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Künstliche Intelligenz

Meta verdient Milliarden mit betrügerischer Werbung


Alleine im vergangenen Jahr soll Meta rund 16 Milliarden US-Dollar dank betrügerischer Werbung eingenommen haben. Meta widerspricht den Zahlen, über die Reuters berichtet. Aber selbst, wenn die Zahlen niedriger liegen – wir alle wissen um reichlich Scam und KI-Müll auf Facebook und Instagram, den wir jeden Tag selbst sehen und erleben können. Es wirkt erstaunlich, dass Metas automatisierte Systeme vieles davon nicht als Betrugsversuche erkennen können (wollen).

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Reuters beruft sich auf interne Dokumente, die ihnen zugespielt worden seien. Es handelt sich um Prognosen für das Jahr 2024. Darin schätzt Meta, dass die verschiedenen Plattformen den Menschen insgesamt rund 15 Milliarden risikoreiche Anzeigen am Tag ausspielen würden. Risikoreich bedeutet, dass es sich um konkrete Betrugsversuche handelt, also Links zu Webseiten mit betrügerischen Absichten, um illegale Glücksspiel-Seiten sowie verbotene Produkte, die verkauft werden – etwa aus dem Bereich Gesundheit.

Ein echter Clou von Meta, wenn der Verdacht besteht, es könne sich um Betrug handeln, wird die Anzeige einfach zunächst teurer. Erst bei einer Betrugs-Wahrscheinlichkeit von mehr als 95 Prozent reagieren die Systeme und sperren die Anzeige.

Meta sagt, Reuters gebe eine „selektive Sichtweise“ wieder und verzerre das Vorgehen des Unternehmens gegen Betrug. Ein Sprecher widerspricht zwar nicht der Zahl aus dem vorliegenden Bericht, dass Meta geschätzt hat, rund zehn Prozent der Umsätze aus Betrügereien einzunehmen, aber er sagt auch, die Schätzung sei nur grob gewesen. Die tatsächlichen Einnahmen seien deutlich niedriger gewesen. „Wir bekämpfen Betrug und Scam aggressiv, weil die Nutzer unserer Plattformen solche Inhalte nicht wollen, seriöse Werbekunden sie nicht wollen und wir sie auch nicht wollen“, sagt der Sprecher. Auch das steht bereits ähnlich in dem Bericht, der Reuters vorliegt.

Allerdings fällt immer wieder auf, dass die Systeme dann offensichtlich nicht sonderlich gut funktionieren. Zumindest haben viele Menschen das Gefühl, Facebook bestehe fast nur noch aus ausgedachten Schlagzeilen, dubiosen Anzeigen und Vorschlägen, von denen man nicht versteht, warum man sie bekommt. Gleichwohl muss man auch sagen, dass die Betrüger immer besser werden. Es handelt sich sicherlich oft um eine Art Katz-und-Maus-Spiel. Betrügerische Anzeigen verbergen sich inzwischen oftmals hinter seriös aussehenden, vermeintlichen Artikeln. Webseiten und passende Bilder sind dank KI immer einfacher, realistischer und schneller zu erstellen. Auffällig ist auch, dass betrügerische Anzeigen deutlich häufiger bei Facebook auftauchen als beispielsweise bei Instagram. Möglicherweise liegt das am höheren Durchschnittsalter der Nutzer.

Dabei sagt der Meta-Sprecher gegenüber Reuters auch, dass die Zahl der Meldungen von betrügerischen Anzeigen durch Nutzer in den vergangenen 18 Monaten um 58 Prozent zurückgegangen sei. Im Jahr 2025 habe Meta bereits 134 Millionen betrügerische Anzeigeninhalte entfernt. Dieser Zahl steht freilich keine Aussage über die Gesamtanzahl an Anzeigen gegenüber.

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Reuters berichtet außerdem darüber, dass potenzielle Strafen niedriger ausfallen würden, als die Einnahmen durch betrügerische Anzeigen seien. Zwar gäbe es sowohl in den USA, Großbritannien und mit dem Digital Services Act (DSA) auch in der EU neue Regulierungsvorstöße, nach denen Meta vermehrt verantwortlich für die Inhalte auf den Plattformen gemacht werden könnte. Doch noch hat es nicht mal Strafen gegeben, sondern es wurden lediglich Untersuchungen eingeleitet.


(emw)



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Sinkt zu schnell: NASA-Weltraumteleskop stellt vor Rettungsmission Forschung ein


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Die NASA hat das Weltraumteleskop Swift weitgehend deaktiviert, um sein Absinken zur Erde zu verlangsamen und seine Zeit im Orbit zu verlängern. Das ist in Vorbereitung einer ganz besonderen Mission geschehen, bei der das Instrument von einer Weltraumsonde wieder in einen höheren Orbit geschoben werden soll, um dort wieder forschen zu können. Bis es so weit ist, muss aber jetzt verhindert werden, dass das „Neil Gehrels Swift Observatory“ zu schnell absinkt und doch noch abstürzt, bevor es auf diese Weise gerettet werden kann. Deshalb ist seit Mittwoch nur noch ein Instrument aktiviert und das Weltraumteleskop hat aufgehört, sich jeweils auf neue Forschungsziele auszurichten. Das würde den atmosphärischen Widerstand zu sehr erhöhen, erklärt die NASA.

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Neil Gehrels Swift Observatory wurde 2004 gestartet, damals hieß das Gerät nur Swift. Das Weltraumteleskop untersucht primär Gammastrahlenblitze, „die stärksten Explosionen im Universum“, wie die NASA erläutert. An Bord sind drei verschiedene Forschungsinstrumente, die im sichtbaren, im ultravioletten, im Röntgen- und im Gammaspektrum arbeiten. Von zentraler Bedeutung ist dabei das Burst Alert Telescope (BAT), das zu jeder Zeit etwa ein Sechstel des Himmels abdeckt und dort Gammablitze entdecken kann. Wenn einer entdeckt wird, kann es die anderen Instrumente rasch darauf ausrichten und sich um sich selbst drehen. Während seines Betriebs hat das Gerät unzählige Ereignisse beobachtet. 2018 wurde es zu Ehren des kurz zuvor verstorbenen Forschungsleiters umbenannt.

Erst im Herbst hat die NASA publik gemacht, dass die verstärkte Sonnenaktivität dafür gesorgt hat, dass die Ausläufer der Erdatmosphäre Swift stärker abbremsen als ursprünglich erwartet. Ohne Gegenmaßnahme würde es bald abstürzen. Um das zu verhindern, hat die NASA einem Raumfahrtunternehmen deshalb 30 Millionen US-Dollar bezahlt. Im Gegenzug soll Katalyst mit einem eigenen Raumfahrzeug den Orbit von Swift anheben. Das sollte schon im Frühjahr dieses Jahres geschehen, jetzt wird der Sommer anvisiert. Die Einstellung der Forschungsarbeit soll dafür sorgen, dass Swift bis dahin nicht zu stark absinkt. Zuletzt war es in einer durchschnittlichen Höhe von weniger als 400 km unterwegs. Damit das Weltraumteleskop nicht abstürzt, darf es nicht unter 300 km sinken.


(mho)



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Künstliche Intelligenz

Top 5: Die beste Heißluftfritteuse im Test – Airfryer von Ninja, Cosori & Co.


Heißluftfritteusen erlauben einfaches, fettarmes Garen ab 50 Euro. Manche Modelle, wie der Testsieger Cosori, bieten sogar eine App.

Knusprige Pommes, saftige Hähnchenschenkel oder geröstetes Gemüse – und das mit wenig oder ganz ohne Öl: Heißluftfritteusen haben sich vom Nischenprodukt zum festen Bestandteil vieler Küchen entwickelt. Die Geräte arbeiten nach einem simplen Prinzip: Ein Heizelement erhitzt Luft, ein Hochgeschwindigkeitslüfter verteilt sie im Garraum. Dadurch entsteht eine intensive Konvektion, die Speisen von allen Seiten gleichmäßig gart und ihnen eine knusprige Oberfläche verleiht – ähnlich wie beim Frittieren in heißem Fett, aber deutlich fettärmer.

Für diese Bestenliste haben wir fünf im Preisvergleich sehr beliebte Heißluftfritteusen zwischen 50 und 250 Euro getestet und miteinander verglichen. Alle Modelle setzen auf das Schubladen-Design mit herausnehmbarem Garkorb, das sich als Standard durchgesetzt hat. Im Testfeld finden sich sowohl kompakte Single-Drawer-Geräte als auch Dual-Drawer-Modelle mit zwei getrennten Garzonen. Wir zeigen, welche uns am meisten überzeugt hat.

Welche ist die beste Heißluftfritteuse?

Testsieger ist die Cosori Turbo Tower Pro Smart für 249 Euro bei Ebay. Sie hat im Test mit gleichmäßigen Garergebnissen, einer durchdachten App-Anbindung mit Fernsteuerung und einem insgesamt stimmigen Gesamtpaket überzeugt.

Wer viel Wert auf technische Flexibilität legt, greift zum Ninja Foodi Flex Drawer für 158 Euro bei Proshop auf Platz 2: Der flexible Garkorb-Trenner erlaubt es als Technologiesieger, eine oder zwei Garzonen zu nutzen, und die Maximaltemperatur von 240 Grad eröffnet Möglichkeiten, die andere Airfryer nicht bieten – etwa beim scharfen Anrösten oder bei Pizza.

Unser Preis-Leistungs-Sieger ist die Gorenje AF1350DWB für rund 50 Euro bei Amazon – ein Gerät, das für seinen Preis erstaunlich solide arbeitet und zeigt, dass ein guter Airfryer nicht teuer sein muss.

KURZÜBERSICHT

Die Cosori Turbo Tower Pro Smart ist für Haushalte mit größerem Kochbedarf konzipiert. Sie verfügt über zwei separate Fächer, in denen unterschiedliche Speisen parallel zubereitet werden können. Per App lassen sich die sieben voreingestellten Programme um weitere Rezepte ergänzen. Die Sync-Funktion sorgt dafür, dass verschiedene Gerichte zur gleichen Zeit fertig werden.

Der Preis von 249 Euro bei Ebay ist zwar hoch, aber für die gebotene Kapazität und Ausstattung angemessen.

VORTEILE

  • zwei getrennte Garkammern mit 10,8 Litern Gesamtvolumen
  • Sync-Funktion für zeitgleiches Servieren verschiedener Speisen
  • App-Steuerung mit erweiterten Funktionen und Updates
  • hochwertige Verarbeitung mit Antihaftbeschichtung

NACHTEILE

  • schwer
  • Touch-Buttons reagieren bei fettigen Fingern träge
  • hoher Preis von 279 Euro

Die Ninja Foodi Flex Drawer punktet mit ihrer Flexibilität: Der teilbare Garkorb bietet wahlweise ein Volumen von zweimal 5,2 oder einmal 10,4 l. Mit 2470 W und bis zu 240 Grad meistert sie auch anspruchsvolle Gerichte. Die sieben Automatikprogramme treffen meist den richtigen Garpunkt. Für 158 Euro bei Proshop bekommt man allerdings auch zwei Heißluftfritteusen mit nur einem Fach. Die Verarbeitung könnte zudem für diese Preisklasse besser sein.

