Künstliche Intelligenz
Nutanix: Partnerschaften mit NetApp und Cisco senken VMware-Migrationshürde
Auf seiner Hausmesse .NEXT in Chicago positioniert Nutanix seine Cloud-Plattform als Alternative für VMware-Kunden, die nach Broadcoms Lizenzumstellung ihre Virtualisierungsstrategie überdenken. Die wichtigsten Hebel dafür sind nicht die eigenen Produkte allein, sondern strategische Partnerschaften mit NetApp und Cisco. Beide Allianzen zielen darauf, Unternehmen den Plattformwechsel zu ermöglichen, ohne bestehende Storage- und Hardware-Infrastruktur aufgeben zu müssen.
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Die Konferenz findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem der Virtualisierungsmarkt in Bewegung ist wie seit der Einführung von x86-Virtualisierung nicht mehr. Broadcoms Integration von VMware – mit neuem Bundling-Modell, veränderten Supportstrukturen und teils deutlichen Preiserhöhungen – hat bei vielen Unternehmen nicht nur Unzufriedenheit ausgelöst, sondern strategische Beschaffungsüberprüfungen auf Geschäftsführungsebene.
Nutanix profitiert davon direkt: Der eigene Hypervisor AHV ist in der Plattformlizenz enthalten und verursacht keine zusätzlichen Kosten, anders als die bislang sehr gängige Kombination der Nutanix HCI-Speicherplattform mit der Hypervisorplattform von VMware.
Plattformwechsel als strategisches Zeitfenster
Konkret adressiert Nutanix das Migrationsthema mit einer neuen Zero-Copy-Migrationsfunktion, die ab sofort verfügbar ist: Bei VMs, die auf VMware vSphere Virtual Volumes (vVols) liegen, lassen sich die virtuellen Festplatten direkt in AHV-vDisks konvertieren – in-place, ohne Datenduplizierung. In der Praxis dürfte diese Option allerdings nur eine Minderheit der Installationen betreffen, da vVols nie breite Marktdurchdringung erreicht haben und von Broadcom inzwischen abgekündigt sind.
Für die deutlich verbreiteteren VMFS- und NFS-basierten Umgebungen bleibt Nutanix Move mit Datenreplikation der primäre Migrationspfad. Dieses Werkzeug bietet automatisierte VM-Konvertierung mit Netzwerk-Mapping und Validierung nach der Migration. Ergänzend kündigt Nutanix eine neue Partnerschaft mit Veeam an, die künftig ESXi-Backups direkt auf AHV rehydrieren kann – damit entfällt für migrierende Kunden potenziell auch die VMware-Lizenz für ältere Backup-Bestände.
Für VMware-Kunden ergibt sich daraus ein konkretes Entscheidungsszenario: Wer ohnehin Lizenzverlängerungen oder Hardware-Refreshes plant, kann den Plattformwechsel mit vergleichsweise geringem zusätzlichen Aufwand evaluieren. Auch für Anforderungen an Netzwerk- und Desktopvirtualisierung hat der Hersteller Antworten. Nutanix betont dabei, dass Flow Networking als Pendant zu VMware NSX die Mikrosegmentierung abdeckt, räumt aber ein, dass eine automatische Policy-Migration von NSX nicht unterstützt wird.
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Im VDI-Bereich hat sich die Lage seit der Abspaltung von VMware Horizon an Omnissa verändert: Omnissa Horizon 8 unterstützt inzwischen nativ den Nutanix-Hypervisor AHV – inklusive automatisierter Provisionierung über Prism Central, Instant-Clone-Provisioning und vGPU-Unterstützung. Für Horizon-Bestandskunden entfällt damit ein wesentliches Migrationshindernis. Wie konkret der Migrationsdruck bereits bei Herstellern ankommt, zeigt ein Beispiel aus dem Cisco-Ökosystem: Cisco hat angekündigt, seinen Unified Communications Manager (UCM), der bisher ausschließlich ESXi als Hypervisor unterstützte, künftig auch für AHV zu validieren.
Strategische Allianz mit NetApp
Eine der gewichtigsten Ankündigungen auf der .NEXT ist die strategische Partnerschaft mit NetApp. Die Integration von NetApps Intelligent Data Infrastructure – aufgebaut auf ONTAP-Speichersystemen – mit der Nutanix Cloud Platform und dem AHV-Hypervisor befindet sich bereits im Early Access; die allgemeine Verfügbarkeit (GA) ist für Q3 2026 geplant.
