Künstliche Intelligenz
Opel Mokka GSE im Test: Sympathisch, flott und verflixt teuer
207 kW sind für den kompakten Mokka eine ganze Menge Holz. Zusammen mit dem Alfa Romeo Junior Elettrica Veloce, der den gleichen Antrieb hat, ist der Mokka GSE damit sogar der stärkste Vertreter seiner Klasse. Selbst der Mini Aceman John Cooper Works E ist mit 190 kW geringfügig schwächer. Die Lufthoheit über den Stammtischen hat der schnelle Mokka also schon mal.
- seit Ende 2025 auf dem Markt.
- Länge: 4,15 m / Breite mit Außenspiegeln: 1,99 m / Höhe: 1,54 m
- Elektromotor mit 207 kW
- Batterie mit 51 kWh (netto)
- Preis ab 47.300 Euro
- Stärken: Ausgewogenes Fahrverhalten, gute Fahrleistungen
- Schwächen: Zu hoher Preis, eingeschränktes Platzangebot
Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten und deshalb sind Aussagen über die Optik ohnehin nicht sonderlich gefragt. Ich aber finde, der Mokka GSE hat echte Hingucker-Qualitäten. Er gehört meiner Meinung nach zu den hübscheren Testwagen, und das sportliche Ornat wertet ihn auf.

Eingeschränkte Raumökonomie
Leider merkt man an seiner Raumökonomie, dass der Mokka in seiner jetzigen Form schon zu den älteren Konstruktionen zählt. Schließlich ist er schon seit 2020 auf dem Markt. Er gehört mit 4,15 m zu den längeren Klein-SUVs. Kia EV2 und Mini Aceman sind mit 4,06 bzw. 4,07 m etwas kürzer, der VW ID.Cross, den wir im Herbst erwarten, wird mit 4,16 m ungefähr so lang.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Opel Mokka GSE im Test: Sympathisch, flott und verflixt teuer“.
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Künstliche Intelligenz
Musk vs. OpenAI: Milliardär wollte die volle Kontrolle über das KI-Labor
Im Rechtsstreit zwischen Elon Musk und der Führung von OpenAI wurde der Milliardär am Mittwoch vom Anwalt der Gegenseite befragt. Dabei hat sich Musk geweigert, auch einfache Fragen direkt zu beantworten. Das berichtet The Verge. Demnach hat sich das Bild verfestigt, dass Musk seine finanzielle Unterstützung für das KI-Labor erst zurückgezogen hat, als sich herausstellte, dass er nicht die volle Kontrolle darüber bekommen würde.
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Musk wollte demnach vier von sieben Sitzen im Vorstand und 51 Prozent der Anteile. Als er das nicht bekam, habe er die Finanzierung eingestellt und den damaligen OpenAI-Forscher Andrej Karpathy zu Tesla geholt. Schon lange vorher hatte er in einer E-Mail erklärt, dass die Einrichtung von OpenAI als gemeinnützig ein Fehler gewesen sein könnte: „Das Gefühl der Dringlichkeit ist nicht so groß“, meint er. Das Kreuzverhör wird am Donnerstag fortgesetzt.
Vom eigenen Tweet entkräftet
Im Rahmen der Befragung erklärte Musk, dass er OpenAI anfangs mit insgesamt 38 Millionen US-Dollar finanziert hat: „Ich war ein Dummkopf, der ihnen kostenloses Startkapital für die Gründung eines Start-ups zur Verfügung gestellt hat“, zitiert ihn das Wall Street Journal. Musk ergänzte, er habe damit kostenlos den Grundstein für ein Unternehmen gelegt, das heute rund 800 Milliarden US-Dollar wert sei. Der Anwalt der Gegenseite wies demnach darauf hin, dass die Geldspenden Musk Steuernachlässe gebracht haben dürften. Musk habe diesbezügliche Nachfragen als Trick kritisiert, die ihn aufs Glatteis führen sollten. Im Rahmen der Befragung hat Musk dem Bericht zufolge noch eingestanden, dass seine KI-Firma xAI ein Konkurrent von OpenAI sei. Seine Behauptung, dass sein Elektroautokonzern Tesla nicht an künstlicher allgemeiner Intelligenz (AGI) arbeitet, sei durch die Einblendung eines dem widersprechenden Tweets entkräftet worden.
In dem Verfahren (Az. 4:24-cv-04722) geht es um eine Klage, die Elon Musk vor zwei Jahren gegen seine ehemaligen Geschäftspartner eingereicht hat. Der Milliardär war drei Jahre lang im Vorstand von OpenAI, ist aber ausgeschieden, bevor die KI-Firma mit ChatGPT den aktuellen KI-Hype ausgelöst und später ein gewinnorientiertes Tochterunternehmen gegründet hat. Er wirft den Verantwortlichen vor, damit gegen die Gründungsvereinbarung verstoßen zu haben, in der festgelegt wurde, dass OpenAI eine sogenannte Artificial General Intelligence (AGI) zum Wohle der Menschheit entwickeln würde und nicht zur Gewinnmaximierung Einzelner. Als AGI wird ein KI-System bezeichnet, das jede intellektuelle Aufgabe wie ein Mensch verstehen und ausführen kann.
