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Ganz auf Marken ausgerichtet: Kreativstudio Koto launcht CcType › PAGE online


Das Kreativstudio Koto mit Dependancen in London, New York, Los Angeles, Berlin und bekannt für innovative Brandings und Kampagnen, hat seine eigene Foundry CcType gelauncht – mit hohem Anspruch und einer ersten Schriftfamilie.

Ganz auf Marken ausgerichtet: Kreativstudio Koto launcht CcType › PAGE online

Type of Feeling von &Walsh, Fuego Fonts von LIT Berlin und jetzt CcType von Koto: Kreativstudios erweitern ihr Business mit einer eigenen Typefoundry und schöpfen dabei aus der jahrelangen Erfahrung, die sie mit der Schriftentwicklung für Brands gesammelt haben.

Ganz ausgerichtet auf die zeitgemäße Markenkommunikation ist dabei auch das Kreativstudio Koto, das zuletzt für Brands wie Stack Overflow, MassiveMusic oder The Huntington National Bank gezeigt hat, wie das heute geht – inklusive der Schriften.

Immer wieder wären sie mit bereits bestehenden Fonts an deren Grenzen gestoßen. Funktionierten diese in einem bestimmten Kontext hervorragend, würden sie an anderer Stelle versagen, heißt es von Koto. Dann wieder eigneten sich manche für den funktionalen digitalen Einsatz sehr gut, böten aber wenig kreativen Ausdruck.

Deshalb – und auch als Reaktion auf die Komplexität heutiger Brandings und Kampagnen – entwickelten die Kreativen eigene Schriften wie zuletzt für Stack Overflow, veröffentlichten sie über Google Fonts und stießen auf großes Interesse.

So entstand jetzt ihre eigene Schriftfoundry CcType (der Name stammt aus der Programmiersprache), die von Anfang an ganz auf die Ansprüche moderner Marken ausgerichtet ist, auf Kampagnen, digitale Anwendungen und Bewegtbild.

Hochflexibel und emotional

Zwei Aspekte stehen bei CcType für Koto im Mittelpunkt: die praktische und die emotionale Vielseitigkeit von Schriften, heißt, dass sie auf unterschiedliche Bedürfnisse reagieren ohne dabei ihren Charakter und ihre Eigenständigkeit einzubüßen.

Bei dem Launch von CcType entschieden sich die Kreativen dafür, erst einmal auf eine einzige Schriftfamilie zu setzen.

Auf die CcTimeline, eine hyperflexible Display-Serifenschrift, die gleichzeitig ganz auf gestalterische Kontrolle ausgelegt ist und gleich drei Typo-Perioden miteinander verbindet: frühe britische Metallschriften, den Schweizer und deutschen Fotosatz der Moderne sowie zeitgenössische digitale Typografie.

Die CcTimeline bietet variable Achsen und OpenType-Funktionen, Kontraste können verändert und alternative Zeichen aktiviert werden.

Einmalkauf für alle

Gleichzeitig hat Koto ein Lizenzmodell aufgesetzt, das aus der eigenen Unzufriedenheit über herkömmliche Abonnements oder Lizenzgebühren entstand, die häufig sehr unübersichtlich und unflexibel sind und deren Kosten mit der Reichweite steigen.

Stattdessen setzt CcType auf den Einmalkauf und ein Preismodell, das abhängig von der Anzahl der Mitarbeitenden eines Unternehmens ist, um, wie es von den Kreativen selbst heißt, die Schriften für Freelancer:innen, unabhängige Designstudios, Agenturen und Marken gleichermaßen zugänglich zu machen.

CcTimeline ist ab sofort erhältlich. Die Preise für die komplette Schriftfamilie starten bei 575 britischen Pfund (ca. 675 Euro), einzelne Schnitte starten bei 60 britischen Pfund (ca. 70 Euro).


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Mehr als ein Wappen: Wie Sekundärlogos die Markensprache im Sport erweitern – Design Tagebuch


Lange Zeit war das „Vereinswappen“ der einzige visuelle Absender eines Sportvereins. Oft über Jahrzehnte gewachsen und entsprechend emotional aufgeladen wird das Vereinslogo oftmals als unveränderlich angesehen. Doch die Anforderungen an Sportmarken haben sich grundlegend verändert.

Der Chelsea FC hat eins, ebenso Chicago Fire, seit Kurzem auch der SV Werder Bremen und die KSV Holstein: ein Sekundärlogo. In den US-Major-Leagues (MLS, NFL, NHL, NBA, MLB) sind Sekundärlogos, auch als „Alternate Logo“ oder „Secondary Mark“ bezeichnet, seit langem integraler Bestandteil eines Brand-Toolkits. Nahezu alle US-Teams nutzen sie.

