Künstliche Intelligenz
VR Games Showcase Herbst 2025: Alle neuen VR-Spiele und Ankündigungen
Der VR Games Showcase präsentierte in seiner Herbst-Ausgabe zum zweiten Mal in diesem Jahr eine breite Palette an neuen VR-Spielen für Meta Quest, PC-VR, PS VR2 und Apple Vision Pro. Auch Erweiterungen zu bekannten Titeln, VR-Adaptionen erfolgreicher Indie-Hits und VR-Mods fanden ihren Platz. Host Jamie Feltham eröffnete mit einer kleinen Überraschung: Der Indie-Hit „Vampire Survivors“ bekommt eine VR-Version, die ab sofort exklusiv für Meta Quest erhältlich ist.
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Entwickler Poncle will mit „Vampire Survivors but it’s in virtual reality“ das minimalistische Spielprinzip der Vorlage in die Virtual Reality übertragen. Spieler blicken in einer immersiven Umgebung auf eine Arena mit Tiefeneffekt und müssen sich Wellen übernatürlicher Gegner stellen, während Waffen automatisch feuern. Das Konzept sorgte bereits im Flatscreen-Bereich für Aufsehen und prägte das Genre der Bullet-Hell-Survival-Games maßgeblich.
Populärer Taktik-Shooter kommt in die VR
Am 14. November erscheint die inoffizielle, aber von den Originalentwicklern unterstützte VR-Mod für den bei Fans und Kritikern hoch im Kurs stehenden Taktik-Shooter „Ready Or Not“. Die Umsetzung stammt von VR-YouTuber Mike Cussell („Virtual Reality Oasis“) und Entwickler KITT. Als VR-Features angekündigt sind manuelles Nachladen, physische Türinteraktionen, Sprachbefehle für das KI-Team sowie ein voll ausgestattetes Körperinventar. Die Mod ist kostenlos und läuft über den offiziellen Mod-Store des Spiels. Unterstützt werden alle gängigen PC-VR-Headsets sowie Crossplay mit Flatscreen-Spielern.
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Ready or Not VR Mod Annoucement Trailer | VR Games Showcase 2025
In eine gänzlich andere Richtung geht es mit dem neuen Spiel von CharacterBank. „Knights of Fiona“ wird ein JRPG im Anime-Look für Meta Quest und PC-VR. Spieler reisen in die Welt von Gallia, um gemeinsam mit Fiona und ihren Rittern eine uralte Bedrohung zu bekämpfen. Der Titel wird sowohl Solo- als auch Koop-Gameplay für bis zu drei Personen unterstützen und setzt auf klassische Rollenspielmechaniken. Die Veröffentlichung ist für 2026 vorgesehen.
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Half-Life: Alyx-Mod wird ein eigenständiges Spiel
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Erst gestern bestätigte Valve, dass es nicht an einem neuen Half-Life: Alyx arbeitet. Heute gibt es aber zumindest einen kleinen Lichtblick für Fans: Eine populäre Alyx-Mod wird als eigenständiges Spiel weitergeführt. „Gunman Contracts – Stand Alone“ ist ein VR-Shooter im Stil eines Actionfilms, der sowohl in VR als auch auf dem Monitor gespielt werden kann. Damit wäre das Spiel bestens geeignet für die kommende Gaming-VR-Brille Steam Frame, die neben einem VR-Modus auch das Spielen von Steam-Games auf der virtuellen Leinwand unterstützt.
Spieler übernehmen die Rolle eines Auftragskillers, der in einer düsteren Unterwelt gezielt gegen kriminelle Netzwerke vorgeht. Die Early-Access-Version soll bereits mehrere Missionen, viele unterschiedliche Waffentypen und frei auswählbare Aufträge bieten. Inhalte wie neue Einsätze und Herausforderungen will der deutsche Indie-Entwickler „ANB_Seth“ sukzessive ergänzen. Außerdem soll es einen optionalen „Low Violence“-Modus geben, der die Gewaltdarstellung entschärft.
Alle Ankündigungen im Überblick
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VR-Spiele-Showcase November 2025 | Ready Or Not VR Mod, Star Trek: Infection, Deadly Delivery
| Titel | Beschreibung |
| Vampire Survivors but it’s in virtual reality (Meta Quest, PC-VR) | Roguelite-Survivalspiel mit minimalistischem Gameplay, neu umgesetzt für Virtual Reality. |
| Teenage Mutant Ninja Turtles: Empire City (Meta Quest, PC-VR) | Actionspiel im TMNT-Universum, in dem Spieler als einer der vier Turtles die Stadt zurückerobern. |
| The Lightkeepers (Meta Quest) | Koop-Survivalspiel, bei dem Teams in einer dynamischen Tag-Nacht-Umgebung ums Überleben kämpfen. |
| Lushfoil Photography Simulator VR (PC-VR) | Entspannendes VR-Erkundungs- und Fotospiel mit realistisch gestalteten Landschaften. |
| Glassbreakers: Champions of Moss (Meta Quest, PC-VR, Vision Pro) | Taktisches Echtzeit-Kampfspiel im Moss-Universum mit strategisch steuerbaren Champions. |
| Syberia VR (Meta Quest) | VR-Adaption des bekannten Abenteuers über eine Anwältin auf einer Reise durch Europa. |
| Tracked: Shoot to Survive (Meta Quest) | Survival-Actionspiel über das Überleben und die Suche nach einer vermissten Person nach einem Absturz. Ab sofort verfügbar. |
| Star Trek: Infection (Meta Quest, PC-VR) | Narratives VR-Survival-Horrorspiel im Star-Trek-Universum mit Body-Horror-Elementen. |
| Primal Rumble (Meta Quest) | Strategiespiel mit Kartenmechanik, das taktisches Gameplay mit Tiercharakteren kombiniert. |
| Wrath: Aeon of Ruin VR (Meta Quest, PC-VR, PS VR2) | Oldschool-Egoshooter im Quake-Stil, überarbeitet für ein VR-Erlebnis mit intensiven Kämpfen. |
| EXOSHOCK (Meta Quest, PC-VR) | Koop-Sci-Fi-Shooter mit Fokus auf taktische Teamkämpfe und dynamische Umgebungen. |