VORTEILE

  • flexibler Garkorb (2x 5,2 oder 1x 10,4 Liter)
  • hohe Leistung mit 2470 Watt und bis 240 Grad
  • drei praktische Betriebsmodi (Mega Zone, Sync, Match)
  • leise im Betrieb mit 55 dB(A)

NACHTEILE

  • mäßige Verarbeitung für Premium-Preisklasse
  • hoher Preis
  • großer Platzbedarf in der Breite

Die Gorenje AF1350DWB punktet mit ihrem richtig attraktiven Preis von 50 Euro. Trotz einfacher Verarbeitung liefert sie ordentliche Frittier-Ergebnisse. Das große Fassungsvermögen von 5,4 Litern reicht für Familien. Das beleuchtete Sichtfenster ist in dieser Preisklasse eine Seltenheit. Wer eine funktionale Heißluftfritteuse ohne Schnickschnack sucht und beim Material Abstriche machen kann, bekommt hier viel Fritteuse fürs Geld.

VORTEILE

  • sehr günstig
  • vergleichsweise leise
  • gute Ergebnisse
  • mit Sichtfenster

Ratgeber

Was ist der Unterschied zwischen Airfryer und Heißluftfritteuse?

Kurz gesagt: Es gibt keinen. Die Begriffe Airfryer, Heißluftfritteuse und Air Fryer bezeichnen alle dasselbe Gerät. „Airfryer“ hat Philips als Markenname für seine Heißluftfritteusen geprägt, inzwischen hat sich der Begriff aber als generische Bezeichnung für die gesamte Produktkategorie etabliert – ähnlich wie „Tempo“ für Taschentücher.

Auch die gelegentlich auftauchende Bezeichnung „Actifry“ stammt von einem Hersteller, nämlich Tefal. Die Tefal Actifry unterscheidet sich allerdings konstruktiv: Sie besitzt einen Rührarm, der das Gargut während des Betriebs automatisch wendet. Klassische Heißluftfritteusen ohne Rührarm erfordern dagegen manuelles Wenden oder Schütteln auf halbem Weg – woran praktisch alle Geräte im Test per Signalton erinnern.

Wer in Onlineshops oder Testberichten nach „Airfryer“ oder „Heißluftfritteuse“ sucht, landet also bei denselben Geräten. Einen technischen Unterschied zwischen den Begriffen gibt es nicht. Lediglich die Bauform variiert – ob Schublade, Korb mit Deckel oder Minibackofen, aber das hat nichts mit der Bezeichnung zu tun.

Wie funktioniert eine Heißluftfritteuse?

Eine Heißluftfritteuse arbeitet im Kern wie ein kleiner, hocheffizienter Umluftofen. Ein ringförmiges Heizelement – meist eine Metall-Heizspirale – sitzt oberhalb des Garkorbs und erhitzt die Luft auf Temperaturen zwischen 80 und 200 Grad Celsius. Manche Modelle wie der Ninja Foodi Flex Drawer schaffen bis zu 240 Grad.

Ein direkt hinter dem Heizelement platzierter Radiallüfter drückt die heiße Luft mit hoher Strömungsgeschwindigkeit nach unten auf das Gargut. Die Luft strömt dabei auch durch die perforierten Löcher des Gitterkorbs hindurch, sodass das Gargut von allen Seiten umspült wird – auch von unten. Diese intensive, gerichtete Konvektion sorgt dafür, dass die Oberfläche der Speisen schnell Feuchtigkeit verliert und die sogenannte Maillard-Reaktion einsetzt: jene chemische Bräunungsreaktion zwischen Aminosäuren und Zucker, die für Röstaromen und Knusprigkeit verantwortlich ist.

Haier I-Master Series 3 Dual Basket von innen: Heizspirale

Der entscheidende Unterschied zur klassischen Fritteuse: Statt das Gargut in heißes Öl zu tauchen, übernimmt die schnell zirkulierende Heißluft den Wärmetransport. Ein Esslöffel Öl oder ein kurzer Sprühstoß genügt, um Pommes, Nuggets oder Gemüse knusprig zu bekommen. Das reduziert den Fettgehalt der Speisen erheblich.

Gleichzeitig entfällt das lästige Entsorgen von Altöl, und die Geruchsbelastung in der Küche fällt deutlich geringer aus. Gegenüber einem herkömmlichen Backofen mit Umluftfunktion hat der Airfryer den Vorteil des deutlich kleineren Garraums: Die Luft erreicht schneller die Zieltemperatur, die Strömungsgeschwindigkeit ist höher, und die Aufheizphase entfällt praktisch – nach zwei bis drei Minuten ist der Garraum auf Betriebstemperatur.

Was kostet eine gute Heißluftfritteuse – und was bekommt man in welchem Preisbereich?

Der Markt für Heißluftfritteusen erstreckt sich von unter 30 Euro bis über 400 Euro. Unser Testfeld zwischen 50 und 250 Euro deckt dabei das Segment ab, in dem die meisten Käufer fündig werden. Im Einstiegsbereich bis 80 Euro finden sich solide Geräte mit einem einzelnen Garkorb, mechanischen oder einfachen digitalen Bedienelementen und grundlegenden Temperatureinstellungen. Unser Preis-Leistungs-Sieger Gorenje AF1350DWB für 50 Euro zeigt, dass hier bereits ordentliche Garergebnisse möglich sind – Abstriche gibt es bei der Verarbeitung, dem Bedienkomfort und der Programmvielfalt.

Im mittleren Segment zwischen 80 und 150 Euro steigt die Ausstattung spürbar: Touchdisplays, mehr voreingestellte Programme, größere Garkörbe und teils bereits Dual-Drawer-Konzepte gehören hier zum Standard. Auch die Verarbeitungsqualität der Antihaftbeschichtung und der Schubladenführung nimmt zu.

Ab 150 Euro kommen Features wie App-Steuerung, Smart-Home-Integration, flexible Raumteiler, Sichtfenster und höhere Maximaltemperaturen hinzu. Die Cosori Turbo Tower Pro Smart und der Ninja Foodi Flex Drawer gehören zu diesem Premium-Bereich und bieten entsprechend mehr Komfort und Flexibilität.

Ob sich der Aufpreis lohnt, hängt davon ab, wie häufig und vielseitig der Airfryer zum Einsatz kommt. Wer nur gelegentlich Pommes oder Nuggets zubereitet, ist mit einem günstigen Modell bestens bedient. Wer dagegen täglich kocht, verschiedene Garzonen benötigt oder den Garvorgang per App überwachen möchte, profitiert von den teureren Geräten.

Worauf sollte man beim Kauf einer Heißluftfritteuse achten?

Drei Kriterien verdienen beim Kauf besondere Aufmerksamkeit: Garergebnis, Bedienung und Reinigung. Das Garergebnis hängt maßgeblich von der Luftzirkulation und der Temperaturpräzision ab. Ein guter Airfryer hält die eingestellte Temperatur stabil und verteilt die Hitze gleichmäßig – sonst werden Pommes auf der einen Seite knusprig und auf der anderen weich. In unseren Tests hat sich gezeigt, dass hier die Preisunterschiede am deutlichsten durchschlagen: Günstige Geräte schwanken stärker in der Temperatur und haben teils Hotspots im Garraum.

Bei der Bedienung gilt: Ein übersichtliches Display, gut ablesbare Symbole und eine intuitive Menüführung sparen im Alltag Zeit und Nerven. Voreingestellte Programme für Pommes, Hähnchen, Fisch oder Gemüse erleichtern den Einstieg, sind aber kein Muss – wer Temperatur und Zeit manuell einstellt, hat ohnehin die volle Kontrolle. Entscheidender ist, wie gut die vordefinierten Programme tatsächlich abgestimmt sind: Manche Geräte liefern mit dem Pommes-Programm auf Anhieb ein angemessenes Ergebnis, bei anderen muss man Temperatur oder Zeit nachjustieren, weil die Werkseinstellungen zu niedrig oder zu hoch angesetzt sind.

Nice to have sind ein Sichtfenster (spart das Öffnen der Schublade und damit Wärmeverlust), ein flexibler Raumteiler für variable Zoneneinteilung und eine Warmhaltefunktion. Auf eine Maximaltemperatur über 200 Grad Celsius kann man für Pommes meist verzichten – wer allerdings Pizza backen oder Fleisch scharf anrösten möchte, profitiert von den 240 Grad der Top-Modelle. Ein Vorheizen ist bei den meisten Modellen nicht zwingend nötig, kann aber bei kurzen Garzeiten für gleichmäßigere Ergebnisse sorgen – drei Minuten gelten als guter Richtwert.

Wie viel Liter Fassungsvermögen sollte eine Heißluftfritteuse haben?

Die richtige Größe hängt direkt von der Haushaltsgröße und den typischen Portionen ab. Für ein bis zwei Personen reichen Geräte mit 2 bis 4 Litern Fassungsvermögen völlig aus – hier passen Pommes für zwei ordentliche Portionen hinein. Unsere günstige Gorenje AF1350DWB fällt mit ihrem kompakten Korb in diese Kategorie und eignet sich damit ideal für kleinere Haushalte oder als Zweitgerät.

Für drei bis vier Personen empfehlen sich Modelle mit 5 bis 8 Litern. Die meisten Dual-Drawer-Geräte in unserem Test – etwa die Tefal Jamie Oliver Dual Drawer oder die Haier I-Master Series 3 – bieten ein Gesamtvolumen in diesem Bereich, aufgeteilt auf zwei Schubladen. Das hat den Vorteil, dass sich zwei verschiedene Speisen gleichzeitig bei unterschiedlichen Temperaturen zubereiten lassen: Pommes bei 200 Grad in der einen Zone, Gemüse bei 160 Grad in der anderen. Wer regelmäßig für fünf oder mehr Personen kocht, sollte nach XXL-Modellen mit 8 Litern oder mehr Ausschau halten – oder in zwei Durchgängen arbeiten.

Wichtig dabei: Die Herstellerangaben zum Fassungsvermögen beziehen sich auf das Bruttovolumen des Korbs. Die tatsächlich nutzbare Kapazität fällt kleiner aus, denn Gargut sollte möglichst einlagig im Korb liegen, damit die Heißluft frei zirkulieren kann. Stapelt man Pommes zu hoch, werden die unteren Schichten weich statt knusprig. Deshalb lieber ein etwas größeres Modell wählen und den Korb nicht bis zum Rand füllen.

Was gelingt im Airfryer richtig gut – und was eher nicht?

Die absolute Paradedisziplin jeder Heißluftfritteuse sind Tiefkühl-Pommes und -Kroketten. Hier spielt das Gerät seine Stärken voll aus: Die Oberfläche wird knusprig, das Innere bleibt weich, und das Ergebnis kommt dem einer Fettfritteuse erstaunlich nahe – bei einem Bruchteil des Fetts. Ebenso hervorragend gelingen Chicken-Wings, Hähnchenschenkel und panierte Schnitzel: Die Haut wird kross, das Fleisch bleibt saftig. Auch geröstetes Gemüse – Brokkoli, Blumenkohl, Zucchini, Süßkartoffel-Wedges – bekommt im Airfryer eine Karamellisierung, die im Backofen deutlich länger dauern würde.