Technisch basiert die Anbindung auf NFS: NetApp-ONTAP-Speicher wird als externer Datastore für AHV-VMs eingebunden. Das ermöglicht eine Disaggregierung von Compute und Storage – ein architektonischer Bruch mit dem klassischen Hyperconverged-Modell von Nutanix, bei dem Rechen- und Speicherressourcen stets auf denselben Knoten liegen. Kunden können Compute und Speicher künftig unabhängig voneinander skalieren und vorhandene NetApp-Infrastruktur weiterverwenden.
Für VMware-Bestandskunden, die bereits auf NetApp-Speicher setzen, senkt diese Integration die Migrationshürde erheblich: Statt den gesamten Storage-Stack auszutauschen, können sie ihre bestehenden ONTAP-Systeme behalten und lediglich die Virtualisierungsschicht wechseln. NetApp bringt dafür das Shift Toolkit mit, das VM-Konvertierungen in Kombination mit Nutanix Move laut Hersteller in Minuten statt Stunden ermöglichen soll.
ONTAP liefert dabei Ransomware-Erkennung, Snap-basierte Datenresilienz und granulare VM-Operationen auf Storage-Ebene – Funktionen, die bisher primär im VMware-Ökosystem verfügbar waren. Die Partnerschaft ist damit auch ein Signal an NetApp-Bestandskunden: Der Wechsel von vSphere zu AHV muss keinen Bruch mit der bestehenden Speicherinfrastruktur bedeuten.
Bemerkenswert ist, dass die NetApp-Allianz auch in das Cisco-Ökosystem hineinwirkt: Cisco kündigt an, das Nutanix-Modell auf FlexPod – die langjährige gemeinsame Plattform von Cisco und NetApp – auszuweiten. Damit entsteht eine durchgängige Architektur von Cisco-Compute über NetApp-Storage bis zur Nutanix-Virtualisierung, die alle drei Anbieter als Alternative zum bisherigen VMware-zentrierten Stack positionieren.
Cisco-Partnerschaft: Vom Rechenzentrum bis zur Edge
Die Vertiefung der Cisco-Partnerschaft ist die zweite strategische Säule der .NEXT-Ankündigungen. Cisco und Nutanix erweitern ihre Zusammenarbeit in mehreren Dimensionen gleichzeitig: bei KI-Infrastruktur, am Edge und im Beschaffungsmodell.
Im KI-Bereich integriert Cisco die Nutanix Agentic AI – bestehend aus Nutanix Enterprise AI (NAI), der Kubernetes-Plattform NKP und Unified Storage (NUS) – in seine AI PODs. Ein Cisco Validated Design und eine Nutanix-Referenzarchitektur sollen künftig einen wiederholbaren Blueprint für KI-Deployments liefern, der Compute, Netzwerk und Storage-Virtualisierung in einem Betriebsmodell zusammenfasst.
Am Edge bringt Cisco die Nutanix Cloud Platform auf seine Unified-Edge-Infrastruktur. Kunden können damit dasselbe AHV-Betriebsmodell, das sie im Rechenzentrum nutzen, auch an verteilten Standorten einsetzen – von Einzelhandelsflächen über Produktionslinien bis zu Logistikknoten. Der Early Access hat im April begonnen, die allgemeine Verfügbarkeit ist für Juni geplant. Cisco Intersight und Nutanix Prism übernehmen dabei gemeinsam das Lifecycle-Management über Core- und Edge-Umgebungen hinweg.
Kommerziell bemerkenswert ist, dass Cisco als erster OEM Nutanix in sein Enterprise Agreement (EA) aufgenommen hat. Kunden können Nutanix-Software damit über einen gemeinsamen Rahmenvertrag mit Cisco beziehen – mit Preisbindung, True-Forward-Flexibilität und der Möglichkeit, während der Laufzeit weitere Nutanix-Kapazitäten zuzubuchen. Für Unternehmen, die bereits Cisco-Infrastruktur betreiben, vereinfacht das den Einstieg in die Nutanix-Plattform erheblich, da kein separater Beschaffungsprozess notwendig wird.
Bereits seit Januar allgemein verfügbar ist FlashStack with Nutanix – eine konvergente Architektur aus Cisco UCS, Pure Storage FlashArray und Nutanix Cloud Platform. Die Lösung ermöglicht die unabhängige Skalierung von Compute und Storage und unterstützt auch ältere UCS-Generationen bis zurück zur B200 M5. Für Bestandskunden, die ihre Cisco-Hardware behalten wollen, ist das ein konkreter Migrationspfad: Sie können AHV und die Nutanix-Plattform auf vorhandener Hardware in Betrieb nehmen, ohne neue Systeme anschaffen zu müssen.
