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Künstliche Intelligenz

Top 5: Der beste Mini-Bluetooth-Lautsprecher im Test – schon ab 23 Euro gut


Bose Soundlink Micro 2 im Test: Dieser Mini-Bluetooth-Lautsprecher ist zu teuer

Der Bose Soundlink Micro Bluetooth-Lautsprecher will im Test trotz kompakter Bauweise mit kraftvollem Klang überzeugen.

VORTEILE

  • kompakt & leicht
  • exzellente Verarbeitung & robust
  • IP67 wasserdicht & staubdicht
  • Lange Akkulaufzeit
  • gute App mit Equalizer

NACHTEILE

  • hoher Preis
  • Bass unsauber
  • kein integriertes Mikrofon
  • schwammige Tastenbedienung

Der Bose Soundlink Micro Bluetooth-Lautsprecher will im Test trotz kompakter Bauweise mit kraftvollem Klang überzeugen.

Die Marke Bose hat den Ruf, hochpreisige Lautsprecher mit ausgewogenem Klang zu verkaufen. Mit dem Soundlink Micro 2 hat der Hersteller jetzt einen Mini-Bluetooth-Lautsprecher im Programm, der ebendiese Bose-Qualität in kompakter Bauweise liefern soll. Robuste Verarbeitung, klarer Klang und kraftvolle Bässe – das hat der Speaker auf dem Papier zu bieten. Aber kann er diese Versprechen auch in der Praxis einlösen? Und ist das Gesamtpaket den recht hohen Preis von 108 Euro (Coolblue) wert? Genau das finden wir im Test heraus.

Design und Verarbeitung des Bose Soundlink Micro 2

Der Bose Soundlink Micro 2 ähnelt optisch ein wenig dem Teufel Boomster Go. Er setzt auf das gleiche quadratische Design mit dem Durchmesser und der doppelten Dicke einer Tafel Rittersport. Mit Maßen von 10,40 cm x 4,30 cm x 10,40 cm und einem Gewicht von 330 g ist er aber etwas kleiner und leichter als die Teufel-Konkurrenz. Dank der geringen Größe passt er gut in den Rucksack oder die Handtasche, aber auch in größere Jackentaschen.

Bei der Farbauswahl setzt Bose auf dezente Zeitlosigkeit. Der Soundlink Micro 2 ist in Schwarz, Sandstein, Blütenrosa, Petrol und Babyblau erhältlich. Alle Farben passen zum Kern der Marke. Knallige, aufregende Designs sucht man vergebens. Die Farbe Blütenrosa, die aussieht wie gerötete Haut, setzt ungewohnte Akzente, die eindeutig Geschmackssache sind.

Der Speaker ist fast vollständig mit einer Silikonummantelung überzogen, wobei kleine Wölbungen an der Unterseite als rutschfeste Standfüße fungieren. Die integrierte Trageschlaufe aus Textil und Silikon dient gleichzeitig als Halteband mit Klettverschluss, über das sich der Lautsprecher beispielsweise am Lenker eines Fahrrads befestigen lässt. Das klappt im Test recht gut, weil die Gummierung an der Unterseite des Bandes ein Verrutschen verhindert. Allerdings hätte das gesamte Halteband gerne etwas länger sein können.

Bei der Verarbeitung lässt der Bose Soundlink Micro 2 keine Wünsche offen. Dank der Silikonummantelung ist der Mini-Bluetooth-Lautsprecher stoßfest und übersteht Stürze aus einem Meter an Höhe auf Steinboden oder Asphalt ohne Schäden. Dank Schutzklasse IP67 ist der Speaker sowohl staubgeschützt als auch zeitlich begrenzt bis zu einem Meter an Tiefe wasserdicht. Damit bewegt sich der Soundlink Micro auf vergleichbarem Terrain wie der Teufel Boomster Go.

Bose Soundlink Micro 2

Wie gut ist der Klang des Bose Soundlink Micro 2?

Bose macht keinerlei Angaben zur Leistung, dem Frequenzbereich oder zu den eingebauten Hoch- und Tieftönern des Speakers – auf den ersten Blick ein eher schlechtes Zeichen, denn bei einem Hersteller dieser Preisklasse wären entsprechende Details normalerweise ein Verkaufsargument.