Tefal EY90JD Jamie Oliver Dual Drawer – Frittierergebnis

Aufgewärmte Pizza vom Vortag wird im Airfryer knuspriger als in jeder Mikrowelle und braucht nur drei bis vier Minuten. Und ein echter Alltagstipp: Brötchen aufbacken dauert im Airfryer fünf Minuten statt zehn im Backofen – morgens ein spürbarer Zeitgewinn.

Dann gibt es eine Grauzone: Frühstückseier lassen sich im Airfryer zubereiten, sowohl hart als auch weich gekocht (in der Schale, ohne Wasser), das Ergebnis ist aber nicht besser als im Topf – nur anders. Kuchen und Muffins funktionieren in kleinen, hitzebeständigen Förmchen grundsätzlich, aber die ungleichmäßige Hitzeverteilung in manchen Geräten führt zu unebener Bräunung. Realistisch betrachtet dürfte Kuchenbacken im Airfryer selten der Haupt-Einsatzzweck sein, wenn ein Backofen vorhanden ist.

Auch die One-Pot-Rezepte, die auf TikTok und Instagram kursieren – Pasta mit Soße direkt im Garkorb, überbackene Aufläufe, gefüllte Paprika – funktionieren zwar, haben aber einen entscheidenden Haken: Die Reinigung danach ist aufwendig, weil sich eingebrannte Soße oder Käse in den Perforationen des Gitterkorbs festsetzen.

Was definitiv nicht in den Airfryer gehört: Speisen mit flüssigem Teig wie Bierteig für Fish and Chips oder Berliner – der Teig tropft durch den Rost, bevor er fest wird. Auch sehr leichte Zutaten wie einzelne Salatblätter, Kräuter oder dünne Reispapierblätter können vom Luftstrom aufgewirbelt und gegen das Heizelement gedrückt werden. Suppen, Eintöpfe und alles mit viel Flüssigkeit gehören ebenfalls nicht hinein. Als Faustregel gilt: Alles, was im Backofen auf einem Blech oder Rost gelingt, klappt meist auch im Airfryer – nur schneller.

Welches Zubehör für die Heißluftfritteuse lohnt sich?

Für die meisten Airfryer gibt es inzwischen ein breites Zubehörsortiment. Wer Zubehör kauft, sollte vorher die Innenmaße des eigenen Garkorbs ausmessen – nicht jedes Zubehör passt in jedes Modell, und ein zu großer Grillrost, der an den Wänden anstößt, behindert die Luftzirkulation.

Wirklich nützlich sind vorwiegend Grillroste und Spießaufsätze, die das Gargut erhöhen und so die Luftzirkulation verbessern – ideal für Hähnchenschenkel oder Gemüsespieße. Ebenfalls praktisch sind kleine Backformen aus Silikon oder Edelstahl, die in den Garkorb passen und sich für Muffins, Aufläufe oder Eiergerichte eignen. Ein Ölsprüher (ab 5 Euro) gehört fast schon zur Grundausstattung: Damit lässt sich eine hauchdünne Ölschicht gleichmäßig auf Pommes oder Gemüse auftragen, was die Knusprigkeit verbessert, ohne das Gargut in Fett zu ertränken.

Viele Nutzer legen Backpapier oder spezielle, vorgestanzte Airfryer-Papiereinlagen auf den Gitterboden, um sich die Reinigung zu ersparen. Die Idee klingt praktisch und kann bei den angesprochenen One-Pot-Rezepten sinnvoll sein, ist aber bei vielen anderen Gerichten kontraproduktiv.

Der Gitterkorb einer Heißluftfritteuse hat seine Perforierungen nicht ohne Grund: Die heiße Luft strömt von oben nach unten und durch die Löcher des Korbs auch wieder nach oben, sodass das Gargut von allen Seiten gleichmäßig gegart wird. Eine Lage Backpapier auf dem Gitter blockiert genau diesen Luftstrom von unten. Die Folge: Pommes werden auf der Unterseite nicht knusprig, sondern labbrig, und die Garzeit verlängert sich.

Sinnvoll kann Backpapier oder eine Silikonmatte bei Speisen sein, die durch den Rost fallen oder stark kleben würden – etwa kleine Garnelen, mariniertes Gemüse oder Käse-Snacks. Dann sollte das Papier aber möglichst viele Löcher haben (vorgestanzte Airfryer-Einlagen gibt es günstig zu kaufen) und nicht über den Rand des Gitters hinausragen, damit die Luftzirkulation so wenig wie möglich eingeschränkt wird. Wichtig: Backpapier nie ohne Gargut in den Airfryer legen und vorheizen – der Luftstrom kann das leichte Papier gegen das Heizelement drücken, wo es sofort verschmoren oder gar brennen kann.

Welche Zusatzfunktionen bieten Heißluftfritteusen mit App oder Dampfgarfunktion?

Einige der teureren Modelle – darunter unser Testsieger Cosori Turbo Tower Pro Smart – lassen sich per Smartphone-App steuern und überwachen. Konkret bedeutet das: Temperatur und Garzeit einstellen, den Garvorgang starten, pausieren oder stoppen, Benachrichtigungen erhalten, wenn das Essen fertig ist, und auf eine Rezeptdatenbank zugreifen. Manche Apps bieten darüber hinaus Firmware-Updates, mit denen neue Programme nachgeladen werden können.

Klingt komfortabel – aber benötigt man das wirklich? Offen gesagt: Für die meisten Nutzer ist die App ein nettes Extra, kein Muss. Wer den Airfryer in der Küche stehen hat und daneben kocht, benötigt keine Fernsteuerung vom Sofa. Die App wird dann interessant, wenn der Airfryer in einem anderen Raum steht oder wenn man die Garzeit präzise im Blick behalten möchte, ohne in der Küche zu stehen. Zum Befüllen oder Entleeren des Garguts muss man allerdings ohnehin vor Ort sein.

Auch die Rezeptdatenbanken können für Einsteiger hilfreich sein, weil sie passende Zeit-Temperatur-Kombinationen für verschiedene Speisen liefern. Der Haken: App-fähige Modelle kosten in der Regel deutlich mehr als vergleichbare Geräte ohne smarte Anbindung.

Noch neu am Markt sind Heißluftfritteusen mit Dampfgarfunktion. Philips hat entsprechende Modelle im Programm, die zusätzlich zur Heißluft Wasserdampf in den Garraum einblasen. Das soll besonders bei Brot, Brötchen und empfindlichem Gargut wie Fisch für bessere Ergebnisse sorgen. Ob das in der Praxis einen spürbaren Unterschied macht, werden wir in einem kommenden Test klären.

Ist eine Heißluftfritteuse ein Stromfresser?

Nein. Obwohl Heißluftfritteusen mit 1000 bis 2000 Watt Leistungsaufnahme auf dem Papier ordentlich zuschlagen, relativiert sich der Verbrauch durch die kurzen Garzeiten. Eine Portion Pommes ist im Airfryer nach 15 bis 20 Minuten fertig – ein Backofen benötigt dafür oft 25 bis 35 Minuten und muss obendrein vorgeheizt werden. Rechnet man den tatsächlichen Energieverbrauch pro Garvorgang, liegt die Heißluftfritteuse daher oft 20 bis 40 Prozent unter dem eines herkömmlichen Backofens – je nach Gerät, Gericht und Nutzungsprofil.

Konkret: Ein Airfryer mit 1500 Watt verbraucht bei 20 Minuten Betrieb grob 0,4 bis 0,5 Kilowattstunden (kWh), je nachdem, wie stark die Leistung nach dem Aufheizen gedrosselt wird. Bei einem Strompreis von 30 Cent pro Kilowattstunde sind das etwa 12 bis 15 Cent pro Garvorgang. Wer den Airfryer drei- bis viermal pro Woche nutzt, landet damit im niedrigen bis mittleren zweistelligen Eurobereich pro Jahr. Bei täglicher Nutzung bewegen sich die Kosten typischerweise im mittleren zweistelligen Bereich.

Wie viel Watt eine gute Heißluftfritteuse haben sollte, hängt vom Fassungsvermögen ab: Kompakte Modelle kommen mit 1000 bis 1200 Watt aus, größere Dual-Drawer-Geräte benötigen 1400 bis 1800 Watt, um beide Garzonen ausreichend schnell aufzuheizen.

Wie reinigt man eine Heißluftfritteuse – und wie oft?

Die Reinigung gehört zu den angenehmsten Seiten des Airfryer-Alltags, denn sie ist deutlich unkomplizierter als bei einer klassischen Fritteuse mit Ölbad. Nach jedem Gebrauch sollte man den Garkorb und die Schublade herausnehmen und von Fettrückständen und Speiseresten befreien.

Bei allen Modellen in unserem Test sind Korb und Schublade spülmaschinengeeignet – das spart Zeit und sorgt für eine gründliche Reinigung. Dennoch empfiehlt es sich, die Herstellerangaben genau zu prüfen: Manche Antihaftbeschichtungen leiden langfristig unter aggressiven Spülmaschinen-Tabs, insbesondere solchen mit Bleichmittel oder hohem Chloranteil. Wer auf Nummer sicher gehen will, wählt ein mildes Spülmaschinenprogramm oder reinigt per Hand.

Bei der Handreinigung genügen warmes Wasser, ein mildes Spülmittel und ein weicher Schwamm. Scheuermilch, Stahlwolle oder harte Bürsten sind tabu – sie zerstören die Antihaftbeschichtung, und ohne diese haftet Gargut an, was die Reinigung erst recht zum Kampf macht. Das Gehäuse selbst lässt sich mit einem feuchten Tuch abwischen.

Etwa alle zwei bis vier Wochen lohnt sich ein Blick auf das Heizelement oberhalb des Garraums: Fettspritzer können sich dort festsetzen und bei hohen Temperaturen rauchen oder unangenehm riechen. Ein feuchtes Tuch oder ein mit Essigwasser getränkter Lappen beseitigen solche Ablagerungen zuverlässig – das Gerät muss dabei selbstverständlich vom Strom getrennt und vollständig abgekühlt sein.

Wie lange hält eine Heißluftfritteuse?

Bei normaler Nutzung – also mehrmals pro Woche – halten die meisten Heißluftfritteusen problemlos drei bis fünf Jahre. Die Schwachstelle ist dabei weniger der Motor oder das Heizelement, sondern die Antihaftbeschichtung des Garkorbs. Diese nutzt sich mit der Zeit ab, besonders wenn man mit Metallbesteck im Korb hantiert oder zu aggressive Reiniger verwendet. Ersatzkörbe bieten die meisten Markenhersteller als Zubehör an, was die Lebensdauer des Geräts insgesamt verlängern kann.

