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Künstliche Intelligenz

Marktforschung: YouTube löst Disney als weltgrößten Medienkonzern ab


YouTube löst laut einer Analyse von MoffettNathanson nun Disney als weltgrößten Medienkonzern ab, zumindest gemessen an dem jährlichen Umsatz. YouTube hat 2025 demnach einen geschätzten Jahresumsatz von 62 Milliarden US-Dollar verzeichnet, wie The Hollywood Reporter unter Berufung auf das Finanzforschungsunternehmen berichtet. The Walt Disney Company habe hingegen nur 60,9 Milliarden US-Dollar umgesetzt, die eigenen Parks und Resorts nicht eingerechnet.

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Über 40 Milliarden US-Dollar hat YouTube demnach allein durch Werbeeinnahmen generiert. Die restlichen Einnahmen seien auf die Dienste YouTube Premium, YouTube Music, YouTube TV und das Sportangebot NFL Sunday Ticket zurückzuführen, erklärt The Hollywood Reporter weiter. Wäre YouTube ein eigenes Unternehmen, hätte es jetzt einen Wert von 500 bis 560 Milliarden US-Dollar. Im vergangenen Jahr hätte MoffettNathanson YouTubes Wert noch auf 475 bis 550 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Bereits im Februar dieses Jahres hatte Alphabet – die Mutterfirma der Videoplattform – bekannt gegeben, dass YouTubes Jahresumsatz 2025 60 Milliarden US-Dollar überstiegen hätte, ohne jedoch eine genauere Zahl zu nennen.

Um den Umsatz durch Werbung weiter zu erhöhen, hatte Google seine Werbekundinnen und -kunden zudem kürzlich darüber informiert, dass in der YouTube-App auf Fernsehgeräten künftig 30-sekündige, nicht überspringbare Werbespots laufen sollen. In den USA wird YouTube auf keinem anderen Gerät so häufig konsumiert wie auf dem Fernseher.


(mho)



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Chinesischer Autokonzern will Elektroautofabrik in Spanien bauen


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Chinesische Elektroautos aus Europa: Der staatliche chinesische Autokonzern SAIC Motor Corporation plant den Bau einer Fabrik für Elektroautos der Marke MG in Europa. Die Wahl fiel auf Spanien.

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Die Entscheidung sei noch nicht finalisiert, berichtet die US-Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mehrere Quellen mit Insiderwissen. Auch seien wichtige Details wie die Größe und Produktionskapazität der Fabrik, ein Zeitplan sowie die Höhe der Investition noch nicht geklärt.

Ein anderer möglicher Standort neben Spanien hätte Ungarn sein können. Das Land hat sich in den vergangenen Jahren um die Ansiedlung von Elektroauto- und Akkuproduktionsstätten bemüht. So hat etwa der Konzern BYD 2023 beschlossen, seine europäische Fertigung dort aufzubauen.

Grund für die Expansion nach Europa sind die Einfuhrzölle, die die Europäische Union (EU) seit 2024 auf Elektroautos aus China erhebt. Baut der Konzern die Fahrzeuge in der EU, entfallen die Zölle. Anfang dieses Jahres hat die EU allerdings eine Lockerung beschlossen: So werden keine Zölle fällig, wenn sich die Elektroautohersteller verpflichten, Mindestpreise für ihre Fahrzeuge festzusetzen.

SAIC will vor allem Fahrzeuge der einstigen britischen Marke MG in Spanien bauen. Die elektrischen MG, wie etwa der MG4, erfreuen sich zunehmender Beliebtheit.

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(wpl)



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Künstliche Intelligenz

Top 10: Die beste Gaming-Tastatur im Test – mechanisch, Hall-Effect & TMR


Gaming-Tastaturen haben besondere Anforderungen. Wir zeigen die besten Keyboards mit mechanischen und magnetischen Switches aus über 30 Tests.

Beim Begriff Gaming-Tastatur hat wohl jeder eine etwas andere Vorstellung. Für manche ist die Optik mit bunter RGB-Beleuchtung ausschlaggebendes Kriterium. Für andere sind es Funktionen wie das Erstellen von Makros sowie das Neu- oder Mehrfachbelegen von Tasten. Auch die Wahl der Switches spielt in diesem Zusammenhang für viele eine Rolle.

Der Markt mechanischer und magnetischer Gaming-Tastaturen (Hall Effect) hat in den vergangenen Jahren immer mehr Zuwachs bekommen und ist von der Enthusiasten-Nische in den Mainstream gewandert. Regelmäßig werben Hersteller mit neuen Funktionen und technologischen Durchbrüchen bei der Soft- und Hardware um die Gunst der Kunden.

Wir zeigen in dieser Bestenliste die besten Gaming-Tastaturen mit mechanischen sowie magnetischen Switches (Hall Effect), die uns durch ihre Funktionen, ihren einsteigerfreundlichen Preis oder ihr stimmiges Gesamtpaket überzeugen.

Welche ist die beste Gaming-Tastatur?

Die Akko Mod 007 HE Year of Dragon für 214 Euro ist unser Testsieger, da sie mit ihrem stimmigen Design, ihrem Funktionsumfang und der hochwertigen Verarbeitung ein exzellentes Schreib- und Gaming-Erlebnis schafft.

Der Technologiesieger ist die Asus ROG Azoth 96 HE, die mit Hall-Effect-Switches, einem Touch-Display und unglaublich starkem Akku für 322 Euro überzeugt.

Preis-Leistungs-Sieger ist die Royal Kludge RK84 für 63 Euro (Code heiseBestenlisten) – nicht zuletzt durch den preiswerten Einstieg in die Welt des Hot-Swapping.

Wer auf der Suche nach dem besten Schreiberlebnis ist, dem empfehlen wir die unglaublich gut klingende Wobkey Rainy 75 DE ISO für 169 Euro. Ein ganz neues Schreib- und Zockgefühl bietet indes die Keychron Q16 HE 8K für 240 Euro, mit Gehäuse und Tasten aus Keramik sowie magnetischen Switches und 8000-Hz-Abtastrate.

Hinweis: Bei den in dieser Auflistung sowie in den Artikeln verlinkten Preisen handelt es sich um Momentaufnahmen, die sich jederzeit ändern können. Wir aktualisieren unsere Bestenlisten in der Regel mehrmals pro Jahr mit neuen Produkten und passen in diesem Zusammenhang auch immer die Preise an. Unsere Bestpreis-Widgets innerhalb der Bestenliste und der Einzeltests aktualisieren sich hingegen selbstständig und zeigen immer den tagesaktuellen Bestpreis des jeweiligen Produkts an.

KURZÜBERSICHT

Für 214 Euro bekommt man mit der Akko Mod 007 HE Year of Dragon eine fantastische Gaming-Tastatur mit Hall-Effect-Switches. Ihre hochwertige Verarbeitung, ihr edles Design und das perfekt abgestimmte Schreibfeeling bereiten wahre Freude auf dem Schreibtisch, egal ob beim Arbeiten oder Zocken. Die vielen Einstellungsmöglichkeiten der Switches ermöglichen zudem, die Tastatur den eigenen Wünschen entsprechend anzupassen.

VORTEILE

  • herausragende Verarbeitung
  • schickes & hochwertiges Design
  • gute Hall-Effect-Einstellungsmöglichkeiten
  • 8000-Hz-Abtastrate
  • fantastisches Schreibgefühl

NACHTEILE

  • Web-App hat Verbesserungspotenzial

Die Asus ROG Azoth 96 HE kommt für 322 Euro mit starker Ausstattung: Hall-Effect-Switches, 8000-Hz-Abtastrate und einem OLED-Touchdisplay. Clevere Stromsparfunktionen verleihen dem Akku zudem eine äußerst lange Laufzeit, und die praktische Web-App vereinfacht die Einrichtung der Gaming-Peripherie ungemein.

VORTEILE

  • extrem starke Akkuleistung dank Stromsparfunktion
  • farbiges OLED-Touchdisplay
  • Web-App mit vielen Einstellungsmöglichkeiten
  • guter Klang beim Tippen

NACHTEILE

  • sehr teuer
  • kein Vollaluminiumgehäuse
  • Funktionen der App nur teilweise oder gar nicht erklärt

Die Royal Kludge RK84 75% Wireless bietet für 62 Euro (Code heiseBestenlisten) eine äußerst kompetente und überraschend gut verarbeitete mechanische Gaming-Tastatur. Sie ist nicht nur hot-swap-fähig und unterstützt drei verschiedene Verbindungsmodi, sondern hat auch einen pass-through USB-A-Port, mit dem man z.B. Geräte laden oder in bestimmten Fällen sogar Peripherien anschließen und verwenden kann.

VORTEILE

  • günstig
  • drei Verbindungsmodi
  • hot swappable
  • zusätzlicher USB-Anschluss

NACHTEILE

  • halb gare Software
  • günstige ABS-Tasten

Ratgeber

Warum zu einer mechanischen Gaming-Tastatur greifen?

Im Grunde machen alle Tastaturen auf den ersten Blick dasselbe: Drückt man eine Taste, wird der Buchstabe ausgegeben oder die Spielfigur in eine bestimmte Richtung bewegt. Die Frage ist nur, wie gut die Tastatur das macht.

Mechanische Tastaturen gehören im Gaming-Bereich seit Jahren zum Standard. Der Unterschied zu klassischen Membran-Tastaturen, wie sie oft im Büro stehen, liegt in den sogenannten Switches: Statt einer durchgehenden Gummimatte sitzt unter jeder Taste ein eigener mechanischer Switch. Das sorgt für ein klareres Tippgefühl und ermöglicht schnellere Reaktionen und mehr Präzision – entscheidend beim Spielen.

Ein weiterer Pluspunkt: Die Tasten halten länger und lassen sich bei vielen mechanischen Keyboards einzeln austauschen. Außerdem gibt es verschiedene Switch-Typen mit unterschiedlichen Eigenschaften. Welche Variante am besten passt, hängt vom persönlichen Geschmack und Einsatzzweck ab.

Neben den technischen Aspekten ist vor allem auch die Individualisierbarkeit von mechanischen Tastaturen für viele ein Kaufgrund. Angefangen bei unterschiedlichen Formfaktoren hin zum Design der Tastatur. Die Tastenkappen der meisten mechanischen Keyboards sind austauschbar – da genormt – und viele Geräte unterstützen auch den Austausch der darunterliegenden Switches.

Gefällt das Design der Tastenkappen (Keycaps im Englischen) nicht? Kein Problem: einfach durch ein neues Set ersetzen. Die verbauten Clicky-Switches sind zu laut? Im Handumdrehen sind sie durch eine lineare Variante ausgetauscht. Die Individualisierungsmöglichkeiten sind vielfältig, können aber auch getrost ignoriert werden, wenn man möchte.

Was gilt es bei den Tastaturgrößen zu beachten?

Mechanische Tastaturen gibt es in unterschiedlichen Größen, die teilweise eine Umgewöhnung erfordern, wenn man zuvor nur regulär große Keyboards verwendet hat. Man unterteilt die Größen dabei überwiegend in Prozente. Je nach Hersteller sind die Layouts der Tastaturen etwas anders, bewegen sich aber fast alle im selben prozentualen Bereich. Folgend beschreiben wir die gängigsten Formfaktoren:

Die 100-Prozent-Tastatur (fullsize) ist, wie der Name schon suggeriert, eine vollwertige Tastatur. Bei ihr vermisst man keinerlei Tasten, sie ist dafür aber auch besonders platzraubend auf dem Schreibtisch.

Wer seine Maus mit hohen DPI verwendet, dürfte mit der Größe einer 100-Prozent-Tastatur beim Spielen keine Probleme haben.

96-Prozent-Tastaturen sind im Prinzip 100-Prozent-Tastaturen, bei denen einzelne, meist selten genutzte, Tasten wie die Druck- oder Pause-Taste fehlen. Je nach Hersteller rücken Tastenfelder auch näher zusammen, um ungenutzte Fläche zu vermeiden. Dadurch ist das Layout der Tastatur etwas platzsparender, während man den Großteil der Funktionen beibehält.

Die ROG Azoth 96 HE trägt den 96-Prozent-Formfaktor bereits im Namen

TKL (auch 80 Prozent) steht für Tenkeyless und beschreibt Tastaturen, bei denen das Numpad fehlt. Man behält in diesem Design die wichtigsten Tasten der Peripherie bei, während durch das Entfernen des Numpads Platz gespart wird. TKL-Keyboards eignen sich daher gut zum Zocken, ohne dabei zu viele Kompromisse bei der Bedienung der Tastatur eingehen zu müssen.

Größenunterschied zwischen einer 100-Prozent-Tastatur und einer TKL-Tastatur.

75-Prozent-Keyboards verzichten neben den Zifferntasten auch auf einzelne Navigationstasten, ähnlich wie beim 96-Prozent-Layout. Das ermöglicht ein noch kompakteres Design, bei dem so wenig dead space wie möglich auf der Tastatur übrig bleibt. Optisch kann das Ganze etwas zusammengequetscht wirken.

Beim 75-Prozent-Format wird noch einmal mehr ungenutzte Fläche eliminiert.

65-Prozent-Tastaturen sind deutlich kompakter und erfordern in der Regel eine Umgewöhnung, da sie komplett auf die F-Tasten verzichten. Stattdessen sind die Funktionen dieser auf die Tastenreihe darunter ausgelagert. Mithilfe der Fn-Taste, die immer bei 65-Prozent-Layouts vorhanden ist, greift man so weiter auf sie zu.

Das Fehlen der F-Tasten kann für viele schon ein Ausschlusskriterium des kompakten 65-Prozent-Formfaktors sein.

Mit 60-Prozent-Tastaturen erreicht man das Minimum an Tasten und Tastaturgröße, mit dem es sich noch überwiegend gut zocken lässt. Im Vergleich zum etwas größeren 65-Prozent-Layout vermisst man hier zusätzlich noch die Pfeiltasten. Das kompakte Layout wurde vor allem in der Shooter-Szene durch Tastaturen des Herstellers Ducky populär. Für Büroarbeiten sind solche Modelle oft unpraktisch, weil zu viele Tasten fehlen und nur über Hinzunahme der Fn-Ebene erreichbar sind.

60-Prozent-Tastaturen eignen sich hauptsächlich zum Zocken. Für die produktive Büroarbeit sind sie aufgrund der vielen fehlenden Tasten für uns zu unpraktisch.

Clicky, tactile oder doch linear – so unterscheiden sich Switches

Im Bereich der Gaming-Tastaturen kommt es nicht nur auf den Funktionsumfang der Peripherie an, sondern auch auf ihre Reaktionsschnelle, Genauigkeit, das Tippgefühl und die Langlebigkeit.

Neben der Switch-Charakteristik sind vorrangig die Werte Betätigungskraft und Distanz zum Betätigungspunkt relevant. Die Betätigungskraft sagt aus, wie viel Kraft man ausübt, bis die Taste anschlägt. Die Distanz gibt an, wie weit der Switch sich bewegen muss, bis er am Betätigungspunkt ankommt. Wie hoch oder niedrig man die Werte haben möchte, ist zum einen Geschmackssache, zum anderen abhängig vom Verwendungszweck der Tastatur. Möchte man die Tastatur hauptsächlich zum Zocken verwenden, lohnen sich etwa Switches, deren Auslösekraft und Distanz zur Betätigung niedrig sind.

Mechanische Switches werden nach wie vor am häufigsten verwendet. Hier gibt es hauptsächlich drei unterschiedliche Typen: clicky, linear und tactile.

Drückt man eine Taste mit Tactile-Switch spürt man einen leichten Widerstand, wenn man am Auslösepunkt angekommen ist. Überwindet man diesen Widerstand, schlägt die Taste an. Daraus resultiert eine höhere Betätigungskraft, was für viele beim Spielen störend sein kann.

Clicky-Switches funktionieren ähnlich wie tactile Switches, mit dem Unterschied, dass zusätzlich zum taktilen Feedback auch ein deutlich hörbares Klick-Geräusch hinzukommt. Aufgrund dessen empfinden andere Menschen, die sich im gleichen Raum aufhalten, diese gerne mal als zu laut und ablenkend. Sie empfehlen sich daher nicht für den Bürogebrauch.

Linear-Switches sind häufig die beste Option, wenn man geräuscharmer tippen möchte, da ihnen sowohl taktiles als auch hörbares Feedback fehlen. Häufig erfordern sie eine niedrigere Betätigungskraft als die anderen Switches, was dazu führt, dass sie sich gut zum Zocken eignen. Wer in puncto Lärm ganz auf Nummer sicher gehen möchte, wählt hier dann die Silent-Variante, die es öfter bei linearen Switches gibt.

