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Künstliche Intelligenz

Warum der ehemalige GitHub-Chef eine Entwicklerplattform für KI-Agenten aufbaut


Thomas Dohmke beobachtet, wie sich die Zeit, in der Menschen ausschließlich mit Menschen zusammenarbeiteten, allmählich dem Ende zuneigt. Er leitete knapp vier Jahre lang die Microsoft-Tochter GitHub als CEO. Nach seinem Ausstieg im September 2025 verfolgt er jetzt neue, ambitionierte Pläne. Wie das Handelsblatt berichtet, will Dohmke mit seinem Startup Entire eine neue globale Plattform aufbauen, auf der Entwickler mit KI-Agenten Hand in Hand arbeiten können. Auch Investoren zeigen sich von der Idee überzeugt.

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Github wurde 2008 als Plattform für Softwareentwickler gegründet und gehört seit 2018 zum Microsoft-Konzern. Entwickler nutzen sie unter anderem für Open-Source-Projekte und die kollaborative Arbeit am Code. Dohmke betont, dass er seine Position als CEO im Guten verlassen habe.

Dass Microsoft über seinen Investmentarm M12 in Entire investiert, wertet er als Zeichen der weiterhin guten Beziehung zu seinem früheren Arbeitgeber. Die bei GitHub gesammelten Erfahrungen möchte Dohmke jetzt bei Entire einbringen – und weiterentwickeln. „Wir leben in einem Agenten-Boom“, erklärt er dem Handelsblatt. „Agenten können massive Mengen an Code generieren, die ein Mensch nicht nachvollziehen könnte.“

Seiner Einschätzung nach bremst die bestehende Infrastruktur das Potenzial von KI-Agenten bislang aus. Auf der Website von Entire heißt es: „Das gesamte Software-Ökosystem wird durch ein manuelles Produktionssystem behindert, das von vornherein nicht für das Zeitalter der KI konzipiert wurde. Ein System, das nicht für die Zukunft nachgerüstet werden kann.“

Genau hier setzt Dohmke mit seinem Startup an. Er wolle nicht mit GitHub konkurrieren. Stattdessen adressiere er eine neue Zielgruppe: „GitHub dient 180 Millionen Entwicklern mit bestehenden Prozessen. Wir bauen für eine neue Welt, in der Agenten die Mehrheit des Codes schreiben.“ Dennoch seien Überschneidungen zwischen beiden Plattformen nicht ausgeschlossen.

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Der Gründer verfolgt die Vision einer Plattform, die von Grund auf für das KI-Zeitalter entwickelt wurde. Mensch und Maschine sollen dort gemeinsam arbeiten, voneinander lernen und Produkte entwickeln. Entire basiert dabei auf drei zentralen Komponenten. Erstens kombiniert eine Git-kompatible Datenbank Code, Zielsetzungen, Einschränkungen und Argumentationsketten in einem versionskontrollierten System. Zweitens ermöglicht eine universelle semantische Argumentationsschicht die Koordination mehrerer Agenten über einen gemeinsamen Kontextgraphen. Drittens integriert die Plattform einen KI-nativen Softwareentwicklungszyklus, der die Zusammenarbeit zwischen Agenten und Menschen neu strukturieren soll.

Ein erstes Produkt widmet sich sogenannten Checkpoints. Derzeit arbeiten viele KI-Agenten ineffizient, unter anderem aufgrund begrenzter Kontextfenster. Dadurch verlieren sie bei langfristigen Projekten oft den Überblick. Entire will diesen Kontext dauerhaft verfügbar machen. Checkpoints dokumentieren eine komplette Sitzung einschließlich Protokollen, Eingabeaufforderungen, betroffenen Dateien, Token-Nutzung und Tool-Aufrufen.

Nutzer können diese nach Zweigen durchsuchen, einzelne Sitzungen analysieren und nachvollziehen, wie sich der Code durch die Zusammenarbeit von Mensch und Agent Schritt für Schritt entwickelt hat. „Selbst drei Jahre später kann man noch nachvollziehen, warum der Agent eine Codezeile so geschrieben hat“, so Dohmke.