Hochwertigere Modelle mit Keramikbeschichtung oder dickeren PTFE-Schichten (umgangssprachlich „Teflon“) halten tendenziell länger als günstige Geräte mit dünner Beschichtung. Wer die Pflegehinweise beachtet – kein Metallbesteck im Korb, keine Scheuermittel, regelmäßige Reinigung – verlängert die Lebensdauer deutlich. Die gesetzliche Gewährleistung beträgt in Deutschland zwei Jahre. Einige Hersteller bieten darüber hinaus eine verlängerte Garantie an.

Wie viel Platz benötigt ein Airfryer?

Bevor es an die Modellauswahl geht, steht eine ganz praktische Frage im Raum: Wohin mit dem Gerät? Eine Heißluftfritteuse benötigt einen festen Stellplatz auf der Arbeitsfläche oder zumindest einen leicht zugänglichen Platz im Schrank. Die Geräte in unserem Test messen je nach Modell zwischen 25 und 40 Zentimeter in der Breite und 30 bis 40 Zentimeter in der Tiefe – das entspricht etwa der Stellfläche einer großen Küchenmaschine. Dual-Drawer-Modelle fallen tendenziell breiter aus als Single-Drawer-Geräte.

Erfahrungsgemäß gilt: Wer den Airfryer nach jedem Gebrauch in den Schrank räumt, nutzt ihn seltener. Ein fester Platz auf der Arbeitsfläche senkt die Hemmschwelle und sorgt dafür, dass das Gerät tatsächlich regelmäßig zum Einsatz kommt. Wer in einer kleinen Küche wenig Stellfläche hat, sollte sich ehrlich fragen, ob der Airfryer oft genug zum Einsatz kommt, um den Platz zu rechtfertigen. Für Gelegenheitsnutzer, die nur alle paar Wochen Pommes machen, reicht womöglich auch der Backofen mit Umluft. Wer hingegen mehrmals pro Woche frittiert, aufbackt oder grillt, wird den Airfryer schnell nicht mehr missen wollen.

Sind Mini-Heißluft-Backöfen eine Alternative?

Neben klassischen Heißluftfritteusen mit Schubladen-Design gibt es auch Mini-Heißluft-Backöfen – kompakte Tischgeräte mit Ofentür, Einschüben und oft zusätzlichen Funktionen wie Oberhitze, Unterhitze, Drehspieß oder Grill. Sie kosten je nach Ausstattung zwischen 60 und 250 Euro und bieten typischerweise 10 bis 30 Liter Garraum. Der wesentliche Vorteil gegenüber einem Airfryer: Man kann darin auch flache Speisen wie Pizza, Aufläufe oder Gratins zubereiten, die in einem Schubladen-Airfryer nur schwer oder gar nicht unterzubringen sind. Auch ganze Hähnchen passen in einen Mini-Backofen, während sie im Garkorb eines Airfryers an ihre Grenzen stoßen.

Der Nachteil: Mini-Backöfen benötigen mehr Platz auf der Arbeitsfläche und heizen langsamer auf. Die Konvektion ist weniger intensiv als bei einem dedizierten Airfryer, weil der Garraum größer ist und die Luft einen längeren Weg zurücklegt. Pommes und Chicken-Wings werden daher im Airfryer knuspriger als im Mini-Backofen.

Wer primär frittierähnliche Ergebnisse möchte, fährt mit einem klassischen Airfryer besser. Wer hingegen einen vollwertigen Zweitbackofen sucht, der auch Heißluft-Frittieren beherrscht, findet im Mini-Backofen die vielseitigere Lösung. Für kleine Küchen ohne eingebauten Backofen – etwa in Wohnheimen oder Ferienwohnungen – kann ein solches Kombigerät sogar die einzige Backmöglichkeit sein.

Was können Airfryer mit aufgesetztem Deckel?

Seit einiger Zeit finden sich auf dem Markt Heißluftfritteusen in einem ungewöhnlichen Formfaktor: Eine offene Schüssel bildet die Basis, auf die ein Deckel mit integriertem Heizelement und Lüfter aufgesetzt wird. Besonders bekannt hat dieses Format die Ninja Crispy gemacht. Hersteller bewerben diese Bauform als platzsparend und vielseitig, weil sich die Schüssel auch separat zum Servieren oder Marinieren nutzen lässt. Manche Modelle bringen zusätzlich einen Rührarm mit, der das Gargut automatisch wendet – das Tefal-Actifry-Prinzip in modernisierter Form.

In der Praxis haben solche Deckel-Airfryer allerdings Nachteile. Die Abdichtung zwischen Schüssel und Deckel ist konstruktionsbedingt weniger dicht als bei einem geschlossenen Schubladensystem. Dadurch entweicht mehr heiße Luft, was die Effizienz mindert und die Garzeiten verlängert. Auch die Knusprigkeit bleibt hinter klassischen Airfryern zurück, weil die Konvektion weniger fokussiert auf das Gargut trifft. Ein weiterer Punkt: Die Schüsseln bestehen häufig aus Glas oder Keramik und sind deutlich schwerer als ein Kunststoff-Drawer – das Handling beim Reinigen ist weniger komfortabel.

Sinnvoll kann diese Bauform für Nutzer sein, die ohnehin häufig Gerichte zubereiten, die regelmäßiges Rühren erfordern – etwa Gemüsepfannen, Reisgerichte oder Eintopf-ähnliche Zubereitungen. Für klassische Airfryer-Disziplinen wie Pommes, Wings oder paniertes Hähnchen bleibt das Schubladen-Design die bessere Wahl. Als einzige Heißluftfritteuse im Haushalt empfehlen sich die Deckel-Modelle daher eher nicht – als Ergänzung für spezielle Einsatzzwecke können sie aber ihren Platz finden.

Welche Heißluftfritteuse empfiehlt die Stiftung Warentest?

Die Stiftung Warentest hat im Test 01/2025 Heißluftfritteusen geprüft und dabei nicht einen einzelnen Sieger, sondern gleich mehrere Testsieger gekürt – jeweils mit der Note „gut (2,3)“. Bei den Geräten mit einer Kammer teilen sich drei Modelle den Testsieg: die Cosori CP158-AF (5,5 Liter), die mit ausgewogenen Garergebnissen und einfacher Bedienung überzeugt hat, die Ninja AF180DE, die besonders bei Handhabung, Sicherheit und niedrigem Stromverbrauch hervorsticht, sowie das Gourmetmaxx-Ofenmodell mit 12 Litern – ein Mini-Backofen-Airfryer mit großem Garraum.

Bei den Dual-Zone-Geräten mit zwei Kammern hat die Cosori CAF-R901-AEU den Testsieg geholt, ebenfalls mit Note „gut (2,3)“. Die Stiftung Warentest hebt hier die Sync-Funktion der zwei Garräume, die gute Handhabung und die Umwelteigenschaften hervor. Insgesamt zeigt der Warentest-Test, dass Cosori in beiden Kategorien vorn liegt – ein Ergebnis, das sich mit unserer Einschätzung deckt, auch wenn wir in unserem eigenen Test andere Modelle und teils andere Schwerpunkte setzen. Die vollständigen Ergebnisse finden sich auf test.de.

Welche Marke stellt die besten Heißluftfritteusen her?

Einen klaren Marktführer gibt es bei Heißluftfritteusen nicht – wohl aber Hersteller, die sich in bestimmten Bereichen hervortun. Ninja hat sich mit innovativen Features wie dem flexiblen Drawer-Trenner und hohen Maximaltemperaturen einen Namen gemacht und zählt zu den Technologieführern. Philips hat die Produktkategorie mit dem Airfryer einst populär gemacht und bietet nach wie vor ein breites Sortiment – inklusive der neuen Modelle mit Dampfgarfunktion. Tefal punktet mit durchdachter Verarbeitung und dem Actifry-Konzept mit Rührarm. Cosori hat sich als starker Herausforderer etabliert, der smarte Funktionen zu wettbewerbsfähigen Preisen bietet – das bestätigen auch die Ergebnisse der Stiftung Warentest.

Auch Discounter-Eigenmarken wie Silvercrest (Lidl) tauchen regelmäßig in Suchanfragen auf. Hinter Silvercrest steckt kein einzelner Hersteller, sondern Lidl lässt die Geräte von wechselnden OEM-Produzenten fertigen. Die Qualität schwankt daher von Modell zu Modell. Grundsätzlich gilt: Die Marke allein entscheidet nicht über die Qualität – entscheidend sind Garergebnis, Verarbeitung und das Preis-Leistungs-Verhältnis des konkreten Modells.

Testverfahren: So testen wir Heißluftfritteusen

In unseren Tests prüfen wir jede Heißluftfritteuse praxisnah. Im Kern steht der Gartest: Wir bereiten in jedem Gerät tiefgekühlte Pommes, frische Hähnchenschenkel und gemischtes Gemüse zu. Dabei bewerten wir die Gleichmäßigkeit der Bräunung, die Knusprigkeit der Oberfläche und den Garzustand im Inneren. Vor allem fühlen wir dem Automatikprogramm auf den Zahn: Liefert das Pommes-Programm auf Anhieb ein angemessenes Ergebnis, oder muss man nachsteuern?

Die Aufheizgeschwindigkeit messen wir, indem wir die Zeit stoppen, die das Gerät benötigt, um die eingestellte Zieltemperatur zu erreichen. Den Stromverbrauch ermitteln wir mit einer haushaltsüblichen AC-Messsteckdose. Zudem prüfen wir die Wärmeentwicklung am Gehäuse: Wie heiß werden Außenwände, Griffe und die Oberseite während des Betriebs? Dafür messen wir die Oberflächentemperatur mit einer Wärmebildkamera – ein wichtiger Sicherheitsaspekt, gerade wenn Kinder im Haushalt leben.

Ferner bewerten wir die Verarbeitungsqualität (Materialien, Spaltmaße, Haptik der Schubladenführung, Qualität der Antihaftbeschichtung), die Bedienung (Übersichtlichkeit des Displays, Reaktionszeit der Tasten, Intuitivität der Menüführung, App-Funktionalität sofern vorhanden) sowie die Reinigungsfreundlichkeit (Spülmaschinentauglichkeit, Zugänglichkeit des Heizbereichs). In die Gesamtwertung fließt schließlich das Preis-Leistungs-Verhältnis ein, denn ein Testsieger muss nicht nur gut sein, sondern auch seinen Preis rechtfertigen.

Fazit

Heißluftfritteusen haben sich ihren festen Platz in der Küche verdient – nicht als Ersatz für Backofen oder Herd, aber als schnelle, energiesparende und fettarme Ergänzung. Unser Test zeigt: Bereits ab 50 Euro liefern Airfryer solide Garergebnisse, die für Gelegenheitsnutzer völlig ausreichen. Wer mehr Komfort, bessere Verarbeitung und smarte Features wie App-Fernsteuerung möchte, investiert zwischen 150 und 250 Euro und bekommt dafür Geräte wie die Cosori Turbo Tower Pro Smart oder den Ninja Foodi Flex Drawer.