Auch in europäischen Fußball-Ligen sind Sekundärlogos mittlerweile weit verbreitet. In den vergangenen Jahren sind eigenständige Zweitzeichen neben dem klassischen Vereinslogo zu ein…

Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.



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Vorsicht vor der Scheinselbständigkeit › PAGE online


Eine alleinige saubere Vertragsgestaltung ist für eine freie Zusammenarbeit nicht ausreichend. Vielmehr entscheidend ist die tatsächlich gelebte Praxis. So schützt ihr euch vor der Scheinselbständigkeit.

Emojis vor einem farbigen Hintergrund
Bild: PAGE

Maximale Flexibilität und trotzdem ein regelmäßiges Einkommen – viele Freelancer:innen in der Kreativbranche wünschen sich genau das. Aber vor allem Berufseinsteiger:innen sollten das Thema Scheinselbständigkeit im Blick haben.

Übrigens sehen viele Freie (Branchen-übergreifend), die schon länger auf dem freien Markt arbeiten, – ganze 62 % – den Punkt der Scheinselbstständigkeit als größtes rechtliches Defizit!

Leider ist die Problematik also allgegenwärtig und die Grenzen zwischen echter Freiberuflichkeit und Scheinselbständigkeit sind oft fließend – ein finanzielles und rechtliches Risiko, das Kreative wie auch Agenturen häufig unterschätzen.

Kurz erklärt: Von Scheinselbständigkeit spricht man, wenn jemand vertraglich als freie:r Mitarbeiter:in geführt wird, in der alltäglichen Praxis jedoch wie ein:e festangestellte:r Arbeitnehmer:in agiert. In der Kreativszene entsteht diese Grauzone oft schleichend – zum Beispiel durch monatelange Projektarbeit für einen Hauptauftraggeber.

Die Warnsignale

Es gibt einige typische Warnsignale, die man daher im Kopf haben sollte.

  • Weisungsgebundenheit: Ein Kunde bestimmt feste Arbeitszeiten, den Arbeitsort oder detaillierte Prozessschritte.
  • Tiefe Eingliederung: Nutzung von Kunden-Hardware, feste Schreibtische in der Agentur sowie die Teilnahme an internen Teamevents oder täglichen Stand-ups.
  • Wirtschaftliche Monostruktur: Mehr als 80 % des Gesamteinkommens stammen dauerhaft von einem einzigen Auftraggeber.
  • Fehlendes Unternehmertum: Es gibt keinen eigenen Marktauftritt, keine eigene Website und kein unternehmerisches Risiko.

Die Konsequenzen einer Nachprüfung durch die Deutsche Rentenversicherung (DRV), die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls sowie die Krankenkassen treffen Auftraggeber und Freelancer:innen hart. Es drohen rückwirkende Beitragsnachzahlungen zur Sozialversicherung, Säumniszuschläge und steuerliche Korrekturen.

Für Kreative bedeutet die nachträgliche Einstufung als Arbeitnehmer oft den Verlust geschätzter Freiheiten und möglicherweise das Ende der Geschäftsbeziehung.

Arbeitet für mehrere Kunden und achtet auf eure gelebte Praxis

Man kann sich merken, dass hier eine alleinige saubere Vertragsgestaltung nicht ausreichend ist. Vielmehr entscheidend ist die tatsächlich gelebte Zusammenarbeit.

Kreative schützen sich in erster Linie, indem sie für mehrere Kunden arbeiten, eigene Arbeitsmittel nutzen, Projektpreise frei kalkulieren und als eigenständige Marke am Markt auftreten. Im Zweifel schafft ein offizielles Statusfeststellungsverfahren der DRV vorab Klarheit.

Das ist ein offizielles Prüfverfahren und es ist dafür da, rechtssicher festzustellen, ob eine konkrete Tätigkeit als abhängige Beschäftigung (sozialversicherungspflichtige Anstellung) oder als selbstständige Tätigkeit einzustufen ist.

In der Praxis kann man das aber umgehen, wenn man die Warnsignale kennt und mehrere Auftraggeber hat.

Aktuell ist eine Verbesserung dieser Situation leider erstmal nicht in Sicht. Und das, obwohl verschiedene Kreativ-Verbände seit Jahren grundlegende Anpassungen von der Politik fordern.

