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Künstliche Intelligenz

Bahn-Vorstand macht Deutschlandticket für ICE-Verluste verantwortlich


Das Deutschlandticket steuert auf eine neue Ära zu, doch der Weg dorthin gleicht einer politischen Berg- und Talfahrt. Aktuelle Daten aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken verdeutlichen die hohe Popularität des Angebots: Im gesamten Jahr 2025 wurden insgesamt rund 170,8 Millionen Tickets verkauft. Allein im Oktober und November waren es je 14,7 Millionen.

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Das markiert eine deutliche Steigerung gegenüber den Vorjahren: 2023 wurden seit der Einführung im Mai insgesamt 64,3 Millionen Stück abgesetzt; 2024 stieg die Zahl auf 156,2 Millionen. Trotz dieses Zuspruchs wird das populäre Öffi-Abo im politischen Berlin unter Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) primär als finanzielle Last diskutiert. Diese Sichtweise stößt bei Fahrgastverbänden auf scharfe Kritik.

Auffällig ist laut der aktuellen Statistik der Exekutive die Resilienz der Fahrgäste gegenüber Preissteigerungen. War das Ticket 2023 und 2024 noch für 49 Euro zu haben, kletterte der Preis zum 1. Januar 2025 auf 58 Euro nach oben. Dennoch erreichten die Verkaufszahlen einen neuen Höchststand.

Der Deutsche Bahnkunden-Verband (DBV) rechnet nun vor, dass die staatlichen Zuschüsse von jeweils 1,5 Milliarden Euro durch Bund und Länder im Verhältnis zum Nutzen gering ausfielen. Heruntergebrochen auf die einzelnen Abonnenten entspräche dies einer jährlichen Förderung von lediglich 17,56 Euro. Zum Vergleich: Die staatliche Subventionierung eines einzelnen Elektroautos mit mindestens 3000 Euro könnte rechnerisch über 170 Jahre lang ein Deutschlandticket finanzieren.

Inmitten dieser Debatte sorgt eine interne Schuldzuweisung bei der Deutschen Bahn für zusätzlichen Zündstoff. Michael Peterson, DB-Vorstand für den Fernverkehr, machte das Deutschlandticket in einem Interview für signifikante Fahrgastverluste in ICEs verantwortlich. Rund 15 Millionen Kunden seien durch das günstigere Nahverkehrsangebot aus den Fernzügen „abgezogen“ worden.

Fahrgastvertreter wie Detlef Neuß von Pro Bahn bezweifeln diese Darstellung gegenüber Correctiv. Es dränge sich der Verdacht auf, dass die Pauschalofferte als Sündenbock für hausgemachte Probleme herhalten müsse. Die Bilanz der Bahn für 2025 spricht eine deutliche Sprache: Berichten zufolge erwirtschaftete der Konzern einen Verlust von 2,3 Milliarden Euro, wobei allein die Fernverkehrssparte mit Abschreibungen in Milliardenhöhe belastet sein soll.

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Auch Carl Waßmuth vom Bündnis „Bahn für alle“ sieht die Ursachen eher in der maroden Infrastruktur und mangelhaftem Wagenmaterial als im Erfolg des umkämpften Tickets.

Die Bundesregierung scheint derweil wenig Interesse an einer detaillierten Analyse für Kündigungsgründe zu haben. Auf die Frage nach den Auswirkungen der Preiserhöhung auf 58 Euro zum Januar 2025 erklärte sie lediglich, die Nutzerzahlen seien laut Datenmonitor nur kurzzeitig geringfügig gesunken. Konkrete Daten zu Kündigungswellen liegen dem Verkehrsministerium laut eigener Aussage nicht vor, da die Statistik lediglich die monatlichen Gesamtstückzahlen ausweist.

Auch zu Fragen über die Verteilung zwischen Chipkarten und Smartphone-Nutzung sowie über Betrugsquoten herrscht in der Regierungsantwort weitgehend Leere. Für die kommenden Jahre ist die Finanzierung zwar durch das Regionalisierungsgesetz bis 2030 mit jährlich 1,5 Milliarden Euro gesichert. Doch die politische Vision für eine echte Verkehrswende scheint zu fehlen. Verbände verlangen eine konsequente Aktivierung von Verbesserungspotenzialen – insbesondere vor dem Hintergrund der weiteren Preissteigerung auf 63 Euro zum Januar 2026.

