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Top 10 der Halbleiterbranche: Nvidia knackt 100 Mrd. USD und lässt alle ganz weit hinter sich


Top 10 der Halbleiterbranche: Nvidia knackt 100 Mrd. USD und lässt alle ganz weit hinter sich

Bild: Nvidia

Das Markt­forschungs­institut Gartner hat Zahlen zum globalen Halbleitermarkt 2025 veröffentlicht. Dieser konnte gegenüber dem Vorjahr um 21 Prozent zulegen – selbstverständlich durch den Boom auf KI-Produkte. Die Top 10 dominiert so auch wenig überraschend Nvidia. SK Hynix konnte Intel überholen. Auch Micron machte Plätze gut.

Halbleiter-Boom durch KI-Boom

Das Wettrüsten um die größten KI-Rechenzentren und der allgemeine Trend zu mehr Ressourcen für Künstliche Intelligenz beflügelt die Halbleiterbranche. Diese setzte laut Gartner 2025 über 793 Milliarden US-Dollar um und verbessert sich so um 21 Prozent. Fast ein Drittel des gesamten Umsatzes der Branche soll dabei auf KI-Halbleiter entfallen, erklärt Rajeev Rajput, Senior Principal Analyst bei Gartner. Das sind insbesondere Prozessoren (CPU/GPU), schneller Speicher (HBM) und Netzwerk­komponenten.

Nach Einschätzung des Analysten wird sich dieser Trend im Jahr 2026 noch verstärken, denn die Ausgaben für KI-Infrastruktur sollen die Marke von 1,3 Billionen US-Dollar überschreiten. Bis 2029 wird sogar erwartet, dass KI-Halbleiter mehr als die Hälfte des Umsatzes der Branche ausmachen.

Nvidia eilt allen davon

Der größte Profiteur und zugleich die treibende Kraft hinter dem Aufschwung der Halbleiter­produkte für KI-Anwendungen ist bekanntlich Nvidia. Das für Grafikchips bekannte Unternehmen ist Marktführer bei den sogenannten KI-Beschleunigern, die auf GPU-Technik setzen, die allerdings hier für Rechenaufgaben rund um Künstliche Intelligenz eingesetzt werden.

Als erstes Unternehmen der Branche setzte Nvidia mehr als 100 Milliarden US-Dollar um und kam im Jahr 2025 auf 125,7 Milliarden US-Dollar. Das bedeutet eine Verbesserung gegenüber 2024 um ganze 63,9 Prozent. Samsung Electronics konnte um 10,4 Prozent zulegen und steht mit rund 72,5 Milliarden US-Dollar Umsatz auf dem zweiten Platz.

SK Hynix überholt Intel

An dritter Position steht nicht mehr Intel, denn der Konzern machte zum einen als einzige Firma in den Top 10 weniger Umsatz als im Vorjahr und hat auch wenig für den KI-Sektor vorzuweisen. Zum anderen konnte die vorherige Nummer 4, der Speicherhersteller SK Hynix, um ganze 37,2 Prozent zulegen und so Intel klar überholen. Mit Vorsprung sogar, denn SK Hynix kommt laut Studie auf 60,6 Milliarden US-Dollar Umsatz, während es bei Intel 47,9 Milliarden US-Dollar sind.

Speicherhersteller auf Überholspur

Mit Micron hat neben SK Hynix ein zweiter reiner Speicherhersteller Plätze gut gemacht und liegt mit 41,5 Milliarden US-Dollar nun auf Platz 5 statt zuvor Platz 7. Das Wachstum beträgt stolze 50 Prozent.

Durch den derzeit herrschenden Engpass bei Speicherprodukten wie DRAM und NAND-Flash haben die Preise massiv angezogen. Das sorgt entsprechend für höhere Einnahmen bei den Produzenten, die kaum noch hinterherkommen.

KI-Prozessoren setzen 200 Mrd. Dollar um

KI-Prozessoren sollen im vergangenen Jahr allein einen Umsatz von über 200 Milliarden US-Dollar generiert haben – das ist mehr als ein Viertel des Gesamtumsatzes der Branche.

