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OnePlus-Chef droht Haftstrafe in Taiwan wegen Rekrutierung lokaler Ingenieure


Staatsanwälte Taiwans haben einen Haftbefehl für OnePlus-CEO und -Gründer Pete Lau ausgestellt, da dieser illegal taiwanische Mitarbeiter in einem chinesischen Unternehmen beschäftigt haben soll. Das verstößt gegen den „Cross-Strait Act“, ein taiwanisches Gesetz zum Schutz der Sicherheit der eigenen Bevölkerung vor chinesischen Einflüssen. Dazu gehört auch die Eindämmung der Rekrutierung taiwanischer Software-Entwickler durch chinesische Technologiefirmen. Gleichzeitig wurden zwei taiwanische Bürger angeklagt, die in der lokalen Tochterfirma als leitende Angestellte für den OnePlus-Chef gearbeitet haben.

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OnePlus ist bekannt für seine Smartphones mit OxygenOS-Betriebssystem, das sich nur wenig vom Standard-Android unterscheidet. Wie Oppo und Realme gehört die Marke zum chinesischen Konzern BKK Electronics. Mitte 2021 fusionierte OnePlus mit Oppo, ist aber eigenständige Marke geblieben. Der Zusammenschluss sollte Betriebsabläufe optimieren und OnePlus mehr Ressourcen verschaffen. Parallel dazu soll OnePlus aber auch in Taiwan über 70 Ingenieure beschäftigt haben, die Software für OnePlus- und Oppo-Smartphones entwickelt haben.

Das verstößt nach Ansicht der Staatsanwaltschaft des Shilin-Distrikts der taiwanischen Hauptstadt Taipei allerdings gegen den Cross-Strait Act, berichten lokale Medien wie Taiwan News. Dieses Gesetz soll verhindern, dass chinesische Unternehmen taiwanische Mitarbeiter für ihre Zwecke abwerben. Taiwan ist aufgrund derselben Sprache und der guten Ausbildung ein beliebtes Ziel für Tech-Firmen Chinas, die nach Angestellten suchen. Anfang 2025 wurden bereits 34 Standorte von elf Unternehmen in sechs Städten durchsucht, nachdem Taiwan China vorgeworfen hatte, viele Jahre lang illegal Chip-Ingenieure abgeworben zu haben. Dies betraf aber vornehmlich die Halbleiterindustrie.

Im aktuellen Fall hat Pete Lau nach Angaben der taiwanischen Staatsanwaltschaft zusammen mit zwei taiwanischen Bürgern im März 2014 eine Firma in Hongkong unter dem OnePlus-Namen gegründet und ein Jahr darauf eine Filiale in Taiwan registriert, schreibt CNA. Bei den Firmennamen wurde im Mai 2019 demnach OnePlus durch „Sonar“ ersetzt. Zwischen August 2015 und Januar 2021 hat OnePlus laut Staatsanwälten umgerechnet mehr als 62 Millionen Euro über Hongkong in die taiwanische Tochterfirma gepumpt, die als „Einnahmen aus Auftragsforschung und -entwicklung sowie aus dem Verkauf von Vermögenswerten aus Forschungs- und Entwicklungsergebnissen“ deklariert wurden. Damit wurden Mitarbeiter in Taiwan rekrutiert und bezahlt sowie Ausstattung gekauft.

Chinesischen Unternehmen ist dies nach Vorgabe des Cross-Strait Act allerdings nur mit behördlicher Genehmigung gestattet. Deshalb wurden der OnePlus-CEO und seine beiden taiwanischen Manager jetzt angeklagt. Pete Lau hat sich bislang nicht dazu geäußert, aber OnePlus erklärte gegenüber Bloomberg, dass der Geschäftsbetrieb normal weiterlaufe und nicht beeinträchtigt sei.

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(fds)



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RTL meldet Sky-Deutschland-Übernahme bei EU-Kommission an


RTL hat die geplante Übernahme von Sky Deutschland offiziell bei der Europäischen Kommission angemeldet. Mit der Anmeldung startet die erste Prüfung durch die EU-Kommission, ob der Deal wettbewerbsrechtlich unproblematisch ist.

