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So holst Du Deine Zielgruppe direkt ab
Menschen wollen keine platte Werbung mehr sehen – sie möchten sich verstanden fühlen, Inhalte erleben, etwas spüren. Du musst ihnen kein Produkt verkaufen, sondern ein Gefühl. Das beste Werkzeug dafür ist Digital Storytelling. Besonders auf Social Media, wo Inhalte in Sekunden überflogen werden, entscheidet eine gute Geschichte darüber, ob jemand weiterliest, weiterscrollt oder nicht.

Im schnelllebigen Social Media muss eine Geschichte gut erzählt sein, um im Gedächtnis zu bleiben.
Was genau ist Digital Storytelling eigentlich?
Digital Storytelling bedeutet, Geschichten mithilfe digitaler Medien zu erzählen. Es geht nicht nur darum, Inhalte zu posten, sondern darum, dass Du eine emotionale Verbindung zur Zielgruppe aufbaust. Im Zentrum stehen echte Erlebnisse, klare Botschaften und ein roter Faden, der durch alle Inhalte führt. Auf Social Media wird Digital Storytelling lebendig: Videos, Bilder, Texte und Sounds verschmelzen zu einem Format, das berührt und bewegt. Anders als klassische Werbung stellt Storytelling im Marketing nicht das Produkt in den Vordergrund, sondern die Geschichte dahinter. Es entstehen Inhalte, die Menschen nicht nur konsumieren, sondern auch teilen wollen und mit denen sie sich identifizieren können.
Storytelling im Marketing als Teil Deiner Strategie
Storytelling ist ein wichtiger Teil strukturierter Marketingstrategien. Vor allem im digitalen Raum, wo täglich unzählige Botschaften auf Deine Zielgruppe einprasseln, sorgt Storytelling im Marketing für Wiedererkennung Deiner Marke und emotionale Tiefe. Eine klare Erzählweise hilft Dir dabei, Deine Markenwerte greifbar zu machen und komplexe Inhalte verständlich zu vermitteln. Im Vergleich produkt- und/oder unternehmensorientierten Werbebotschaften bleibt eine gut erzählte Geschichte deutlich länger im Gedächtnis und erzeugt echtes Interesse. Wenn Du Storytelling strategisch einsetzt, schaffst Du eine Markenkommunikation, die Vertrauen zur Zielgruppe aufbaut und langfristig wirkt. Und das gilt übrigens branchenübergreifend: Für manche Branchen oder Unternehmen fällt es leichter, für andere braucht es etwas mehr Kreativität – aber glaube mir, hinter jedem Produkt und jeder Dienstleistung stecken Geschichten, die es wert sind, erzählt zu werden.
Warum Storytelling auf Social Media so gut funktioniert
Social Media ist der Ort, an dem Menschen sich austauschen, inspirieren lassen und emotional an Inhalte binden. Hier entfaltet Storytelling seine volle Wirkung. Geschichten aktivieren das Gehirn auf eine andere Weise als reine Informationen: Sie sprechen Emotionen an, erzeugen Bilder im Kopf und bleiben im Gedächtnis. Wenn Du auf Social Media erzählst, statt nur zu posten, machst Du aus passiven Followern aktive Zuhörer*innen. Storytelling bringt Deine Marke näher an die Menschen, weil es nicht nur zeigt, was Du machst, sondern warum Du es machst. Und genau das ist es, was Vertrauen schafft. Du erzählst eine Geschichte, mit der sich Deine Community identifizieren kann.
So findest Du Deine Geschichten für Dein Digital Storytelling
Du musst keine Heldengeschichte erfinden, um gutes Storytelling zu machen. Die besten Geschichten findest Du oft direkt in Deinem Alltag. Frage Dich: Was bewegt Dich bei Deiner Arbeit? Welche besonderen Erlebnisse hast Du mit Kund*innen gemacht? Welche Werte begleiten Dein Unternehmen? Bereits solche einfachen Fragen lassen sich erzählen und können bereits die Grundlage für wirkungsvolles Storytelling auf Social Media bilden.
Besonders gut funktionieren Geschichten, die Emotionen zeigen, Einblicke geben oder Nähe schaffen. Das kann ein Blick hinter die Kulissen sein, ein typischer Tag im Team, eine gelöste Herausforderung, eine ehrliche Erfahrung, ein Problem oder ein positives Kundenfeedback. Auch kleine Momente, über die Du sonst vielleicht hinwegsehen würdest, können den entscheidenden Unterschied machen.
