Künstliche Intelligenz
MacBook Pro M5 Pro im Test: Das Pro im Pro
Im März hat Apple seine MacBook-Pro-Reihe mit den Prozessoren M5 Pro und M5 Max aktualisiert. Das MacBook Pro mit dem einfachen M5 war schon im Oktober 2025 auf den Markt gekommen. Apple hatte uns schon vor dem Verkaufsstart zwei MacBook Pros mit M5 Max zur Verfügung gestellt, weshalb wir diese Ausführungen bereits im Labor hatten.
Nun folgt der Test von zwei Geräten mit dem bezahlbaren M5 Pro. Wie nahe kommen sie den teuren MacBooks mit M5 Max oder reicht eigentlich auch ein einfacher M5?
Wir haben die Basisvariante mit 15 CPU- und 16 GPU-Cores ins Labor geholt, die mit 24 GByte RAM und 1-TByte-SSD 2500 Euro kostet. Als zweites Gerät nahmen wir uns das MacBook Pro M5 Pro 18/20 Cores 48/2048 GByte mit Nanotextur zum Preis von 3880 Euro vor. Beide haben ein 14-Zoll-Display.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „MacBook Pro M5 Pro im Test: Das Pro im Pro“.
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Künstliche Intelligenz
Bahnverkehr wegen Funkstörung deutschlandweit eingestellt
Die Züge stehen an Deutschlands Bahnhöfen still, die Reisenden sitzen fest: Der Bahnverkehr ist wegen eines Ausfalls des digitalen Bahnfunks GSM-R bundesweit eingestellt.
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Das hat ein Lokomotivführer in einem Online-Posting mitgeteilt. Demnach sollte das Umschalten auf ein Backup-System rund eine halbe Stunde dauern. Dennoch dürften Züge und Reisende wesentlich länger aufgehalten werden, weil die Wiederinbetriebnahme des Bahnverkehrs schrittweise erfolgen muss.
Probleme mit GSM-R haben in Deutschland schon mehrfach für Großstörungen im Bahnverkehr gesorgt. Betroffen sind diese Nacht jedenfalls die Deutsche Bahn sowie ihrer Mitbewerber Metronom und Erixx, aber wohl auch alle anderen, die Infrastruktur der Deutschen Bahn nutzen. Die Züge werden aus Sicherheitsgründen angehalten, möglichst im nächsten Bahnhof.
Den GSM-R-Ausfall hat auch ein Sprecher der Deutschen Bahn am Abend auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa bestätigt. „Unsere Techniker sind mit Hochdruck daran, die Störung zu beheben“, sagte er. Weitere Informationen gäbe es sobald möglich.
(nie)
Künstliche Intelligenz
Oracle streicht alle 25 Minuten einen Arbeitsplatz
Mit manischem Tempo investiert auch Oracle in Infrastruktur für Künstliche Intelligenz. Nicht nur möchte Oracle dieses Jahr 50 Milliarden US-Dollar durch Schuldscheine und neu gedruckte Aktien aufstellen, auch intern schichtet der Konzern fleißig um: von Menschen zu Maschinen. Im Ende Mai abgelaufenen Geschäftsjahr hat Oracle nicht weniger als 21.000 Stellen gestrichen.
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Frühere Berichte über eine Kündigungswelle finden sich in dem am Montag bei der US-Kapitalmarktbehörde SEC (Securities Exchange Commission) hinterlegten Jahresbericht Oracles bestätigt. Ende 2024 zählte Oracle 159.000 Mitarbeiter, Ende Mai 2025 162.000 Arbeitsplätze, doch Ende Mai 2026 waren es nur noch 141.000 – 13 Prozent oder 21.000 weniger als ein Jahr zuvor. Auf das Jahr umgelegt ist also rechnerisch alle 25 Minuten ein Job weggefallen.
Die Angaben beziehen sich auf Vollzeitäquivalente; da nicht alle Mitarbeiter Vollzeit beschäftigt sind, ist die Zahl der betroffenen Menschen jeweils höher. Nach wie vor sind Oracles verbliebene Mitarbeiter seit durchschnittlich acht Jahren bei dem Datenkonzern beschäftigt.
Mehr Kündigungen in den USA
„Keine unserer Mitarbeiter in den USA sind durch Gewerkschaften vertreten”, weist Oracle aus. „Bei bestimmten ausländische Tochtergesellschaften vertreten Gewerkschaften oder Betriebsräte manche unserer Mitarbeiter.” Daher überrascht nicht, dass die Kündigungswelle US-Mitarbeiter Oracles überproportional trifft. Dort sind fast 16 Prozent gegangen worden (9.000 von zuvor 58.000), in anderen Ländern nicht ganz elf Prozent (12.000 von zuvor 104.000).
Wer meint, für den Aufbau von KI-Infrastruktur brauche Oracle mehr Hardware-Spezialisten, irrt: Dort wurde von zuvor 3.000 Stellen gleich jede Dritte gestrichen, so viel wie in keiner anderen Sparte.
Da die Nachfrage nach KI-Dienstleistungen derzeit das Angebot übersteigt, kann Oracle Vertrieb und Marketing zurückfahren. Dort sind von zuvor 31.000 Stellen 6.000 verschwunden, also knapp ein Fünftel. Die Forschung und Entwicklung ist um fast ein Siebtel von zuvor 50.000 auf nunmehr 43.000 geschrumpft worden.
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„Cloud services and license support operations” heißt nun „Cloud and software” und hat statt 29.000 nur noch 26.000 Stellen. Und bei „Services” sind von zuvor 37.000 noch 34.000 da. Den geringsten Einschnitt hat das Management in der allgemeinen Verwaltung gewagt, wo jede zwölfte von zuvor 12.000 Stellen fehlt.
