Künstliche Intelligenz
Speicherkrise: Framework erhöht Preise für Notebooks und Desktops
Der Hersteller leicht reparierbarer und modularer Notebooks und neuerdings auch Desktops, Framework, erhöht die Preise seiner Produkte. Der Desktop-Rechner kostet nun bis zu 440 Euro mehr. Auch bei den Notebooks hat der Hersteller an der Preisschraube gedreht.
Weiterlesen nach der Anzeige
Volatile Speicherpreise
„Wir haben so lange wie möglich damit gewartet, aber heute mussten wir die Preise für unser Framework Desktop aktualisieren, um den massiven Preisanstieg für LPDDR5x seitens unserer Lieferanten auszugleichen“, begründet das Unternehmen die Preiserhöhungen. „Wie zuvor passen wir die Preise nur so weit an, dass die gestiegenen Kosten gedeckt sind.“ Als Hauptursache nennt Framework die volatilen Speicherpreise – hier trifft es die kleineren zuerst.
Laut Framework sind die Preise für 128-Gbit-Komponenten am stärksten gestiegen. Dies wirke sich besonders auf die beliebte 128-GByte-Konfiguration aus. Für 128 Gbyte werden acht 128-Gbit-Bausteine benötigt. Währenddessen konnte Framework die 32-GByte- und 64-GByte-Konfigurationen näher an den ursprünglichen Preisen halten.
Im deutschen Framework-Store können Kundinnen und Kunden einen Desktop-Rechner mit AMD Ryzen AI Max 300 Series und 32 oder 64 GByte LPDDR5x-RAM für 1299 respektive 1879 Euro kaufen. Das entspricht einer noch erträglichen Preiserhöhung von 20 Euro. Die Konfiguration mit 128 GByte beginnt bei 2769 Euro und ist damit 890 Euro teurer als die 64-GByte-Version – wohlgemerkt jeweils ohne SSD. Im Zuge der Ankündigung Anfang letzten Jahres verlangte Framework noch 2329 Euro für diese Konfiguration.
Auch SSDs werden etwas teurer
Neben dem Arbeitsspeicher sind bei Framework auch die SSD-Preise gestiegen. Jedoch sind die Erhöhungen tendenziell weniger drastisch: Während der Hersteller für eine 1 TByte SSD um die 140 Euro verlangte, sind es nun zehn Euro mehr. Je größer der Speicher, desto größer sind indes die Preissteigerungen.
Weiterlesen nach der Anzeige
Lesen Sie auch
Die Erhöhungen beim Desktop waren nicht die erste Ankündigung des Unternehmens, die Preise anzuheben. Schon im Dezember sah das Unternehmen sich dazu gezwungen, die Preise des Framework Laptops DIY Edition anzupassen. Dabei hatte Framework die RAM-Preise um 50 Prozent erhöht. Framework wies im Zuge dessen darauf hin, dass das Notebook auf Wunsch auch ohne Arbeitsspeicher ausgeliefert werden könne.
Es dürfte nicht die letzte Preissteigerung Frameworks oder weiterer Hersteller sein, denn die Speicherkrise ist noch lange nicht ausgestanden. Größere Unternehmen konnten den höheren Preisen bislang noch ausweichen, da sie im Vorfeld ihre Lager gefüllt hatten. Doch irgendwann sind die Speichervorräte auch verbraucht.
(afl)
Künstliche Intelligenz
KI-Kameras vor dem Abgrund und löchrige Cloud – die Fotonews der Woche 9/26
Wenn eine Technologie plötzlich für viele Menschen zugänglich wird, wittern Manager das große Geld. Aktuell sind die Zauberwörter in den Chefetagen der Fotobranche ganz offensichtlich „Generative KI“. Doch während die Tech-Bros in ihren kalifornischen oder asiatischen Konferenzräumen klatschen, braut sich an der Basis ein gewaltiger Sturm zusammen.
Weiterlesen nach der Anzeige
(Bild: heise )
Der Fluch der KI-Kamera
Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis der erste Mainstream-Kamerahersteller generative KI direkt in seine Gehäuse presst. Doch wie ein aktueller und sehr pointierter Kommentar bei PetaPixel warnt: Wer das als Erster macht, wird es bitter bereuen. Die Vorboten dieses Desasters sind bereits da. Nehmen wir Caira (früher bekannt als Alice Camera): Deren Integration von Googles „Nano Banana“ in eine Micro-Four-Thirds-Kamera erntete in der Community eine Mischung aus Ekel und Verachtung. Die Angst, dass eine ganze Generation nur noch „gefälschte Erinnerungen“ produziert, sitzt tief.
Auch Profoto musste kürzlich lernen, dass man Fotografen nicht ungefragt KI als die „Zukunft der Beleuchtung“ verkaufen kann, ohne einen massiven Shitstorm zu ernten. Ein treffender Instagram-Kommentar fasste die Stimmung der Fotografen zusammen: „Der Wald schrumpfte, aber die Bäume stimmten weiter für die Axt. Denn die Axt war schlau und überzeugte die Bäume, dass sie einer von ihnen sei, weil ihr Stiel aus Holz war.“ Die Arroganz der Hersteller, die glauben, sie wüssten es besser als ihre eigene zahlende Kundschaft, könnte sich bald rächen. Echte Fotografen hassen es, wenn ihr Handwerk durch Algorithmen entwertet wird.
Wenn die KI-Firma deine Fotos mit der ganzen Welt teilt
Dass das blinde Vertrauen in den KI-Hype nicht nur künstlerisch, sondern auch sicherheitstechnisch ein Albtraum sein kann, zeigt ein massiver Daten-Leak. Die Android-App „Video AI Art Generator & Maker“, die mit cineastischen KI-Makeovers für Fotos und Videos lockte, hat mal eben 1,5 Millionen nutzergenerierte Bilder und über 385.000 Videos ins offene Netz geblasen.
