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So personalisierst du Gemini mit Personal Intelligence


Kein App Switching, keine Suche. Die Gemini Personal Intelligence lässt User zentrale Google Apps verbinden, um effizienter zu werden. Wir zeigen Beispiele und die Gefahr dahinter.

Die User haben danach gefragt, Google liefert: eine Möglichkeit, um die hochfunktionale KI-Assistenz Gemini zu personalisieren. Mit der neuen Personal Intelligence können User ihre Google Apps wie Gmail, YouTube oder auch den Google Calendar miteinander verbinden. Das erleichtert die Bewältigung zahlreicher Aufgaben und bringt im Handumdrehen Ergebnisse, wie erste Beispiele zeigen. Der immense Funktionsumfang und die stetig wachsende KI-Power von Gemini machen es möglich. Doch während Googles KI dabei ist, eine zentrale Machtposition im Wettbewerb einzunehmen, geht mit der Personal Intelligence ein großes Gefahrenpotential einher – trotz Googles Beteuerungen zur Absicherung.


Gmail startet in die Gemini-Ära:
KI-Posteingang, Suche per Frage, bessere Mails

Grafik mit Gmail-Logo und dem Schriftzug „Gmail in the Gemini era“, die den Start neuer KI-Funktionen in Gmail ankündigt.
© Google

Das ist Googles Personal Intelligence für Gemini: So wird die KI-Assistenz zur persönlichen Assistenz

Google möchte Gemini zur besten KI-Assistenz der Welt machen und zur meistgenutzten ebenso. Und so schreibt Josh Woodward, VP für Google Labs und Google Gemini, auf Googles Blog The Keyword:

The best assistants don’t just know the world; they know you and help you navigate it […].

Passend dazu hat das Unternehmen – seit 2016 schon als AI-first Company promotet – Gemini jüngst nicht nur umfassend in Gmail integriert und dort sogar AI Overviews und eine AI Inbox eingefügt. Auch die Verbindung mit diversen Google Apps ist dank der neuen Personal Intelligence jetzt möglich. Das Feature verknüpft Informationen aus verschiedenen Apps, um über die KI Lösungen für ganz unterschiedliche Bedarfe bereitzustellen. Du möchtest eine Reise planen, brauchst Hilfe bei der Produktauswahl vor Ort oder suchst einfach nach Vorschlägen, die deiner Person besonders gefallen könnten? Dann nutzt die Personal Intelligence Daten aus Gmail, Google Photos, Search und YouTube, um ein hyperpersonalisiertes Ergebnis zu liefern.

Josh Woodward liefert ein Beispiel: Er brauchte neue Reifen für sein Auto, war bereits zum Kauf vor Ort und war schließlich unsicher, welches Modell er brauchte. Er konnte aber Gemini fragen und mithilfe von Bildern seines Autos und Daten aus einer Gmail-Konversation Informationen zu passenden Modellen erhalten – inklusive Preisen – und sogar Tipps basierend auf Informationen zum eigenen Fahrverhalten.

[…] I asked Gemini. These days any chatbot can find these tire specs, but Gemini went further. It suggested different options: one for daily driving and another for all-weather conditions, referencing our family road trips to Oklahoma found in Google Photos. It then neatly pulled ratings and prices for each […],

so der Googler. Geminis Personal Intelligence kann ebenso personalisierte Tipps für Bücher, Serien, Kleidung und dergleichen mehr geben, wenn das Feature Zugriff auf die Suchhistorie und den Verlauf auf YouTube hat und somit die Interessen der User direkt einsehen kann.

Der große Vorteil für die Nutzer:innen ist, dass die Daten bereits im Google-Kosmos vorhanden sind und in Kombination genutzt werden können – sofern die Google-Dienste eingesetzt werden. So müssen sie nicht erst extern Informationen einholen und zwischen Apps und Websites switchen. Dann bietet die KI-Assistenz persönliche Hilfestellung. Gleichzeitig hat dieses Verbleiben im Google-Kosmos eine Kehrseite.

