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Künstliche Intelligenz

Stellantis-Umbau: Fokus auf Kernmarken und Kapazitätsabbau in Europa


Stellantis stellt sich auf dem wichtigen US-Markt auf einen langen Weg zurück zu alter Stärke ein. Mit Kostensenkungen, der Konzentration von Investitionen auf Kernmarken und mit strafferer Organisation will Konzernchef Antonio Filosa in Nordamerika bis 2030 wieder eine operative Marge von 8 bis 10 Prozent einfahren, wie das Unternehmen in Auburn Hills (Michigan) nahe Detroit bekannt gab. Das hat auch Auswirkungen auf das Europa-Geschäft.

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Zugleich gab Stellantis eine Reihe von angestrebten Kooperationen bekannt, die den Konzern vor allem bei der Digitalisierung helfen sollen. Konkret geht es um die Firmen Applied Intuition, Qualcomm und Wayve. Quer über alle Marken hat Stellantis in einigen Bereichen einen Nachholbedarf, der mit flexibel gehaltenen Kooperationen angegangen werden soll.

Wayve soll Stellantis bei der Integration von KI in die AutoDrive-Plattform helfen. Als erste Zielmarke nennt der Konzern Level 2++ auf Autobahnen und Innenstädten ab dem Jahr 2028. Zum Teil bieten das einige Autohersteller schon heute. Ziel von Stellantis sei langfristig auch eine höhere Automatisierung. Der End-to-End-KI-Ansatz von Wayve sei darauf ausgelegt, „über verschiedene geografische Regionen und Fahrzeugtypen hinweg zu generalisieren“. Im Laufe der Zeit unterstütze das eine Einführung auf mehreren Märkten und ermögliche eine schnellere Bereitstellung sowie eine kontinuierliche Verbesserung durch Daten aus der Praxis, schreibt Stellantis. Momentan hemmen global unterschiedliche gesetzliche Vorgaben die Verbreitung von hoch- oder vollautomatisierten Systemen. Doch Hersteller müssen sich darauf einstellen, dass auf einigen Märkten mehr erlaubt ist als auf anderen – und von Kunden dann auch entsprechende Fahrautomatisierungen eingefordert werden.

Eine Zusammenarbeit mit Applied Intuition soll Entwicklung, Simulation, Validierung und Bereitstellung von Software über zentrale Fahrzeugsysteme hinweg beschleunigen. Funktionen sollen schneller bereitgestellt werden können. Basis der gemeinsamen Arbeit soll die Plattform STLA Brain werden. Stellantis verspricht „kontinuierliche Verbesserung während des gesamten Fahrzeuglebenszyklus“. Der Konzern hat gerade in diesem Bereich einiges aufzuholen, wie aktuelle Testwagen immer wieder zeigen. Tempo, Skalierbarkeit und Qualität seien in dieser Hinsicht entscheidend, wenn man neue Technologien in Fahrzeuge bringe, argumentiert Ned Curic, Chief Engineering and Technology Officer bei Stellantis.

Ausgebaut werden soll die Kooperation mit Qualcomm. Dafür gibt es einen mehrjährigen Auftrag, bei dem Qualcomm den Snapdragon Ride Pilot ADAS-Stack sowie System-on-Chips für die nächste Generation von Stellantis-Fahrzeugen liefern soll. Die gegenüber den aktuellen Chips erheblich höhere Rechenleistung wird benötigt, um künftige Anforderungen im Bereich Infotainment, vor allem aber bei Fortschritten in der Fahrautomatisierung umsetzen zu können. Einsparungen sollen durch eine Standardisierung über Plattformen hinweg erreicht werden.

An der Börse kamen die langfristigen Sanierungspläne von Stellantis zunächst nicht gut an. Der Konzern habe sich wie befürchtet Ziele gesetzt, die weit in der Ferne lägen, schrieb Analyst Philippe Houchois von der US-Investmentbank Jefferies. Die Stellantis-Aktie sackte in Mailand zeitweise um über 7 Prozent ab, zuletzt lag das Minus noch bei 4,5 Prozent. In Summe liege die Zielmarke für die operative Marge aber wohl knapp über 7 Prozent und damit höher als gedacht. Die Wachstumsambitionen für Europa und den Nahen Osten und Afrika seien ebenfalls größer.