Wie die Sicherheitsforscher von Cybernews herausfanden, lag das Problem bei einem völlig falsch konfigurierten Google Cloud Storage Bucket. Keine Authentifizierung, kein Passwort – einfach ein offener Container mit 12 Terabyte an sensiblen Daten, darunter auch Millionen von KI-generierten Dateien. Die App, die dem türkischen Unternehmen Codeway Dijital Hizmetler zugeschrieben wird, ist ein klassisches Beispiel für „Move fast and break things“. Um das Produkt schnell auf den Markt zu werfen, wurden grundlegende Sicherheitsvorkehrungen ignoriert. Erschreckend: Laut den Forschern weisen rund 72 Prozent der analysierten KI-Apps im Google Play Store ähnliche Schwachstellen auf. Wer also sein Gesicht von einer billigen KI-App aufhübschen lässt, sollte sich nicht wundern, wenn das Originalbild bald eine eigene Karriere im Darknet startet. Übrigens: Smartphone-Hersteller nutzen schon seit vielen Jahren KI, um Bilder ab Werk aufzuhübschen
Weiterlesen nach der Anzeige
c’t Fotografie Zoom In abonnieren
Ihr Newsletter mit exklusiven Foto-Tipps, spannenden News, Profi-Einblicken und Inspirationen – jeden Samstag neu.
E-Mail-Adresse
Ausführliche Informationen zum Versandverfahren und zu Ihren Widerrufsmöglichkeiten erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
KI und die Fotokarriere 2026
Trotz aller Widerstände und Sicherheitslücken: Die Technologie ist da und sie verändert die Branche rasant. Wie DIY Photography in dieser Woche treffend analysiert, baut KI im Jahr 2026 die Karrieren von Fotografen massiv um. Die Frage ist längst nicht mehr, ob die Algorithmen kommen, sondern wie wir als Fotografen damit umgehen, ohne unsere Seele (und die Daten unserer Kunden) an den erstbesten Cloud-Server zu verkaufen.
Vielleicht ist der beste Weg, sich als Fotograf im Jahr 2026 zu positionieren, genau jener: echte Bilder, echtes Licht und Festplatten, die nicht ungeschützt im Internet hängen. In diesem Sinne: Gut Licht und sichere Passwörter!
Podcast-Empfehlung
Vom klobigen Nerd-Gadget zum stylischen Accessoire: Smarte Brillen wie die neue Ray-Ban Meta erobern unseren Alltag und versprechen die nahtlose Verbindung von Mode und Technik. Ein Fingertipp genügt, um den perfekten Urlaubsmoment freihändig festzuhalten, das Konzert aus der Ego-Perspektive zu filmen oder sich Straßenschilder übersetzen zu lassen. Doch wie gut ist die fotografische Qualität der unauffälligen Mini-Kameras wirklich – und können sie das Smartphone ersetzen? Gleichzeitig wirft die Technik drängende Fragen auf: Wo verläuft die schmale Grenze zwischen praktischem Lifestyle-Tool und rechtlich heikler Spionagekamera?
In der aktuellen Folge des c’t Fotografie-Podcasts „Click Boom Flash“ nimmt Redakteur Nico Jurran die aktuelle Generation der Smartglasses kritisch unter die Lupe. Erfahren Sie, für wen sich die Anschaffung fotografisch lohnt, warum die Brillen in manchen Ländern sogar den Zoll auf den Plan rufen und ob die tragbaren Kameras bald endgültig den Massenmarkt erobern.
Lesen Sie auch
(tho)
Künstliche Intelligenz
Copilot: Microsofts KI-Assistent soll direkten Zugriff auf Dokumente erhalten
Microsofts KI-Assistent Copilot soll Word-Dokumente künftig direkt bearbeiten können. Das kündigte der US-Konzern an. Dem Unternehmen zufolge bleiben alle von Copilot in Word getätigten Änderungen nachvollziehbar und reversibel.
Weiterlesen nach der Anzeige
Der neue Funktionsumfang des KI-Assistenten soll ab März für die Desktop-, Mac- und Web-Anwendungen von Microsofts Textverarbeitungsprogramm verteilt werden. Nutzer sollen die neue Funktion bei Bedarf vollständig deaktivieren können.
Bislang ist Copilot in Microsoft 365-Anwendungen nur für Benutzer mit einem Geschäfts-, Schul- oder Unikonto und zugehörigem Business-Abonnement verfügbar. Das Chatfenster des KI-Chatbots lässt sich derzeit über das Menüband von Word, Excel, PowerPoint, Outlook oder anderen Microsoft 365-Anwendungen öffnen. Bislang kann Copilot geöffnete Dokumente allerdings nur lesen und sie nicht direkt editieren. Das soll sich nun ändern.
Mehraufwand in Aussicht?
Der geplante erweiterte Dokumentenzugriff von Copilot könnte in Zukunft Probleme mit sich bringen. Schon jetzt sind Strukturen und Layouts von Text-, Tabellen- oder Präsentationsdokumenten fragil. Mit dem geplanten direkten Zugriff von Copilot auf Dokumente der 365-Anwendungen kommt eine weitere Instanz hinzu, die gezähmt werden will.
So müssen Nutzer künftig mutmaßlich zusätzliche Zeit damit verbringen, die von Copilot vorgenommenen Änderungen zu überprüfen und unbeabsichtigte Modifikationen zu korrigieren. Sind Bearbeitungen von Copilot häufig fehlerhaft, untergräbt das zudem das Vertrauen der Nutzer in KI-Funktionen.
(rah)
Künstliche Intelligenz
Linien, Licht und leise Töne: Die Bilder der Woche 9
Sieben Tage, sieben sehr unterschiedliche Motive – verbunden durch ein feines Gespür für Linie, Licht und Reduktion. Unsere Auswahl zeigt, welche Wirkung Bilder entfalten können, wenn Gestaltung und Technik bewusst zusammenspielen. Klare Kontraste, gezielte Schärfe und eine ruhige Bildaufteilung lenken den Blick und geben den Motiven Raum.
Weiterlesen nach der Anzeige
Auffällig ist der Mut zur Vereinfachung. Viel Leerraum, starke Hell-Dunkel-Gegensätze und wiederkehrende Formen prägen gleich mehrere Aufnahmen. Architektur wird zur Geometrie, Spuren im Schnee zu grafischen Zeichen und ein Alltagsobjekt zum Studienobjekt. Dazu kommen feine Naturbeobachtungen und ein Hauch von Humor. So entsteht eine Bildstrecke, die technische Präzision und erzählerische Leichtigkeit klug verbindet.
Ich gehe in den Birkenwald, denn meine Pillen… von Otto Hitzegrad

