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Künstliche Intelligenz

Project Genie ausprobiert: Googles Weltmodell, das Gaming-Aktien purzeln lässt


Ein einfacher Prompt erzeugt eine idyllische Welt, die man Sekunden später persönlich erkunden kann, und zwar mit einem Charakter nach eigenen Wünschen: Mit diesem Konzept versetzte Googles Project Genie am 30. Januar 2025 die Börse in Panik. Der GTA-Publisher Take-Two verlor 10 Prozent an Wert, die Spiele-Engine Unity sogar 21 Prozent. Investoren witterten eine einfache Alternative zur Spielentwicklung. Auf den ersten Blick erscheint das wie eine Überreaktion. Derzeit befindet sich der Prototyp noch im experimentellen Stadium, weshalb sich der generierte Erkundungstrip auf eine Länge von rund einer Minute beschränkt und nur eine stark eingeschränkte Interaktivität bietet. Dennoch ist es bereits überaus faszinierend, mit dem Web-Interface von Project Genie zu experimentieren.

Im Hintergrund kommt Googles „General Purpose World Model“ Genie 3 zum Einsatz. Es generiert nicht nur Bilder oder Videos, sondern auch dreidimensionale, begehbare Welten. Als Vorlage genügen zwei Prompts oder auf Wunsch auch der Upload eines Fotos. Nach nur rund 30 Sekunden Wartezeit flattert man etwa als Vogel über die Hamburger Speicherstadt, läuft in der Ego-Perspektive durch den Wald oder steuert eine Forelle durch den Teich. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt, sofern das gewünschte Szenario im Trainingsmaterial enthalten ist. Nach dem interaktiven Ausflug lässt sich eine Videoaufzeichnung als MP4-Datei herunterladen. Die Auflösung beträgt derzeit 1280 × 704 Pixel bei 20 Bildern pro Sekunde (fps). Sound fehlt vorerst leider komplett. Zudem müssen Nutzer mit einem sichtbaren Wasserzeichen leben.

  • Googles Project Genie erzeugt in Sekunden nahezu fotorealistische 3D-Welten, die sich unmittelbar erkunden lassen.
  • Das bislang nur in den USA verfügbare Tool ließ mit seinen eindrucksvollen Bildern bereits die Börsenkurse großer Spielestudios purzeln.
  • Wir haben es ausprobiert und prüfen, wie viel Interaktivität und Einsatzmöglichkeiten die Technik bereits eröffnet.

Derzeit gibt es jedoch hohe Hürden bei der Nutzung: Das ausschließlich in der Cloud nutzbare Modell ist vorerst nur in den USA verfügbar – und auch dort nur für Inhaber des 250 Dollar teuren Premium-Abos „Google AI Ultra“. Dann darf man allerdings unbegrenzt viele Szenarien erstellen. Mit einem US-Google-Account und einem VPN konnten wir das Angebot bereits ausprobieren, um in Googles KI-Fantasiewelten abzutauchen. In diesem Erfahrungsbericht untersuchen wir die Faszination hinter dieser noch experimentellen Technik, ihren aktuellen Nutzwert für Spiele oder Videos und ihre technischen Einschränkungen. Zusätzlich geben wir Tipps für Prompts und schätzen ein, ob das Weltmodell der traditionellen Spielentwicklung in absehbarer Zukunft gefährlich werden könnte.


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E-Ink-Notiztablets im Vergleich: Das richtige Gerät für Ihre Zwecke


E-Ink-Notiztablets sind längst mehr als digitale Schreibkladden. Manche ersetzen den E-Book-Reader, andere sind mit offenem Android besonders vielfältig einsetzbar – und einige erleichtern die Arbeit mit KI. Unser Ratgeber hilft Ihnen, das richtige Gerät für Ihre Zwecke zu finden.

Wie bei klassischen Tablets steht auch bei Notiztablets die Systemfrage an erster Stelle. Allerdings ist sie schwieriger zu beantworten, weil die Auswahl deutlich größer ist. Während man sich bei Tablets lediglich zwischen iPadOS und Android sowie allenfalls noch Windows entscheiden muss, verpasst fast jeder Hersteller von Notiztablets deren Betriebssystemen einen ganz eigenen Anstrich.

  • Die Auswahl an E-Ink-Notiztablets wächst beständig. Es gibt Generalisten, Arbeitstiere und E-Reader mit Extras.
  • Dank bunten E-Ink-Displays eignen sich manche Tablets ideal fürs Lesen von Comics.
  • Einigermaßen ordentliche Handschriften wandeln fast alle Geräte treffsicher in Text um.

