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Gründerszene Sommercamp: Mit KI in zehn Wochen ein Startup bauen?


Gründerszene Sommercamp: Mit KI in zehn Wochen ein Startup bauen?

Aus rund 200 Bewerbungen haben sich diese acht Talente durchgesetzt.
Martin U. K. Lengemann

Von KI, die dir Handwerker vermittelt, bis zu einer App, die endlich die Frage „Wo gehen wir essen?“ beantwortet. Acht KI-Builder ziehen ins Gründerszene-Startupcamp „Gründerszene sucht die Supergründer“ ein, mit nur einem Ziel: ihre Ideen in die Realität umzusetzen.

Das Sommercamp „Gründerszene sucht die Supergründer“ ist ein zehnwöchiges Fellowship von Gründerszene. Acht ausgewählte Fellows entwickeln dabei mithilfe von Künstlicher Intelligenz Consumer-Apps. Unterstützt wird das Programm von unseren Partnern Dash0DHL, OpenAI & Vercel.

Die Fellows könnten unterschiedlicher kaum sein. Die einen haben bei Google oder Uber programmiert, die anderen Startups mit aufgebaut, in Venture-Capital-Fonds gearbeitet oder Unternehmen beraten. Doch am Ende zählt nicht der Lebenslauf, sondern wer in zehn Wochen die beste Idee baut. Unterstützung gibt es zwar jede Menge, geschenkt wird sich trotzdem nichts.

Hier kommen die acht Köpfe, die in diesem Sommer um den Titel „Supergründer“ – und 10.000 Euro Preisgeld – kämpfen.

1. Theodora Both: Vom Dating in die Restaurants

Theodora Both (24) liebt den Startup-Alltag und sagt selbst, dass sie schon mit 16 wusste, Unternehmerin werden zu wollen. Druck ist für sie dabei kein Problem: „Ich liebe Druck, dann arbeite ich noch härter und besser.“ Dass sie Aufmerksamkeit erzeugen kann, hat sie bereits bewiesen: Mehrfach ist sie mit ihren Inhalten viral gegangen. Die anderen Teilnehmer sollten also aufpassen, denn Theodora weiß, wie man Menschen erreicht.

Theodora Both wird Unternehmerin. Das ist ihr klar. Und uns auch.

Theodora Both wird Unternehmerin. Das ist ihr klar. Und uns auch.
Martin U. K. Lengemann

Theodora hat mit SheLeads bereits eine Community von über 1.200 jungen Frauen aufgebaut und gezeigt, dass sie Menschen zusammenbringen und Projekte wachsen lassen kann. Neben Erfahrungen bei PwC und EY studiert sie Entrepreneurship an der WHU und arbeitet heute an ihrer eigenen Personal-Brand-Agentur. Jetzt will sie beweisen, dass sie nicht nur Communities aufbauen, sondern auch ein Startup skalieren kann. Anfangs wollte sie eine Dating-App bauen, jetzt geht sie in Richtung Restaurants oder vielleicht doch was anderes? Was klar ist: Sie mag Pivots.

2. Suna Marie Tamboga: Der Handwerker kommt – und weiß schon, was kaputt ist

Kaum etwas testet die Geduld so sehr wie ein kaputter Wasserhahn und die Suche nach jemandem, der ihn repariert. Suna Marie Tamboga (20) will beides deutlich entspannter machen. Ihre Plattform soll Haushalte mit lokalen Handwerksbetrieben verbinden.

Kaputter Wasserhahn statt endloser Telefonate: Suna Marie Tamboga arbeitet an einer KI-Plattform, die den passenden Handwerksbetrieb automatisch vermittelt.

Kaputter Wasserhahn statt endloser Telefonate: Suna Marie Tamboga arbeitet an einer KI-Plattform, die den passenden Handwerksbetrieb automatisch vermittelt.
Martin U. K. Lengemann

Startup-Luft hat Suna bereits reichlich geschnuppert. Neben ihrem Studium an der Zeppelin Universität hat sie als Founders Associate bei Bounti und opus direkt an Themen wie Vertrieb, Produkt und Wachstum gearbeitet. Mit ihrer Leidenschaft für Unternehmertum und Innovation sitzt sie jetzt selbst auf der Gründerseite des Tisches. Ihr Motto dabei: „Gas geben.“ Warum sie an den Sieg glaubt? „Ich glaube, dass ich Supergründerin werden kann, weil ich sehr an meine Idee glaube und sie ein Problem löst“, so Suna.

