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Künstliche Intelligenz

Vielleicht kauft China doch Nvidias H200-Chips


Die Lieferung zweitklassiger KI-Chips an die Volksrepublik China ist nach wie vor in Schwebe. Zunächst galt ein Verbot des US-Präsidenten, vorgeblich wegen Gefährdung der Nationalen Sicherheit der USA. Nach der Aufweichung des Verkaufsverbots verbat sich die chinesische Regierung die Einfuhr zweitklassiger Chips wie Nvidias H200. Jetzt hat Peking den Konzernen Alibaba, Bytedance und Tencent die Einfuhr von insgesamt mehr als 400.000 H200-Chips gestattet. Doch sind damit Auflagen verbunden, die noch unklar sind.

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Dies berichtet Reuters unter Berufung auf mehrere Eingeweihte. Weitere chinesische Firmen haben demnach Einfuhrgenehmigungen beantragt. Die behördlichen Auflagen seien aber noch in Ausarbeitung. Eine weitere Quelle hat Reuters jedoch gesagt, dass die Auflagen Pekings zu restriktiv seien. Dies sei der Grund, weshalb die drei erfolgreichen Genehmigungswerber bislang gar keine Prozessoren für Künstliche Intelligenz bestellt hätten.

Klar ist, dass Peking die Einfuhr ausländischer KI-Chips zweiter Klasse eigentlich nicht genehm ist. Behördenvertreter haben Unternehmen angewiesen, sie nur unter speziellen Umständen zu nutzen, beispielsweise für Forschung an Universitäten. Sowohl potenzielle Verkäufer wie AMD und Nvidia, als auch deren prospektive Kunden warten mit Spannung auf die Bedingungen für die Einfuhrerlaubnis für kommerziellen Bedarf. Im Vorfeld wurde erörtert, chinesische Käufer dazu anzuhalten, für jeden importierten KI-Chip eine gewisse Menge in China produzierter Chips zu erwerben.

Das spiegelt eine Auflage der US-Verkaufsgenehmigungen wider. Nicht nur müssen 25 Prozent des Umsatzes als Strafsteuer bezahlt werden, es muss auch pro nach China exportiertem Chip mindestens ein solcher Chip an einen Abnehmer im Inland gehen. Außerdem sind nur bestimmte chinesische Käufer zulässig, was überprüft werden muss. Der Verkauf der besseren Nvidia-Chips der Blackwell-Serie (GB100, GB102, GB200) ist nach wie vor tabu.


(ds)



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Künstliche Intelligenz

Geschäftgeheimnisse von o9 gestohlen? SAP stellt drei Führungskräfte frei


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SAP hat laut Bericht des Handelsblatts nach Vorwürfen des Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen drei Topmanager freigestellt. Demnach handelt es sich um drei ehemalige Führungskräfte des Wettbewerbers o9, die zu SAP gewechselt waren. o9 hatte SAP im November vor einem Bundesgericht in Dallas, Texas, verklagt und den Vorwurf erhoben, die o9-Führungskräfte hätten mehr als 20.000 Dateien mit vertraulichen Unterlagen von o9 heruntergeladen und diese bei ihrem Wechsel zu SAP mitgenommen.

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SAP bestätigte auf Anfrage der iX-Redaktion, dass „derzeit drei Personen aus dem Unternehmen ausscheiden“. Hinweise auf ein Fehlverhalten seitens des Unternehmens habe die bisherige Überprüfung nicht ergeben, führte SAP weiter aus. Den Grund für die Trennung ließ SAP offen. Das Handelsblatt schreibt unter Berufung auf Konzernkenner, dass der Fall im Walldorfer Softwarekonzern als heikel gilt.

Das 2009 gegründete und in Dallas beheimatete Unternehmen o9 wirft SAP vor, eine „aggressive Kampagne“ gestartet zu haben, um an seine Geschäftsgeheimnisse zu gelangen. Ferner würde SAP mit den heruntergeladenen Informationen gezielt Kunden abwerben, darunter mit dem deutschen Konsumgüterkonzern Henkel „einen ehemaligen Top-Kunden von o9“. Außerdem solle SAP kürzlich Funktionen und Marketingmaterialien für seine IBP-Lösungen (Integrated Business Planning) und andere ERP-Software überarbeitet haben, um die Angebote von o9 genau nachzuahmen. o9 ist auf Software für Unternehmensplanung und Lieferkettenmanagement auf Basis von KI und maschinellem Lernen spezialisiert, betreibt 17 Niederlassungen und hat rund 2.500 Mitarbeiter.

SAP weist laut einem Sprecher „die in dieser Klage in der Anfangsphase vorgebrachten Vorwürfe entschieden zurück“. Entsprechend hat das Unternehmen Abweisung der Klage beantragt. Laut Handelsblatt ist die Argumentation, dass das Gericht im US-Bundesstaat Texas nicht zuständig wäre, weil es sich bei den drei Managern um niederländische Staatsbürger handele, die aus o9s niederländischer Niederlassung zur dortigen SAP-Niederlassung gewechselt seien. Die drei betroffenen Manager sollen die Vorwürfe ebenfalls zurückgewiesen haben.