 

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Vor der Wahl in Sachsen-Anhalt: Die Kampagne #stolzaufVielfalt › PAGE online


Nach der Landtagswahl am 6. September plant die AfD eine »patriotische Wende« in Sachsen-Anhalt. Mit #stolzaufVielfalt starten dortige Kulturinstitutionen eine gemeinsame Kampagne, die auf Vielfalt setzt – und auf ein leuchtendes Design, das vom Bauhaus Dessau stammt.

Was die »patriotische Wende« der AfD Sachsen-Anhalt, die als »gesichert rechtsextrem« eingestuft wird, für die Kultur bedeutet, das konnte man bereits erahnen, als die Partei im letzten Jahr eine Kampagne gegen das Bauhaus startete, in der sie die Institution als »Irrweg der Moderne« bezeichnete.

Wenige Wochen vor der Wahl hat jetzt ein breit aufgestelltes Bündnis von Kulturinstitutionen und Stiftungen  #stolzaufVielfalt ins Leben gerufen und lädt zum Mitmachen ein.

Es ist eine Kampagne, die für »Vielfalt, demokratische Offenheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt« steht und zeigen möchte, wie viele verschiedene Gesichter Sachsen-Anhalt hat und dass genau das die Stärke des Bundeslands ausmacht – von der Wissenschaft über das reiche Kulturerbe, das Handwerk und den Erfindergeist, das Engagement und vieles mehr.

Bereits im April hatte die Kulturstiftung Sachsen-Anhalt eine, von mittlerweile 67 Kulturinstitutionen unterschriebene Erklärung veröffentlicht, in der sie sich gegen die »neue patriotische Kulturpolitik der AfD« wendet.

Jetzt geht es erneut darum, die Mehrheit im Bundesland sichtbar zu machen, die Vielfalt schätzt und sich gegen eine Gleichschaltung wehrt.

V wie Vielfalt – und wie Victory

Die Gestaltung der Kampagne selbst, die in ihren leuchtenden Farben nicht zu übersehen ist, stammt vom Bauhaus Dessau selbst, von dem Designer Oliver Klimpel, der als Professor an der Hochschule für Grafik und Buchkunst unterrichtet hat und heute die Kuratorische Werkstatt am Bauhaus Dessau leitet.

Wir haben bei ihm nachgefragt, wie die das Visual das die Kampagne prägt, zustande kam:

Im Mittelpunkt steht das V – für Vielfalt und als Victory-Zeichen für Vielfalt.

Es ist ein aktives Symbol, das für zivilgesellschaftliches Engagement steht und es gleichzeitig mit (Pop)kultur verbindet und nicht nur in den Social Media, sondern auch auf Buttons und Badges funktioniert.

Begleitet wird das von einem rahmenden und verbindenden Layoutsystem, das sich über die unterschiedlichen Visuals legen kann, deren Vielfalt bewahrt und gleichzeitig einen hohen Wiedererkennungswert hat. Und das sich bei Bedarf auch animieren ließe, wie Klimpel sagt.

Leuchtend sichtbar werden

Damit auch Teilnehmende, die nicht so Illustrator-, Photoshop- oder InDesign-affin sind, es problemlos nutzen können, ist das Visual nicht zu komplex. Aber es ist umso einprägsamer.

Und das mit seinen leuchtenden Farben, die kräftig und positiv sind und die, wie Klimpel sagt, gleichzeitig versuchen, sich einer vereinfachten und eindeutigen Zuschreibung zu entziehen und nationale oder hoheitszeichenartige Stereotypen nicht zu bedienen.

Inspiriert sind erste Entwürfe unter anderem von dem innovativen Grafikdesign osteuropäischer Bürgerbewegungen aus den 1980er- und 90er-Jahren, die, gerade auch in der Tschechoslowakei, Witz und Optimismus mit Aktivismus verbunden haben.

Einladung an alle

Zu den Institutionen der Initiative #stolzaufVielfalt, die ab sofort im Einsatz ist, gehören neben dem Bauhaus Dessau unter anderem die Kulturstiftung Dessau-Wörlitz, die Gedenkstätten Sachsen-Anhalt, die Stiftung Evangelisches Anhalt, der Landesheimatbund und viele mehr.

Vor allem aber versteht die Kampagne sich als offene Einladung an alle, die interessiert sind, sich zu beteiligen – von Einzelpersonen über Kultureinrichtungen, Stiftungen, Vereinen, Unternehmen und Kommunen.

Es geht darum, ein gemeinsames Zeichen für ein weltoffenes und vielfältiges Sachsen-Anhalt zu setzen – und das sichtbar zu machen. Denn selbst wenn aktuelle Wahlprognosen zutreffen, steht die Mehrheit in Sachsen-Anhalt genau dafür.

 





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