Zu den regulären mechanischen Switchtypen gesellen sich die optischen und magnetisch-mechanischen Switches dazu.

Hall-Effect-Switches sind besonders im Gaming-Bereich beliebt, da sie aufgrund ihres Designs Möglichkeiten schaffen, den Betätigungspunkt individuell softwaregesteuert anzupassen. Das gelingt aufgrund der Magnete und Hall-Effekt-Sensoren im Inneren der Switches. Wird der Switch betätigt, drückt der Magnet nach unten, wodurch sich das magnetische Feld verändert, was wiederum vom Hall-Effekt-Sensor registriert wird.

Tastaturen mit magnetischen Switches sind in der Lage, den Betätigungspunkt zwischen 0,1 mm und 4,0 mm festzulegen. Hinzu kommt, dass bei vielen Keyboards dieser Art auch die sogenannte Rapid-Trigger-Funktion zum Einsatz kommt. Aktiviert man diese, wird eine Verzögerung zwischen Tastendruck und dem Loslassen der Taste komplett aufgehoben und die Taste registriert beides bereits bei der leichtesten Veränderung des ausgeübten Drucks. Dadurch verschafft man sich natürlich primär beim Zocken enorme Vorteile, da so bestimmte Aktionen in sehr kurzen Abständen immer und immer wieder erfolgen können.

Durch Hinzunahme von TMR-Sensoren (Tunnel Magnetoresistance), die bereits minimale Veränderungen im Widerstand des Magnetfelds sofort registrieren, sind TMR-Tastaturen in der Lage, noch präziser als herkömmliche Hall-Effect-Keyboards zu reagieren. Sie verwenden dafür ebenfalls magnetische Switches.

Hall-Effect-Keyboards haben den Vorteil, dass man per Software den Betätigungspunkt für jede Taste individuell bestimmen kann.

Optical-Switches funktionieren über eine Lichtschranke. Wenn der Switch betätigt wird, unterbricht die Schranke, wodurch das Infrarotlicht nicht mehr auf den Sensor trifft und der Tastendruck damit registriert wird. Da bei optischen Switches kein physischer Kontakt entstehen muss, um Tastenanschläge zu registrieren, sind sie potenziell deutlich langlebiger als reguläre mechanische Switches. Ähnlich wie Hall-Effect-Switches profitieren auch Optical-Switches von individuell einstellbaren Betätigungspunkten. Hersteller wie Razer setzen vermehrt auf diese Technologie.

Die Wahl der Switches ist schlussendlich immer Geschmackssache, da sie sich alle anders anfühlen oder anhören. Manche Switches eignen sich besser zum Zocken, während sich andere beim Schreiben besser anfühlen. Ideal ist es, wenn man vor dem Kauf der Tastatur die Möglichkeit hat, verschiedene Switches auszuprobieren, um den besten Fit für sich selbst zu finden.

Häufig verwendete Begriffe auf einen Blick

In der Welt der mechanischen Gaming-Tastaturen haben sich so manche Begriffe – in der Regel auf Englisch – etabliert, deren Bedeutung auf den ersten Blick nicht immer ersichtlich ist. Wir haben daher die gängigsten einmal zusammengefasst:

N-Key-Rollover: Wenn bei den Spezifikationen einer Tastatur steht, dass sie N-Key-Rollover unterstützt, dann bedeutet das, dass sie in der Lage ist, alle Tasten auf der Tastatur gleichzeitig zu registrieren und zu verarbeiten. Steht bei einer Tastatur zum Beispiel 6-Key-Rollover, dann erkennt sie maximal sechs gleichzeitig gedrückte Tasten. Mit dem Key-Rollover Test stellt man rasch fest, ab wie vielen Tasten die eigene Tastatur Schluss macht.

Polling-Rate (Abtastrate): Die Polling-Rate einer Tastatur sagt aus, wie häufig sie mit dem PC kommuniziert. Der Industriestandard liegt bei 1000 Hz. Die Tastatur kommuniziert also einmal pro Millisekunde mit dem Computer. High-End-Gaming-Tastaturen arbeiten mittlerweile mit bis zu 8000 Hz, um die Verzögerung zwischen Eingabe an der Tastatur und Ausführung am PC noch einmal zu verkürzen. Wie gewinnbringend das Tech-Upgrade wirklich ausfällt, ist umstritten. Generell bedeutet eine höhere Abtastrate aber mehr Auslastung für die CPU und ist daher für schwachbrüstige PCs nicht unbedingt zu empfehlen.

Hot-Swapping: Spricht man von einer Tastatur, die Hot-Swapping unterstützt, dann sind die mechanischen Switches des Geräts während des laufenden Betriebs durch andere austauschbar. Das bringt direkt mehrere Vorteile mit sich: Zum einen erlaubt es, kaputte Switches problemlos durch neue zu ersetzen. Zum anderen ermöglicht es, die Tastatur den eigenen Wünschen anzupassen. Etwa wenn einem die von Werk aus verbauten Switches der Tastatur nicht gefallen, weil sie vielleicht zu laut sind oder sich nicht gut anfühlen beim Tippen. Mit einem Switch-Puller, einer Art Zange, löst man die Switches vom Board. Achtung: Nicht jeder Switch passt auf jedes Keyboard. In der Regel steht bei den Spezifikationen einer Tastatur mit Hot-Swap-Unterstützung, welche Arten von Switches sie unterstützt.

Pre-lubed Switches: Viele Hersteller werben mit pre-lubed (vorgeschmierten) Switches und/oder Stabilisatoren. Das Vorschmieren der Switches sorgt primär dafür, dass sie sich sanfter beim Schreiben anfühlen und somit ein besseres Tippgefühl ermöglichen sollen. Durch das Schmieren wird das Aufeinandertreffen der Komponenten entschärft und ein kratziges Geräusch vermieden. Je nach Keyboard ist es auch möglich, nachträglich selbst zu schmieren.

Double-Shot-PBT-Keycaps: PBT-Keycaps sind Tastenkappen aus PBT-Plastik (Polybutylenterephthalat). Double-Shot ist ein Verfahren, bei dem man zwei, oft verschiedenfarbig gegossene Tastenkappen aufeinander stülpt. Eine der beiden dient dabei nur für die Beschriftung der Tasten, während die andere hauptsächlich für den Körper der Tastenkappe genutzt wird. Das Verfahren ist deswegen so beliebt, da die so entstehenden Keycaps deutlich länger lesbar bleiben und aufgrund des PBT-Materials generell langlebiger sind. Dafür sind PBT-Keycaps aber auch etwas teurer.

ABS-Keycaps: Günstiger sind Keycaps aus ABS-Plastik (Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer). Sie fühlen sich glatter an als das PBT-Pendant und haben eine leicht glänzende Oberfläche im Vergleich zur matten Oberfläche der PBT-Tastenkappen. Leider nutzen sie auch deutlich schneller ab. Während PBT-Keycaps sehr langlebig sind, zeichnen sich bei ABS-Plastik bereits nach kürzerer Zeit Abnutzungen ab. Die Tasten haben dann häufig einen fettigen Look, den man auch nicht mehr aus dem Material bekommt.

Fazit

Die Welt der Gaming-Tastaturen ist vielfältig. Egal, ob man nur bunte Beleuchtung möchte, eine voll anpassbare Peripherie, die einen sowohl beim Zocken als auch beim Schreiben unterstützt, oder sich gar einen kompetitiven Vorteil durch die Wahl der Tastatur erhofft. Jeder wird über kurz oder lang fündig.

Neben schnellerer Reaktionszeit sprechen vorrangig eine gute Nachhaltigkeit durch austauschbare Switches sowie die nach Vorliebe auswählbare Tipp-Charakteristik für die Anschaffung einer mechanischen Tastatur. So kann man je nach Anspruch und Geschmack seine Wunsch-Tastatur auswählen und zusammenstellen. Zudem sind, wie unsere Bestenliste zeigt, mechanische Tastaturen nicht mehr zwangsläufig teuer. Im Gegenteil: Modelle von Royal Kludge beweisen, dass man selbst weit unter 100 Euro noch gute Tastaturen mit mechanischen Switches bekommt.

Wer preislich höher ins Regal greift, bekommt hochwertigere Materialien sowie zusätzliche, aber nicht für jedermann notwendige Premium-Funktionen, wie modulare Nummernblöcke und Multimedia-Displays oder magnetische Switches, mit denen man das Schreibverhalten der Tastatur bis ins kleinste Detail anpassen kann.

BESTENLISTE

Tastatur für 238 Euro im Test! Akko Mod 007 HE Year of Dragon ist unfassbar gut

Die Gaming-Tastatur Akko Mod 007 HE Year of Dragon mit Hall-Effect-Switches ist nicht nur stylish, sondern hat auch ordentlich was unter der Haube.

VORTEILE

  • herausragende Verarbeitung
  • schickes & hochwertiges Design
  • gute Hall-Effect-Einstellungsmöglichkeiten
  • 8000-Hz-Abtastrate
  • fantastisches Schreibgefühl

NACHTEILE

  • Web-App hat Verbesserungspotenzial

Die Gaming-Tastatur Akko Mod 007 HE Year of Dragon mit Hall-Effect-Switches ist nicht nur stylish, sondern hat auch ordentlich was unter der Haube.

Die Mod 007 HE Year of Dragon von Akko überrascht nicht nur durch ihre auffällige Optik. Von der Verarbeitung bis zur Ausstattung spielt die Gaming-Tastatur nämlich ganz vorn mit. Dank Hall-Effect-Technologie profitiert man von individuell einstellbaren Betätigungspunkten der Switches und weiterer damit zusammenhängender Funktionen, die sowohl das Gaming als auch das reguläre Tippen bereichern sollen. Mit einer 8000-Hz-Abtastrate ist die kabelgebundene Tastatur außerdem, zumindest auf dem Papier, äußerst verzögerungsfrei. Das Vollaluminium-Gehäuse mit extra verbautem Gewicht gibt der Tastatur nicht nur festen Halt auf dem Schreibtisch, sondern unterstützt auch die Akustik beim Tippen. Wir haben das aktuelle Modell der Akko Mod 007 HE Year of Dragon getestet und verraten, ob und für wen sich der Kauf lohnt. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Lieferumfang

Neben den fast schon zum Standard gehörenden Essentials wie Staubschutz, Keycap- und Switch-Puller sowie dem unentbehrlichen USB-A-zu-USB-C-Verbindungskabel wartet die Mod 007 HE Year of Dragon mit ein paar Überraschungen auf: Zusammen mit der Tastatur im DE-Layout bekommt man auch Tastenkappen-Sets für das UK- und FR-Layout sowie Mac-spezifische Keycaps. Zudem ist ein Keycap-Set mit alternativen Designs inkludiert, das sich optisch ebenfalls in die Year-of-the-Dragon-Thematik einordnet.

Ungewöhnlich ist die im Lieferumfang enthaltene FR4-Platte. Diese kann man, wenn gewünscht, durch die rigidere Aluminium-Platte im Inneren des Gehäuses austauschen, um das Schreibgefühl zu verändern. Den Inbusschlüssel, um das Gehäuse aufzuschrauben, gibt es mitsamt Ersatzschrauben ebenfalls dazu.

Design

Direkt beim Auspacken der Tastatur fallen uns zwei Dinge auf. Erstens: Was für ein schwerer Brocken. Und zweitens: Was für eine schicke Tastatur. Die Masse kommt nicht von irgendwo her, denn am Boden des Gehäuses ist ein PVD-Gewicht mit Spiegel-Finish installiert. So bringt das Keyboard trotz des 75-Prozent-Formfaktors mit den Maßen 333 x 141 x 33 mm stolze 2,2 kg auf die Waage.

Das chinesische Jahr des Drachen ist der thematische Fokus des Designs. Die Tasten sowie das Gehäuse sind mit entsprechenden Motiven bedruckt. Zeichnungen, die an traditionelle Darstellungen von Drachen erinnern, sowie unter anderem chinesische Schriftzeichen schmücken die Keycaps der Tastatur. Die obere Hälfte des dreifach eloxierten Gehäuses ist ebenfalls mit Drachenillustrationen bedruckt und komplettiert den Look. Akko verzichtet hierbei auf knallige Farben und setzt bei der Mod 007 HE Year of Dragon stattdessen auf reduzierte Blau-, Grün- und Gelb/Goldtöne, wobei das Gehäuse selbst schwarz ist. Das verschafft dem Keyboard einen edlen Look, der nicht sofort nach verspieltem Gaming schreit. Der goldfarbene Mittelrahmen, der die obere von der unteren Gehäusehälfte optisch trennt, unterstreicht die ohnehin schon hochwertige Optik des Keyboards.

Das spiegelnde Gewicht auf der Unterseite der Tastatur hat ebenfalls einen Drachenaufdruck spendiert bekommen – ein cooles Detail. Allerdings sammelt es Fingerabdrücke ohne Ende, weswegen wir das Keyboard auch prompt wieder umdrehen, um uns dieser Realität nicht weiter stellen zu müssen.

Ausstattung

Auch unter der Haube hat die Akko Mod 007 HE Year of Dragon einiges zu bieten. Wie bei leichten Gaming-Mäusen (Bestenliste) zeichnet sich bei Gaming-Keyboards der Trend hin zur 8000-Hz-Abtastrate ab. Die höhere Frequenz soll für weniger Verzögerung beim Tippen und Zocken sorgen und so die Arbeit mit der Peripherie flüssiger gestalten. Akko hat der Mod 007 HE Year of Dragon ebendiese spendiert. Da die hohe Polling-Rate aber auch der CPU des PCs mehr abverlangt, kann man die Abtastrate bei Bedarf in der Web-App herunterschalten. Um von den vielen Funktionen der Tastatur Gebrauch machen zu können, arbeitet ein 32-Bit-ARM-Cortex-M4-Prozessor im Inneren des Keyboards.

Als magnetische Hall-Effect-Switches kommen in der V2-Variante der Tastatur die hauseigenen Akko Astrolink zum Einsatz. Diese benötigen eine Initialkraft von 36±5 gf und haben einen Reiseweg von 3,4 mm. Den Betätigungspunkt stellt man via der Web-App ein. Hier steht ein Bereich von 0,1 mm bis 3,0 mm zur Verfügung.

Wie es sich für eine Gaming-Tastatur gehört, darf auch bei der Mod 007 HE Year of Dragon die Festbeleuchtung in Form von ARGB-LEDs nicht fehlen. Diese haben hier eine Wiederholfrequenz von 500 Hz, was angeblich Ermüdungserscheinungen verhindern soll. Ob und inwiefern das einen tatsächlichen Nutzen hat, können wir nicht beurteilen, allerdings haben die hier verbauten LEDs eine erstaunlich schwache Leuchtkraft und fallen tagsüber in gut beleuchteten Räumen ohnehin kaum auf, wozu auch die lichtundurchlässigen Keycaps beitragen. Uns stört das nicht, wer jedoch viel Wert auf eine intensive Leuchtkraft legt, muss sich nach einer anderen Tastatur umsehen.

Als Tastenkappen kommen Dye-Sub-PBTs im Cherry-Profil zum Einsatz, welche die gewohnt griffigere Textur im Vergleich zur günstigeren ABS-Alternative mit sich bringen.

Für eine feingetunte Akustik und ein ebenso abgestimmtes Tippgefühl sind mehrere Lagen an geräuschdämpfenden Materialien verbaut und die Aluminium-Platte der Tastatur mit Dichtungen versehen (Gasket-Mount). Neben einer Lage Poron-Schaumstoff unmittelbar unter der Aluminium-Platte gibt es eine weitere Lage, die den Boden des Gehäuses auskleidet. Eine PET-Schicht über der Leiterplatte und eine VHB-Schicht direkt darunter tragen ebenso zur Optimierung der Geräuschkulisse beim Tippen bei.

Software

Sämtliche Keyboard-Einstellungen sind auf eine Web-App ausgelagert. Neben der Tastenneubelegung und dem Makro-Editor finden sich Beleuchtungseinstellungen sowie Hall-Effect-Funktionen wieder. Sogar die Möglichkeit, selbst erstellte Beleuchtungskompositionen, Makros und Tastenkonfigurationen hochzuladen und so mit anderen Nutzern zu teilen, gibt es.

Um das Verhalten beim Tippen anzupassen, stehen Funktionen wie Dynamic Keystrokes, Mod-Tap, Toggle Key und Snap Key bereit. Selbstverständlich lässt sich auch der Betätigungspunkt jeder einzelnen Taste individuell verändern und die Rapid-Trigger-Funktion hinzuschalten. Über Dynamic Keystrokes richtet man für eine Taste bis zu vier unterschiedliche Aktionen ein, in Abhängigkeit der gedrückten Distanz. Beispielsweise gibt die D-Taste dann ab 0,7 mm die Funktion der Windows-Taste und beim kompletten Durchdrücken (3,2 mm) eine nochmals andere Funktion aus. Gleiches kann man auch für die Distanz beim Loslassen der gedrückten Taste konfigurieren.

