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TikTok x Cameo: Creator verdienen mit Grußvideos dazu



Die TikTok Discover List:
50 Creator to watch 2026

schwarzer Hintergrund, Plus-Icon und Bilder von Creatorn, Schriftzüge zur Creator Discover List
© TikTok via Canva

TikTok stärkt den Markt für personalisierte Cameo-Videos

Statt TikTok zu verlassen, bleibt der gesamte Cameo Flow in der App: Anfrage, Buchung und Interaktion passieren genau dort, wo Aufmerksamkeit entsteht. Die Entertainment-Plattform verkürzt damit den Weg von Engagement zur Conversion auf wenige Taps. Gleichzeitig wird der Einstieg für Creator so einfach wie möglich gestaltet. Sie können sich direkt in der App für Cameo registrieren oder bestehende Profile verknüpfen und ihre personalisierten Videoangebote nativ in ihren Inhalten platzieren. Auch die Auffindbarkeit ist optimiert: Cameo-Angebote erscheinen direkt im Feed und in der Suche und werden so Teil der normalen TikTok-Nutzung. Die neue Kooperation soll die Stärken beider Plattformen bündeln und dem Cameo-Markt neuen Schwung geben. Denn Creator von TikTok gehören zu den am schnellsten wachsenden Cameo-Talenten. Der Cameo CEO Steven Galanis erklärte:

Creators are at the heart of everything we do at Cameo, and TikTok creators have become an essential part of our community […]. Cameo videos regularly go viral on TikTok, showing the power of authentic fan connections and the appetite for personalized content. TikTok talent delivered its strongest year yet on Cameo in 2025, and by integrating directly into TikTok and making onboarding even easier, we are giving creators a simpler way to grow their business, deepen audience engagement, and unlock new revenue opportunities.

TikTok selbst will mit der Cameo-Integration Creator dabei unterstützen, ihre Community enger zu binden und diese Beziehung gleichzeitig zu monetarisieren. In welche weiteren Märkte der Roll-out folgt und ob das Cameo Feature auch nach Deutschland kommt, ist aktuell noch offen. Ebenso noch unklar ist, ob und wie TikTok direkt an den Einnahmen beteiligt ist.

Pandemie als Boost für Fan Commerce

Auf Plattformen wie Cameo sind zehntausende Creator und Social Stars aktiv, von Reality-TV-Persönlichkeiten bis hin zu internationalen Namen wie Snoop Dogg oder Caitlyn Jenner, die schon 2019 für einzelne Clips mehrere tausend Dollar verlangen, wie unter anderem Wired berichtete.

Wie groß der Markt schon vor Jahren war, zeigen auch Branchenberichte von CNBC und Variety: 2020 wurden über Cameo 1,3 Millionen personalisierte Videos verkauft und 100 Millionen US-Dollar umgesetzt, von denen 75 Prozent an die Talente ausgezahlt wurden. Ein zentraler Treiber für dieses Wachstum war COVID-19. Steven Galanis erklärte damals, dass viele Schauspieler:innen, Künstler:innen und andere Talente während der Pandemie ohne Auftritte und Einnahmequellen waren und sich verstärkt Plattformen wie Cameo zuwandten, um Einkommen zu generieren. Das deckt sich auch mit Berichten aus dieser Zeit. The New Yorker schrieb im September 2020, dass Cameo in den ersten Monaten der Pandemie zeitweise rund 5.000 Videos pro Tag produzierte, getrieben durch den Wegfall klassischer Fan-Formate wie Meet-and-Greets oder Events.

Auch nach dem Pandemie-Boom bleibt das Cameo-Modell in einigen Regionen gefragt. Anfang 2024 berichtete The Guardian, dass der ehemalige US-Politiker George Santos über 1.200 Cameo-Videos verkauft und damit mehrere hunderttausend US-Dollar verdient hat. Während das Modell in den USA zunehmend im Mainstream ankommt, bleibt es in Deutschland bislang eher eine Nische – auch, weil Fan-Kultur hierzulande generell weniger stark ausgeprägt ist als beispielsweise in den USA. Einzelne Prominente und Creator nutzen ähnliche Formate aber bereits, etwa Reality TV Stars wie Paul Janke (Der Bachelor) oder Cosimo (Sommerhaus der Stars) sowie TV-Persönlichkeiten wie Roberto Blanco oder Katy Karrenbauer, die personalisierte Videogrüße über Plattformen wie memmo anbieten.

Gekauft werden diese Clips vor allem als Geschenke oder für besondere Anlässe wie Geburtstage, Hochzeiten oder persönliche Motivation. Entscheidend ist nicht die Produktionsqualität, sondern die persönliche Ansprache. Genau diese Nähe macht die Inhalte besonders shareable und sorgt dafür, dass sie regelmäßig auf Plattformen wie TikTok viral gehen.


So relevant ist TikTok für die Suche in den USA und in Deutschland





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Mit Clips erhält jetzt auch Prime Video einen Feed à la TikTok


Prime Video bekommt mit Clips einen neuen vertikalen Feed für Filme, Serien und Live Content. Damit ist Amazon der jüngste Streaming-Konzern, der die Macht kurzer Attention-Formate und algorithmischer Discovery nicht länger Social Media überlassen möchte.