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Die Kehrtwende werde nicht an einem Tag gelingen, sagte Verwaltungsratschef und Agnelli-Erbe John Elkann auf einer Investorenveranstaltung. Vielmehr müsse der Erfolg jeden Tag erarbeitet werden. Zur Rosskur des Vielmarkenkonzerns – mit Marken wie Peugeot, Fiat, Citroën, Chrysler, Alfa Romeo, Jeep und Ram – gehört eine Schrumpfung der Europasparte, die auch Opel treffen wird.

Das Europageschäft soll seine Produktionskapazität pro Jahr um mehr als 800.000 Fahrzeuge senken, hieß es. Dazu gehörten eine andere Nutzung des Werkes im französischen Poissy sowie die Fertigung zusammen mit Partnern in Rennes, Madrid und Saragossa. Wie bereits bekannt, soll in Saragossa ein von Opel und der chinesischen Stellantis-Beteiligung Leapmotor entwickeltes vollelektrisches SUV gebaut werden. Jobs in der Fertigung sollen erhalten bleiben, hieß es vom Konzern.

In Europa strebt Stellantis eine operative Marge von 3 bis 5 Prozent an. Das Sparprogramm auf dem Kontinent soll dazu beitragen, die jährlichen Kosten im Konzern bis 2028 gegenüber dem vergangenen Jahr um 6 Milliarden Euro zu senken. In den kommenden fünf Jahren will Chef Filosa zusammengenommen 60 Milliarden Euro investieren, um Stellantis wieder auf Kurs zu bringen. Rund 70 Prozent der Mittel entfallen dabei auf die vier Kernmarken Jeep, Ram, Peugeot und Fiat. Dass Filosa sein Augenmerk vor allem auf diese Marken richtet, war zuvor bereits in Medienberichten durchgesickert.

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(mfz)



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Acht schnelle USB-SSDs mit 1 und 2 TByte Speicherplatz im Test


Die gute Nachricht: Die SSD-Preise sind in den vergangenen Monaten weniger stark gestiegen als die für DRAM. Die nicht ganz so gute: Wer heute kauft, muss trotzdem mit etwa dem doppelten Preis vom vergangenen Jahr rechnen. Das führt zu Kaufzurückhaltung – und das wiederum dazu, dass einige Hersteller sich still und heimlich aus dem Markt zurückziehen oder zumindest deutlich weniger neue Modelle auf den Markt bringen als früher.

Doch einige neue Modelle haben wir gefunden. Unsere Auswahl besteht aus maximal sechs Monate alten Flash-Speichern, die pro TByte maximal 200 Euro kosten. Damit fiel etwa die Emtec X210 Elite Pro zunächst heraus: Diese 1-TByte-SSD war bei nur einem Händler verfügbar und sollte dort wahnsinnige 500 Euro kosten. Doch im Lauf von nur zwei Wochen fiel der Preis der SSD erst auf 350 Euro, bis sie dann zum Redaktionsschluss bei 209 Euro lag – sie ist also im Test mit dabei. Fraglich ist, ob sich jemand die SSD zum ehemaligen Preis gekauft hat – und wenn ja, in welchen Händen dann der übermäßige Gewinn gelandet ist.




Doch einige neue Modelle haben wir gefunden. Unsere Auswahl besteht aus maximal sechs Monate alten Flash-Speichern, die pro TByte maximal 200 Euro kosten. Damit fiel etwa die Emtec X210 Elite Pro zunächst heraus: Diese 1-TByte-SSD war bei nur einem Händler verfügbar und sollte dort wahnsinnige 500 Euro kosten. Doch im Lauf von nur zwei Wochen fiel der Preis der SSD, erst auf 350, dann auf 209 Euro – sie ist also im Test mit dabei. Fraglich ist, ob sich jemand die SSD zum ehemaligen Preis gekauft hat – und wenn ja, in welchen Händen dann der übermäßige Gewinn gelandet ist.


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Reflect Orbital: FCC genehmigt Test für umstrittene Spiegelsatelliten


Sonnenschein auf Bestellung: Das Versprechen des US-Start-up-Unternehmens Reflect Orbital klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Und vor allem Astronomen finden daran gar nichts schön. Doch das Ansinnen, riesige Spiegel als Satelliten ins All zu schicken, um künftig auf Bestellung in der Nacht Sonnenlicht punktgenau auf die Erde zu reflektieren, hat eine erste große Hürde genommen. Die US-Telekommunikationsbehörde FCC hat die Genehmigung für den Start eines ersten Testsatelliten namens Earendil-1 erteilt – der Name ist übrigens eine Anspielung auf eine Figur Tolkiens, die einen leuchtenden Stern am Himmel trägt.