Grob lassen sich die Geräte in drei Kategorien einteilen: puristische Schreibgeräte, Android-Allrounder und E-Reader mit Extras. Je nachdem, wie die eigenen Anforderungen aussehen, lassen sich so schnell zwei Drittel aussortieren.


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Unbekannte senden falsche Katastrophenwarnung an Handys in Brasilien


Das ist wohl der Albtraum einer jeder Katastrophenschutzbehörde: Unbekannten Akteuren ist es gelungen, falsche Warnmeldungen über Brasiliens staatliches Warnsystem zu versenden. Die Behörden vermuten Cyberkriminelle hinter dem Vorfall. Derweil untersucht die Regierung, wie das passieren konnte.

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In der Nacht auf Samstag (Ortszeit) leuchteten in mehreren Regionen Brasiliens etliche Smartphones auf. Sie zeigten eine Warnung der höchsten Kategorie „Alarmstufe extrem“ und eine Nachricht des Zivilschutzes mit dem kryptischen Inhalt „misantropi4“ an. Der kryptische Part wird allgemein als das brasilianische Wort für Menschenhass, „misantropia“ interpretiert, wobei ein a durch eine 4 ersetzt wurde, typisch für den sogenannten „leet speak“ in der Hackerszene. Empfangen wurden die Warnungen in den Bundesstaaten São Paulo, Mato Grosso do Sul, Rio de Janeiro, Paraná und dem brasilianischen Bundesdistrikt, teilte die brasilianische Regierung mit – sie zählte insgesamt zehn der dubiosen Warnmeldungen an etliche Geräte.

Gesendet wurden die Nachrichten per Cell Broadcast, eine Technologie, die seit 2022 auch in Deutschland zu Einsatz kommt. Sie ermöglicht das Versenden von Warnungen etwa vor extremen Wetterlagen oder Gefahrensituationen an Handys in den jeweils betroffenen Regionen – ganz ohne eigens dafür installierte App. Zu hören jedes Jahr am bundesweiten Warntag, wenn hierzulande alle Handys testweise bimmeln.

Nach dem jetzigen Vorfall ist die Cell-Broadcast-Plattform der brasilianischen Regierung vorübergehend außer Betrieb. Die Regierung geht von einem Cyberangriff aus und hat forensische Ermittlungen eingeleitet. Wieviele Geräte die Angreifer letztlich erreichen konnten, das ließe sich aktuell nicht bestimmen, da es sich um eine „inoffizielle“ Warnung handele, erklärte Wolnei Wolff, verantwortlicher Sekretär des Ministeriums für Integration und regionale Entwicklung.  Er verwies auf die laufende Untersuchung, die sehr bald Ergebnisse liefern werde und die Plattform zudem sicherer machen solle.

Betreiber des Warnsystems ist Brasiliens nationale Kommunikationsagentur Anatel, sie sieht die Ursache offenbar nicht bei den Telekommunikationsanbietern, über deren Infrastruktur die Warnungen letztlich gesendet werden. Stattdessen verweist sie in ihrer Presseerklärung ebenfalls auf die Warnplattform des Zivilschutzes.

Neue Erkenntnisse über den Hergang des Angriffs dürften auch für andere Staaten interessant sein, die ebenfalls ein Cell-Broadcast-System nutzen – etwa Deutschland. Auch hier gab es schon einen Missbrauch nationaler Warnsysteme, allerdings keine Cyberattacke. Über die Warn-App Katwarn rief die Kreisverwaltung von Bad Dürkheim in Rheinland-Pfalz vorigen Sommer tausende Menschen dazu auf, das Pfalzlied zu singen. Hintergrund war der laufende Dürkheimer Wurstmarkt, bei dem gerade ein Fernsehteam vor Ort war. Die Behörde räumte den Vorfall ein und sprach von einem Fehler.

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(nen)



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Agentic QA: Wie KI-Agenten die Qualitätssicherung transformieren


Mit dem Aufkommen der LLMs hat sich das Tempo von Innovation und Wandel im Bereich des Softwaretestens neu definiert.

KI-Agenten können die Schwerarbeit übernehmen – Tests generieren, Protokolle analysieren und Schnittstellen überwachen –, während sich Experten darauf konzentrieren, Ergebnisse auszuwerten, Risiken einzuschätzen, die Qualität der KI-Ergebnisse sicherzustellen und KI-gesteuerte Prozesse zu steuern.

Die Rolle des Teams erweitert sich: Qualitätsexperten können nun strategisch über Risiken nachdenken, Fachwissen zur Abstimmung von Geschäft und Technologie einbringen und die Verhaltensoptimierung intelligenter Testagenten steuern. In dieser neuen Ära ist ihre Arbeit dynamischer, fokussierter und unverzichtbarer denn je.


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