| Project Freefall (Meta Quest) | Neue kostenlose Inhalte für das Mehrspieler-Actionspiel, bei dem Spieler im freien Fall gegeneinander antreten. |
| Among Us 3D (Meta Quest, PC-VR, PS VR2) | Die VR-Umsetzung des bekannten Social-Deduction-Spiels erhält ein neues Update. |
| Golf 5 (Meta Quest, PC-VR, Pico) | Neues Inhalts-Update für die VR-Golfsimulation. |
| Bootstrap Island (PC-VR) | Neues Inhalts-Update für das VR-Survivalspiel im 17. Jahrhundert, das Erkundung und Überlebensmechaniken kombiniert. |
| Deadly Delivery (Meta Quest, PC-VR) | Bekanntkabe des VÖ-Termins am 4. Dezember 2025 des Online-Koop-Horrorspiels, das Paketlieferanten in gefährliche, von Monstern bewohnte Minen schickt. |
| Penguin Festival (PC-VR) | VR-Lebenssimulation, in der Spieler als Pinguin Aufgaben erledigen und an einem Festival teilnehmen. |
| Ready or Not VRO Mod (PC-VR) | VR-Mod des taktischen SWAT-Shooters „Ready or Not“ mit realistischer Einsatzerfahrung erscheint am 14. November 2025. |
| Orcs Must Die: By The Blade (Meta Quest) | VR-Version des bekannten Action-Tower-Defense-Spiels gegen Horden von Orcs erscheint am 22. Januar 2026. |
| Knights Of Fiona (Meta Quest, PC-VR) | Japanisches VR-Rollenspiel mit kooperativen Abenteuern in einer Fantasywelt. |
| Gunman Contracts Stand-Alone (PC-VR, PC) | Eigenständiger VR-Shooter basierend auf beliebten Half-Life-Alyx-Mods mit Fokus auf Action und Story. |
(joe)
Künstliche Intelligenz
Sinkt zu schnell: NASA-Weltraumteleskop stellt vor Rettungsmission Forschung ein
Die NASA hat das Weltraumteleskop Swift weitgehend deaktiviert, um sein Absinken zur Erde zu verlangsamen und seine Zeit im Orbit zu verlängern. Das ist in Vorbereitung einer ganz besonderen Mission geschehen, bei der das Instrument von einer Weltraumsonde wieder in einen höheren Orbit geschoben werden soll, um dort wieder forschen zu können. Bis es so weit ist, muss aber jetzt verhindert werden, dass das „Neil Gehrels Swift Observatory“ zu schnell absinkt und doch noch abstürzt, bevor es auf diese Weise gerettet werden kann. Deshalb ist seit Mittwoch nur noch ein Instrument aktiviert und das Weltraumteleskop hat aufgehört, sich jeweils auf neue Forschungsziele auszurichten. Das würde den atmosphärischen Widerstand zu sehr erhöhen, erklärt die NASA.
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Weltraumteleskop sinkt zu schnell
Neil Gehrels Swift Observatory wurde 2004 gestartet, damals hieß das Gerät nur Swift. Das Weltraumteleskop untersucht primär Gammastrahlenblitze, „die stärksten Explosionen im Universum“, wie die NASA erläutert. An Bord sind drei verschiedene Forschungsinstrumente, die im sichtbaren, im ultravioletten, im Röntgen- und im Gammaspektrum arbeiten. Von zentraler Bedeutung ist dabei das Burst Alert Telescope (BAT), das zu jeder Zeit etwa ein Sechstel des Himmels abdeckt und dort Gammablitze entdecken kann. Wenn einer entdeckt wird, kann es die anderen Instrumente rasch darauf ausrichten und sich um sich selbst drehen. Während seines Betriebs hat das Gerät unzählige Ereignisse beobachtet. 2018 wurde es zu Ehren des kurz zuvor verstorbenen Forschungsleiters umbenannt.
Erst im Herbst hat die NASA publik gemacht, dass die verstärkte Sonnenaktivität dafür gesorgt hat, dass die Ausläufer der Erdatmosphäre Swift stärker abbremsen als ursprünglich erwartet. Ohne Gegenmaßnahme würde es bald abstürzen. Um das zu verhindern, hat die NASA einem Raumfahrtunternehmen deshalb 30 Millionen US-Dollar bezahlt. Im Gegenzug soll Katalyst mit einem eigenen Raumfahrzeug den Orbit von Swift anheben. Das sollte schon im Frühjahr dieses Jahres geschehen, jetzt wird der Sommer anvisiert. Die Einstellung der Forschungsarbeit soll dafür sorgen, dass Swift bis dahin nicht zu stark absinkt. Zuletzt war es in einer durchschnittlichen Höhe von weniger als 400 km unterwegs. Damit das Weltraumteleskop nicht abstürzt, darf es nicht unter 300 km sinken.
(mho)
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Top 5: Die beste Heißluftfritteuse im Test – Airfryer von Ninja, Cosori & Co.
Heißluftfritteusen erlauben einfaches, fettarmes Garen ab 50 Euro. Manche Modelle, wie der Testsieger Cosori, bieten sogar eine App.
Knusprige Pommes, saftige Hähnchenschenkel oder geröstetes Gemüse – und das mit wenig oder ganz ohne Öl: Heißluftfritteusen haben sich vom Nischenprodukt zum festen Bestandteil vieler Küchen entwickelt. Die Geräte arbeiten nach einem simplen Prinzip: Ein Heizelement erhitzt Luft, ein Hochgeschwindigkeitslüfter verteilt sie im Garraum. Dadurch entsteht eine intensive Konvektion, die Speisen von allen Seiten gleichmäßig gart und ihnen eine knusprige Oberfläche verleiht – ähnlich wie beim Frittieren in heißem Fett, aber deutlich fettärmer.
Für diese Bestenliste haben wir fünf im Preisvergleich sehr beliebte Heißluftfritteusen zwischen 50 und 250 Euro getestet und miteinander verglichen. Alle Modelle setzen auf das Schubladen-Design mit herausnehmbarem Garkorb, das sich als Standard durchgesetzt hat. Im Testfeld finden sich sowohl kompakte Single-Drawer-Geräte als auch Dual-Drawer-Modelle mit zwei getrennten Garzonen. Wir zeigen, welche uns am meisten überzeugt hat.