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Das Vorhaben von Reflect Orbital ist hochumstritten. Bis zum Jahr 2035 will das Unternehmen nach eigenen Angaben Megakonstellationen von über 50.000 Satelliten ins All schießen. Sie sollen in der Nacht Licht auf die Erde spiegeln, damit Solarparks auch im Dunkeln Energie produzieren können, als Beleuchtung für Nachtbaustellen, in der Landwirtschaft oder als Tageslicht im Katastrophenfall. Auch von Nachtlicht bei Veranstaltungen und Hilfe im Verteidigungsfall schwärmt das Unternehmen, das sich selbst als „The Sunlight Company“ beschreibt. Oder Städte könnten das Licht einfach einsetzen, um Straßenlaternen zu ersetzen und das urbane Leben zu verbessern.

Kritiker des Vorhabens gingen im Zuge des Genehmigungsverfahrens auf die Barrikaden: Die FCC erhielt alleine 1800 öffentliche Stellungnahmen zum Testsatelliten, darunter eine „Petition to Deny“ der American Astronomical Society (AAS) – schon im Herbst 2025 hatten sich mehr als 1000 Forscher gegen die Reflect-Orbital-Pläne ausgesprochen. Die Spiegelsatelliten machten astronomische Beobachtungen schwierig bis unmöglich, heißt es. Hobbyastronomen könnten gar geblendet werden, ebenso Flugzeugpiloten und Autofahrer. Die Royal Astronomical Society nennt das Vorhaben „inakzeptabel“. Dem Start-up wird auch vorgeworfen, Umweltfolgen – etwa für Wildtiere – außer Acht zu lassen. Reflect Orbital hält entgegen, dass das Licht nur punktgenau eingesetzt werden soll und jederzeit abschaltbar ist.

Die FCC hat für sich einen eleganten Ausweg gefunden, über die Begleiterscheinungen gar nicht entscheiden zu müssen: Sie sei nur für die Nutzung der Funkfrequenzen zuständig und dass Weltraummüll vermieden wird, heißt es in dem Genehmigungsschreiben. Über die Auswirkungen des Spiegels müssen also andere entscheiden – wer, das bleibt aber unklar. Eine Umweltprüfung hält die Behörde mangels konkreter Belege auch nicht für angezeigt. Die Genehmigung betrifft aber nur den Einzelfall. Wenn Reflect Orbital später größere Konstellationen beantragt, würde dies gesondert geprüft werden, beteuert die FCC.

Damit kann der Satellit, der in einer Einsatzhöhe von 625 Kilometern die Erde umkreisen soll, also erstmal starten. Eigentlich wollte Reflect Orbital schon im April loslegen und dieses Jahr insgesamt zwei Satelliten ins All befördern. Jetzt wird es, wenn es gut läuft, einer. Mehr hat die FCC nicht genehmigt. Dieser soll mit einem steuerbaren Dünnfilm-Reflektor von 18 mal 18 Metern ausgestattet sein und auf der Erde eine Fläche von fünf Kilometern Durchmesser beleuchten können. Die genehmigte Lizenzzeit beträgt zwei Jahre, spätestens bis zum 9. Juli 2032 muss der Start erfolgt sein.

Das Sonnenlicht-Projekt reiht sich ein in eine Reihe umstrittener Satellitenvorhaben. Parallel läuft bei der FCC gerade das Genehmigungsverfahren für Satelliten-Rechenzentren von SpaceX. Astronomen sind schon seit Jahren verärgert über die wachsende Zahl von Starlink-Satelliten, zu denen sich zunehmend auch Mitbewerber wie Amazon gesellen. Bereits im März 2026 warnten die Royal Astronomical Society, die ESO und die Internationale Astronomische Union bei der FCC, dass eine Million SpaceX-Satelliten und Sonnenspiegel den Nachthimmel in einem bisher nicht dagewesenen Ausmaß beeinträchtigen würden.