Mod-Tap ermöglicht hingegen, einer Taste zwei unterschiedliche Funktionen zuzuordnen, abhängig davon, ob man sie nur kurz antippt oder gedrückt hält. So kann man etwa beim Spielen zwei unterschiedliche Fähigkeiten auf eine Taste legen und erspart sich eine zusätzliche Bewegung auf der Tastatur. Wie lange man die Taste gedrückt halten muss, damit die zweite Funktion aktiviert, legt man in der App fest.

Toggle Key aktiviert eine ausgewählte Taste immer wieder, ohne sie dauerhaft gedrückt halten zu müssen. Der erste Tastenanschlag startet dabei den Vorgang, der zweite beendet ihn wieder. Snap Key gibt bei zwei gleichzeitig gedrückten Tasten der zuletzt gedrückten Taste Priorität. Hält man also im Spiel A gedrückt, um nach links zu laufen, und drückt dann D für eine Bewegung nach rechts, ohne dabei die A-Taste loszulassen, registriert die Tastatur nur den Input der D-Taste.

Die Beleuchtungseinstellungen liefern wenig Überraschendes. Insgesamt gibt es 23 verschiedene Modi zur Auswahl, die ein Stück weit konfigurierbar sind. Überwiegend in Bezug auf Helligkeit, Geschwindigkeit, Farbauswahl und die Ausrichtung des Effekts. Selbstverständlich lassen sich alle Tasten einzeln und unterschiedlich farblich anpassen. Ein so erstelltes Beleuchtungsprofil kann man dann anschließend hochladen und so mit anderen Nutzern der Web-App teilen. Ebenso ist es möglich, Kreationen anderer auf das eigene Keyboard zu laden.

Leider ist die Übersetzung der App aus dem Chinesischen ins Englische und ins Deutsche nicht optimal. Auch Menüführung und generelle Benutzerfreundlichkeit könnten an manchen Stellen besser sein. Das sollte bei diesem Preis nicht so sein. Die Funktion Rapid Trigger hat beispielsweise keinen eigenen Menüpunkt und ist über einen leicht zu übersehenden Toggle hinzu schaltbar. Ebenso ist das Abspeichern des eigenen Layouts im Dropdown-Menü der einzelnen Layer versteckt.

Tippgefühl

Kurz und bündig: Schreiben auf der Akko Mod 007 HE Year of Dragon klingt fantastisch und fühlt sich phänomenal gut an. Die aufwendige Geräuschoptimierung durch die verschiedenen Lagen an dämpfenden Materialien zahlt sich aus, denn sie spendiert der Tastatur einen butterweichen und hellen Thock-Sound. Störender Hall, kratzende Geräusche und Key Wobble gibt es nicht. Möchte man ein etwas nachgebendes Gefühl beim Tastendrücken, tauscht man die vorinstallierte Aluminium-Platte mit der mitgelieferten FR4-Platte aus.

Preis

Die UVP der Akko Mod 007 HE Year of Dragon liegt bei 238 Euro. Derzeit ist sie im offiziellen Akkogear-Shop für 214 Euro erhältlich.

Fazit

Die Mod 007 HE Year of Dragon von Akko ist eine geniale, wenngleich teure, Hall-Effect-Tastatur, die uns mit ihrem edlen Design, der hochwertigen Verarbeitung und ihrem Funktionsumfang überzeugt. Als Gaming-Tastatur liefert sie dank 8000-Hz-Polling-Rate, Hall-Effect-Switches und praktischen Funktionen über die Web-App eine top Performance ab. Auf ihr zu tippen ist sowohl akustisch als auch haptisch ein Vergnügen. Den hohen Preis von 226 Euro kann und möchte nicht jeder für eine Tastatur stemmen, dafür bekommt man hier aber auch eine wirklich hervorragend abgestimmte Peripherie. Einzig die Web-App hat bezüglich Benutzerfreundlichkeit Verbesserungspotenzial, ist ansonsten aber problemlos nutzbar.

ROG Azoth 96 HE im Test: Gaming-Tastatur mit Akku, der die Apokalypse überdauert

Dank eines ausgeklügelten Stromsparmodus kann die ROG Azoth 96 HE problemlos mehrere Tage mit nur einer Akkuladung verwendet werden.

VORTEILE

  • extrem starke Akkuleistung dank Stromsparfunktion
  • farbiges OLED-Touchdisplay
  • Web-App mit vielen Einstellungsmöglichkeiten
  • guter Klang beim Tippen

NACHTEILE

  • sehr teuer
  • kein Vollaluminiumgehäuse
  • Funktionen der App nur teilweise oder gar nicht erklärt

Dank eines ausgeklügelten Stromsparmodus kann die ROG Azoth 96 HE problemlos mehrere Tage mit nur einer Akkuladung verwendet werden.

Mit der ROG Azoth 96 HE geht Asus nun auch den Weg der Hall-Effect-Tastaturen und spendiert der kabellosen 96-Prozent-Peripherie zudem eine 8000-Hz-Abtastrate. Besonders beeindruckend ist aber tatsächlich der ausgeklügelte Stromsparmodus, der die Akkulaufzeit enorm steigert. Wir haben das Keyboard im Arbeitsalltag und beim Zocken getestet und verraten, ob es einen Platz auf dem Schreibtisch verdient hat. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Lieferumfang

Mit der Tastatur bekommt man ein USB-C-zu-USB-C-Verbindungskabel samt USB-A-Adapter sowie den 2,4-GHz-Funkdongle inklusive Verlängerungsadapter. Da die Azoth 96 HE Hot-Swapping unterstützt, liegen der Tastatur ein Switch-Puller aus Plastik und ein Keycap-Puller aus Metall bei. Diese klicken praktischerweise platzsparend ineinander. Wie bei den anderen Azoth-Modellen bekommt man auch mit der 96 HE eine Handgelenkauflage aus Gummi, die leider nicht magnetisch an der Tastatur haftet und sich relativ leicht verschieben lässt.

Vier zusätzliche Tastenkappen – drei davon durchsichtig – liegen ebenfalls bei. Die vierte Keycap dient dazu, die vorinstallierte Menü-Taste mit Copilot-Aufdruck bei Bedarf gegen eine reguläre Ctrl-Tastenkappe (Strg) auszutauschen. Kurzanleitung und Sticker-Set runden das Paket ab.

Design

Mit ihrem 96-Prozent-Format misst die ROG Azoth 96 HE 382 x 42 x 136 mm und bringt etwa 1,37 kg auf die Waage. Die obere Hälfte des Gehäuses ist aus Aluminium, welches ihr Robustheit verleiht. Für den hohen Preis hätten wir hier definitiv ein Vollaluminiumgehäuse erwartet. Farblich bleibt es beim Gehäuse und den Tasten bei Grau und Schwarz. Letztere kommen aufgrund der RGB-Beleuchtung mit lichtdurchlässiger Beschriftung. Der OLED-Touchscreen samt Kontrollknopf befindet sich über dem Numpad. Die Verarbeitung ist makellos. Auch bei genauerer Inspektion finden wir keine Schönheitsfehler am Metall oder dem Plastik. Alles sitzt fest, nichts klappert.

Im Vergleich zu einer 100-Prozent-Tastatur ist die Azoth 96 HE etwas kompakter. Das liegt daran, dass selten genutzte Tasten wie Rollen, Einfg und Pos 1 entfernt und das Numpad sowie die Pfeiltasten zusammengerückt wurden. Die Funktionen der nun fehlenden Tasten erreicht man weiterhin per Fn-Ebene.

Ausstattung

Als kabellose Gaming-Tastatur verbindet sich die Asus ROG Azoth 96 HE per 2,4-GHz-Funk, Bluetooth und per USB-C-Kabel mit dem PC. Dabei hat sie eine Abtastrate von 8000 Hz, die was für eine äußerst niedrige Latenz sorgt. Im Gegensatz zu vielen anderen Tastaturen mit einer so hohen Abtastrate verwendet die Azoth 96 HE einen ausgeklügelten Stromsparmodus, bei dem jede Taste nur dann mit einer Abtastrate von 8000 Hz arbeitet, wenn sie gedrückt wird, und ansonsten auf 250 Hz zurückfällt. Wer lieber permanent 8000 Hz haben möchte, kann das in der Web-App festlegen.

In Kombination mit weiteren Stromsparanpassungen hat der Akku der Gaming-Tastatur eine beachtliche Laufzeit. Nach über zwei Tagen im täglichen Einsatz bei der Arbeit und abends beim Zocken hat der Akku immer noch 93 Prozent Ladung. Nach etwa fünf Tagen sind es noch 65 Prozent. Hier hängt es natürlich davon ab, wie stark die Beleuchtung der Tasten und des Touchdisplays eingestellt ist. Wir nutzen beides mit 50 Prozent Helligkeit.

Bei den Switches handelt es sich um ROG HFX V2 mit Hall-Effect-Technologie und einer Initialbetätigungskraft von 32 gf und einer Gesamtbetätigungskraft von 49 gf. Der Betätigungspunkt ist zwischen 0,1 mm und 3,5 mm vollständig anpassbar – sowohl über das Keyboard direkt als auch per Web-App. Die Tastenkappen sind aus PBT-Plastik im Doubleshot-Verfahren hergestellt, was sie robuster und griffiger macht als günstigere ABS-Alternativen. Da die Tastatur einen Windows- und einen Mac-Modus hat, sind auch die Tasten mit spezifischen Icons beider Betriebssysteme versehen.

Das OLED-Display kann per Touch gesteuert werden und wartet mit kräftigen Farben auf. Einen Screensaver oder separaten Timer, damit der Bildschirm abdunkelt oder ganz ausschaltet, gibt es leider nicht. Wir hoffen, dass das noch per Software-Update nachgereicht wird. Aktuell schaltet der Bildschirm nur dann aus, wenn auch die Tastatur in den Sleep-Modus wechselt.

Software

Anstatt der lokalen App Armoury Crate, wie sie bei älteren Produkten noch Verwendung findet, kommt bei der Azoth 96 HE die Web-App Gearlink zum Einsatz. Damit muss keine zusätzliche Software installiert werden und die Einstellungen sind Betriebssystem-übergreifend verfügbar. Die Verbindung mit der Tastatur funktioniert einwandfrei, sowohl per Kabel als auch über den Funkreceiver.

Neben Firmware-Updates für Receiver und Keyboard hält das Web-Tool auch Einstellungsmöglichkeiten für die Tastenbelegung, die Hall-Effect-Eigenschaften und die Beleuchtung bereit. Für die Tastenbelegung stehen die gängigen Funktionen wie Mediasteuerung, Mausklicks, Dynamic Keystroke, Toggle Trigger und Mod Tap parat. Makros kann man zwar über Gearlink aufzeichnen, wie man sie anschließend per Web-App auf die Tasten legt, konnten wir nicht herausfinden. Generell fehlt uns in der App das ein oder andere Tooltip für eine bessere Erklärung der verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten.

In 0,01er-Schritten legt man den Betätigungspunkt der Switches global oder nur für einzelne Tasten fest und auch die Deadzone ist anpassbar. Standardfeatures wie Rapid Trigger und Speed Tap kann man ebenfalls hinzuschalten und konfigurieren.

Die Beleuchtungseinstellungen bieten wenig Überraschendes. Insgesamt 10 verschiedene Effekte stehen zur Auswahl und lassen sich in Geschwindigkeit, Farbe und Helligkeit anpassen. Je nach Effekt kommen auch Ausrichtung und die Breite, also ob der Effekt die ganze Tastatur oder nur einen Teil gleichzeitig mit Farbe befüllt, hinzu.

Einstellungen für das OLED-Touchdisplay beinhalten verschiedene Hintergrundbilder und Animationen – eigene Elemente hochladen ist ebenfalls möglich. Auch, welche Informationen das Display anzeigen soll, stellt man hier ein. Uns hat hier die Anzeige der Tastenanschläge pro Sekunde gut gefallen. Selbstverständlich gibt es auch einen Musik-Modus sowie eine Datumsanzeige. Mit dem Kontrollknopf navigiert man durch verschiedene On-Board-Funktionen der Tastatur. Per App lassen sich auch individuelle Aktionen, losgelöst von den Voreinstellungen, auf die einzelnen Bedienelemente des Kontrollknopfs legen.

Im Großen und Ganzen liefert die App eine gute Auswahl an nützlichen Einstellungsmöglichkeiten, gerade erklärungsbedürftigen Funktionen fehlt es aber an Tooltips. Hier hoffen wir, dass zukünftige Updates die Benutzerfreundlichkeit verbessern.

Tippgefühl

Für das Schreiberlebnis hat die Asus ROG Azoth 96 HE das volle Programm der Soundoptimierung spendiert bekommen. Zusätzlich zu den Silikondichtungen kleiden mehrere Lagen sound- und vibrationsdämpfende Materialien wie Poron-Schaumstoff, ein Poron-Pad, ein IXPE-Switch-Pad und ein Silikon-Pad das Innere der Tastatur aus.

Beim Tippen liefert die Azoth 96 HE einen präzisen Thock-Sound ab, der dank erwähnter Dämpfungsmaßnahmen klar und prägnant ertönt. Weder Kratzen, Hallen noch Pings machen sich beim Tippen bemerkbar. Auch die Stabilisatoren der Enter- und Leertaste leisten hier ganze Arbeit und verhindern das gerne mal hohl klingende und hallende Zurückschnalzen der größeren Tasten.

Beim Zocken machen sich hingegen die 8000 Hz bemerkbar, die in Kombination mit den magnetischen Hall-Effect-Switches für schnelle und präzise Tastenanschläge sorgen.

Preis

Die UVP der Asus ROG Azoth 96 HE liegt bei 399 Euro. Aktuell kostet sie 322 Euro.

Fazit

Die Asus ROG Azoth 96 HE überzeugt mit einem unglaublich ergiebigen Akku, einer hervorragenden Verarbeitung und einem OLED-Touchdisplay, das mit kräftigen Farben aufwartet. Nützliche Funktionen, auf die entweder per Web-App oder über die Steuerung per Kontrollknopf direkt am Keyboard zugegriffen wird, bereichern die Tastatur ungemein. Beim Zocken fühlen sich Tasteneingaben knackig und präzise an, was nicht zuletzt an der 8000-Hz-Abtastrate und den fein justierbaren Hall-Effect-Switches liegt.

Dem gegenüber steht die sehr hohe UVP von 399 Euro, die aus der Gaming-Tastatur ein Enthusiasten-Produkt macht. Für den Preis bekommt man zudem ein nur teilweise aus Aluminium bestehendes Gehäuse. Das ändert zwar alles nichts daran, dass die Azoth 96 HE eine super gelungene, mit Features nur so vollgestopfte Tastatur ist, dürfte für die meisten aber ein klares Ausschlusskriterium beim nächsten Tastaturkauf sein.

Gaming-Tastatur Royal Kludge RK84 75% Wireless im Test: günstig, mechanisch, gut

Die Royal Kludge RK84 75% Wireless liefert ein erstaunlich umfassendes Gesamtpaket für ihre Preiskategorie. Ob sie wirklich rundum überzeugt, zeigt der Test.

VORTEILE

  • günstig
  • drei Verbindungsmodi
  • hot swappable
  • zusätzlicher USB-Anschluss

NACHTEILE

  • halb gare Software
  • günstige ABS-Tasten

Die Royal Kludge RK84 75% Wireless liefert ein erstaunlich umfassendes Gesamtpaket für ihre Preiskategorie. Ob sie wirklich rundum überzeugt, zeigt der Test.

Royal Kludge hat sich als Anbieter preiswerter mechanischer Keyboards etabliert und bringt mit der RK84 75% Wireless eine kompakte all-round Gaming-Tastatur an den Start. Features wie Hot Swapping, mehrere Verbindungsmodi, programmierbare Tasten und pass-through USB-Ports am Keyboard sollen dabei die Peripherie von der Konkurrenz aus dem Budget-Tastaturen-Markt abheben. Inwiefern das gelingt, erklären wir im Test.

Lieferumfang

Die Royal Kludge RK84 75% kommt mit USB-C-auf-USB-C-Kabel, vier Ersatzswitches und einem 2-in-1 Tastenkappen- und Switch-Puller. Am Kabel befestigt ist zudem ein USB-A-Adapter, damit die Tastatur auch an PCs Anschluss findet, die nur über USB-A-Ports verfügen. Auch eine Betriebsanleitung ist im Paket inkludiert.

