Apps & Mobile Entwicklung
Photovoltaik: Shelly sucht 20 Beta-Tester für die eigene Solarplattform
Um die eigene Solaranlage zu überwachen, bieten mittlerweile praktisch alle Hersteller eine eigene Smartphone- oder zumindest Web-App an, mit der sich alle wesentlichen Kennzahlen des Wechselrichters im Auge behalten lassen.
Bei kleineren (Mikro-)Wechselrichtern ist das dafür nötige Kommunikationsmodul meist integriert, bei größeren Wechselrichtern ist das Modul in der Regel nicht integriert und muss häufig dazugekauft werden. Die Kommunikationsmodule senden die ausgelesenen Daten an die Cloud des jeweiligen Herstellers. Das ist für viele Nutzer zwar sehr bequem, da die Daten des Wechselrichters jederzeit und von überall aus abgerufen werden können, gleichzeitig bleibt aber ein Beigeschmack, da die eigenen Daten bei anderen landen.
Sicherheitsbedenken
Aus den Daten lässt sich nicht nur ableiten, wo genau die Anlage steht, vor allem Hybrid-Wechselrichter (mit Akku) sind auch in aller Regel mit einem eigenen Smart Meter ausgestattet, der den Stromverbrauch im Haus überwacht, um bei Bedarf Strom aus dem Akkumulator in das Hausnetz einzuspeisen. Da der Hausstromverbrauch in der App protokolliert wird, lassen sich darüber Nutzungsgewohnheiten sowie An- und Abwesenheiten erkennen. Auf welchen Servern die Daten landen und wer auf die Daten Zugriff hat, ist dabei häufig unbekannt. Da viele Hersteller von Wechselrichtern wiederum aus Fernost stammen, gibt es alle Jahre wieder auch Sicherheitsbedenken. Im Spannungsfall könnte eine unfreundlich gestimmte Regierung per Fernzugriff die Wechselrichter lahmlegen, so die Befürchtung. Die Tagesschau hatte dazu letztes Jahr im August berichtet. Anlass war ein Positionspapier des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), das die Problematik aufgreift und eine Sicherung der Energieinfrastruktur fordert.
Alternative Plattform
In diese Kerbe schlägt nun Shelly, ein bekannter Hersteller für Smart-Home- und Home-Automation-Produkte aus Bulgarien. Bulgarien ist wiederum volles EU- und NATO-Mitglied. Über das eigene Forum sucht Shelly aktuell 20 Freiwillige, die die neue Shelly Solarplattform austesten sollen. Die Tester müssen indes einige Anforderungen erfüllen.
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Shelly Solarplattform (Bild: Shelly)
Bild 1 von 2
Anforderungen
Folgende Voraussetzungen gelten, um ausgewählt zu werden:
- Mindestens eine PV-Anlage mit mindestens einem Wechselrichter
- Mindestgröße der PV-Anlage: 10 kWp
- Maximale Anzahl von Wechselrichtern pro Anlage: 10
- Stromproduktion wird vollständig oder teilweise an einen Energieversorger verkauft
- Batteriespeicher bevorzugt
- Wechselrichter mit ModBus-Kommunikation
Durch die Beschränkung auf zumindest 10 Kilowatt-Peak (kWp) grenzt sich der Kreis der potenziellen Tester deutlich ein. Auch Inselanlagen ohne Einspeisung in das öffentliche Netz sind ausgeschlossen. Eine weitere Hürde ist das Vorhandensein einer ModBus-Schnittstelle, die größere Wechselrichter aber meistens haben.