Aber was zählt, ist der Praxistest, und da macht der Soundlink Micro 2 eine gute Figur. Gesprochene Inhalte wie Podcasts kommen angenehm deutlich und klar aus dem Speaker, auch wenn der Klang generell wie beim Teufel Boomster Go oder JBL Go 3 vom Hörwinkel abhängig ist. Hängt man den Speaker aufrecht mit dem Halteband auf, sollte man sich am besten davor aufhalten. Ansonsten legt man den Lautsprecher auf den Boden, um ein optimales Klangerlebnis zu erhalten.

Bei Musik hat der Mini-Bluetooth-Lautsprecher dann aber doch ein paar Probleme, und die haben vor allem mit dem Bass zu tun, den Bose eigentlich als besonders kraftvoll bewirbt. Das ist er auch, denn schon bei mittlerer Lautstärke vibriert der kleine Brüllwürfel merklich.

Gleichzeitig wirkt der Bass aber arg verwaschen und unsauber. Bei The Weeknds “Die For You” mischt der Soundlink Micro 2 die tiefen Töne zu einem dumpfen Brei zusammen, gegen den dann auch der Gesang nicht mehr ankommt. Etwas besser sieht es bei “Blinding Lights” aus, weil die Höhen hier recht klar bleiben. Trotzdem wird auch hier der Gesang vom Bass verschluckt.

Wer den Equalizer der Bose-App benutzt, kann gegensteuern. Bei vollen Höhen und komplett wegreguliertem Bass klingt der Sound etwas besser, aber immer noch verwaschen.

Bei klassischer Musik ergibt sich ein ähnliches Bild, allerdings hat der Bose-Speaker hier vor allem Probleme mit den Höhen. Beethovens Streichquartett #3 in D-Dur klingt einfach zu schrill, wenn die Violinen einsetzen, während der Kontrabass bei von Dittersdorfs Konzert für Kontrabass #1 unsauber und matschig rüberkommt.

Bose Soundlink Micro 2

Alles in allem ist der Sound des Soundlink Micro 2 aber trotzdem nicht schlecht. Gemessen an der geringen Größe des Mini-Bluetooth-Lautsprechers lassen sich die Probleme und Unsauberkeiten verschmerzen. Der Teufel Boomster Go konnte uns im Test bei ähnlicher Größe und geringerem Preis aber eher überzeugen.

Wo die App-Anbindung für zusätzliche Features sorgt, müssen Käufer des Soundlink Micro 2 allerdings auf weitere Extras verzichten: Der Speaker verzichtet auf ein integriertes Mikrofon und eignet sich daher weder als Freisprecheinrichtung für Telefonate noch als Eingabegerät für Sprachassistenten. Ein AUX-Anschluss für externe Geräte fehlt ebenso.

Bedienung und App des Bose Soundlink Micro 2

Um den Soundlink Micro 2 zu bedienen, nutzen wir primär die physischen Tasten auf der Oberseite des Mini-Bluetooth-Lautsprechers. Etwas irritierend: Der An- und Ausschaltknopf befindet sich an der unteren Kante neben dem USB-C-Anschluss. Zudem wirken die Druckpunkte der unbeleuchteten Tasten recht schwammig. Wir müssen viel Kraft aufwenden, um eine Eingabe zu tätigen.

Zusätzlich zu den Standardtasten (Power, Bluetooth, Play/Pause und Lautstärke) gibt es einen sogenannten Shortcut-Button. Über diesen Button können wir den Soundlink Micro 2 mit einem weiteren Lautsprecher der Soundlink-Baureihe verbinden (Soundlink Micro 2, Soundlink Flex 2, Soundlink Plus und Soundlink Max).

Was der Soundlink Micro 2 anderen Mini-Bluetooth-Lautsprechern voraus hat, ist die App. Während etwa Nutzer des Teufel Boomster Go oder JBL Go 3 auf eine separate Smartphone-Software verzichten müssen, kommen Bose-Käufer zumindest in den Genuss ein paar zusätzlicher Features.

Die App erlaubt die Einrichtung einer Mehrpunkt-Verbindung, sodass wir den Speaker mit zwei Geräten gleichzeitig koppeln können. Dazu kommen ein recht einfach gestalteter Equalizer mit vier Voreinstellungen (viel/wenig Bass, viel/wenig Höhen) und eine Konfigurationsmöglichkeit für die Shortcut-Funktion. Darüber können wir die Shortcut-Taste auch verwenden, um die Wiedergabe von Inhalten über Spotify fortzusetzen. Schließlich können wir in der App auch einstellen, dass sich der Speaker nach einer vorgegebenen Zeit automatisch selbst abschaltet – ein nützliches Feature für alle, die gerne beim Podcast- oder Musikhören einschlafen.

