Künstliche Intelligenz
Lapdock für Maker: CrowView Note mit Arduino UNO Q
Lapdocks für Smartphones, Raspberry Pis und andere Einplatinenrechner gibt es schon seit Jahren. Die Idee dahinter ist simpel: Bildschirm, Tastatur, Touchpad und Akku werden in ein Notebook-ähnliches Gehäuse gepackt, während die eigentliche Rechenarbeit ein über USB-C angeschlossenes Gerät übernimmt. Mit dem CrowView Note versucht Elecrow nun allerdings, das Prinzip stärker auf Maker zuzuschneiden.
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Das CrowView Note ist ein 14-Zoll-Lapdock mit IPS-Panel und einer Auflösung von 1920 × 1080 Pixeln und 60 Hz bei 100 % sRGB-Abdeckung. Das Gerät integriert Tastatur, Touchpad, Lautsprecher, Mikrofon und einen Akku mit 5000 beziehungsweise 6000 mAh, je nach Angabe im Datenblatt. Angeschlossen werden kompatible Geräte über USB-C. Darüber laufen gleichzeitig Stromversorgung, Audio, Video und Eingaben.
Speziell wird das CrowView Note durch das Bundle mit dem Arduino UNO Q. Dabei handelt es sich nicht um ein klassisches Arduino-Board mit kleinem Mikrocontroller allein, sondern um eine Kombination aus Qualcomm Dragonwing QRB2210 und STM32U585. Das System setzt also auf zwei getrennte Recheneinheiten. Der Qualcomm-Chip übernimmt Linux, Netzwerkfunktionen, Videoverarbeitung und KI-Anwendungen, während sich der STM32-Mikrocontroller um Echtzeitaufgaben kümmert.
Rudimentäre Kamera
Der Linux-Teil läuft mit einem Quad-Core-Prozessor mit bis zu 2 GHz, Adreno-GPU und 4 GByte RAM. Dazu kommen zwei ISPs für Kameraverarbeitung. Laut Hersteller eignet sich das Board dadurch für lokale KI-Anwendungen wie Objekterkennung oder Gestensteuerung. Das ist für Maker interessant, weil viele KI-Projekte sonst schnell bei Cloud-Diensten landen oder zusätzliche Hardware benötigen. Hier läuft die Verarbeitung direkt auf dem Gerät.
Zum Bundle gehört außerdem eine USB-Kamera mit 640 × 480 Pixeln. Die Auflösung wirkt im Jahr 2026 zwar eher wie Steinzeit, reicht aber für einfache Computer-Vision-Projekte oder Objekterkennung aus.
Das CrowView Note selbst besitzt neben mehreren USB-C-Anschlüssen auch Mini-HDMI sowie zwei USB-A-Ports. Unterstützt werden neben dem Arduino UNO Q auch Raspberry Pi 5, Raspberry Pi Zero, Jetson Nano, Orange Pi, Rock Pi oder LattePanda. Damit eignet sich das Gerät im Prinzip als universeller Entwicklungsmonitor für viele SBC-Projekte.
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Interessant ist auch die Smartphone-Unterstützung. Android-Geräte mit Desktop-Modus lassen sich direkt anschließen und auf dem 14-Zoll-Display nutzen. Unterstützt werden im Apple-Bereich nur iPhones mit USB-3-fähigem Anschluss, also die Pro-Modelle neuerer Generationen. Die normalen iPhone-Varianten mit USB 2.0 bleiben außen vor.
Für Maker könnte das CrowView Note vor allem bei mobilen Projekten spannend werden. Wer beispielsweise an einem Roboter arbeitet, ein KI-Projekt auf Basis eines Jetson Nano testet oder unterwegs Sensorik debuggen möchte, bekommt mit dem Gerät eine kompakte Entwicklungsumgebung. Gerade bei Workshops, Messen oder Feldtests spart das zusätzliche Monitore und Eingabegeräte. Auch als portables Dashboard für Home-Assistant- oder Raspberry-Pi-Projekte wäre das Gerät denkbar.