(mho)
Künstliche Intelligenz
Souveräner Bezahldienst Wero klebt noch an AWS, aber gelobt Besserung
Um seinem Anspruch als souveräner Bezahldienst gerecht zu werden, will Wero künftig seine Abhängigkeit von außereuropäischen Cloudanbietern reduzieren. Das teilte die European Payment Initiative (EPI) mit, ein Zusammenschluss von Banken und Zahlungsdienstleistern aus sieben europäischen Ländern, der Wero betreibt.
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Dienstleister aus Übersee
Momentan greife Wero in bestimmten Bereichen noch auf Dienste von Anbietern außerhalb Europas zurück, wobei die EPI offen ließ, welche Bereiche und welche Firmen das sind. Man sei aber bestrebt, den Einsatz von Anbietern mit Sitz in Europa „schrittweise“ auszuweiten. Welche das wiederum sind und in welchem Zeitraum das geschehen soll, blieb ebenfalls offen.
Dass bei Wero hinter dem EU-Anstrich auch US-Dienste stecken, hatte in der vergangenen Woche eine Anfrage von netzpolitik.org ergeben. Demnach räumte die EPI ein, dass Wero seine Dienste teilweise über Amazons Cloudtochter AWS abwickelt. Laut Bericht greift die EPI „auf eine Kombination aus europäischen und internationalen Technologieanbietern“ zurück, darunter auch „Managed-Infrastructure- und Software-Services von AWS“. Genauere Details, welche Dienste man in Anspruch nimmt, wollte die EPI „aus Sicherheitsgründen“ nicht nennen.
netzpolitik.org kritisierte, dass Wero durch die Nutzung von US-Diensten keinen Schutz vor dem CLOUD Act gewährleisten könne. Das US-Gesetz von 2018 verpflichtet aus den USA stammende Tech-Dienstleister, unter bestimmten Bedingungen Daten mit den US-Behörden zu teilen, auch wenn diese außerhalb des US-Gebiets vorgehalten werden.
Wir hatten ja nichts damals
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„Als EPI Wero erstmals auf den Markt brachte, konnten nur Cloud-Dienste internationaler Anbieter die Leistung, Sicherheit und Stabilität bieten, die für eine wettbewerbsfähige Lösung erforderlich waren“, heißt es dazu in der Mitteilung der EPI. Nun habe sich der Cloudmarkt aber so signifikant entwickelt, dass die EPI den Übergang voranbringen könnte.
Abgesehen davon würden „alle Daten von EPI und Wero in europäischen Rechenzentren gespeichert und durch geeignete Sicherheitsmaßnahmen verschlüsselt sowie vor potenziellen Zugriffen von außerhalb Europas geschützt“. Ebenfalls hob die EPI hervor, dass die Kontrolle über Wero rein in europäischen Händen liege: Man nutze die europäische SEPA-Infrastruktur für Echtzeit-Zahlungen, befolge europäische Systemregeln und werde von europäischen Institutionen unterstützt und finanziert.
Schleppender Start in Deutschland
Mit Wero will die EPI ein Gegengewicht zu US-amerikanischen Zahlungsanbietern schaffen. Im Juli 2024 ging Wero mit Handy-zu-Handy-Zahlungen an den Start, seit November 2025 kann der Dienst auch als Bezahlmethode im E-Commerce eingesetzt werden. Das Bezahlverfahren ist in mehreren europäischen Ländern wie Frankreich, Deutschland und den Niederlanden verfügbar.
In Deutschland sind auf der Bankenseite unter anderem die Sparkassen sowie die Volks- und Raiffeisenbanken mit an Bord, außerdem Deutsche Bank, Postbank und die Commerzbank. Auf der Händlerseite unterstützen unter anderem Eventim, Lidl, Rossmann und Decathlon das Bezahlsystem. Eine kürzliche Umfrage des Handelsblatts deutet auf eine eher schleppende Einführung in Deutschland: Demnach hat von den zehn größten Onlinehändlern hierzulande bislang nur Media-Markt-Saturn die Wero-Anbindung in Aussicht gestellt, ohne dabei ein Startdatum zu nennen. Zahlen zum Volumen verarbeiteter Zahlungen nennt Wero laut dem Handelsblatt auch noch nicht.
(axk)
Künstliche Intelligenz
Zuckerberg: Meta-KI soll Tag und Nacht für Nutzer arbeiten
Facebook-Gründer Mark Zuckerberg richtet den Meta-Konzern voll auf Künstliche Intelligenz (KI) aus. KI-Agenten, die eigenständig Aufgaben erledigen können, sollen Ziele der Nutzer erkennen und dann „Tag und Nacht“ arbeiten, um sie zu erreichen, wie der 41-Jährige erklärte. Auch solle KI direkt auf einzelne Personen zugeschnittene Inhalte erstellen. Zu Zuckerbergs Vision gehört auch eine Shopping-KI, die Menschen helfen soll, Dinge zu besorgen, die sie interessieren.
