 30.000 Pa Saugkraft und Wischwalze hervorragend, die Heißwasser-Wäsche der Walze bei 100 Grad sorgt für Top-Hygiene. Auch die geringe Lautstärke, die Kletterfunktion bis 8 cm und die clevere Schutzkappe für die Wischwalze überzeugen.

Schwächen zeigt der Aqua 10 bei der Navigation: Trotz hochwertiger Sensorik trifft er nicht immer die klügste Entscheidung, hat Probleme bei Engstellen und erweitert die Karte teils eigenmächtig. Auch die App ruckelt – hier ist die fast baugleiche Mova-Software weiter. Auf Teppich überzeugt die Reinigung weniger als auf Hartboden. Schade ist zudem die fehlende 5-GHz-WLAN-Unterstützung.

Wer in der Oberklasse zuschlagen will, bekommt mit dem Aqua 10 Ultra Roller ein technisches Highlight, sollte aber mit den genannten Schwächen leben können. Für 949 Euro ist er ein faires Angebot in seinem Segment.



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Krach aus Kleingeld: Auf der Superbooth lärmen Weltpremieren gegen Langeweile


In Berlin kommen von Donnerstag noch bis Sonntag Musiker, Nerds und Technikbegeisterte auf der Superbooth zusammen. Über 300 Aussteller zeigen ihre neuesten Synthesizer und elektronischen Module und laden Besucher zum Hands-on ein. Hier laufen keine Anzugträger und PR-Hostessen herum, sondern Entwickler, die ihre Platinen zum Teil noch selbst von Hand gelötet haben. Statt Hochglanz-Marketing gibt es Gespräche über Schaltungsdesign, Filterresonanzen und darüber, warum ein Delay gerade wie ein Unterwasser-Echo klingt.

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Die Superbooth hat sich zum wichtigsten und größten Treffen der Branche gemausert. Nirgendwo sonst gibt es so viele Weltpremieren von Prototypen zu sehen und zu hören. Initiator Andreas Schneider betreibt in Berlin den berühmten Schneidersladen, der Elektronikpioniere auf der ganzen Welt beliefert. Gerade deshalb funktioniert die Messe so gut: Sie wirkt trotz ihres Wachstums immer noch eher wie ein chaotisches Treffen von Klangbastlern als wie eine klassische Technikmesse.

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Superbooth 2026:

Unser Rundgang über das FEZ zeigt die interessantesten neuen Synthesizer zum Sound-Design aus Berlin.


(Quelle: Robin Ahrens, Hartmut Gieselmann/heise Medien)

Um Neulingen den Einstieg zu erleichtern, setzen viele Hersteller inzwischen auf kleine Desktop-Boxen, die zum Spielen mit der Hand einladen und sich oft einfach mit einem Laptop und einer DAW-Software kombinieren lassen. Wir sind am ersten Messetag über das Gelände gezogen und haben Dutzende Synthesizer und Module ausprobiert. Manche klangen wie verstimmte Raumsonden aus einem Science-Fiction-Film der 60er Jahre, andere verwandelten einfache Impulse in wabernde Rhythmuslandschaften.

Wir stellen sechs besonders interessante Neuerungen von Buchla, Soma, Verbos und Make Noise vor, die zeigen, wie unkonventionell Entwickler heute neue Instrumente bauen und dass die Branche den Einbruch durch die Corona-Krise inzwischen überwunden hat.

Auslöser des Booms war ein in den 90er Jahren vom deutschen Elektroingenieur Dieter Doepfer entwickeltes Standardisierungsformat namens Eurorack, das Maße und Spannungen der einzelnen Module festlegt, damit sie ihre Signale passend übertragen und in normierte Koffer passen. Durch das offene Format konnten viele kleine Firmen mit nur ein oder zwei Entwicklern neue Module in kleinen Stückzahlen entwerfen, sodass ein buntes Ökosystem entstand.

Doch Corona versetzte die Branche in eine schwere Krise: Musiker, die nicht auftreten konnten, hatten auch keine Knete für neue Instrumente. Viele kleinere Hersteller mussten aufgeben, meldeten Insolvenz an oder wurden von größeren Konsortien übernommen. Das traf zuletzt selbst Branchengrößen wie Moog, Elektron oder Native Instruments.

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Dieter Doepfer

Dieter Doepfer

Der „Vater“ des Eurorack Dieter Doepfer (links) erzählte im Interview von seinen Plänen für Quadrophonie-Module.

(Bild: c’t / heise Medien)

Doch langsam lichten sich die Reihen, und die überlebenden Firmen haben wieder volle Auftragsbücher. Das bestätigte uns Dieter Doepfer, den wir auf seinem Stand auf der Superbooth trafen: „Aus Gründen, die wir selbst nicht nachvollziehen können, haben wir wieder den Stand von vor Corona erreicht. Es hat sich erstaunlicherweise alles wieder erholt.“ Doepfer hat sich inzwischen aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen und berät seine Nachfolger bei neuen Modul-Ideen.

So zeigt Doepfer auf der Messe eine Reihe kleiner Hilfsmodule im platzsparenden 1U-Format, das nur ein Drittel der Höhe typischer Eurorack-Module benötigt. Neben solchen Brot-und-Butter-Helferlein tüftelt er aber schon an der nächsten Generation. Nachdem viele Eurorack-Hersteller erst vor ein paar Jahren von Mono-Signalen auf Stereo aufgerüstet haben, will Doepfer die Quadrophonie wieder aufleben lassen, bei der Künstler das Publikum aus vier Richtungen beschallen. Das funktioniert zwar schon bisher, benötigt aber einen immensen Verkabelungs- und Steuerungsaufwand, der vereinfacht werden soll.



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