Das Bundle mit Arduino UNO Q und Kamera wird für 259,90 US-Dollar angeboten. Für Maker könnte das Gerät weniger ein Notebook-Ersatz sein, sondern eher eine Art universeller „Werkstatt-Bildschirm zum Zusammenklappen“.
Wer mehr über den UNO Q erfahren will, findet alles dazu in unserem Test.
(das)
Künstliche Intelligenz
Umstieg von M365 auf Nextcloud – eine Anleitung
Die Lizenzkosten für Microsoft 365 sind in den letzten Jahren spürbar gestiegen, neue KI-Funktionen wie Copilot werden zusätzlich bepreist, und Volumenrabatte schrumpfen. Parallel wächst der regulatorische Druck durch DSGVO, NIS2 und den EU Data Act. Viele Organisationen ziehen daraus die gleiche Konsequenz: Sie suchen nach Alternativen, die sich technisch wie vertraglich besser kontrollieren lassen. Verwaltungen wie die von Schleswig-Holstein und die dänische Bundesregierung argumentieren deshalb mit der Frage nach Handlungsfähigkeit. Der Konsens: Eine Organisation ist erst dann frei in ihren Entscheidungen, wenn sie ihre Geschäftsdaten jederzeit aus einer Anbieterumgebung herauslösen kann.
Nextcloud antwortet auf diese Anforderung mit einer modularen Open-Source-Plattform. Im Eigenbetrieb läuft die Lösung auf Hardware im hauseigenen Rechenzentrum. Alternativ stehen mehrere deutsche und europäische Anbieter zur Verfügung, die Nextcloud als verwalteten Dienst betreiben. Nextcloud selbst bietet das Hosting in Partnerschaft mit epiKshare an, ansonsten umfasst die Auswahl sowohl große Hostingprovider mit vollwertigen Rechenzentrumsverbünden wie Ionos, Hetzner und Telekom mit der MagentaCLOUD als auch spezialisierte Nextcloud-Provider mit Premier-Partner-Status.
- Eine Migration von M365 steht auf drei Grundpfeilern: einer gründlichen Bestandsaufnahme aller Workloads, einer gestaffelten Umsetzung pro Bereich und einer sorgfältig getesteten Umschaltung der Produktion.
- Die bewährte Migrationsreihenfolge führt von Identitäten und Dateien über Groupware wie Kalender, Chats und Aufgaben hin zur E-Mail. Postfächer kommen bewusst zuletzt, weil sie am tiefsten in Arbeitsabläufe, Kalender und externe Schnittstellen eingeflochten sind.
- Als Office-Komponenten stehen Collabora Online und OnlyOffice als ausgereifte Serverdienste zur Verfügung; ab Sommer 2026 ergänzt die europäische Industrieinitiative Euro-Office das Angebot.
- Typische Stolpersteine sind über Jahre gewachsene SharePoint-Berechtigungen, externe Freigabelinks, die nach dem Wechsel ungültig werden, und nicht bedachte Aufbewahrungsfristen.
Das Ökosystem rund um Nextcloud kann für nahezu jede Migrationsaufgabe herangezogen werden, vom Massendatentransfer über die Identitätsanbindung bis zum Spezialfall in einzelnen Fachbereichen. Zwar verhindert die Komplexität des Themas eine erschöpfende Darstellung aller technischen Optionen, grundsätzlich steht aber fest: Eine vollständige Migration weg von M365 ist mit den vorhandenen Mitteln machbar. Die hier beschriebenen Werkzeuge und Abläufe stehen beispielhaft für die aktuellen Möglichkeiten.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Umstieg von M365 auf Nextcloud – eine Anleitung“.
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Künstliche Intelligenz
Planeten wie Zuckerwatte: Nasa-Mission Tess entdeckt besondere Riesen im All
Ein Forschungsteam der Universitäten Oxford, Côte d’Azur und Birmingham hat bei der Auswertung von Daten der Nasa-Mission Tess (Transiting Exoplanet Survey Satellite) zwei spannende neue Forschungsobjekte ausgemacht. Die Planeten TOI-791 b und TOI-791 c, die um einen sonnenähnlichen Stern mit der Bezeichnung TOI-791 kreisen, sind in ihrer Größe in etwa vergleichbar mit dem Jupiter – aber nur einen Bruchteil so schwer.