Der Rahmen der RK84 75% Wireless ist abnehmbar und löst sich, indem man von unten dagegen drückt. Anstatt fest verbauter Füßchen entschied man sich hier für die magnetisch anbringbare bzw. abnehmbare Variante. Leider gibt es keine Möglichkeit, diese in der Tastatur zu verstauen. Anders sieht es da beim Funk-Dongle aus. Für diesen gibt es eine Aussparung auf der Rückseite der Tastatur, in der er Platz findet. So besteht keine Gefahr, dass er leicht abhandenkommt.

Design

Die Royal Kludge RK84 75% Wireless kommt in zwei Farbvarianten – Schwarz und Weiß – daher. Als 75-Prozent-Tastatur fehlt ihr das Numpad und der Block an Funktionstasten ist vertikal neben Enter- und Pfeiltasten angeordnet.

Beim Rahmen hat man auf Magnete verzichtet, wodurch sich das Abnehmen beinahe so anfühlt, als würde man die Tastatur auseinanderreißen. Das ist verwunderlich, da bereits bei den Füßen und dem Funk-Dongle Magnete zum Einsatz kamen.

Das Gehäuse der Tastatur ist vollständig aus Plastik, was bei dem Preis aber normal ist. Die Tasten sind Double-Shot und aus günstigerem ABS-Plastik, was dazu führt, dass sie sich glatter beziehungsweise weicher anfühlen als das PBT-Pendant.

Auf der Rückseite des Keyboards befinden sich zwei Schalter – zum Ein- und Ausschalten der Tastatur und um zwischen dem Bluetooth- und Funkmodus zu wechseln.

Die zwei pass-through USB-A-Ports, die neben dem USB-C-Port platziert sind, erlauben es etwa weitere Peripherien anzuschließen, um sie am PC zu verwenden oder nur zu laden. Dafür muss die Tastatur jedoch im kabelgebundenen Modus sein. Während unseres Tests funktionierten nicht alle Geräte, die wir über die pass-through Ports angeschlossen hatten. Eine Razer-Maus funktionierte auf Anhieb problemlos, wohingegen eine Logitech-Maus nach dem Anschließen nicht ansprang. Leider ist es nicht ganz ersichtlich, welchen Datendurchsatz die pass-through USB-Ports haben, da man auch auf der Seite von Royal Kludge nicht näher auf deren Spezifikationen eingeht.

Inbetriebnahme

Die Royal Kludge RK84 75% Wireless ist theoretisch direkt nach dem Auspacken einsatzbereit. Man schließt sie entweder per Kabel an den PC, verwendet das Keyboard im Wireless-Mode per Funk-Receiver, der an einem USB-A-Port am PC Platz findet, oder wechselt in den Bluetooth-Modus.

Möchte man mehr aus seiner Tastatur herausholen, kommt man um die Royal Kludge Software nicht herum. Etwas verwirrend: Der angegebene Link in der Betriebsanleitung führt ins Leere, jedoch findet man die Download-Seite relativ schnell, wenn man eigenständig danach sucht.

Viel nerviger ist jedoch, dass nachdem man die Software heruntergeladen und installiert hat, diese direkt ein Update parat hat und es extremst langsam downloadet. In unserem Test hat es ganze 10 Minuten gedauert, bis der Download abgeschlossen war, und das bei einer 1 GBit-Leitung. Neben einem deutlich schnelleren Download wäre hier vor allem wünschenswert, dass die auf der Website zur Verfügung stehende Software immer die aktuellste Version darstellt.

Software

Von den niedrig auflösenden Icons bis hin zum rigiden Menü – die Royal-Kludge-App hat definitiv einen gewissen DIY-Charme. Das tut jedoch der Funktionalität zum Großteil keinen Abbruch. Zudem haben viele Keyboards in diesem Preissektor gar keine Software am Start.

Die App hat vier verschiedene Menüs, wobei zwei davon den RGB-Einstellungen gewidmet sind. Unter Profile passt man die Tastenbelegung des Keyboards an und kann dafür gleich mehrere von ihnen einrichten. Über die abgebildete Tastatur legt man neue Funktionen auf die gewünschten Tasten. Zur Wahl stehen Makros, Tastenkombinationen, einzelne Tasten sowie Windows-Programme und Media-Controls.

Insgesamt 21 unterschiedliche RGB-Effekte gibt es, die zumindest ein Stück weit individualisierbar sind. Das beschränkt sich auf Helligkeit, Geschwindigkeit und Farbe der LEDs. Zusätzlich zu den 21 Effekten gibt es im eigenständigen Menü Custom Lights acht weitere RGB-Settings, bei denen uns aber nicht ganz klar ist, warum man sie ausgelagert hat, da sie sich nicht wirklich von den anderen 21 unterscheiden und schlimmer noch – die Animationen dieser Custom Lights sind sehr abgehackt. Daran änderte auch das Anpassen der Animationsgeschwindigkeit nichts.

So tippt es sich auf der Royal Kludge RK84 75% Wireless

Die RK84 75% Wireless gibt es mit linear (red), clicky (blue) und tactile (brown) Switches. In unserem Exemplar sind taktile Schalter verbaut. Drückt man die Taste, erreicht man nach 2 mm einen Hubbel, den es zu überwinden gilt, damit sie anschlägt. Das bedeutet allerdings auch, dass sie eine höhere Betätigungskraft (55 g) benötigt, als etwa Tasten mit linearen Switches. Möchte man die Tastatur hauptsächlich zum Zocken verwenden, sollte man daher auf lineare Schalter zurückgreifen, da sie durch die geringere Betätigungskraft schneller aktivieren.

Für ein Keyboard dieser Preisklasse schreibt es sich auf der RK84 ziemlich rund und mit erstaunlich wenig Hall. Von der Lautstärke her verhalten sich die bei uns verwendeten braunen Schalter wie erwartet, da in der Tastatur keine speziellen Dämpfungsmaterialien verbaut sind. Hier gilt: Wer sich Büro oder Gaming-Zimmer mit anderen Personen teilt, sollte lieber aufgrund der Lautstärke zu den linearen Schaltern greifen.

Preis

Die Royal Kludge RK84 75% Wireless ist auf der Website von Royal Kludge für 62 Euro im ISO-DE-Layout erhältlich (Code heiseBestenlisten). Auf Amazon kostet die Tastatur aktuell 64 Euro.

Fazit

Mit der Royal Kludge RK84 75% Wireless holt man sich eine durchaus kompetente und vor allem günstige Hot-Swap-Tastatur ins Haus, bei der man das kleinere Budget an manchen Ecken und Kanten merkt. Abgesehen von den günstigeren ABS-Tasten ist es vor allem die Software, die an manchen Stellen etwas nervig und umständlich im Umgang ist. Da sie am Ende des Tages jedoch tut, was sie soll und das mit einer Ausnahme auch sehr zuverlässig, fällt die Kritik nicht so stark ins Gewicht.

Es ist generell erstaunlich, was man für den Preis mit der RK84 75% Wireless bekommt: Hot-Swapping, Pass-Through-USB, mehrere Verbindungsmöglichkeiten und eine dedizierte Software in Kombination mit einer für den Preisbereich soliden Verarbeitung.

Wenn man mit den Abstrichen einer Budget-Tastatur leben kann, dann bekommt man mit der Royal Kludge RK84 75% eine günstige mechanische Tastatur, die in einzelnen Bereichen durchaus auch mit teureren Konkurrenzprodukten mithalten kann.

Hall-Effect-Keyboard Keychron Q16 HE 8K im Test: Tippen wie auf Omas Porzellan

Sowohl das Gehäuse als auch die Tasten der Keychron Q16 HE 8K sind aus Keramik. Dazu kommt das Hall-Effect-Keyboard noch mit performanter Ausstattung.

VORTEILE

  • hochwertiges Design
  • butterweiches Tippen
  • Web-App mit vielen starken Funktionen
  • kompatibel mit Windows, Mac und Linux

NACHTEILE

  • teuer
  • Tasten etwas zu glatt

Sowohl das Gehäuse als auch die Tasten der Keychron Q16 HE 8K sind aus Keramik. Dazu kommt das Hall-Effect-Keyboard noch mit performanter Ausstattung.

Hall-Effect-Tastaturen gibt es mittlerweile immer häufiger. Was die Keychron Q16 HE 8K von allen anderen unterscheidet, sind ihr Keramik-Gehäuse und die Keramik-Tastenkappen. Das sieht nicht nur unglaublich schick und hochwertig auf dem Schreibtisch aus, sondern fühlt sich auch komplett anders beim Tippen an als herkömmliche Keycaps aus Kunststoff.

Aussehen ist aber nicht alles und so hat die kompakte 65-Prozent-Tastatur auch eine Abtastrate von 8000 Hz sowie TMR-Sensoren spendiert bekommen, die in Kombination mit den magnetischen Switches ein hohes Maß an Individualisierbarkeit und eine starke Performance versprechen. Wir klären, ob sie im Einsatz überzeugen kann. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Lieferumfang

Zur Keychron Q16 HE 8K bekommt man das USB-C-zu-USB-C-Verbindungskabel inklusive USB-A-Adapter, einen Keycap-und-Switch-Puller, ein Set an Windows-Tastenkappen, einen Schraubendreher sowie Ersatzschrauben und Ersatz-Gummifüße. Ein Quick-Start-Guide und eine ausführlichere Anleitung liegen ebenfalls bei. Um den Tasten nach dem Einsatz erneuten Glanz zu verleihen, liegt zudem ein Putztuch bei.

Design

Unser Testgerät im ANSI-Format kommt in einem dunklen Blau, die deutsche Variante hingegen in leichtem Grün. Was beide jedoch gemeinsam haben, ist, dass sie vollständig aus Keramik sind. Nicht nur das Gehäuse, sondern auch die Tastenkappen der 65-Prozent-Tastatur glänzen daher prächtig auf dem Tisch. Sie wirkt unheimlich edel. Dem wuchtigen Keramikgehäuse entsprechend bringt das Keyboard trotz kompakter Maße von 315 x 39,1 x 110,8 mm etwas mehr als 1 kg auf die Waage.

Neben dem USB-C-Port für die Kabelverbindung befindet sich ein kleiner Schalter, um zwischen dem Windows- und Mac-Modus der Tastatur zu wechseln. Von Werk aus ist die Q16 HE 8K wie alle Keychron-Keyboards mit Mac-spezifischen Tasten bestückt, welche mit den beigefügten Windows-Pendants jederzeit ausgetauscht werden können. Ausklappbare Standfüße hat sie nicht, Halt bekommt sie durch vier schmale Gummistreifen auf der Unterseite.

Die Verarbeitung ist phänomenal gut. Sowohl das Gehäuse als auch die Tastenkappen weisen keinerlei Makel auf, in dieser Preisklasse darf man das allerdings auch erwarten. Sie wirkt zwar äußerst robust, um Scherben zu vermeiden, würden wir sie dennoch nicht fallen lassen.

Ausstattung

Keychron hat bei der Q16 HE 8K nicht nur beim Design reingebuttert, sondern sie auch auf der Hardware-Seite mit ordentlich Leistung versehen. Mit 8000-Hz-Abtastrate, TMR-Sensoren und magnetischen Switches ist die Q16 HE 8K bestens ausgestattet, um auch beim Zocken abzuliefern. Während die höhere Polling-Rate für eine präzisere Reaktion der Tastatur sorgt, erlauben die magnetischen Switches eine individuelle Anpassung des Betätigungspunkts und bringen eine Reihe an Zusatzfunktionen mit sich.

Bei den Switches handelt es sich um vorgeschmierte Keychron Ultra-Fast Lime Magnetic mit linearem Charakter. Die Startbetätigungskraft beträgt 30 gf, während es 50 gf benötigt, um den Switch komplett durchzudrücken. Die komplette Reisedistanz beträgt 3,5 mm ± 0,1. Der Betätigungspunkt lässt sich von 0,1 bis 3,35 mm frei einstellen, die Switches arbeiten zudem mit einer Sensitivität von 0,01 mm.

Das Keyboard ist kompatibel mit Windows- und Mac-Computern und kann per Schalter jederzeit zwischen den beiden Modi wechseln. Außerdem läuft es auch unter Linux. Dank Onboard-Speicher kann man zudem drei verschiedene Profile abspeichern und per Tastenkombination zwischen ihnen wechseln.

Die Tastenkappen sind aus Keramik im Druckgussverfahren hergestellt und haben das Cherry-Profil. Die sich darunter befindenden nördlich ausgerichteten LEDs scheinen dezent durch. Stört einen die Kombination aus edler Keramik und bunt leuchtenden LEDs, kann man sie auch problemlos ausschalten.

Im Inneren der 65-Prozent-Tastatur verbaut Keychron eine Switch-Platte aus Aluminium, geräuschdämpfenden Schaumstoff und ein Latex-Pad, welches am Boden des Gehäuses ruht. Das PCB unterstützt zudem Hot-Swapping, wodurch andere magnetische Switches mit den bereits verbauten ausgetauscht werden können.

Software

Wie für viele andere Keychron-Tastaturen steht auch für die Q16 HE 8K der Web-Launcher zur Verfügung. Er liefert eine Fülle an Einstellungsmöglichkeiten und erfordert keine Installation auf dem Computer. Das Interface ist übersichtlich aufbereitet und die Funktionen sind größtenteils erklärt.

Bei den Hall-Effect-Einstellungen dreht Keychron ordentlich auf. Selbstverständlich lassen sich über die App die Betätigungspunkte aller Tasten auf einen Schlag oder individuell anpassen. Neben altbekannten Settings wie Dynamic Keystroke, Snap Tap und Rapid Trigger gibt es zudem noch die Möglichkeit, via den Tasten ein Gamepad zu simulieren, inklusive anpassbarer Analog-Kurve.

Snap Tap hat ebenfalls ein Upgrade erhalten. Neben der regulären Last Key Priority gibt es noch Snap Click, Absolute Priority und Cancel Mode. Mit Snap Click wird bei zwei gleichzeitig gedrückten Tasten die tiefer gedrückte aktiviert und die andere zurückgesetzt. Mit Absolute Priority legt man eine Taste fest, die bei zwei Gedrückten immer den Vorrang hat. Cancel Mode sorgt indes dafür, dass bei zwei zuvor festgelegten, gleichzeitig gedrückten Tasten keine der beiden aktiviert wird.

Auch die Tastenbelegung kann man anpassen und via des integrierten Makro-Editors eigene Makros erstellen. 21 vorprogrammierte Beleuchtungseffekte stehen zur Auswahl, mit drei zusätzlichen, die man selbst programmieren kann. Möchte man selbst kreativ werden, gibt es die Möglichkeit, in drei RGB-Zonen die Farbe jeder Taste einzeln anzupassen oder über Mix RGB in zwei unterschiedlichen Zonen Tasten mit verschiedenen Farben und Effekten zu versehen, die zu unterschiedlichen Zeit-Intervallen triggern.

Tippgefühl

Es tippt sich ausgesprochen weich auf der Keychron Q16 HE 8K. Anders als Tasten aus PBT-Kunststoff sind die hier verwendeten Keramik-Tasten vollkommen glatt und fühlen sich so auch weicher an. Das Tippen macht dadurch richtig Spaß.

Beim Zocken kann das allerdings etwas störend sein. Durch die fehlende Griffigkeit und in Kombination mit etwas klammen Fingern kann das Zocken so unter Umständen zur Rutschpartie werden. Es ist zwar nie so schlimm, dass man tatsächlich von der Taste abgleitet, fühlt sich aber in manchen hitzigen Gefechten etwas unsicher an.

Akustisch bekommt man hier einen runden Thock-Sound auf die Ohren. Die Geräuschoptimierung gelingt und ungewolltes Hallen sowie Kratzen entsteht nicht. Die Aluminium-Switch-Platte verleiht beim Tippen zudem eine gute Stabilität.

Beim Zocken überzeugen indes die präzisen Tastenanschläge, und auch die zusätzlichen Hall-Effect-Funktionen leisten in kompetitiven Spielen wie Overwatch und Valorant während des Tests gute Arbeit.

Preis

Die Keychron Q16 HE 8K in Light-Green mit deutschem Tastaturlayout kostet 240 Euro.

