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Verbraucherzentrale: Klage gegen Glasfaseranbieter wegen Vertragsklauseln


Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat Klage gegen Deutsche Glasfaser und Deutsche Giganetz eingereicht, weil beide Firmen sich in ihren Verträgen vorbehalten, die Übertragungstechnologie ohne Zustimmung der Kundinnen und Kunden ändern zu können. Gerade bei Glasfaseranbietern wie diesen sei die Übertragungstechnik als vereinbarte Leistung aber relevant und dürfe nicht einseitig geändert werden können, erklärt die größte deutsche Verbraucherschutzorganisation. Bei Deutsche Glasfaser bemängelt die zudem, dass in Verträgen eine „übermäßige Inanspruchnahme der Infrastruktur“ untersagt wird, ohne dass das konkretisiert wird. Bei Deutsche Giganetz wird ein „nahezu uferloses, einseitiges Kündigungsrecht“ kritisiert.

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In der Bekanntmachung der beiden Klagen führt die Verbraucherzentrale NRW noch aus, dass sie weiterhin mit zahlreichen Beschwerden über Glasfaserverträge konfrontiert sei. Menschen würden sich über Haustürgeschäfte und Drückerkolonnen beklagen, „die mit der Abschaltung der alten Kupferkabel Druck ausüben und Verträge ohne Bedenkzeit aufdrängen wollen“. Selbst wer Interesse am Wechsel auf die Übertragungstechnik habe, habe aber ein Interesse am Vergleich verschiedener Angebote. Die Gestaltung der Glasfaserverträge begleite man seit Jahren kritisch. Die Organisation verweist auch darauf, dass sie – gegen Deutsche Giganetz – erstritten hat, dass die zweijährige Maximallaufzeit bei Glasfaserverträgen ab Vertragsschluss und nicht erst ab Belieferungsstart gilt (Az. III ZR 8/25).

Die Verbraucherzentrale erinnert nun auch noch einmal daran, dass es keine Pflicht zu einem Glasfaseranschluss gibt und auch keine zeitnahe Abschaltung von Kupferleitungen drohe. Bei Haustürbesuchen solle man sich von solchen Behauptungen nicht unter Druck setzen lassen und Verträge nicht sofort unterschreiben. Sollte man das doch tun, habe man 14 Tage Widerrufsrecht. Prüfen sollte man auch, ob die Glasfaserleitung bis zur Wohnung oder bis in den Keller zugesagt wird. Zusatzleistungen, wie einen DSL-Überbrückungsvertrag bis zum Anschluss, brauche es zumeist nicht. Klären solle man auch, was zum Liefertermin und zur Bandbreite vereinbart wird. Den Router müsse man frei wählen können.


(mho)



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AirPods-Firmware-Beta und iOS 27: Das ist neu bei Apples Stöpseln


Mit dem Start von iOS 27 im Herbst gibt es auch einmal mehr Verbesserungen für Apples Audio-Hardware. Dabei ist auch die Umsetzung eines lange geforderten Features, wenn auch noch etwas eingeschränkt. Entwickler können die Funktionen bereits testen, wenn sie sich trauen, ihren AirPods eine Beta-Firmware aufzuspielen, die neben der Entwicklerbeta der neuen Systeme notwendig ist.

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Eine eigene AirPods-Konfigurations-App hat Apple den Nutzern nicht beschert. Stattdessen wurde das Einstellungsmenü unter „Einstellungen“ und „AirPods“ deutlich verbessert. Die Funktionen und Set-up-Möglichkeiten sind neu organisiert und lassen sich schneller auffinden. Zentrale Funktionen wie die Einstellungen zum Transparenz- und Geräuschunterdrückungsmodus sind weiterhin sofort greifbar (erstmals inklusive Lautstärkeregler), wichtige Einzelbereiche wie Audio und Routing, Hörgesundheit, Steuerung und Gesten, Batterie, Wo ist? oder Barrierefreiheit stecken nun aber in Untermenüs. Obwohl man etwas mehr klicken muss, sind Funktionen schneller zu finden, da man weniger scrollen muss.