3. Minh Vu Ngo: Wenn KI-Zwillinge zuerst flirten

Auch Minh Vu Ngo (30) wollte anfangs eine Dating-App bauen. Konkurrenz für Theodora? Oder ein großer Merger? Wir werden sehen!

Mag Tech: Minh Vu Ngo.

Mag Tech: Minh Vu Ngo.
Martin U. K. Lengemann

Minh bringt einen starken KI- und Engineering-Background mit: Nach Stationen bei Google, Amazon und Uber sowie Forschungserfahrung an der Harvard University gründete er mit Cevee seine eigene KI-basierte Karriereplattform. Mit seinem Wissen aus Computer Science, Machine Learning und Produktentwicklung baut er heute daran, Karriereorientierung für die nächste Generation neu zu denken.

„Meine Freunde glauben immer an mich“, sagt er. Gleichzeitig ist er überzeugt, dass viele seine Soft Skills unterschätzen. Und was sein Ziel im Camp angeht, lässt er keinen Zweifel: „Ich bin ein super kompetitiver Mensch. Ich bin natürlich hier, um zu gewinnen.“

4. Vincent Betz: Prognosen statt Glücksspiel

Vincent Betz (25) setzt auf Vorhersagen statt Wetten: Seine Idee ist eine Social-App, in der Nutzer Prognosen zu aktuellen Ereignissen abgeben und sich mit Freunden messen können, ganz ohne echtes Geld und damit außerhalb klassischer Glücksspielregeln (Glück gehabt!).

Er sagt gegenüber Gründerszene, das Startup-Camp fühlt sich für ihn ein bisschen wie „Love Island für Startups“ an. Druck verspürt Vincent nach eigener Aussage selten – mal schauen, wie lange das noch anhält.

Wer hat das bessere Gespür für die Zukunft? Vincent Betz entwickelt eine App, in der Nutzer Vorhersagen zu aktuellen Themen treffen und sich mit Freunden messen können.

Wer hat das bessere Gespür für die Zukunft? Vincent Betz entwickelt eine App, in der Nutzer Vorhersagen zu aktuellen Themen treffen und sich mit Freunden messen können.
Martin U. K. Lengemann

Einen Exit kann Vincent schon von seiner To-do-Liste streichen. Nach seinem Studium in Management & Technology an der TUM und einem Austauschjahr an der UC Berkeley gründete er mehrere AI/ML-Startups. Mit Jarts, einer Plattform für KI-Sichtbarkeit von Unternehmen, baute er in nur wenigen Monaten ein Produkt auf, das von über 2.000 Agenturen und Marken genutzt wurde und erfolgreich übernommen wurde. Jetzt widmet er sich bereits der nächsten Idee.

5. Jolina van Laaten: Gesundheit beginnt beim Lesen

Was wäre, wenn man beim Lesen eines Gesundheitsartikels direkt den passenden Test bestellen könnte? Genau daran arbeitet Jolina van Laaten (22). Ihre Idee verbindet Gesundheitsanalysen mit medizinischen Testangeboten. Nutzer können Tests bestellen, erhalten ihre Ergebnisse verständlich von einer KI erklärt und bekommen konkrete Handlungsempfehlungen für die nächsten Schritte. „Die Idee ist, dass ihr mit meiner App gesund bleiben könnt. Ich will es für euch möglich machen, Daten über euren Körper zu verstehen“, beschreibt Jolina ihre Vision. Druck im Camp sieht sie dabei nicht nur als Herausforderung – er motiviert sie, an ihre Grenzen zu gehen.

Dr. Google bekommt Konkurrenz: Jolina van Laaten entwickelt eine Plattform, die Gesundheitswissen mit Tests und KI-gestützter Auswertung verbindet.

Dr. Google bekommt Konkurrenz: Jolina van Laaten entwickelt eine Plattform, die Gesundheitswissen mit Tests und KI-gestützter Auswertung verbindet.
Martin U. K. Lengemann

Jolina bringt einen bunten Mix aus Venture Capital, Beratung und E-Commerce mit. Während ihres Studiums in Entrepreneurship and Business Innovation sammelte sie Erfahrungen bei Stationen wie Heartfelt, PwC und Oiko International Consulting – von Investments über Venture Development bis hin zu digitalen Geschäftsmodellen. Heute verbindet sie diesen Blick auf Innovation mit ihrer Begeisterung für digitale Gesundheitslösungen und die Frage, wie Technologie Gesundheit smarter machen kann.