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Die Europäische Kommission prüft bei Fusionen, Übernahmen oder Besitzerwechseln großer Unternehmen im Europäischen Wirtschaftsraum, ob wettbewerbsrechtliche Bedenken dagegen sprechen. Man wollte weiterhin konstruktiv mit der Brüsseler Behörde zusammenarbeiten, hieß es laut dpa von RTL. Man sei zuversichtlich, die wettbewerbsrechtliche Genehmigung zu erhalten und die Transaktion im ersten Halbjahr 2026 abzuschließen.

RTL hatte im Sommer 2025 mitgeteilt, den Medienkonzern Sky Deutschland übernehmen zu wollen. RTL-Deutschland-Chef Stephan Schmitter soll dann Geschäftsführer des gemeinsamen Unternehmens werden.

Sky Deutschland zählt bislang zum US-Unternehmen Comcast. Mit der Übernahme will sich RTL als große Streaming-Kraft in Deutschland hinter Netflix und Prime Video positionieren.

Zusammengerechnet kämen RTL+ und Sky laut RTL Group auf rund 11,5 Millionen zahlende Abonnenten. Besonders wertvoll dürften dabei die Sportrechte sein: Sky hält unter anderem Übertragungsrechte für die Fußball-Bundesliga und die Formel 1.


(ssi)



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Künstliche Intelligenz

Jetzt können wirklich alle programmieren


Wer sich vor einem halben Jahr eine Meinung über KI-Coding gebildet hat, sollte noch einmal aktuelle Tools ausprobieren: Claude Code, OpenAI Codex und Co haben immens an Kompetenz gewonnen und kommen inzwischen auch mit komplexen Projekten klar. In einer 2,5-stündigen Vibecoding-Session erklärt der Entwickler Benjamin Thorstensen, was man bei der Arbeit mit Claude Code und OpenAI Codex beachten muss.

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(Hinweis: Dieses Transkript ist für Menschen gedacht, die das Video oben nicht schauen können oder wollen. Der Text gibt nicht alle Informationen der Bildspur wieder.)

Eine kurze Ansage, bevor das Video losgeht. Das Thema KI – und vor allem code-schreibende KI – löst bei vielen von euch und auch bei mir starke Gefühle aus, oft negative. Es ist immer noch nicht klar, was KI mit dem IT-Arbeitsmarkt macht, gerade für jüngere Menschen, und was KI mit Open Source macht, was KI-Slop mit dem Internet macht. Sicher ist auf jeden Fall, dass viele Open-Source-Projekte in KI-generierten Pull Requests ertrinken – und dass GitHub, die größte Code-Plattform der Welt, das jetzt auch eingestanden hat und nachbessern will. Mit KI. Im folgenden Video lassen wir jetzt aber diese riesigen, also wirklich riesigen Meta-Probleme außen vor und konzentrieren uns auf das Thema selbst, nämlich Vibe-Coding oder, vornehmer, agentische Softwareentwicklung. Ich verspreche euch aber, dass in Zukunft hier auf diesem Channel auch KI-kritische Videos zu den großen Themen kommen werden. Und jetzt: let’s go.

Guckt mal hier: Das habe ich heute vibecodet – einen Rezept-Extraktor, auf den ich jegliches Kochrezept, was mir so über den Browser läuft, draufwerfen kann: von YouTube, Instagram, TikTok, sonst wo im Web. Und dann wird das Rezept da rausgezogen und in meine Notion-Datenbank reingeschrieben, genau mit den von mir vorgegebenen Attributen. Ja, und guckt euch mal bitte das Design von der Web-App hier an. Also für mich sieht das ziemlich professionell aus. Und ganz wichtig: Ich kann überhaupt nicht programmieren. Also ich kann mit diesen Tools Dinge tun, für die ich vorher monatelang hätte lernen müssen.

Also das ist wirklich so, als hätte ich so ein kleines Coding-Alien auf der Schulter sitzen, oder ich würde in so einem Riesen-Coding-Mech durch die Gegend fliegen oder so. Das ist wirklich ein gutes Gefühl. Ich habe mich wirklich mächtiger gefühlt damit. Wirklich mächtiger ist, glaube ich, das richtige Wort.