Der Akku des Bose Soundlink Micro 2

Bose hat sich bei der Laufzeit des Soundlink Micro 2 nicht lumpen lassen, und dem Speaker einen erstaunlich leistungsfähigen Akku mit einer Kapazität von 3000 mAh spendiert. Damit hält der Lautsprecher bis zu 12 Stunden durch und damit nicht nur doppelt so lange wie sein Vorgänger, sondern auch länger als viele andere Mini-Bluetooth-Lautsprecher wie der JBL Go 3 oder der Teufel Boomster Go.

Eine Powerbank-Funktion gibt es übrigens nicht. Das Aufladen des Soundlink Micro 2 funktioniert über das beiliegende USB-C-auf-USB-A-Kabel und dauert mit etwa vier Stunden verhältnismäßig lange. Eine Anzeige des Ladestands finden wir nur in der App.

Was kostet der Bose Soundlink Micro 2?

Aktuell kostet der Mini-Bluetooth-Lautsprecher 108 Euro (Coolblue).

Fazit

Der Bose Soundlink Micro 2 ist im Grunde ein guter Mini-Bluetooth-Lautsprecher, aber er hat ein gewichtiges Problem – und das ist sein Preis. Denn für das, was der Speaker bei Klang und Features zu bieten hat, ist er im Vergleich einfach zu teuer.

Gesprochene Inhalte spielt der Soundlink Micro 2 gut ab, doch bei basslastigen Stücken lässt er Federn. Obwohl der Bass kraftvoll daherkommt, wie es der Hersteller auch verspricht, fehlt es ihm an Sauberkeit. Deshalb verschluckt er gerne die Höhen, was zu einem insgesamt eher matschigen und verwaschenen Klang führt.

Zu den Pluspunkten des Bose-Speakers gehören neben der guten Verarbeitung und der IP67-Zertifizierung die lange Akkulaufzeit und die Anbindung an eine App mit Equalizer – welcher den Klang etwas verbessert. Schade finden wir, dass Bose auf ein integriertes Mikrofon verzichtet hat.

Eine günstigere Alternative zum Soundlink Micro 2 sind der Teufel Boomster Go für knapp unter 80 Euro, der zudem ein integriertes Mikrofon zu bieten hat, und der JBL Go 3 ab 32 Euro, bei dem Käufer aber mit einer geringeren Akkulaufzeit leben müssen.

Wer mit dem Gedanken spielt, sich den Soundlink Micro 2 zu kaufen, sollte mit den klanglichen Schwächen des Speakers leben können. Dann bietet der Bose-Lautsprecher ein gutes Gesamtpaket zu einem hohen Preis.



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Kommentar KI – es wird nicht ohne gehen


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Vielleicht geht es Ihnen ja wie mir und Sie rollen bloß noch genervt mit den Augen, wenn das Stichwort KI fällt. Zwar haben die Chatbots, also ChatGPT, Claude, Gemini & Co. mit künstlicher Intelligenz gar nicht so viel zu tun. Vielmehr sind sie sehr ausgefuchste Statistik im Hinblick auf Sprache, weshalb die Bezeichnung Large Language Model, kurz LLM, angemessener ist. Für diese Differenzierung allerdings hat man im Marketing keinen Nerv und auch keine Zeit. Also KI rauf und runter, den ganzen Tag: KI am Smartphone, KI bei der Arbeit, KI zu Hause und so weiter. Und viel zu oft mit missionarischem Eifer: Google etwa tischt einem mittlerweile regelmäßig ungebeten halbgare Antworten als erstes Ergebnis bei einer einfachen Suche auf. Kratzt man sich bei der Verwendung eines Computers mit Microsoft Windows am Kopf, offeriert Copilot gleich eine Liste der Dermatologen in der Gegend, zumindest gefühlt. Und wer derzeit Doomscrolling auf Instagram & Co. betreibt, wird mit Anzeigen für KI nur so bombardiert: Marketing und Vertrieb? Erledigt jetzt die KI. Partnersuche? KI. Buchhaltung? Sie ahnen es …

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Ein Kommentar von Martin Gerhard Loschwitz

Ein Kommentar von Martin Gerhard Loschwitz

Martin Gerhard Loschwitz ist freier Journalist und beackert regelmäßig Themen wie OpenStack, Kubernetes und Ceph.