Fazit

Die Keychron Q16 HE 8K ist dank ihres einzigartigen Keramik-Designs nicht nur ein wahrer Hingucker, sondern überzeugt auch mit ordentlicher Leistung unter der Haube. Das Zusammenspiel aus geballter Ästhetik und High-End-Komponenten macht aus der kompakten 65-Prozent-Tastatur einen hervorragenden Begleiter sowohl für die tägliche Schreibarbeit als auch für die abendliche Gaming-Session – mit einer Ausnahme. Die glatten Tasten könnten in hitzigen Gefechten für den Einen oder Anderen etwas zu wenig Halt bieten.

Wer sich daran nicht stört und bereit ist, 240 Euro zu bezahlen, bekommt hier eine unglaublich edel anmutende Tastatur, die zudem mit ihren Funktionen auch beim Zocken überzeugt.

Monsgeek M1 V5 TMR im Test: Gaming-Tastatur mit magnetischem Tunnelwiderstand

Die Monsgeek M1 V5 TMR kann dank Sensoren und des magnetischen Tunnelwiderstands deutlich präziser und schneller reagieren als andere Tastaturen.

VORTEILE

  • hochwertige Verarbeitung
  • hervorragendes Tippgefühl
  • praktische Web-App
  • Hot-Swapping mit magnetischen und mechanischen Switches

NACHTEILE

  • teuer
  • Modi-Schalter liegt unter der Caps-Lock-Taste

Die Monsgeek M1 V5 TMR kann dank Sensoren und des magnetischen Tunnelwiderstands deutlich präziser und schneller reagieren als andere Tastaturen.

Die Monsgeek M1 V5 TMR bedient sich des Effekts des magnetischen Tunnelwiderstands, und stellt bereits kleinste Veränderungen des Widerstands im Magnetfeld fest. Dadurch soll sie noch schneller, noch präziser und noch zuverlässiger arbeiten als herkömmliche Hall-Effect-Tastaturen. Wir haben die Peripherie getestet und berichten. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Lieferumfang

Mit der Monsgeek M1 V5 TMR kommen ein USB-A-zu-USB-C-Verbindungskabel und ein 2,4-GHz-Funkdongle für die drahtlose sowie kabelgebundene Verbindung zum PC. Zum Austauschen der Tastenkappen und Switches liegen außerdem Keycap- und Switch-Puller bei. Ein Staubschutz aus Kunststoff sowie eine Kurzanleitung komplettieren das Paket.

Design

Die Monsgeek M1 V5 TMR sieht so gar nicht nach Gaming aus. Würden die (wahlweise) bunt leuchtenden RGBs nicht zwischen den Tasten hervorblitzen, könnte man sie auf den ersten Blick für eine reine Office-Tastatur halten. Ein massiver, rau texturierter Aluminium-Block umschließt die Tasten. Oben rechts thront zudem ein ebenfalls aus Aluminium gefertigter Drehknopf.

Die Tastenkappen der 75-Prozent-Tastatur geben sich in Schwarz und Grau mit einer weißen, gut leserlichen Beschriftung. Sie sind nicht lichtdurchlässig, weswegen die RGB-Beleuchtung nur dezent zwischen den Tasten hervorleuchtet.

Auf der Rückseite der M1 V5 TMR befinden sich vier dünne Gummistreifen, die der Tastatur perfekten Halt auf dem Schreibtisch geben. Sehr unpraktisch ist, dass der Schalter, um zwischen kabellosem und USB-Modus zu wechseln, nicht am Gehäuse, sondern unter der Feststelltaste versteckt ist. Möchte man zwischen den Modi wechseln, muss man dafür jedes Mal die Tastenkappe vorher entfernen. Die fehlende Möglichkeit, den Funkdongle am Gehäuse zu verstauen, ist ebenfalls unpraktisch

Dafür kann sich die Verarbeitung aber mehr als sehen lassen: Die leicht raue Oberfläche des Aluminiums gefällt und verleiht der Tastatur vor allem bei Sonneneinstrahlung ein leichtes Glitzern. Schönheitsfehler können wir auf dem Keyboard keine finden. Die Tasten sitzen zudem alle sauber und gleichmäßig auf den Switches. Insgesamt wirkt die Monsgeek M1 V5 TMR äußerst hochwertig.

Ausstattung

Das Keyboard ist in der Lage, auf drei Wegen mit dem PC zu verbinden: per USB-Kabel, per 2,4-GHz-Funkdongle und via Bluetooth (5.0). Unter Windows 11 bemerken wir keine wirkliche Verzögerung im Funkmodus, wählen zum Zocken aber dennoch immer die Verbindung via Kabel. Auf die 8000-Hz-Abtastrate kann die M1 V5 TMR sowohl per USB als auch per Funk zugreifen. Über den Modi-Schalter wechselt man zudem zwischen Windows- und Mac-Tastenlayout.

Etwas irreführend ist die beworbene Scanrate von 32.000 Hz. Diese ist nämlich nur für die ANSI-Version (amerikanisches Tastenlayout) der M1 V5 TMR verfügbar. Das ISO-Modell arbeitet mit maximal 16.000 Hz, was jedoch nicht wirklich aus der Produktseite hervorgeht. Die Höhe der Scanrate legt fest, wie häufig das Keyboard Tastenzustände pro Sekunde registriert – 16.000 Mal im Falle der Monsgeek. Die Abtastrate (hier maximal 8000 Hz) sagt hingegen aus, wie häufig die Tastatur pro Sekunde mit dem PC kommuniziert.

Als TMR-Tastatur (Tunnel Magnetoresistance) misst die Monsgeek M1 V5 TMR über extrem sensible Sensoren auf der Platine noch so kleine Widerstandsveränderungen im Magnetfeld und bei der Betätigung einer Taste. Das bringt vor allem mit sich, dass sie so viel schneller (unter 0,2 ms) und viel präziser reagieren kann. Die auf Deutsch magnetischer Tunnelwiderstand genannte Technologie ist zudem noch etwas stromsparender als herkömmliche magnetische Hall-Effect-Tastaturen.

Davon profitiert letztendlich der 8000-mAh-Akku, der die Tastatur kabellos mit Strom versorgt. Während unseres Tests stand der Akku selbst mit eingeschalteten LEDs auch nach fünf Stunden noch bei 100 Prozent. Wir verwenden die Peripherie aufgrund des nervig platzierten Modi-Schalters allerdings hauptsächlich mit Kabel, weswegen wir hier keine Langzeitangaben machen können. Wer die Tastatur hauptsächlich zum Zocken verwendet, sollte im Idealfall ohnehin direkt zum Kabel greifen.

Die 75-Prozent-Tastatur misst 333 × 32,6 × 146 mm und wiegt in etwa 1,88 kg.

Software

Die M1 V5 TMR konfiguriert man über die Monsgeek-Web-App per Browser. Das geht sowohl mit als auch ohne angeschlossenes Kabel. Die Software macht auf den ersten Blick einen übersichtlich gestalteten Eindruck. Die Einstellungsmöglichkeiten beinhalten erwartungsgemäß die Tastenbelegung, die Auslösepunkte der Switches sowie die RGB-Beleuchtung.

Neben Media-Funktionen wie Pause/Play kann man auch Makros auf die Tasten legen. Diese lassen sich zuvor im integrierten Makro-Editor aufzeichnen. Für den Drehknopf kann man indes die Linksdrehung, Rechtsdrehung und das Drücken des Knopfes konfigurieren und hat dabei die gleiche Auswahl an Funktionen wie bei den regulären Tasten.

Insgesamt gibt es 23 verschiedene vorkonfigurierte Leuchteffekte, die man hauptsächlich in Bezug auf Geschwindigkeit und Helligkeit anpasst – wenn gewünscht. Wer mag, kann auch eigene Farbkombinationen kreieren und auf der Tastatur abspeichern, dann aber ohne speziellen Effekt.

Für die magnetischen Switches stehen die vertrauten Funktionen Rapid-Trigger, Mod-Tap, Dynamic-Keystroke und Snap-Tap bereit. So ermöglicht Dynamic-Keystroke etwa, dass vier unterschiedliche Aktionen bei vier unterschiedlichen Betätigungspunkten ausgelöst werden. Die Betätigungspunkte der einzelnen Switches sind zudem im Rahmen von 0,1 mm bis 3,3 mm individuell anpassbar.

Tippgefühl

Die Kombination aus den linearen Astroaim-Magnetic-Switches sowie den klangoptimierenden Maßnahmen, die Monsgeek hier getroffen hat, verleiht der Tastatur einen prägnanten Thock-Klang beim Tastenanschlag. Poron-Schaumstoff unten im Gehäuse sowie Poron-Plattenschaum unmittelbar über dem IXPE-Switch-Pad reduzieren ungewollte Geräusche wie Hall beim Anschlagen der Tasten. Die Tastenkappen aus PBT-Kunststoff im Double-Shot-Verfahren fühlen sich derweil super griffig und robust an.

Beim Zocken ist die Tastatur – wie beworben – äußerst präzise, schnell und zuverlässig. Die individuell eingestellten Betätigungspunkte fühlen sich während unseres Tests zudem nicht schwammig an. Einen drastischen Unterschied zu regulären HE-Tastaturen können wir aber dann doch nicht feststellen.

Die M1 V5 TMR unterstützt Hot-Swapping sowohl mit magnetischen als auch mit rein mechanischen Switches, wodurch sie natürlich unglaublich viel Flexibilität bietet.

Preis

Bei Akko kostet die Monsgeek M1 V5 TMR aktuell 182 Euro. Die UVP liegt bei 214 Euro.

Fazit

Die Monsgeek M1 V5 TMR glänzt mit einer hervorragenden Verarbeitung, einem hochwertigen Look und vielen Anpassungsmöglichkeiten via Web-App. Außerdem bietet sie einen ganzen Haufen starker Technologie: Als TMR-Tastatur profitiert man mit ihr von den individuell anpassbaren Switches und den damit einhergehenden Zusatzfunktionen durch die Software. Allerdings bieten diese auch die meisten regulären Hall-Effect-Tastaturen. Eine zumindest für uns merklich spürbare Leistungsverbesserung im Vergleich zu HE-Keyboards gab es nicht.

Sehr praktisch ist hingegen die Möglichkeit, auch jederzeit auf rein mechanische oder andere magnetische Switches ausweichen zu können, da das Keyboard Hot-Swapping unterstützt.

Neben dem Preis dürfte vor allem der unheimlich nervig platzierte Verbindungsmodus-Schalter stören, für den man jedes Mal die Tastenkappe der Feststelltaste entfernen muss.

Wer bereits eine Hall-Effect-Tastatur sein Eigen nennt und mit dieser zufrieden ist, braucht den Umstieg auf die Monsgeek M1 V5 TMR nicht unbedingt zu wagen. Alle anderen, die auf der Suche nach einer kompetenten und hochwertigen Tastatur mit starker Technik sind, können hier zuschlagen.

Cherry Xtrfy K5 Pro TMR Compact im Test: Starke Gaming-Tastatur leuchtet kräftig

Die stylishe Gaming-Tastatur Cherry Xtrfy K5 Pro TMR Compact kommt im 65-Prozent-Format und hat dank TMR-Technik anpassbare Betätigungspunkte.

VORTEILE

  • top Schreibfeeling
  • kräftige RGB-Beleuchtung
  • stylishes Gehäuse

NACHTEILE

  • Tastenkappen nur aus ABS-Kunststoff

Die stylishe Gaming-Tastatur Cherry Xtrfy K5 Pro TMR Compact kommt im 65-Prozent-Format und hat dank TMR-Technik anpassbare Betätigungspunkte.

Mit der Xtrfy K5 Pro TMR Compact liefert Cherry eine Gaming-Tastatur, die nicht nur ein ziemlicher Blickfang ist, sondern dank anpassbarer Betätigungspunkte der Tasten und 8000-Hz-Abtastrate auch die nächste Gaming-Session gewinnbringend bereichern kann – zumindest auf dem Papier. Ob sie im Einsatz überzeugt, verraten wir im Test.

Lieferumfang

Die kompakte Gaming-Tastatur kommt mit USB-A-zu-USB-C-Verbindungskabel, einem Switch-und-Keycap-Puller und der Bedienungsanleitung.

Design

Der 65-Prozent-Formfaktor bedeutet, dass der Tastatur diverse Tasten – darunter die F-Reihe und das Numpad – fehlen, deren Funktion allerdings über die Fn-Ebene erreicht wird. Die Tasten F1 bis F12 wurden beispielsweise auf die Reihe darunter ausgelagert. Das kabelgebundene Keyboard wiegt gerade mal 568 g und misst 328 mm x 114 mm x 35 mm.

Farblich stehen Schwarz und Weiß zur Auswahl. Unser weißes Testgerät präsentiert sich im milchigen Kunststoff-Gehäuse mit orangen Akzenten. Durch das leicht transluzente Gehäuse scheint die RGB-Beleuchtung hervorragend durch. Wer es bunt mag, kommt hier voll und ganz auf seine Kosten.

Über zwei weiße Status-LEDs unten rechts weist die Tastatur auf die gedrückte Feststelltaste und den aktivierten Gaming-Modus hin. Auf der Rückseite befinden sich zwei Standfüße, die sich allerdings nur in einem Winkel ausklappen lassen. An der Verarbeitung der kleinen Gaming-Tastatur gibt es nichts zu beanstanden. Sie fühlt sich beim Tippen äußerst stabil an.

Ausstattung

Die Cherry Xtrfy K5 Pro TMR Compact unterstützt eine Abtastrate von bis zu 8000 Hz – der Standard ist nach wie vor 1000 Hz. Sie kommuniziert also mit dem PC achtmal pro Millisekunde. Bei akkubetriebenen Tastaturen wirkt sich die höhere Abtastrate meist auf die Laufzeit aus. Da es sich bei der K5 Pro TMR Compact aber um eine kabelgebundene Tastatur handelt, gibt es außer der höheren Last für den PC wenig Gründe, die Abtastrate zu verringern. Wer das dennoch möchte, kann sie auf 4000, 2000, 1000, 500, 250 und 125 Hz herunterschrauben.

Anstatt mechanischer Switches sind in der Tastatur Cherry-MK-Crystal-Magnetic-Switches mit linearer Charakteristik. Mithilfe der TMR-Technologie, die Veränderungen im Widerstand des Magnetfelds erkennt, registrieren diese Eingaben super akkurat. Betätigungspunkte lassen sich so für jede Taste von 0,1 bis 3,5 mm individuell konfigurieren. Beim Zocken profitiert man dann von präzisen sowie schnelleren Tastenanschlägen und kann per Software Funktionen wie Rapid Trigger hinzuschalten. Das Keyboard unterstützt zudem Hot-Swapping. Die Switches können also gegen andere Magnetswitches ausgetauscht werden.

Die Tastenkappen des 65-Prozent-Keyboards sind aus Double-Shot-ABS-Kunststoff. Das ist schade, da dieser schneller verschleißt als das etwas teurere PBT-Pendant. ABS-Keycaps werden schnell speckig und fühlen sich generell weicher an als die raueren PBT-Tastenkappen. Bei einer 150-Euro-Tastatur erwarten wir dann schon die hochwertigere Variante. Die Beschriftung der Keycaps ist sowohl vorn als auch oben lichtdurchlässig und sorgt dafür, dass die äußerst kräftigen LEDs hier bunt strahlen können. Selbstverständlich kann man die Beleuchtung jeder einzelnen Taste individuell konfigurieren.

Im Inneren der Gaming-Tastatur verwendet Cherry mehrere Lagen an schalldämpfendem Schaumstoff sowie eine Switch-Platte aus Metall und vorgeschmierte Tastenstabilisatoren für die Soundoptimierung.

Software

Als Programm kommt der Magcrate-Treiber zum Einsatz. Die App liefert den erwarteten Funktionsumfang, bestehend aus Tastenbelegung, Beleuchtung, Makro-Editor und den TMR-spezifischen Optionen rund um den Betätigungspunkt der Switches. Die K5 Pro TMR Compact hat vier verschiedene Onboard-Profile. Das ist praktisch, wenn man für bestimmte Spiele andere Tastenbelegungen und Betätigungspunkte möchte. Per Fn + K wechselt man das Profil dann jederzeit über die Tastatur.

Die Navigation durch die App ist verständlich, wirklich ansehnlich ist sie allerdings nicht. Ein Dark-Mode würde dem Programm für unseren Geschmack guttun. Unabhängig davon funktioniert sie aber problemlos.

Für die Switches lässt sich der Betätigungspunkt individuell oder für alle Tasten gleichzeitig verändern. Zusätzlich stehen Funktionen wie Rapid Trigger, Dynamic Key Stroke und Snap Key zur Verfügung, die das Verhalten der Switches verändern und etwa ermöglichen, mehrere Aktionen auf eine Taste zu legen.