6. Garry Lazovskis: Restaurantsuche nach Bauchgefühl

„Ich habe Lust auf etwas Gemütliches, vegetarisch wäre gut und bitte nicht zu laut.“ Genau solche Anfragen soll Garry Lazovskis (21) App beantworten. Eine KI schlägt passende Restaurants vor, inklusive Reservierungsmöglichkeiten und personalisierten Empfehlungen.

Heute Pizza oder Sushi? Garry Lazovskis entwickelt eine KI-App, die nicht nur Restaurants kennt, sondern auch versteht, worauf Nutzer gerade Lust haben.

Heute Pizza oder Sushi? Garry Lazovskis entwickelt eine KI-App, die nicht nur Restaurants kennt, sondern auch versteht, worauf Nutzer gerade Lust haben.
Martin U. K. Lengemann

Wie er mit dem Druck im Camp umgehen wird? „Das werde ich herausfinden“, sagt Garry. Er hoffe natürlich, dass es gut klappt. Beim Ausgang des Wettbewerbs zeigt er sich dagegen selbstbewusst: „Ich werde euch zeigen, warum ich der Supergründer bin. Wir sehen uns am Final Day – dann schauen wir, wer die 10.000 Euro bekommt.“

Bereits als Jugendlicher gründete Garry seine erste Agentur und sammelte früh Erfahrung im Aufbau digitaler Projekte. Heute arbeitet er an Softwarelösungen für die Gastronomie, die Gastro-Welt kennt er also nicht nur vom Tisch aus. Zudem hat er sich sehr mit Theodora und Vu angefreundet. Vielleicht machen sie eine App zu dritt?

7. Amerigo Velletti: Der KI-Einkäufer für Secondhand

Nachhaltig shoppen? Klar. Stundenlang durch tausende Angebote scrollen? Eher nicht. Amerigo Velletti (21) möchte Secondhand-Suche automatisieren und damit Zeit sparen.

Sein KI-Agent durchforstet im Netz Plattformen wie Kleinanzeigen oder Vinted und findet genau die Angebote, die zu den Wünschen der Nutzer passen. Statt sich stundenlang durch Listings zu klicken, lässt man einfach die KI suchen.

Vintage-Fundstücke statt Browser-Chaos: Amerigo Velletti entwickelt eine KI, die die Schnäppchenjagd auf Secondhand-Plattformen übernimmt.

Vintage-Fundstücke statt Browser-Chaos: Amerigo Velletti entwickelt eine KI, die die Schnäppchenjagd auf Secondhand-Plattformen übernimmt.
Martin U. K. Lengemann

Amerigo bringt einen starken technischen Hintergrund mit: Nach Stationen im IT-Umfeld und seinem Studium der Wirtschaftsinformatik an der TU München arbeitet er heute als Founding Engineer an KI-Anwendungen und Automatisierungslösungen.

Warum er am Ende der Supergründer werden will? „Weil ich innovativ bin, aber auch die entsprechenden Tech-Erfahrungen mitbringe“, sagt Amerigo.

8. Klaas Wibker: Jeder kann Influencer werden

Influencer sein war lange ein Spiel für Menschen mit riesiger Community. Klaas Wibker (23) sagt: Muss nicht sein. Seine App macht aus alltäglichen Nutzern kleine Werbestars. Sie drehen kurze Clips für Marken und werden belohnt, wenn ihre Videos durchstarten.

Nicht jeder braucht Millionen Follower: Klaas Wibker entwickelt eine App, mit der auch kleine Creator große Marken unterstützen – und dafür belohnt werden.

Nicht jeder braucht Millionen Follower: Klaas Wibker entwickelt eine App, mit der auch kleine Creator große Marken unterstützen – und dafür belohnt werden.
Martin U. K. Lengemann

Vom Jurastudium in Leipzig über Stationen in der Tech- und Finanzwelt bis zum eigenen Startup: Klaas Wibker verbindet rechtliches Know-how mit einer großen Portion Gründergeist. Nach Erfahrungen unter anderem im Umfeld von Trade Republic wagt er jetzt den Schritt ins Unternehmertum. Sein persönlicher Leitsatz: „Das Wichtigste ist, die Probleme anzupacken, die einem begegnen, und sich nicht unterkriegen zu lassen.“ Ob seine Idee durchstartet? Wird sich zeigen. Spannend wird dieser Sommer auf jeden Fall.