In diesem Video zeige ich euch den ganzen Prozess, also wie ich das gemacht habe mit dieser Rezepte-App. Und obwohl das wirklich jede und jeder von euch hinbekommen würde, fand ich wichtig, mir jemanden dazu zu holen, der das Ganze professionell beurteilen und erklären kann. Ich will euch ja keinen Quatsch erzählen, ne? Und ich hatte ja gesagt: Ich bin kein Entwickler.

Ja, und der Entwickler, das ist auf jeden Fall Benjamin Thorstensen, der seit 14 Jahren als Softwareentwickler und seit einiger Zeit auch sehr intensiv mit KI-Tools arbeitet. Ihr erfahrt im Video also auch noch ein paar Experten-Tricks.

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Coden lassen haben wir einmal Claude Code mit Opus 4.6. Da braucht man ein kostenpflichtiges Abo oder zahlt halt jeden Token einzeln per API. Und parallel auch Codex von OpenAI, das man noch bis Anfang März mit einem kostenlosen ChatGPT-Account nutzen kann. Die fertige Kochrezept-Software läuft in einer der beiden Versionen übrigens ausschließlich mit lokaler KI.

Ja, und diese Vibe-Coding-Session, die hat dann doch ziemlich lange gedauert. Ich weiß aber, dass viele von euch wirklich sowas gerne im Detail sehen wollen. Deshalb habe ich das auch nur leicht geschnitten. Und alle anderen, die das eben nicht in dieser Ausführlichkeit sehen wollen, die können einfach zum Ende skippen. Wir haben da so einen Kapitelmarker gemacht, der heißt „Zusammenfassung“. Und da seht ihr dann nur die wichtigsten Erkenntnisse und das Fazit. Bleibt dran.

*Ab hier jetzt eine mehrstündige, ungeskriptete Coding-Session, deshalb kein Transkript*

So, jetzt die Zusammenfassung: Ja, Vibe Coding funktioniert und es ist so einfach, dass es wirklich alle benutzen können. Man gibt einfach ein, was man will, und dann wird das Programm erzeugt. Und das ist wirklich so einfach. Es klingt jetzt immer so, so ist es einfach, aber es ist wirklich so einfach. Man sagt einfach: Machen wir ein Programm, was Schafe zählt und mad, und dann macht es das. Und wenn man was nicht verstanden hat, dann tippt man das auch ein und fragt das und dann beantwortet es das. Und wenn man irgendwas anders haben will, wenn man irgendwas verändert haben will, dann kann man es auch einfach eintippen und das funktioniert.

Man braucht auch keine Entwicklungsumgebung dafür wie früher, sondern man braucht nur das Coding Tool wie zum Beispiel CodeCode. Man kann natürlich in einer Entwicklungsumgebung wie VS Code oder Cursor vibe-coden, aber das muss man nicht.

Wenn ihr jetzt sagt: Ja, aber ChatGPT, die ja doch schon vor Jahren in der ganz normalen Webansicht Code erzeugt. Ja, aber das funktioniert a) laut meiner Erfahrung nicht wirklich immer so zuverlässig und b) können die Coding Tools viel mehr selbst machen, zum Beispiel auch direkt Tools auf dem Rechner aufrufen. Und die können auch zum Beispiel, wenn ihr Kontextspeicher voll ist, einfach eine Zusammenfassung von sich selbst abspeichern, also was noch zu tun ist in der Programmierarbeit. Und dann können die auch nach gelöschtem Kontext einfach weitermachen. Also sind auch größere Projekte möglich.

Und hier mal kurz, was man zum Vibe Coding braucht oder was wir empfehlen. Also der Klassiker ist ja Claude Code von Anthropic, das man am besten mit dem Modell Opus 4.6 verwendet. Kostet Geld. Zum Beispiel braucht man das Pro-Abo. Das kostet monatlich kündbar 21,42. Ich hatte mir für dieses Video für einen Monat ein Max-Abo gekauft. Das kostet sage und schreibe 107,10 Euro im Monat. Kann man aber ja monatlich kündigen.

