Connect with us

Apps & Mobile Entwicklung

Nicht nur für Vielreisende: Apple erneuert beliebtes iPhone-Zubehör


Nachdem Apple im Jahr 2021 nach vielen Gerüchten das erste Modell des beliebten iPhone-Zubehörs vorgestellt hat, folgt nun fast fünf Jahre später die zweite Generation des AirTag. Das lange Warten hat damit ein Ende.

Bereits die erste Generation des AirTag war ein beliebtes Zubehör für Reisende. Aber nicht nur die Vielflieger sind eine Zielgruppe für das kleine runde iPhone-Zubehör. Egal, ob die Airline eure Koffer verloren hat oder ihr euren Schlüsselbund sucht, der weiße Chip kann euch bei der Suche helfen. Und auch wenn die Fernbedienung für den Fernseher mal wieder zwischen die Kissen gerutscht ist, sorgt der integrierte Lautsprecher für ein einfaches Wiederfinden. Die zweite Generation bringt nun eine Reihe nützlicher Neuheiten im Inneren mit. Am Äußeren hat sich nicht viel geändert.

Apple AirTag: Größere Reichweite dank neuer Technik

Der AirTag der zweiten Generation benutzt wie gehabt Apples „Wo ist?“-Netzwerk, um euch bei der Suche nach verlorenem Gepäck, Schlüsseln, Fahrrädern, Taschen und vielem mehr zu unterstützen. Der iPhone-Hersteller hebt erneut hervor, dass er „ausschließlich für die Ortung von Gegenständen entwickelt“ wurde. Das Zubehör von Drittanbietern für eure Haustiere sieht man in Cupertino also weiterhin ungern.

Im neuen AirTag arbeitet die zweite Generation des Ultrabreitband-Chips (UWB) von Apple, welcher auch im iPhone 17 und Air, der Apple Watch Ultra 3 und Series 11 verbaut ist. Dieser soll dafür sorgen, dass ihr eure Gepäckstücke oder Rucksäcke aus einer größeren Distanz finden könnt. UWB kommt für das „Genaue Suchen“ zum Einsatz. Apple spricht von einer Entfernung, die jetzt 50 Prozent größer als zuvor ist. Apple hat dank eines neuen Bluetooth-Chips auch die reguläre Reichweite verbessert.

Apples „Genaue Suche“ ist im AirTag 2 auf iPhone und Apple Watch verfügbar
Apples „Genaue Suche“ ist im AirTag 2 auf iPhone und Apple Watch verfügbar Bildquelle: Apple

Die „Genaue Suche“ kann nun auch erstmals auf einer Apple Watch Series 9 oder neuer oder einer Ultra 2 oder neuer genutzt werden. Bei dieser Suche wird euch eine exakte Distanz und Richtung auf dem Display von iPhone oder Watch zum AirTag angezeigt.

Stärkerer Lautsprecher im neuen iPhone-Zubehör

Der iPhone-Hersteller schreibt weiter, dass man das interne Design überarbeitet hat. Das sorgt dafür, dass der neue AirTag 50 Prozent lauter sein soll als die Vorgängergeneration. Ihr könnt den AirTag damit „aus einer bis zu doppelt so großen Entfernung wie zuvor hören“. Gleichzeitig hat man der „Genauen Suche“ einen neuen Signalton spendiert, der das Finden noch leichter machen soll.

Für die Nutzung des neuen AirTag und der „Genauen Suche“ setzt Apple iOS 26.2.1 beziehungsweise watchOS 26.2.1 voraus. Diese neuen Software-Updates dürften also in den kommenden Stunden für iPhone und Apple Watch erscheinen.

Der neue AirTag kann ab sofort bestellt werden. Die Einzelverpackung kostet 35 Euro, für das Viererpack verlangt Apple 119 Euro. Auf Wunsch könnt ihr den weißen Plastikchip auch mit einer persönlichen Gravur versehen.





Mit diesem Symbol kennzeichnen wir Partner-Links. Wenn du so einen Link oder Button anklickst oder darüber einkaufst, erhalten wir eine kleine Vergütung vom jeweiligen Website-Betreiber. Auf den Preis eines Kaufs hat das keine Auswirkung. Du hilfst uns aber, nextpit weiterhin kostenlos anbieten zu können. Vielen Dank!