Vielleicht ist es gerade die Penetranz der Präsentation, die vielerorts für totalen Verdruss im Hinblick auf das Thema KI sorgt. Aber auch das ist Teil der Wahrheit: Schon heute lassen sich LLMs durchaus sinnvoll und effizient einsetzen. Ich selbst habe um die gängigen KI-Modelle lange einen großen Bogen gemacht, bis mir eine – eher aus Jux – in Claude eingegebene Frage sehr eindrucksvoll bewiesen hat, wie gut sich manche Aufgaben des Alltags mit LLMs bereits heute erledigen lassen. Und wie viel effizienter.

Passend dazu häufen sich dieser Tage die Meldungen, wonach deutsche Organisationen ihren Mitarbeitenden die Verwendung der großen LLMs untersagen oder sogar technisch verunmöglichen. Mit teils abenteuerlichen Begründungen: So sei etwa unklar, wem der geschaffene Code gehöre. Und natürlich darf das bisweilen merklich überstrapazierte Argument des Datenschutzes nicht fehlen, ganz so, als werde man quasi gezwungen, mit Gemini & Co. sensible Informationen zu teilen. Ein derartiges Vorgehen passt im stark innovationsaversen Deutschland freilich gut ins Bild – neue Dinge werden erst verboten und danach in Grund und Boden reguliert. Der Ansatz löst aber wie üblich keine Probleme, sondern schafft eher neue.

Denn Fakt ist: Gut trainierte LLMs lösen viele alltägliche Aufgaben besser und schneller, als ein Mensch es in derselben Situation jemals vermochte. Man kann hier einerseits rein monetär denken und auf den betriebswirtschaftlichen Aspekt abstellen. Dann ist kaum zu rechtfertigen, dass ein Entwickler wochenlang auch an einigermaßen einfachem Code sitzt, den Claude in ein paar Stunden zusammenbaut, und zwar in einer vergleichbaren Qualität. Ja, Vibe Coding kann ein Problem sein. In den Händen von guten Entwicklern mit echtem Domänenwissen allerdings werden Claude & Co. zu einem mächtigen Werkzeug. Weigert man sich auf Ebene von Firmen und Konzernen, Gebrauch davon zu machen, bindet man sich einen riesigen Wettbewerbsnachteil völlig notlos ans Bein, zusätzlich zu den Herausforderungen, mit denen die deutsche Wirtschaft ohnehin bereits konfrontiert ist.

Was im Übrigen durchaus Raum für Schabernack bietet – was käme wohl heraus, sperrte man in Konzernen die Bilanzoptimierer (pro-KI) der einen Unternehmensberatung mit den Rechtsbeiständen (anti-KI) der anderen Unternehmensberatung in einen Raum, um Vor- wie Nachteile der KI abschließend zu klären? Vermutlich ließen sich für solch ein Ereignis Eintrittskarten hervorragend vermarkten.

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Man kann LLM aber auch vor einem anderen Hintergrund betrachten: In einer immer komplexeren Welt kann KI nämlich auch das Werkzeug sein, dessen Verwendung schlicht notwendig ist, um immer komplexere Lösungen für stetig komplizierter werdende Probleme zu finden. Ein tagesaktuelles Beispiel verdeutlicht das eindrucksvoll: Die Streitkräfte der Ukraine setzen im von Russland völkerrechtswidrig begonnenen Angriffskrieg gegen ihr Land seit Monaten auf per KI vernetzte Billig-Drohnen. So gelingt es nicht nur, mit Drohnen, deren Stückpreis kaum über 2000 US-Dollar liegt, Shahed-Drohnen abzufangen, die ein Dutzendfaches davon kosten – ein Return-on-Invest also, wie ihn selbst kühne BWLer sich kaum vorzustellen trauen. Sondern ganz praktisch kann jedes Geschoss aus Russland, das nicht in der Ukraine einschlägt, dort auch keine Menschen ermorden. Das Prinzip funktioniert so gut, dass vielerorts an der Front das Momentum im Augenblick klar bei der Ukraine liegt. Längst schielen europäische Verteidigungspolitiker und Militärs auf die in der Ukraine entwickelten Lösungen. Das ist eine echte Erfolgsgeschichte, die in dieser Form ohne KI schlicht nicht denkbar wäre.