Die Wichtigkeit des Speichertyps HBM wird dadurch unterstrichen, dass dieser rund 23 Prozent am gesamten DRAM-Umsatz ausgemacht habe.



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Übersicht: Monitore mit QD-OLED und (RGB-)WOLED für 2026


In den letzten Tagen haben LG, Samsung, Asus, Gigabyte, Acer, MSI und Dell einige neue OLED-Panels und massenweise Monitore vorgestellt. OLED-Gaming-Monitore werden dieses Jahr heller, Fringing wird stärker bekämpft und mit RGB-WOLED verzichtet LG Display auf seinen weißen Subpixel. Eine Übersicht zum Ende der CES 2026 (Thema).

Übersicht über wichtige Auflösungen und Pixeldichten bei Monitoren

Übersicht Paneele und Unterschiede

Die Marktlage zu OLED-Monitoren ist zur CES 2026 zwar etwas komplexer geworden, doch prinzipiell hat sich an den Produzenten wenig geändert: Organic Light Emitting Diodes oder kurz OLEDs sind organische Leuchtdioden, die für Käufer von Monitoren momentan entweder von LG Display oder Samsung hergestellt werden. Beide Firmen nutzen eigene Ansätze und Ideen, um OLED-Displays umzusetzen, verwenden deshalb andere Beschichtungen oder ordnen Subpixel anders an. Dadurch variieren Helligkeit, Farbtreue und andere Faktoren für den Endverbraucher.

Was alle aktuellen OLED-Panels beider Hersteller gemein haben: Sie sind mittlerweile generell ausreichend hell, bieten satte Farben, hohe Bildwiederholraten und niedrige Latenzen. Zudem deaktivieren sich einzelne Pixel bei schwarzem Inhalt und liefern dadurch sattes Schwarz – der Kontrast ist so rechnerisch unendlich. Die OLED-Pixel bestehen mindestens aus drei weiteren, kleineren Pixeln (genauer gesagt Farbfiltern), die entweder rot, grün oder blau leuchten können (RGB).

WOLED

WOLED-Paneele sind die bekanntesten OLEDs am Markt für Verbraucher, denn LG Display baut sie seit über 10 Jahren für die meisten TVs. Wie auch in den großen Displays setzt LG Display auch in Monitoren auf den bekannten weißen Subpixel. Ein „OLED-Pixel“ setzt sich daher aus vier Farbfiltern zusammen: Rot, Grün, Blau und Weiß, die die vier Subpixel ergeben. Damit war es LG Display möglich, schon früh ausreichende Helligkeiten zu erreichen, um OLED-TVs massentauglich zu machen.

Die ersten Monitore seit dem Jahr 2022 konnten dann gleich auf diese Marktreife zugreifen und setzen auch auf weitere TV-Entwicklungen aus den letzten Jahren wie MLA. Bei Monitoren sind die Pixel vertikal angeordnet, was jedoch durch den weißen Subpixel für Farbsäume und damit „Fringing“ sorgt: Text kann unter Umständen ausgefranst wirken.

QD-OLED

Samsung verbaut zwar seit den frühen Smartphone-Jahren (AM)OLED-Displays in Smartphones, für TVs und Monitore gibt es jedoch erst seit diesem Jahrzehnt eine Verbraucher-Lösung: Mit QD-OLED setzt Samsung auf keinen weißen Subpixel, sondern nur auf Rot, Grün und Blau. Theoretisch sollte die Helligkeit darunter leiden, doch in der Praxis leuchten Samsungs Pixel vergleichbar hell und dank des RGB-Layouts auch farbintensiver, denn Farben werden bei hohen Helligkeiten weniger ausgewaschen.

Samsung ordnet die RGB-Subpixel jedoch bisher in einem Dreieck an, was Farbsäume und damit Fringing deutlich verschlimmert und daher stärker wahrnehmbar sein kann als bei WOLED. Zudem reflektiert die Beschichtung von QD-OLED-Panels bei starkem Lichteinfluss einen Lila-Schein zurück. Die Schwarzwerte sind in heller Umgebung daher schlechter als bei WOLED. Beide Nachteile sollen dieses Jahr aber unter anderem durch ein neues Subpixel-Layout (teilweise) adressiert werden. Mehr dazu jedoch später.