Mit seinem Vorhaben stößt Dohmke auf großes Interesse. In einer Seed-Finanzierungsrunde sammelte Entire 60 Millionen US-Dollar ein. Die Unternehmensbewertung liegt derzeit bei 300 Millionen Dollar. Die Runde wurde vom Wagniskapitalgeber Felicis aus San Francisco angeführt. Zu den weiteren Investoren zählen Y-Combinator-Chef Garry Tan, der deutsche Venture-Capital-Geber Cherry Ventures sowie Yahoo-Mitgründer Jerry Yang.

Dieser Beitrag ist zuerst auf t3n.de erschienen.


(jle)



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Künstliche Intelligenz

Sony stellt Verkauf von Blu-ray-Recordern endgültig ein


Sony zieht einen Schlussstrich und stellt den Verkauf seiner Blu-ray-Disc-Recorder ein. Die Auslieferung aller bislang noch produzierten Modelle wird bereits diesen Monat beendet. Neue BD-Recorder gibt es schon seit mehr als einem Jahr nicht mehr. Zuletzt kam mit dem BDZ-ZW1900 ein neues Modell 2024 auf den Markt. Auch möglichen Spekulationen um eventuelle Nachfolger erteilt Sony eine klare Absage.

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„Es wird keine Nachfolgemodelle geben“, schreibt Sony in einer Mitteilung auf seiner japanischen Website. Neben dem BDZ-ZW1900 hatte der Konzern bislang noch die BD-Recorder BDZ-FBT4200/FBT2200/FBW2200 aus dem Jahr 2023 produziert und verkauft. Das hat jetzt ein Ende gefunden, denn Sony erklärt wörtlich: „Ab Februar 2026 stellen wir die Auslieferung aller Blu-ray-Disc-Recorder ein“.

Dieser Schritt dürfte Marktbeobachter nicht überraschen, denn schon vor rund einem Jahr hatte Sony das Aus für BD-R, MiniDiscs und MiniDV verkündet. Beschreibbare Blu-ray-Medien von Sony selbst gibt es also bereits seit einer ganzen Weile nicht mehr. Da war das Ende der entsprechenden Blu-ray-Disc beschreibenden Geräte eigentlich abzusehen. Allerdings bietet Sony weiterhin Blu-ray-Player an. Ein Konkurrent hatte sich hier schon zurückgezogen, denn Ende 2024 hat LG seine Player für UHD-Blu-ray eingestellt.

Grundsätzlich passt dies auch zur derzeitigen Unternehmensstrategie Sonys, nämlich dem Verzicht auf die Produktion von Hardware. Erst im Januar wurde bekannt, dass Sonys TVs künftig unter chinesischer Flagge entstehen. Der japanische Konzern veräußert sein TV-Geschäft und plant dafür ein Joint-Venture mit dem chinesischen Unternehmen TCL. Künftig soll TCL TVs und Home-Entertainment-Geräte herstellen, aber unter den bekannten Markennamen Sony und Bravia vertreiben.

Einen Grund für die Abkehr von BD-Recordern nennt Sony zwar nicht, aber das Geschäft mit diesen Geräten ist in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Das dürfte auf die zunehmende Verbreitung der Streaming-Dienste wie Netflix zurückzuführen sein. 2011 hatte Sony allein in Japan 6,39 Millionen BD-Recorder verkauft, aber 2025 waren es nur noch 620.000 Einheiten, berichtet die japanische Nachrichtenagentur Kyōdō Tsūshinsha.

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Demnach verlagert das japanische Unternehmen seinen Schwerpunkt auf Geschäfte der Unterhaltungsindustrie wie Anime und Filme. Das soll die Expansionsstrategie beschleunigen, denn in diesen Bereichen verspricht sich Sony offenbar mehr Wachstum als beim Geschäft mit elektronischen Geräten.

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(fds)



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Künstliche Intelligenz

Video: Coolify macht Homeserver einfacher!


Mit der kostenlosen Software Coolify lassen sich Anwendungen wie Jellyfin, Pi-Hole oder Minecraft-Server in Sekunden aufsetzen – ganz ohne Linux-Kenntnisse und Kommandozeilen-Gefrickel.