Angesichts der Vorteile ist kaum davon auszugehen, dass LLMs absehbar wieder in der weltweiten Versenkung verschwinden. Begegnet man ihnen mit kategorischer Ablehnung, wie es in Europa und insbesondere in Deutschland derzeit gut zu beobachten ist, macht man es sich nicht nur selbst unmöglich, von den Vorteilen der Technologie zu profitieren. Sondern man unterbindet auch Diskurs zu einer Reihe von Fragen, mit denen wir uns als Gesellschaft besser gestern als heute beschäftigt hätten.

Absehbar ist etwa bereits heute, dass KI einen Kahlschlag im Hinblick auf Arbeitsplätze impliziert. Längst kursieren Tabellen, aus denen sich ablesen lässt, welche Berufsgruppen es vermutlich zuerst erwischen wird. Buchhalter beispielsweise stehen in diversen Studien ganz oben auf der Abschussliste. Und gerade Buchhalter sind an dieser Stelle ein hervorragendes Beispiel für den praktischen Nutzen von KI. Buche ich in Berlin ein Taxi per Free Now, muss ich den daraus resultierenden Beleg in der Buchhaltung auf drei Kategorien aufteilen. Den eigentlichen Fahrpreis (7% USt.), das Trinkgeld (0% USt.) sowie die Servicegebühr des Fahrtenvermittlers (19% USt.). Will ich in Lexware den Lieferanten richtig erfassen, muss ich diesen auch noch händisch korrigieren. Pro Beleg sind das 30 Sekunden, in denen ich ebenso gut etwas Sinnvolleres tun könnte. Könnte ich stattdessen den jeweiligen Beleg der KI vor die Füße werfen, sodass diese ihn korrekt aufgeteilt verbucht – worin läge der Mehrwert, stattdessen Handarbeit zu leisten?

Auch typische MINT-Jobs sind durch KI offensichtlich gefährdet. Und selbst altehrwürdigen Berufen wie den Rechtsanwälten dürfte es früher oder später an den Kragen gehen. Das alles birgt genug sozialen Sprengstoff. Erinnern Sie sich an die Debatten vor einigen Jahren, was man denn mit arbeitslosen Fernfahrern tun solle, wenn autonome LKW marktreif sind? Die KI-Diskussion ist im Kern dieselbe, allerdings auf Steroiden und mit viel größerer gesellschaftlicher Sprengkraft. Und Deutschland wird ebenso wenig wie Europa die Insel der vermeintlich Glücksseligen sein, die dem Sturm der Innovation dauerhaft trotzt. Wir müssen stattdessen schleunigst mit der gesellschaftlichen Debatte darüber beginnen, wie wir die sozialen Auswirkungen von KI abfedern und handhaben wollen, statt das Thema den jüngeren Generationen ungelöst zu vererben. „Nach mir die Sintflut“ funktioniert nicht. Und hoffen, dass der Megatrend KI wieder verschwindet, ebenso wenig.

Und obendrein muss Europa – mal wieder – die Frage beantworten, wie es sich in Sachen KI schlagkräftig positionieren will, um nicht – mal wieder – unter die Räder der Technologieriesen aus dem Silicon Valley zu geraten. Die Regierung Trump hat es neulich deutlich gemacht: Weil man die neuen Claude-Modelle Fable 5 und Mythos 5 für zu mächtig hielt, untersagte man kurzerhand ihren Export aus den USA. Anthropic musste die Modelle daraufhin global abschalten, weil selbst eigene Mitarbeitende ohne US-Pass von der Exportbeschränkung betroffen wären und man schlechterdings nicht feststellen kann, welcher Nutzer der Software US-Bürger ist oder nicht. Wenn Unternehmen hierzulande aus Mangel an europäischen Alternativen also ChatGPT & Co. einsetzen, ist das nicht weniger als ein weiterer Schritt in die völlige digitale Abhängigkeit. Und mithin das genaue Gegenteil zur richtigen und wichtigen digitalen Souveränität aus Sicht Europas.