(RGB-)WOLED

Bei WOLED mit RGB-Stripe-Layout handelt es sich um einen neuen Paneltyp von LG Display, der technisch wie auch Samsungs QD-OLED auf den aus traditionellem WOLED bekannten weißen Subpixel verzichtet. LG Display verbaut zum ersten Mal im Consumer-Segment also ebenfalls nur Rot, Grün und Blau und ordnet diese vertikal an. Die Vorteile sollen wie bei Samsung in gesättigteren Farben liegen.

Zudem hofft LG Display, damit das von bisherigen WOLED bekannte Fringing beseitigen zu können. Trotz der Entfernung des weißen Subpixels bleibt LG Display weiterhin beim Namen WOLED, wie TFTCentral erfahren hat. Hintergrund ist: Auch die neuen drei Farbfilter werden wie bei traditionellem WOLED mit weißem Licht bestrahlt, um wahlweise Rot, Grün oder Blau zu erzeugen.

Neues bei QD-OLED

Neue Panels
  • 5th Gen: 34″, 21:9, UWQHD (3.440 × 1.440), 360 Hz
  • 4th Gen: 32″, 16:9, UHD, (4K, 3.840 × 2.160), 240 Hz (nativ) /

Hellere 4. Generation für UHD

Die 4. Generation von QD-OLED mit EL Gen 3 wurde vor einem Jahr mit den ersten 27″-UHD-Panels eingeführt. Dieses Jahr werden die EL-Gen-3-Panels auf 32 Zoll vergrößert, was vermutlich auch der Grund ist, wieso die neuen Panels deutlich heller werden sollen. Für UHD (3.840 × 2.160) bei 32″ soll damit erstmals eine Zertifizierung nach Vesa DisplayHDR 500 TrueBlack möglich sein, und damit bei einem vollflächigen weißen Bild erstmals eine Helligkeit über 300 cd/m² angezeigt werden. Schon letztes Jahr hat Samsung ein 27″-WQHD-Panel mit einer Zertifizierung nach DisplayHDR 500 TrueBlack angekündigt, das etwa Asus ROG mittlerweile im XG27AQDPG verbaut hat.

Die überarbeitete vierte Generation soll zudem mit dem Lila-Stich in heller Umgebung etwas aufräumen: Hersteller wie MSI oder Asus werben mit einem neuen speziellen Film, der über das Panel gelegt wird und den „wahrgenommenen Schwarzwert“ verbessern soll. Von verbesserten Werten von bis zu 40 Prozent ist die Rede. Zugleich soll das Display deutlich widerstandsfähiger gegenüber Kratzern werden.

5. Generation: Kein Fringing durch V-Stripe-Layout

Zur CES 2026 hat Samsung auch direkt die fünfte Generation von QD-OLED angekündigt. Diese debütiert vorerst auch nur in einem Panel mit 34″ bei einer Auflösung von 3.440 × 1.440, soll jedoch dank eines ganz neuen Subpixel-Layouts das Fringing und damit die Farbsäume beenden. Samsung nennt das neue Layout „V-Stripe“, es handelt sich folglich um drei nebeneinander angeordnete Pixel und nicht mehr um eine Anordnung im Dreieck, die zu den bisherigen Farbsäumen geführt hat. Mit „V“ meint Samsung wohl eher ein „>“, denn die Pixel Rot, Grün und Blau werden immer kleiner (siehe Bild). Wie DisplayNinja und Hardware Unboxed bereits getestet haben, führt die neue Anordnung tatsächlich zu objektiv deutlich weniger Ausfranzen des Textes als noch bei früheren Subpixel-Layouts.

Auch die 5. Generation soll härter und damit kratzfester sein.

