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Lilith Wittmann und David Zellhöfer im Podcast: Staatliche IT-Fails | c’t uplink


De-Mail, ID Wallet und jetzt der Datenatlas – die Zahl staatlicher Digital-Fails steigt und steigt. Die Gründe dafür kennen Lilith Wittmann und David Zellhöfer: Hackerin Wittmann hat schon diverse Staats-Apps wie die ID-Wallet zerlegt. Und Zellhöfer, der Professor für digitale Innovation in der Verwaltung ist, zeigte die Datenatlas-Defizite in einem 170-seitigen „Kurzgutachten“ auf. „Das ging schnell von der Hand, weil die Mängel recht offensichtlich waren“, erzählt er in unserer Uplink-Sonderfolge.

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Mit Wittmann und Zellhöfer besprechen wir, warum genau solche Projekte scheitern. Hoffnung macht dabei, dass manche Behörden es besser hinkriegen: „Ich sehe das zum Beispiel bei der Fitko“, berichtet Lilith. Diese Digitalisierungsbehörde arbeite an dauerhaften Produkten statt an befristeten Projekten.

Kontrovers wird’s beim Thema Digitale Souveränität: Wittmann und Zellhöfer kritisieren Initiativen, die den Wechsel von US-Anbietern zu deutschen oder europäischen Alternativen propagieren. Ihre Beweggründe erläutern sie ausführlich im Podcast – nicht nur mit Blick auf den Staat, sondern auch für Privatnutzer.

„Datenatlas – Im Dickicht der digitalen Verwaltung“ Diskussionsrunde der TIB Hannover mit Lilith Wittmann und David Zellhöfer:

Zu Gast im Studio: Lilith Wittmann und David Zellhöfer
Host: Sylvester Tremmel und Christian Wölbert
Produktion: Tobias Reimer

► Der Artikel bei heise online zum Thema:

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In unserem WhatsApp-Kanal sortieren Torsten und Jan aus der Chefredaktion das Geschehen in der IT-Welt, fassen das Wichtigste zusammen und werfen einen Blick auf das, was unsere Kollegen gerade so vorbereiten.

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Formel 1: Apple will mehr Lizenzen – neuer Chef ist Porsche-Fahrer


Apple glänzt eigentlich mit seinem Ökoimage: So versucht der Konzern, immer mehr Recyclingmaterial bei der Produktion zu verwenden und will seine gesamte Lieferkette alsbald dekarbonisieren. Doch in Sachen Sportunterhaltung bei Apple TV geht es derzeit eher weg vom Umweltschutz: Hier steht zunehmend die nicht gerade als nachhaltig verschriene Formel 1 im Mittelpunkt. Und das soll auch noch länger so bleiben, wie der Dienste- und Inhaltechef des iPhone-Herstellers, Eddy Cue, vor Journalisten sagte.

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Gegenüber Reuters deutete Cue auf Nachfrage an, dass Apple darauf hofft, die Rennserie eines Tages global zu lizenzieren. Aktuell hat das Unternehmen nur die Formel-1-Rechte für die Vereinigten Staaten erwerben können, die man für (sehr) viel Geld von der Disney-Tochter ESPN übernommen hatte. In Europa wird die Rennserie im Rahmen von Apple TV blockiert.

Apples Formel-1-Enthusiasmus speist sich unter anderem aus dem Erfolg des Films „F1“ mit Brad Pitt, der auch an der Kinokasse ein Hit war (200 Millionen US-Dollar Kosten bei mindestens 634 Millionen Dollar Einspielergebnis). Laut der Macher ist ein zweiter Teil derzeit geplant. „Ich hoffe und erwarte, dass es den geben wird“, so Cue am Rande des Formel-1-Rennens in Miami in der vergangenen Woche. Für Apple seien schon die USA ein Riesenmarkt für die Formel 1. Von dort aus wolle man „ausbauen“ – sofern die Rennserie hier mitzieht.

Gegenüber Reuters verriet Cue auch noch ein weiteres Detail, das so nicht bekannt war: Nicht nur Tim Cook ist ein Formel-1-Fan, sondern auch sein im September startender Nachfolger als CEO John Ternus. Der fahre selbst einen Porsche und sei bei Amateurrennen dabei, sagte der Dienstechef.

Zur Formel 1 in Miami habe es Ternus nur deshalb nicht geschafft, weil er zum Porsche-Rennen in Laguna Seca war, das am gleichen Wochenende lief. Dort war Apple unter anderem als Fahrzeugsponsor im Retrolook aus den Achtzigern mit am Start. „Seid also ganz beruhigt: Wenn überhaupt, wird er sogar bei noch mehr Rennen dabei sein als Tim. Er ist ein riesiger Formel-1-Fan und weiß genau Bescheid“, so Cue gegenüber Reuters.

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(bsc)



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So bootet Windows per UEFI


Nach dem Einschalten eines Windows-Computers dauert es etwas, bis das Logo des PC- oder Mainboard-Herstellers erscheint, welches den Start des Betriebssystems signalisiert. Was in der Zwischenzeit passiert, ist im Alltag zwar ohne Belang, doch es sieht anders aus, wenn beispielsweise Reparaturen am Bootprozess erforderlich sind.