Ansonsten hat auch Codex von OpenAI viele Fans. Das kann man bis Anfang März 2026 sogar mit einem Nicht-Abo verwenden, also mit dem kostenlosen Account. Und dann gibt es auch noch Google Gemini. Das ist in Sachen Coding so ein bisschen der Underdog. Das kommt aber so langsam. Also will man Gemini zum Web-Coding benutzen, braucht man auch so ein Pro-Abo für 22 Euro. Also, und alle drei kann man natürlich auch ohne Abo per Token über API-Zugang bezahlen. Das geht dann aber sehr, sehr schnell richtig ins Geld.

Ja, und ganz wichtig: Man kann auch ein lokales Modell kostenlos auf eigene Hardware verwenden, zum Beispiel Qwen 3 Coder aus China. Dafür braucht man aber natürlich passende Hardware und zum Beispiel das Coding Tool Open Code. Aber auch in CodeCode kann man lokale LLMs einbinden. Die beste Qualität liefern aber zurzeit die Sprachmodelle Anthropic Opus 4.6 und OpenAI Codex.

Laut Benjamin hier aus dem Video unterscheiden die sich dadurch, dass Codex quasi der Entwickler ist, der, bevor er zu programmieren beginnt, erst mal eine Stunde damit verbringt, das Problem zu verstehen und dann mit einer sauberen Lösung kommt, hat aber einen Charakter wie trockenes Brot und ist nicht besonders kreativ, sondern macht vor allem das, was man ihm vorgibt. Opus ist so mehr der Senior Dev, der sofort loslegt, der sich ein neues Framework überlegt und manchmal ein bisschen an der Lösung vorbeischießt, aber oft auch mit einer Lösung kommt, an die man selber gar nicht gedacht hat. Bei Opus sagt Benjamin, hat er mehr dieses Lotterie-Gefühl, wo er dann vorher nicht weiß, ob er jetzt da den Jackpot knackt oder eben nicht.

Außerdem hat Opus im Gegensatz zu Codex nicht in der Design-Schule geschlafen, vor allem mit dem Add-on, dazu aber später noch mal mehr. Benjamin sagt, dass beide, also sowohl Claude Code als auch Codex, beide ihre Daseinsberechtigung haben. Er benutzt auch beide je nach Aufgabe. Bei Google Gemini, was er jetzt gerade erst in der Version Gemini 3.1 Pro ausgerollt wird, da sagt Benjamin, dass das überall so ein bisschen geschlafen hat in der Coding-Schule, nur nicht beim Design. Also was daraus kommt, sagt er, das ist echt ziemlich gut.

So, jetzt aber noch mal kurz zu den Coding Tools selbst oder den Harnesses, wie man in der KI-Szene sagt, also den Gurtgeschirren, also wie bei Pferden. Also das sind alle Tools und Fähigkeiten, die dem Modell extern zur Verfügung gestellt werden. Also was weiß ich, im Internet suchen oder Files öffnen. Die Harnesses sind sich alle recht ähnlich, funktionieren aber natürlich am besten mit den hauseigenen Modellen. Also Claude Code mit Opus, Codex mit Codex und so weiter.

Es gibt die alle in mindestens einer grafischen Version und in einer Kommandozeilen-Version. Die meisten laufen auf allen drei großen Betriebssystemen, einzelne mal nicht unter Windows oder mal nicht unter Linux. Hier mal kurz die Namen, damit ihr wisst, was ihr runterladen müsst. Die Kommandozeilentools heißen bei Anthropic Claude Code, bei OpenAI codex-cli, bei Google gemini-cli. Die grafischen Varianten sind bei Anthropic einfach die Claude-App, bei OpenAI heißt sie Codex, bei Google ist das zum Beispiel Antigravity.

Ja, und ich muss sagen, ich mag die Kommandozeilen-Varianten irgendwie lieber. Das ist irgendwie nice mit dieser ASCII-Art, Retro-Ästhetik. Außerdem klingt kurios, aber ich finde die sogar einfacher zu bedienen als die GUI-Tools, weil man da ja wirklich nichts anderes machen kann, als einfach einzutippen, was man will, in Menschensprache. Also man kann auch sagen, wenn das Ding fertig ist: Starte das Programm oder lösch das oder was weiß ich. Es macht einfach, was man will und das ist praktisch.