(axk)



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Künstliche Intelligenz

Lithografie-Systeme: Rekordbuchungen für ASML wegen KI


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ASML schließt das Jahr 2025 mit Umsatzrekorden ab: Der Umsatz im vierten Quartal war mit gut 9,7 Milliarden Euro so hoch wie noch nie, und auch der Jahresumsatz steigt mit 32,7 Milliarden auf ein Rekordhoch. Gegenüber 2024 entspricht das einem Plus von knapp 16 Prozent.

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Das reicht für einen Jahresnettogewinn von 9,6 Milliarden Euro (+27 Prozent), gut 2,8 Milliarden davon im vierten Quartal. Da Chip- und Speicherhersteller wie TSMC, Intel, Samsung, SK Hynix und Micron Lithografie-Systeme nach langfristigem Bedarf bestellen, sind bei ASML die Vergleiche der aufeinanderfolgenden Quartale interessanter als jene zum Vorjahreszeitraum. Eine ferien- oder weihnachtsbedingte Saisonalität gibt es bei ASML nicht. Der Umsatz im vierten Quartal steigt gegenüber dem dritten Quartal um gut 29 Prozent, der Nettogewinn um fast 34 Prozent.

Über das ganze Jahr verteilt hat ASML 300 neue und 27 wiederaufbereitete Lithografie-Systeme verkauft. Das sind insgesamt 91 weniger als 2024, dafür aber mehr komplexe Modelle mit extrem-ultravioletter (EUV-)Belichtungstechnik. Zudem verbucht ASML weitere EUV-Systeme mit hoher numerischer Apertur (High-NA EUV), die rund 350 Millionen Euro pro Stück kosten. Ein normales EUV-System liegt bei 170 Millionen bis 200 Millionen Euro.

EUV-Typen sind inzwischen auch für Speicherhersteller essenziell. Sie sind bei der sechsten DRAM-Generation der 10-Nanometer-Klasse angekommen und belichten immer mehr Chiplagen mit EUV-Technik.

4,7 Milliarden Euro sind 2025 in die Forschung und Entwicklung geflossen, gut neun Prozent mehr als 2024.

Aktuell schießen die Buchungen von Lithografie-Systemen in die Höhe: Chiphersteller haben Systeme im Wert von knapp 13,2 Milliarden Euro gebucht und so selbst die bisherigen Bestwerte infolge der Coronapandemie übertroffen. Der vorherige Rekord lag bei rund 9,2 Milliarden Euro im vierten Quartal 2023. Im dritten Quartal 2025 waren es nur 5,4 Milliarden Euro.

Speicherhersteller scheinen im Zuge der Speicherkrise langsam in die Pötte zu kommen. Sie haben vergangenes Quartal Lithografie-Systeme im Wert von 7,4 Milliarden Euro gebucht und damit untypischerweise Chipauftragsfertiger für Logikhalbleiter wie Prozessoren übertroffen. Insgesamt hat ASML jetzt Bestellungen im Wert von 38,8 Milliarden Euro offen. 40 Prozent beziehungsweise 15,5 Milliarden davon stammen von Speicherherstellern. Hohe Rückstände sind bei ASML üblich.

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Allerdings gilt auch hier, dass sich die Auswirkungen hinziehen werden. Zum einen verrät ASML nicht, für welche Termine die Systeme bestellt sind. Zum anderen vergeht nach der Auslieferung eines Lithografie-Systems über ein Jahr, bis aus einer neuen Produktionslinie Chips im Handel auftauchen.

Zusätzlich ist laut Finanzchef Roger Dassen auch das Interesse an Upgrades „recht groß“, etwa um die Belichtungsgeschwindigkeit bestehender Systeme zu erhöhen. Solche Upgrades sind neben der Wartung Teil der sogenannten Installed Base Management Sales. Sie machten 2025 mit 8,2 Milliarden Euro ein Viertel von ASMLs Umsatz aus.

Im Jahr 2025 zeigten sich SK Hynix, Samsung, Micron & Co. derweil noch träge. Ihr Anteil an ASMLs Verkäufen sank 2025 gegenüber 2024 leicht auf 8,3 Milliarden Euro. Erst im vierten Quartal legte er mit 2,3 Milliarden wieder zu, 17 Prozent mehr als im dritten Quartal.


(Bild:

ASML

)

ASML-Chef Christophe Fouquet betont, dass das aktuelle Wachstum sowohl bei Chipauftragsfertigern als auch bei Speicherherstellern anhalten soll.