KI ist keinesfalls das Allheilmittel, als das ihre Erfinder es gern anpreisen. Aber sie lässt sich gut und hilfreich einsetzen. Verbieten reicht deshalb schlicht nicht. Und je länger man hierzulande mit dem Fuß aufstampft und „ich will aber nicht“ postuliert, desto kürzer wird die Zeit, in der sich ein Modell für den sinnvollen Umgang mit dem Thema erdenken lässt. Die Uhr tickt längst. Für Europa. Und für Deutschland.


(fo)



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Neuer S/W-Film, Drohnen-Jagd und Adobes KI-Offensive – News der Woche 25/2026


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Analoger Film, ein Relikt vergangener Tage? Wer das glaubt, hat die Rechnung ohne die wachsende Community der Filmfotografen gemacht. Und ohne Light Lens Labs, die offenbar nicht nur Objektive im Leica-Stil bauen, sondern jetzt auch ins Filmgeschäft einsteigen. Das Hongkonger Unternehmen hat einen neuen Schwarzweißfilm angekündigt. Der soll einen ganz eigenen Charakter mitbringen – kein weiterer Tri-X-Klon also, sondern etwas mit eigenständiger Persönlichkeit.

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Das Titelbild der Ausgabe 03 2026 des Foto-Magazins c't Fotografie

Das Titelbild der Ausgabe 03 2026 des Foto-Magazins c't Fotografie

(Bild: 

heise

)

Zur Emulsion gibt es noch wenig Konkretes, aber Light Lens Labs verspricht eine besondere Kornstruktur und Tonalität, die sich von den üblichen Verdächtigen auf dem S/W-Markt abheben soll. Kodak und Ilford schrauben die Preise für ihre Klassiker regelmäßig nach oben – da ist jeder neue Mitspieler willkommen, vorausgesetzt, Verfügbarkeit und Preis stimmen. Denn das eigentliche Problem der analogen Fotografie ist längst nicht mehr, ob jemand noch Film kaufen will, sondern ob man ihn bekommt, ohne dafür einen Kleinkredit aufzunehmen. Wer sich an die bisherigen Produkte von Light Lens Labs erinnert, etwa die Nachbauten klassischer Leica-Objektive, der weiß: Die Firma hat ein Händchen für Nischenprodukte mit Enthusiasten-Appeal. Ob der neue Film dieses Versprechen einlöst, zeigt sich, wenn die ersten Rollen in der Entwicklerdose landen.

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Deutlich weniger entspannt als das Einlegen eines frischen Films dürfte die Stimmung bei manchen Drohnenpiloten in den USA sein. Zur FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 hat die FAA großflächige Flugverbotszonen rund um Stadien, Fan-Feste und Mannschaftsquartiere eingerichtet – und das FBI meint es ernst. Allein in Atlanta wurden 13 Drohnen beschlagnahmt, bevor der Ball überhaupt richtig rollte. Die Botschaft ist unmissverständlich: Wer seine Drohne in der Nähe eines WM-Spielorts steigen lässt, riskiert Strafen von bis zu 100.000 US-Dollar.

Man mag das für übertrieben halten. Doch die Sicherheitslage bei Großveranstaltungen ist nun einmal eine andere als beim Sonntagsflug über dem heimischen Acker. Für Fotografen und Videografen, die auf Luftaufnahmen spezialisiert sind, heißt das schlicht: Finger weg, es sei denn, man hat eine ausdrückliche Genehmigung. Und die dürfte ungefähr so leicht zu bekommen sein wie ein Stammplatz in der Nationalmannschaft. Übrigens gilt die Regelung nicht nur während der Spiele, sondern auch bei den offiziellen Events drumherum. Wer also gehofft hatte, wenigstens die Fan-Meile von oben zu filmen – Pech gehabt.

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Während das FBI Drohnen vom Himmel holt, hebt Adobe seine Creative Cloud auf ein neues Level. Oder versucht es zumindest. Das Unternehmen hat eine ganze Reihe von KI-Funktionen für Lightroom und Photoshop angekündigt, die den Nutzern mehr Kontrolle über die generativen Werkzeuge verschaffen sollen. Der eigentliche Knaller: Lightroom kann jetzt aus Fotos Videos generieren. Ja, richtig gelesen. Ausgerechnet die Bildverwaltung, in der man bisher Regler schubste und Weißabgleiche korrigierte, wird zum Bewegtbild-Werkzeug.