Beachten sollte man auf jeden Fall, dass man Claude Code am Anfang immer in den Planungsmodus schaltet. Das geht mit Shift+Tab. Da plant er dann erst mal das Vorgehen, bevor es dann richtig losgeht. Bei Codex muss man das nicht unbedingt machen, der entscheidet automatisch zwischen Planen und drauflos coden. Ganz gut.

Ja, okay. Und wie waren jetzt die Ergebnisse? Ja, funktioniert haben beide, also Claude Code und Codex. Die haben beide was Funktionierendes rausgegeben. Die haben beide auch die Audiospur zum Beispiel aus Videos in Text transkribiert. Die haben auch absolut problemlos die Daten in Notion reingepumpt. Also die haben problemlos mit der API zusammengearbeitet.

Die Qualität der Rezepte, die da dann am Ende in Notion standen, die, das habe ich mir auch schon gedacht: Qualität steht und fällt halt mit dem LLM, was da intern benutzt wird für die Rezepteanalyse, weil das muss halt erkennen, was ist hier jetzt Rezept, was ist Quatsch, was muss ich umrechnen und so weiter.

Ich fand interessant, dass das super kleine Open-Weights-LLM, das auf meinem MacBook lief, schon so einigermaßen brauchbare Ergebnisse ausgegeben hat. Das OpenAI-LLM in der Cloud war etwas besser von den Ergebnissen her, aber auch nicht viel. Sowohl Claude als auch Codex, die haben beide eine Web-App gebaut, die ich auf meinem Rechner lokal ausgeführt habe. Vom Aussehen der Web-App war Claude aber deutlich besser und das hat echt vor allem mit diesem offiziellen Plug-in, das heißt Frontend Design, zu tun. Sobald das läuft, sieht das alles wirklich richtig gut aus, was das so ausgibt, also frontendmäßig.

Ich habe hier auch noch einen wilden Einschub, denn am Ende hat die beste Rezeptqualität geliefert, was wirklich nur wenige Minuten gedauert hat, nämlich das war OpenClaw, einfach über Telegram mit diesem Prompt hier. Falls ihr von OpenClaw noch nie gehört habt, dazu gibt es ein Video, ein richtiger Hype gerade. Das zeigt mir eigentlich, dass man in Zukunft vielleicht gar keine UI braucht, sondern dass man einfach mit seinem privaten Bot schreibt oder spricht und der macht dann einfach die Sachen, die man haben will.

Aber ich meine, dass OpenClaw hier die beste Rezeptqualität produziert hat, das liegt auch natürlich vor allem daran, dass OpenClaw auch für die Rezepteaufbereitung Opus 4.6 verwendet hat, also einem der besten Sprachmodelle, die es zurzeit gibt. Die anderen beiden vibe-gecodeten Projekte, die haben das Rezept ja intern mit viel kleineren Sprachmodellen verarbeitet. Das macht halt einen riesen Unterschied aus.

Ja, krass. Ich muss immer wieder an einen Kommentar neulich im Heise-Forum denken, wo jemand über KI-generierten Code schrieb: Ja, man kann Dinge auf Hello-World-Niveau oder zusammengeklaute Funktionen aus den Sources der Welt generieren lassen, selbst das jedoch fehlerhaft und nur mit viel Kontrolle, Nacharbeit benutzbar. Und ich muss sagen, das stimmt nicht. Man kann den erzeugten Code sicher kritisieren, aber ihr seht es ja im Video: Er funktioniert. Und für mich als Nicht-Coder ist das ein unglaubliches Hilfsmittel.

Früher, wenn ich eine Idee für eine App oder so hatte, musste ich halt überlegen: Ist die Idee so toll, dass ich jetzt irgendwie überlege, wo ich ein Team her bekomme, will ich das irgendwie finanzieren oder so? Und hier mache ich einfach an einem Abend Prototypen fertig. Und ja, das verändert natürlich die Technikwelt. Das muss man, glaube ich, nicht mehr diskutieren.