Ich gehe in den Birkenwald, denn meine Pillen
(Bild: Otto Hitzegrad)
Ein Birkenwald im Winter. Die schmalen, hellen Stämme stehen dicht nebeneinander. Schnee liegt auf dem Boden und verleiht dem Bild Ruhe. Die Schwarz-Weiß-Umsetzung betont die starken Kontraste zwischen der weißen Rinde und den dunklen Zwischenräumen. Die senkrechten Linien verleihen dem Foto einen klaren Rhythmus. Stamm für Stamm entsteht so ein grafisches Muster.
Galeriefotograf Otto Hitzegrad hat uns zu seinem Bild geschrieben: „’Ich gehe in den Birkenwald, denn meine Pillen wirken bald‘ (frei nach Martin Kippenberger). Na gut, man kann denken, was man will, ich fand das passend. Den Birkenweg hatte ich schon lange im Visier, als aber Neuschnee fiel, habe ich mich frühmorgens sofort auf mein Fahrrad geschwungen, damit ich diese kleine Birkenallee menschenfrei hatte! Obwohl ich ungern hochkant fotografiere, war das hier ein Muss.“
secret eye 1 von anbeco4macro

secret eye 1
(Bild: anbeco4macro)
Eine Siamkatze schaut durch eine Glastür, in der sich ihr Gesicht spiegelt und somit doppelt. Ihre blauen Augen leuchten intensiv und ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Durch die Spiegelung entstehen zwei Ebenen, die durch die Linien der Glastür voneinander getrennt werden.
Weiterlesen nach der Anzeige
Fotografin Anne Bender berichtet über ihr Bild: „Die Spiegelung der Siamkatze in der Glastür eines Geschäfts fiel mir direkt auf. Der Titel ‚secret eye‘ ergab sich dann bei genauerer Betrachtung des Fotos am Rechner. Die Bearbeitung beschränkte sich auf leichte Farbanpassungen (Hervorhebung der Augen), das Entrauschen und das Zuschneiden des Bildes, sodass die Türfuge genau ins Zentrum des Bildes rückte.“