Wichtig ist dabei nicht, dass Deine Geschichte perfekt ist. Entscheidend ist, dass sie authentisch wirkt und zu Dir passt.
Storytelling in Social Media: So geht’s
Storytelling klingt oft größer und komplizierter, als es in der Praxis wirklich ist. Im Kern geht es darum, eine Geschichte mit Anfang, Mitte und Ende zu erzählen, in einer Sprache, die Deine Zielgruppe versteht und fühlt. Dabei brauchst Du kein großes Budget und kein professionelles Set. Entscheidend ist, dass Du ehrlich und nachvollziehbar erzählst.
Wenn Du zum Beispiel erklärst, warum Du ein neues Produkt entwickelt hast, dann zeig den Weg dahin. Was war der Auslöser? Gab es ein Problem, das Du lösen wolltest? Was hat nicht gleich funktioniert? Und wie sieht das Ergebnis heute aus? Zeige die Menschen, die hinter Deinem Produkt stehen und nimm Deine Community mit auf diese Reise!
Auch kleine, alltägliche Situationen eignen sich hervorragend für Digital Storytelling auf Deinen Social-Media-Kanälen. Eine spontane Idee im Büro, eine Nachricht von einem*einer zufriedenen Kund*in oder ein Moment, in dem etwas schiefläuft und Du offen damit umgehst. Wichtig ist nur, dass Deine Inhalte nicht nur aus lose aneinandergereihten Informationen bestehen.
Die wichtigsten Elemente einer guten Story
Gute Geschichten folgen meist einer klaren Struktur. Diese fünf Elemente helfen Dir dabei, Deinen Social-Media-Content als echte Story aufzubauen:
- Ein klarer Ausgangspunkt: Wo beginnt die Geschichte, was ist der Auslöser?
Zum Beispiel: Du willst ein Problem lösen, das Dich oder Deine Kund*innen schon lange begleitet.
- Eine Hauptfigur: Zeig, wer betroffen ist. Das kann eine echte Person sein oder Dein Unternehmen.
Zum Beispiel: Lisa aus dem Team hatte die Idee, nachdem sie mit einer Kundin gesprochen hat.
- Ein Konflikt oder eine Herausforderung: Jede gute Story braucht einen Spannungsbogen.
Zum Beispiel: Die erste Version hat nicht funktioniert, aber ihr habt weitergemacht.
- Die Lösung: Erzähl, wie es weiterging und was daraus wurde.
Zum Beispiel: Nach vielen Versuchen entstand ein Produkt, das jetzt im Alltag überzeugt.
- Ein Gefühl oder eine Botschaft: Was soll bei Deiner Community hängen bleiben?
Zum Beispiel: Es lohnt sich, dranzubleiben, auch wenn es am Anfang schwierig ist.
Content-Formate für Dein erfolgreiches Digital Storytelling
Je nachdem, was Du erzählen möchtest, bieten sich verschiedene Formate auf Social Media an. Hier ein paar Ideen, wie Du Deine Geschichten authentisch und kreativ umsetzen kannst:
- Reels oder TikToks eignen sich besonders gut für kurze, emotionale oder unterhaltsame Storys.
- Instagram Stories bieten sich für spontane Einblicke und echte Alltagsmomente an.
- Karussellposts helfen Dir, eine Geschichte in mehreren Schritten aufzubauen.
- Längere Captions auf Instagram oder Facebook geben Dir Raum für persönliche und tiefere Einblicke.
- Behind-the-Scenes-Inhalte machen Deine Marke greifbar und nahbar.
Wähle immer das Format, das am besten zu Deiner Geschichte, Deiner Plattform und Deiner Zielgruppe passt. Wenn Inhalt, Form und Ton miteinander harmonieren, entsteht echtes Digital Storytelling mit Wirkung.
Plattform-Check: Welches Storytelling passt zu welcher Plattform?
Nicht jede Geschichte funktioniert auf jeder Plattform gleich gut. Jede Social-Media-Plattform hat eigene Formate, Zielgruppen und Besonderheiten. Deshalb solltest Du Dein Digital Storytelling gezielt auf die jeweilige Plattform abstimmen, anstatt überall denselben Inhalt zu teilen. Überlege Dir bei jeder Geschichte, wo sie am besten wirken kann und wie Du sie am besten erzählst. Hier zeige ich Dir, wie Storytelling auf Instagram, Facebook und TikTok funktioniert und was Du dabei beachten solltest.