Allerdings – und das ist das berühmte Kleingedruckte – ist diese Funktion die erste innerhalb von Lightroom, die sogenannte Generative Credits verbraucht. Also jene Währung, die Adobe seinen Abonnenten je nach Tarif in unterschiedlicher Menge zuteilt. Wer viel generiert, zahlt mehr. Das Modell kennt man bereits von der Web-App Firefly, jetzt zieht es auch in die Desktop-Anwendung ein. Ob das die Fotografen begeistert, die Lightroom vor allem als schnelles Werkzeug für den Bearbeitungsalltag schätzen? Eher nicht. Denn beim Sortieren von 2000 Hochzeitsfotos will man eigentlich nicht auch noch Credits im Blick behalten.

Spannender für den Arbeitsalltag dürften die verbesserten KI-gestützten Auswahl- und Maskierungswerkzeuge sein. Hier verspricht Adobe, dass Nutzer feiner eingreifen können, statt der KI blind vertrauen zu müssen. Klingt nach einem vernünftigen Ansatz: KI als Assistent, nicht als Autopilot. Ob Adobe diese Balance in der Praxis hält, zeigen die kommenden Updates.

Die Woche führt einmal mehr vor Augen, wie weit das Spektrum der Fotografie reicht. Auf der einen Seite ein neuer Schwarzweißfilm, der an die handwerklichen Wurzeln des Mediums erinnert. Auf der anderen KI-generierte Videos aus einer Software, die einmal als digitale Dunkelkammer begann. Und dazwischen ein FBI, das Drohnen einsammelt.

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(tho)



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iX-Workshop: Claude Code in der Praxis – effizienter entwickeln mit KI-Agenten


Künstliche Intelligenz schreibt längst nicht mehr nur einzelne Codezeilen – sie übernimmt zunehmend ganze Entwicklungsaufgaben. Mit den richtigen Prompting-Strategien, gezielter Kontextverwaltung und Tool-Integrationen steigert Claude Code als agentisches Werkzeug die Effizienz von Entwicklungsprojekten.

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Im Workshop Hands-on Claude Code: effizienter entwickeln mit KI-Agenten erhalten Sie einen Überblick über agentische Softwareentwicklung, trainieren die zentralen Kommandos in Claude Code und machen sich mit der Sitzungsverwaltung vertraut, um den bisherigen Verlauf als Kontext zu speichern und weiterzuverwenden.

Darüber hinaus üben Sie, wie Sie die KI-Agenten um eigene Kontexte erweitern und eigene Regeln für Architektur, Workflows und Coding-Standards festlegen. Ebenfalls lernen Sie den Umgang mit Skills, um das Wissen von Claude Code zu erweitern und eigene Aufgaben wiederholbar erledigen zu lassen.

Weiterhin lernen Sie Strategien kennen, um mit Prompts schnell und effektiv die gewünschten Ergebnisse zu erzielen, und erfahren, wie Sie mittels Subagenten und der Worktree-Integration Aufgaben parallelisieren und MCP-Server gezielt einbinden. Im gesamten Workshop arbeiten Sie durchgängig an einem TypeScript-Projekt, an dem Sie Schritt für Schritt die Funktionen von Claude Code kennenlernen und praktisch anwenden können. So erlangen Sie wertvolle Praxiserfahrungen, die Sie direkt in Ihrem Unternehmen anwenden können.

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Dezember
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Sie profitieren von der direkten Anleitung durch Ihren Trainer Rainer Stropek. Als Experte für Softwareentwicklung, Softwarearchitektur und Cloud Computing bringt er langjährige Erfahrung aus der Entwicklung realer Anwendungen mit. Gemeinsam mit seinem Team hat er unter anderem die SaaS-Zeiterfassung „time cockpit“ entwickelt und setzt sich intensiv mit dem produktiven Einsatz moderner Entwicklungstools auseinander. Im Workshop zeigt er, wie sich KI-Assistenten sinnvoll in bestehende Entwicklungsprozesse integrieren lassen und wo ihre Stärken und Grenzen in der Praxis liegen.

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Dieser praxisnahe Workshop ist auf erfahrene Softwareentwickler zugeschnitten, die bereits erste Kenntnisse im Umgang mit der KI-gestützen Entwicklung gemacht haben und ihre Workflows mit KI-Agenten automatisieren möchten.


Upgrade für Ihre IT-Skills - Von Experte zu Experte

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(ilk)



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