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Die Studie, die die beiden „aufgeplusterten“ Planeten erstmals vorstellt, wurde am 24. Juni 2026 über Monthly Notices of the Royal Astronomical Society der Universität Oxford veröffentlicht.
Das ist das Besondere an TOI-791 b und TOI-791 c
Der Stern TOI-791 liegt rund 1.113 Lichtjahre von der Erde entfernt und wurde über sieben Jahre hinweg vom Weltraumteleskop Tess beobachtet. Tess arbeitet mit der Transitmethode, das heißt die Kameras registrieren winzige Helligkeitsschwankungen, die entstehen, wenn ein Planet vor einem Stern vorbeizieht. Auf diese Weise fand Tess schließlich auch die Planeten TOI-791 b und TOI-791 c.
Das Besondere an diesen Planeten ist jedoch nicht ihre Existenz an sich, sondern vielmehr ihre besondere Beschaffenheit. Die Nasa schreibt in einer Pressemitteilung: „TOI-791 b ist fast so groß wie Jupiter, umfasst aber nur 3,0 Prozent seiner Masse. TOI-791 c ist sogar noch größer als Jupiter, umfasst aber nur 5,9 Prozent seiner Masse.“ Die Dichte der beiden Planeten sei somit mit der von Zuckerwatte vergleichbar.
In der Vergangenheit wurden schon andere Planeten mit auffallend geringer Dichte entdeckt, TOI-791 b und TOI-791 c sind jedoch die bisher „aufgeplustertsten“, so die Nasa. Sie spricht bei Planeten dieser Art von sogenannten „Super-Puffs“ (dt. etwa „Super-Bausche“).
Ungewöhnliche Umlaufbahnen ermöglichten Berechnung der Masse
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Spannend ist zudem, wie die Forscher die geringe Dichte der Planeten bestätigen konnten: Die Auswertung der Daten von Tess ergab, dass die Planeten in einer Umlaufbahn um ihren Stern kreisen, der es ihnen ermöglicht, sich gegenseitig gravitativ zu beeinflussen. TOI-791 b und TOI-791 c ziehen sich abwechselnd gegenseitig an und verändern so „den Zeitpunkt ihrer Transits vor dem Stern“.
In den Aufzeichnungen des Weltraumteleskops ließ sich also eine Variation der Umlaufzeiten beider Planeten beobachten. Die Wissenschaftler waren in der Lage, aus diesen Daten ihre Masse zu berechnen.
„Nur wenige dieser extrem aufgeblähten Planeten sind bekannt, und es ist noch seltener, zwei im selben System zu finden“, sagt George Dansfield, Hauptautor der Studie und Physiker an der Universität Oxford. „Ihre extrem geringe Dichte macht sie zu faszinierenden Forschungsobjekten, um zu verstehen, wie Planetensysteme entstehen und sich entwickeln.“
Große Planeten als wichtiger Faktor der Entwicklung von Planetensystemen
Weitere Forschung soll nun mehr über „die chemische Zusammensetzung der Planetenatmosphären, den Einfluss ihrer Rotation auf ihre Form und das Verhältnis der Neigung ihres Zentralsterns zu ihren Umlaufbahnen“ in Erfahrung bringen.
„Man geht davon aus, dass die Entstehung großer Planeten die Entwicklung eines Planetensystems vorantreibt“, erklärt Co-Autor Steve Howell, „daher ist die weitere Erforschung dieser Planeten von Jupitergröße, aber mit einer weit geringeren Jupitermasse, von großem Wert.“
Dieser Beitrag ist zuerst auf t3n.de erschienen.