Source link

Apps & Mobile Entwicklung

„Wo ist?“-Netzwerk: Apples AirTag 2 bietet bis zu 50 Prozent größere Reichweite


„Wo ist?“-Netzwerk: Apples AirTag 2 bietet bis zu 50 Prozent größere Reichweite

Bild: Apple

Apple hat den AirTag der zweiten Generation vorgestellt, mit dem sich Gegenstände lokalisieren und bei Verlust wiederfinden lassen. Der Nachfolger des erstmals 2021 eingeführten Gadgets verfügt über einen neuen Ultra-Breitband-Chip, der eine bis zu 50 Prozent größere Reichweite und eine verbesserte Lokalisierbarkeit bietet.

Der „AirTag 2“, den Apple selbst einfach nur „neuen AirTag“ nennt, bietet der Hersteller einzeln für 35 Euro und im 4er Pack für 119 Euro an. Der Formfaktor des kleinen Chips bleibt unverändert, sodass sich bereits erworbenes Zubehör weiterverwenden lässt. Apple selbst bietet einen neuen Schlüssel­anhänger aus Feingewebe in den Farben Fuchsrot, Mitternachts­violett, Navy, Moosgrün und Schwarz für 45 Euro an.

Apple U2 für mehr Reichweite und bessere Ortung

Auf technischer Seite ist der AirTag mit dem aktuellen Ultra-Breitband-Chip U2 von Apple ausgestattet, der seit dem iPhone 15, iPhone Air, der Apple Watch Series 9 und Ultra 2 sowie dem Ladecase der AirPods Pro 3 zum Einsatz kommt. Die genaue Ortung des AirTags sei damit aus bis zu 50 Prozent größerer Entfernung im Vergleich zum bisherigen AirTag möglich, erklärt Apple.

Genaues Suchen mit AirTag (Bild: Apple)

Genaues Suchen auf der Apple Watch

Die Funktion „Genaues Suchen“ kommt auf den letzten Metern beim Suchen eines AirTags zum Einsatz. Das iPhone und mit dem neuen Modell neuerdings auch Smartwatches ab der Apple Watch Series 9 oder Ultra 2 zeigen dem Anwender in diesem Modus per Pfeil und metergenau an, in welche Richtung er sich bewegen muss, um den AirTag zu finden. Außerhalb dieses Modus kommt klassisches Bluetooth zum Einsatz, wobei auch hier ein verbesserter Bluetooth-Chip die Reichweite erhöhen soll.

Lautsprecher ist 50 Prozent lauter

Beim neuen AirTag ist der Lautsprecher außerdem 50 Prozent lauter, was Apple zufolge über ein überarbeitetes internes Design erreicht wurde. Das Audiosignal lasse sich aus bis zu doppelt so großer Entfernung oder etwa selbst dann noch hören, wenn die Schlüssel mit AirTag tief zwischen Sofakissen gerutscht sind.

Apples „Wo ist?“-Netzwerk

Verantwortlich für die zuverlässige Ortung von Gegenständen ist neben dem eigenen Endgerät in erster Linie Apples „Wo ist?“-Netzwerk. Dabei handelt es sich um ein Crowdsourcing-Netzwerk von Apple-Geräten, die mithilfe von Bluetooth-Technologie den Standort eines Zubehörs oder Geräts ermitteln und dessen ungefähren Standort an den Besitzer melden. Die fremden Geräte geben den AirTag-Standort lediglich weiter, es werden keine persönliche Informationen des Besitzers über die Apple-Geräte Dritter geteilt.

Gegenstände mit AirTag
Gegenstände mit AirTag (Bild: Apple)
AirTag Warnung
AirTag Warnung (Bild: Apple)
Rucksack mit AirTag
Rucksack mit AirTag (Bild: Apple)

Objektstandort an Dritte teilen

Mit der Funktion „Objektstandort teilen“ lässt sich der AirTag-Standort auf Wunsch des Nutzers allerdings für Drittanbieter freigeben. Bei diesen vertrauens­würdigen Dritten kann es sich beispielsweise um Flug­gesellschaften handeln, damit diese bei der Suche nach verspätetem Gepäck oder anderen verlorenen Gegenständen helfen können. Apple arbeitet mit mehr als 50 Flug­gesellschaften zusammen, damit man Links zu „Objektstandort teilen“ sicher an diese weiterleiten kann.

Objektstandort teilen
Objektstandort teilen (Bild: Apple)

Kein Tracking von Personen oder Haustieren

Apple bewirbt den AirTag explizit für die Ortung von Gegenständen, keinesfalls jedoch für das Tracking von Personen oder Haustieren. Um Stalking mittels AirTag vorzubeugen, kommen Schutz­maßnahmen gegen die unerwünschte Ortung zum Einsatz, darunter plattform­übergreifende Warnmeldungen und einzigartige Bluetooth-Identifikatoren, die sich häufig ändern. Ein AirTag speichert laut Apple keine Standortdaten oder Verlaufsdaten auf dem Gerät, und eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung schützt die gesamte Kommunikation mit dem „Wo ist?“-Netzwerk, sodass nur der Besitzer eines Geräts auf dessen Standortdaten zugreifen kann. Apple erklärt, dass niemand, auch nicht Apple selbst, die Identität oder den Standort eines Geräts, das bei der Suche geholfen hat, kenne.