Bewerbung
Shelly braucht für die Bewerbung folgende Informationen:
- Größe der PV-Anlage
- Anzahl der Wechselrichter
- Wechselrichtermodell
- Typ des ModBus-Anschlusses (Foto wenn möglich)
- Land / Region
Ablauf
Man wird kontaktiert, sollte man von Shelly als Tester ausgewählt werden. In der Folge bekommt man ein Shelly Pro 3EM zugeschickt, ein dreiphasiges Strommessgerät, das mit allen drei Phasen der Stromleitung, direkt oberhalb vom Stromzähler, verbunden wird. Der Shelly Pro 3EM ist für Kontrollmessungen des Stromflusses zuständig. Zusätzlich gibt es noch ein „ModBus Add-on“ genanntes Gerät, das mit der ModBus-Schnittstelle vom Wechselrichter verbunden werden muss und darüber die vorhandenen Informationen ausliest.
Shelly versichert, dass der Wechselrichter weiterhin zu 100 Prozent unter der Kontrolle des Besitzers verbleibt und der Betrieb und die Stromproduktion in keiner Weise beeinträchtigt werden. Der originale Datensammler kann weitergenutzt werden, oder eben auch nicht.
Als Dank für die Tester gibt es eine lebenslange Lizenz für die Shelly Solarplattform. Das wiederum deutet darauf hin, dass die Shelly Solarplattform nach Veröffentlichung offensichtlich kostenpflichtig sein wird. Ob die Tester die Geräte nach dem Test gleich behalten und weiterbenutzen dürfen, ist ebenfalls nicht bekannt. Sollte es sich bei dem ModBus Add-on um ein Vorserienmodell handeln, muss es aber sicherlich zurückgegeben werden. Wie lange der Test dauert, ist unbekannt.
Preis und Verfügbarkeit
Wann genau die Shelly Solarplattform für jedermann verfügbar sein wird, ist aktuell ebenfalls noch nicht bekannt. Der jetzige, nicht geheime Test mit Nutzern, deutet aber auf eine Veröffentlichung im Laufe des Jahres hin. Die Solarplattform wird dann aller Voraussicht nach kostenpflichtig angeboten werden. Wie viel Geld das ModBus Add-on kosten wird, ist indes noch nicht bekannt, aber sehr wahrscheinlich fallen auch hierfür gesonderte Kosten an. Der Shelly Pro 3EM ist für Privatpersonen, die erklären, eine Photovoltaik-Anlage zu betreiben oder zu errichten, von der Mehrwertsteuer befreit und regelmäßig für unter 70 Euro im Handel erhältlich.
Wichtig: Änderungen an elektrischen Anlagen dürfen nur von einer Elektro-Fachkraft durchgeführt werden. Es besteht Lebensgefahr.
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Arlo Ultra 3: 4K-Überwachungskamera kann Pakete und Feuer erkennen

Arlo stellt die nach eigenen Angaben fortschrittlichste Sicherheitskamera des Unternehmens vor. Die Arlo Ultra 3 liefert 4K-HDR-Videomaterial bei 180 Grad Sichtfeld und besitzt ein KI-gestütztes Warnsystem, das Personen, Fahrzeuge, Tiere oder auch Pakete und Feuer erkennen soll. Die KI-Erkennung gibt es aber nur beim Bezahlabo.
Arlo Ultra 3 bietet 4K mit 180 Grad
Mit ihrem 8-Megapixel-Sensor kann die Arlo Ultra 3 Videos je nach Wunsch in den Auflösungen 4K, 2K, 1080p oder 720p aufnehmen. Mit einem Objektiv-Blickwinkel von 180 Grad, wird ein großer Bereich abgedeckt, während der Bewegungssensor auf 150 Grad (horizontal) beschränkt ist. Ein integrierter Scheinwerfer sorgt für die nötige Beleuchtung bei Nacht. Die Zoomfunktion ist nur digital vorhanden, sodass Vergrößerungen zulasten der Bildschärfe gehen. Allerdings bietet der Zoom Auto-Tracking, kann also erkannten Objekten automatisch folgen.
Wie es für den Außeneinsatz sein muss wird das Gehäuse als wetterbeständig beschrieben, was die IP65-Zertifizierung untermauert. Mit dem integrierten Mikrofon (Dual Array) samt Geräusch- und Windreduzierung sind auch Tonaufnahmen möglich. Die Video-Übertragung erfolgt mittels WLAN mit 2,4 GHz oder 5 GHz. Dank des integrierten und wechselbaren Akkus wird kein Stromkabel für die 89 × 52 × 78,6 mm große und 218 Gramm schwere Kamera benötigt.