Storytelling auf Instagram
Instagram lebt von Emotionen, Ästhetik und persönlicher Nähe. Besonders Reels, Stories und Karussellposts eignen sich ideal, um Geschichten visuell aufzubauen und mit Text, Musik und Videos zu verknüpfen. Reels sind perfekt für kurze, pointierte Geschichten. Du kannst zum Beispiel zeigen, wie ein neues Produkt entsteht, wie sich ein Prozess verändert hat oder welche Geschichte hinter einer Marke steckt.

Was uns in unserer täglichen Agenturarbeit auffällt: Geschichten über Menschen kommen in Instagram-Reels immer gut an.
Stories sind optimal, um Deine Community mit hinter die Kulissen zu nehmen oder den Alltag Deines Unternehmens zu zeigen. Karussellposts bieten Raum für strukturierte Geschichten in mehreren Schritten, zum Beispiel die Entwicklung eines Produkts oder der Weg eines*einer Kund*in.
Übrigens: In diesem Blog zeigt Dir meine Kollegin Tamara, wie Du Deine Stories auf Instagram zu echten Erfolgsmagneten machst. Zum Blog
Storytelling auf Facebook
Facebook eignet sich besonders gut für längere Geschichten mit mehr Kontext. Hier darfst Du ausführlicher erzählen und tiefer einsteigen. Persönliche Erfahrungsberichte, Gründungsgeschichten oder emotionale Einblicke in Dein Unternehmen funktionieren hier besonders gut. Auch die Kommentarfunktion spielt eine große Rolle. Wenn Deine Story berührt oder inspiriert, entsteht echte Interaktion.
Ein oft unterschätzter Hebel: Facebook-Gruppen! Sie sind ein zusätzlicher Ort, um Geschichten zu erzählen oder weiterzuerzählen. Hier kannst Du auch Inhalte aufgreifen, die Deine Community selbst teilt, und daraus neue Story-Formate entwickeln. Visuell darf es gerne hochwertig, aber nicht überinszeniert sein. Ehrlichkeit funktioniert besser als Perfektion.
Storytelling auf TikTok
TikTok ist direkt, schnell und voller kreativer Möglichkeiten. Damit Deine Story hier funktioniert, muss sie von Anfang an fesseln. Der Einstieg entscheidet, ob Nutzer*innen dranbleiben oder weiterscrollen. Erzähle persönliche, unterhaltsame oder überraschende Geschichten. Zeige zum Beispiel, wie etwas entstanden ist, nimm Deine Community mit durch Deinen Arbeitstag oder erzähle, was hinter einem scheinbar einfachen Produkt wirklich steckt.
Nutze Trends, Musik und Schnitttechniken gezielt, um Spannung aufzubauen und Emotionen zu transportieren. Der Fokus liegt auf Authentizität und Echtheit. Storytelling auf TikTok funktioniert dann am besten, wenn es natürlich wirkt und trotzdem gut durchdacht ist.
Übrigens, wenn Deine TikTok-Videos kaum gefunden werden, kannst Du in dem Beitrag von Kim zum Thema TikTok-SEO ein paar Tipps holen.
Storytelling auf LinkedIn
LinkedIn ist vor allem im B2B-Bereich relevant und eignet sich nicht für jede Art von Storytelling. Unterhaltung oder zu private Inhalte wirken hier oft fehl am Platz. Stattdessen steht professionelles und wertebasiertes Storytelling im Fokus. Hier funktionieren Geschichten, die Einblicke in Unternehmenskultur, persönliche Entwicklung, Teamarbeit oder Learnings aus dem Arbeitsalltag geben. Auch Kundengeschichten im B2B-Kontext oder Erfahrungen aus Projekten lassen sich gut erzählen. Wichtig ist ein seriöser, aber dennoch persönlicher Ton. Zeige Haltung und Persönlichkeit, ohne zu überinszenieren. Geschichten auf LinkedIn bauen Vertrauen auf und stärken gleichzeitig Deine Positionierung als Expert*in.