Welche ist die beste Heißluftfritteuse?
Testsieger ist die Cosori Turbo Tower Pro Smart für 249 Euro bei Ebay. Sie hat im Test mit gleichmäßigen Garergebnissen, einer durchdachten App-Anbindung mit Fernsteuerung und einem insgesamt stimmigen Gesamtpaket überzeugt.
Wer viel Wert auf technische Flexibilität legt, greift zum Ninja Foodi Flex Drawer für 158 Euro bei Proshop auf Platz 2: Der flexible Garkorb-Trenner erlaubt es als Technologiesieger, eine oder zwei Garzonen zu nutzen, und die Maximaltemperatur von 240 Grad eröffnet Möglichkeiten, die andere Airfryer nicht bieten – etwa beim scharfen Anrösten oder bei Pizza.
Unser Preis-Leistungs-Sieger ist die Gorenje AF1350DWB für rund 50 Euro bei Amazon – ein Gerät, das für seinen Preis erstaunlich solide arbeitet und zeigt, dass ein guter Airfryer nicht teuer sein muss.
Was ist der Unterschied zwischen Airfryer und Heißluftfritteuse?
Kurz gesagt: Es gibt keinen. Die Begriffe Airfryer, Heißluftfritteuse und Air Fryer bezeichnen alle dasselbe Gerät. „Airfryer“ hat Philips als Markenname für seine Heißluftfritteusen geprägt, inzwischen hat sich der Begriff aber als generische Bezeichnung für die gesamte Produktkategorie etabliert – ähnlich wie „Tempo“ für Taschentücher.
Auch die gelegentlich auftauchende Bezeichnung „Actifry“ stammt von einem Hersteller, nämlich Tefal. Die Tefal Actifry unterscheidet sich allerdings konstruktiv: Sie besitzt einen Rührarm, der das Gargut während des Betriebs automatisch wendet. Klassische Heißluftfritteusen ohne Rührarm erfordern dagegen manuelles Wenden oder Schütteln auf halbem Weg – woran praktisch alle Geräte im Test per Signalton erinnern.
Wer in Onlineshops oder Testberichten nach „Airfryer“ oder „Heißluftfritteuse“ sucht, landet also bei denselben Geräten. Einen technischen Unterschied zwischen den Begriffen gibt es nicht. Lediglich die Bauform variiert – ob Schublade, Korb mit Deckel oder Minibackofen, aber das hat nichts mit der Bezeichnung zu tun.
Wie funktioniert eine Heißluftfritteuse?
Eine Heißluftfritteuse arbeitet im Kern wie ein kleiner, hocheffizienter Umluftofen. Ein ringförmiges Heizelement – meist eine Metall-Heizspirale – sitzt oberhalb des Garkorbs und erhitzt die Luft auf Temperaturen zwischen 80 und 200 Grad Celsius. Manche Modelle wie der Ninja Foodi Flex Drawer schaffen bis zu 240 Grad.
Ein direkt hinter dem Heizelement platzierter Radiallüfter drückt die heiße Luft mit hoher Strömungsgeschwindigkeit nach unten auf das Gargut. Die Luft strömt dabei auch durch die perforierten Löcher des Gitterkorbs hindurch, sodass das Gargut von allen Seiten umspült wird – auch von unten. Diese intensive, gerichtete Konvektion sorgt dafür, dass die Oberfläche der Speisen schnell Feuchtigkeit verliert und die sogenannte Maillard-Reaktion einsetzt: jene chemische Bräunungsreaktion zwischen Aminosäuren und Zucker, die für Röstaromen und Knusprigkeit verantwortlich ist.
Der entscheidende Unterschied zur klassischen Fritteuse: Statt das Gargut in heißes Öl zu tauchen, übernimmt die schnell zirkulierende Heißluft den Wärmetransport. Ein Esslöffel Öl oder ein kurzer Sprühstoß genügt, um Pommes, Nuggets oder Gemüse knusprig zu bekommen. Das reduziert den Fettgehalt der Speisen erheblich.
Gleichzeitig entfällt das lästige Entsorgen von Altöl, und die Geruchsbelastung in der Küche fällt deutlich geringer aus. Gegenüber einem herkömmlichen Backofen mit Umluftfunktion hat der Airfryer den Vorteil des deutlich kleineren Garraums: Die Luft erreicht schneller die Zieltemperatur, die Strömungsgeschwindigkeit ist höher, und die Aufheizphase entfällt praktisch – nach zwei bis drei Minuten ist der Garraum auf Betriebstemperatur.
Was kostet eine gute Heißluftfritteuse – und was bekommt man in welchem Preisbereich?
Der Markt für Heißluftfritteusen erstreckt sich von unter 30 Euro bis über 400 Euro. Unser Testfeld zwischen 50 und 250 Euro deckt dabei das Segment ab, in dem die meisten Käufer fündig werden. Im Einstiegsbereich bis 80 Euro finden sich solide Geräte mit einem einzelnen Garkorb, mechanischen oder einfachen digitalen Bedienelementen und grundlegenden Temperatureinstellungen. Unser Preis-Leistungs-Sieger Gorenje AF1350DWB für 50 Euro zeigt, dass hier bereits ordentliche Garergebnisse möglich sind – Abstriche gibt es bei der Verarbeitung, dem Bedienkomfort und der Programmvielfalt.
Im mittleren Segment zwischen 80 und 150 Euro steigt die Ausstattung spürbar: Touchdisplays, mehr voreingestellte Programme, größere Garkörbe und teils bereits Dual-Drawer-Konzepte gehören hier zum Standard. Auch die Verarbeitungsqualität der Antihaftbeschichtung und der Schubladenführung nimmt zu.
Ab 150 Euro kommen Features wie App-Steuerung, Smart-Home-Integration, flexible Raumteiler, Sichtfenster und höhere Maximaltemperaturen hinzu. Die Cosori Turbo Tower Pro Smart und der Ninja Foodi Flex Drawer gehören zu diesem Premium-Bereich und bieten entsprechend mehr Komfort und Flexibilität.