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Quantum Diamonds erhält 91 Millionen – Lissi sammelt 3,5 Millionen ein – Finto bekommt 3,4 Millionen


#DealMonitor

+++ #DealMonitor +++ Quantum Diamonds erhält 91 Millionen +++ Lissi sammelt 3,5 Millionen ein +++ Finto bekommt 3,4 Millionen +++ Birdsview erhält 2,5 Millionen +++ Carewell streicht 1,5 Millionen ein +++ Propcorn bekommt sechsstellige Summe +++

Quantum Diamonds erhält 91 Millionen – Lissi sammelt 3,5 Millionen ein – Finto bekommt 3,4 Millionen

Im #DealMonitor für den 9. Juli werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

STARTUPLAND 2027: SAVE THE DATE

The next unicorn? You’ll meet it at STARTUPLAND
+++ Du hast unsere phänomenale dritte STARTUPLAND verpasst? Dann trage Dir jetzt schon einmal unseren neuen Termin in Deinen Kalender ein: Die nächste STARTUPLAND findet am 10. März 2027 statt. Mehr über Startupland

INVESTMENTS

Quantum Diamonds
+++ Der Berliner Impact-Investor World Fund, IQ Capital, Earlybird, First Momentum, UnternehmerTUM Funding for Innovators, Creator Fund, Onsight Ventures, Bayern Kapital und mehrere Business Angels investieren 15 Millionen Euro in QuantumDiamonds. Hinzu kommen 76 Millionen Euro an Fördergeldern durch den European Chips Acts. Das Startup aus München, 2022 von Kevin Berghoff, Kristina Liu, Dominik Bucher, Tammo Sievers und Fleming Bruckmaier gegründet, entwickelt „Sensoren, die eine zerstörungsfreie Bildgebung von Magnetfeldern im Nanobereich ermöglichen“. IQ Capital, Earlybird, Onsight Ventures, First Momentum, Creator Fund und UnternehmerTUM investierten zuvor bereits 3 Millionen Euro in Quantum Diamonds. „Mit den Mitteln aus der Runde plant QuantumDiamonds, seine Technologie weiter zu skalieren und sein Ingenieurteam zu erweitern“, heißt es in einer Presseaussendung. Der World Fund hielt zuletzt rund 17 % am Unternehmen. Mehr über Quantum Diamonds

Lissi
+++ Der französische Investor Ventech, BMH Beteiligungs-Managementgesellschaft Hessen, main incubator und Ninepointfive Ventures investieren 3,5 Millionen Euro in Lissi. Das junge FinTech aus Frankfurt am Main, das vom Commerzbank-Ableger neosfer ausgebrütet und 2023 von Helge Michael, Sebastian Bickerle und Adrian Doerk ausgegründet wurde, bietet eine „Software für Unternehmen und den öffentlichen Sektor an, um mit EUDI-Wallets nach eIDAS 2.0 zu interagieren“. Ventech hält nun 31,6 % am Unternehmen. Mehr über Lissi

Finto
+++ Der US-Investor Lightspeed, Gradient, Y Combinator und Business Angels wie Lukas Deutsch, Jürgen Klöpffer und Michael Felix investieren 3,4 Millionen US-Dollar in Finto. Das FinTech aus München, 2025 von Jonas Morgner, Lorenz Neuner und Linus Boehm gegründet, automatisiert die Rechnungsverarbeitung in Unternehmen mit KI-Agenten. Die Plattform verarbeitet Eingangsrechnungen von der Datenerfassung und Prüfung bis zur Verbuchung im ERP-System und reduziert so den manuellen Aufwand in Finanzabteilungen. Mehr über Finto

Birdsview 
+++ Der belgische Investor Fortino Ventures und Newion aus den Niederlanden investieren 2,5 Millionen Euro in BirdsViewsiehe EU-Startups. Das Startup aus Leipzig, von den Datenwissenschaftlern Tim Kuesters und Ozan Tuerker gegründet, kümmert sich um High-end-Marketing-Automatisierung. Das Team möchte insbesondere „kleinen E-Commerce-Unternehmen dabei helfen, ihre eigenen Kundendaten in leistungsstarke, personalisierte Marketingstrategien zu transformieren und einmalige Käufer in treue Kunden zu verwandeln“. Der Technologiegründerfonds Sachsen (TGFS) investierte zuvor bereits eine siebenstellige Summe in das Unternehmen. Fortino und Newion halten nun jeweils 9,5 % am Unternehmen. Mehr über BirdsView