„In den vergangenen Monaten haben wir beobachtet, dass unsere DRAM-Kunden und unsere Logik-Kunden begonnen haben, ihre Planungskapazitäten zu erhöhen und diesbezüglich Gespräche mit uns zu führen“, sagt Fouquet. „Wenn ich mir zunächst die Logik anschaue, so sehen wir dort, dass unsere Kunden zunehmend zuversichtlicher hinsichtlich der Nachhaltigkeit der langfristigen Nachfrage im Bereich KI sind.“

„Wenn ich mir DRAM anschaue, dann ist auch dort die Nachfrage nach HBM [Anm. d. Red.: High-Bandwidth Memory für KI-Beschleuniger] natürlich sehr stark, aber auch nach DDR. Dies wird höchstwahrscheinlich zu einer sehr knappen Versorgung führen, zumindest im Jahr 2026 und höchstwahrscheinlich auch darüber hinaus.“

Trotz des Wachstums will ASML rund 1700 von über 44.000 Stellen streichen, hauptsächlich in der Führungsebene. Die Firma kommt damit nach eigenen Angaben Kundenwünschen nach, die eigenen Strukturen zu entschlacken. ASML will Hürden abbauen und flexibler werden.

Im angelaufenen ersten Quartal 2026 prognostiziert ASML einen bestenfalls leichten Umsatzrückgang auf 8,9 Milliarden Euro oder im schlechtesten Fall auf 8,2 Milliarden Euro. Über das gesamte Jahr erwartet ASML aber Wachstum mit 34 Milliarden bis 39 Milliarden Euro Umsatz. ASML kündigt zudem eine stark erhöhte Dividende von 7,50 Euro pro Aktie (+17 Prozent) und ein neues Aktienrückkaufprogramm an, das bis zu 12 Milliarden Euro bis Ende 2028 umfasst.

Die Börse reagiert gemischt auf den Geschäftsbericht. Die Aktie schoss zunächst um bis zu zehn Prozent hoch, ist inzwischen aber wieder auf das Vortagesniveau gefallen.


(mma)



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Für neue AR-Brille: Snap gründet Tochterunternehmen


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Snap hat die Ausgründung eines Tochterunternehmens namens Specs Inc. angekündigt, das sich auf die Entwicklung und Vermarktung von AR-Brillen spezialisieren soll.

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Der Betreiber der Messaging-App Snapchat entwickelt seit mehr als zehn Jahren Smart Glasses und AR-Hardware. Die aktuelle fünfte Generation der Spectacles ist eine vollwertige AR-Brille, die Snap für eine monatliche Gebühr an Entwickler vermietet. Für 2026 ist ein Verbraucherprodukt mit Namen „Specs“ angekündigt, das wesentlich schmaler, leichter und leistungsfähiger werden und den Schwerpunkt auf KI-Assistenz legen soll.

Snap zeigt sich dabei offen für Beteiligungen. Die Gründung von Specs Inc. ermögliche neue Partnerschaften sowie finanzielle Flexibilität, einschließlich potenzieller Minderheitsbeteiligungen, heißt es in der Ankündigung.

Die Entwicklung von AR-Technologie ist extrem kostspielig. Bei der Ankündigung der kommenden AR-Brille im vergangenen Sommer sagte CEO Evan Spiegel, dass bislang drei Milliarden US-Dollar in die Entwicklung der Technik geflossen sei.

Meta, das mit der AR-Brille Orion ebenfalls schon einen Produktprototyp vorgestellt hat, dürfte im gleichen Zeitraum locker ein Zehnfaches investiert haben. Es ist daher nur folgerichtig, dass das wesentlich kleinere Snap mit der Ausgründung von Specs Inc. nach externen Investoren sucht.

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Das aktuelle Modell Spectacles 5 läuft auf Basis von Snap OS. Das Betriebssystem hat im vergangenen Herbst ein großes Update erhalten, das den Weg für die Markteinführung der Specs ebnet.

Technisch setzt die Brille auf eine Kombination aus Waveguides und LCoS-Mikroprojektoren. Diese ermöglichen 3D-Grafiken und ein diagonales Sichtfeld von 46 Grad. Ein besonderes Merkmal ist die adaptive Tönung der Gläser, die sich automatisch an die Umgebungshelligkeit anpasst, um digitale Elemente sowohl in Innenräumen als auch im Freien kontrastreich darzustellen. Trotz der fortschrittlichen Technik ist das aktuelle Modell mit 226 Gramm noch vergleichsweise schwer und auf eine kontinuierliche Laufzeit von etwa 45 Minuten begrenzt. Die Steuerung der AR-Brille erfolgt über Handtracking und Sprachbefehle.

Die in diesem Jahr erscheinende Specs wird laut Evan Spiegel wesentlich kompakter ausfallen als die wuchtige Spectacles 5 und dennoch ohne Zuspieler, Kabel oder Taschencomputer auskommen.

Ob dieses Versprechen eingelöst wird, bleibt abzuwarten, da selbst Metas „Orion“-Prototyp für den Betrieb noch eines externen Taschencomputers bedarf. Gelänge es Snap, wäre es das erste Unternehmen, das eine vollwertige AR-Brille im herkömmlichen Brillenformfaktor auf den Markt bringt.

Wann und wo das Wearable in diesem Jahr erscheint und wie viel es kosten wird, ist derzeit noch nicht bekannt.


(tobe)



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