Künstliche Intelligenz
Skandal um Grok: Das steckt hinter den sexualisierten KI-Fotos auf X
„Hey @grok, put her in a bikini“ – dieser Satz genügt, um einen alltäglichen Schnappschuss in ein freizügiges Foto zu verwandeln. Das Problem: Grok, der Chatbot von Elon Musks Firma xAI, prüft nicht die zum Entkleiden verwendeten Bilder. Entsprechend fluten Nutzer die Plattform seit Anfang Januar 2026 mit unerlaubt erstellten Bikini-Fotos – vor allem von jungen und teils sogar minderjährigen Frauen.
Dies verletzt nicht nur Persönlichkeitsrechte, sondern könnte sogar das Strafrecht betreffen: Grok ist technisch in der Lage, pornografische Inhalte abzubilden – ungeachtet des Alters der abgebildeten Kinder. Nach aktuellem Stand könnte jeder von diesem Missbrauch betroffen sein, ohne es zu wissen: Bereits ein Foto im Netz genügt. Erst zwei Wochen nach Beginn des Skandals schränkte X die Bilderstellung mit Grok ein.
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VW ID.3: Das müssen Sie für mehr Leistung und Reichweite bezahlen
Technische Weiterentwicklungen, effizientere Fertigungen und nicht zuletzt schlicht ausgestattete Basismodelle mit kleinen Batterien haben den Wechsel hin zum Elektroauto günstiger gemacht. Doch die preislich verlockend wirkenden Einstiegsvarianten genügen nicht jedem: So mancher benötigt mehr Reichweite, andere wünschen sich mehr Leistung. Anforderungen, die die teureren Konfigurationen oftmals erfüllen. Was dieses Aufrüsten für die Anschaffungs- und Unterhaltskosten bedeutet, zeigen wir am Beispiel des VW ID.3 (Test).
Der elektrische Kompaktwagen wird seit 2020 ausgeliefert und hatte zunächst mit schlechter Kritik aufgrund einer enttäuschenden Innenraum- und Verarbeitungsqualität sowie unfertiger Software zu kämpfen. Eine umfangreiche Überarbeitung im Jahr 2023 und diverse Änderungen an den Konfigurationen später zählte der ID.3 im Jahr 2025 entgegen den ursprünglichen Erwartungen zu den populärsten Elektroautos in Deutschland – ausgehend von der Zahl der Neuzulassungen.

- VW bietet den ID.3 mit drei unterschiedlichen Batteriekapazitäten und in fünf Leistungsstufen an, klassische Ausstattungslinien wie etwa beim Golf gibt es nicht.
- Für eine Variante des ID.3 bietet VW die nachträglich Erhöhung der Motorleistung an – wahlweise als Einmalkauf oder im monatlichen Abo.
- Im ID.3 kommen zwei unterschiedliche Motorvarianten – APP310 und APP550 – zum Einsatz. Letzere arbeitet effizienter, ist aber den teuersten Modellvarianten vorbehalten.
Im Januar 2026 können Interessierte zwischen drei Batteriegrößen und vier unterschiedlich leistungsfähigen Motoren wählen. Allerdings erlaubt VW keine freie Konfiguration, sondern schnürt – temporäre Sondermodelle ausgeklammert – fünf Pakete. Deren Preise reichen von 33.330 Euro bis zu 48.725 Euro, die sich mit Sonderausstattung weiter nach oben treiben lassen. Im Folgenden erklären wir die Abhängigkeiten, die zwischen Batterie, Motor und Ausstattung bestehen, und was das für Ihre Geldbörse bedeutet.
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Filialnetz dünnt aus – was wird aus Saturn?
Das Filialnetz der Elektronikmarktkette Saturn wird auch nach der geplanten Übernahme durch den chinesischen Onlinehändler JD.com schrumpfen. Weitere Standorte sollen geschlossen und in MediaMarkt-Filialen umgewandelt werden. Das bestätigte eine Sprecherin des Mutterkonzerns Ceconomy der Deutschen Presse-Agentur auf Nachfrage. Dennoch möchte man an beiden Marken festhalten.
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Die Zahl der Saturn-Märkte ist zuletzt deutlich gesunken. Vor einigen Jahren gab es in Deutschland noch etwa 150 Geschäfte, aktuell sind nur noch 53 geöffnet. Die Anzahl der MediaMarkt-Filialen wuchs durch die Umfirmierungen auf 351.
Welche Strategie steckt dahinter?
