Künstliche Intelligenz
Sortieralgorithmen ohne Zweck: Schnarchlahm bis super performant
Sortieralgorithmen selbst zu schreiben, ist ein guter Weg, um Programmieren zu lernen: Man beschäftigt sich mit der Problemstellung, erarbeitet einen Lösungsweg und implementiert ihn schließlich in der gewünschten Sprache. So lernt man an der überschaubaren und gleichzeitig praktischen Aufgabe, Werte in die richtige Reihenfolge zu bringen, wie man Probleme in der Informatik löst. Das muss nicht staubtrocken sein, indem man sich nur bekanntermaßen effiziente Algorithmen wie Mergesort, Quicksort oder Timsort ansieht. Auch schlechte oder abstruse Algorithmen haben einen Lehrwert, wenn man analysiert, warum sie eben keine (gute) Lösung sind. Und außerdem ist da noch der Unterhaltungswert.
Deshalb beleuchten wir dieses Mal die Kreativität und den Humor der Informatik-Zunft am Beispiel von bescheuerten Sortieralgorithmen. Dazu haben wir Foren abgeklappert, Geschichtsbücher gewälzt und jahrzehntealte Paper gelesen, um die Hintergrundgeschichten zu finden.
- Es gibt spaßige Sortieralgorithmen, die seit Jahrzehnten die Runde machen. Dazu gehören Bogosort, Sleepsort, Miraclesort und Slowsort.
- Als zwei Vertreter für besonders schnelle oder langsame Kreationen stellen wir Stalinsort und Permutationsort vor.
- Die meisten Algorithmen jedoch versuchen gar nicht, Daten sinnvoll zu sortieren, sondern haben einfach nur einen lustigen Namen wie Voidsort, Trumpsort oder Schrödingersort.
Die nachfolgend vorgestellten Algorithmen lassen sich grob in drei Kategorien einteilen: Klassiker, die teils seit vielen Jahrzehnten die Runde machen und so ziemlich in jedem Ranking oder Video über sonderbare Sortieralgorithmen zu finden sind, besonders schnelle oder extrem langsame Verfahren und Sortieralgorithmen mit lustigen Namen, die aber gar nicht mehr versuchen, Daten vernünftig anzuordnen. Einige Verfahren haben wir in Python nachprogrammiert und im GitHub-Repository zu dieser Artikelserie hinterlegt, bei manch anderen haben wir auf die Implementierung verzichtet, um unser Universum nicht aus dem Gleichgewicht zu bringen.
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Schlanker OpenClaw-Klon: PicoClaw und mächtige KI-Agenten auf dem Raspi 3 nutzen
OpenClaw macht es Nutzern leicht, ohne viel Vorwissen KI-Agenten einzusetzen. Statt nur mit einem LLM zu chatten, können sie dem Agenten Aufgaben übertragen: Dann schreibt die KI Skripte, crawlt Websites oder führt wiederkehrende Aufgaben aus. Allerdings: Wer die Agenten auf einem wichtigen System wie dem Laptop oder eigenem Rechner installiert, setzt sich Gefahren aus: Der Agent kann irrtümlich Malware auf das System laden, sich per Prompt-Injection-Angriff zu feindsinnigen Aktionen bewegen lassen oder einfach folgenschwere Konfigurationsfehler im System anrichten.
Eine sicherheitsorientierte Lösung liegt darin, ihn isoliert zu verwenden, auf einem System, das allein der KI gehören darf: Zerschießt der Agent dieses, macht man es eben platt und spielt ein Backup auf. Dafür bietet sich leichtgewichtige Hardware an, die man entweder noch in der Schublade hat oder für unter 50 Euro neu kaufen kann. Einige leistungsoptimierte Alternativen zu OpenClaw ermöglichen den Betrieb von KI-Agenten auf sehr günstiger Hardware.
- Um OpenClaw mit besonders kleinem Sicherheitsrisiko für persönliche Systeme und Daten zu nutzen, läuft es am besten auf einem eigenen System. Dafür gibt es Ableger des KI-Frameworks für leistungsswache Hardware.
- Ein beliebter OpenClaw-Klon, der besonders geringe Hardware-Ansprüche stellt ist PicoClaw. Die Open-Source-Software beansprucht nur ein paar MegaByte Arbeisspeicher. Wer schon Erfahrung mit OpenClaw hat, muss sich kaum umgewöhnen.
- Wir haben PicoClaw auf einem Raspberry Pi 3 installiert und zum Test des KI-Agenten ein Browser-Interface dafür gebaut, dass uns einige Komfort-Funktionen im Umgang mit PicoColaw gibt und sich aus der Ferne von anderen Rechnern bedienen lässt.
Einer davon ist PicoClaw. Das schlanke KI-Framework läuft locker auf einem Raspberry Pi 3 und hat auf GitHub bereits über 20.000 Empfehlungs-Sterne gesammelt. Der Artikel schildert, wie Sie PicoClaw auf dem Raspi 3 installieren und mit zusätzlichen Features ausstatten. Weil die Software etwas ungeschliffen daherkommt, haben wir ihr mit einem KI-Agenten ein Browser-Interface spendiert, einen Fernzugriff eingerichtet und mehrere Komfortfunktionen implementiert. Damit bietet sie eine solide Basis für weitere Erkundungen agentischer KI, auf der Sie auf Wunsch aufbauen können. Wer OpenClaw bereits kennt, muss sich dabei kaum umgewöhnen: Das in der Programmiersprache Go geschriebene PicoClaw orientiert sich sehr stark am Original.