V-Stripe-QD-OLED Subpixel-Layout
V-Stripe-QD-OLED Subpixel-Layout (Bild: YT: Monitors Unboxed)

Monitore: Viele angekündigt

Zur CES 2026 hat Samsung viele Partner zusammengetrommelt und dadurch zur Messe bereits fünf Monitore mit dem neuen V-Stripe-QD-OLED-Panel mit 34″ zeigen können. Das neue Panel ist serienmäßig mit 1800R gekrümmt und erleichtert so bei einem Seitenverhältnis von 21:9 die Übersicht. Wie üblich werden Preise und Verfügbarkeit zur Vorstellung noch nicht flächendeckend kommuniziert, die Informationen, die heute vorliegen, deuten jedoch auf eine erste Verfügbarkeit ab Ende März durch Asus und im späteren Verlauf des Jahres auch durch weitere Hersteller hin. Die Kosten werden sich vermutlich zu Beginn ebenfalls bei deutlich über 1.000 Euro einspielen, nennt Acer für den Predator X34 F3 doch direkt einen Startpreis von 1.199 Euro ab Ende des zweiten Quartals.

Neue Monitore mit V-Stripe-QD-OLED (34 Zoll)

Ähnlich viel Auswahl bekommen Spieler beim neuen, helleren UHD-Panel geboten. Insgesamt wurden sieben Panels vorgestellt, wobei davon sechs von Asus, MSI, Gigabyte und Samsung selbst direkt an Spieler gerichtet sind und Dell einen Monitor für Professionelle mit einer niedrigeren Bildwiederholrate vorgestellt hat. Verfügbar sollen erste Modelle ab dem ersten Quartal durch Asus werden, wobei hier mit 1.299 USD auch direkt ein erster Preis genannt wurde. Für andere Modelle gibt es bis auf den UltraSharp von Dell noch keine Zeiträume oder Preise. Da es sich beim PG32UCDM3 von Asus jedoch um ein Flaggschiff-Modell mit sehr viel Ausstattung handelt, dürften andere Hersteller preislich auch darunter rangieren.

Neue Monitore mit hellerem UHD-QD-OLED-Panel

Neue Optionen für Professionelle

Wer auf das neueste (hellste) Panel verzichten kann und stattdessen Wert auf Farbgenauigkeit und weniger Reflektionen für professionelles Bild- und Videobearbeiten legt, der bekommt mit zwei neuen Asus ProArt-Monitoren ebenfalls zwei neue UHD-Monitore zur Auswahl.

Der ProArt PA2UCDMR-K ist ein 32″-UHD-QD-OLED-Monitor, der mit einer 240-Hz-Bildwiederholrate und DisplayHDR 400 TrueBlack zwar prinzipiell auch Spieler ansprechen könnte, sich jedoch durch ein Colorimeter zur Farbkalibrierung an Professionelle richtet. Ein sehr ähnlicher ProArt PA27UCDMR-K bietet ein 27″-UHD-QD-OLED-Panel mit einer 120-Hz-Bildwiederholrate und DisplayHDR 400 TrueBlack, allerdings kein Colorimeter, sondern stattdessen eine „papierähnliche“ matte AGLR-Beschichtung sowie einen Lichteinfallsschutz. Das 27″-Modell unterstützt nur HDR10, das 32″ zusätzlich auch Dolby Vision und HLG. Preise wurden noch nicht genannt.

Neues bei WOLED

Neue Panels (4th Gen WOLED)
  • 39″, 21:9, WUHD (5K2, 5.120 × 2.160), 165 Hz (nativ) / 330 Hz (2.560 × 1.080)
  • 32″, 16:9, UHD (4K, 3.840 × 2.160), 240 Hz (nativ) / 480 Hz (1.920 × 1.080)

32″-OLEDs werden auch bei LG heller

Die vierte Generation von WOLED, die Entwickler LG Display bereits im vergangenen Sommer für WQHD bei 27″ aufgelegt hatte, kehrt nun auch auf 32″ UHD ein. Das Panel wird damit wie auch die kleinen Brüder deutlich heller, auch hier spricht LG Display von einer Zertifizierung nach Vesa DisplayHDR 500 TrueBlack. Die Bildwiederholrate hingegen bleibt bei 240 Hz bei nativer Auflösung und bis zu 480 Hz bei Full-HD-Auflösung.