Ob sich der Aufpreis lohnt, hängt davon ab, wie häufig und vielseitig der Airfryer zum Einsatz kommt. Wer nur gelegentlich Pommes oder Nuggets zubereitet, ist mit einem günstigen Modell bestens bedient. Wer dagegen täglich kocht, verschiedene Garzonen benötigt oder den Garvorgang per App überwachen möchte, profitiert von den teureren Geräten.
Worauf sollte man beim Kauf einer Heißluftfritteuse achten?
Drei Kriterien verdienen beim Kauf besondere Aufmerksamkeit: Garergebnis, Bedienung und Reinigung. Das Garergebnis hängt maßgeblich von der Luftzirkulation und der Temperaturpräzision ab. Ein guter Airfryer hält die eingestellte Temperatur stabil und verteilt die Hitze gleichmäßig – sonst werden Pommes auf der einen Seite knusprig und auf der anderen weich. In unseren Tests hat sich gezeigt, dass hier die Preisunterschiede am deutlichsten durchschlagen: Günstige Geräte schwanken stärker in der Temperatur und haben teils Hotspots im Garraum.
Bei der Bedienung gilt: Ein übersichtliches Display, gut ablesbare Symbole und eine intuitive Menüführung sparen im Alltag Zeit und Nerven. Voreingestellte Programme für Pommes, Hähnchen, Fisch oder Gemüse erleichtern den Einstieg, sind aber kein Muss – wer Temperatur und Zeit manuell einstellt, hat ohnehin die volle Kontrolle. Entscheidender ist, wie gut die vordefinierten Programme tatsächlich abgestimmt sind: Manche Geräte liefern mit dem Pommes-Programm auf Anhieb ein angemessenes Ergebnis, bei anderen muss man Temperatur oder Zeit nachjustieren, weil die Werkseinstellungen zu niedrig oder zu hoch angesetzt sind.
Nice to have sind ein Sichtfenster (spart das Öffnen der Schublade und damit Wärmeverlust), ein flexibler Raumteiler für variable Zoneneinteilung und eine Warmhaltefunktion. Auf eine Maximaltemperatur über 200 Grad Celsius kann man für Pommes meist verzichten – wer allerdings Pizza backen oder Fleisch scharf anrösten möchte, profitiert von den 240 Grad der Top-Modelle. Ein Vorheizen ist bei den meisten Modellen nicht zwingend nötig, kann aber bei kurzen Garzeiten für gleichmäßigere Ergebnisse sorgen – drei Minuten gelten als guter Richtwert.
Wie viel Liter Fassungsvermögen sollte eine Heißluftfritteuse haben?
Die richtige Größe hängt direkt von der Haushaltsgröße und den typischen Portionen ab. Für ein bis zwei Personen reichen Geräte mit 2 bis 4 Litern Fassungsvermögen völlig aus – hier passen Pommes für zwei ordentliche Portionen hinein. Unsere günstige Gorenje AF1350DWB fällt mit ihrem kompakten Korb in diese Kategorie und eignet sich damit ideal für kleinere Haushalte oder als Zweitgerät.
Für drei bis vier Personen empfehlen sich Modelle mit 5 bis 8 Litern. Die meisten Dual-Drawer-Geräte in unserem Test – etwa die Tefal Jamie Oliver Dual Drawer oder die Haier I-Master Series 3 – bieten ein Gesamtvolumen in diesem Bereich, aufgeteilt auf zwei Schubladen. Das hat den Vorteil, dass sich zwei verschiedene Speisen gleichzeitig bei unterschiedlichen Temperaturen zubereiten lassen: Pommes bei 200 Grad in der einen Zone, Gemüse bei 160 Grad in der anderen. Wer regelmäßig für fünf oder mehr Personen kocht, sollte nach XXL-Modellen mit 8 Litern oder mehr Ausschau halten – oder in zwei Durchgängen arbeiten.
Wichtig dabei: Die Herstellerangaben zum Fassungsvermögen beziehen sich auf das Bruttovolumen des Korbs. Die tatsächlich nutzbare Kapazität fällt kleiner aus, denn Gargut sollte möglichst einlagig im Korb liegen, damit die Heißluft frei zirkulieren kann. Stapelt man Pommes zu hoch, werden die unteren Schichten weich statt knusprig. Deshalb lieber ein etwas größeres Modell wählen und den Korb nicht bis zum Rand füllen.
Was gelingt im Airfryer richtig gut – und was eher nicht?
Die absolute Paradedisziplin jeder Heißluftfritteuse sind Tiefkühl-Pommes und -Kroketten. Hier spielt das Gerät seine Stärken voll aus: Die Oberfläche wird knusprig, das Innere bleibt weich, und das Ergebnis kommt dem einer Fettfritteuse erstaunlich nahe – bei einem Bruchteil des Fetts. Ebenso hervorragend gelingen Chicken-Wings, Hähnchenschenkel und panierte Schnitzel: Die Haut wird kross, das Fleisch bleibt saftig. Auch geröstetes Gemüse – Brokkoli, Blumenkohl, Zucchini, Süßkartoffel-Wedges – bekommt im Airfryer eine Karamellisierung, die im Backofen deutlich länger dauern würde.
Aufgewärmte Pizza vom Vortag wird im Airfryer knuspriger als in jeder Mikrowelle und braucht nur drei bis vier Minuten. Und ein echter Alltagstipp: Brötchen aufbacken dauert im Airfryer fünf Minuten statt zehn im Backofen – morgens ein spürbarer Zeitgewinn.
Dann gibt es eine Grauzone: Frühstückseier lassen sich im Airfryer zubereiten, sowohl hart als auch weich gekocht (in der Schale, ohne Wasser), das Ergebnis ist aber nicht besser als im Topf – nur anders. Kuchen und Muffins funktionieren in kleinen, hitzebeständigen Förmchen grundsätzlich, aber die ungleichmäßige Hitzeverteilung in manchen Geräten führt zu unebener Bräunung. Realistisch betrachtet dürfte Kuchenbacken im Airfryer selten der Haupt-Einsatzzweck sein, wenn ein Backofen vorhanden ist.