Ziel muss es laut ÖPNV-Befürwortern sein, das Ticket nicht nur als sozialen Puffer, sondern als zentralen Baustein eines modernen, leistungsfähigen Nahverkehrs zu begreifen. Die steigenden Nutzerzahlen bestätigen jedenfalls den Bedarf an einem attraktiven und unkomplizierten Angebot in diesem Bereich.

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(nen)



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Nach IT-Vorfall bei Amazons One Medical droht Veröffentlichung von Daten


One Medical hat einen IT-Sicherheitsvorfall bestätigt. Nach Angaben der Amazon-Tochter verschafften sich Unbekannte zwischen dem 8. und 11. Juni 2026 Zugriff auf ein Dateispeichersystem eines Drittanbieters, in dem archivierte Daten von Patienten von One Medical Seniors sowie der übernommenen Gesundheitsorganisation Iora Health gespeichert waren. Der Vorfall wurde demnach am 13. Juni entdeckt; das Unternehmen sperrte den Zugriff und leitete eine Untersuchung ein.

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Iora Health war auf die Versorgung älterer Patienten spezialisiert und wurde 2021 von One Medical übernommen. One Medical beschreibt sich als digital gestützten Dienstleister für den Zugang zur Gesundheitsversorgung, der rund um die Uhr über Telefon oder ein Online-Formular erreichbar ist. Iora Health firmiert heute unter dem Namen One Medical Seniors. Laut einer Mitteilung betrifft der Vorfall ausschließlich bestimmte Altbestände von One Medical Seniors.

Betroffen seien dem bisherigen Kenntnisstand zufolge demografische und klinische Daten von Patienten der laut Website bisher angebundenen Standorte in Atlanta, Cape Cod, Charlotte, Denver, Houston, Phoenix, Seattle, Tucson und der Region Piedmont Triad. Andere One-Medical-Kliniken, Dienste oder das elektronische Patientenaktensystem seien nicht betroffen. Betroffene Patienten will das Unternehmen nach Abschluss der Untersuchung benachrichtigen.


Leaksite-Eintrag Shiny Hunters

Leaksite-Eintrag Shiny Hunters

Drohung auf der Website von Shiny Hunters

(Bild: heise medien)

Die Ransomware-Gruppe ShinyHunters behauptet, 8,8 Terabyte Daten von One Medical erbeutet zu haben, und droht mit einer Veröffentlichung, falls bis zum 22. Juni keine Verhandlungen aufgenommen werden.

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One Medical gehört seit 2023 zu Amazon. Der Konzern hatte die Übernahme des Betreibers von Gesundheitszentren und Telemedizin-Angeboten bereits 2022 angekündigt. Für rund 3,5 Milliarden US-Dollar übernahm Amazon das Unternehmen 1Life Healthcare, das unter der Marke One Medical in den USA mehr als 180 Gesundheitszentren betreibt. Mit der Akquisition baute Amazon seine Aktivitäten im Gesundheitssektor deutlich aus.

Der Vorfall wirft zudem Fragen zum Umgang mit übernommenen Altsystemen auf. Nach dem Angriff auf Change Healthcare hatte UnitedHealth eingeräumt, dass nach der Übernahme des Unternehmens im Jahr 2022 zunächst unterschiedliche Systeme auf einen gemeinsamen Sicherheitsstandard gebracht werden mussten. Change Healthcare betreibt zentrale Abrechnungs- und Zahlungsdienste für Krankenhäuser, Ärzte, Apotheken und Versicherungen in den USA.

Die Angreifer waren dort über kompromittierte Zugangsdaten in ein Citrix-Portal eingedrungen, das für den Fernzugriff auf Systeme genutzt wurde und nicht mit Multi-Faktor-Authentifizierung abgesichert war. Der Vorfall betraf fast 200 Millionen Menschen, hauptsächlich aus den USA.