21 unterschiedliche Beleuchtungseffekte stehen zur Auswahl. Anpassen kann man für diese dann Helligkeit, Geschwindigkeit, Farbe und in manchen Fällen auch die Ausrichtung, also ob der Effekt etwa von links nach rechts verläuft. Zusätzlich dazu kann man aber auch jede Taste einzeln einfärben, dann jedoch ohne besonderen Effekt.

Tippgefühl

Auf der Cherry Xtrfy K5 Pro TMR Compact schreibt es sich super flüssig. Die Tasten gleiten beim Tippen nur so davon. Begleitet werden sie von einem klackernden Thock-Sound. Die Maßnahmen zur Soundoptimierung spiegeln sich in den hervorragend arbeitenden, vorgeschmierten Stabilisatoren wider. Leertaste, Enter-Taste und Backspace-Taste haben einen tiefen, dumpfen Ton, ohne dabei zu hallen oder beim Anschlag zu wackeln. Generell gibt es hier keinen Key-Wobble, und auch die Lautstärke beim Anschlagen der Tasten hält sich in Grenzen. Gegner extrem lauter Clicky-Tastaturen dürfte das freuen.

Auch beim Zocken überzeugt die Gaming-Tastatur: Hier profitieren wir von den individuellen Betätigungspunkten, während sich Tastenanschläge äußerst präzise anfühlen. In hitzigen Gefechten vermissen wir jedoch die deutlich griffigeren PBT-Tastenkappen. Das ist aber auch immer Geschmackssache.

Preis

Die Cherry Xtrfy K5 Pro TMR Compact hat eine UVP von 150 Euro. Zu diesem Preis ist sie aktuell auch auf Amazon in Weiß und Schwarz erhältlich.

Fazit

Die Cherry Xtrfy K5 Pro TMR Compact überzeugt mit einem erfrischenden Look, kräftiger RGB-Beleuchtung, magnetischen Switches und einem super Schreibfeeling. Der 65-Prozent-Formfaktor könnte für manche zu kompakt sein, wer allerdings seine Maus mit niedrigen DPI verwendet, wird sich über den zusätzlichen Platz auf dem Schreibtisch freuen.

Beim Zocken erfreuen die präzisen Tastenanschläge und individualisierbaren Betätigungspunkte, allerdings würden wir uns für einen Preis von 150 Euro die wertigeren, griffigeren und vor allem langlebigeren PBT-Tastenkappen wünschen. Abgesehen davon macht man mit einem Kauf der Cherry Xtrfy K5 Pro TMR Compact aber nichts falsch und kann hier getrost zugreifen.

Logitech G Pro X TKL Rapid Gaming-Tastatur im Test – magnetisch, mechanisch, gut

Die Logitech G Pro X TKL Rapid ist die erste magnetisch-mechanische Tastatur des Peripherie-Herstellers und besticht neben den anpassbaren Auslösepunkten der Switches auch mit einer guten Software. Ob das Gesamtpaket überzeugt, zeigt der Test.

VORTEILE

  • astreine RGB-Einstellungsmöglichkeiten
  • kompetente Software
  • gute Verarbeitung

NACHTEILE

  • Tasten ohne Beleuchtung nicht lesbar

Die Logitech G Pro X TKL Rapid ist die erste magnetisch-mechanische Tastatur des Peripherie-Herstellers und besticht neben den anpassbaren Auslösepunkten der Switches auch mit einer guten Software. Ob das Gesamtpaket überzeugt, zeigt der Test.

Auch Logitech wagt sich jetzt mit der G Pro X TKL Rapid an die Sparte der magnetisch-mechanischen Gaming-Tastaturen heran. Im Vergleich zu regulären mechanischen Keyboards bestechen diese vor allem durch den individuell anpassbaren Auslösepunkt, der gerade beim Zocken hilfreich ist. In der Vergangenheit gerne mal als Cheating verteufelt, ermöglicht die Technologie in erster Linie präzisere Bewegungen und schnellere Tasteneingaben, die natürlich bei kompetitiven Games wie Counter-Strike, Valorant oder Fortnite sehr vorteilhaft sind.

Wie es sich für ein Logitech-Produkt gehört, darf auch bei der G Pro X TKL Rapid die G-Hub-Integration nicht fehlen, über die man die meisten Funktionen der Tastatur steuert. Inwiefern das Keyboard davon profitiert, erklären wir in unserem Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Lieferumfang

Die Logitech G Pro X TKL Rapid kommt in überschaubarem Umfang daher. Öffnet man das Paket, blickt man auf die Tastatur samt USB-A-auf-USB-C-Verbindungskabel, und das war’s auch schon.

Design

Die Tastatur ist in schlichtem Schwarz gehalten, wobei das Tastenfeld von einem dünnen metallischen Rahmen umzogen ist. Der Rest des Keyboards ist jedoch aus Plastik. Über den F-Tasten befinden sich Media-Control-Buttons sowie ein Scrollrad. Zudem gibt es einen dedizierten Knopf, um die Helligkeit der Beleuchtung stufenweise zu regulieren und einen Button, um den Game-Mode ein- bzw. auszuschalten. Alles in allem fühlt sich die Tastatur sehr robust an. Alternativ gibt es das Keyboard auch in Weiß oder Pink.

Wie es sich für eine Gaming-Tastatur gehört, setzt man hier auf einen platzsparenden Formfaktor, nämlich dem beliebten Tenkeyless-Design, bei dem das Numpad fehlt. Alle übrig gebliebenen Tasten sind mit RGB-Beleuchtung ausgestattet, welche individuell einstellbar ist.

Man hat sich bei der Logitech Pro X TKL Rapid für das Double-Shot-Verfahren entschieden und auf eine transparente Beschriftung der PBT-Tastenkappen gesetzt. Dadurch kommt die RGB-Beleuchtung zwar hervorragend zur Geltung, ist diese jedoch deaktiviert, ist die Beschriftung der Tasten nicht mehr lesbar.

Das Keyboard ist mit analog-magnetischen Hall-Effect-Schaltern ausgestattet, welche vor allem in Kombination mit der Software ihre Magie wirken.

Inbetriebnahme

Wirft man einen Blick in die Verpackung der Pro X TKL Rapid, bekommt man in zwei Bildern erklärt, wie man die Tastatur das erste Mal in Betrieb nimmt. Schritt 1: Die Tastatur mit dem Kabel am PC verbinden. Schritt 2: Die Software G-Hub herunterladen und installieren. Anschließend ist die Tastatur einsatzbereit.

Software

Hinter G-Hub verbirgt sich die zentrale Software, die alle Logitech-Produkte steuert. Wenn man das Programm bereits mit anderen Peripherien des Herstellers verwendet, findet man sich sofort zurecht. Da die Menüs aber sehr einfach gehalten und verständlich aufgebaut sind, dürften auch Unerfahrene keine Probleme mit der App haben. Für jedes Menü gibt es zudem eine Kurzübersicht mit zusätzlichen Tutorialvideos, die einen an die verschiedenen Features heranführen.

Die Beleuchtungseffekte sind vielfältig und die Einstellungsmöglichkeiten beeindruckend granular. Vom Auswählen vordefinierter bis hin zum Erstellen eigener Effekte ist hier alles drin, was man braucht. Das geht sogar so weit, dass man wahlweise jeden einzelnen Frame der RGB-Animation konfiguriert. Da jede App ein eigenes Profil im G-Hub erhält, spricht auch nichts dagegen, spielespezifische Beleuchtungseffekte einzurichten.

Erwartungsgemäß ermöglicht G-Hub auch, Tasten neu zu belegen, Macros einzurichten und sogar programmspezifische Aktionen auf bestimmte Tasten zu legen. Mit G Shift eröffnet sich zu der Fn-, Shift- und STRG-Taste eine zusätzliche Ebene, deren Betätigung man etwa auf den Button einer Logitech-Maus legt. Im Game-Mode legt man fest, ob und welche Tasten deaktiviert werden, wenn man den Button auf der Tastatur drückt. Das kann etwa nützlich sein, wenn man während hitziger Gefechte aus Versehen auf bestimmte Tasten kommt.

Wie auch bei anderen Tastaturen mit magnetischen Schaltern passt man Betätigungspunkt und Rapid-Trigger-Sensibilität wahlweise für jeden Switch einzeln an oder direkt für alle Tasten des Keyboards gleichzeitig. Außerdem spannend: Mit der Funktion Key Priority legt man fest, welche von zwei im Vorfeld definierten Tasten die Tastatur zuerst registrieren soll. Eine Möglichkeit ist zum Beispiel, der am weitesten gedrückten Taste die Priorität zu geben. Das Tool warnt jedoch davor, dass die Technologie in bestimmten Spielen verboten ist und man somit auf eigene Gefahr hin handelt.

Über den Onboard-Speicher der Tastatur greift man jederzeit auf die hinterlegten Einstellungen zu. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn die Tastatur nicht nur am heimischen Rechner Verwendung findet.

So tippt es sich auf der Logitech G Pro X TKL Rapid

Wer bereits auf einer magnetisch-mechanischen Tastatur geschrieben hat, für den bringt die Pro X TKL Rapid keine neue Offenbarung. Mit den linearen Schaltern tippt es sich einwandfrei und das Geräuschprofil lässt sich am besten als angenehmes Klackern beschreiben. Wer ein taktiles Feedback sucht, der muss zur regulären Logitech Pro X TKL ohne magnetische Schalter greifen oder bei anderen Herstellern fündig werden, verzichtet dann aber logischerweise auf die Vorzüge der Hall-Effect-Technologie.

Preis

Die UVP der Logitech G Pro X TKL Rapid liegt bei 189 Euro, sie ist aber derzeit für 132 Euro erhältlich.

Fazit

Die Logitech G Pro X TKL Rapid richtet sich mit ihrem Design und ihren Funktionen in erster Linie an Zocker und gerade die holen am meisten aus der magnetisch-mechanischen Tastatur heraus – egal, ob aufgrund der individuellen Beleuchtungsprofile oder den Vorteilen, die die unterschiedlichen Betätigungspunkte beim Zocken verschaffen.

Positiv fällt im Gesamtpaket vor allem die Software G-Hub auf, die neben einer übersichtlichen Menüführung vor allem durch ihre RGB-Settings besticht. Die Einstellungsmöglichkeiten in Bezug auf die magnetischen Switches entsprechen mehr oder weniger dem Standard, mit Ausnahme der Key Priority. Die Tastatur ist solide verarbeitet, man greift dabei allerdings auf ein reines Plastikgehäuse zurück.

Insgesamt gibt es wenig an der Logitech G Pro X TKL Rapid auszusetzen. Der Funktionsumfang überzeugt, die magnetischen Switches tun, was sie sollen, und auch der Preis ist angenehm. Man bekommt hier ein gutes Gesamtpaket, das seine Stärken vor allem aus den Synergien mit der Software zieht. Es macht wenig Sinn, das Keyboard zu kaufen, wenn man nicht von den magnetischen Schaltern Gebrauch macht – da gibt es günstigere Alternativen. Ansonsten bekommt man mit der Logitech G Pro X TKL Rapid eine sehr gute magnetisch-mechanische Tastatur für unter 200 Euro.

Steelseries Apex Pro TKL Wireless im Test: Gaming-Tastatur mit OLED-Display

Die Steelseries Apex Pro TKL besticht durch ein phänomenales Tippgefühl, hohe Individualisierbarkeit dank magnetisch-mechanischer Schalter und einer ausgereiften Software. Ob das den hohen Preis rechtfertigt, zeigt unser Test.

VORTEILE

  • hohe Individualisierbarkeit dank magnetischer Schalter
  • umfangreiche Software mit granularen Einstellungsmöglichkeiten
  • OLED-Display praktisch, um Änderungen schnell durchzuführen

NACHTEILE

  • teuer
  • Funktionen der Software teilweise schlecht erklärt

Die Steelseries Apex Pro TKL besticht durch ein phänomenales Tippgefühl, hohe Individualisierbarkeit dank magnetisch-mechanischer Schalter und einer ausgereiften Software. Ob das den hohen Preis rechtfertigt, zeigt unser Test.

Steelseries fährt mit der Apex Pro TKL Wireless harte Geschütze auf. Ausgestattet mit magnetisch-mechanischen Schaltern, einem OLED-Bildschirm und diversen Software-Funktionen, will die Tastatur das Zock- und Schreiberlebnis bereichern. Hier allen voran die variable Sensibilität der Schalter, die über die App Steelseries GG für jedes Spiel individuell eingestellt werden kann.

Die Steelseries Apex Pro TKL Wireless erschlägt einen fast mit Einstellungsmöglichkeiten und aufregend klingenden Features wie Rapid Trigger oder Protection Mode, die Vorteile beim Zocken verschaffen sollen. Wie nützlich diese sind und ob das Konzept der Tastatur aufgeht, verraten wir im Test.

Lieferumfang

Bereits die Verpackung der Apex Pro TKL Wireless lenkt die Aufmerksamkeit auf sich: in schrillem Orange und vollgepackt bis obenhin kommt die Tastatur bei einem daheim an. Öffnet man die Box, begrüßt einen zuerst die Tastatur in mattem Schwarz. Unmittelbar über ihr befinden sich zwei herausnehmbare Karton-Einlagen, ebenfalls in knalligem Orange, in denen sich der USB-C-Wireless-Dongle samt Erweiterungsadapter befindet und ein Tastenkappen-Entferner. Links daneben haust das von Nylon ummantelte USB-C- auf USB-A-Kabel, welches für den kabelgebundenen Betrieb der Tastatur benötigt wird. Alternativ findet es auch Gebrauch, wenn der PC nicht über einen direkten USB-C-Port verfügt. Dann wird der Adapter an das Kabel angeschlossen, um den Funkempfänger zu verbinden.

Im Karton direkt unter der Tastatur befindet sich zu guter Letzt noch eine magnetisch befestigte Handballenauflage.

Design

Die Tastatur gibt es in zwei Farben: Schwarz und Weiß. Ausgeschaltet wirkt sie recht schlicht. Das Gehäuse ist aus Plastik, was bei dem stolzen Preis, den sie kostet, etwas schade ist. Auf der Tastatur befinden sich Double-Shot PBT-Tastenkappen, die sich gewohnt gut beim Tippen anfühlen. Die verwendete Schriftart auf den Funktionstasten, etwa der Shift-Taste, ist etwas gewöhnungsbedürftig, da sie dem sonst eher schlichten Design der Tastatur bricht und einen förmlich anschreit.

Oben rechts, direkt neben der F12-Taste, ist ein OLED-Bildschirm in die Tastatur eingelassen. Wird er nicht gerade genutzt, zeigt dieser standardmäßig den Steelseries-Schriftzug und den derzeitigen Akkustand an. Bedient wird der Bildschirm über ein geriffeltes Scroll-Wheel und einen Button direkt darunter. Das OLED-Display hat mehrere Funktionen. Zum einen ist die Taste neben dem Bildschirm eine Media-Taste, mit der man Musik oder Videos starten, stoppen oder skippen kann. Über den Bildschirm lässt sich auch die Sensitivität der Tasten außerhalb der Software einstellen. Genauso können Makros aufgezeichnet und abgespeichert sowie Konfigurationen gespeichert und geladen werden. Auch die Helligkeit der RGB-Beleuchtung stellt man über den Bildschirm ein. Weitere Funktionen für bestimmte Apps und Spiele werden über Steelseries GG freigeschaltet.

Oben links an der Tastatur befindet sich ein Wipp-Schalter, über den man zwischen Bluetooth- und Funkverbindung wechseln kann oder sie ausschaltet, wenn sie kabellos genutzt wird.

Unter der Tastatur befinden sich ausklappbare Füße, die zwei Höheneinstellungen ermöglichen, und um den Rahmen herum mehrere gummierte Stellen, die dem Keyboard Halt geben.

Die Apex Pro TKL Wireless ist, wie es für Gaming-Tastaturen typisch ist, mit RGB-Beleuchtung ausgestattet. Diese wird über die Software Steelseries GG gesteuert und bietet unzählige Möglichkeiten der Individualisierung.

Als Tastatur im TKL-Design ist die Apex Pro kürzer als eine vollständige Tastatur. Schließlich fehlt bei ihr das Numpad, wodurch sie im Umkehrschluss jedoch platzsparender ist und mehr Raum für Mausbewegungen auf dem Schreibtisch zulässt.

Steelseries hat in der Apex Pro TKL Wireless sogenannte Omnipoint 3.0 Schalter verbaut. Dabei handelt es sich um mechanisch-magnetische Schalter, durch die es möglich ist, den Betätigungspunkt jeder Taste anzupassen. Im Klartext ist damit gemeint, wie stark man eine Taste drücken muss, bis diese reagiert. Die Schalter sind nicht hot-swappable, was in diesem Fall einleuchtend ist, da die Funktionalität der Tastatur größtenteils von ihnen abhängt und es wenig sinnvoll erscheint, sie durch nicht magnetische Schalter zu ersetzen.