Neues 39″-Panel mit WUHD

Zur CES 2026 hat LG zudem ein neues 39″-Display gezeigt, das ebenfalls auf die vierte Generation setzt. Wer seinen 32″-Monitor lieber in 21:9 hätte, der könnte mit dem neuen Panel zufrieden den Onlineshop verlassen, denn LG Display erweitert das 32″-UHD-OLED-Panel an den Seiten um weitere Pixel und zieht es somit in die Länge, ohne die Pixeldichte groß zu beeinträchtigen. Beide Paneele verfügen so über scharfe 141 PPI. Die Bildwiederholrate sinkt bei der größeren Pixelanzahl jedoch auf 165 Hz bei nativer Auflösung, kann bei Nutzung von Wide-FHD jedoch auf 330 Hz erhöht werden.

Monitore: Wenig Auswahl (vorerst)

Konträr zu Samsungs neuen QD-OLED-Paneele, gibt es bisher keinen Partner, der öffentlich die Nutzung der beiden neuen Panels angekündigt hat. Daher finden sich bisher auch nur zwei Modelle vom Mutterkonzern LG selbst im Vergleich. Preise und Angaben zur Verfügbarkeit teilt LG zur CES zu keinem der Monitore mit. Günstig wird gerade der GX9 in 39 Zoll aber wohl nicht werden, denn dieser kommt zusätzlich mit KI-Funktionen zur Bild- und Audioverbesserung.

Übrigens: Wer möchte, kann den GX9 mit seiner 5K2-Auflösung in 39 Zoll demnächst auch in 52 Zoll beim 52G930B kaufen, doch dann muss auf ein LCD-Panel zurückgegriffen werden. OLED gibt es bei dieser Displaydiagonale nicht mehr.

Mehr WQHD-Tandem-WOLED-Monitore dieses Jahr

Am Rande der Messe wurden zudem zwei neue Modelle mit LG Displays WQHD-Tandem-OLED aus dem Sommer angekündigt. Das hellere 27″-Panel (DisplayHDR 500 TrueBlack) soll dieses Jahr auch über Gigabyte im glänzenden MO27Q28GR und direkt über LGs 27GM950B im Handel erscheinen. Gigabyte nutzt das Panel zwar bereits im MO27Q28G (Preisvergleich), doch dort noch mit antireflektiver Oberfläche. Der neue MO27Q28GR erhält ausdrücklich ein Glossy-Panel.

Nur der LG-Monitor soll zudem den Dual-Modus und damit bis zu 720 Hz in HD (540 Hz nativ) unterstützen. Gigabyte bietet zwar dieselbe Helligkeit, jedoch nur bis zu 280 Hz in nativer Auflösung.

Das erklärt auch den Preisunterschied: Mit Dual-Mode kostet das Panel bei Asus‘ PG27AQWP-W (Test) und LGs 27GM950B über 1.000 Euro, bei Gigabytes MO27Q28G mit ab 569 Euro nur die Hälfte. Wie viel die Glossy-Variante kostet, hat das Unternehmen noch nicht angekündigt.

Das neue (RGB-)WOLED

Erste Generation mit Stripe-Layout

(RGB-)WOLED ist als einziges Panel in erster Generation vertreten, da es sich um einen neuen Paneltyp von LG Display handelt (mehr Details siehe oben). Wie auch bei klassischem WOLED und beim neuen QD-OLED der fünften Generation setzt LG Display bei RGB-OLED auf ein Streifenlayout, ordnet die Pixel also nebeneinander an. Damit soll Fringing beseitigt werden. Da auch bei diesem neuen Panel eine Tandem-Technologie zum Einsatz kommt, nennt LG das Panel offiziell weiterhin Tandem-WOLED wie auch die letztjährigen 27″-WQHD-Panels.