Laut Ceconomy wird sich dieser Trend fortsetzen. Ob eine Saturn-Filiale als MediaMarkt weiterbetrieben wird, hängt der Sprecherin zufolge von umfassenden Umfeld- und Marktanalysen ab. Je nach lokalen Gegebenheiten werde entschieden, welche Marke das beste Kundenerlebnis biete. In der Vergangenheit war das Vorgehen auch damit begründet worden, dass Kunden immer weniger zwischen den Marken unterscheiden würden. Wie viele Saturn-Filialen mittelfristig erhalten bleiben, ließ Ceconomy offen.
Trotz der Umstrukturierung bekennen sich der bisherige Mutterkonzern und der neue Mehrheitseigner klar zu Saturn. „Mit Saturn und MediaMarkt haben wir zwei wertvolle Marken in Deutschland“, sagte die Ceconomy-Sprecherin. „Wir stehen zu ihnen – und wir werden beide stärken. Wir haben Kunden, die MediaMarkt lieben, und Kunden, die Saturn lieben.“ JD.com erklärte, die bestehende Markenstrategie zu unterstützen. MediaMarkt und Saturn sollen demnach als eigenständige Marken beibehalten werden.
Nur noch eine Marke im europäischen Ausland
Mit mehr als 1000 Geschäften in elf Ländern ist MediaMarktSaturn Europas größter Elektronik-Fachhändler. Im europäischen Ausland gibt es nur noch die Marke MediaMarkt. Früher waren beide Ketten Konkurrenten. Die erste Saturn-Filiale wurde 1961 in Köln eröffnet, der erste MediaMarkt 1979 in München. Die Einzelhandelskette übernahm den Wettbewerber Saturn 1990. Einige Jahre später besaß die Metro AG die Mehrheit an beiden Marken.
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Ceconomy entstand 2017 als Abspaltung von Metro und führte die Marken weiter, um verschiedene Zielgruppen anzusprechen. Für Kunden sind die Unterschiede inzwischen jedoch kaum noch erkennbar. Die Sortimente ähneln sich stark. Viele Produkte gibt es sowohl bei MediaMarkt als auch bei Saturn zu kaufen. Auch Angebote und Werbung gleichen sich.
JD.com: Entscheidung steht noch aus
Der chinesische E-Commerce-Riese JD.com steht vor der Übernahme von Ceconomy. Bis zum Ende der Annahmefrist Anfang Dezember sicherte sich der Konzern knapp 60 Prozent der Anteile. Das Aktienpaket, das JD.com nun kontrolliert, liegt höher.
Final entschieden ist der Deal allerdings bislang nicht. Zwar hat das Bundeskartellamt bereits zugestimmt, doch stehen noch Genehmigungen des Bundeswirtschaftsministeriums sowie weiterer EU-Staaten aus. Zudem prüft die EU-Kommission, ob der Wettbewerb in Europa beeinträchtigt werden könnte. JD.com rechnet damit, dass die Übernahme in der ersten Jahreshälfte abgeschlossen sein wird.
JD.com ist mit einem Jahresumsatz von knapp 159 Milliarden US-Dollar (2024) laut dem Forschungsinstitut EHI größter chinesischer Handelskonzern und zählt auch weltweit zu den zehn größten. In Deutschland ist das Engagement bislang gering. JD.com testet den Onlineshop Joybuy, der offizielle Start ist noch für dieses Jahr geplant.
(dmk)
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Montag: Smartphonehersteller gegen Indien, Datenschutzpanne bei Lohnabrechnungen
Betriebssysteme von Smartphones sollen in Indien künftig diverse Sicherheitsstandards erfüllen müssen, die den Herstellern überhaupt nicht schmecken. Denn diese befürchten, indischen Behörden damit Geschäftsgeheimnisse wie proprietären Quellcode preisgeben müssen. Die Branche protestiert gegen die indischen Pläne. Hierzulande hat ein mangelhafter Reparaturversuch im Lodas-System zur Fehlzustellung sensibler Mandantendaten bei der Datev geführt und Kunden in Erklärungsnot gebracht. Denn Lohnabrechnungen wurden versehentlich an die falschen Adressaten verschickt, als Datev-Techniker eine Störung im Rechenzentrum beheben wollten. Derweil ist Piraterie beim Virtual-Reality-Headset Meta Quest leicht zugänglich, weitverbreitet und gut organisiert, was insbesondere an der einfach zu nutzenden Plattform „Rookie Sideloader“ liegt. Wir klären, was Entwickler und Meta zu dem Missstand sagen – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
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Indien will Smartphonehersteller zum Einhalten von insgesamt 83 Sicherheitsstandards verpflichten. Die stehen den Geschäftsinteressen der Unternehmen teilweise deutlich entgegen und werden von ihnen vehement abgelehnt. Denn dieser Anforderungskatalog enthält offenbar eine Reihe weitreichender Vorgaben, deren Erfüllung teilweise unrealistisch erscheint. Dazu gehört die Anforderung einer „vollständigen Sicherheitsbewertung“. Denn um diese überprüfen zu können, sollen indische Testlabore Zugriff auf den Quellcode der Smartphones bekommen. Dieser wird von den Herstellern jedoch argwöhnisch gehütet und externen Stellen in aller Regel nicht zugänglich gemacht. Deshalb fordert die Branche, den Vorschlag fallen zu lassen: Indien plant diverse Pflichten für Smartphonehersteller wie Quellcodezugriff.