Carewell 
+++ StartAngels Network (Lucian Wagner) SICTIC, Kickfund und Business Angels investieren 1,5 Millionen Schweizer Franken in Carewell. Das Startup aus Lausanne, 2024 von Soazig Olivin, Josselin Meylan, Mathieu Dubois und Fabian Mösli gegründet, hilft Gesundheitseinrichtungen dabei, Personallücken zu schließen. Die Plattform vermittelt Pflege- und Gesundheitsfachkräfte für flexible Einsätze und bringt beide Seiten per Algorithmus zusammen. Mehr über Carewell

Propcorn 
+++ Die Wiener Compass-Gruppe, die sich um Wirtschaftsinformationen kümmert, Hansmann Family Office, Weilburg Ventures, Calm/Storm und tecnet equity investieren eine sechsstellige Summe in Propcorn – siehe Brutkasten. Das Startup aus Wien, von  Niki Stadler, Benjamin Buchta und Bertty Contreras gegründet, hat sich vorgenommen, den Immobiliensektor mit AI zu revolutionieren. Es ist „unser Ziel, die Kraft der KI zu nutzen, um automatisch das volle Baupotenzial unserer Kunden zu erschließen“, heißt es zum Konzept. tecnet equity, Hansmann Family Office, Calm/Storm und Weilburg Ventures investierten zuvor bereits in das Unternehmen. Mehr über Propcorn

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): azrael74



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Köln gründet weiter kräftig – Investments brechen ein


#Hintergrund

Nach dem Rekordjahr 2025 bleibt Köln auf Startup-Kurs. Die Zahl der Neugründungen steigt im ersten Halbjahr erneut deutlich. Bei den Finanzierungen zeigt sich dagegen ein anderes Bild: Zahl und Volumen der Finanzierungsrunden liegen klar unter dem Vorjahresniveau.

Köln gründet weiter kräftig – Investments brechen ein

Mit 76 Neugründungen im ersten Halbjahr knüpft Köln an das Rekordjahr 2025 an. Bereits nach sechs Monaten hat der Startup-Standort rund zwei Drittel des Vorjahreswertes erreicht. Anders sieht es bei den Finanzierungen aus: Sowohl die Zahl der Deals als auch das Investitionsvolumen sind deutlich rückläufig.

Im Vorjahreszeitraum waren in Köln 47 Startups gegründet worden, im Gesamtjahr 112 – so viele wie nie zuvor. Aktuell sind 894 Startups am Standort aktiv. Der vergleichsweise geringe Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert von 890 aktiven Startups ist laut KölnBusiness auf eine Datenbereinigung zurückzuführen.

Die meisten neuen Startups entstanden zuletzt in den Bereichen Software, Werbung und Bildung, E-Commerce, Rechtsberatung sowie Medizin. Bei 18 % der Neugründungen gehört mindestens eine Gründerin zum Team.

Bei den Investments zeigt sich dagegen ein anderes Bild. Im ersten Halbjahr wurden 28 Finanzierungsrunden mit einem Gesamtvolumen von 47,3 Millionen Euro öffentlich bekannt. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 37 Runden mit 186 Millionen Euro.

Die größten Finanzierungen entfielen auf Jupus (13 Millionen Euro), Foodforecast (8 Millionen Euro), eternal.ag (8 Millionen Euro) und UMH System (5 Millionen Euro). Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2025 wurden 73 Finanzierungsrunden mit rund 380 Millionen Euro registriert. 2024 hatte das Investitionsvolumen mit 381 Millionen Euro auf einem ähnlich hohen Niveau gelegen.

Trotz des schwächeren ersten Halbjahres gibt es auch positive Signale. Der Kölner Frühphaseninvestor neoteq ventures hat im Mai das First Closing seines zweiten Fonds bekannt gegeben. Nach eigenen Angaben wurden bereits mehr als 25 Millionen Euro eingesammelt. Das Zielvolumen liegt bei 50 Millionen Euro.