Erstes Panel
  • 27″, 16:9, UHD (4K, 3.840 × 2.160), 240 Hz (nativ) / 480 Hz (1.920 × 1.080)

Helligkeit niedriger als andere neue OLED-Paneele

Bei den bisherigen Neuvorstellungen dürften aufmerksame Leser schon kurz davor sein, zu konstatieren, dass Vesa True Black 500 bei Monitoren mit neuen Panels dieses Jahr Standard werden könnte. Doch hier macht LG mit dem neuen WOLED mit RGB-Layout den OLED-Fans einen Strich durch die Rechnung, denn das neue Panel fällt mit einer Zertifizierung nach True Black 400 dunkler aus als die neueste Generation von traditionellem WOLED. Diese Helligkeit konnte zwar auch bisher bereits überzeugen, ein leichter Dämpfer für alle, die nach letztjährigem Tandem-WOLED mit True Black 500 mehr erwartet haben, dürfte wohl bleiben.

Konkret nennt LG bereits einige Spezifikationen gegenüber TFTCentral, wodurch ein erster Vorab-Vergleich möglich ist: LG kann wie erwartet nicht mit den eigenen Tandem-Panels aus dem Vorjahr bei niedrigerer Auflösung mithalten, sich jedoch gegenüber Samsungs 27″-UHD-Angebot aus letztem Jahr voraussichtlich auch nicht zu verstecken brauchen.

Monitore: Nur Asus traut sich an das neue Panel

Ähnlich wie bei den neuen traditionellen WOLED-Displays gibt es für LG Displays neues Panel bisher kaum Partner, die einen Monitor angekündigt haben. Genau genommen hat mit Asus nur ein Partner weltweit einen Monitor mit dem neuen Panel angekündigt. LG selbst lässt Asus damit den Vorrang, das Panel als Erster zu vermarkten. Preise und Verfügbarkeit nennt Asus zur Messe noch nicht.

Fazit

OLED-Gaming-Monitore werden im Jahr 2026 heller und sowohl Samsung als auch LG versuchen erneut das Fringing-Problem zu lösen. Während ersteres OLED-Monitore noch überzeugender machen wird, versuchen Hersteller bei letzterem das größte Ärgernis für Käufer zu beheben und packen das Problem dieses Mal an der Wurzel: Während Hersteller in den vergangenen Jahren ihre Subpixel nur leicht hin- und hergeschoben haben, um das Problem notdürftig zu reduzieren, verzichtet LG endlich auf das weiße Subpixel und Samsung auf sein dreieckiges Layout. Beide Hersteller setzen endlich auf ein Streifen-RGB-Layout, wie es bei LCDs seit Jahren genutzt wird.

In einem Punkt haben sich die neuen Monitore aber aller Voraussicht nach nicht verbessert: Bei WOLED fehlen zwar noch Preise, aber bei QD-OLED bahnt sich bereits an, dass auch heuer die gezeigten neuen OLED-Monitore wahrscheinlich nicht für unter 1.000 Euro in den Markt starten werden. Hochauflösende OLED-Monitore bleiben damit auch im Jahr 2026 alles andere als erschwinglich.

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Kostenlose Notiz-App: Obsidian 1.11.4 will Nutzung deutlich vereinfachen


Nachdem es in Version 1.9.10 vor allem um die Einführung des neuen Bases-Plugins und dessen erweiterte Möglichkeiten ging, bringt Obsidian 1.11.4 nun zahlreiche Neuerungen, die vor allem die Nutzung verbessern sollen. Das Update fällt dabei nicht weniger umfangreich aus, enthält aber auch eine Reihe von Fehlerkorrekturen.

Automatische Update-Suche nun auch für Plugins

Für tägliche Notizen kann das Format nun aus einer Liste vordefinierter Varianten gewählt werden, was das Erstellen eigener Vermerke erleichtern soll. Außerdem hat die Notiz-App nun eine automatische Suche nach Plugin-Updates erhalten, bei der Obsidian alle drei Tage oder nach einem App-Update im Hintergrund überprüft, ob neue Versionen von Plugins verfügbar sind.

Markdown-Links werden mit der neuen Version nun auch in Text- und Listeneigenschaften unterstützt. Interne Links werden zudem automatisch aktualisiert, wenn die Zieldatei verschoben oder umbenannt wird. Wird ein Textabschnitt markiert und anschließend eine URL eingefügt, verwandelt Obsidian die Auswahl automatisch in einen Markdown-Link mit dieser URL.