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Vom Erfolg oder Misserfolg des Tests hängt jetzt also ab, wie es mit dem Projekt weitergeht. Neben der technischen Machbarkeit gibt es noch viele offene Fragen: Reicht das reflektierte Sonnenlicht wirklich aus, um damit Solarenergie zu erzeugen? Einige bezweifeln dies. Und was wird so eine Sonnenlichtbestellung überhaupt kosten, damit so ein Satellitennetzwerk wirtschaftlich betrieben werden kann? Kritiker könnten die Erprobung nutzen, um konkrete Belege für ihre Vorbehalte zu sammeln. So oder so dürfte der Versuch also buchstäblich Licht ins Dunkel bringen.

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(mki)



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Start-up PrismML: Bislang „größtes“ lokales KI-Modell fürs iPhone


Für Apple gilt schon seit Langem: Die Zukunft der Künstlichen Intelligenz liegt nicht in der Cloud, sondern auf lokalen Geräten. Schon vor dem aktuellen Boom der generativen KI hatte der iPhone-Hersteller seine Algorithmen des Maschinellen Lernens (ML) bevorzugt auf seiner eigenen Hardware laufen lassen, insbesondere aus Datenschutzgründen. Mit Siri AI gibt es nun zwar eine – dank Google verstärkte – Cloud-Komponente, doch zunächst werden örtliche Modelle wie AFM Core und AFM Core Advanced aktiv. Dabei gelang es Apple, ein Modell mit 20 Milliarden Parametern für das iPhone 17 Pro, 17 Pro Max und Air anzupassen. Schon das galt als Meisterstück. Ein Start-up, PrismML, legt nun nach: Laut einem Bericht gelang es der jungen Firma nun, Qwen 3.6, ein chinesisches Open-Source-Modell von Alibaba, mit 27 Milliarden Parametern auf ein iPhone 17 Pro zu verpflanzen.

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Wie der IT-Newsdienst The Information schreibt, lassen sich damit Aufgaben wie komplexe Chat-Antworten, Reasoning-Aufgaben sowie vollständig autonome Agenten auch fürs Coding umsetzen. Ab kommenden Dienstag soll das Modell für die Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. PrismML erwartet, dass in „vielleicht drei Jahren“ bis zu 95 Prozent der benötigten KI-Leistung lokal auf Smartphones, Laptops oder gar Appliance-Geräten zur Verfügung steht. Baba Hassibi, Chef des Start-ups, glaubt, dass dann nur noch „fünf Prozent der High-End-Sachen“ in die Cloud gehen werde. „Ich glaube, dass ist der Weg nach vorne, den die Leute sehen.“

Diese Vorstellung dürfte den ein oder anderen KI-Investor beunruhigen, schließlich stecken Hunderte Milliarden in Rechenzentren mit entsprechend leistungsstarken GPUs. Zumindest bei der Inferenz, also der Ausgabe nach Prompt-Anfragen, könnte dies auf lokale Geräte wandern, wenn sich die Vorstellung von PrismML tatsächlich umsetzen lässt. Für das Training hingegen dürften Rechenzentren zumindest absehbar weiterhin notwendig bleiben.

PrismML ist ein Spinoff des California Institute of Technology (Caltech), wo Hassibi Professor für Elektrotechnik ist. Die Firma nutzt laut eigenen Angaben „mathematische Tricks“, um Qwen 3.6 zu schrumpfen. Das geht über die übliche Quantisierung hinaus. Angeblich fallen die üblichen Qualitätseinbußen durch die PrismML-Technik weg. Qwen 3.6 wird so von 54 GByte auf 4 GByte komprimiert. Die dafür notwendigen Patente hält Caltech.

Apple hatte für AFM Core Advanced eine Technik eingeführt, bei der Flash-Speicher das RAM-Problem eines großen Modells mit 20 Milliarden Parametern löst – es werden nur die wirklich benötigten Teile geladen. Der iPhone-Hersteller sucht derzeit nach weiteren KI-Firmen auf dem Gebiet, die er übernehmen könnte. Ob PrismML dazu gehört, ist unklar, allerdings soll es laut The Information erste Gespräche mit Apple gegeben haben, die Technik zu nutzen. Cloud-Modelle haben nach wie vor den zentralen Vorteil, dass sie sich vergleichsweise schnell aktualisieren lassen – auf Nutzerseite sind hier keine Maßnahmen notwendig, um das jeweils neueste Modell zu verwenden.

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(bsc)



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