Das Grundprinzip hinter den Geräten ist dabei identisch – ob Airfryer, Heißluftfritteuse oder Air Fryer auf der Verpackung steht, spielt keine Rolle. Entscheidend vor dem Kauf ist die ehrliche Frage: Wie oft und für wie viele Personen kommt das Gerät zum Einsatz – und hat man Platz dafür? Für Gelegenheitsnutzer und kleine Haushalte reicht ein kompaktes, günstiges Modell. Wer regelmäßig für die Familie kocht und Wert auf Flexibilität legt, profitiert von einem Dual-Drawer-Gerät mit getrennten Temperaturzonen. Am Ende zählt, was auf dem Teller landet: knusprig, fettarm und in einem Bruchteil der Zeit, die ein Backofen benötigt.

BESTENLISTE

Cosori Turbo Tower Pro Smart im Test: Top-Heißluftfritteuse mit App & viel Platz

Die Cosori Turbo Tower Pro Smart bietet mit zwei Fächern und App-Steuerung viel Komfort. Ob sich 249 Euro für eine Heißluftfritteuse lohnen, zeigt unser Test.

VORTEILE

  • zwei getrennte Garkammern mit 10,8 Litern Gesamtvolumen
  • Sync-Funktion für zeitgleiches Servieren verschiedener Speisen
  • App-Steuerung mit erweiterten Funktionen und Updates
  • hochwertige Verarbeitung mit Antihaftbeschichtung

NACHTEILE

  • schwer
  • Touch-Buttons reagieren bei fettigen Fingern träge
  • hoher Preis von 279 Euro

Die Cosori Turbo Tower Pro Smart bietet mit zwei Fächern und App-Steuerung viel Komfort. Ob sich 249 Euro für eine Heißluftfritteuse lohnen, zeigt unser Test.

Die Cosori Turbo Tower Pro Smart gehört zu einer neuen Generation von Heißluftfritteusen, die mehr können, als nur Pommes knusprig zu machen. Mit zwei getrennten Garkammern und stolzen 10,8 Litern Gesamtvolumen richtet sich das Gerät an Familien und alle, die gerne größere Mengen zubereiten. Der Clou: Beide Fächer arbeiten unabhängig voneinander, lassen sich aber intelligent synchronisieren.

Was die Cosori von vielen Konkurrenten abhebt, ist ihre Smart-Home-Integration. Per App steuert man nicht nur Temperatur und Zeit, sondern greift auf eine erweiterte Rezeptdatenbank zu. Firmware-Updates halten das Gerät aktuell – bei Küchengeräten noch immer eine Seltenheit. Mit bis zu 2630 Watt und einem Temperaturbereich von 30 bis 230 Grad verspricht Cosori vielseitige Einsatzmöglichkeiten.

Der Preis von 249 Euro positioniert die Turbo Tower Pro Smart im Premium-Segment. Ob sich die Investition lohnt und wie sich die Doppel-Fritteuse im Alltag schlägt, haben wir ausführlich getestet. Spoiler: Die Größe ist Fluch und Segen zugleich.

Design & Verarbeitung

Die Cosori Turbo Tower Pro Smart macht schon beim Auspacken Eindruck. Das schwarze Kunststoffgehäuse mit goldenen Akzenten wirkt hochwertig und stabil. Die Verarbeitung überzeugt durchweg: Spaltmaße sind minimal, alle Teile sitzen fest und nichts wackelt. Die beiden Frittierkörbchen gleiten sauber in ihre Fächer und rasten spürbar ein.

Mit 30 × 40,5 × 41,3 cm gehört die Fritteuse zu den Platzhirschen ihrer Zunft. Das Gewicht liegt bei knapp 8 Kilogramm – einmal aufgestellt, bleibt sie besser stehen. Die Semi-Touch-Buttons reagieren in der Regel zuverlässig, bei nassen oder fettigen Fingern ist jedoch mit Einschränkungen zu rechnen. Der Bildschirm zeigt die Temperatur und Restzeit gut ablesbar an. Im Lieferumfang finden sich ferner ein Gittereinsatz und ein Grillrost.

Bedienung

Die Bedienung erfolgt wahlweise über die Touch-Tasten am Gerät oder per App. Am Gerät selbst wählt man zwischen sieben Automatikprogrammen oder stellt Zeit und Temperatur manuell ein. Die Temperatur lässt sich zwischen 30 und 230 Grad in 5-Grad-Schritten einstellen, der Timer läuft bis zu 24 Stunden. Die wichtigsten Funktionen: „‚Match‘ übernimmt dieselben Einstellungen für beide Fächer, ‚Sync‘ passt die Laufzeiten an, sodass beide Speisen gleichzeitig fertig werden.“

Zwar ist die Vesync-App nett, aber nicht zwingend nötig. Ihr Hauptvorteil: deutlich mehr Automatikprogramme als die sieben am Gerät. Die „Kochtabelle“ zeigt Empfehlungen für verschiedene Lebensmittel – praktisch für Fritteuse-Neulinge. Echte Fernsteuerung gibt es aber nicht: Auch bei App-Bedienung muss der Start am Gerät bestätigt werden. Die Spielereien wie Erfolgsabzeichen und Wochenberichte benötigt niemand wirklich. Immerhin: Firmware-Updates kommen über die App.

Die Einrichtung erfolgt unkompliziert: Fünfsekündiges Drücken der Ein-/Aus-Taste aktiviert den Pairing-Modus. Nach Erteilung der Berechtigung zur Gerätesuche erkennt die App die Fritteuse automatisch. Anschließend wird die WLAN-Verbindung hergestellt. Da die App standardmäßig auf Englisch eingestellt ist, muss die Sprache manuell angepasst werden.

Vor der ersten Nutzung ist Einbrennen Pflicht: 30 Minuten bei voller Temperatur, danach eine Stunde auskühlen lassen. So verschwinden chemische Rückstände aus der Produktion.

Praxiseinsatz

Im Test heizte die Cosori flott auf, nach etwa zwei Minuten erreichte sie bereits knapp 140 Grad. Bei 195 Grad Zieltemperatur zieht sie anfangs bis zu 2340 Watt. Nach Erreichen der Temperatur regelt sie auf unter 500 Watt herunter, teils sogar nur 42 Watt zum Halten. Der Standby-Verbrauch mit aktivem WLAN liegt unter 1 Watt – vorbildlich.

Bei der Zubereitung von Pommes zeigt sich, dass eine geringere Füllmenge bessere Ergebnisse liefert. Überladene Körbe führen zu ungleichmäßiger Garung – die oberen Stücke werden zu trocken, die unteren bleiben weich. Eine gleichmäßige Verteilung auf beide Fächer sorgt für ein homogeneres Ergebnis. Die auf Tiefkühlverpackungen angegebenen Zubereitungszeiten erwiesen sich im Test als zu niedrig; eine längere Frittierzeit war erforderlich. Bei korrekter Beladung überzeugt die Frittierqualität.

Mit 68 dB(A) direkt am Gehäuse und 55 dB(A) in einem Meter Abstand bleibt die Betriebslautstärke im moderaten Bereich. Die Reinigung gestaltet sich dank Antihaftbeschichtung unkompliziert; Körbe und Einsätze sind spülmaschinengeeignet.

Preis

Mit 249 Euro statt 350 Euro bei Ebay gehört die Cosori Turbo Tower Pro Smart zu den teureren Heißluftfritteusen.

Fazit

Die Cosori Turbo Tower Pro Smart ist eine leistungsstarke und gut durchdachte Heißluftfritteuse für größere Haushalte. Zwei separate Fächer mit Synchronisationsfunktion ermöglichen die parallele Zubereitung kompletter Mahlzeiten. Verarbeitung und Bedienkomfort überzeugen; die Steuerung erfolgt intuitiv über das Gerät. Die App ergänzt den Funktionsumfang sinnvoll, auch wenn der Startvorgang weiterhin direkt am Gerät bestätigt werden muss.

Mit einer Leistung von 2630 Watt heizt das Gerät zügig auf, der Stromverbrauch bleibt dabei im moderaten Rahmen. Die Frittierergebnisse fallen bei angemessener Befüllung einwandfrei aus. Eine Überladung der Körbe führt hingegen zu ungleichmäßiger Garung.

Der größte Nachteil ist der Platzbedarf. Mit 30 × 40,5 × 41,3 cm braucht sie eine große Arbeitsfläche. Die UVP von 279 Euro ist happig, für eine Doppel-Fritteuse mit 10,8 Litern Fassungsvermögen und App-Steuerung aber gerechtfertigt. Vergleichbare Modelle mit zwei Fächern kosten ähnlich viel. Wer regelmäßig für mehrere Personen kocht, bekommt ein zuverlässiges Arbeitsgerät. Singles und Paare sind mit kleineren Modellen besser bedient.

Ninja Foodi Flex Drawer im Test: Was kann die Bestseller-Heißluftfritteuse?

Die Ninja Foodi Flex Drawer mit 2470 W verspricht hohe Flexibilität mit teilbarem Garkorb. Reicht das für eine Heißluftfritteuse zum Premium-Preis von 158 Euro?

VORTEILE

  • flexibler Garkorb (2x 5,2 oder 1x 10,4 Liter)
  • hohe Leistung mit 2470 Watt und bis 240 Grad
  • drei praktische Betriebsmodi (Mega Zone, Sync, Match)
  • leise im Betrieb mit 55 dB(A)

NACHTEILE

  • mäßige Verarbeitung für Premium-Preisklasse
  • hoher Preis
  • großer Platzbedarf in der Breite

Die Ninja Foodi Flex Drawer mit 2470 W verspricht hohe Flexibilität mit teilbarem Garkorb. Reicht das für eine Heißluftfritteuse zum Premium-Preis von 158 Euro?

Die Ninja Foodi Flex Drawer (AF500EU) dominiert seit Monaten die Bestsellerlisten bei Amazon und führt in unserem Preisvergleich im Bereich Fritteusen, wenn man nach Produktzugriffen filtert. Der Hersteller Shark/Ninja hat den Heißluftfritteusen-Markt aufgemischt und löst regelmäßig einen regelrechten Ansturm bei Sonderangeboten aus. Das Erfolgsrezept der Flex Drawer: Ein 10,4-l-Garkorb, der sich durch einen herausnehmbaren Trenner in zwei separate 5,2-Liter-Kammern aufteilen lässt.

Mit 2470 W Leistung und Temperaturen bis 240 Grad positioniert sich die Ninja in der Premium-Klasse. Die flexiblen Garmöglichkeiten erlauben sowohl die parallele Zubereitung verschiedener Speisen als auch die Nutzung des kompletten Garraums für größere Gerichte wie Aufläufe. Drei Betriebsmodi (Mega Zone, Sync, Match) koordinieren die beiden Fächer nach Bedarf.

Der aktuelle Preis von 158 Euro bei Proshop liegt deutlich über Budget-Modellen. Ob die Ninja den Hype rechtfertigt oder nur von geschicktem Marketing profitiert, klärt unser ausführlicher Test. Das Testgerät haben uns die Kollegen von Mindfactory zur Verfügung gestellt. Der Hersteller selbst wollte uns kein Testgerät zusenden.