Verfügbarkeit und Funktion: Personal Intelligence wie ein Pilotprogramm

Google betont, dass die Personal Intelligence mit diversen Sicherheitsvorkehrungen daherkommt. Dabei wird auf den grundlegenden Datenschutz Googles verwiesen sowie darauf, dass das Feature zunächst per Default ausgestellt ist. User können es jederzeit ein- und wieder ausstellen. Sie können außerdem für jede Google App einzeln entscheiden, ob sie mit der Personal Intelligence verknüpft wird. Darüber hinaus soll Gemini bei den Antworten klare Referenzen zur Quelle geben, um Fehlinformationen vorzubeugen. User können aber auch nach mehr Infos fragen, wenn es Unklarheiten gibt.

Sensible Themen wie die Gesundheit sollen von der KI ohne klares Prompting nicht thematisiert werden. Google möchte die Experience verbessern, aber User nicht verunsichern. Das Feature läuft im Web, auf Android und iOS.

Vorerst wird die Personal Intelligence nur in den USA bereitgestellt. Zugriff erhalten zuerst die Abonnent:innen von Google AI Pro und AI Ultra in der kommenden Woche. Die Funktion bleibt privaten Usern vorbehalten, im Workspace, Enterprise und Education Business soll es nicht zum Einsatz kommen. Der Roll-out des Features, wenngleich noch limitiert, zahlt auf Googles großes Ziel ein, Gemini an zahlreiche Touchpoints in der digitalen Nutzungswelt von Millionen, wenn nicht Milliarden Usern zu integrieren.

Wachstum und Risiken: Gemini als eine Art Walled Garden?

Schon im dritten Quartal 2025 zählte Google über 650 Millionen monatlich aktive User der Gemini App. Und im Wettbewerb mit anderen KI-Diensten hat Gemini seit 2024 massiv aufgeholt, wie ein Blick auf die Entwicklung des Web Traffics von Similarweb zeigt.

Gemini ist in diversen Umfeldern eingebettet, stützt und verändert die größte Suchmaschine der Welt und greift auf eines der besten KI-Modelle aller Zeiten zurück: Gemini 3 (Flash). Neuerdings wird die KI sogar zur Basis für Apples altbekannte KI Siri. Damit konzentrieren Apple und Google ihre Macht, Google aber profitiert nicht nur finanziell, sondern vor allem im Hinblick auf den Konkurrenzkampf mit OpenAI, Anthropic und Co. Wenn Gemini bereits an den Zugangspunkten auf Hardware und in Software-Umgebungen integriert ist, die die Menschen ohnehin tagtäglich nutzen, ist der Zugriff vorprogrammiert. Das hilft dem Unternehmen schließlich ebenfalls bei der Werbemonetarisierung. Neue AI Mode Ads wurden jüngst bereits vorgestellt.

Bei allen Vorteilen, die sich für Google und Google User ergeben, gilt es ebenso auf ein Gefahrenpotential zu achten. Zum einen baut Google, ein in Teilen monopolistisches Megaunternehmen mit immenser und zuweilen missbrauchter Marktmacht, eine KI-Vormachtstellung auf, die kaum Konkurrenz duldet. Fast vergessen scheint schon die große Debatte um eine mögliche Teilzerschlagung im vergangenen Jahr. Nur deshalb kann die Personal Intelligence so vernetzt arbeiten und Nutzer:innen im eigenen Ökosystem bedienen. Zum anderen aber ist gerade dieser Rückgriff auf die eigenen Google-Dienste insoweit problematisch, als dadurch limitierte Informationsflüsse möglich sind. Vor allem ist jedoch bedenklich, dass Google bei der Aktivierung zahlreiche hochpersönliche Daten sammelt, die wiederum zum KI-Training oder zu Werbezwecken eingesetzt werden könnten. User werden mit einer so vernetzten AI-Assistenz mehr denn je zu gläsernen Menschen – und zwar für ein US-Unternehmen mit überwältigender Marktmacht, das das einstige Motto „Don’t be evil“ längst gestrichen hat.