Storytelling in YouTube Shorts
YouTube Shorts sind für kurze, aufmerksamkeitsstarke Videos gedacht und bieten Platz für unterhaltsames, informatives oder emotionales Storytelling. Sie funktionieren ähnlich wie TikToks oder Reels, jedoch mit der Besonderheit, dass sie auch in den YouTube-Kosmos eingebettet sind. Du kannst zum Beispiel Mini-Dokus, Behind-the-Scenes-Einblicke oder Schritt-für-Schritt-Stories erzählen, die neugierig auf mehr machen und gleichzeitig Deine Markenwelt zeigen.
Storytelling Pinterest
Pinterest ist eine visuelle Suchmaschine, auf der Nutzer*innen gezielt nach Inspiration, Lösungen und Ideen suchen. Storytelling funktioniert hier subtil über Bildreihen, Moodboards und Text-Overlays. Du kannst eine Geschichte erzählen, indem Du zum Beispiel einen Prozess in mehreren Schritten visualisierst oder durch eine Pin-Serie eine Entwicklung dokumentierst. Besonders gut funktioniert Storytelling auf Pinterest in Bereichen wie Interior, DIY, Food, Mode, Coaching oder Persönlichkeitsentwicklung.
Nicht nur Storytelling funktioniert auf den verschiedenen Plattformen unterschiedlich – auch bei der Sprache im Allgemeinen gibt es Besonderheiten. Lies Dir dazu gern meinen Blogbeitrag durch und erfahre, wie Du Deine User auf den jeweiligen Kanälen am besten ansprichst. Jetzt lesen
So misst Du den Erfolg von Storytelling im Marketing
Storytelling lebt von Emotion und Verbindung. Trotzdem kannst Du ganz klar nachvollziehen, ob Deine Inhalte wirken. Um den Erfolg Deiner Storytelling-Marketing-Strategie zu bewerten, solltest Du zunächst festlegen, was Du mit Deiner Geschichte erreichen willst. Geht es um Reichweite, Engagement oder um den Aufbau von Vertrauen zur Marke?
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Für Sichtbarkeit kannst Du Kennzahlen wie Impressionen oder Videoaufrufe heranziehen. Möchtest Du Interaktionen fördern, sind Kommentare, geteilte Inhalte, gespeicherte Beiträge und Reaktionen besonders aufschlussreich. Diese Metriken zeigen Dir, ob Deine Story Aufmerksamkeit erzeugt und Emotionen auslöst.
Auch die Verweildauer spielt eine wichtige Rolle. Bei Videos ist besonders interessant, wie viele Nutzer*innen sich den Inhalt bis zum Ende ansehen. Reels, Stories oder TikToks, die durchgehend geschaut werden, sind ein starkes Zeichen für erfolgreiches Storytelling. Wenn Du zusätzlich mit Call-to-Actions arbeitest (was ich Dir stark empfehle), kannst Du auch Klicks oder Conversions auswerten.
Denke immer daran, dass nicht jede Wirkung sofort sichtbar ist. Gute Geschichten entfalten manchmal erst mit der Zeit ihren vollen Effekt. Deshalb lohnt es sich, sowohl auf Zahlen als auch auf das Feedback Deiner Community zu achten.
Fazit
Digital Storytelling hilft Dir dabei, Inhalte auf Social Media lebendig und relevant zu machen. Statt Dein Produkt in den Mittelpunkt zu stellen, erzählst Du Geschichten, die Menschen ansprechen und Emotionen auslösen. Genau das sorgt dafür, dass Beiträge länger angesehen, geteilt oder kommentiert werden.
Wichtig ist, dass Deine Geschichten klar aufgebaut sind und zur jeweiligen Plattform passen. Jede Social-Media-Plattform hat ihre eigenen Formate, Erwartungen und Nutzungsgewohnheiten. Wenn Du diese Unterschiede berücksichtigst, erreichst Du Deine Zielgruppe deutlich besser.
Am Ende gilt: Gute Geschichten bleiben im Kopf. Nutze Digital Storytelling deshalb bewusst, um Deine Inhalte verständlicher, nahbarer und interessanter zu machen – und um auf Social Media wirklich Aufmerksamkeit zu gewinnen.
Bildnachweis: Kaspars Grinvalds (Adobe Stock); Bild 2: Seokratie
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W Social startet Public Beta: Europas Antwort auf X
Wie Zeiter gegenüber dem ZDF erklärte, kommt das W im Alphabet vor dem X. Ein subtiler Seitenhieb auf Elon Musks Plattform. Zudem stehe das W für die beiden Begriffe Values und Verify. Die Plattform verbindet damit ihren Fokus auf europäische Werte mit dem Anspruch, die Identität ihrer Nutzer:innen einmalig zu verifizieren.