Design & Verarbeitung

Die Ninja Foodi Flex Drawer wirkt mit 496 × 327 × 316 mm wuchtig. Der durchgehende Frontgriff erstreckt sich über die gesamte Breite und reicht bis zu den Seiten. Das kleine LED-Display über dem Drehknopf zeigt Temperatur, Zeit und Statusmeldungen wie „Hello“ beim Start oder „Cool“ während der Abkühlphase.

Die Verarbeitung enttäuscht für den Premium-Preis. Die Oberseite ist durch eine umlaufende Kante mit Luftauslässen abgesetzt. Der Übergang zwischen Deckel und Gehäuse wirkt unsauber, zudem lässt sich der Deckel etwas zu leicht verwinden. Die Kunststoffkanten fühlen sich teilweise unsauber an. Zudem zieht die silberne Zierleiste über dem Display leicht Fingerabdrücke und Fettflecken an. Positiv fallen die Metallkomponenten auf: Der Garkorb selbst, der Trenner mit gummierten Rändern und die Abstandshalter sind solide verarbeitet.

Die vier verfügbaren Modellvarianten (AF500EU, AF500DE, AF500EUCP, AF500EUWH) unterscheiden sich nur in Farbe und Preis, nicht in der Technik. Wir haben in dem Fall das Modell AF500EU in Schwarz und Silber erhalten.

Bedienung

Die Bedienung erfolgt über einen zentralen Drehregler für die Programmwahl und jeweils zwei Tasten für Temperatur und Zeit. Die Knöpfe fühlen sich billig an und haben einen sehr geringen Tastenhub. Drei Modi steuern die Garkörbe: „Mega Zone“ nutzt den kompletten Raum ohne Trenner, „Sync“ überträgt Einstellungen auf beide Fächer, mit unterschiedlichen Startzeiten für gleichzeitiges Ende, „Match“ schaltet beide Fächer gleich.

Sieben Automatikprogramme decken die wichtigsten Anwendungen ab. Die Ninja gibt Signaltöne beim Start, beim Herausziehen der Schublade und einmalig am Programmende. Nach dem Garen folgt eine 10 bis 30 Sekunden dauernde Abkühlphase mit „Cool“-Anzeige im Display. Mit 55 dB(A) arbeitet die Ninja angenehm leise. Eine App-Steuerung fehlt – bei Küchengeräten aber auch keine Notwendigkeit in unseren Augen.

Praxiseinsatz

Vor der ersten Nutzung empfiehlt sich ein 20- bis 30-minütiges Einbrennen bei 200 Grad Celsius, um Produktionsrückstände zu entfernen. Die spülmaschinengeeigneten Teile erleichtern die Reinigung.

Im Test zieht die Ninja bei 200 Grad konstant 2200 bis 2300 W. Das Garergebnis entspricht vergleichbaren Modellen wie der Cosori Turbo Tower. Der flexible Garkorb zeigt seine Stärken: Bei Bedarf lässt sich das Gargut auf die volle Fläche verteilen, statt zu stapeln.

Rösti Fries gelingen perfekt: krosse Panade, fluffiger Kern, schnelle Garzeit. Dünne Pommes erfordern Fingerspitzengefühl – sie werden schnell trocken und zu braun. Dicke Pommes brauchen mehr Zeit und Platz, gestapelt werden sie nicht richtig durch. Ab drei Lagen Pommes übereinander leiden die oberen an Austrocknung, während die unteren noch roh sind. Nuggets werden hingegen gleichmäßig kross.

Der große Garraum erlaubt die parallele Zubereitung verschiedener Speisen oder größerer Portionen. Im Vergleich zur platzsparenden Cosori Turbo Tower mit übereinander gestapelten Fächern benötigt die Ninja deutlich mehr Stellfläche in der Breite.

Preis

Mit 158 Euro bei Proshop liegt die Ninja deutlich über Budget-Modellen. Der Preis von 160 Euro beim Hersteller erscheint hoch, der bisherige Tiefstpreis von 125 Euro wäre deutlich attraktiver.

Fazit

Die Ninja Foodi Flex Drawer ist eine solide Heißluftfritteuse mit cleveren Ideen. Der flexible Garkorb mit herausnehmbarem Trenner bietet echten Mehrwert für variable Portionsgrößen. Die 2470 W Leistung und Temperaturen bis 240 Grad meistern auch anspruchsvolle Aufgaben. Die sieben Automatikprogramme treffen meist den richtigen Garpunkt.

Der große Hype um Ninja-Produkte weckte allerdings höhere Erwartungen. Die Verarbeitung ist für ein 145-Euro-Gerät nicht schlecht, aber eben nicht Premium. Unsaubere Übergänge und einfacher Kunststoff passen nicht ganz zum Preis.

Für Haushalte, die regelmäßig zwischen großen Einzelportionen und paralleler Zubereitung wechseln, ist die Ninja eine gute Wahl – idealerweise im Angebot unter 130 Euro. Sie erfüllt ihren Zweck zuverlässig, ist aber kein Überflieger. Der Bestseller-Status erklärt sich durch Ninjas geschicktes Marketing und praktische Flexibilität. Wer diese nicht zwingend braucht, findet in der 100-Euro-Klasse ähnlich gute Alternativen. Insgesamt vergeben wir für eine grundsätzlich gute Erfahrung im Test vier von fünf Sternen.

Heißluftfritteuse unter 50 € mit Sichtfenster & 5,4 l: Gorenje AF1350DWB im Test

Die Gorenje AF1350DWB ist eine der günstigsten Heißluftfritteusen mit 5,4 Liter Fassungsvermögen. Für 50 Euro bekommt man solide Frittier-Ergebnisse.

VORTEILE

  • sehr günstig
  • vergleichsweise leise
  • gute Ergebnisse
  • mit Sichtfenster

Die Gorenje AF1350DWB ist eine der günstigsten Heißluftfritteusen mit 5,4 Liter Fassungsvermögen. Für 50 Euro bekommt man solide Frittier-Ergebnisse.

Die Gorenje AF1350DWB gehört zu den preiswertesten Heißluftfritteusen mit großem Garkorb. Für aktuell 50 Euro bietet sie 5,4 Liter Fassungsvermögen und damit genug Platz für eine vierköpfige Familie. Der slowenische Hersteller Gorenje, seit 2018 Teil des Hisense-Konzerns, ist vor allem für Kühl-Gefrierkombinationen und Herde bekannt. Mit der AF1350DWB wagt er sich ins boomende Segment der Heißluftfritteusen.

Mit 1350 W Leistung und einem Temperaturbereich von 80 bis 200 Grad deckt die Fritteuse die wichtigsten Anforderungen ab. Acht voreingestellte Programme für Pommes, Hähnchenschenkel oder Steak sollen die Bedienung vereinfachen. Ein Sichtfenster in der Front ermöglicht den Blick auf das Gargut ohne Öffnen des Korbs. Ob die günstige Heißluftfritteuse im Alltag überzeugen kann und an welchen Ecken gespart wurde, zeigt unser Test.

Design & Verarbeitung

Die Verarbeitung entspricht dem Niedrigpreis. Der Garkorb macht beim Einsetzen ein blechernes „Bonk“-Geräusch – die dünne Metallbodenplatte klingt billig. Das Kunststoffgehäuse zeigt sichtbare Kanten und ungleichmäßige Übergänge. Die geriffelte Oberfläche soll Wertigkeit vermitteln, fühlt sich aber einfach an. Immerhin sieht die schwarze Optik ordentlich aus.

Scharfe Kanten oder lose Teile gibt es nicht. Die Verarbeitung ist für den Alltag ausreichend, aber eben nicht gut. Mit 280 x 353 x 321 mm nimmt die Fritteuse einigen Platz auf der Arbeitsplatte ein. Die Heizeinheit ist durch ein Gitter geschützt, das vor Berührung und spritzendem Fett schützt. Der 5,4-Liter-Garkorb ist eher hoch als flach gebaut.

Bedienung

Die Bedienung erfolgt über Touch-Tasten in der schwarzen Blende. Ohne eingesetzten Garkorb bleibt das Display dunkel. Öffnet man während des Betriebs, stoppt das Programm sofort. Die Temperatur lässt sich zwischen 80 und 200 Grad einstellen, die Timer-Funktion läuft bis 60 Minuten.

Gorenje AF1350DWB – Display und Bedienfeld

Die acht voreingestellten Programm-Profile erreicht man durch wiederholtes Drücken der Menü-Taste – etwas umständlich. Das Sichtfenster wird während des Betriebs beleuchtet. Im ausgeschalteten Zustand ist es kaum erkennbar und wirkt fast wie ein funktionsloses Designelement. Die orange-rötliche Tönung verfälscht allerdings die Farbe des Garguts etwas.

Praxiseinsatz

Nach dem obligatorischen Einbrennen für 20 Minuten, um Produktionsrückstände aus der Fabrik auszubrennen, haben wir unsere Tests gestartet. Nach dem Abkühlen und kurzen Auswaschen war die Fritteuse bereit für verschiedene Frittiergüter.

Die Rösti-Fries sind zum Highlight unseres Tests geworden: Sie erreichen den perfekten Crunch außen bei gleichzeitig weichem, fluffigem Inneren. Bei den dicken Pommes zeigt sich ein ungleichmäßiges Bild – einige sind nach der voreingestellten Programmzeit noch labbrig geblieben und hätten länger gebraucht, während andere bereits fast zu dunkel waren. Die dünnen Fritten tendieren zur Trockenheit, manche waren bereits zu durch. Die Nuggets haben an den Spitzen etwas zu viel Farbe abbekommen, sind aber insgesamt fast perfekt gegart worden.

Gorenje AF1350DWB – Pommes und Nuggets

Besonders gespannt waren wir auf das Steak-Programm mit seinen voreingestellten 180 Grad für 15 Minuten. Unser 220 Gramm schweres Ribeye-Steak hat die komplette Zeit gebraucht. Allerdings mussten wir den Korb zwischendurch herausziehen, um die tatsächliche Fleischfarbe beurteilen zu können – das orange-rötlich getönte Sichtfenster verfälscht die Farben hier zu stark. Mit dieser kurzen Unterbrechung und dem damit verbundenen Abkühlen haben wir ein perfektes Medium erreicht. Ohne Pause wäre das Steak bei gleicher Zeit eher well done geworden.

Gorenje AF1350DWB – Ergebnis Ribeye-Steak

Das Fleisch ist ausgesprochen saftig geworden, auf den Punkt rosa gegart und sehr zart – die Wärmeverteilung in der AF1350DWB funktioniert recht ausgewogen. Natürlich fehlt eine echte Kruste mit Röstaromen, die man nur in der Pfanne bekommt. Wer das möchte, sollte das Steak zwei Minuten vor Ende herausnehmen und in der Pfanne scharf anbraten.

Die 5,4 Liter Fassungsvermögen reichen für eine vier- bis fünfköpfige Familie, je nach Appetit. Allerdings sollte man den hohen Garkorb besser nur zur Hälfte füllen – bei voller Beladung müssen die Pommes häufiger geschüttelt werden, damit auch die mittleren Stücke gleichmäßig Hitze abbekommen und alle Seiten kross werden. Die hohe Bauform des Korbs erschwert hier die gleichmäßige Wärmeverteilung bei großen Mengen.