Der Jahresauftakt verlief für viele Steuerberater und Personalabteilungen turbulenter als erhofft. Was zunächst als vermeintlich einfache technische Störung im Rechenzentrum des Nürnberger IT-Dienstleisters Datev begann, weitete sich innerhalb von 48 Stunden zu einer handfesten Datenschutzpanne aus. Betroffen war mit dem System Lodas eines der Flaggschiffe des Softwarehauses, das „individuelle Lösungen für Ihre Lohnbuchhaltung“ verspricht. Doch jetzt gab es Probleme mit „Probeabrechnungen“ zur Qualitätskontrolle, die wahllos an fremde Mandanten verschickt wurden. Damit gelangten teils sensible Daten in fremde Kanzleien und Firmen. Allerdings seien diese zur Verschwiegenheit verpflichtet, versichert die Datev nach dieser Datenpanne: Wenn die Lohnabrechnung beim Falschen landet.
Das größte VR-Ökosystem steht derzeit an mehreren Fronten unter Druck. Die Verkaufszahlen der Meta Quest sind rückläufig und Nutzer geben deutlich weniger Geld für Spiele aus als noch vor einigen Jahren. Auch das Publikum hat sich gewandelt: Meta Quest wird heute besonders intensiv von Kindern und Jugendlichen genutzt, die kostenlose Multiplayer-Erlebnisse bevorzugen. Studios, die klassische Singleplayer-Spiele entwickeln, haben mit einbrechenden Umsätzen zu kämpfen und sind vielfach von Entlassungen oder Schließungen betroffen. Einer der Gründe ist eine florierende Piraterie-Szene, denn die mit Abstand meistgenutzte Plattform „Rookie Sideloader“ vereinfacht die Verbreitung raubkopierter VR-Spiele: Auf Meta Quest grassiert die Piraterie.
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Die juristische Auseinandersetzung über die dynamische Einbindung von Google Fonts geht in die nächste und entscheidende Runde. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat ein Verfahren ausgesetzt, um dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) drei zentrale Fragen zur Vorabentscheidung vorzulegen. Der Fall könnte das Ende für ein Geschäftsmodell bedeuten, das in den vergangenen Jahren tausende Webseite-Betreiber in Atem hielt: die systematische Provokation von Datenschutzverstößen zum Zweck massenhafter Abmahnungen. Der EuGH soll entscheiden, ob dynamische IP-Adressen immer personenbezogen sind und Abmahnwillige Datenschutzverstöße gezielt in industriellem Maßstab provozieren dürfen, um abzukassieren bei der Google-Fonts-Abmahnwelle: BGH schickt Grundsatzfragen zu IP-Adressen an den EuGH.
In den vergangenen Tagen haben mehrere Nutzer offenbar unabhängig voneinander Angebote für Valves neue Steam Machine im Onlineshop der großen tschechischen Handelskette Smarty.cz entdeckt. Auffällig daran sind die Preise, die sich im Quelltext der Webseite finden. Inklusive der tschechischen Umsatzsteuer von 21 Prozent kostet das Modell mit 512-GByte-SSD rund 988 Euro, die Version mit 2-TByte-SSD rund 1111 Euro. Der Aufpreis von 123 Euro entspricht den derzeit gängigen Marktpreisen für SSDs, der Rahmen erscheint also realistisch. Ob es sich dabei nur um Platzhalter handelt, wie sie in Onlineshops häufig eingesetzt werden, lässt sich allerdings nicht beurteilen: Erster Händler listet Steam Machine ab knapp 1000 Euro – aber das heißt wenig.
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(fds)
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