Die verpflichtende Identitätsprüfung gehört zu den zentralen Merkmalen von W Social. Nutzer:innen müssen sich bei der Registrierung einmalig mit einem Ausweisdokument und einem Selfie verifizieren. Nach Angaben des Unternehmens werden die übermittelten Daten anschließend gelöscht. Gespeichert werde lediglich ein verschlüsselter Token, der Mehrfach-Accounts verhindern soll. Gleichzeitig sollen User weiterhin unter einem Pseudonym aktiv sein können.
AT-Protokoll, europäische Investor:innen und Micropayments
Technisch setzt W Social auf das AT-Protokoll, das auch Bluesky nutzt. Dadurch lassen sich Profile und Inhalte zwischen kompatiblen Diensten übertragen. Das zugrunde liegende Netzwerk umfasst bereits mehr als 40 Millionen Accounts weltweit.
Finanziert wird W Social derzeit von rund 80 privaten Investor:innen aus Europa. Staatliche EU-Gelder fließen nicht in das Projekt. Auch eine Übernahme durch US-Konzerne soll laut Satzung ausgeschlossen sein. Demnach darf W Social ausschließlich Kapital von europäischen Unternehmen annehmen.
Werbung soll nach aktuellem Stand frühestens ab 2028 eingeführt werden. Ergänzend plant das Unternehmen ein Micropayment-Modell, mit dem Nutzer:innen einzelne Artikel oder Inhalte gegen kleine Beträge freischalten können.
Der Artikel wurde am 26. Januar 2026 erstmals veröffentlicht.
Eine neue Social-Media-Plattform soll sich ein Europa als Gegenmodell zu den großen US Playern etablieren. W Social heißt diese Plattform, die auf Transparenz, Datenschutz, Verifizierung und freie Meinungsäußerung setzt und damit den oft regierungsnahen Plattformen der USA etwas entgegensetzen soll. Das neue Medium soll in Europa gehostet und verwaltet werden. W Social geht für erste User bereits an den Start und kommt mit einem großen Versprechen und vielen Fragezeichen daher. Wir werfen einen Blick auf die Plattform, ihren Namen und eine Bekannte als CEO.
Grok:
Nacktbild-Skandal und Top-Platzierung im App Store

Das ist W Social: Trust your feed
Die Abhängigkeit der Digitalwelt und des Social-Media-Kosmos von großen US-Konzernen ist unstrittig. Zugleich aber machen einige Entwicklungen auf Plattformen wie X, Instagram, TikTok und Co. Sorgen. xAI zeigte zuletzt wieder des Öfteren, dass ein Mangel an Moderation für X und Grok zu großen Problemen wie illegitimen Deepfakes und Falschaussagen führen kann – im UK stand kürzlich sogar die Abschaltung von X im Raum. In den USA klagen die User der neuen US-TikTok-Version neben technischen Problemen auch über Reichweiteneinschränkungen bei kritischen Themen und den Verlust von Monetarisierungsoptionen. Eine politische Abhängigkeit durch die Nähe zur Trump-Regierung könnte sich verschärfen.
Die gibt es auch bei Meta. CEO Mark Zuckerberg nannte X vergangenes Jahr als Vorbild und setzte europäische Gesetze mit institutionalisierter Zensur gleich. Zudem nimmt die Machtkonzentration von Google beziehungsweise Alphabet zu man denke an die Deals für die Suchmaschine und Gemini –, obwohl in der jüngeren Vergangenheit oft von Teilzerschlagungen und regulatorischen Einschränkungen die Rede war.
Deshalb ist die digitale Souveränität in Europa mehr denn je ein Thema. Schon jetzt finden User in Europa einige Tech-Alternativen, zum Beispiel Mistral AI mit le Chat anstelle von ChatGPT. Doch andere Player wie Mastodon und XING können es in vielerlei Hinsicht nicht mit X und LinkedIn aufnehmen. TikTok, YouTube und Instagram als Riesenplattformen stehen weitgehend konkurrenzlos dar. Sie sind zentral für Creator, Brands und Advertiser.