Source link

Weiterlesen

Apps & Mobile Entwicklung

Remote-Software AnyDesk 7.1.3: Update erhöht Sta­bi­lität bei Linux und Raspberry Pi


Remote-Software AnyDesk 7.1.3: Update erhöht Sta­bi­lität bei Linux und Raspberry Pi

Bild: AnyDesk

Erst vor wenigen Tagen hatten die Entwickler von AnyDesk mit Version 9.6.8 unter Windows zahlreiche Fehler in der Remote-Software behoben. Nun folgt mit AnyDesk 7.1.3 das Update für Linux inklusive Raspberry Pi, bei dem sich die Entwickler ausschließlich auf die Beseitigung von Fehlern beschränkt haben.

Vor allem Dialog-Fenster verursachen Probleme

So wurden in AnyDesk 7.1.3 insgesamt 15 Fehlerkorrekturen umgesetzt, die unterschiedliche Bereiche der Anwendung betreffen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Bedienoberfläche und hier insbesondere auf verschiedene Dialog-Fenster.

So wurde unter anderem ein Problem behoben, bei dem sich der Dialog zur Bestätigung einer Lizenzänderung beim Wechseln zwischen Registerkarten nicht automatisch schloss. Gleiches gilt für einen nicht reagierenden Warndialog beim Start von AnyDesk als Root sowie für einen fehlenden Dialog, wenn der Privatsphäre-Modus verweigert wurde. Zudem berichten die Release Notes von einem „unerwarteten Fehlerdialog“, der beim Schließen einer ausgehenden Sitzung aus der Registerkartenleiste erschien. Ebenfalls korrigiert wurde ein falsches Popup-Fenster, das beim Einrichten eines Passworts für den unbeaufsichtigten Zugriff angezeigt wurde.

Darüber hinaus konnte ein Rechtsklick auf Elemente der letzten Sitzung unter Umständen einen Absturz der Anwendung verursachen, was ebenfalls behoben wurde. Weiterhin kam es in bestimmten Szenarien vor, dass direkte Verbindungen innerhalb eines LAN nicht zuverlässig funktionierten, was nun korrigiert sein soll. Ebenso sollte der Countdown im AnyMessage-Dialogfeld vor dem Starten einer ausgehenden Sitzung bei nicht lizenzierten Clients nun nicht mehr fehlen. Zusätzlich bleibt das Kontrollkästchen für den Datenschutzmodus bei nicht lizenzierten Clients künftig nicht mehr aktiv.

Eine komplette Übersicht aller Änderungen bieten die ausführlichen Release Notes.

Ab sofort erhältlich

AnyDesk 7.1.3 für Linux und dem Raspberry Pi steht ab sofort auf der Website des Herstellers bereit. Alternativ kann die Remote-Software auch wie gewohnt über den am Ende dieser Meldung angebrachten Link bequem aus dem Download-Bereich von ComputerBase geladen werden.

Downloads

  • AnyDesk

    3,6 Sterne

    AnyDesk ist eine Software für den Remote-Zugriff auf den eigenen oder externe Rechner.

    • Version 7.1.3, Linux Deutsch
    • Version 9.6.8 Deutsch
    • Version 9.6.1, macOS Deutsch



Source link

Weiterlesen

Apps & Mobile Entwicklung

Europa sagt USA den Kampf an


Grönland kaufen, die Ukraine vertrösten – Trumps Unberechenbarkeit entlarvt Europas größte Schwäche: die totale digitale Knechtschaft. Lest hier, warum die transatlantische Nabelschnur zum Sicherheitsrisiko geworden ist und wie wir uns jetzt aus der Abhängigkeit der US-Techkonzerne befreien.

Stellen wir uns für einen Moment vor, die transatlantische Freundschaft wäre nicht nur ein romantisches Überbleibsel des letzten Jahrhunderts, sondern eine verlässliche Konstante. Ein schöner Gedanke, aber ein falscher. In Washington ordnet ein erratischer Donald Trump die Weltpolitik nach Gutsherrenart und ordnet sie via Social-Media-Dekret neu, während er gleichzeitig sein Land in den Bürgerkrieg manövriert. Europa wirkt währenddessen ohnmächtig, und starrt wie ein Kaninchen auf die Schlange. Wir haben uns in eine digitale Knechtschaft manövriert, die ihresgleichen sucht.

