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Social-Media-Verbot für Kinder vor rechtlichen Hürden


Ein mögliches deutsches Social-Media-Verbot für Kinder steht laut einem Gutachten des Wissenschaftlichen Diensts im Bundestag vor rechtlichen Hürden. Diese ergeben sich vor allem aus EU-Recht, wie aus dem Gutachten hervorgeht. Auch das im Grundgesetz garantierte Erziehungsrecht der Eltern könnte „ein weiteres Hindernis für ein Verbot von Social-Media-Plattformen darstellen“. Das Gutachten hat die Linke in Auftrag gegeben. Es liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

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Wie in anderen Ländern wird auch in Deutschland debattiert, die Nutzung von sozialen Netzwerken für Kinder und Jugendliche zu beschränken. Zuletzt brachten Niedersachsen und Thüringen in den Bundesrat einen Antrag für ein Nutzungsverbot für Personen unter 14 Jahren ein. Bis 16 sollten Jugendliche soziale Medien nur in einer „altersangepassten Version“ nutzen dürfen. In der CDU gibt es solche Erwägungen ebenso wie in der SPD. Jugendministerin Karin Prien (CDU) wartet auf Empfehlungen einer von ihr eingesetzten Kommission. Auch andere Landeschefs erhöhen den Druck auf Experten, um schnellere Verbote für Plattformen wie TikTok oder Instagram durchzusetzen.

In dem Gutachten des Wissenschaftlichen Diensts wird jedoch darauf verwiesen, dass es auf EU-Ebene bereits Regelungen im Digital Services Act gibt. Auf dieser Grundlage laufe zum Beispiel ein Verfahren, um Auflagen gegen TikTok durchzusetzen. Das europäische Recht habe „Anwendungsvorrang“, heißt es in dem 27 Seiten starken Papier.

Es verweist zudem auf das Herkunftslandprinzip. „Nationale Regelungen bezüglich einer Sperrung beziehungsweise Beschränkung von Social-Media-Plattformen (z.B. Meta, Google, X, TikTok etc.) hätten danach weitgehend keine Auswirkungen, da diese ihren Sitz in Irland haben“, schreiben die Gutachter. Sie kommen zu dem Schluss: „Abschließend könnte über die Frage verbleibender Regelungsspielräume der Mitgliedstaaten im Bereich des Verbots beziehungsweise der Beschränkung von Social-Media-Plattformen nur der EuGH entscheiden.“ Gemeint ist der Europäische Gerichtshof.

Die Linke sieht sich durch das Gutachten bestärkt. „Die Linke sieht die Verbote sehr kritisch“, erklärte der medienpolitische Sprecher David Schliesing. „Denn einerseits greifen die Vorschläge für ein Social-Media-Verbot zu kurz, da sie die bestehenden Probleme im Kontext digitaler Plattformen nicht lösen und stattdessen Grundrechte junger Menschen einschränken. Und andererseits sind sie sowohl technisch als auch rechtlich kaum umsetzbar.“

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Stattdessen setze die Linke beim Schutz von Kindern und Jugendlichen auf zwei Stellschrauben: „Erstens müssen die bereits bestehenden rechtlichen Instrumente endlich konsequent genutzt werden, um Social-Media-Plattformen wirksam in die Verantwortung zu nehmen. Zweitens müssen wir die Medienpädagogik stärken.“ In ihrem aktuellen Bericht mahnen auch die Medienanstalten einen besseren Jugendschutz sowie die Förderung von Medienkompetenz als zweite Säule neben der Regulierung an.

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Den passende Basis-ETF finden: Es muss nicht immer der MSCI World sein


ETFs sind in Deutschland längst ein Standardinstrument für den privaten Vermögensaufbau. Kein Wunder, schließlich investieren Anleger dabei mit nur einem Klick gleich in mehrere Unternehmen und reduzieren dank dieser Streuung das Verlustrisiko. Doch bei der Wahl des Basis-ETFs – also jenem Produkt, um das Sie ihr Portfolio herumbauen – gehen die Meinungen auseinander. Denn neben Sicherheit soll er auch eine gewisse Rendite bieten. Eigenschaften, die mehrere Indizes – die Basis eines jeden ETFs – vereinen. Es muss also nicht immer der MSCI World sein.