Doch in Europa soll es mit W Social eine neue Option geben, die allen Usern mehr Unabhängigkeit verleiht. Prof. Dr. Anna Zeiter, zuvor Global Chief Privacy Officer und Vice President für Privacy, Data & AI Responsibility bei eBay, gibt als neue CEO Informationen zum neuen sozialen Netzwerk preis. Auf LinkedIn betont sie, dass es einen „dringenden Bedarf für ein soziales Medium, gebaut, gehostet und verwaltet in Europa“, gebe.
Das W in W Social steht zum einen stellvertretend für den Zusammenhalt – we –, zum anderen soll es zwei V-Buchstaben darstellen. Diese stehen für Values und Verification. Denn die Plattform soll als Ort für sicheres Datenteilen, transparente Strukturen und vor allem Unabhängigkeit von mächtigen Tech-Konzernen fungieren. Das Unternehmen hinter der Plattform ist aktuell W Social AB, welches der Swedish Data Protection Authority (Integritetsskyddsmyndigheten – IMY) unterliegt. Das geht aus den Privatsphärerichtlinien der Plattform-Seite hervor. Dort wird auch erklärt, dass zunächst nur einige User über den Datenzugriff der Plattform informiert werden.
Before we launch W Social publicly, we are inviting a small group to receive early updates and confidential information about W Social. This notice explains what personal data we collect during the pre launch phase, why we collect it, how we use and store it, with whom we share it, how long we keep it, and what rights you have. A separate and more detailed privacy policy will apply once the platform is launched […].
Aktueller Zugriff und Pläne für W Social
Es gibt bereits die Website wsocial.eu. Allerdings können vorerst nur User mit einem Code für den Early Access die Plattform nutzen. Sie wird im kleinen Kreis auf Invite-only-Basis getestet. Auf der Website sehen Besucher:innen aber schon, worauf das Team hinter der Plattform abzielt: eine Alternative zu US-Netzwerken und Social Media aus Asien zu schaffen.

Dabei soll diese Alternative die User als Menschen identifizieren und verifizieren. So sollen Bots und AI Creator als wenig authentische Elemente minimiert werden. Außerdem soll die enge Verknüpfung an die Datenschutzregeln der EU dafür sorgen, dass die User ihre Daten möglichst frei verwalten können, auch ohne mit agressiver Werbung konfrontiert zu werden. Stattdessen sollen hochwertige Inhalte, nicht zuletzt von journalistischen Medien, im Feed auftauchen und dort für Vertrauen sorgen. Der Claim der Plattform ist: „Trust your feed“. Creator, Marken und Medien, die dort posten, könnten an Einnahmen sogar direkt beteiligt werden, wie t-online berichet.
Unterdessen ist jedoch unklar, wie W Social finanziert werden soll. Zunächst sollen 1.000 VIP Leader für das Projekt gewonnen werden. W Social AB als Unternehmen hinter der Plattform fungiert als Subunternehmen von We Don’t Have Time AB, einer freien Plattform für den Klimaschutz, die von über 750 Investor:innen aus 15 Ländern per Crowdfunding finanziert wird. Der erste Teil der Finanzierung soll durch den We Don’t Have Time AB-Initiator Ingmar Rentzhog kommen. Eine Finanzierungsrunde wird für das zweite Quartal 2026 angstrebt.
Ebenfalls offen ist derzeit, wann W Social für alle geöffnet wird und wie die Plattform schnell User gewinnen kann. Für die Entwicklung zeichnet neben Prof. Dr. Anna Zeiter ein Gremium verantwortlich, dem unter anderem der frühere FDP-Politiker und Vizekanzler Philipp Rösler angehört, die Klimaexpertin Sandrine Dixson-Declève und Cristina Caffarra von der EuroStack Foundation. Sie werden einen Fokus auf eine freie Plattform legen, die auch offene Schnittstellen fördern dürfte. Noch ist nicht öffentlich einsehbar, inwieweit das Fediverse bedient würde. Aber die Übernahme von Postings und eventuell weiteren Elementen von anderen Plattformen könnte den Wechsel zu W Social fördern.
Außerdem wirbt W Social mit einer Algorithmuskontrolle und hohen Anforderungen an die Sicherheit und Authentizität – etwa durch die Notwendigkeit, sich mit einem Ausweis zu verifizieren. Der Washinton Post-Kolumnist Ishaan Tharoor zeigt auf X einen Ausschnitt aus dem Preview-Video zur Plattform.