Ändert sich das jetzt? Zumindest hat das Wall Street Journal lesenswert darauf hingewiesen, dass in der EU jetzt aufgeregte Betriebsamkeit herrscht.

Das Silicon Valley gehorcht Trump

Es ist ein bizarres Schauspiel: Da sind auf der einen Seite die US-Tech-Giganten, jene vermeintlichen Weltverbesserer aus dem Silicon Valley, die bei der ersten Regung aus dem Weißen Haus prophylaktisch Knie fallen. Sie buhlen um die Gunst eines Mannes, dessen einzige Konstante seine Unberechenbarkeit ist, und erklären ihm ihre bedingungslose Loyalität. Und wir? Wir sitzen in Brüssel, Berlin und Paris und hoffen inständig, dass der Stecker, an dem unsere gesamte Verwaltung, unsere Wirtschaft und unsere Privatleben hängen, nicht zum Spielball einer nächtlichen Laune wird. Wir sind exakt ein einziges Präsidenten-Dekret von einer Katastrophe entfernt.

Diese Arschkriecherei der Konzerne (pardon my french) illustriert nur zu deutlich: Wenn es hart auf hart kommt, zählt nicht der Datenschutz in Dortmund-Scharnhorst, sondern der Aktienkurs an der Nasdaq und der Frieden mit dem Möchtegern-König. Unsere Abhängigkeit von Microsoft, Google und Apple ist keine Bequemlichkeit mehr – sie ist eine strategische Bankrotterklärung. Es ist Zeit, die digitale Nabelschnur zu kappen, bevor uns in Übersee einfach der Sauerstoff abgedreht wird. Es ist der letzte verzweifelte Akt der Selbstbehauptung eines Kontinents, der verlernt hat, technologisch auf eigenen Beinen zu stehen.

In meiner Analyse lege ich die Finger in die Wunde: Wir werfen einen Blick auf die Risiken – von rechtlichen Sackgassen bis zur Marktdominanz –, entlarven die Schein-Lösungen der US-Anbieter und zeigen, wie Europa bereits jetzt das Fundament für echte digitale Freiheit legt.

Das Kernproblem: Wir hängen am Tropf

Die Abhängigkeit von US-Technologie ist keine abstrakte Sorge, sondern eine reale Gefahr für unsere Wirtschaft und Souveränität. Ein Blick auf die Zahlen ist ernüchternd: Über 80 Prozent unserer digitalen Produkte kommen von außerhalb der EU. Im Cloud-Sektor kontrollieren US-Anbieter sogar satte 83 Prozent des Marktes. Das erstickt nicht nur heimische Innovationen, sondern macht uns erpressbar.

Dazu kommt noch der rechtliche Dauer-Clinch: Unsere DSGVO prallt frontal auf den US „CLOUD Act“. Letzterer zwingt US-Firmen dazu, Daten herauszugeben – egal, wo auf der Welt sie liegen. Verträge mit Kunden zählen da wenig, das US-Bundesgesetz sticht alles. Wie ernst die Lage ist, zeigte sich im Juli 2025: Vor dem französischen Senat konnte der Chefanwalt von Microsoft Frankreich nicht ausschließen, dass Daten ohne Zustimmung an US-Behörden fließen.

Die Angst vor einem „digitalen Kill Switch“ – also der Abschaltung kritischer Infrastruktur durch Washington – ist damit kein Hollywood-Szenario mehr, sondern ein plausibles geopolitisches Druckmittel. Ein simpler Befehl könnte uns morgen handlungsunfähig machen.

Die US-Antwort: Souveränität als Marketing-Gag?

Um den Druck aus Brüssel zu mindern, präsentieren Microsoft, AWS und Google nun „souveräne“ Lösungen. Das bedeutet, dass unsere Daten auf deren Servern liegen, diese Server aber immerhin in Europa stehen. Auf diese Weise probiert es beispielsweise Google in München und Amazon in Brandenburg. Doch Vorsicht: Das ist oft mehr Schein als Sein. Kritiker nennen es „Sovereignty-Washing“.

Zwar gibt es technische Kontrollen und lokale Partner (wie Delos Cloud in Deutschland), aber an der rechtlichen Unterordnung unter US-Gesetze ändert das nichts. Am Ende sind diese Angebote vor allem taktische Manöver, um Marktanteile zu sichern, ohne die echte Kontrolle abzugeben. Europa muss sich entscheiden: Wollen wir Abhängigkeit mit neuem Etikett oder echte Alternativen?