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Wer einen Heimserver betreiben möchte, kennt das Problem: Die Installation und Konfiguration einzelner Dienste erfordert normalerweise Linux-Kenntnisse, Docker-Befehle und viel Geduld. Die Open-Source-Software Coolify verspricht, diesen Prozess radikal zu vereinfachen. Sie vereint Docker für das Ausführen der Container-Anwendungen sowie Traefik als automatisierte Reverse-Proxy-Verwaltung unter einer Web-Oberfläche. Dienste wie Jellyfin, Pi-Hole, Minecraft-Server, WordPress-Blogs und viele mehr lassen sich damit mit wenigen Klicks installieren – inklusive automatischer SSL-Zertifikate für verschlüsselte Verbindungen.

Die Hardware-Anforderungen sind überschaubar: Ein alter Rechner, ein Raspberry Pi ab Generation 4 oder eine virtuelle Maschine auf einem NAS reichen aus, mindestens 30 Gigabyte Speicher sollten vorhanden sein. Die Installation von Coolify selbst besteht aus einer einzigen Befehlszeile. Anschließend ist die Oberfläche über den Browser erreichbar. Die komplette Installation, inklusive Ubuntu-Server, schauen wir uns in diesem Video an.


(mond)



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Künstliche Intelligenz

Fritzboxen: Hersteller bestätigt Fehler in FritzOS 8.20


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This article is also available in
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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Die aktuelle Router-Firmware FritzOS 8.20 verhält sich nicht immer wie gewünscht. In den vergangenen Wochen häuften sich Berichte über Geschwindigkeitseinbußen bei manchen Fritzboxen wie dem DSL-Modell 7690 in einer bestimmten Konfiguration: Der Router hängt hinter einem separaten Glasfasermodem. Dann können Down- und Upload-Raten sinken. In einem Extremfall ist von unter 10 statt 500 Mbit/s die Rede.

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Tüftler haben bereits herausgefunden, dass die Paketverarbeitung im Router schuld ist. Normalerweise übernimmt das ein dafür optimierter Logikblock im Fritzbox-Prozessor. Offensichtlich kann FritzOS 8.20 da Schluckauf verursachen. Der Hersteller bestätigt das Problem, geht aber generell von geringen Leistungseinbußen aus.

„Nach dem Update auf FritzOS 8.20 kann es in bestimmten Betriebszuständen zu leichten Performance-Veränderungen bei den genannten Modellen kommen. Wir haben das Verhalten analysiert und werden ein Update für die Modelle bereitstellen“, schreibt Fritz in einer Stellungnahme an heise online.

„Für die Fritzbox 7690 gibt es bereits eine Laborversion, die die Performance-Veränderung adressiert. Das Verhalten tritt nur bei aktivierter Paketbeschleunigung auf und mehrheitlich nur dann, wenn die Fritzboxen an einem Glasfasermodem betrieben werden. Bei DSL-Anschlüssen entstehen keine Performance-Veränderungen. Als vorläufigen, temporären Workaround empfehlen wir, die Funktion ‚Paketbeschleunigung‘ in den Fritzbox-Einstellungen zu deaktivieren (Hilfe und Info > Fritzbox Support > Paketbeschleunigung).“


Screenshot aus FritzOS-Oberfläche

Screenshot aus FritzOS-Oberfläche

Bei den Fritzboxen ist standardmäßig die Paketverwaltung per Hardware-Beschleunigung aktiviert. Wer Probleme hat, sollte den zweiten Haken vorläufig entfernen.

(Bild: heise medien)

Die Weboberfläche ist standardmäßig über die IP im Browser aufrufbar. Laut Nutzerberichten reicht es, den zweiten Menüpunkt „Hardware-Beschleunigung“ zu deaktivieren. Dann läuft die Paketverwaltung über die CPU-Kerne; dadurch kann bloß die elektrische Leistungsaufnahme etwas steigen. Der Haken muss bei jedem Router-Neustart entfernt werden, ansonsten aktiviert sich die Hardware-Beschleunigung wieder von allein. Für die Fritzbox 7690 gibt es die Laborversion 8.24, die einen Fix enthalten soll.


(mma)



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