Rückblick: Köln zündet 2025 den Startup-Turbo

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln beleuchten wir das dynamische Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind die Bedingungen für Gründer:innen, welche Investitionen fließen in innovative Ideen und welche Startups setzen neue Impulse? Rund 800 Startups haben Köln bereits als ihren Standort gewählt – unterstützt von einer lebendigen Gründerszene, einer starken Investor:innen-Landschaft sowie zahlreichen Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents. Als zentrale Anlaufstelle für die Startup- und Innovationsszene stärkt die KölnBusiness Wirtschaftsförderung die Rahmenbedingungen für Gründer:innen, vernetzt sie mit Investor:innen und bietet gezielte Unterstützung. Diese Rubrik wird unterstützt von KölnBusiness. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

KoelnBusiness
Foto (oben): KI





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Vibecoding: Tech-Experte teilt drei Anfänger-Tipps für euer Startup


Vibecoding macht Gründen einfacher denn je. Programmierer Ole Zierau verrät seine wichtigsten Tipps für den Start.

Ole Zierau hat die Teilnehmenden des Gründerszene-Sommercamps startklar gemacht fürs Vibecoding.

Ole Zierau hat die Teilnehmenden des Gründerszene-Sommercamps startklar gemacht fürs Vibecoding.
Gründerszene

Künstliche Intelligenz (KI) treibt den Startup-Boom an. Mehr als 3000 Gründungen zählte der Startup-Verband in Deutschland – allein im ersten Halbjahr 2026. „So viel Gründungsdynamik gab es in Deutschland noch nie“, sagt Verbandschefin Verena Pausder. Der größte Sektor sei die Software-Branche mit mehr als 800 Neugründungen. „KI senkt die Hürden fürs Gründen deutlich und immer mehr Menschen nutzen diese Chance.”

Viele Gründerinnen und Gründer bauen neue Apps und Websites per Vibecoding. Vibe Coding beschreibt eine Art zu programmieren, bei der man einer KI einfach erklärt, was man bauen möchte, statt den Code selbst Zeile für Zeile zu schreiben. „Das Faszinierende ist, dass man nicht mehr jeden einzelnen technischen Schritt selbst verstehen muss”, sagt Entwickler Ole Zierau. „Die Modelle verfügen über das Wissen aus unzähligen Codebasen, Algorithmen und technischen Dokumentationen. Dadurch eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten.”

Zierau ist Principal Engineer beim Medien- und Tech-Konzern Axel Springer. Bei unserem Startup-Sommercamp “Gründerszene sucht die Supergründer” macht er acht Gründer startklar fürs Vibecoding. Zwei Monate lang bauen die Fellows skalierbare Consumer-Apps von Grund auf. Ihnen helfen dabei Top-Profis aus Tech und Business. Bei Gründerszene teilt Experte Zierau seine wichtigsten Tipps für den Einstieg ins Vibecoding.

1. Fragt die KI nach Tipps fürs Vibecoding

Eure Startup-Visionen seien mit KI nur einen Prompt entfernt, sagt Zierau. “Die eigentliche Veränderung besteht darin, dass wir nicht mehr überlegen müssen, wie wir etwas technisch umsetzen. Stattdessen konzentrieren wir uns darauf, was wir erreichen möchten. Das Wie übernimmt zunehmend das Modell.”

Ole Zierau und Sergei Evdokimov machten unsere acht Gründerszene-Fellows mit einer Einführung ins Vibecoding fit für das Sommercamp.

Ole Zierau und Sergei Evdokimov machten unsere acht Gründerszene-Fellows mit einer Einführung ins Vibecoding fit für das Sommercamp.
Gründerszene

Wenn ihr loslegt, braucht ihr dennoch ein “gewisses Grundlagenwissen”, sagt Zierau. “Genauso wie Gründer auch ein grundlegendes Verständnis für betriebswirtschaftliche Zusammenhänge brauchen”.