Zahlreiche neue Einstellungen

Auch beim Umgang mit Dateien gibt es Neuerungen. So wurde der Einstellungsbereich „Dateien & Links“ um die Option „Standardmäßig zu öffnende Datei“ erweitert. Hier lässt sich festlegen, welche Datei beim Start geöffnet werden soll – zur Auswahl stehen „Zuletzt geöffnete Dateien“, „Neue Notiz“, „Bestimmte Notiz“ oder „Tägliche Notiz“. Nutzer, die zuvor die Option „Tägliche Notizen“ verwendeten, um „Tägliche Notiz beim Start öffnen“ zu aktivieren, müssen ihren Tresor aktualisieren, um diese neue Einstellung zu übernehmen. Wird zudem mit der neuen Version versucht, eine Datei mit unsicheren Zeichen im Namen umzubenennen, erscheint nun lediglich eine Warnung.

Mit „Schlüsselbund“ wurde außerdem ein neuer Einstellungsabschnitt zum Speichern von Plugin-Geheimnissen eingeführt. Die dazugehörige Plugin-API soll in Kürze verfügbar sein.

Obsidian ist eine mächtige Notiz-Organisation
Obsidian ist eine mächtige Notiz-Organisation (Bild: Obsidian)

Neues Installationsprogramm und mehr Sicherheit

Auch das System selbst hat Verbesserungen erfahren. Das Installationsprogramm wurde auf Electron v39.2.6 aktualisiert, was allerdings den Download des neuesten Installers erforderlich macht. Unter Linux wird durch die Umstellung Wayland nun standardmäßig aktiviert. Darüber hinaus lassen sich die Einstellungen jetzt in logischen Gruppen mit optionalen Kopfzeilen organisieren, was für eine einheitlichere Design-Sprache sorgen soll.

Neu hinzugekommen sind außerdem SecretStorage und eine ergänzende SecretComponent für Plugins, die den Zugriff auf einen gemeinsamen geheimen Speicher ermöglichen. Dieser neue Speicher kann optional aktiviert werden und erlaubt es Plugins, gemeinsam genutzte Schlüssel – etwa ein Google-API-Token oder einen OpenAI-Schlüssel – zentral abzulegen. Statt wie in der Vergangenheit denselben Schlüssel mehrfach in verschiedenen Plugins einzufügen, können diese nun auf eine gemeinsame Sammlung von Geheimnissen zugreifen, die über benutzerdefinierte Namen identifiziert werden. Das soll die Verwaltung sensibler Daten vereinfachen und die Sicherheit insgesamt verbessern.

Große Anzahl an Fehlern ausgeräumt

Weiter haben die Entwickler zahlreiche Fehler beseitigt. So erlauben Referenzlinks vor der Link-Definition keine Leerzeichen mehr und externe Links innerhalb von Text- und Listeneigenschaften sollten sich nun wieder wie vorgesehen im Browser öffnen lassen. Auch interne Markdown-Links funktionieren jetzt korrekt, selbst wenn der Dateiname Leerzeichen enthält.

Korrekturen gab es außerdem an der Oberfläche: Hier wurde unter anderem ein Problem behoben, bei dem das Navigieren zwischen Notizen in bestimmten Situationen zu einem Flackern führte, sobald die Eigenschaftenliste eingeblendet oder ausgeblendet wurde. Zudem wurde ein Fehler mit der Schriftart „Inter“ behoben, die in der Anwendung zuvor nicht erkannt wurde. Künftig wird Obsidian zudem mit der Schriftart Inter Variable anstatt wie bisher Inter ausgeliefert, die variable Schriftstärken unterstützt. Eine weitere Korrektur betrifft den Eigenschaftseditor, der nun auch Sprachen mit Schreibrichtung von rechts nach links korrekt anzeigt. In der Grafikansicht werden Anhänge zudem nicht mehr mit ihrem vollständigen Dateipfad dargestellt.

Alle Neuerungen, Änderungen und Fehlerkorrekturen sind in den ausführlichen Release Notes aufgelistet.