Problematisch wird es natürlich jetzt, wenn ich jetzt denke, dass ich meinen App-Prototypen einfach veröffentliche, ohne dass ich überhaupt verstehe, was da intern passiert. Das ist natürlich gefährlich. Deshalb haben wir auch neulich in unserem Podcast c’t 4004 darüber fabuliert, dass man eigentlich einen Vibe-Coding-Führerschein einführen müsste, damit man zumindest ansatzweise versteht, was für einen Schaden so die eigene vibe-gecodete Software im schlimmsten Fall anrichten kann.

Aber wie gesagt, hier reden wir jetzt über Software, die man veröffentlichen oder sogar verkaufen will. Für so private Tools und lokale Experimente, wie in diesem Video, wie dieses Rezept-Tool, das können auf jeden Fall auch nicht technische Leute vibe-coding-mäßig ausprobieren. Ich finde, das demokratisiert wirklich die Softwareentwicklung. Vor allem, wenn das irgendwann alles genauso gut mit lokalen LLMs geht, dann verlassen die Daten nicht mal mehr den eigenen Rechner. Vielleicht geht das ja irgendwann auch auf ’n Smartphone lokal. Wer weiß. Ja, wird auf jeden Fall alles interessant.

Wie seht ihr das? Gerne alles in die Kommentare schreiben. Ich lese die zumindest in den ersten Tagen nach Veröffentlichung alle.

c’t 3003 ist der YouTube-Channel von c’t. Die Videos auf c’t 3003 sind eigenständige Inhalte und unabhängig von den Artikeln im c’t Magazin. Die Redakteure Jan-Keno Janssen, Lukas Rumpler, Sahin Erengil und Pascal Schewe veröffentlichen jede Woche ein Video.


(jkj)



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Die Solarfalle der Katherina Reiche


Am 11. September 2012 trat Bundesumweltminister Peter Altmaier ans Rednerpult im Deutschen Bundestag und setzte an zu einer Rede, die die Arbeit seines Ministeriums zusammenfasste. Die Sommerpause war zu Ende, die Haushaltswoche stand an und die Ministerien mussten der Reihe nach berichten. Um 13:02 erreichte Altmaier ein aus seiner Sicht zentrales Problem, das sein Haus erfolgreich angegangen war. Es ging um den rasanten Ausbau von Photovoltaik: „Sie wissen alle, dass die Ausbauzahlen zuletzt dreimal so hoch waren, wie im Erneuerbare-Energien-Konzept der Bundesregierung vorgesehen. Wir haben uns dann zu einer mutigen Reform entschlossen, von der niemand wusste, wie sie wirkt. Wir wissen es immer noch nicht.“ Das muss man sich mal vorstellen: Private Hausbesitzer und Unternehmen hatten, so seine Sicht auf die Daten, die Ausbauziele der Regierung schändlicherweise übererfüllt, also mehr Photovoltaik gebaut, und damit leichtfertig die Versorgungssicherheit des ganzen Landes gefährdet! „Aber ich habe jetzt die Zahlen“, freute sich Altmaier, zog einen kleinen Schnipsel hervor und verlas seinen politischen Erfolg: „Nach einem Rekordausbau im Juni von 1800 Megawatt lagen die Zahlen im Juli bei 540 Megawatt und im August bei 320 Megawatt. Das liegt unter dem viel zu hohen Ausbautempo des letzten Jahres. Das zeigt, dass unser gemeinsam beschlossenes Gesetz zu wirken beginnt.“ Das stenografische Protokoll der 190. Sitzung vermerkt: „Beifall bei der CDU/CSU und der FDP.“ Das Video der Rede ist in der Mediathek des Bundestags erhalten.