Auch die One-Pot-Rezepte, die auf TikTok und Instagram kursieren – Pasta mit Soße direkt im Garkorb, überbackene Aufläufe, gefüllte Paprika – funktionieren zwar, haben aber einen entscheidenden Haken: Die Reinigung danach ist aufwendig, weil sich eingebrannte Soße oder Käse in den Perforationen des Gitterkorbs festsetzen.
Was definitiv nicht in den Airfryer gehört: Speisen mit flüssigem Teig wie Bierteig für Fish and Chips oder Berliner – der Teig tropft durch den Rost, bevor er fest wird. Auch sehr leichte Zutaten wie einzelne Salatblätter, Kräuter oder dünne Reispapierblätter können vom Luftstrom aufgewirbelt und gegen das Heizelement gedrückt werden. Suppen, Eintöpfe und alles mit viel Flüssigkeit gehören ebenfalls nicht hinein. Als Faustregel gilt: Alles, was im Backofen auf einem Blech oder Rost gelingt, klappt meist auch im Airfryer – nur schneller.
Welches Zubehör für die Heißluftfritteuse lohnt sich?
Für die meisten Airfryer gibt es inzwischen ein breites Zubehörsortiment. Wer Zubehör kauft, sollte vorher die Innenmaße des eigenen Garkorbs ausmessen – nicht jedes Zubehör passt in jedes Modell, und ein zu großer Grillrost, der an den Wänden anstößt, behindert die Luftzirkulation.
Wirklich nützlich sind vorwiegend Grillroste und Spießaufsätze, die das Gargut erhöhen und so die Luftzirkulation verbessern – ideal für Hähnchenschenkel oder Gemüsespieße. Ebenfalls praktisch sind kleine Backformen aus Silikon oder Edelstahl, die in den Garkorb passen und sich für Muffins, Aufläufe oder Eiergerichte eignen. Ein Ölsprüher (ab 5 Euro) gehört fast schon zur Grundausstattung: Damit lässt sich eine hauchdünne Ölschicht gleichmäßig auf Pommes oder Gemüse auftragen, was die Knusprigkeit verbessert, ohne das Gargut in Fett zu ertränken.
Viele Nutzer legen Backpapier oder spezielle, vorgestanzte Airfryer-Papiereinlagen auf den Gitterboden, um sich die Reinigung zu ersparen. Die Idee klingt praktisch und kann bei den angesprochenen One-Pot-Rezepten sinnvoll sein, ist aber bei vielen anderen Gerichten kontraproduktiv.
Der Gitterkorb einer Heißluftfritteuse hat seine Perforierungen nicht ohne Grund: Die heiße Luft strömt von oben nach unten und durch die Löcher des Korbs auch wieder nach oben, sodass das Gargut von allen Seiten gleichmäßig gegart wird. Eine Lage Backpapier auf dem Gitter blockiert genau diesen Luftstrom von unten. Die Folge: Pommes werden auf der Unterseite nicht knusprig, sondern labbrig, und die Garzeit verlängert sich.
Sinnvoll kann Backpapier oder eine Silikonmatte bei Speisen sein, die durch den Rost fallen oder stark kleben würden – etwa kleine Garnelen, mariniertes Gemüse oder Käse-Snacks. Dann sollte das Papier aber möglichst viele Löcher haben (vorgestanzte Airfryer-Einlagen gibt es günstig zu kaufen) und nicht über den Rand des Gitters hinausragen, damit die Luftzirkulation so wenig wie möglich eingeschränkt wird. Wichtig: Backpapier nie ohne Gargut in den Airfryer legen und vorheizen – der Luftstrom kann das leichte Papier gegen das Heizelement drücken, wo es sofort verschmoren oder gar brennen kann.
Welche Zusatzfunktionen bieten Heißluftfritteusen mit App oder Dampfgarfunktion?
Einige der teureren Modelle – darunter unser Testsieger Cosori Turbo Tower Pro Smart – lassen sich per Smartphone-App steuern und überwachen. Konkret bedeutet das: Temperatur und Garzeit einstellen, den Garvorgang starten, pausieren oder stoppen, Benachrichtigungen erhalten, wenn das Essen fertig ist, und auf eine Rezeptdatenbank zugreifen. Manche Apps bieten darüber hinaus Firmware-Updates, mit denen neue Programme nachgeladen werden können.
Klingt komfortabel – aber benötigt man das wirklich? Offen gesagt: Für die meisten Nutzer ist die App ein nettes Extra, kein Muss. Wer den Airfryer in der Küche stehen hat und daneben kocht, benötigt keine Fernsteuerung vom Sofa. Die App wird dann interessant, wenn der Airfryer in einem anderen Raum steht oder wenn man die Garzeit präzise im Blick behalten möchte, ohne in der Küche zu stehen. Zum Befüllen oder Entleeren des Garguts muss man allerdings ohnehin vor Ort sein.
Auch die Rezeptdatenbanken können für Einsteiger hilfreich sein, weil sie passende Zeit-Temperatur-Kombinationen für verschiedene Speisen liefern. Der Haken: App-fähige Modelle kosten in der Regel deutlich mehr als vergleichbare Geräte ohne smarte Anbindung.
Noch neu am Markt sind Heißluftfritteusen mit Dampfgarfunktion. Philips hat entsprechende Modelle im Programm, die zusätzlich zur Heißluft Wasserdampf in den Garraum einblasen. Das soll besonders bei Brot, Brötchen und empfindlichem Gargut wie Fisch für bessere Ergebnisse sorgen. Ob das in der Praxis einen spürbaren Unterschied macht, werden wir in einem kommenden Test klären.
Ist eine Heißluftfritteuse ein Stromfresser?