Gründer sollten verstehen: „Wie funktionieren Computersysteme? Wie funktionieren Anwendungen? Was ist eine Datenbank und wofür brauche ich sie? Was ist ein Backend, was ein Frontend und welche Grenzen haben diese Systeme?“

Zieraus Tipp für Einsteiger: Stellt diese Fragen direkt dem KI-Modell. „So entsteht nach und nach ein Frage-Antwort-Dialog, der euch an das gewünschte Ziel heranführt.“ Und er rät: Schaut euch Youtube-Videos von Entwicklern an, die ihre Arbeit streamen. „Dabei lernt man unglaublich viel.“

2. Findet das Vibecoding-Modell, das zu euch passt

Die eigentliche Herausforderung sei, „zu verstehen, wo man hinmöchte und welche Technologie man dafür braucht.“ Beschreibt der KI deshalb eure Idee. Fragt dann, wie ihr sie technologisch umsetzen könnt. „Das ist aus meiner Sicht der beste Einstieg“, sagt Zierau. Wollt ihr zunächst einen Prototypen bauen oder eine Idee schnell ausprobieren, „sind Tools wie Lovable der richtige Einstieg. Man kommt sehr schnell zu einem Ergebnis“, sagt Zierau. „Die Eintrittsbarriere ist also sehr gering.“

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Für den „Supergründer“-Workshop hat Zierau eine technische Grundlage vorbereitet, auf der die Fellows ihre Apps skalieren können. Ein Github-Projekt enthält den Basiscode für die Benutzeroberfläche und das Backend. Das verarbeitet Daten und steuert die Anwendung. Mit dem Open-Source-Werkzeug Terraform lässt sich die gesamte Infrastruktur jederzeit automatisch und identisch neu aufbauen. Die Cloud-Plattform AWS bietet zudem genügend Spielraum, um die Anwendungen später deutlich auszubauen – etwa mit eigenen Backend-Diensten oder KI-Funktionen über Werkzeuge wie Codex.

„Entscheidend ist, Zugang zu einem Modell zu haben und anschließend eine Entwicklungsumgebung einzurichten“, sagt Zierau. Auch hierfür könnt ihr die KI nach einem Leitfaden fragen. „Damit schafft man die Grundlage, um direkt entwickeln zu können. Ab diesem Punkt eröffnet das Modell nahezu unbegrenzte Möglichkeiten.“

3. Vibecoding-KI wird immer besser

Dabei kann die KI auch Fehler machen, halluzinieren – wie jeder Chatbot. Dafür sieht Zierau zwei Lösungswege: „Entweder ihr entdeckt selbst einen Fehler, kopiert die Fehlermeldung per Copy-and-paste in das Modell und lasst die KI analysieren. Oder das Modell überprüft den Zustand der Anwendung regelmäßig selbst und sucht eigenständig nach Problemen.“ Hierbei helfen Überwachungstools, die ihr direkt integrieren könnt in eure Vibecoding-Struktur. Sie zeigen euch Fehler im Code auf, ohne dass ihr dafür eine Programmiersprache lernen müsst.

Rechnet mit Fehlern, verabschiedet euch von Perfektion. „Ich würde lieber eine Anwendung veröffentlichen, die noch nicht bis ins letzte Detail getestet ist, um früh Feedback zu bekommen und daraus zu lernen, als zwei Jahre auf den perfekten Release zu warten“, sagt Zierau. „Am Ende geht es darum, Ideen möglichst schnell auszuprobieren, daraus zu lernen und kontinuierlich besser zu werden.“

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Jeder baut jetzt Apps mit KI – die meisten scheitern trotzdem

Vertraut auch darauf, dass Entwickler ihre KI-Modelle kontinuierlich verbessern: „Die Probleme, die wir heute sehen, werden größtenteils gelöst werden.“ Fehler, die heute auftauchen, könnte die KI in einigen Monaten verbessern. „Wir akzeptieren, dass wir heute noch keine hundertprozentige Fehlerfreiheit erreichen. Dafür gewinnen wir enorm an Entwicklungsgeschwindigkeit und können Fehler sehr schnell beheben. Genau diesen Trend sehen wir derzeit überall“, sagt Zierau.

Nicht immer werde die Qualität das Niveau erreichen, das früher erfahrene Spezialisten etwa beim Bau einer Datenbank erzielten. „Aber die Modelle ermöglichen es uns, viel schneller von einer Idee zu einer funktionierenden Lösung zu gelangen.“

Über neue Software-Ideen sagt Zierau: „It’s just one prompt away“ – sie sind nur einen Prompt entfernt. „Man beschreibt, was man bauen möchte, und findet gemeinsam mit dem Modell den Weg dorthin.“

Das Sommercamp „Gründerszene sucht die Supergründer“ ist ein zehnwöchiges Fellowship von Gründerszene. Acht ausgewählte Fellows entwickeln dabei mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz eigene Apps. Unterstützt wird das Programm von unseren Partnern Dash0DHL, OpenAI & Vercel.





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