Apple nutzt Gemini für Siri und Modelle

– ChatGPT in Gefahr?

iPhone mit Siri, Google Gemini-Logo mit Schriftzug vor Wolken
© Apple, Google via Canva





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ChatGPT-Übersetzer ist da: Besser als Google Translate?


Mit ChatGPT Translate kannst du Text, Bilder und Sprach-Chats übersetzen. Dabei berücksichtigt das Tool Tonfall, Redewendungen und Kontext und kann nicht nur übersetzen, sondern auch umformulieren und erklären. Doch es gibt noch Schwachstellen.

Arbeit, Schule, Hobby oder Reisen: ChatGPT wird von vielen Menschen mittlerweile in den verschiedensten Kontexten genutzt. Neuerdings fungiert das Tool sogar als Gesundheits-Coach.


ChatGPT Health startet und lässt User medizinische Daten und Apps verbinden

© OpenAI

Nun kommt das nächste große Update: OpenAI hat ein eigenes Translate Feature herausgebracht. Zwar war es auch zuvor möglich, ChatGPT als Übersetzungs-Tool zu nutzen, doch die neue Anwendung soll diese Funktionalität auf das nächste Level bringen. Laut OpenAI soll ChatGPT Translate durch die Erfassung des Sinns eine präzisere Übersetzung ermöglichen. Dabei versteht das Tool Tonfall, Redewendungen und Kontext und kann formelle, umgangssprachliche und regionale Ausdrucksweisen erkennen und anwenden.

Wie bei Google Translate und vielen anderen Übersetzungs-Tools besteht die Möglichkeit, die Ausgangssprache automatisch erkennen zu lassen – so wird ein zusätzlicher Schritt gespart. Als Start-und Zielsprache können die User zwischen über 50 verschiedenen Sprachen auswählen, darunter neben Deutsch und Englisch beispielsweise Spanisch, Französisch, Hindi und Japanisch. Ein Feature, das viele User von dem Tool überzeugen dürfte, kombiniert die Übersetzungsfunktion mit den bekannten ChatGPT-Fähigkeiten. Prompts unter dem Übersetzungsfeld ermöglichen die folgenden Anpassungen:

  • flüssigere Formulierung
  • Umformulierung in einen sachlichen, geschäftlichen Stil
  • Übersetzung zum Verständnis für ein Kind
  • Übersetzung für ein akademisches Publikum

Das Translate Tool richtet sich, so OpenAI, sowohl an Studierende und Sprachlernende als auch an Reisende sowie Berufstätige. Je nach Bedarf lässt sich die konkrete Anwendung individuell anpassen.

Ausbaufähige Alternative zu Google Übersetzer, DeepL und Co.

OpenAIs neues Translate Tool dürfte einige Nutzer:innen von Google Übersetzer abwerben. Schließlich ermöglicht es nicht nur eine intelligente Übersetzung, sondern vereint Fähigkeiten verschiedener Google-Dienste in einer Anwendung. So können beispielsweise Bilder von Speisekarten oder Schildern direkt im Translate Tool hochgeladen und übersetzt werden – wie bei Google Lens. Auch eine Übersetzung via Sprach-Chat ist möglich.

ChatGPT Translate kann es zudem nicht nur mit Google Übersetzer, sondern auch anderen Sprach-Tools wie beispielsweise DeepL aufnehmen. Letzteres verfügt, ähnlich wie ChatGPT, über eine KI-basierte Schreibassistenzfunktion. Diese liefert zum aktuellen Zeitpunkt noch mehr Möglichkeiten als ChatGPT Translate, da sie nicht an konkrete Prompts gebunden ist. Darüber hinaus öffnet sich in OpenAIs Tool bei der Nutzung eines Prompts ein regulärer Chat mit ChatGPT, der zudem auf Englisch geführt wird – trotz Anfrage auf Deutsch. Nichtsdestotrotz erweist sich ChatGPT Translate schon jetzt als vielversprechende Alternative zu etablierten Übersetzungsdiensten. Ob das Tool noch verfeinert wird und künftig direkte Umformulierungen im Übersetzungsfeld ermöglicht, bleibt abzuwarten.