Nein. Obwohl Heißluftfritteusen mit 1000 bis 2000 Watt Leistungsaufnahme auf dem Papier ordentlich zuschlagen, relativiert sich der Verbrauch durch die kurzen Garzeiten. Eine Portion Pommes ist im Airfryer nach 15 bis 20 Minuten fertig – ein Backofen benötigt dafür oft 25 bis 35 Minuten und muss obendrein vorgeheizt werden. Rechnet man den tatsächlichen Energieverbrauch pro Garvorgang, liegt die Heißluftfritteuse daher oft 20 bis 40 Prozent unter dem eines herkömmlichen Backofens – je nach Gerät, Gericht und Nutzungsprofil.
Konkret: Ein Airfryer mit 1500 Watt verbraucht bei 20 Minuten Betrieb grob 0,4 bis 0,5 Kilowattstunden (kWh), je nachdem, wie stark die Leistung nach dem Aufheizen gedrosselt wird. Bei einem Strompreis von 30 Cent pro Kilowattstunde sind das etwa 12 bis 15 Cent pro Garvorgang. Wer den Airfryer drei- bis viermal pro Woche nutzt, landet damit im niedrigen bis mittleren zweistelligen Eurobereich pro Jahr. Bei täglicher Nutzung bewegen sich die Kosten typischerweise im mittleren zweistelligen Bereich.
Wie viel Watt eine gute Heißluftfritteuse haben sollte, hängt vom Fassungsvermögen ab: Kompakte Modelle kommen mit 1000 bis 1200 Watt aus, größere Dual-Drawer-Geräte benötigen 1400 bis 1800 Watt, um beide Garzonen ausreichend schnell aufzuheizen.
Wie reinigt man eine Heißluftfritteuse – und wie oft?
Die Reinigung gehört zu den angenehmsten Seiten des Airfryer-Alltags, denn sie ist deutlich unkomplizierter als bei einer klassischen Fritteuse mit Ölbad. Nach jedem Gebrauch sollte man den Garkorb und die Schublade herausnehmen und von Fettrückständen und Speiseresten befreien.
Bei allen Modellen in unserem Test sind Korb und Schublade spülmaschinengeeignet – das spart Zeit und sorgt für eine gründliche Reinigung. Dennoch empfiehlt es sich, die Herstellerangaben genau zu prüfen: Manche Antihaftbeschichtungen leiden langfristig unter aggressiven Spülmaschinen-Tabs, insbesondere solchen mit Bleichmittel oder hohem Chloranteil. Wer auf Nummer sicher gehen will, wählt ein mildes Spülmaschinenprogramm oder reinigt per Hand.
Bei der Handreinigung genügen warmes Wasser, ein mildes Spülmittel und ein weicher Schwamm. Scheuermilch, Stahlwolle oder harte Bürsten sind tabu – sie zerstören die Antihaftbeschichtung, und ohne diese haftet Gargut an, was die Reinigung erst recht zum Kampf macht. Das Gehäuse selbst lässt sich mit einem feuchten Tuch abwischen.
Etwa alle zwei bis vier Wochen lohnt sich ein Blick auf das Heizelement oberhalb des Garraums: Fettspritzer können sich dort festsetzen und bei hohen Temperaturen rauchen oder unangenehm riechen. Ein feuchtes Tuch oder ein mit Essigwasser getränkter Lappen beseitigen solche Ablagerungen zuverlässig – das Gerät muss dabei selbstverständlich vom Strom getrennt und vollständig abgekühlt sein.
Wie lange hält eine Heißluftfritteuse?
Bei normaler Nutzung – also mehrmals pro Woche – halten die meisten Heißluftfritteusen problemlos drei bis fünf Jahre. Die Schwachstelle ist dabei weniger der Motor oder das Heizelement, sondern die Antihaftbeschichtung des Garkorbs. Diese nutzt sich mit der Zeit ab, besonders wenn man mit Metallbesteck im Korb hantiert oder zu aggressive Reiniger verwendet. Ersatzkörbe bieten die meisten Markenhersteller als Zubehör an, was die Lebensdauer des Geräts insgesamt verlängern kann.
Hochwertigere Modelle mit Keramikbeschichtung oder dickeren PTFE-Schichten (umgangssprachlich „Teflon“) halten tendenziell länger als günstige Geräte mit dünner Beschichtung. Wer die Pflegehinweise beachtet – kein Metallbesteck im Korb, keine Scheuermittel, regelmäßige Reinigung – verlängert die Lebensdauer deutlich. Die gesetzliche Gewährleistung beträgt in Deutschland zwei Jahre. Einige Hersteller bieten darüber hinaus eine verlängerte Garantie an.
Wie viel Platz benötigt ein Airfryer?
Bevor es an die Modellauswahl geht, steht eine ganz praktische Frage im Raum: Wohin mit dem Gerät? Eine Heißluftfritteuse benötigt einen festen Stellplatz auf der Arbeitsfläche oder zumindest einen leicht zugänglichen Platz im Schrank. Die Geräte in unserem Test messen je nach Modell zwischen 25 und 40 Zentimeter in der Breite und 30 bis 40 Zentimeter in der Tiefe – das entspricht etwa der Stellfläche einer großen Küchenmaschine. Dual-Drawer-Modelle fallen tendenziell breiter aus als Single-Drawer-Geräte.
Erfahrungsgemäß gilt: Wer den Airfryer nach jedem Gebrauch in den Schrank räumt, nutzt ihn seltener. Ein fester Platz auf der Arbeitsfläche senkt die Hemmschwelle und sorgt dafür, dass das Gerät tatsächlich regelmäßig zum Einsatz kommt. Wer in einer kleinen Küche wenig Stellfläche hat, sollte sich ehrlich fragen, ob der Airfryer oft genug zum Einsatz kommt, um den Platz zu rechtfertigen. Für Gelegenheitsnutzer, die nur alle paar Wochen Pommes machen, reicht womöglich auch der Backofen mit Umluft. Wer hingegen mehrmals pro Woche frittiert, aufbackt oder grillt, wird den Airfryer schnell nicht mehr missen wollen.
Sind Mini-Heißluft-Backöfen eine Alternative?