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Die zitierte mutige Reform war die außerplanmäßige Senkung der garantierten Einspeisevergütung für PV-Anlagen, die Ende Juni rückwirkend zum 1. April in Kraft getreten war. Pauschal 15 Prozent weniger für neue Anlagen. Bis dahin war eine lineare Absenkung vorgesehen, die den sinkenden Anschaffungskosten Rechnung trug. Es folgte das, was als Altmaier-Delle in die Geschichte eingehen sollte. Es war der politische Doppelschlag aus drastisch gesenkter Vergütung und der hartnäckigen Erzählung, zu viel PV-Strom sei schädlich für das Netz, der den Ausbau radikal verzögerte und bei der Gelegenheit auch gleich den Verursacher, nämlich die heimische Photovoltaikindustrie, nachhaltig ruinierte. Die Stromversorger atmeten zufrieden auf, die chinesischen Hersteller übernahmen indes den Weltmarkt für Photovoltaik. Deutschland kaufte und verbrannte weiter Kohle und Gas.



Die außerplanmäige Senkung der Einspeisevergütung 2012 brachte den Ausbau der Photovoltaik zum Erliegen, wie die grafische Auswertung deutlich zeigt. Die Altmaier-Delle sollte genauer Altmaier-Reiche-Delle heißen, um die Verdienste der damaligen Staatssekretärin in Altmaiers Ministerium zu würdigen.

(Bild: energy-charts.info)

Beteiligt an diesem fraglichen politischen Erfolg war eine Parlamentarische Staatssekretärin in Altmaiers Ministerium. Die verteidigte Anfang 2012 im Parlament die anstehende Absenkung der Vergütung und dürfte auch an der Vorbereitung der Altmaier-Rede vom 11. September beteiligt gewesen sein. Schon seit 2009 war die aufstrebende Politikerin Staatssekretärin im Umweltministerium. Ihr Name, Sie ahnen es sicher bereits, ist Katherina Reiche.

Im September 2015 verließ sie den Bundestag, und ihr unermüdliches Engagement für das Wohl der konventionellen Stromversorger sollte nicht unbelohnt bleiben. Schon im Februar 2015, also noch während ihrer Mitgliedschaft im Bundestag, wählte sie der „Verband kommunaler Unternehmen“ zur Hauptgeschäftsführerin. Das ist ein Interessenverband, in dem unter anderem die kommunalen Energieversorger Mitglied sind – nicht gerade der Arbeitskreis der Freunde Erneuerbarer Energie. Die Drehtür zwischen Politik und Wirtschaft rotierte damals reibungslos. 2020 landete Reiche dann bei der E.ON-Tochter Westenergie in der Geschäftsführung. Diesen Posten gab sie erst auf, als Parteifreund Friedrich Merz 2025 die bewährte Drehtür zurück in die Politik in Bewegung setzte und ihr ein Ministeramt anbot.

Als Wirtschaftsministerin setzt sie seit Mai 2025 konsequent fort, was sie 2009 im Umweltministerium begonnen hatte, versuchte ab dem ersten Tag im Amt, die Stimmung langsam wieder gegen Photovoltaik zu drehen. Und so sollten die Nachrichten aus dem Ministerium Reiche niemanden überraschen. Nicht beim Heizen, nicht beim Ausbau von Stromnetzen, nicht bei Photovoltaik und Speichern. Schließlich übernahm sie aus ihrer Sicht den Scherbenhaufen ihres politischen Vermächtnisses: Bürger und Unternehmen hatten in ihrer Abwesenheit, beginnend 2022 mit dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, der zu gestiegenen Energiekosten führte, wieder massiv in Photovoltaikanlagen investiert – ohne die notleidenden Stromversorger um Erlaubnis zu fragen. Der politische Gegner hatte derweil in mehreren Solarpaketen die bürokratischen Hürden gesenkt. Die schöne Altmaier-Reiche-Delle drohte zerrieben zu werden zwischen politischen Reformen und der Ausbauwut der Dachbesitzer. Allein 2024 wurden laut Bundesnetzagentur über 16 Gigawatt PV zugebaut – zu Altmaiers Zeiten sorgte der Rekordzubau bei 7,5 Gigawatt im Jahr 2011 schon für Nervosität im Ministerium.