Die Akkulaufzeit soll maximal 6 Monate betragen, für das Aufladen werden direkt über die Kamera via USB-C 4,5 Stunden und mit dem separaten Ladegerät 2,9 Stunden benötigt, wirbt der Hersteller auf seiner Website.
Das Videomaterial kann lokal auf einer microSD-Karte oder einem USB-Medium gespeichert werden, wie der Hersteller im Vorfeld gegenüber ComputerBase erklärt hat.
KI-gestützte Objekterkennung
Über eine App kann die Kamera warnen, wenn etwas vor sich geht. Um Fehlalarme zu vermeiden, kann optional die KI-gestützte Erkennung aktiviert werden, die Arlo „Secure Early Warning System“ getauft hat. Mit dieser soll die Kamera Personen, Fahrzeuge, Tiere, Pakete und sogar Feuer erkennen. Diese Funktion gibt es allerdings nur, wenn der Kunde ein kostenpflichtiges Abo für den Cloud-Dienst KI Secure abschließt, dass 18,99 Euro pro Monat oder 189,90 Euro pro Jahr kostet und auch Cloud-Speicherplatz für die Videos bietet.
Ohne das Abo gibt es nur die Kameras mit Live-Videos und „Basis-Bewegungserkennung“. Der Startpreis der Arlo Ultra 3 liegt bei 599,99 Euro für das Set mit zwei Kameras und Smart Hub. Weitere Bundles umfassen 3 oder 4 Kameras. Einzeln (ohne das nötige Smart Hub) gibt es die Kamera für 299,99 Euro.
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Gut gehamstert, dennoch teurer: Notebookhersteller sitzen auf RAM für 9 bis 12 Monate

Die Befürchtung, dass im Zuge der Speicherknappheit auch die Preise für Notebooks deutlich ansteigen könnten, soll durch Aussagen eines Intel-Managers entschärft werden, da die Lagerbestände an RAM bei den OEMs für etwa 9 bis 12 Monate reichen. Andere Berichte gehen aber schon jetzt von Preissteigerungen aus.
Noch genug RAM bei den Notebook-Partnern
Im Gespräch mit der Website Tom’s Guide erklärte Nish Neelalojanan, Senior Director of Product Management bei Intel, dass viele von Intels OEM-Partnern über „Lagerbestände von etwa 9 bis 12 Monaten verfügen“. Gerade bei Laptops werde sehr lange im Voraus geplant und entsprechend für Reserven gesorgt. Daher könne die Branche die Krise voraussichtlich gut überstehen, auch ohne die Preise anzuheben, wird in dem Artikel geschlussfolgert.
Allerdings muss dabei bedacht werden, dass schon jetzt RAM für die kommenden Jahre eingekauft werden muss. Und dieser ist bekanntlich derzeit extrem teuer. Mittelfristig könnten sich diese erhöhten Kosten also doch auf die Notebookpreise auswirken oder dazu führen, dass weniger Speicher verbaut wird.
Andere Berichte sind viel pessimistischer
In dem Bericht wird zudem nicht darauf eingegangen, dass manche Hersteller bereits jetzt an der Preisschraube gedreht haben:
- Deutliche Steigerung: Framework erhöht RAM-Preise in Notebooks & Strix-Halo-PCs
Allerdings muss hier wieder bedacht werden, dass Framework ein weitaus kleineres Unternehmen als etwa Dell, HP oder Lenovo ist und daher kleinere Lagerbestände und schlechtere Konditionen bei den RAM-Lieferanten besitzt.
Dennoch gibt es auch bereits Hinweise auf drastische Preissteigerungen bei den großen OEMs. Laut einer Business Insider vorliegenden Preisliste hat Dell die Preise für seine Business-Notebooks bereits im Dezember deutlich angehoben.