Sowohl One Medical als auch UnitedHealth waren bereits vor den jeweiligen Sicherheitsvorfällen Gegenstand kritischer Berichterstattung. Während bei One Medical organisatorische Probleme in der Patientenbetreuung thematisiert wurden, steht UnitedHealth seit Jahren wegen seiner Größe, Marktmacht und Geschäftspraktiken unter Beobachtung, auch vom „meistgehassten Versicherer“ war laut Die Zeit die Rede.


(mack)



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iX-Workshop: Der schnelle Weg zum iSAQB-zertifizierten Softwarearchitekten


Moderne Softwarearchitekturen müssen heute skalierbar, wartbar und langfristig tragfähig sein. Genau hier setzt der viertägige iX-Workshop Softwarearchitektur: iSAQB CPSA Foundation Level mit iSAQB-Zertifizierung an.

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Der Workshop bietet eine strukturierte Einführung in die Grundlagen der Softwarearchitektur nach dem Curriculum des International Software Architecture Qualification Board (iSAQB). Sie lernen zentrale Methoden, Techniken und Werkzeuge kennen, um tragfähige Architekturen zu entwerfen und systematisch weiterzuentwickeln.

Im Fokus stehen dabei grundlegende Architekturkonzepte, strukturierte Vorgehensweisen im Entwurf sowie typische Entscheidungsprozesse in der Softwarearchitektur. Die Inhalte werden durch praktische Übungen ergänzt, in denen Sie das Gelernte direkt anwenden.

Der Workshop dient als offizielle Vorbereitung auf die Prüfung zum „Certified Professional for Software Architecture – Foundation Level (CPSA-F)”, die im Anschluss abgelegt werden kann.

Sie profitieren von der direkten Anleitung durch Ihren Trainer Josef Pischel, einen erfahrenen Softwareentwickler und -architekten. Er verfügt über umfangreiche Praxiserfahrung in der Java-Entwicklung, mit Docker und Kubernetes sowie in der Leitung von Entwicklungsteams. In seinen Projekten unterstützt er Unternehmen bei der strategischen Weiterentwicklung ihrer Softwarearchitekturen und verbindet dabei fachliche Tiefe mit praxisnaher Umsetzung.

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Der Workshop richtet sich an Softwareentwickler und -architekten, die eine fundierte Einführung in die Softwarearchitektur suchen und sich auf die iSAQB CPSA-F Zertifizierung vorbereiten möchten.


Upgrade for Skills

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(ilk)



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Energiewende in Zahlen: Wo wir stehen und wo wir hinwollen


Bis 2030 will Deutschland 80 Prozent des Stromverbrauchs durch erneuerbare Energien decken. Bis 2045 soll es sogar 100 Prozent sein. Bei diesen ambitionierten Zielen stellt sich die Frage, wie das klappen soll.

Die größte Herausforderung ist, dass mehr Anlagen und ausgebaute Leistung nicht automatisch mehr zur Verfügung stehenden Strom bedeuten. Das Stromnetz muss die produzierte Menge aufnehmen, transportieren und notfalls speichern können. Erfüllt es diese Anforderungen nicht, hat man nur die Hälfte des Problems gelöst. Stünde all der Strom zur Verfügung, den man in der Theorie bereits produzieren kann, wäre Deutschland mit der Energiewende schon einen großen Schritt weiter.

  • Die Ziele der Energiewende für 2030 und 2045 stellen eine enorme Herausforderung dar.
  • Im EU-Vergleich liegt Deutschland über dem Schnitt, aber weit hinter Spitzenreitern wie Norwegen.
  • Der Netzausbau ist eine wirksame Bremse gegen teure Redispatch-Kosten.
  • Batteriespeicher spielen eine tragende Rolle für eine bessere Netzintegration der Erneuerbaren.
  • Produktionskosten für Strom aus erneuerbaren Energien sinken perspektivisch.

Wir zeigen anhand von Daten und Grafiken, wo Deutschland in Bezug auf die Ziele aktuell steht, wie der Weg zur Klimaneutralität aussehen kann und welche Faktoren uns ausbremsen.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Energiewende in Zahlen: Wo wir stehen und wo wir hinwollen „.
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