Bis sie die eingestellte Temperatur erreicht hat, bezieht die Gorenje AF1350DWB laut unseres AC-Strommessgeräts etwa 1200 bis 1300 W. Danach fällt der Verbrauch auf unter 200 W ab, zum Teil auf nur 20 W. Beim Nachheizen schaltet die Heißluftfritteuse je nach Bedarf wieder hoch.

Preis

Mit aktuell 50 Euro bei Amazon ist die Gorenje AF1350DWB eine der günstigsten Heißluftfritteusen mit großem Garkorb. Der bisherige Tiefstpreis lag bei 46 Euro in einem limitierten Ebay-Angebot von Saturn Bad Saulgau – allerdings nur für vier Stück. Zuletzt kostete sie 60 Euro. Vergleichbare Modelle mit 5,4 Liter Fassungsvermögen kosten meist 80 bis 120 Euro. Für den gebotenen Funktionsumfang ist der Preis sehr fair.

Immer auf den besten Preis zum aktuellen Zeitpunkt kommt man mit unserem Bestpreislink, der direkt zum laut Preisvergleich günstigsten Shop führt.

Fazit

Die Gorenje AF1350DWB beweist: Eine brauchbare Heißluftfritteuse muss nicht teuer sein. Für 50 Euro bekommt man 5,4 Liter Fassungsvermögen, acht Programme und ein praktisches Sichtfenster. Die Frittier-Ergebnisse sind ordentlich bis gut, besonders bei Rösti-Fries und Steaks.

Die einfache Verarbeitung mit blechernem Klang und sichtbaren Kanten trübt den Gesamteindruck. Die Touch-Bedienung könnte intuitiver sein. Für Familien mit kleinem Budget ist die AF1350DWB eine absolut solide Wahl. Wer Wert auf hochwertige Verarbeitung legt, muss aber deutlich mehr investieren.

Wertige & edle Heißluftfritteuse: Tefal EY90JD Jamie Oliver Dual Drawer im Test

Die Tefal EY90JD Dual Drawer in Edelstahl-Optik bietet zwei getrennte Garfächer, 8,3 Liter Volumen und einen Grillrost.

VORTEILE

  • zwei getrennte Garfächer für gleichzeitiges Zubereiten
  • geriffelter Grillrost aus Druckguss im großen Fach
  • schnelle Aufheizzeit (176 Grad in gut vier Minuten)
  • Spülmaschinengeeignete Schubladen
  • hochwertige Verarbeitung

NACHTEILE

  • zweites Fach recht klein
  • keine WLAN- oder App-Anbindung
  • Grillrost nur im großen Fach

Die Tefal EY90JD Dual Drawer in Edelstahl-Optik bietet zwei getrennte Garfächer, 8,3 Liter Volumen und einen Grillrost.

Tefal ist vor allem für antihaftbeschichtetes Kochgeschirr und kleine Haushaltsgeräte bekannt. Mit der EY90JD Jamie Oliver Dual Drawer schickt der Hersteller eine Heißluftfritteuse mit Doppelfach ins Rennen, die auf das Branding des bekannten britischen Kochs Jamie Oliver setzt. Der Name ist lang, das Gerät auch: Mit Maßen von 418 x 305 x 402 mm beansprucht die Fritteuse ordentlich Platz auf der Arbeitsfläche.

Optisch und technisch ähnelt sie der Tefal EY905D Dual Easy Fry & Grill. Beide arbeiten mit 2700 Watt Leistung und bieten zwei getrennte Garfächer – eines davon ist größer und mit Grillrost, das andere kleiner. Die EY90JD setzt auf ein schickes wie wertiges Edelstahl-Design und bringt ein LCD-Display mit. Preislich liegt sie aktuell bei 149 Euro (bei Saturn über Ebay).

Wir haben die Tefal EY90JD im Praxistest auf Garergebnis, Bedienung, Aufheizzeit und Stromverbrauch geprüft. Kann die Doppelfach-Fritteuse mit Jamie-Oliver-Branding im Alltag überzeugen?

Design und Verarbeitung

Die Tefal EY90JD setzt auf einen Kunststoffkorpus mit Edelstahl-Zierblenden an den Schubladen und rund um das Display. Das verleiht ihr eine wertigere Optik als reine Kunststoff-Fritteusen. Allerdings sind die Edelstahl-Fronten auch deutlich anfälliger für sichtbare Fingerabdrücke und Flecken. Die Maße betragen 418 x 305 x 402 mm – kompakt ist anders, aber für eine Doppelfach-Fritteuse geht das in Ordnung.

Das Gerät verfügt über ein großes und ein kleines Garfach. Im großen Fach sitzt ein speziell geriffelter Grillrost aus Druckguss. Dieser soll für bessere Frittier-Ergebnisse bei Fleisch, Fisch oder Gemüse sorgen. Beide Schubladen lassen sich entnehmen und sind spülmaschinengeeignet – ein klarer Pluspunkt bei der Reinigung.

Das Netzkabel misst nur 0,90 Meter. Das ist knapp und erfordert eine Steckdose in unmittelbarer Nähe. Der Stecker ist schwarz, das Kabel unauffällig. Insgesamt macht die Verarbeitung einen soliden Eindruck, die Edelstahl-Elemente heben die EY90JD optisch von günstigeren Modellen ab.

Bedienung

Die Tefal EY90JD steuert man über die kapazitiven Bedienknöpfe rund um das LCD-Display an der Oberseite. Dort lassen sich Temperatur, Zeit und Preset-Programme auswählen. Hier gibt es acht Presets an der Zahl. Wahlweise kann man nur eines oder beide Fächer verwenden. Zudem lassen sich beide Garkörbe synchronisieren, sodass das kürzere Programm erst später startet und beide Fächer gleichzeitig fertig sind.

Die maximal einstellbare Temperatur liegt bei 200 Grad. Nach dem Garen schaltet sich das Gerät automatisch ab – nach fünf Minuten wechselt es in den Aus-Zustand mit einem Standby-Verbrauch von nur 0,4 Watt.

Die Preset-Programme piepen nach einer gewissen Zeit und fordern zum Schütteln des Garguts auf. Das ist hilfreich, denn gerade bei Pommes sorgt Umschichten für gleichmäßigere Ergebnisse. Die Bedienung ist insgesamt unkompliziert und auch ohne Handbuch verständlich. Zwei Fächer gleichzeitig mit unterschiedlichen Temperaturen und Zeiten zu betreiben, funktioniert problemlos.

Praxiseinsatz

Im Test prüfen wir Aufheizzeit, Garergebnis und Stromverbrauch. Nach etwa zwei Minuten erreicht die Tefal EY90JD knapp 150 Grad, nach etwas mehr als vier Minuten sind es 176 Grad. Das geht flott.

Beim Stromverbrauch zeigt sich ein klares Muster: Während des Aufheizens zieht die Fritteuse rund 2340 Watt. Sobald sie die Temperatur nur noch leicht nachreguliert, sinkt der Verbrauch auf etwa 1080 Watt. Ist die Zieltemperatur erreicht, fallen weniger als 50 Watt an.

Die Außentemperatur des Gehäuses steigt nach zehn Minuten Betrieb auf etwa 44 Grad. Nach 20 Minuten messen wir zwischen 60 und 70 Grad an der Außenseite.

Tefal EY90JD Jamie Oliver Dual Drawer – Frittierergebnis

Beim Garergebnis überzeugen die Chickenwings im großen Fach. Der geriffelte Grillrost liefert gleichmäßig gebräunte, krosse Wings, die innen saftig bleiben. Das Chicken-Preset trifft die Garzeit auf den Punkt.

Bei Pommes im kleinen Fach sieht es anders aus. Dünne Backofen-Pommes und Rösti-Fries werden nur dann gleichmäßig, wenn sie nicht zu dicht übereinanderliegen. In unserem Test fanden wir unter den oben liegenden Pommes teils noch rohe, labbrige Exemplare. Das Schütteln nach dem Piep-Signal hilft, kann einen überfüllten Garkorb aber nicht vollständig kompensieren. Hier gilt: Lieber weniger einfüllen und dafür ein besseres Ergebnis erzielen. Die geringe Größe dieses Fachs erlaubt hier dann allerdings nur wenig Frittiergut.

Preis

Die Tefal EY90JD Jamie Oliver Dual Drawer kostet aktuell rund 149 Euro (bei Saturn über Ebay). Im Januar 2026 war sie bereits für 99 Euro erhältlich – ein echter Schnäppchenpreis. Jederzeit zum besten Angebot laut Preisvergleich kommt man auch über unseren Bestpreis-Link.

Fazit

Die Tefal EY90JD Jamie Oliver Dual Drawer ist eine solide Heißluftfritteuse mit sinnvollem Doppelfach-Konzept. Chicken Wings und Fleisch gelingen im großen Fach dank Grillrost hervorragend. Bei Pommes muss man aufpassen: Zu viel Gargut im kleinen Fach führt zu ungleichmäßigen Ergebnissen. Die Aufheizzeit ist mit gut vier Minuten auf 176 Grad angenehm kurz, der Stromverbrauch im Betrieb nachvollziehbar.

Die Verarbeitung mit Edelstahl-Elementen hebt die EY90JD von günstigeren Modellen ab. Das Bedienkonzept via LCD-Display ist unkompliziert, die automatische Abschaltung praktisch. Für 149 Euro bekommt man ein ordentliches Gerät, für unter 100 Euro ein echtes Schnäppchen. Wer regelmäßig zwei Gerichte gleichzeitig zubereiten will, findet hier eine empfehlenswerte Lösung.

Große Heißluftfritteuse mit App: Haier I-Master Series 3 Dual Basket im Test

Die Heißluftfritteuse Haier I-Master Series 3 Dual Basket bietet zwei Garkörbe mit je 5,5 l, 3000 W Leistung und eine App. Aber gelingt damit auch das Essen?

VORTEILE

  • zwei Garkörbe mit insgesamt 11 l an Volumen
  • Sync-Funktion für gleichzeitiges Programmende beider Körbe
  • schnelles Aufheizen
  • abnehmbare Komponenten spülmaschinengeeignet

NACHTEILE

  • umständliche Menüführung über kapazitive Tasten
  • App bietet keine Fernsteuerung, nur Rezepte und Reinigungstipps

Die Heißluftfritteuse Haier I-Master Series 3 Dual Basket bietet zwei Garkörbe mit je 5,5 l, 3000 W Leistung und eine App. Aber gelingt damit auch das Essen?

Haier ist ein chinesischer Hausgerätehersteller aus Qingdao, bekannt für Kühlschränke, Waschmaschinen und Klimageräte. Der Name leitet sich vom früheren deutschen Partner Liebherr ab. Mit der I-Master Series 3 Dual Basket (HAF3AD 011) hat Haier seit Ende Oktober 2025 einen Doppelkammer-Airfryer im Sortiment, der mit 11 l an Gesamtvolumen, 3000 W an Leistung und einer praktischen Sync-Funktion aufwartet.