Im Inneren der Tastatur wurde eine dreilagige Schaumstoffmatte verbaut, um Geräusche beim Tippen zu reduzieren. Außerdem sind alle Schalter von Werk aus geschmiert und Stabilisatoren sorgen zum Beispiel bei der Leertaste dafür, dass diese nicht zu sehr wackelt.

Die mitgelieferte Handballenstütze ist zwar eine nette Dreingabe, aber leider nicht sonderlich bequem, da sie nicht gepolstert ist. Leider sind die Magnete, die an der Stütze angebracht sind, etwas zu schwach, wodurch diese beim Bewegen der Tastatur leicht aus der Position kommen und wieder an die richtige Stelle geschoben werden müssen. Da man die Tastatur im Idealfall aber nicht dauernd durch die Gegend schiebt, sollte sich der Frust in Grenzen halten.

Inbetriebnahme

Theoretisch kann die Tastatur direkt aus der Verpackung heraus genutzt werden. Hat man sie das erste Mal mit dem PC verbunden, ob kabelgebunden oder über Bluetooth oder Funk im Wireless-Mode, ist sie einsatzbereit. Um sie jedoch im vollen Umfang nutzen zu können, muss die Software Steelseries GG installiert werden. Sie schaltet nicht nur den vollen Funktionsumfang der Apex Pro TKL Wireless frei, sondern ermöglicht es auch, Firmware-Updates durchzuführen. Achtung: Wenn der Funk-Dongle ebenfalls ein Update erhält, muss ein zweites USB-A auf USB-C-Kabel vorhanden sein. Ein passendes Kabel haben wir unten im Preisvergleich verlinkt.

Geladen wird das Keyboard mittels des USB-A auf USB-C-Kabels. Dieses wird einfach an einen USB-Port am PC angeschlossen und mit der Tastatur verbunden. Laut Hersteller reicht eine Akku-Ladung im Funk-Betrieb 37,5 Stunden, was in der Praxis stimmt. Im Bluetooth-Modus soll eine Ladung sogar bis zu 45 Stunden reichen.

Software

Mit dem Programm Steelseries GG konfiguriert man die Tastatur vollumfänglich. Die zwei für die Tastatur relevanten Hauptkomponenten des Programms finden sich in der Kategorie Engine wieder. Hier stellt man zum einen die Funktionen der Tasten sowie die Sensitivität der Tastenanschläge ein, zum anderen passt man über Prism die Beleuchtung der Tastatur bis ins Detail an. Leider wird in der Software selbst nur wenig erklärt, weswegen man bei bestimmten Settings etwas herumdoktern oder gleich im Internet recherchieren muss. Eine Einführung oder Ähnliches gibt es nicht. Besonders Funktionen wie die duale Bindung würden stark von einem Erklärtext profitieren.

Das Besondere an der Steelseries Apex Pro TKL Wireless sind die magnetisch-mechanischen Schalter, die im Detail über die Software angepasst werden können. Das geht sogar so weit, dass man für jede Taste die Sensitivität einzeln einstellen kann. Beim Zocken kann das beispielhaft bedeuten, dass eine Fähigkeit auf der E-Taste schneller gezündet werden kann, weil die Taste schneller reagiert. Genauso kann einer Taste eine niedrigere Sensitivität zugewiesen werden, wenn man diese zum Beispiel nur sehr gezielt einsetzen möchte. Die Vielzahl an Möglichkeiten ist genial, und die Umsetzung in der Praxis hat im Test reibungslos funktioniert.

Im Rahmen von Steelseries GG profitiert die Tastatur von zwei weiteren Funktionen, nämlich dem sogenannten Rapid Trigger und dem Schutzmodus. Rapid Trigger ist eine Funktion, bei der man sich fast schon fragen muss: Ist das bereits Cheaten? Denn ist Rapid Trigger für eine Taste aktiviert, setzt sich diese sofort zurück, sobald man von der Taste loslässt. Bei den meisten anderen Tastaturen gibt es eine feste Distanz, die die Taste wandern muss, bis sie zurückgesetzt wird. Rapid Trigger eliminiert diese im Prinzip, wodurch präzisere Bewegungen in Spielen versprochen werden. Auch hier kann die Sensitivität nach Wahl auch selbst eingestellt werden.

Der Protection Mode geht in die entgegengesetzte Richtung. Ist dieser für eine Taste aktiviert, wird die Sensitivität der darum liegenden Tasten reduziert. Fat-Fingering, also aus Versehen im Eifer des Gefechts auf die falsche Taste zu kommen, soll durch dieses Feature eliminiert werden. Da dem Tester dies häufig genug in Valorant passiert, hat er sich unheimlich über diese Funktion gefreut und möchte sie nicht mehr missen.

Selbstverständlich ist die Software in der Lage, Makros einzuprogrammieren und Tasten doppelt zu belegen. Selbst die Art, wie eine eingespeicherte Funktion getriggert werden soll, also ob beim Herunterdrücken oder Loslassen der Taste, ist individuell anpassbar.

Prism steuert die Beleuchtung der Apex Pro TKL Wireless. Insgesamt gibt es drei Ebenen, auf denen die Farben eingestellt werden können. Auf der aktiven Ebene wird der automatisch laufende Effekt eingerichtet. Hier gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Farbmodi, die natürlich auch für jede Taste individuell einrichtbar sind. Auf der reaktiven Ebene geht es um Effekte, die beim Tippen der Tasten zu sehen sind. Die Leerlaufebene verhält sich im Prinzip wie ein Bildschirmschoner und startet dann, wenn die Tastatur eine vordefinierte Zeit nicht in Benutzung ist. Insgesamt überzeugt die Auswahl an Effekten und Einstellungsmöglichkeiten der RGB-Beleuchtung und erlaubt jedem, das Farbspiel den eigenen Wünschen entsprechend anzupassen.

Eine Auswahl an Apps kann mit der Tastatur verknüpft werden, wodurch das OLED-Display neue Funktionen erhält. Verknüpft man unter anderem den Musik-Service Tidal mit dem Keyboard, zeigt das Display den derzeit laufenden Interpreten und den Namen des Lieds an. Das Gros der verknüpfbaren Apps sind jedoch Spiele. In diesem Fall zeigt der Bildschirm dann spielrelevante Informationen wie zum Beispiel Kills oder die Rundenanzahl an.

Tippgefühl

Das Tippen auf der Steelseries Apex Pro TKL Wireless macht unglaublich Spaß. Zumindest wenn man lineare Schalter mag, denn die Omnipoint 3.0 erzeugen keinen spürbaren Widerstand, wie es taktile Schalter tun würden und auch kein lautes Klicken, wie man es von clicky Schaltern gewohnt ist. Die Geräusche, die das Keyboard beim Tippen von sich gibt, sind dank dämpfendem Schaumstoff, vorgeschmierten Switches und den Stabilisatoren äußerst präzise und ohne Knarz- beziehungsweise Kratzgeräusche.

Preis

Der Preis der Apex Pro TKL Wireless ist nicht ohne. Die UVP der kabellosen Tastatur liegt bei 290 Euro, aktuell ist sie für 235 Euro erhältlich.

Fazit

Die Steelseries Apex Pro TKL Wireless bietet ein ansprechendes Gesamtpaket für diejenigen, die bereit sind, tief in die Tasche zu greifen. Dafür bekommt man jedoch auch einiges geboten. Besonders der hohe Grad an Individualisierbarkeit sticht hier positiv hervor. Die einzeln konfigurierbaren Tasten, das Programmieren von Makros und die verstellbare Sensibilität der magnetischen Schalter sind besonders für Zocker interessant und genau die soll das Produkt auch ansprechen. Interessiert man sich nur bedingt für diese Features, ergibt es wenig Sinn, dafür so tief in die Tasche zu greifen. Hat man jedoch Spaß daran, die Tastatur nach den eigenen Vorstellungen zu individualisieren, um am Ende in Valorant schneller seinen Ultimate zünden zu können, dann erhält man mit der Steelseries Apex Pro TKL Wireless sehr viel für sein Geld.

Erzeugt Kribbeln im Kopf: Mechanische Tastatur Wobkey Rainy 75 DE ISO im Test

Die mechanische Tastatur Wobkey Rainy 75 DE ISO ist eine akustische Meisterleistung. Es gibt sie erstmals auch mit deutschem Layout.

VORTEILE

  • sensationell gute Akustik beim Schreiben
  • hochwertige Verarbeitung mit Liebe zum Detail
  • Energiesparmodus und Low-Latency-Modus

NACHTEILE

  • Akkuschalter umständlich zu erreichen
  • teuer

Die mechanische Tastatur Wobkey Rainy 75 DE ISO ist eine akustische Meisterleistung. Es gibt sie erstmals auch mit deutschem Layout.

Die Rainy 75 von Wobkey macht ihrem Namen alle Ehre: Das Tippen auf ihr erinnert tatsächlich an prasselnden Regen. Ermöglicht wird das durch eine durchdachte Installation verschiedener geräuschoptimierender Materialien im Inneren der Tastatur. Für 169 Euro bietet sie neben der hervorragenden Akustik aber auch eine schicke Optik mitsamt hochwertigem Vollaluminiumgehäuse. Im Test nehmen wir sie genauer unter die Lupe.

Lieferumfang

Die 75-Prozent-Tastatur kommt mit einem USB-Verbindungskabel (USB-A-zu-USB-C), einem Tastenkappen- und Switch-Puller, drei Ersatz-Switches, einem Staubschutz sowie einem Quick-Start-Guide und einer Betriebsanleitung.

Design

Das Design der Rainy 75 macht schlicht und ergreifend Spaß und zudem auf dem Schreibtisch einiges her. Die Kombination aus Vollaluminiumgehäuse und dem auf der Unterseite installierten Gewicht verschafft dem Keyboard beachtliche 1,95 kg auf der Waage. Die Tastatur fühlt sich unheimlich wertig an und glänzt durch eine astreine Verarbeitung, Schönheitsfehler sucht man vergebens. Regnerisch geht es auf der Oberfläche der Tastatur zu: Details wie die in das Gehäuse gestanzte Regenwolke neben den Pfeiltasten oder die gefrästen Regenwolken auf der Rückseite zieren das Äußere der Peripherie. Anders als die US-Version, die es mittlerweile in verschiedenen Farben zu kaufen gibt, steht für die deutsche Variante nur eine Farbkombination zur Verfügung.

Die Tasten sind in dunklem Blau, in Grau und in Beige gehalten, die Beschriftungen hingegen in Gold, Weiß und Schwarz und erzeugen so ein stimmiges Zusammenspiel. Das Gewicht auf der Rückseite kommt in einer Optik von zerbrochenem Glas mit rauer Texturierung. In den Ecken befinden sich vier Gummistreifen, die die Tastatur rutschfest machen. Eine Möglichkeit, den Winkel der Tastatur anzupassen, gibt es nicht. Beim Schreiben hat uns das allerdings überhaupt nicht gestört und beim Zocken fiel es auch nicht ins Gewicht. Aufgrund des nach hinten steileren Gehäuses sind die Tasten der vordersten Reihe etwa 3,3 cm hoch, die der hintersten Reihe gut 4,7 cm.

Leider gibt es für den mitgelieferten Funk-Receiver keine Verstaumöglichkeit an der Tastatur. Wenn er nicht gerade am PC verwendet wird, muss man aufgrund seiner Größe ganz schön aufpassen, ihn nicht aus Versehen zu verlegen.

Ausstattung

Die Tasten der Rainy 75 sind aus robustem PBT-Kunststoff und fühlen sich gewohnt gut an. Als 75-Prozent-Tastatur (83 Tasten) fehlt ihr das Numpad, während die Navigationstasten seitlich neben der Enter-Taste positioniert wurden, um Platz zu sparen.

Für die drahtlose Verbindung stehen 2,4-GHz-Funk per Funk-Receiver und Bluetooth 5.0 zur Verfügung. Mit Fn + Tab-Taste wechselt man problemlos zwischen kabelgebundener, Funk- und Bluetooth-Verbindung. Letztere sollte man aber nicht zum Zocken verwenden, da hier die Verzögerung zu stark ist. Apropos Verzögerung: Die Wobkey Rainy 75 verfügt über einen Low-Latency-Mode (Fn + H), der die Verzögerung beim Tippen reduziert. Das ist natürlich besonders beim Spielen hilfreich.

Im kabellosen Betrieb greift die Tastatur auf einen 7000-mAh-Akku zurück, der bis zu 900 Stunden Betriebszeit pro Ladung verspricht – mit deaktivierter Beleuchtung versteht sich. Während unseres Tests macht der Akku einen guten Eindruck und hält – wie erwartet – bei permanent aktivierter Beleuchtung deutlich kürzer. Nach drei Tagen im täglichen Dauereinsatz auf der Arbeit und abends beim Zocken hat er noch 40 Prozent Ladung. Ohne Beleuchtung bietet er hingegen nach einer Woche noch 70 Prozent Restladung. Den Akkustand kann man sich jederzeit per Fn + Leertaste anzeigen lassen. Sehr nervig ist allerdings, dass der An-/Aus-Schalter des Akkus unter der Caps-Lock-Taste versteckt ist. Man muss die Taste immer erst entfernen, um an den Schalter zu gelangen. Ein dedizierter Schalter am Gehäuse wäre hier definitiv die bessere Lösung gewesen, auch wenn die Tastatur bei längerer Inaktivität automatisch in den Standby-Modus wechselt.

Die Beleuchtung mit südlich ausgerichteten LEDs kommt trotz lichtundurchlässiger Tastenkappen hervorragend zur Geltung und besticht durch kräftige Farben.

In der Rainy 75 stecken vorgeschmierte lineare Kailh-Cocoa-Switches (Lebensspanne von 70 Millionen Anschlägen) mit einer Betätigungskraft von 45±5 gf. Für Akustik und Tippgefühl verwendet man 14 PCB-Dichtungen (Gasket-Mount), eine FR4-Platte, zwei Lagen Schaumstoff und ein EPDM-Dämpfungspad zur Geräuschunterdrückung. Ein PET-Pad liegt unmittelbar über dem Akku zur Wärmeisolierung.

Software

Die Tastatur läuft mit der auf Quantum Mechanical Keyboard (QMK) basierenden Open-Source-App VIA. Eingangs muss man sich die betreffende JSON-Datei von der Wobkey-Website herunterladen. Zuvor sollte man allerdings ein Firmware-Update durchführen. Die Anleitung dafür sowie die benötigte Datei stehen ebenfalls zum Download bereit. In der Web-App VIA lädt man anschließend die JSON-Datei hoch und kann ab dann die Tastatur konfigurieren.

In der Software kann man dabei Tastenbelegungen verändern, Makros erstellen und die Beleuchtung anpassen. Die Bedienoberfläche ist leicht verständlich und aufgeräumt. Insgesamt gibt es 18 unterschiedliche Beleuchtungseffekte, die man in puncto Helligkeit, Geschwindigkeit und Farbe anpassen kann. Bis zu 16 Makros lassen sich auf Tasten legen. Der integrierte Makro-Editor ermöglicht sowohl Echtzeit-Aufzeichnungen als auch die Erstellung per Textfeld.

Tippgefühl

Beim Schreiben hat uns die Rainy 75 umgehauen. Tatsächlich kommt das Klackern der Tasten sehr nahe an das Geräusch des an die Fensterscheibe prasselnden Regens heran. Das kommt gerade bei längerem Tippen auf der Tastatur super zur Geltung und hat bei manchen von uns sogar zu einem angenehmen Kribbeln im Kopf geführt. Wer zugänglich für ASMR-Videos ist, wird das Gefühl kennen.

Die bereits erwähnte Riege an geräuschoptimierenden Maßnahmen im Inneren der mechanischen Tastatur sorgt für einen runden und prägnanten Sound. Hier kratzt, klappert oder hallt nichts beim Tippen. Bravo.

Preis

Die Wobkey Rainy 75 DE ISO kostet regulär 169 Euro.

Fazit

Die Wobkey Rainy 75 DE ISO überzeugt mit ihrem süchtig machenden Sound, der tatsächlich an prasselnden Regen erinnert. Auch das Schreibgefühl auf ihr ist unglaublich gut und sucht seinesgleichen. Beim Zocken macht sie ebenfalls eine gute Figur, wenngleich sie nicht als reine Gaming-Tastatur ausgelegt ist. Wer mehr Gaming-spezifische Funktionen möchte, greift besser zu einer anderen Tastatur, beispielsweise mit Hall-Effect-Technologie. Für 169 Euro bietet sie ein robustes und hochwertiges Gehäuse mit exzellenter Verarbeitung und viel Liebe zum Detail. Der umständlich zu erreichende Akkuschalter stört und wäre besser außen am Gehäuse aufgehoben anstatt unter einer Taste versteckt. Der Preis ist zwar nicht günstig, angesichts der hohen Qualität für uns aber durchaus nachvollziehbar.