Netflix hat erst vor wenigen Tagen bekanntgegeben, einen vertikalen Video-Feed namens Clips einzuführen. Unter demselben Namen führt jetzt auch Amazons Prime Video einen solchen Feed ein. Clips bei Prime Video soll, genau wie auf Netflix, Nutzer:innen Filme und Serien über einen vertikalen Social Feed à la TikTok, Instagram Reels oder YouTube Shorts entdecken lassen. Bei Prime Video können User im neuen Clips Tab sogar Live Content entdecken.

Der neue Tab startet zunächst für ausgewählte Nutzer:innen in den USA auf iOS, Android und Fire Tablets. Laut Amazon soll der Roll-out im Sommer ausgeweitet werden.


Netflix testet TikTok-ähnliche Discovery Experience für Streaming-Inhalte

Netflix zeigt vertikale Clips aus Serien, Reality-Formaten und Podcasts in einer TikTok-ähnlichen mobilen Ansicht.
© Netflix

So funktioniert der Clips Tab auf Prime Video

Der neue Clips Tab erscheint direkt auf der mobilen Startseite von Prime Video. Nutzer:innen können dort vertikale Kurzclips aus Filmen, Serien oder Sportformaten durchscrollen. Ursprünglich startete das Format laut Amazon nur mit NBA Highlights während der NBA-Saison 2025/26. Jetzt erweitert der Konzern Clips auf Inhalte aus dem gesamten Prime Video-Katalog.

Wer einen Clip antippt, landet in einem vertikalen Fullscreen Feed mit weiteren personalisierten Empfehlungen auf Basis des bisherigen Sehverhaltens. Direkt aus dem Feed heraus können Nutzer:innen Inhalte starten, kaufen, leihen, abonnieren, speichern, liken oder mit anderen teilen. Geteilte Clips führen per Link direkt zurück in die Prime Video App, wo anschließend weiter durch Clips gescrollt werden kann. Brian Griffin, Director of Global Application Experiences bei Prime Video, erklärt:

Clips gives customers a whole new way to browse with short, personalized snippets tailored to their interests […]. Whether they have a few minutes to scroll or are looking for something to watch when they have more time, entertainment is just a tap away.

Die Funktion reiht sich in mehrere größere Mobile Updates für Prime Video ein. Amazon verweist unter anderem auf automatisch abgespielte Trailer auf der Startseite, neue vertikale Vorschaubilder für Smartphones und einen überarbeiteten Player mit zusätzlichen Infos zu Cast, Trivia und weiteren Inhalten.

Der Kampf um Aufmerksamkeit macht Streaming social

Social-Dienste wie TikTok, Instagram oder YouTube haben zuerst verändert, wie Nutzer:innen Inhalte konsumieren und entdecken. Mit dem Aufstieg KI-gestützter Empfehlungssysteme übernehmen algorithmische Feeds inzwischen immer stärker die Auswahl passender Inhalte, statt dass User aktiv danach suchen. Gleichzeitig entwickeln sich TikTok, Instagram oder YouTube mit ihren Kurzvideo-Feeds immer stärker zu Entertainment-Plattformen, die klassischen Streaming-Diensten zunehmend Konkurrenz um Aufmerksamkeit und Nutzungszeit machen. Genau dadurch geraten klassische Streaming-Dienste immer stärker unter Druck.

Prime Video, Netflix und andere Plattformen wollen nicht länger nur Serien hosten, sondern die Aufmerksamkeit von TikTok und Co. wieder stärker in die eigenen Apps zurückholen. Die neuen vertikalen Feeds sollen deshalb nicht nur die Discovery verbessern, sondern vor allem Watchtime, Interaktion und In-App Engagement erhöhen. Denn je länger Nutzer:innen innerhalb des eigenen Plattformkosmos bleiben, desto stärker können Anbieter:innen Aufmerksamkeit, Empfehlungen und potenzielle Kaufentscheidungen kontrollieren. Neben Netflix und Prime Video testen auch Disney, Peacock oder Tubi bereits ähnliche vertikale Discovery Feeds oder haben sie schon eingeführt.

Für Marketer dürfte es angesichts des Trends hin zu kurzen Attention-Formaten immer wichtiger werden, aufmerksamkeitsstarke Snippets für algorithmische Feeds zu entwickeln. Filme und Serien werden schon heute häufig über kurze Clips auf TikTok, Instagram oder YouTube entdeckt. Dass die Oscars ab 2029 erstmals exklusiv auf YouTube übertragen werden und die traditionsreiche ABC-Ära nach der 100. Verleihung endet, ist eines der deutlichsten Zeichen dafür, wie stark sich Entertainment inzwischen Richtung Streaming und Social Discovery verschiebt.


Netflix-Werbung mit Amazon-Shopping-Daten:
Super Audience Match

Netflix Office mit Logo. Sesseln in einem langen Gang, Fenster an der Seite, bunt
© Netflix via Canva





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