Star der neuen Features ist die Erfüllung eines lange gehegten Wunsches vieler Nutzer: Nicht mehr nur Apple darf das Soundprofil der AirPods einstellen, sondern es gibt erstmals einen Equalizer. Dieser ist nicht sehr weitgehend, aber ausreichend: So kann man tiefe Töne, die Mitten und den Hochtonbereich einstellen und gegebenenfalls unter- oder überbetonen. Es ist also ein Dreiband-EQ, wobei man die Frequenzbereiche nicht angezeigt bekommt. Für einen ersten Schritt ist der neue EQ aber nützlich. Nervig: Er funktioniert nur bei AirPods mit H2-Chip, also AirPods Pro 2 und 3, AirPods 4 (mit und ohne ANC) und AirPods Max 2.

Mit watchOS 27, iOS 27 und passenden iPhones und Apple-Watch-Geräten kann man die Ladehülle der AirPods Pro 3 nun zentimetergenau (Precision Finding alias „In der Nähe suchen“) orten. Das ist nützlich für Menschen, die sie gerne verlieren. Im Zusammenhang mit iOS 27 können die AirPods Pro 3 mit ihrem integrierten Pulssensor diese Daten via GymKit an kompatible Fitnessgeräte (etwa Laufbänder) übermitteln.

Dies ging bislang nur mit der Apple Watch. Die verbesserten Menüs sind für alle AirPods verfügbar, manche Funktionen wie erwähnt nur mit Geräten, die einen H2-Chip haben. Wer die Features testen will, muss aktuell noch Entwickler sein, eine Public Beta dürfte im Juli beginnen. Man muss wie erwähnt bereit sein, auch eine Beta-Firmware zu nutzen.

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(bsc)



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Umstieg von M365 auf Nextcloud – eine Anleitung


Die Lizenzkosten für Microsoft 365 sind in den letzten Jahren spürbar gestiegen, neue KI-Funktionen wie Copilot werden zusätzlich bepreist, und Volumenrabatte schrumpfen. Parallel wächst der regulatorische Druck durch DSGVO, NIS2 und den EU Data Act. Viele Organisationen ziehen daraus die gleiche Konsequenz: Sie suchen nach Alternativen, die sich technisch wie vertraglich besser kontrollieren lassen. Verwaltungen wie die von Schleswig-Holstein und die dänische Bundesregierung argumentieren deshalb mit der Frage nach Handlungsfähigkeit. Der Konsens: Eine Organisation ist erst dann frei in ihren Entscheidungen, wenn sie ihre Geschäftsdaten jederzeit aus einer Anbieterumgebung herauslösen kann.

Nextcloud antwortet auf diese Anforderung mit einer modularen Open-Source-Plattform. Im Eigenbetrieb läuft die Lösung auf Hardware im hauseigenen Rechenzentrum. Alternativ stehen mehrere deutsche und europäische Anbieter zur Verfügung, die Nextcloud als verwalteten Dienst betreiben. Nextcloud selbst bietet das Hosting in Partnerschaft mit epiKshare an, ansonsten umfasst die Auswahl sowohl große Hostingprovider mit vollwertigen Rechenzentrumsverbünden wie Ionos, Hetzner und Telekom mit der MagentaCLOUD als auch spezialisierte Nextcloud-Provider mit Premier-Partner-Status.

  • Eine Migration von M365 steht auf drei Grundpfeilern: einer gründlichen Bestandsaufnahme aller Workloads, einer gestaffelten Umsetzung pro Bereich und einer sorgfältig getesteten Umschaltung der Produktion.
  • Die bewährte Migrationsreihenfolge führt von Identitäten und Dateien über Groupware wie Kalender, Chats und Aufgaben hin zur E-Mail. Postfächer kommen bewusst zuletzt, weil sie am tiefsten in Arbeitsabläufe, Kalender und externe Schnittstellen eingeflochten sind.
  • Als Office-Komponenten stehen Collabora Online und OnlyOffice als ausgereifte Serverdienste zur Verfügung; ab Sommer 2026 ergänzt die europäische Industrieinitiative Euro-Office das Angebot.
  • Typische Stolpersteine sind über Jahre gewachsene SharePoint-Berechtigungen, externe Freigabelinks, die nach dem Wechsel ungültig werden, und nicht bedachte Aufbewahrungsfristen.