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Diese Rückschläge der jüngeren Vergangenheit ließ Reiche nicht auf sich sitzen. Ihr neuester Plan ist noch nicht veröffentlicht, aus dem Ministerium ist lediglich ein Entwurf an verschiedene Medien durchgestochen worden, der unter anderem dem Spiegel und der dpa vorliegt. Die auf 20 Jahre garantierte fixe Einspeisevergütung für kleine Anlagen bis 10 kW Leistung, die derzeit bei überschaubaren 7,78 Cent liegt, soll wegfallen, heißt es in den Medien. Viel Luft nach unten gibt es da bereits jetzt nicht mehr. Hinzu kommt, dass Neuanlagen schon heute in Zeiten mit negativen Börsenstrompreisen keine Vergütung erhalten und dafür einen vernetzten Stromzähler brauchen.

Weil auch Reiche weiß, dass die Erlöse aus Einspeisung für private Dachanlagen nicht den größten Hebel darstellen und Anlagen vor allem auf Eigenverbrauch ausgelegt sind, wählt sie eine andere Stellschraube für sinkende Attraktivität: Komplexität und Bürokratie. Bisher haben die Verteilnetzbetreiber, oft sind das die lokalen Stadtwerke, die Vermarktung des Stroms an der Strombörse automatisch für die Kleinbetreiber übernommen. Als Hausbesitzer mit PV auf dem Einfamilienhaus musste man sich nicht mit dem Strommarkt auseinandersetzen. Lag der Börsenstrompreis unter den 7 Cent, wurde aus dem EEG-Konto ausgeglichen, lag er darüber, wurde ins EEG-Konto eingezahlt. Dieses Konto füllt der Staat, wenn es einen Fehlbetrag gibt, aus Steuermitteln auf. Genau diese pauschale Abwicklung soll laut dem Entwurf wegfallen, stattdessen sollen sich auch Kleinanlagenbetreiber einen sogenannten Direktvermarkter suchen. Das ist ein privatwirtschaftlicher Stromhändler, der gegen ein paar Prozent Verwaltungsgebühr die Energie vermarktet. Charmanter Vorteil für die Stadtwerke, deren Interesse Reiche jahrelang vertreten hat: weniger Verwaltungsaufwand – gleichzeitig weniger Planungssicherheit für kleine Betreiber.

Die ersten Kommentatoren sind auf diese durchgestochene Information bereits eingestiegen, sprachen gar vom „Solarhammer“ und tappten damit zielsicher in Reiches aufgestellte Falle: Das Narrativ, private Photovoltaik auf dem Hausdach lohne sich nicht, soll sich verbreiten – genau darum scheint es zu gehen. Wenn sich das herumspricht, sinkt die Nachfrage, die Installationsbetriebe bauen Kapazitäten ab, verschwinden vielleicht vom Markt. Dezentrale Photovoltaik in Bürgerhand wird weniger, Geld mit Sonnenstrom verdienen vermehrt große Betreiber, die Solarparks bauen.

Wahr ist dagegen: Eine private PV auf dem Eigenheim lohnt sich unabhängig von der Einspeisevergütung. Sie muss nur so ausgelegt sein, dass sie sich über den Eigenverbrauch mit heutigen oder erwarteten Strombezugskosten rechnet. Denn Strom aus erneuerbaren Quellen ist unschlagbar günstig, vor allem im Vergleich mit gekauftem Strom aus dem Netz. Wer heute investiert, kauft damit schlagartig einen Großteil seines Strombedarfs für die nächsten 20 Jahre. Jeder Euro aus der Einspeisung ist ein nettes Zubrot, aber nicht ausschlaggebend. Am meisten optimieren können und sollten Betreiber bei ihrem Verbrauch, indem sie auch die Sektoren Mobilität und Wärme auf Elektrizität umstellen: Wärmepumpe statt Gasheizung, Klimaanlage fürs Homeoffice, Elektroauto mit eigener Wallbox statt Verbrenner.

Wer hingegen behauptet, ohne fixe Vergütung sei private Photovoltaik tot, hilft mit, den Ausbau mal wieder abzuwürgen. Damit könnte Katherina Reiche das historische Kunststück gelungen sein, innerhalb von 14 Jahren denselben politischen Fehler zweimal zu machen! Ihren alten Arbeitgebern gefällt das.


(jam)



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