Ab sofort verfügbar

Obsidian 1.11.4 steht ab sofort für Windows, macOS und Linux auf der Website des Projektes zum Download bereit. Alternativ kann die Anwendung zur Organisation von Notizen auch wie gewohnt bequem über den am Ende dieser Meldung angebrachten Link aus dem Download-Bereich ComputerBase bezogen werden.

Downloads

  • Obsidian

    4,2 Sterne

    Obsidian ist ein kostenloses Tool für das Erstellen, Verlinken und Organisieren von Wissensdatenbanken.



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Preiserhöhung von Amazon Prime in 2022: Betroffene können sich jetzt bei Sammelklage anmelden


Preiserhöhung von Amazon Prime in 2022: Betroffene können sich jetzt bei Sammelklage anmelden

Bild: Amazon

Dass Amazon im Jahr 2022 die Preise für Amazon Prime erhöhte, bewertet die Verbraucherzentrale NRW als rechtswidrig. Ein Gericht hat bereits entschieden, dass die entsprechenden AGB-Klauseln unwirksam sind. Betroffene können sich nun bei einer Sammelklage anschließen.

Das Bundesamt für Justiz hat das Klageregister jetzt eröffnet. Betroffene können sich dort anmelden, um an der Sammelklage teilzunehmen. Für das Klageregister des Bundesamts für Justiz bietet die Verbraucherzentrale NRW eine Ausfüllhilfe.

Prime-Preiserhöhung im September 2022 soll unwirksam sein

Amazon hatte die Prime-Preise mit Wirkung zum 15. September 2022 erhöht. Im regulären Abo stiegen die Kosten bei monatlicher Zahlweise von 7,99 Euro auf 8,99 Euro, bei jährlicher Zahlweise von 69 Euro auf 89,90 Euro. Im Studenten-Abo stieg der Preis von 3,99 Euro auf 4,49 Euro pro Monat und von 34,00 Euro auf 44,90 Euro pro Jahr.

Nach Ansicht der Verbraucherzentrale NRW waren die Preiserhöhungen nicht rechtmäßig, weil Amazon die Verträge mit den Kunden ohne Zustimmung geändert hatte. Die zugrundeliegende AGB-Klausel bezeichnet man als unangemessen benachteiligend und intransparent.

Klageberechtigt ist, wer 2022 Amazon Prime oder Amazon Prime Student abonniert hatte und den erhöhten Preis gezahlt hat. Ob man Ansprüche hat, kann man mit einem Klage-Check auf der FAQ-Webseite der Verbraucherzentrale NRW prüfen. Welche Beträge für eine Rückerstattung in Frage kommen, hängen von der Art des Abos und der Zahlweise ab.

Landgericht gab Verbraucherschützern bereits recht

Amazon hatte im Sommer 2022 die Preiserhöhungen „generellen und wesentlichen Kostenänderungen aufgrund der Inflation“ begründet. Die Verbraucherzentrale NRW hatte deswegen schon eine Klage eingereicht. Das Landgericht Düsseldorf ist der Auffassung der Verbraucherschützer gefolgt, die Preisanpassungsklauseln wurden für unwirksam erklärt.

Die Sammelklage ist nun der nächste Schritt. Ist diese erfolgreich, können Prime-Abonnenten den Aufpreis zurückerhalten. Ein Termin für die Anhörung steht aber noch nicht fest.

Weitere Sammelklage wegen Amazon Prime Video

Neben dieser Sammelklage läuft noch eine weitere gegen Amazon. Die Verbraucherzentrale Sachsen klagt, weil Amazon im Jahr 2024 Werbeeinblendungen bei Prime Video eingeführt hat. Wer seitdem den Streaming-Dienst ohne Werbung nutzen will, muss ein Zusatz-Abo abschließen.

Betroffene können sich ebenfalls beim Bundesamt für Justiz für diese Sammelklage anmelden. Ob man das Zusatz-Abo abgeschlossen hat, spielt keine Rolle. Abonnenten sollen das Geld zurückerhalten. Nutzer, die Werbung sehen, steht nach Ansicht der Verbraucherschützer eine Entschädigung in Höhe des Zusatz-Abos zu. Details und eine Ausfüllhilfe liefert das FAQ der Verbraucherzentrale Sachsen.



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