In Davos, there’s a launch of a new social media platform called “W” to counter the misinformation on other social media platforms. Here’s part of their introductory video at the debut event. They tout actual verification and no bots, and being hosted on European servers. pic.twitter.com/hkr7tuCktc
— Ishaan Tharoor (@ishaantharoor) January 19, 2026
Ob W Social aber eine Chance hat, sich gegen die etablierten Player durchzusetzen, wird einerseits vom Monaterisierungsmodell abhängen – wird es Werbung geben? –, andererseits womöglich ebenso von den politischen Entwicklungen im Jahr 2026. Eine europäische Alternative zu X und Co. ist verlockend, kommt aber reichlich spät. Ihren Nutzen im Alltag von Millionen Usern muss diese erst beweisen, wobei gerade die hehren Ziele zu Datenschutz, Sicherheit und Co. für manche als Einstiegshürde gelten könnten. Wir dürfen auf die nächsten Schritte der Plattform gespannt sein.
Apertus LLM:
Schweiz startet offene ChatGPT-Alternative
– Europas Antwort auf Big-Tech-KI

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Burgergenuss auf Pferd: Burger King macht mit The BossHoss den Drive-in zum Western-Set
Alec Völkel und Sascha Vollmer alias The BossHoss reiten für Burger King
Pferde statt Autos: Burger King macht in einer neuen Digitalkampagne einen Drive-in zur Westernstation. Im Fokus stehen ein Burger aus der King’s Collection – und die zwei Cowboys von The BossHoss.
Burger King Most Wanted
In Szene gesetzt hat den Werbefilm, in dem die Musiker als Westernheldenn durch den Drive-in reiten, Grabarz & Partner. Die Kampagne wird seit 16. Juni auf den digitalen Kanälen des Unternehmens ausgespielt.
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Apple will Preise erhöhen – AI Boom als Grund
Das enorme Wachstum der KI-Lösungen und -Dienste sorgt für steigende Nachfrage nach Speicherchips, es kommt sogar zu Engpässen in der Lieferkette. Ein Grund dafür sind die großen Rechenzentren für KI-Unternehmen, die viele Chips in Anspruch nehmen. Und so könnten weltweit die Kosten für Smartphones, Laptops und andere Elektronik sowie RAM selbst deutlich steigen – nicht nur bei Apple.
Wann genau Apple die Preise erhöhen wird, welche Produkte betroffen sind und wie viel mehr die User zahlen müssen, ist noch unklar. Womöglich wird Tim Cooks Nachfolger John Ternus, bis dato Hardware-Chef des Konzerns, diese Entwicklung leiten. Ternus selbst war ein wichtiger Teil der Entwicklung des iPads und der AirPods und er verantwortet die Weiterentwicklung der Kernprodukte iPhone und Mac. Er war auch verantwortlich für den Launch des MacBook Neo, das die MacBook Experience für mehr User bereitstellen soll, da das Gerät günstiger als das klassische MacBook ist. Doch auch das MacBook Neo könnte teurer werden.
Dass Apple steigende Kosten in der Entwicklung zumindest zum Teil auch mit dem eigenen Konzerngewinn von immerhin knapp 30 Milliarden US-Dollar allein im eigenen zweiten Quartal des Fiskaljahrs, bei 111 Milliarden US-Dollar Umsatz, abfedern könnte, wird im Zuge der von Cook erwähnten Notwendigkeit nicht hervorgehoben. Allerdings möchte Apple das enorme Finanzwachstum in einem wettbewerbsstarken Tech-Markt keinesfalls gefährden. Genauso wenig wie die eigene Marktkapitalisierung, die derzeit bei über 3,8 Billionen Euro liegt.
Für noch mehr Umsatz bei Apple könnte neben den neuen iPhones, Macs, AirPods und Co. künftig auch das Werbegeschäft sorgen. Für dieses ist unter anderem die Integration von Ads in Apple Maps im Gespräch – wie es sie bei der Konkurrenz von Google Maps schon gibt.
Apple Maps wohl bald mit Werbung

Stelle OnlineMarketing.de als bevorzugte Quelle auf Google ein
Wenn du OnlineMarketing.de auf Google als bevorzugte Quelle einstellen möchtest, um auch in den Schlagzeilen auf Google immer aktuelle News und Tipps aus der Welt des Marketing und der Tech-Entwicklungen zu finden, kannst du einfach die Google-Quelleneinstellungen aufrufen und die Seite anwählen. Über das Stern-Icon neben den Top Stories kannst du ebenfalls bevorzugte Quellen für die spätere Suche speichern.

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