(jle)
Künstliche Intelligenz
BMW: Humanoider Roboter Figure 03 löst Vorgänger in Spartanburg ab
Der Automobilkonzern BMW setzt in seinem US-Werk in Spartanburg künftig humanoide Figure-03-Roboter in der Logistik ein. Die Roboter ersetzen Figure-02-Roboter, die 2025 im Karosseriebau in einem Pilotprojekt ihren Dienst verrichtet hatten. Die aktuelle Version des humanoiden Figure-Roboters kommt mit zahlreichen Verbesserungen daher, die erweiterte Einsatzmöglichkeiten für den Roboter bieten.
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Figure 03 hat im Vergleich zu seinem Vorgänger einige Verbesserungen erfahren. Der Körper des 61 kg schweren und 1,73 m großen Roboters ist mit mehr weichen Komponenten ausgestattet. Teile des Kopfes, der Rumpf, Arme und Beine sind nun allesamt mit einem weichen Stoff überzogen. Das soll die Zusammenarbeit mit Menschen sicherer machen, die so bei etwaigen Kollisionen vor Verletzungen besser geschützt sind. Der Roboter kann nun kabellos geladen werden, wodurch seine Verfügbarkeit ansteigt. Etwa fünf Stunden am Stück soll Figure 01 mit einer Akkuladung durchhalten. Die Hände des Roboters hat Figure AI stark überarbeitet. In den Handflächen stecken taktile Sensoren sowie Kameras. Der Roboter kann damit Arbeiten präziser durchführen. Seine Geschicklichkeit nehme dadurch zu, sagt Bred Adcock, Gründer und CEO von Figure AI. Hinzu kommen Audiofunktionen, die eine Sprachkommunikation mit dem Roboter ermöglichen.
Fahrzeugkomponenten sortieren
Der Figure-03-Roboter soll in dem BMW-Werk in Spartanburg in der Logistik in der Sequenzierung eingesetzt werden. Seine Aufgabe besteht darin, unsortiert in größere Behälter ankommende Komponenten auf einem Sequenzierungswagen einzusortieren. Die Arbeit hat eher monotonen Charakter und soll menschliche Mitarbeiter entlasten, so BMW.
Der Wagen wird dann zu einem Sammelpunkt gefahren. Von dort transportiert ihn ein automatisierter Routenzug oder ein Smart Transport Robot zu den Mitarbeitern, die die Teile dann an der Produktionslinie montieren. Nach Angaben von BMW sei dies ein gängiger und vielfach vorkommender Anwendungsfall in der Automobilproduktion, der „Potenzial für Weiterentwicklung und Skalierbarkeit“ biete.
BMW hatte bereits 2025 Figure AIs Figure 02 eingesetzt. Über einen Zeitraum von zehn Monaten half er bei der Produktion von mehr als 30.000 BMW X3. Der Roboter positionierte dabei Karosserieteile für den Schweißprozess – eine Aufgabe, die mit hohem Kraftaufwand präzise ausgeführt werden muss. Das Pilotprojekt ergab, dass humanoide Roboter unter realen Produktionsbedingen sicher eingesetzt werden können und eine präzise Arbeitsleistung abliefern.
BMW beabsichtigt, mit dem Einsatz des aktuellen Figure-03-Roboters das Werk in Spartanburg weiter digital zu transformieren. Dazu wurde die Halle 52 erweitert und umgebaut. In ihr werden Antriebsvarianten des BMW X3 und des künftigen elektrischen BMW iX5 hergestellt. Die Planung der Produktionsprozesse erfolgte digital. Im Rahmen des BMW-iFactory-Ansatzes sollen digitale Anwendungen in der täglichen Produktion eingesetzt werden. Mittels 3D-Simulationen werden etwa Produktionsprozesse optimiert. Mit dem digitalen Zwilling der Fabrik, der BMW Virtual Factory, sollen Produktionsprozesse optimal angepasst werden können, heißt es.
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BMW setzt verstärkt auf Künstliche Intelligenz (KI) in der Qualitätssicherung. Mit Artificial Intelligence Quality Next (AIQX) erfolgt eine visuelle und akustische Qualitätsprüfung über Kamerasysteme und Sensoren im Produktionsablauf. Mitarbeiter in der Produktion werden unmittelbar über Smart Devices informiert, wenn es zu Qualitätsproblemen komme.
(olb)
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