Aufgehübscht für Wechselwillige
Die Partnerökosystem-Strategie ist mindestens so bedeutsam wie die Produktankündigungen auf der .NEXT. Mit NetApp öffnet Nutanix den Zugang zu disaggregiertem Enterprise-Storage und senkt die Migrationshürde für ONTAP-Bestandskunden. Mit Cisco entsteht ein durchgängiger Stack von Rechenzentrum bis Edge, einschließlich eines vereinfachten Beschaffungswegs über das Enterprise Agreement. Beide Partnerschaften zielen auf dieselbe Grundannahme: Unternehmen wechseln leichter die Virtualisierungsschicht, wenn sie ihre bestehende Hardware und Storage-Infrastruktur behalten können.
Gleichzeitig bewirbt sich Nutanix damit um eine Plattformposition, die über den reinen Hypervisor-Ersatz hinausgeht. Die Konkurrenz ist allerdings breit aufgestellt: Red Hat mit OpenShift Virtualization, Microsoft mit Azure Stack HCI, der chinesische Anbieter Sangfor und Open-Source-Alternativen wie Proxmox werben um dieselben migrationswilligen VMware-Kunden. Die Plattformentscheidungen, die Unternehmen in diesem Jahr treffen, dürften ihre Infrastrukturökonomie für die nächsten fünf bis sieben Jahre prägen.
(axk)
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(jss)
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Amazons neue Fire TV Sticks verhindern Sideloading
Sideloading wird mit Amazons neuer Generation von Fire TV Sticks für die allermeisten Nutzer Geschichte sein, das kommuniziert Amazon nun offiziell auch an Kunden. Denen wird auf Amazons Produktseite für den neuen Fire TV Stick HD ein entsprechender Hinweis angezeigt. Davor hatte es bereits Hinweise gegeben, dass Sideloading unter dem neuen Fire-TV-Stick-Betriebssystem Vega OS erheblich strenger behandelt wird.
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Vega OS ist ein Linux OS, welches bei den Fire TV Sticks das auf Androids Open-Source-Variante aufgebaute Fire OS ablöst. Amazon verspricht mit Vega OS eine bis zu 30 Prozent schnellere Performance. Allerdings hatte das Unternehmen auch schon lange im Vorfeld betont, dass unter Vega OS nur offiziell unterstützte Anwendungen laufen – was bereits ein Hinweis war, dass Sideloading, also das manuelle Installieren von Apps aus inoffiziellen Quellen, schwieriger werden könnte. Auf der deutschen Produktseite der neuesten Generation des Fire TV Sticks HD, welcher in Deutschland noch nicht verfügbar ist, ist jetzt zu lesen:
„Für mehr Sicherheit verhindert dieses Gerät das Sideloading oder die Installation von Apps aus unbekannten Quellen. Nur Apps aus dem Fire TV Amazon Appstore stehen zum Download zur Verfügung.“

Kein Sideloading: Hinweis an Kunden auf der deutschen Produktseite des neuen Amazon Fire TV Stick HD.
(Bild: Screenshot Amazon.de)
Medienberichten zufolge ist dieser Hinweis auch für US-Nutzer auf der US-Seite zu sehen, allerdings nicht für alle – das könnte hierzulande auch der Fall sein. In den USA startet der Verkauf des Fire TV Sticks HD Ende April.
Sideloading: Amazon bestätigt Heise das Aus für reguläre Vega-Nutzer
Gegenüber heise online hatte Amazon den neuen Kurs beim Sideloading bereits im Herbst klargemacht. Hintergrund waren massive Probleme mit Piraterie-Apps, die in der Regel nur per Sideloading installieren lassen. Amazon geriet deswegen immer wieder unter Beschuss, bis sich das Unternehmen im Herbst entschied, gezielt gegen eine ganze Reihe solcher Apps vorzugehen und diese in Fire OS zu blockieren. Heise online erfuhr zu diesem Zeitpunkt auf Nachfrage von Amazon, dass sich die Maßnahmen unter Fire OS nur auf Piraterie-Apps beschränken würden und Sideloading grundsätzlich weiter möglich bleiben sollte. Vega OS hingegen sollte Sideloading für reguläre Nutzer nicht erlauben. Entwickler sollten laut Amazon aber auch unter Vega OS weiterhin Sideloading betreiben können.
Dafür müssen sie ihr Gerät laut Arstechnica bei Amazon entsprechend registrieren. Sideloading-Fans, die das nicht tun oder nicht tun können, könnten mit der gesamten neuen Generation von Fire TV Sticks indes wenig Freude haben. Auf seinen Entwicklerseiten gab Amazon bekannt, dass künftig alle Modelle mit Vega OS ausgestattet sein werden. Wer einen alten Stick mit Fire OS hat, unter dem das Sideloading noch geht, muss zumindest nicht damit rechnen, per Systemupdate auf Vega OS und damit ins neue, strenge Sideloading-Regime gezogen zu werden – im Herbst betonte das Unternehmen gegenüber heise online, dass es entgegen anderslautender Gerüchte keine Pläne gebe, bestehende Fire-TV-Geräte mit Fire OS als Betriebssystem auf Vega OS umzurüsten.