Zwar dominiert der Klassiker laut European ETF Savings Plan Study 2025, doch die Kritik an seiner massiven US-Lastigkeit wächst. Im Jahr 2025 hat er erneut bewiesen: Die vermeintliche Sicherheit des Marktführers erkauft man sich mit einem Klumpenrisiko (großer Anteil einer Region, eines Sektors, Unternehmens oder Währungsraums), während alternative Indizes oft eine stabilere oder gar bessere Performance lieferten. Der Blick über den Tellerrand kann sich also lohnen – für neue Anleger und diejenigen, die über eine Umschichtung innerhalb ihres Portfolios nachdenken.

  • Angesichts der großen Überschneidungen sollte sich im Portfolio nur ein globaler Basis-ETF befinden.
  • Der S&P 500 berücksichtigt lediglich US-Unternehmen, kann aufgrund seiner Entwicklung aber dennoch ein guter Ausgangspunkt für das eigene Portfolio sein.
  • Alle Basis-Indizes gibt es in speziellen Varianten, die etwa Währungseffekte neutralisieren, bestimmte Weltregionen ausschließen oder die Gewichtung verändern.

Die Kandidatenliste ist kurz, aber prominent besetzt. So gesellen sich zum MSCI World inklusive einer Variante ohne US-Unternehmen die deutlich breiter aufgestellten FTSE All-World und MSCI ACWI (All Country World Index). Beide decken zusätzlich auch Schwellenländer ab. Wer diese Breite bevorzugt, findet im FTSE All-World High Dividend Yield eine Variante mit Fokus auf hohe Gewinnausschüttungen. Aber auch der S&P 500 erfreut sich der Studie zufolge einer großen Beliebtheit, es reicht für den zweiten Platz. Er bildet lediglich US-Unternehmen ab und verzichtet damit auf die regionale Streuung der anderen. In der Vergangenheit war dies mit Blick auf die Rendite ein Vorteil. Im Folgenden erklären wir die wesentlichen Unterschiede dieser fünf Basis-Indizes und zeigen die Entwicklung der vergangenen Jahre. Zusätzlich gehen wir auf spezielle Ableger ein, die beispielsweise die Gewichtung verändern oder Wechselkurseffekte neutralisieren.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Den passende Basis-ETF finden: Es muss nicht immer der MSCI World sein“.
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Fensterputzroboter Hutt 10 im Test: fast streifenfrei dank Trockentuch


Der Fensterputzroboter Hutt 10 überrascht mit einem ungewöhnlichen Zwei-Tuch-System und erstaunlich guten Wischergebnissen.

Der Hutt 10 hebt sich deutlich von der Masse der Fensterputzroboter ab. Während die meisten Konkurrenten auf eckige Designs mit einem einzelnen Wischtuch setzen, geht der chinesische Hersteller einen anderen Weg: Ein ovales Gehäuse mit zwei unterschiedlichen Wischtüchern – einem runden vorne und einem eckigen hinten.

Mit einem Preis von 299 Euro liegt der Hutt 10 im mittleren Preissegment. Die Kombination aus 6500 Pa Saugkraft und dem ungewöhnlichen Zwei-Tuch-System macht neugierig. Ob er die Erwartungen erfüllen kann, zeigt sich im Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Hutt 10?

Mit 3,03 kg Gewicht und Maßen von 29,5 x 8,5 cm wirkt der Hutt 10 kompakt und handlich. Das weiße Kunststoffgehäuse fühlt sich stellenweise dünn an, übersteht aber Stürze problemlos – unser Testgerät überlebte einen versehentlichen Absturz von der Wandheizung unbeschadet, auf der wir ihn abgelegt hatten.

Die ovale Form unterscheidet sich deutlich von eckigen Konkurrenzmodellen. Vorne arbeitet ein rundes, motorisiertes Wischtuch, hinten ein rechteckiges Trocknungstuch. Ein einzelner Riemen-Raupenantrieb sorgt für die Fortbewegung.

Der 80-ml-Wassertank reicht für normale Fenstergrößen aus. Zwei seitliche Öffnungen versprühen die Reinigungsflüssigkeit gleichmäßig. Ein 500-mAh-Notfall-Akku hält den Roboter bei Stromausfall bis zu 30 Minuten an der Scheibe. Das 4,5 Meter lange Sicherheitsseil bietet zusätzlichen Schutz vor Abstürzen.