Neben klassischen Heißluftfritteusen mit Schubladen-Design gibt es auch Mini-Heißluft-Backöfen – kompakte Tischgeräte mit Ofentür, Einschüben und oft zusätzlichen Funktionen wie Oberhitze, Unterhitze, Drehspieß oder Grill. Sie kosten je nach Ausstattung zwischen 60 und 250 Euro und bieten typischerweise 10 bis 30 Liter Garraum. Der wesentliche Vorteil gegenüber einem Airfryer: Man kann darin auch flache Speisen wie Pizza, Aufläufe oder Gratins zubereiten, die in einem Schubladen-Airfryer nur schwer oder gar nicht unterzubringen sind. Auch ganze Hähnchen passen in einen Mini-Backofen, während sie im Garkorb eines Airfryers an ihre Grenzen stoßen.
Der Nachteil: Mini-Backöfen benötigen mehr Platz auf der Arbeitsfläche und heizen langsamer auf. Die Konvektion ist weniger intensiv als bei einem dedizierten Airfryer, weil der Garraum größer ist und die Luft einen längeren Weg zurücklegt. Pommes und Chicken-Wings werden daher im Airfryer knuspriger als im Mini-Backofen.
Wer primär frittierähnliche Ergebnisse möchte, fährt mit einem klassischen Airfryer besser. Wer hingegen einen vollwertigen Zweitbackofen sucht, der auch Heißluft-Frittieren beherrscht, findet im Mini-Backofen die vielseitigere Lösung. Für kleine Küchen ohne eingebauten Backofen – etwa in Wohnheimen oder Ferienwohnungen – kann ein solches Kombigerät sogar die einzige Backmöglichkeit sein.
Was können Airfryer mit aufgesetztem Deckel?
Seit einiger Zeit finden sich auf dem Markt Heißluftfritteusen in einem ungewöhnlichen Formfaktor: Eine offene Schüssel bildet die Basis, auf die ein Deckel mit integriertem Heizelement und Lüfter aufgesetzt wird. Besonders bekannt hat dieses Format die Ninja Crispy gemacht. Hersteller bewerben diese Bauform als platzsparend und vielseitig, weil sich die Schüssel auch separat zum Servieren oder Marinieren nutzen lässt. Manche Modelle bringen zusätzlich einen Rührarm mit, der das Gargut automatisch wendet – das Tefal-Actifry-Prinzip in modernisierter Form.
In der Praxis haben solche Deckel-Airfryer allerdings Nachteile. Die Abdichtung zwischen Schüssel und Deckel ist konstruktionsbedingt weniger dicht als bei einem geschlossenen Schubladensystem. Dadurch entweicht mehr heiße Luft, was die Effizienz mindert und die Garzeiten verlängert. Auch die Knusprigkeit bleibt hinter klassischen Airfryern zurück, weil die Konvektion weniger fokussiert auf das Gargut trifft. Ein weiterer Punkt: Die Schüsseln bestehen häufig aus Glas oder Keramik und sind deutlich schwerer als ein Kunststoff-Drawer – das Handling beim Reinigen ist weniger komfortabel.
Sinnvoll kann diese Bauform für Nutzer sein, die ohnehin häufig Gerichte zubereiten, die regelmäßiges Rühren erfordern – etwa Gemüsepfannen, Reisgerichte oder Eintopf-ähnliche Zubereitungen. Für klassische Airfryer-Disziplinen wie Pommes, Wings oder paniertes Hähnchen bleibt das Schubladen-Design die bessere Wahl. Als einzige Heißluftfritteuse im Haushalt empfehlen sich die Deckel-Modelle daher eher nicht – als Ergänzung für spezielle Einsatzzwecke können sie aber ihren Platz finden.
Welche Heißluftfritteuse empfiehlt die Stiftung Warentest?
Die Stiftung Warentest hat im Test 01/2025 Heißluftfritteusen geprüft und dabei nicht einen einzelnen Sieger, sondern gleich mehrere Testsieger gekürt – jeweils mit der Note „gut (2,3)“. Bei den Geräten mit einer Kammer teilen sich drei Modelle den Testsieg: die Cosori CP158-AF (5,5 Liter), die mit ausgewogenen Garergebnissen und einfacher Bedienung überzeugt hat, die Ninja AF180DE, die besonders bei Handhabung, Sicherheit und niedrigem Stromverbrauch hervorsticht, sowie das Gourmetmaxx-Ofenmodell mit 12 Litern – ein Mini-Backofen-Airfryer mit großem Garraum.
Bei den Dual-Zone-Geräten mit zwei Kammern hat die Cosori CAF-R901-AEU den Testsieg geholt, ebenfalls mit Note „gut (2,3)“. Die Stiftung Warentest hebt hier die Sync-Funktion der zwei Garräume, die gute Handhabung und die Umwelteigenschaften hervor. Insgesamt zeigt der Warentest-Test, dass Cosori in beiden Kategorien vorn liegt – ein Ergebnis, das sich mit unserer Einschätzung deckt, auch wenn wir in unserem eigenen Test andere Modelle und teils andere Schwerpunkte setzen. Die vollständigen Ergebnisse finden sich auf test.de.
Welche Marke stellt die besten Heißluftfritteusen her?
Einen klaren Marktführer gibt es bei Heißluftfritteusen nicht – wohl aber Hersteller, die sich in bestimmten Bereichen hervortun. Ninja hat sich mit innovativen Features wie dem flexiblen Drawer-Trenner und hohen Maximaltemperaturen einen Namen gemacht und zählt zu den Technologieführern. Philips hat die Produktkategorie mit dem Airfryer einst populär gemacht und bietet nach wie vor ein breites Sortiment – inklusive der neuen Modelle mit Dampfgarfunktion. Tefal punktet mit durchdachter Verarbeitung und dem Actifry-Konzept mit Rührarm. Cosori hat sich als starker Herausforderer etabliert, der smarte Funktionen zu wettbewerbsfähigen Preisen bietet – das bestätigen auch die Ergebnisse der Stiftung Warentest.
Auch Discounter-Eigenmarken wie Silvercrest (Lidl) tauchen regelmäßig in Suchanfragen auf. Hinter Silvercrest steckt kein einzelner Hersteller, sondern Lidl lässt die Geräte von wechselnden OEM-Produzenten fertigen. Die Qualität schwankt daher von Modell zu Modell. Grundsätzlich gilt: Die Marke allein entscheidet nicht über die Qualität – entscheidend sind Garergebnis, Verarbeitung und das Preis-Leistungs-Verhältnis des konkreten Modells.