Das Ökosystem rund um Nextcloud kann für nahezu jede Migrationsaufgabe herangezogen werden, vom Massendatentransfer über die Identitätsanbindung bis zum Spezialfall in einzelnen Fachbereichen. Zwar verhindert die Komplexität des Themas eine erschöpfende Darstellung aller technischen Optionen, grundsätzlich steht aber fest: Eine vollständige Migration weg von M365 ist mit den vorhandenen Mitteln machbar. Die hier beschriebenen Werkzeuge und Abläufe stehen beispielhaft für die aktuellen Möglichkeiten.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Umstieg von M365 auf Nextcloud – eine Anleitung“.
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Planeten wie Zuckerwatte: Nasa-Mission Tess entdeckt besondere Riesen im All


Ein Forschungsteam der Universitäten Oxford, Côte d’Azur und Birmingham hat bei der Auswertung von Daten der Nasa-Mission Tess (Transiting Exoplanet Survey Satellite) zwei spannende neue Forschungsobjekte ausgemacht. Die Planeten TOI-791 b und TOI-791 c, die um einen sonnenähnlichen Stern mit der Bezeichnung TOI-791 kreisen, sind in ihrer Größe in etwa vergleichbar mit dem Jupiter – aber nur einen Bruchteil so schwer.

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Die Studie, die die beiden „aufgeplusterten“ Planeten erstmals vorstellt, wurde am 24. Juni 2026 über Monthly Notices of the Royal Astronomical Society der Universität Oxford veröffentlicht.

Der Stern TOI-791 liegt rund 1.113 Lichtjahre von der Erde entfernt und wurde über sieben Jahre hinweg vom Weltraumteleskop Tess beobachtet. Tess arbeitet mit der Transitmethode, das heißt die Kameras registrieren winzige Helligkeitsschwankungen, die entstehen, wenn ein Planet vor einem Stern vorbeizieht. Auf diese Weise fand Tess schließlich auch die Planeten TOI-791 b und TOI-791 c.

Das Besondere an diesen Planeten ist jedoch nicht ihre Existenz an sich, sondern vielmehr ihre besondere Beschaffenheit. Die Nasa schreibt in einer Pressemitteilung: „TOI-791 b ist fast so groß wie Jupiter, umfasst aber nur 3,0 Prozent seiner Masse. TOI-791 c ist sogar noch größer als Jupiter, umfasst aber nur 5,9 Prozent seiner Masse.“ Die Dichte der beiden Planeten sei somit mit der von Zuckerwatte vergleichbar.

In der Vergangenheit wurden schon andere Planeten mit auffallend geringer Dichte entdeckt, TOI-791 b und TOI-791 c sind jedoch die bisher „aufgeplustertsten“, so die Nasa. Sie spricht bei Planeten dieser Art von sogenannten „Super-Puffs“ (dt. etwa „Super-Bausche“).

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Spannend ist zudem, wie die Forscher die geringe Dichte der Planeten bestätigen konnten: Die Auswertung der Daten von Tess ergab, dass die Planeten in einer Umlaufbahn um ihren Stern kreisen, der es ihnen ermöglicht, sich gegenseitig gravitativ zu beeinflussen. TOI-791 b und TOI-791 c ziehen sich abwechselnd gegenseitig an und verändern so „den Zeitpunkt ihrer Transits vor dem Stern“.

In den Aufzeichnungen des Weltraumteleskops ließ sich also eine Variation der Umlaufzeiten beider Planeten beobachten. Die Wissenschaftler waren in der Lage, aus diesen Daten ihre Masse zu berechnen.

„Nur wenige dieser extrem aufgeblähten Planeten sind bekannt, und es ist noch seltener, zwei im selben System zu finden“, sagt George Dansfield, Hauptautor der Studie und Physiker an der Universität Oxford. „Ihre extrem geringe Dichte macht sie zu faszinierenden Forschungsobjekten, um zu verstehen, wie Planetensysteme entstehen und sich entwickeln.“

Weitere Forschung soll nun mehr über „die chemische Zusammensetzung der Planetenatmosphären, den Einfluss ihrer Rotation auf ihre Form und das Verhältnis der Neigung ihres Zentralsterns zu ihren Umlaufbahnen“ in Erfahrung bringen.

„Man geht davon aus, dass die Entstehung großer Planeten die Entwicklung eines Planetensystems vorantreibt“, erklärt Co-Autor Steve Howell, „daher ist die weitere Erforschung dieser Planeten von Jupitergröße, aber mit einer weit geringeren Jupitermasse, von großem Wert.“

Dieser Beitrag ist zuerst auf t3n.de erschienen.


(jle)



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