Europas Aufbruch: Der Weg zum „Eurostack“

Europa wartet nicht mehr ab. Der politische Wille zur Emanzipation ist da: Anfang 2026 forderte das EU-Parlament mit einer riesigen Mehrheit technologische Souveränität. Der Trend geht klar zu „Buy European“.

Um nicht nur Regeln aufzustellen, sondern auch technologisch wieder in der ersten Liga mitzuspielen, plant die EU für Anfang 2026 den Cloud and AI Development Act (CADA). Während bisherige Gesetze vor allem vorschreiben, was KI nicht darf, soll der CADA die Ärmel hochkrempeln. Das Ziel: Der Aufbau echter europäischer „KI-Gigafactories“. Dabei geht es um massive Rechenpower und Cloud-Infrastrukturen unter EU-Kontrolle, damit wir unsere KI-Modelle nicht länger auf den Servern von Microsoft oder Google trainieren müssen. Er ist das industriepolitische Rückgrat für den „Eurostack“.

Infografik zum Cloud and AI Development Act
Der Cloud and AI Development Act (CADA) kurz erklärt. Bildquelle: nextpit / KI-generiert mit NotebookLM

Aber: Was nützt die Förderung lokaler Firmen, wenn diese kurz darauf von US-Giganten geschluckt werden? Die Übernahme des niederländischen Anbieters Solvinity durch Kyndryl Ende 2025 war ein Weckruf. Souveränität braucht nicht nur Aufträge, sondern auch Schutz vor Ausverkauf.

Digitalisierung im All? Hört dazu unbedingt in unseren überMORGEN-Podcast rein:

Externen Inhalt erlauben

Ich bin damit einverstanden, dass externer Inhalt geladen wird. Personenbezogene Daten werden womöglich an Drittplattformen übermittelt. Nähere Informationen enthält die Datenschutzerklärung.

Es gibt sie, die europäischen Lichtblicke

Gleichzeitig zeigen Open-Source-Projekte, dass es auch ohne Silicon Valley geht:

  • OpenDesk: Die vom deutschen Innenministerium vorangetriebene Alternative zu Microsoft 365. Sie nutzt Tools wie LibreOffice und Nextcloud und wird bereits erfolgreich eingesetzt – sogar beim Internationalen Strafgerichtshof.
  • Nextcloud: Diese Plattform beweist täglich bei Behörden in ganz Europa, dass sicheres Arbeiten in der eigenen Infrastruktur möglich ist.

Das Ziel ist ein „Eurostack“: Eine Industriepolitik, die auf drei Säulen ruht: „Buy European“ (Beschaffung priorisieren), „Build European“ (private Investitionen fördern) und „Fund European“ (gezielte öffentliche Finanzierung). Wir brauchen keine Abschottung, aber wir brauchen einen stabilen Marktanteil von 30 bis 40 Prozent, um nicht mehr am Tropf hängen zu müssen.

Fazit: Handeln statt Hoffen

Die Zeit der naiven Technik-Gläubigkeit ist vorbei. Wer glaubt, digitale Infrastruktur sei bei einem Partner sicher, der im Vorbeigehen Grönland kaufen will wie eine sanierungsbedürftige Immobilie, der leidet unter gefährlicher Realitätsverweigerung. Trumps erratischer Kurs – von bizarren Gebietsansprüchen bis hin zum sicherheitspolitischen Eiertanz um die Ukraine – zeigt eines unmissverständlich: Verlässlichkeit ist in Washington zu einer Währung geworden, die nichts mehr wert ist.

Wenn die USA bereit sind, langjährige Verbündete und globale Sicherheitsgarantien für eine Schlagzeile oder einen persönlichen Deal zu opfern, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch der europäische Datenfluss dem MAGA-Kult geopfert wird. Wer sich heute noch freiwillig in diese Abhängigkeit begibt, darf sich morgen nicht wundern, wenn er als geopolitische Verhandlungsmasse aufwacht.

Damit ist klar: Digitale Souveränität ist kein Nischenthema für IT-Experten, sondern eine Überlebensfrage für unseren Kontinent. Der Weg in die Unabhängigkeit wird Geld kosten und Mut erfordern. Aber er ist alternativlos, wenn wir unsere Werte und unsere Handlungsfreiheit in einer digitalen Welt verteidigen wollen. Die Werkzeuge sind da – wir müssen sie jetzt konsequent nutzen.



Source link

Weiterlesen

Beliebt