Ein Bericht aus Asien sprach jüngst zudem von pauschal erwarteten Preiserhöhungen von 20 Prozent für dieses Jahr erscheinende Notebooks.
Das Marktforschungsunternehmen TrendForce geht davon aus, dass auch HP und Lenovo in diesem Jahr die Preise erhöhen werden.
Auf der CES 2026 haben die Hersteller tunlichst vermieden, konkrete Preisangaben für die neuen Produkte zu machen. Mancher äußerte auch, dass dies aufgrund der aktuellen Preisentwicklungen bei Speicher schwierig zu sagen sei.
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Samsung schockiert Fans mit unerwartet kleinem Lineup
Samsungs nächste Flaggschiff-Serie ist aufgetaucht. Durchgesickerte Materialien haben das Lineup des Galaxy S26 bestätigt, aber Fans, die auf bestimmte Modelle hoffen, könnten enttäuscht werden. Hier ist, was wir über die Markteinführung wissen und warum Samsung dieses Jahr auf Nummer sicher geht.
Jedes Jahr warten Millionen von Android-Fans sehnsüchtig auf die Vorstellung der neuen Flaggschiff-Serie von Samsung. In diesem Jahr wird die Galaxy S26-Serie voraussichtlich im Februar oder März auf den Markt kommen. Zwar gibt es noch kein bestätigtes Datum für die Markteinführung, aber verschiedene Leaks geben bereits einen ersten Einblick in das, was uns erwartet. Dazu gehört ein neuer Bericht, der klarstellt, welche Modelle kommen werden, und die Nachricht könnte einige Fans überraschen.
Samsung enthüllt, welche Galaxy S26-Modelle kommen werden
Eine Werbebroschüre von Samsung Colombia, die inzwischen entfernt wurde, ist kürzlich durchgesickert und hat die Galaxy S26-Modelle enthüllt, die wahrscheinlich auf dem kommenden Samsung Unpacked-Event vorgestellt werden (via SamMobile).
Laut der PDF-Datei umfasst die neue Produktreihe das Galaxy S26, S26+ und S26 Ultra, neben aktuellen und älteren faltbaren Smartphones. Bemerkenswert ist, dass das gerüchteweise angekündigte Galaxy S26 Pro nicht in der Liste auftaucht, obwohl frühere Berichte darauf hindeuteten, dass es das S26+-Modell ersetzen könnte. Auch ein Galaxy S26 Edge wurde nicht erwähnt.

Wird es ein Galaxy S26 Pro oder Edge geben?
Das Fehlen eines Edge-Modells zum jetzigen Zeitpunkt ist verständlich, da Samsung es auf einer separaten Veranstaltung im Laufe des Jahres vorstellen könnte. Dies würde dem Muster folgen, das letztes Jahr mit dem Galaxy S25 Edge (Testbericht) eingeführt wurde. Samsung hatte das Galaxy S25 Serie (Test) zunächst im Januar auf den Markt gebracht und einige Monate später im Mai die Edge-Variante folgen lassen.
Dies könnte jedoch auch ein Hinweis darauf sein, dass Samsung das Modell Galaxy Edge ganz aus dem Programm nimmt. Berichte von Ende 2025 deuteten darauf hin, dass das Edge die Verkaufserwartungen nicht erfüllte und dass das Unternehmen erwog, es aus dem Sortiment zu streichen. Wie dem auch sei, dieses Leck bestätigt die Zukunft der Edge-Marke nicht vollständig.
Samsung hat noch keine offiziellen Details zum Unpacked-Event bekannt gegeben, aber aktuelle Gerüchte deuten auf eine Ankündigung am 25. Februar hin. Die Geräte würden wahrscheinlich Anfang März, etwa zwei Wochen nach der Enthüllung, für die Öffentlichkeit erhältlich sein.
Plant Ihr dieses Jahr ein Upgrade auf das Galaxy S26? Welche Variante werdet Ihr Euch zulegen? Wir sind gespannt auf Eure Meinung in den Kommentaren.
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