Einrichtung: Wie schnell ist der Hutt 10 betriebsbereit?

Die Inbetriebnahme gestaltet sich denkbar einfach. Die Wischtücher sind bereits vormontiert – man muss lediglich den 80-ml-Wassertank mit Reinigungsflüssigkeit befüllen. Hierfür eignet sich im besten Fall destilliertes Wasser mit einem Spritzer Glasreiniger oder spezielles Fensterputzroboter-Reinigungsmittel. Der Tank lässt sich von der Oberseite aus befüllen und mit einem Gummipfropf verschließen.

Das Sicherheitsseil ist neben dem Stromkabel am Roboter befestigt und sollte immer an einem stabilen Punkt des Fensters fixiert werden – etwa am Fenstergriff, einem Haken oder an der Wandheizung. Nach dem Anschließen des Stromkabels ist der Roboter sofort einsatzbereit. Eine App-Verbindung gibt es nicht – der Hutt 10 arbeitet autonom oder lässt sich per mitgelieferter Fernbedienung über das Fenster steuern. Neben der Fernbedienung, die die Funktionen Start, Stopp und manuelle Steuerung bei Bedarf ermöglicht, gibt es einen einzelnen Powerbutton. Ein langer Knopfdruck startet oder stoppt die Ansaugung, eine kurze Betätigung startet oder pausiert die Reinigungsfahrt.

Navigation: Wie gut erkennt der Hutt 10 Ecken & Kanten?

Der Hutt 10 navigiert anders als die meisten Konkurrenten. Er nutzt das motorisierte runde Wischtuch in Kombination mit dem Raupenantrieb zur Fortbewegung. Zunächst dreht er sich seitlich, fährt zur oberen Fensterkante und tastet diese sanft ab. Dann arbeitet er sich systematisch in horizontalen Bahnen nach unten. Dabei hat er auch mit unseren fast rahmenlosen Bürofenstern keine Probleme – andere Modelle setzten hier bereits auf den niedrigen Fensterkanten auf und hingen dort fest.

Die Kantenerkennung funktioniert zuverlässig durch sanftes Anstoßen. Das runde Wischtuch reicht über die Seitenkanten hinaus und reinigt diese gründlich. Problematisch sind die Ecken – die runde Form erreicht diese nicht vollständig. Nach der Flächenreinigung fährt der Roboter nochmals die Kanten ab und stoppt mit einem langen Piepton an der unteren Kante, nicht aber am exakten Ausgangspunkt.

Reinigung: Wie gut wischt der Hutt 10?

Die Reinigungsleistung überzeugt im Test. Das Zwei-Tuch-System zeigt seine Stärken: Während das vordere runde Wischtuch den Schmutz löst und aufnimmt, trocknet das hintere eckige Tuch die Scheibe sofort nach. Diese Methode reduziert Streifenbildung deutlich effektiver als bei Konkurrenzmodellen, die nur mit einem Tuch arbeiten. Komplett streifenfrei wird die Scheibe zwar nicht, aber der Hutt 10 kommt diesem Ideal sehr nahe.

Besonders bei kalkhaltigem Wasser macht sich der Unterschied bemerkbar – wo andere Roboter deutliche Kalkspuren hinterlassen, bleiben beim Hutt 10 nur minimale Rückstände. Die Reinigungsflüssigkeit wird großzügig und häufig aus beiden seitlichen Düsen versprüht. Normale Verschmutzungen wie Fingerabdrücke, Staub und leichte Wasserflecken entfernt der Roboter mühelos. Bei hartnäckigen Verschmutzungen wie eingetrocknetem Vogelkot muss er mehrfach über die Stelle fahren, hier empfiehlt sich manuelle Vorarbeit. Die Kanten werden gründlich gereinigt, nur die Ecken bleiben durch die runde Pad-Form unberührt und müssen manuell nachgewischt werden.

Mit 66 dB(A) arbeitet der Roboter vergleichsweise leise – es gibt deutlich lautere Modelle mit geringerer Saugkraft. Das direkte Nachtrocknen durch das zweite Tuch verhindert, dass Reinigungsflüssigkeit lange auf der Scheibe verbleibt und dort eintrocknet.

Akkulaufzeit: Wie lange arbeitet der Hutt 10?