Alexa.com ist da:
ChatGPT-Konkurrenz Alexa+ jetzt im Web

© Amazon





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Autofreie Insel: So liebevoll disst Mobile.de Langeoog


Ohne Rad geht auf der Langeoog nicht viel. Die Insel ist autofrei.

Langeoog ist seit 1949 autofrei. Deshalb ist die drittgrößte der Ostfriesischen Inseln die Hauptdarstellerin in der aktuellen Mobile.de-Kampagne. Das passt nicht? Kommt drauf an.

Es sind melancholische Bilder, die in den ersten Sekunden des 90-Sekünders an einem vorbeiziehen: leere Straßen, ein Windspiel, eine Radfahrerin, ein einsamer Hase. Dramatische Musik. Lost-Place-Atmosphäre. Die Motive stehen für Langeoog, „ein Ort, der anders ist als andere“, wie die Stimme aus dem Off sagt. Das stimmt. Die etwa 20 Quadratkilometer große Nordseeinsel ist autofrei. Hier gehen die Menschen zu Fuß oder nehmen das Fahrrad. Sie brauchen hier kein Mobile.de. Sie brauchen hier nicht einmal eine Tankstelle.

Trotzdem wirbt der Fahrzeugmarkt aktuell mit der Insel. Das disst zwar ein bisschen, ist aber nicht bösartig. Denn Langeoog zählt hierzulande – wie unter anderem auch Spiekeroog, Juist, Wangerooge und Helgoland – zu den Ausnahmen. Das, was auf der Insel Realität ist, ist für viele Deutsche unvorstellbar. 83 Prozent wollen laut einem YouGov-Panel aus dem November nicht auf ein Auto verzichten. Genau an diese Gruppe wendet sich Mobile.de. Zum einen mit dem Satz „Aber zum Glück lebst Du nicht auf Langeoog“. Zum anderen mit einem Bruch in den Bildern. Im zweiten Teil des Films sind die Motive bunt, voller Lebensfreude – und zeigen Autos.

Die Credits

Sie stehen bei Mobile.de für die Kampagne:
Samuel Day, Chief Marketing Officer, Georg Sladek, Head of Brand Marketing, Philipp Hädrich, Senior Brand Manager, Vasiliki Barakaki, Brand Manager, Christian Maas, Director Communications und Nils Möller, Senior Communications Lead

Die Kreation der Kampagne verantwortet die Hamburger Werbeagentur Silver Bullet. Regie führt Christof Schroeter. Produziert hat CeeStudio. Zum Agentur-Setup gehören zudem JoliBerlin (Creator- und Social-Media-Kampagnen auf YouTube, Meta, TikTok, Reddit) sowie Achtung! Native (Public Relations). Neben dem Hero-Film erzählen zudem kürzere Formate mit neuen Schnittvarianten weitere Geschichten. Gestreut werden diese über Youtube, die Meta-Plattformen, TikTok und Reddit – eine kleine Liebeserklärung an Langeoog inklusive.



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Umfrage zum Jahresauftakt: Zwischen Zuversicht und Illusionen: Das erwarten CMOs von 2026


Was bereitet trotz aller Herausforderungen Zuversicht? Welche Fähigkeiten braucht es in 2026? Und was ist die größte Illusion, der die Branche erliegt? HORIZONT hat führende CMOs befragt.

Never miss a good crises. Diesen Satz schreibt sich so mancher Werbungtreibende in diesem Jahr ins Aufgabenbuch. Denn die große Krisen – d

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