footprints I
(Bild: lgfokus)
Fußabdrücke ziehen sich durch eine schneebedeckte Fläche. Die minimalistische Komposition lebt von dem vielen Leerraum. Die Spur verläuft leicht diagonal durchs Bild und gibt die Richtung vor. Durch die reduzierte Gestaltung wird der Blick ganz auf Formen und Kontraste gelenkt, wodurch die Aufnahme fast grafisch wirkt. Trotz der Stille ist Bewegung zu spüren. Das Bild zeigt anschaulich, wie stark ein Motiv wirken kann, wenn es konsequent reduziert wird.
Glühbirne von lichtbild

Glühbirne
(Bild: lichtbild)
Eine zerbrochene Glühbirne füllt das Bild. Risse durchziehen das Glas und legen das Innenleben frei. Die eigentlich runde Form der Glühbirne kontrastiert mit den harten, unregelmäßigen Linien der Glassplitter. Klare Kontraste heben das Objekt vom Hintergrund ab und lenken den Blick auf seine Details. Das Experiment zeigt: Selbst ein kaputtes Alltagsobjekt kann eine starke Bildwirkung entfalten.
Abbey Road von Martin Ruopp

Abbey road
(Bild: Martin Ruopp)
Zwei Pinguine marschieren nebeneinander über den Beton am Meer. Im Hintergrund funkelt das Wasser und auf den Felsen dösen Artgenossen. Der Auftritt wirkt wie ein tierisches Cover-Remake – nur ohne Zebrastreifen. Der Moment sitzt und der Gleichschritt verleiht der Szene Witz und Rhythmus.
Oktagon von Karsten Gieselmann

Oktagon
(Bild: Karsten Gieselmann)
Ein Blick nach oben, in ein Treppenhaus. Die Kamera blickt exakt ins Zentrum des oktogonalen Lichthofs. Acht Kanten formen ein klares Muster. Stufe um Stufe zieht sich das Geländer nach oben und rahmt die Öffnung wie ein grafisches Element ein. Eine strenge Symmetrie bestimmt das Bild. Die Wiederholung der Formen erzeugt Rhythmus und Ruhe zugleich. Das Foto zeigt eindrucksvoll, wie aus Architektur reine Geometrie wird. Das Treppenhaus wirkt nicht mehr funktional, sondern wie eine abstrakte Komposition.
Berge im Herbst von Texas Longhorn

Berge im Herbst
(Bild: Texas Longhorn)
Sanfte Bergketten ziehen sich in der Ferne durch die Landschaft. Darüber spannt sich ein Himmel mit Wolken. Die Wiesen leuchten in warmen Farben, während die dunkleren Wälder Kontraste setzen. Der Blick wandert vom farbigen Vordergrund hinauf zu den Gipfeln im Hintergrund. Weiches Licht modelliert die Formen und betont die Strukturen der Natur. So entsteht eine Berglandschaft, die Stille und Weite ausstrahlt und die ganze Farbvielfalt des Herbstes in den Bergen zeigt.
(vat)
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenSchnelles Boot statt Bus und Bahn: Was sich von London und New York lernen lässt
-
Social Mediavor 2 WochenCommunity Management zwischen Reichweite und Verantwortung
-
Künstliche Intelligenzvor 1 Woche
Top 10: Die beste kabellose Überwachungskamera im Test – Akku, WLAN, LTE & Solar
-
Datenschutz & Sicherheitvor 3 MonatenSyncthing‑Fork unter fremder Kontrolle? Community schluckt das nicht
-
Entwicklung & Codevor 3 MonatenKommentar: Anthropic verschenkt MCP – mit fragwürdigen Hintertüren
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenGame Over: JetBrains beendet Fleet und startet mit KI‑Plattform neu
-
Social Mediavor 2 MonatenDie meistgehörten Gastfolgen 2025 im Feed & Fudder Podcast – Social Media, Recruiting und Karriere-Insights
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenDigital Health: „Den meisten ist nicht klar, wie existenziell IT‑Sicherheit ist“