Der Hutt 10 arbeitet kabelgebunden und benötigt daher keine Akkuladung. Das Stromkabel muss während des gesamten Reinigungsvorgangs angeschlossen bleiben. Der integrierte 500-mAh-Notfall-Akku dient ausschließlich der Sicherheit: Bei Stromausfall hält er die Saugkraft bis zu 30 Minuten aufrecht, damit der Roboter nicht von der Scheibe fällt. Diese Lösung hat Vor- und Nachteile: Einerseits entfällt das Laden und die Arbeitszeit ist unbegrenzt, andererseits schränkt das Kabel die Flexibilität ein. Für normale Fenstergrößen reicht die Kabellänge problemlos aus.

Preis: Was kostet der Hutt 10?

Aktuell kostet der Hutt 10 rund 299 Euro bei Amazon.

Fazit

Der Hutt 10 überrascht mit seinem unkonventionellen Ansatz und sehr guten Reinigungsergebnissen. Das Zwei-Tuch-System mit Wischen und direktem Nachtrocknen reduziert Streifenbildung erheblich besser als die meisten Konkurrenten – auch wenn er nicht komplett streifenfrei arbeitet. Die 6500 Pa Saugkraft sorgt für sicheren Halt, die systematische Navigation für gründliche Flächenreinigung.

Schwächen zeigt der Roboter bei der Eckenreinigung und der Pad-Demontage, die unnötig kraftaufwendig ist. Das fehlende App-Feature mag moderne Nutzer stören, über die Fernbedienung lässt er sich aber auch von Hand steuern. Für 299 Euro erhalten Käufer einen zuverlässigen Fensterputzroboter mit fast streifenfreier Wischleistung, der sich besonders für Haushalte mit kalkhaltigem Wasser eignet.



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c’t-Story: Albert, der Geist, der in die Flasche kam


Albert Inglewood, sechzehnter Count of Wayburn, künftiger Erbe eines kleinen Vermögens sowie eines halb verfallenen Schlosses, das die Mitglieder seiner Familie schon seit unzähligen Generationen bewohnt und vernachlässigt hatten, war ein seltsames Kind.

Während andere Kinder lernten, zu laufen und mit dem Ball zu spielen, zählte er. Was auch immer ihm in die Finger geriet, es wurde gezählt statt mit einem Namen versehen. So waren ihm auch die Grundrechenarten bereits bekannt, bevor er ein einziges Wort lesen konnte. Die Welt der Literatur erschloss sich ihm auch in späteren Jahren nicht.


Titelmotiv-Museum der c’t-Stories

Titelmotiv-Museum der c’t-Stories

Was ist das: Es dreht sich um Technik, ist mal spannend, mal bestürzend, mal amüsant und hat nur sehr selten ein Happy End? Richtig: die c’t-Story. Seit gut 37 Jahren hat sie ihren festen Platz im Magazin – und seit einiger Zeit auch auf heise+. Mal kommt sie aus der Feder preisgekrönter Belletristik-Profis, mal sind die Verfasser hochkarätige Wissenschaftler – oder eigenwillige junge Science-Fiction-Debütanten. Viele unserer c’t-Story-Autoren haben in den vergangenen Jahren für ihre Werke renommierte Preise wie den Kurd-Laßwitz-Preis (KLP) oder den Deutschen Science-Fiction-Preis (DSFP) errungen.

Für die Welt und die Wissenschaften war es jedoch ein Glück, dass Albert sich dennoch entschloss, Lesen und Schreiben zu lernen. So konnte er mit anderen Menschen, die ähnliche Interessen hatten wie er, kommunizieren, ohne sie aufsuchen zu müssen. Ein solcher Korrespondenzpartner in Alberts frühen Jugendjahren war Charles Babbage. Der spätere Erfinder der Differenzmaschine zeigte sich stets aufs Neue überrascht und begeistert von Alberts frischen Ideen im Reich von Mathematik und Logik. Es ist auch nicht ganz von der Hand zu weisen, dass die eine oder andere Idee, die später dem rührigen Mr. Babbage zugeschrieben wurde, ursprünglich aus Wayburn Castle stammte. Aber das hier weiter zu vertiefen, würde bedeuten, sich in das Reich der wilden Spekulationen zu begeben und die rein faktenorientierte Welt der Wissenschaften zu verlassen. Bleiben wir also bei den realen Dingen.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „c’t-Story: Albert, der Geist, der in die Flasche kam“.
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