Die beiden entnehmbaren Garkörbe fassen je 5,5 l und lassen sich unabhängig voneinander mit eigenen Programmen, Temperaturen und Zeiten betreiben. Über die Sync-Funktion starten beide Körbe so versetzt, dass sie gleichzeitig fertig werden. Acht Automatikprogramme decken gängige Gerichte ab, der Temperaturbereich reicht von 60 bis 200 Grad Celsius. Dazu gibt es eine App-Anbindung über WLAN.

Wie die Heißluftfritteuse sich im Alltag schlägt, klären wir in diesem Testbericht. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Design und Verarbeitung

Die Haier I-Master Series 3 Dual Basket besteht vollständig aus mattem schwarzem Kunststoff. Die Verarbeitung ist weitgehend ordentlich, aber nicht makellos. An den Garkörben fallen etwas unsaubere Kanten und größere Spaltmaße auf. Auch die Verankerung des Deckels an der Oberseite wirkt wackelig – er lässt sich leicht verwinden und mit einem Finger herausbiegen. Im Alltag stört das kaum, einen besonders stabilen Eindruck hinterlässt es aber nicht.

Die Abmessungen betragen 363 × 304 × 495 mm bei einem Gewicht von 8,2 kg. Die Griffe sind gummiert und ergonomisch geformt. Das Stromkabel ist fest integriert. Anti-Rutsch-Füße fehlen allerdings. Die Garkörbe und Einsätze besitzen eine Antihaftbeschichtung und können entnommen werden. Alle abnehmbaren Teile sind spülmaschinengeeignet.

Ein konstruktives Detail fällt auf: Zwischen den beiden Garkörben gibt es keine physische Trennwand, lediglich eine dünne Kunststoffführungsschiene. Das hat Konsequenzen im Betrieb, dazu mehr im Praxiseinsatz. Die Wärmebildkamera zeigt beim Aufheizen einen bis zu 69 Grad Celsius heißen Spalt zwischen den Körben. Von außen spürt man davon allerdings kaum etwas.

Bedienung

Die Bedienung der Haier I-Master Series 3 erfolgt über kapazitive Touch-Tasten rund um ein weiß leuchtendes LCD. Die acht Preset-Programme für verschiedene Gerichte sind zwar als einzelne Symbole auf dem Bedienfeld abgebildet, lassen sich aber nicht direkt antippen. Stattdessen muss man eine „Menü-Taste“ nutzen, deren Icon aus drei stichpunktartigen Symbolen besteht. Dass es sich dabei um die Menü-Taste handelt, haben wir erst nach längerem Suchen verstanden. Intuitiv ist das leider nicht.

Noch ärgerlicher: Man muss von links nach rechts durch alle Programme durchklicken, bis man beim gewünschten ankommt. Verklickt man sich, geht es von vorn los. Bei vielen Konkurrenzmodellen tippt man das gewünschte Programm einfach direkt an.

Auch der Programmwechsel nervt. Beendet man ein Programm per Stopp-Taste, lässt sich der Garkorb nicht sofort mit einem neuen Programm starten. Die Fritteuse muss erst komplett ausgeschaltet und wieder eingeschaltet werden. Wer also nach den Pommes noch Nuggets nachladen will, muss die Fritteuse aus- und wieder anschalten – selbst wenn im zweiten Fach noch ein Programm läuft. Temperatur und Zeit lassen sich aber neben den festen Presets auch manuell einstellen.

Haier bewirbt die Fritteuse mit App-Funktionalität über die „Hon“-App per WLAN. Eine echte Fernsteuerung oder Programmüberwachung bietet sie jedoch nicht. Stattdessen liefert die App lediglich Rezepte, Reinigungstipps und Anleitungen.

Für die Nutzung ist eine Registrierung erforderlich, zudem muss die Fritteuse mit der App gekoppelt werden. Der Mehrwert bleibt überschaubar: Es erscheinen lediglich Hinweise und Timer zur Reinigung. Rezepte und Tipps finden sich ebenso gut in kostenlosen Community-Apps oder einschlägigen Foren.

Für die beiden 5,5-l-Garkörbe bietet Haier mehrere Betriebsarten: Einzelbetrieb, einen Match-Modus mit identischen Einstellungen für beide Körbe sowie einen individuellen Betrieb mit unterschiedlichen Programmen, Zeiten und Temperaturen pro Fach.

Im individuellen Modus greift die Sync-Funktion: Der Korb mit der längeren Garzeit startet zuerst, der zweite setzt zeitversetzt ein, sodass beide die gleiche Restlaufzeit erreichen. Läuft der erste Korb etwa 45 Minuten und der zweite 20 Minuten, beginnt der zweite erst, wenn im ersten noch 20 Minuten verbleiben. So werden beide Körbe gleichzeitig fertig.

Auffällig: Öffnet man bei parallelem Betrieb einen Garkorb, stoppt das Programm in beiden Körben. Das liegt an der fehlenden physischen Trennwand. Würde ein Korb weiterlaufen, während der andere herausgezogen ist, könnte heiße Luft entweichen. Die Tefal EY90JD löst das mit einer zwischen den Körben eingebauten Zwischenwand besser.

Praxiseinsatz

Die Garergebnisse überzeugen. Dadurch, dass beide Körbe gleich groß sind, lässt sich eine ordentliche Portion Pommes gut so verteilen, dass sie nicht direkt aufeinanderliegen – Voraussetzung für gleichmäßiges Garen. Wie bei vielen Heißluftfritteusen kommt es aber auf die Füllmenge an.

Haier I-Master Series 3 Dual Basket – Praxiseinsatz

Bei den Automatikprogrammen ist allerdings je nach Frittiergut Nachjustieren nötig: Chicken-Wings benötigten in unserem Test weniger Zeit als vom Programm vorgesehen und wären sonst verbrannt. Pommes hingegen benötigten rund fünf Minuten länger. Mit manuell angepasster Zeit fielen die Ergebnisse bei beiden einwandfrei aus.

Beim Aufheizen erreicht die Fritteuse nach einer Minute rund 96 bis 99 Grad Celsius im Garkorb, nach zwei Minuten bis zu 160 Grad und nach etwa drei Minuten bereits über 180 Grad.

Beim Aufheizen nimmt die Fritteuse bis zu 2580 W auf. Ist die eingestellte Temperatur erreicht, sinkt die Leistungsaufnahme zunächst auf rund 1500 W und anschließend auf etwa 50 W. Bei 200 Grad Celsius Innentemperatur erwärmt sich die Front auf rund 32 Grad, die Seiten erreichen etwa 42 Grad. An den rückseitigen Lüfterauslässen messen wir bis zu 75 Grad. Die Heizstäbe im Innenraum kommen auf Temperaturen von bis zu 226 Grad.

Haier I-Master Series 3 Dual Basket – Temperatur im Garkorb

Preis

Die Haier I-Master Series 3 Dual Basket kostet derzeit rund 135 Euro bei Galaxus oder 140 Euro bei Amazon. Damit liegt sie im gehobenen Mittelfeld, knapp unterhalb des Premiumbereichs.

Zur Black Week war der Airfryer bereits für 109 Euro erhältlich – ein deutlich attraktiverer Preis. Auch zu einem späteren Zeitpunkt stets den besten Preis laut Preisvergleich bekommt man über unseren Bestpreis-Link, der direkt zum aktuell günstigsten Shop führt. Für den Preis von 135 Euro wären die Ninja Flex Drawer oder die hochwertiger wirkende Tefal EY90JD die attraktivere Wahl. Erst bei etwa 109 Euro wäre die Haier-Fritteuse klar empfehlenswert.

Fazit

Die Haier I-Master Series 3 Dual Basket bietet viel Volumen, heizt schnell auf und punktet mit einer praktischen Sync-Funktion für zwei Garkörbe. Dank hoher Leistung erreicht der Garraum in rund drei Minuten mehr als 180 Grad Celsius. Spülmaschinengeeignete Einsätze und die Antihaftbeschichtung erleichtern die Reinigung.

Die Bedienung trübt den Gesamteindruck jedoch deutlich. Die verschachtelte Menüführung über kapazitive Tasten, der erzwungene Neustart beim Programmwechsel sowie das gleichzeitige Stoppen beider Körbe beim Öffnen nur eines Fachs kosten im Alltag Geduld. Auch die fehlende Trennwand zwischen den Garkörben wirkt wie eine Sparmaßnahme mit praktischen Nachteilen. Die App bietet zudem kaum Mehrwert gegenüber frei zugänglichen Rezeptquellen.

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Künstliche Intelligenz

Ariane 6 in stärkster Konfiguration ins All gestartet


Die europäische Trägerrakete Ariane 6 ist erstmals in ihrer stärksten Version mit vier Feststoff-Boostern ins All geflogen. Die Rakete startete am europäischen Weltraumbahnhof in Kourou in Französisch-Guayana mit 32 Satelliten für den Internetriesen Amazon an Bord. Diese soll die Rakete in etwa 465 Kilometer Höhe ausliefern. Die Rakete ist entscheidend für Europas Unabhängigkeit im All, denn mit ihr kann Europa eigenständig größere Satelliten in den Weltraum bringen.

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Die Ariane 6 ist das Nachfolgemodell der Ariane 5, die von 1996 bis 2023 im Einsatz war. Sie hob erstmals im Sommer 2024 ab. Sie soll Satelliten für kommerzielle und öffentliche Auftraggeber ins All befördern und ist laut der europäischen Raumfahrtagentur ESA deutlich günstiger als ihre Vorgängerin.

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Liftoff of Ariane 6 #VA267 on 12 February 2026 from Europe’s Spaceport in French Guiana! @cnes.fr @transport.esa.int

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— European Space Agency (@esa.int) 12. Februar 2026 um 17:49

Je nach Mission kann die flexible Rakete mit zwei oder mit vier Boostern ausgestattet werden. Bisher flog sie immer mit zwei Boostern, nun ging es für sie zum ersten Mal mit voller Stärke in den Weltraum. Mit den vier Boostern kann die Ariane 6 rund doppelt so viel Last ins All bringen.

Die Rakete kann bis zu 11,5 Tonnen Nutzlast in höhere und bis zu 21,6 Tonnen in niedrigere Umlaufbahnen transportieren. Durch die Möglichkeit, die Oberstufe wiederholt zu zünden, kann die Ariane 6 Satelliten in verschiedenen Positionen und Umlaufbahnen platzieren.

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Am Bau der Ariane 6 sind gut ein Dutzend Länder beteiligt. Die Oberstufe wurde in Bremen montiert, die Tanks der Oberstufe und Teile des Triebwerks kommen aus Augsburg beziehungsweise Ottobrunn. Im baden-württembergischen Lampoldshausen wurde das Vinci-Triebwerk getestet. Nach Frankreich ist Deutschland unter den ESA-Ländern der wichtigste Geldgeber und hat etwa 20 Prozent der Kosten von rund vier Milliarden Euro geschultert.


(mho)



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