Razer Blackwidow V4 Low-Profile Hyperspeed im Test: Gaming-Tastatur mit KI-Taste

Die Gaming-Tastatur Razer Blackwidow V4 Low-Profile Hyperspeed ist nicht nur flach, sondern kommt mit zusätzlichen programmierbaren Tasten und einem KI-Button.

VORTEILE

  • Verarbeitung top
  • vier dedizierte Makro-Tasten
  • gute Akkuleistung
  • klickbares Drehrad ist vollständig anpassbar

NACHTEILE

  • teuer
  • höhere Abtastrate nur durch separat erhältlichen Dongle

Die Gaming-Tastatur Razer Blackwidow V4 Low-Profile Hyperspeed ist nicht nur flach, sondern kommt mit zusätzlichen programmierbaren Tasten und einem KI-Button.

Mechanische Tastaturen können mit ihren hohen Tasten und ebenso hohen Gehäusen oft sehr klobig wirken. Nicht so die Razer Blackwidow V4 Low-Profile Hyperspeed. Als Gaming-Tastatur wählt Razer mit ihr den Weg des flachen Designs und rüstet sie mit deutlich schlankeren Tasten und ebenso schlankem Gehäuse aus. Trotz alledem wartet sie mit einem performanten Akku und einigen nützlichen Funktionen auf. Was die 100-Prozent-Tastatur alles kann, verraten wir im Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Lieferumfang

Die Blackwidow V4 Low-Profile Hyperspeed kommt mit USB-A-zu-USB-C-Verbindungskabel, einem 2,4-GHz-Funkdongle inklusive Adapter und einer Anleitung.

Design

Die 100-Prozent-Tastatur kommt nicht nur mit Low-Profile-Switches und -Tastenkappen, sondern bietet mit 460 × 35 × 161 mm (Standfüße voll ausgeklappt) generell ein extrem flaches Design. Sie bringt etwa 1 kg auf die Waage, was unter anderem auch an der Aluminium-Abdeckung liegt, die die Tasten umschließt.

Farblich greift man hier auf das vertraute Schwarz zurück. Bunt wird es dank der RGB-Beleuchtung, die beim Anschließen der Tastatur auch prompt los feuert. Die Beschriftung der Tasten ist lichtdurchlässig. Das ist gut, denn da die Tasten nicht frei stehen, muss die Beleuchtung etwas kämpfen, um zwischen den Keycaps hindurchzuschimmern.

Zum Verstauen des Funkdongles dient ein Fach auf der Rückseite der Tastatur mit abnehmbarer Klappe. Die Standfüße lassen sich im 6-Grad- und 9-Grad-Winkel ausklappen. Fünf zusätzliche Gummistreifen machen die Peripherie rutschfest.

Insgesamt gibt es wenig an der Verarbeitung der 100-Prozent-Tastatur auszusetzen. Sie fühlt sich robust an und sitzt fest auf dem Schreibtisch. Hier klappert nichts. Einzig, dass man sich beim Drehrad für Kunststoff anstatt Aluminium entschieden hat, ist schade.

Ausstattung

Razer hat der Blackwidow V4 Pro Low-Profile Hyperspeed einige zusätzliche Tasten spendiert. Zusätzlich zu den vier dedizierten Makro-Tasten M1 bis M4 gibt es eine Rewind-, Pause/Play- sowie eine Forward-Taste. Direkt daneben ruht ein klickbarer Drehregler, welcher standardmäßig die Lautstärke am PC regelt.

Vier weitere Buttons befinden sich unter dem Drehrad. Zwei davon dienen dazu, zwischen der Funk- und Bluetooth-Verbindung zu wechseln, während der AI-Button den AI-Prompt-Manager über Razer Synapse öffnet. Die Batterie-Taste zeigt derweil den Akkustand an und aktiviert bei längerem Gedrückthalten des Buttons den Energiesparmodus der Peripherie.

Die Gaming-Tastatur arbeitet mit einer maximalen Abtastrate von 1000 Hz und kann sowohl via 2,4-GHz-Funk als auch Bluetooth kabellos betrieben werden. Kauft man den Razer Hyperpolling-Dongle für 35 Euro hinzu, kann man die Abtastrate auf bis zu 4000 Hz erhöhen. Selbstverständlich lässt sich das Keyboard auch kabelgebunden nutzen. Offiziell unterstützt die Razer Blackwidow V4 Low-Profile Hyperspeed nur PCs mit Windows 10 und aufwärts.

Als Switches kommen Razer-Low-Profile-Orange zum Einsatz. Deren Auslösepunkt liegt bei 1,6 mm, während sie eine Auslösekraft von 45 g benötigen. Sie sind zudem taktil und bringen den spürbaren Bump mit sich, den man beim Drücken der Tasten fühlt. Die Tastatur unterstützt allerdings kein Hot-Swapping, weswegen die prognostizierte Lebensdauer von 80 Millionen Anschlägen pro Switch wichtig ist. Das bedeutet leider auch, dass bereits bei einem defekten Switch die komplette Tastatur ausgetauscht werden muss.

Für die Tastenkappen kommt Double-Shot-PBT-Kunststoff zum Einsatz. Dieser ist robuster und rauer als weichere Materialien wie ABS-Kunststoff und bietet so ein griffigeres Tippen.

Razer verspricht bis zu 980 Stunden Einsatzzeit pro Akkuladung im Energiesparmodus. Das bedeutet allerdings, dass die Abtastrate heruntergeschraubt wird und man auf die RGB-Beleuchtung sowie die Verbindung zu Razer Synapse verzichten muss. Wir verwenden die Peripherie mit aktivierter Beleuchtung bei 25 Prozent Helligkeit per 2,4-GHz-Funk ohne Energiesparmodus und kommen problemlos durch die Woche. Hier performt der Akku deutlich besser als bei der ebenfalls von uns getesteten Razer Black Widow V4 Pro 75 (Testbericht).

Software

Razer Synapse dient auch für die Blackwidow V4 als allumfassender Software-Hub. Das Programm ermöglicht von vornherein, Tastenbelegungen zu verändern, Beleuchtungseinstellungen und Energiesparfunktionen zu verändern. Tools wie den Makro-Editor oder Razer Chroma Studio als vollwertigen RGB-Editor kann man unkompliziert dazu installieren.

Alle Tasten des Keyboards, mit Ausnahme der Verbindungsmodi-Buttons und der Akkutaste, kann man den eigenen Wünschen anpassen. Etwa das Aufrufen von Programmen oder Webseiten per Knopfdruck ist so möglich. Genauso kann man Makros aufzeichnen und abspielen lassen oder auch Windows-Shortcuts auf die Tasten legen.

Ebenfalls Teil von Razer Synapse ist der AI-Prompt-Manager. Diesen ruft man standardmäßig über die dedizierte AI-Taste des Keyboards auf. Dabei handelt es sich im Prinzip um eine Maske, in die man einen Prompt eintippt, welcher dann beispielsweise von ChatGPT verarbeitet wird.

So soll man während des Spielens etwa schnell nach dem besten Build für den aktuell gewählten Charakter fragen können, ohne auf den Desktop wechseln zu müssen. Der Button funktioniert aber auch außerhalb von Spielen. Neben den hinterlegten Aufgaben wie dem Umformulieren und Zusammenfassen von Texten oder dem Aufsetzen von E-Mails kann man zudem eigene Prompts anlegen.

Die Bedienung von Razer Synapse ist gewohnt benutzerfreundlich und mit vielen Tooltips und Tutorials versehen. Der AI-Prompt-Manager ist zwar eine nette Funktion, wirklich Gebrauch machen wir von ihm allerdings nicht. Praktisch: Wer das Feature nicht benötigt, kann den AI-Button wie auch die anderen Tasten mit einer der bereits erwähnten anderen Aktionen belegen.

Tippgefühl

Die Razer Blackwidow V4 Low-Profile Hyperspeed liefert einen überwiegend guten Sound beim Tippen, wenngleich die Tasten beim Anschlagen leicht klappern und so das Soundprofil etwas beeinträchtigen. Die vorgeschmierten, orangen Razer-Low-Profile-Switches liefern einen gut hörbaren, hellen Thock-Sound. Für die Soundoptimierung verwendet Razer vorgeschmierte Stabilisatoren sowie eine Switch-Platte aus rostfreiem Stahl samt darunter liegender Schaumstofflage. Zusätzlich befindet sich unten im Gehäuse eine weitere Lage Schaumstoff.

Beim Zocken profitiert man währenddessen von den kürzeren Tasten und Switches, deren Betätigungspunkt bei gerade mal 1,6 mm liegt. Ob und inwiefern das letztlich einen Vorteil beim Spielen verschafft, sei mal dahingestellt. Das flachere Design fühlt sich aber tatsächlich etwas flinker an beim Tippen als auf regulär großen Switches und Tastenkappen.

Preis

Die Razer Blackwidow V4 Low-Profile Hyperspeed kostet aktuell 183 Euro mit deutschem Tastaturlayout. Mit US-Layout gibt es sie derzeit für etwa 162 Euro – dann auch mit mehr Switches zur Auswahl. Die UVP der Tastatur liegt bei 220 Euro.

Fazit

Die Razer Blackwidow V4 Low-Profile Hyperspeed bietet mit ihren flachen Tasten und Switches eine gute Alternative zu regulär großen Pendants. Von der Riege an anpassbaren Tasten kann man sowohl beim Arbeiten als auch beim Zocken profitieren. Die Verarbeitung ist hervorragend, wenngleich etwas mehr Aluminium für den Preis schön gewesen wäre. Der Akku bringt selbst ohne aktivierten Energiesparmodus einiges an Kapazität mit und wappnet die Tastatur so für ausladende Gaming-Sessions.

Schade ist, dass man zusätzlich einen speziellen Dongle kaufen muss, um von einer höheren Abtastrate Gebrauch machen zu können. Für etwa 215 Euro ist sie zudem auch nicht gerade günstig und bietet keine sonderlich essenziellen Funktionen, die günstigere Tastaturen nicht auch mit sich bringen würden. Wer jedoch gerne im Razer-Ökosystem bleiben möchte, bekommt mit der Blackwidow V4 Low-Profile Hyperspeed eine vollkommen solide Gaming-Tastatur.

ZUSÄTZLICH GETESTET

Cherry Xtrfy MX 10.1 Wireless

Razer Huntsman V3 Pro TKL

Be Quiet Light Mount

Be Quiet Dark Mount

Sharkoon Crystal Shark

Asus Rog Azoth Wireless

Epomaker RT85

Keychron C3 Pro 8K QMK

Epomaker x Aula F75

Sharkoon Purewriter W65

Razer Blackwidow V4 Pro 75 %

Gamakay TK75HE V2

Akko Mod68 HE

Dark Project Alu81a Terra Nova

Hator Skyfall 80 Mag Ultima 8k Wireless

Sharkoon Skiller SGk50 S4 Gen2 Wood PBT

Royal Kludge S98

Glorious GMMK 3 75%

Keychron K2 HE Special Edition

Endorfy Celeris 1800

Cherry Xtrfy MX 8.2 Pro TMR Wireless

Asus ROG Azoth X



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Künstliche Intelligenz

KI-Enkeltrick und Deepfakes: Interpol warnt vor verschärfter Betrugswelle


Europa ist zum primären Ziel einer weltweiten Betrugswelle geworden. Laut dem „Global Financial Fraud Threat Assessment 2026“ von Interpol verzeichnete keine andere Region einen so starken Anstieg bei Betrugsmaschen: ein Plus von 69 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auslöser ist eine Kombination aus relativem Wohlstand und einer alternden Gesellschaft, die Kriminelle mit einer vergleichsweise neuen Waffe ins Visier nehmen: Künstlicher Intelligenz.

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Nick Court, leitender Beamter der City of London Police und Vize-Direktor bei Interpol, warnt im Gespräch mit Euractiv vor der neuen Qualität solcher Angriffe. Früher galt die Faustregel, dass man bei angekündigten, dann aber doch nicht erfolgenden Videoanrufen skeptisch werden sollte. „Das funktioniert heute nicht mehr.“

Dank KI könnten Täter Gesichter und Stimmen in Echtzeit klonen. Zehn Sekunden Audiomaterial aus sozialen Medien genügten oft, um eine täuschend echte Kopie eines Angehörigen zu erstellen. Die Hemmschwelle, Geld zu überweisen, sinkt rapide, wenn am Telefon scheinbar der eigene Enkel um Hilfe fleht.

Auch linguistische Barrieren fallen. Während Betrüger früher oft an mangelnden Sprachkenntnissen scheiterten, ermöglichen KI-Übersetzungstools heute eine fehlerfreie Kommunikation in fast jeder Mundart. Das führt zu einer Professionalisierung, die Abzocke zu einer regelrechten Industrie gemacht hat. Interpol schätzt die weltweiten Verluste durch Finanzbetrug allein für 2025 auf 442 Milliarden US-Dollar.

Die wichtigste Forderung von Court und Interpol bezieht sich aber nicht auf die Technik, sondern die gesellschaftliche Reaktion auf solche Taten: Eine Stigmatisierung der Opfer dürfe nicht erfolgen. Das Narrativ, jemand sei „darauf reingefallen“, schiebe die Schuld fälschlicherweise den Betrogenen zu. „Wir sagen auch nicht, dass Opfer von Sexualstraftaten auf etwas reingefallen sind“, erläutert Court.

Die sonst entstehende Scham führt dazu, dass viele Taten nicht angezeigt werden. Das erhöht die Dunkelziffer und behindert Ermittlungen. In manchen europäischen Ländern macht Betrug bereits bis zu 40 Prozent aller Straftaten aus. Eine „mitfühlende Antwort“ der Behörden und Angehörigen ist laut Interpol essenziell, um die Meldebereitschaft zu erhöhen.

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Hinter den täuschend echten Profilen stecken oft keine Einzeltäter, sondern organisierte Netzwerke. Ein Trend ist der „Hybrid-Betrug“. Oft beginnt es mit „Romance Fraud“, dem Aufbau einer scheinbaren Liebesbeziehung. Ist das Vertrauen gewonnen, wird das Opfer in Investmentbetrug verwickelt – etwa durch vermeintlich lukrative Krypto-Tipps. Wenn das Opfer nicht mehr zahlen kann, schlägt die Falle zu: Die Täter nutzen zuvor ausgetauschte intime Informationen für Sextortion, die Erpressung mit der Veröffentlichung privater Bilder.

Interpol beschreibt die Anlage von „Scam-Centern“ in Südostasien und Westafrika. Viele der dort tätigen Mitarbeiter sind selbst Opfer von Menschenhandel und werden gezwungen, Betrugskampagnen durchzuführen. Angesichts dieser industriellen Dimension drängt Court auf mehr Verantwortung von Tech-Plattformen. Diese hätten die Rechenleistung, um verdächtige Muster und Deepfakes zu identifizieren, bevor sie Schaden anrichten können.

Trotz KI-Aufrüstung gibt es Warnsignale. Der Fokus sollte laut Interpol weniger darauf liegen, wer jemanden kontaktiert, sondern was verlangt wird. Künstliche Dringlichkeit, Forderungen schneller Überweisungen oder das Gebot, über den Kontakt Stillschweigen zu bewahren, seien typische Anzeichen. Das gesunde Misstrauen gegenüber ungewöhnlichen Verlangen bleibe wichtigste Verteidigungslinie.

Der Interpol-Bericht verdeutlicht, dass der Erfolg dieser Betrugsmaschen auf einer hochgradig arbeitsteiligen Unterwelt basiert. Ein Faktor sei die Zunahme von „Fraud-as-a-Service“-Modellen.

Professionelle Gruppen verkaufen fertige Deepfake-Baukästen und gestohlene Datensätze aus Lecks der Vorjahre an weniger spezialisierte Kriminelle. Besorgniserregend sei auch die Geschwindigkeit, mit der erbeutete Gelder gewaschen würden. Über dezentrale Finanzplattformen und „Chain-Hopping“-Techniken verschleierten die Täter die Herkunft der Gelder. Die Regulierung von Krypto-Assets und Identifizierungspflichten auf Social Media blieben hinter der technologischen Raffinesse der Betrüger zurück.


(wpl)



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