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Derzeit werde viel darüber gesprochen, dass Künstliche Intelligenz Menschen ersetzen werde, sagte der Meta-Chef. „Stattdessen denke ich, dass KI die Möglichkeit von Menschen verstärken wird, das zu tun, was man will.“ Dabei könne es zum Beispiel darum gehen, die eigene Gesundheit oder Beziehung zu verbessern, zu lernen oder persönliche Karriereziele zu erreichen. „Die Menschen werden in Zukunft wichtiger sein, und nicht umgekehrt.“
Drastische Folgen für Meta-Belegschaft
Als Arbeitnehmer innerhalb des Konzerns werden derweil vor allem jene Beschäftigten wichtiger, die produktiv mit KI arbeiten können. Am 20. Mai sollen rund zehn Prozent der Belegschaft entlassen werden, wie der Konzern jüngst ankündigte. Außerdem sollen etwa 6.000 derzeit freie Stellen nicht besetzt werden.
Meta hatte zum Jahreswechsel knapp 79.000 Beschäftigte. Damit dürften die Entlassungen rund 8.000 Menschen treffen.
Der Investor und langjährige Branchenanalyst Gene Munster sieht einen Widerspruch zur öffentlichen Kommunikation der Firma: Zuckerberg übertünche mit seinen Visionen, dass Facebook „das aggressivste Unternehmen beim Ersetzen von Menschen durch KI“ sei, kommentierte er auf der Online-Plattform X.
KI beschleunigt Neuentwicklungen um ein Vielfaches
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Zuckerberg verwies erneut darauf, dass immer häufiger ein oder zwei Mitarbeiter binnen einer Woche etwas entwickelten, wofür früher größere Teams Monate gebraucht hätten. „Wir stellen bei der nächsten Evolution unseres Unternehmens diese Leute in den Mittelpunkt“, sagte er. Und Teams sollten nicht größer sein als nötig.
Was genau das auf lange Sicht für die Belegschaft bedeuten wird, ist unklar. „Wir wissen nicht wirklich, was die optimale Größe des Unternehmens in der Zukunft sein wird“, räumte Finanzchefin Susan Li auf Analysten-Nachfragen ein.
Riesen-Wette auf KI-Zukunft
Die KI-Visionen erfordern unterdessen gewaltige Investitionen. Meta schraubte nach nur drei Monaten die Ausgaben für KI-Infrastruktur noch einmal nach oben. Für das laufende Jahr stellt Meta nun Kapitalinvestitionen zwischen 125 und 145 Milliarden US-Dollar (107 bis 124,2 Mrd. Euro) in Aussicht. Die vorherige Spanne lag bei 115 bis 135 Milliarden Dollar. 2025 gab der Konzern vor allem für den Ausbau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz gut 72 Milliarden Dollar aus.
An der Börse kam die Erhöhung nicht gut an: Anleger ließen den Aktienkurs im nachbörslichen Handel um mehr als sechs Prozent fallen.
Anstieg im Werbegeschäft
Das Geld für den KI-Ausbau liefert nach wie vor das boomende Werbegeschäft des Facebook-Konzerns. Im vergangenen Quartal stieg der Konzernumsatz im Jahresvergleich um rund ein Drittel auf 56,3 Milliarden Dollar. Auf den Meta-Plattformen seien 19 Prozent mehr Anzeigen ausgeliefert worden, sagte Finanzchefin Li. Zugleich sei der Durchschnittspreis pro Anzeige um zwölf Prozent gestiegen. Marktführer Google und Meta beherrschen seit Jahren das Geschäft mit Online-Werbung.
Der Meta-Gewinn sprang um 61 Prozent auf knapp 26,8 Milliarden Dollar hoch. Eine Rolle dabei spielte aber auch eine in dem Vierteljahr verbuchte Steuergutschrift von gut acht Milliarden Dollar.
Zuckerberg hat große Ambitionen, Rivalen wie den ChatGPT-Entwickler OpenAI sowie Google und Elon Musks KI-Firma xAI auf dem Feld der Künstlichen Intelligenz zu überflügeln. Dafür ist er bereit, viele Milliarden auszugeben – selbst mit dem Risiko, zu große Rechenzentren-Kapazitäten aufzubauen.
Nutzer-Minus durch Iran und Russland
Zuletzt griffen 3,56 Milliarden Nutzer auf mindestens eine Meta-App zu. Drei Monate zuvor waren es noch 3,58 Milliarden gewesen. Meta erklärte dies mit Internetsperren im Iran und den Einschränkungen für die Chat-App WhatsApp in Russland. Zum Konzern gehören auch die Foto- und Video-Plattform Instagram sowie Threads, eine Alternative zu Musks Twitter-Nachfolger X.
(mho)
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