Testverfahren: So testen wir Heißluftfritteusen
In unseren Tests prüfen wir jede Heißluftfritteuse praxisnah. Im Kern steht der Gartest: Wir bereiten in jedem Gerät tiefgekühlte Pommes, frische Hähnchenschenkel und gemischtes Gemüse zu. Dabei bewerten wir die Gleichmäßigkeit der Bräunung, die Knusprigkeit der Oberfläche und den Garzustand im Inneren. Vor allem fühlen wir dem Automatikprogramm auf den Zahn: Liefert das Pommes-Programm auf Anhieb ein angemessenes Ergebnis, oder muss man nachsteuern?
Die Aufheizgeschwindigkeit messen wir, indem wir die Zeit stoppen, die das Gerät benötigt, um die eingestellte Zieltemperatur zu erreichen. Den Stromverbrauch ermitteln wir mit einer haushaltsüblichen AC-Messsteckdose. Zudem prüfen wir die Wärmeentwicklung am Gehäuse: Wie heiß werden Außenwände, Griffe und die Oberseite während des Betriebs? Dafür messen wir die Oberflächentemperatur mit einer Wärmebildkamera – ein wichtiger Sicherheitsaspekt, gerade wenn Kinder im Haushalt leben.
Ferner bewerten wir die Verarbeitungsqualität (Materialien, Spaltmaße, Haptik der Schubladenführung, Qualität der Antihaftbeschichtung), die Bedienung (Übersichtlichkeit des Displays, Reaktionszeit der Tasten, Intuitivität der Menüführung, App-Funktionalität sofern vorhanden) sowie die Reinigungsfreundlichkeit (Spülmaschinentauglichkeit, Zugänglichkeit des Heizbereichs). In die Gesamtwertung fließt schließlich das Preis-Leistungs-Verhältnis ein, denn ein Testsieger muss nicht nur gut sein, sondern auch seinen Preis rechtfertigen.
Fazit
Heißluftfritteusen haben sich ihren festen Platz in der Küche verdient – nicht als Ersatz für Backofen oder Herd, aber als schnelle, energiesparende und fettarme Ergänzung. Unser Test zeigt: Bereits ab 50 Euro liefern Airfryer solide Garergebnisse, die für Gelegenheitsnutzer völlig ausreichen. Wer mehr Komfort, bessere Verarbeitung und smarte Features wie App-Fernsteuerung möchte, investiert zwischen 150 und 250 Euro und bekommt dafür Geräte wie die Cosori Turbo Tower Pro Smart oder den Ninja Foodi Flex Drawer.
Das Grundprinzip hinter den Geräten ist dabei identisch – ob Airfryer, Heißluftfritteuse oder Air Fryer auf der Verpackung steht, spielt keine Rolle. Entscheidend vor dem Kauf ist die ehrliche Frage: Wie oft und für wie viele Personen kommt das Gerät zum Einsatz – und hat man Platz dafür? Für Gelegenheitsnutzer und kleine Haushalte reicht ein kompaktes, günstiges Modell. Wer regelmäßig für die Familie kocht und Wert auf Flexibilität legt, profitiert von einem Dual-Drawer-Gerät mit getrennten Temperaturzonen. Am Ende zählt, was auf dem Teller landet: knusprig, fettarm und in einem Bruchteil der Zeit, die ein Backofen benötigt.
Weitere Themen rund um den Haushalt sind unter anderem:
Künstliche Intelligenz
Ariane 6 in stärkster Konfiguration ins All gestartet
Die europäische Trägerrakete Ariane 6 ist erstmals in ihrer stärksten Version mit vier Feststoff-Boostern ins All geflogen. Die Rakete startete am europäischen Weltraumbahnhof in Kourou in Französisch-Guayana mit 32 Satelliten für den Internetriesen Amazon an Bord. Diese soll die Rakete in etwa 465 Kilometer Höhe ausliefern. Die Rakete ist entscheidend für Europas Unabhängigkeit im All, denn mit ihr kann Europa eigenständig größere Satelliten in den Weltraum bringen.
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Modulare Rakete flog bisher nur mit zwei Boostern
Die Ariane 6 ist das Nachfolgemodell der Ariane 5, die von 1996 bis 2023 im Einsatz war. Sie hob erstmals im Sommer 2024 ab. Sie soll Satelliten für kommerzielle und öffentliche Auftraggeber ins All befördern und ist laut der europäischen Raumfahrtagentur ESA deutlich günstiger als ihre Vorgängerin.
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Liftoff of Ariane 6 #VA267 on 12 February 2026 from Europe’s Spaceport in French Guiana! @cnes.fr @transport.esa.int
— European Space Agency (@esa.int) 12. Februar 2026 um 17:49
Je nach Mission kann die flexible Rakete mit zwei oder mit vier Boostern ausgestattet werden. Bisher flog sie immer mit zwei Boostern, nun ging es für sie zum ersten Mal mit voller Stärke in den Weltraum. Mit den vier Boostern kann die Ariane 6 rund doppelt so viel Last ins All bringen.
Die Rakete kann bis zu 11,5 Tonnen Nutzlast in höhere und bis zu 21,6 Tonnen in niedrigere Umlaufbahnen transportieren. Durch die Möglichkeit, die Oberstufe wiederholt zu zünden, kann die Ariane 6 Satelliten in verschiedenen Positionen und Umlaufbahnen platzieren.
Raketentechnik auch aus Deutschland
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Am Bau der Ariane 6 sind gut ein Dutzend Länder beteiligt. Die Oberstufe wurde in Bremen montiert, die Tanks der Oberstufe und Teile des Triebwerks kommen aus Augsburg beziehungsweise Ottobrunn. Im baden-württembergischen Lampoldshausen wurde das Vinci-Triebwerk getestet. Nach Frankreich ist Deutschland unter den ESA-Ländern der wichtigste Geldgeber und hat etwa 20 Prozent der Kosten von rund vier Milliarden Euro geschultert.
(mho)
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