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(nen)
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HUDIMM: billigere Speichermodule für Intel-Mainboards
Der taiwanische Hersteller Asrock hat für seine Desktop-Mainboards das neue DRAM-Konzept „HUDIMM“ angekündigt. Dabei handelt es sich um Speichermodule für den herkömmlichen DDR5-Steckplatz mit 288 Kontakten. Der interne Aufbau der „half unbuffered DIMMs“ – daher der Name– unterscheidet sich jedoch. Daher soll vorerst nur Teamgroup die HUDIMMs herstellen. Das Konzept hat den Segen von Intel und soll mit Chipsätzen der Serien 600, 700 und 800 laufen, also mit allen aktuellen Prozessoren von Intel.
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Das Ziel sind günstigere Speichermodule mit DDR5. Die Preise für herkömmliche DIMMs haben sich in den letzten sieben Monaten teils vervierfacht, weil für KI-Rechenzentren riesige Mengen an DRAM zu fast jedem Preis aufgekauft werden. Asrock und Co. wollen dem begegnen, indem für die gleiche Kapazität nur halb so viele DRAM-Bausteine auf einem HUDIMM verbaut werden.
Nur ein 32-Bit-Kanal in einem HUDIMM
Dazu wird einer der beiden Subkanäle weggelassen. Anders als bei DDR4 mit einem uniformen 64-Bit-Kanal für jeden DRAM-Kanal – üblicherweise mit bis zu zwei Steckplätzen – sieht DDR5 zwei Kanäle mit je 32 Bit vor. Das passt besser zu den Datenstrukturen von x86-Prozessoren und erlaubt unter anderem auch kurze Pausen gegen Überhitzung bei Schreib- und Lesevorgängen. Der Nachteil: Damit die beiden 32-Bit-Subkanäle genutzt werden können, muss dieselbe Zahl von Chips für jeden Subkanal auf dem DIMM verbaut werden. Auch die Platinen der DIMMs werden komplexer.
Teamgroup kann nun die ohnehin in der Produktion wegen des KI-Hypes bevorzugten DRAM-Bausteine mit größeren Kapazitäten zu einem Kanal zusammenfassen. Das ergibt in der Theorie HUDIMMs mit vergleichbarer Speichermenge als bei herkömmlichen DIMMs, aber mit weniger Chips, Leiterbahnen und damit Kosten. Konkrete Preisangaben machten die beteiligten Unternehmen jedoch noch nicht.
Seltsamer Vergleich bei der Leistung
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Bei nur einem statt zwei Subkanälen stellt sich die Frage nach der Performance. Asrock legte dazu einen etwas kruden Vergleich mit einer Mischbestückung vor. Da HUDIMMs logisch und mechanisch kompatibel zu bisherigen DDR5-DIMMs sind, ist das folgende Konstrukt möglich: ein HUDIMM mit 8 GByte (ein Subkanal) und ein DIMM mit 16 GByte (zwei Subkanäle). Diese Kombination, mit also drei Subkanälen, soll nach Asrocks Messungen minimal schneller sein als ein einzelnes DIMM mit zwei Subkanälen. Verglichen wird also eine aus Sicht des Mainboards Dual-Channel-Bestückung mit einer Single-Channel-Konfiguration, beide mit 24 GByte. Zudem handelt es sich bei AIDA64 um einen synthetischen Benchmark, nicht einen mit echten Anwendungen.

Minimal schneller: Zwei DIMMs gegen eines ist auch ein bisschen unfair.
(Bild: Asrock)
Wenn aber die Speicherperformance für den konkreten Anwendungsfall gar nicht entscheidend ist, etwa für Büro-PCs, aber die Kapazität wichtiger ist, könnte ein einzelnes HUDIMM wirklich Kostenvorteile bringen. Wie schnell das dann ist, hat Asrock aber noch nicht verraten. HUDIMMs sollen auch im SO-DIMM-Format erscheinen, unter anderem für die Deskmini-Serie an besonders kompakten PCs. Laut Angaben des Unternehmens ist die Technik zum Patent angemeldet, es bleibt daher auch spannend, ob andere Hersteller HUDIMMs unterstützen. Für den Einsatz der neuen Speichermodule brauchen Asrock-Boards ein Firmwareupdate, das künftig hier zu finden sein soll.
(nie)
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