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Neue Satire-Webseite: Auf Verspätungen bei der Deutschen Bahn wetten
Wetten auf Zugverspätungen – das geht auf der Seite bahn.bet. Die satirische Wett-Seite wurde von dem Wiener Künstler und Content-Creator Caio van Caarven ins Leben gerufen. Gespielt wird nicht um echtes Geld, sondern um eine imaginäre Währung. „Aber bitte tut so, als ob das Geld echt wäre“, fügt er hinzu. Die Verspätungsdaten seien allerdings alle real, schreibt van Caarven auf der Webseite.
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Das Wett-Spiel sei ein soziales Experiment. „Lasst uns so tun, als ob diese Plattform echt sei und vielleicht unternimmt die Deutsche Bahn tatsächlich etwas“ gegen die Verspätungen, schreibt van Caarven weiter. Auf eine Anfrage von heise online antwortet van Caarven zudem, dass sich die Deutsche Bahn bisher noch nicht bei ihm gemeldet habe. Eine Reaktion erhoffe er sich auch nicht.
Gekommen sei ihm die Idee für das Spiel nach zahlreichen negativen Erfahrungen mit der Bahn, hat er dem BR erzählt. Diese verarbeitet der Künstler normalerweise in einer animierten Serie auf Instagram und TikTok. Auch Kleidung, etwa mit der Aufschrift „Schrödingers Zug – Ist er pünktlich? Ist er zu spät? Man weiß nie“, verkauft van Caarven. All das sei eingebettet in sein ausgedachtes „DBSM“-Universum, klärt er auf der Webseite auf. Das Wett-Spiel ist dabei nur die neueste Ergänzung für das Universum, in dem alle Zugausfälle und Verspätungen beabsichtigt, herbeigeführt werden.
Großer Andrang auf das Wett-Spiel
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Auf der Webseite angemeldet, erhalten neue Nutzerinnen und Nutzer ein Kontingent von 1000 fiktiven Euro. Diese können benutzt werden, um auf Verspätungen von europäischen und deutschen Intercityzügen zu wetten. Regionalzüge und S-Bahnen sind auf der Webseite nicht verfügbar. Ist das Geld aufgebraucht, kann der digitale Geldbeutel mit häufigem Wetten, dem Erfüllen von Aufgaben oder durch Produktkäufe aus seinem Online-Shop wieder gefüllt werden. Die drei Personen, die am Monatsende das meiste Geld gewonnen haben, erhalten Produkte oder Gutscheine für van Caarvens Shop.

Hier können Wetten auf Verspätungen abgegeben werden.
(Bild: van Caarven / bahn.bet)
Innerhalb der ersten 24 Stunden habe die Webseite bereits über 150.000 Besuche verzeichnet, schreibt der Entwickler auf seiner Instagram-Seite. Auch mehrere Investitions- und Kaufangebote habe er schon erhalten. Ob er in Zukunft darauf eingehen wird, wisse er momentan noch nicht. Auf Anfrage von heise online schreibt er jedoch, dass er plant, bahn.bet dauerhaft zu betreiben und weiterzuentwickeln.
Entwicklung nicht ohne KI
60 bis 80 Stunden habe er in den vergangenen Wochen in die Seite investiert, schreibt er heise online, auch mit Unterstützung von Claude. „KI hat mir extrem geholfen, Dinge schneller umzusetzen, aber wer glaubt, man kann damit einfach auf Knopfdruck ein fertiges Produkt bauen, irrt sich“, betont er. KI sei jederzeit nur ein Hilfsmittel gewesen, könne richtige Programmierarbeit aber nicht ersetzen.
(mho)
Künstliche Intelligenz
Social-Media-Verbot? EU-Expertengruppe beginnt Arbeit | heise online
Eine Expertengruppe berät im Auftrag der EU-Kommission über ein mögliches Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche. Spätestens im Sommer sollen die Fachleute aus verschiedenen Disziplinen – darunter Kinderrechte, Gesundheit und IT – Vorschläge für Schutzmaßnahmen vorlegen, wie die Brüsseler Behörde mitteilte.
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Die Empfehlungen könnten auch für die deutsche Debatte über ein Social-Media-Verbot für Kinder entscheidend sein. Denn wer digitale Altersgrenzen auch technisch durchsetzen will, kommt um die Online-Plattformen kaum herum. Diesen Regeln vorzuschreiben und sie durchzusetzen, ist aber die alleinige Zuständigkeit der EU-Kommission. Deutschland und andere Mitgliedsländer dürfen den großen Plattformen allein also gar keine zusätzlichen Pflichten, etwa zur Alterskontrolle, auferlegen.
Deutscher Forscher ist Co-Vorsitzender der Gruppe
Jörg Fegert, ärztlicher Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie am Universitätsklinikum Ulm, leitet die Gruppe gemeinsam mit der französischen Forscherin Maria Melchior.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eröffnete die erste Arbeitssitzung. Sie teilte dazu mit, man müsse mehr tun, um junge Menschen im Internet zu schützen und zu stärken. „Aus diesem Grund habe ich dieses Gremium einberufen: um einen starken, realistischen europäischen Ansatz zu entwickeln, der die Sicherheit unserer Kinder im digitalen Zeitalter gewährleistet“, sagte die deutsche Politikerin.
Von der Leyen hatte die Debatte um die Einführung eines Mindestalters für soziale Medien im September 2025 befeuert und sich dafür ausgesprochen. Sie verglich die Maßnahme damals mit Altersbeschränkungen beim Konsum von Alkohol und Tabak.
(mho)
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