Sie können zwar schon dann, wenn Ihr Windows noch läuft, einen Blick unter die Haube werfen. Was Sie dann jedoch zu sehen bekommen, mag eher verwirrend als hilfreich wirken. Also dröseln wir das mal auf.

  • Nach dem Einschalten durchläuft ein UEFI-PC vier Stufen: Hardware-Initialisierung, UEFI-Bootmanager, Windows-Bootmanager und Windows-Loader.
  • Der UEFI-Bootmanager steckt in der Firmware, der Windows-Bootmanager Bootmgfw.efi liegt auf der EFI System Partition (ESP) und der Windows-Loader Winload.efi im Windows-Ordner unter System32.
  • Die Boot-Konfiguration steckt in UEFI-Variablen in der Firmware sowie in speziellen Dateien (BCD-Stores). Mit BCDedit können Sie beides auslesen, doch bitte Vorsicht beim Ändern.

Nach dem Einschalten des Computers startet zuerst die Firmware des Mainboards. So eine Firmware haben viele Geräte, beispielsweise SSDs, Netzwerkkarten und Drucker, aber auch moderne Waschmaschinen und Autos. Das Mainboard hat eine spezielle Form von Firmware, nämlich ein „Basic Input/Output System“, bekannter unter der Abkürzung BIOS. Wenn das der UEFI-Spezifikation entspricht, verhält es sich an vielen Stellen zwar anders als ein herkömmliches Legacy BIOS, doch umgangssprachlich wird auch UEFI-Mainboard-Firmware oft als (UEFI-)BIOS bezeichnet und ihre Konfigurationsoberfläche als BIOS-Setup.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „So bootet Windows per UEFI“.
Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.



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Daemon Tools Lite: Infizierte Installer durch Supply-Chain-Attacke


Wer seit dem 8. April die Daemon Tools Lite von der Herstellerwebseite heruntergeladen hat, hat damit Schadsoftware auf den Rechner verfrachtet. Die Installer sind mit den offiziellen digitalen Zertifikaten signiert und wirken zunächst unscheinbar. Anscheinend handelt es sich um eine Supply-Chain-Attacke.

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Die Virenanalysten von Kaspersky sind auf die infizierten Installer gestoßen. In ihrer Untersuchung führen sie aus, dass die Installer seit dem 8. April 2026 trojanisiert wurden – und das bis jetzt zu den aktuellen Downloads anhält. Anfang Mai sind die IT-Forscher darauf gestoßen und konnten dann die älteren infizierten Installer identifizieren. Betroffen sind demnach die Installer der Daemon Tools und Daemon Tools Lite von Version 12.5.0.2421 bis hin zu 12.5.0.2434. Eine Analyse der Fassung 12.5.0.233b des Lite-Installers auf VirusTotal bestätigt mit einer heuristischen Erkennung von Kaspersky (HEUR:Trojan.Win64.Agent.gen) den Befall der aktuell auf der offiziellen Webseite der Daemon Tools herunterladbaren Dateien (Achtung, zum Meldungszeitpunkt noch trojanisierte Downloads!). Kaspersky hat den Hersteller der Daemon Tools, AVB Disc Soft, kontaktiert, jedoch bislang offensichtlich erfolglos.

Die IT-Forscher ordnen aufgrund der Malware-Analyse die Angreifer als aus China stammend ein. Die Telemetrie der Kaspersky-Sensoren zeigt demnach, dass Individuen und Organisationen aus mehr als 100 Ländern die Software zum Hantieren mit Disk-Abbildern wie ISO-Images in infizierter Fassung installiert haben. Von allen betroffenen Maschinen habe jedoch lediglich ein Dutzend weitere Malware-Stufen nachgeladen. Die gehörten zu Einzelhandel, Wissenschaft, Behörden und Fertigungsindustrie. Das sei ein Hinweis auf gezielte Angriffe. Die Opfer stammen aus Russland, Brasilien, Türkei, Spanien, Deutschland, Frankreich, Italien und China.

Interessierte finden in der Kaspersky-Analyse tiefergehende Details zu Malware und infizierten Dateien. Die Schadsoftware sammelt unter anderem Informationen, darunter Hardwaredaten wie MAC-Adressen oder über laufende Prozesse und installierte Software. Eine minimalistische Backdoor bringt sie ebenfalls mit. Am Ende listet Kaspersky eine längere Liste an Hinweisen auf Infektionen (Indicators of Compromise, IOC).

In jüngster Zeit kommt es vermehrt zu Angriffen, bei denen die bösartigen Akteure Schadcode in sonst vertrauenswürdige Software einschleusen. Ende vergangenen Jahres hatte es etwa den mächtigen Texteditor Notepad++ getroffen. Auch die Webseite CPUID, die die populären Tools CPU-Z und HWMonitor beheimatet, hatte Mitte April Malware verteilt.


(dmk)



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