(ds)
Künstliche Intelligenz
Energieeffizienz: Bundesregierung will Vorgaben für Rechenzentren lockern
Eine umstrittene Reform des Energieeffizienzgesetzes ist auf dem Weg. Nach monatelangem Ringen zwischen den deutschen Ministerien für Wirtschaft, Digitales, Finanzen und Umwelt soll die Gesetzesnovelle am Mittwoch das Bundeskabinett passieren. Ziel des heise online vorliegenden Entwurfs ist eine beschleunigte Umsetzung der EU-Energieeffizienzrichtlinie. Doch das Gesetzesvorhaben sorgt schon im Vorfeld für Auseinandersetzungen: Die IT-Wirtschaft warnt vor Überregulierung. Zivilgesellschaftliche Organisationen sehen in dem Plan einen eklatanten Rückschritt beim Klimaschutz und einen Kniefall vor den großen Tech-Konzernen.
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Im Zentrum der Novelle des deutschen Energieeffizienzgesetzes stehen die Vorgaben für Betrieb und Gesamteffizienz von Rechenzentren, gemessen am Power-Usage-Effectiveness-Wert (PUE). Wer künftig eine solche Anlage neu in Betrieb nehmen will, muss mittelfristig einen PUE-Wert von 1,2 erreichen. Die Kennzahl besagt, dass für jede Kilowattstunde Strom, die direkt in die Rechenleistung fließt, höchstens ein Fünftel zusätzlich für die Infrastruktur verbraucht werden darf.
Ein solcher Zusatzbedarf fällt primär bei der Kühlung der Server an. Dass die Einigung überhaupt zustande kam, gilt als Kompromiss innerhalb der Koalition. Letztlich haben sich die SPD-geführten Ministerien mit ihren etwas strengeren Vorschlägen durchgesetzt und eine Aufweichung bestehender Vorgaben verhindert. Je näher der PUE-Wert an 1,0 liegt, umso energieeffizienter ist ein Rechenzentrum.
Wirtschaft profitiert von Bürokratieabbau
Der Branchenverband eco warnt vor Wettbewerbsnachteilen für den Standort. Aus seiner Sicht passen die politischen Ankündigungen von souveränen Cloud-Strukturen, digitaler Resilienz und neuen KI-Großprojekten nicht mit Gesetzen zusammen, die die dafür dringend benötigten Rechenzentren ausbremsen würden. Die Digitalwirtschaft fordert bürokratiearme Eins-zu-eins-Umsetzung der EU-Vorgaben, wie es im Koalitionsvertrag stehe. Über das EU-Recht hinausgehende Regulierung gefährde Investitionen und treibe Betreiber ins Ausland.
Ganz anders bewertet die Organisation AlgorithmWatch die Lage. Ihr zufolge würde die Reform den Klimaschutz verwässern. Der anstehende Kabinettsbeschluss hebele Transparenzpflichten aus und entlaste Tech-Giganten wie Google und Microsoft auf Kosten der Allgemeinheit und der Umwelt. Er würde Betreibern erleichtern, bei Rechenzentren weiter auf fossile Energieträgern zu setzen, und Pflichten zur Weitergabe von Energieverbrauchsdaten an Endkunden aufweichen. Da wichtige Umweltdaten künftig als Geschäftsgeheimnisse unter Verschluss gehalten werden könnten, drohe Verlust an Kontrollmöglichkeiten.
Wegfallende Pflichten
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Tatsächlich sieht der Entwurf vor, nationale Vorgaben, die über das von der EU geforderte Mindestmaß hinausgehen, konsequent zurückzufahren. Die Regierung begründet das mit Bürokratieabbau und Entlastung der Wirtschaft. Die Neufassung werde den jährlichen Erfüllungsaufwand für Unternehmen um rund 760 Millionen Euro senken. Einmalige bürokratische Belastungen für die Wirtschaft sollen sogar im Ausmaß von rund 2,9 Milliarden Euro entfallen. Erreicht wird dies etwa dadurch, dass die Schwellenwerte für verpflichtende Energie- und Umweltmanagementsysteme angehoben werden. Das soll tausende Betriebe von teuren Nachweis- und Auditpflichten befreien.
Das Umweltinstitut München hält das Vorhaben angesichts der Klima- und Energiekrise für unverantwortlich, geopolitisch kurzsichtig und schädlich auch für die Wirtschaft. Der Entwurf sorge dafür, dass ein Großteil der Firmen seinen eigenen Energieverbrauch nicht mehr überwachen müsse. Pläne für wirtschaftliche Energiesparmaßnahmen würden hinfällig. Technisch vermeidbare Abwärme dürfe wieder produziert und müsse nicht zwingend wiederverwendet werden, um Fernwärmenetze mit klimaneutraler Wärme zu versorgen. Einsparauflagen für Kommunen entfielen. Das wäre ein Antrieb weniger für die Sanierung von Schulen, kommunalen Schwimmbädern und Krankenhäusern.
Ungenutzte Einsparpotenziale
Einen Lichtblick gibt es laut den Bedenkenträgern bei den Vorgaben für Rechenzentren: Wenigstens für Neubauten soll die Effizienzkennzahl PUE beim aktuellen Wert beibehalten werden. Auch wenn dieser nun für vier Jahre nicht mehr in der Praxis, sondern nur auf dem Design-Papier, nachgewiesen werden müsse, sei das ein Signal.
Ferner blieben Meldungen an die Plattform für Abwärme wenigstens für sehr große Konzerne verpflichtend. Das Umweltinstitut fordert, dass beim Energiesparen mehr passieren müsste: Alleine durch kurzfristig rentable Maßnahmen könnte die deutsche IT-Branche pro Jahr 29 Milliarden Euro Energiekosten vermeiden.
(ds)
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