Künstliche Intelligenz
XPO-Formfaktor: Neue Optikmodule von Arista mit bis zu 12,8 Tbit/s
Der Ausbau von KI-Backendnetzwerken führt zu deutlich steigenden Anforderungen an Bandbreite, Port-Dichte und Energieeffizienz der Netzwerkhardware. Arista hat für solche Anwendungsszenarien mit XPO (eXtra-dense Pluggable Optics) einen neuen Modulansatz veröffentlicht, der mit einer Bandbreite von 12,8 Tbit/s eine höhere Packungsdichte ermöglicht.
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Aktuell werden in KI-Rechenzentren meist die Bauformen Quad Small Form Factor Pluggable – Double Density (QSFP-DD) und Octal Small Form Factor Pluggable (OSFP) genutzt. Sie erreichen bereits Übertragungsraten von 400G und 800G. Mit der wachsenden Größe von KI-Clustern steigen jedoch sowohl die Leistungsaufnahme als auch die Anforderungen an die physische Packungsdichte der Optik weiter an.
Mit der Skalierung von GPUs wächst auch die Anzahl der benötigten Netzwerkverbindungen erheblich. Ebenfalls steigt die Leistungsaufnahme der optischen Module, was die Kühlung der Switch-Front-Panels erschwert. Dadurch entstehen neue Anforderungen an Optik-Bauformen, die sowohl eine höhere Port-Dichte als auch effizientere Kühlung ermöglichen müssen.
Weniger Platzbedarf, mehr Leistung
Ein XPO-Modul soll laut Arista künftig acht OSFP-Transceiver ersetzen können und dadurch die Durchsatzrate je Höheneinheit im Rack deutlich erhöhen. Dazu nutzt das Modul 64 Kommunikationskanäle (Lanes).
Die neue Modulvariante erhöht auch die Port-Dichte an der Switch-Front und reduziert gleichzeitig die Gesamtzahl der Komponenten im Netzwerk. In großen KI-Infrastrukturen kann dies dazu beitragen, den Platzbedarf und die Komplexität der Netzwerkarchitektur zu verringern.
Flüssigkühlung für zukünftige Netzwerk-Hardware
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Ein weiterer Trend ist die zunehmende Nutzung von Flüssigkühlung im Rechenzentrum. Während bisher vor allem GPUs und CPUs flüssigkeitsgekühlt werden, wird diese Bauweise künftig auch relevanter für Netzwerkkomponenten und deren Zubehör, wie in diesem Fall optische Module.
Das XPO-Moduldesign berücksichtigt diese Entwicklung bereits, indem es Kühlstrukturen integriert, die an Flüssigkühlsysteme angeschlossen werden können. Dadurch lassen sich deutlich höhere Leistungsaufnahmen der Module bewältigen und gleichzeitig niedrigere Betriebstemperaturen erreichen.
Neben der höheren Integrationsdichte zielen neue Optikdesigns auch auf eine bessere Energieeffizienz und höhere Zuverlässigkeit ab. Eine effizientere Kühlung reduziert die Betriebstemperaturen der Komponenten und kann dadurch die Lebensdauer der Module verlängern. Gleichzeitig führt eine geringere Anzahl an Einzelkomponenten zu weniger potenziellen Fehlerquellen innerhalb der Infrastruktur.
Ausblick
Um die Interoperabilität zwischen Herstellern sicherzustellen, wird ein Multi-Source Agreement (MSA) für XPO avisiert. Es handelt sich dabei um eine Vereinbarung zwischen verschiedenen Herstellern, um einheitliche Standards für Bauform und elektrische sowie optische Schnittstellen von Glasfaser-Transceivern (z. B. SFP, SFP+, QSFP) festzulegen. Eine Liste der teilnehmenden Hersteller soll in der kommenden Woche auf der dafür eingerichteten Website bereitstehen. Module sollen dann ab 2027 verfügbar sein, erklärte Arista auf Anfrage der iX-Redaktion.
(axk)
Künstliche Intelligenz
Googles Home Speaker mit Gemini: Marktstart steht offenbar bevor
Ein gutes dreiviertel Jahr nach Ankündigung des Home Speakers, der laut Google für den neuen KI-Assistenten Gemini entworfen wurde, soll er nun tatsächlich in den Handel kommen. Ursprünglich nannte Google als Starttermin „im Frühjahr“ – das endet am 21. Juni. Gemini for Home musste wohl vorher noch runder laufen.
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Erster neuer Google-Speaker für „Gemini for Home“
Anish Kattukaran, Googles Chief Product Officer (CPO) Google Home, hat auf Reddit einen Beitrag veröffentlicht, in dem er sich bei der Google-Home-Community für das reichhaltige Feedback bedankt, das Google von den 3,5 Millionen Early-Access-Nutzern erhielt: „Das Feedback der Early-Access-Nutzer hat dazu beigetragen, dass fast alle zwei Wochen regelmäßige Updates veröffentlicht wurden, über 2.500 Fehler behoben wurden, das System auf 20 Länder in 10 Sprachen ausgeweitet wurde und das gesamte System deutlich reaktionsschneller und besser in der Lage ist, komplexe Anfragen zu bearbeiten“, schreibt er unter anderem.
Ganz am Ende seines Beitrags als P.S. schreibt er noch: „Und alle, die geduldig auf einen bestimmten Lautsprecher gewartet haben … behaltet nächste Woche euren Posteingang ganz genau im Auge. :)“
Damit bestätigt Kattukaran recht deutlich, dass Google nächste Woche zumindest ein Lebenszeichen des neuen Home-Speakers verkünden dürfte. Unklar ist jedoch, ob er dann auch direkt in den Verkauf geht. Denn Best Buy hatte in Kanada vor ein paar Wochen den 25. Juni als Termin für den Marktstart angedeutet.
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Gemini-Lautsprecher ab etwa 100 Euro
Mit dem neuen Home Speaker bringt Google nicht nur ein neues Produkt auf den Markt, sondern hebt den Einstiegspreis seiner Smart-Speaker an. Zwar wird er mit um die 99 Euro genauso viel kosten wie der 2020 eingeführte Nest Audio, der bereits vor wenigen Tagen aus dem Programm genommen wurde. Im gleichen Zuge hat Google nämlich auch die 60 Euro teure Sounddose Nest Mini gestrichen.
Beide Produkte sind im Google Store zwar noch gelistet, jedoch sind sie als „Nicht auf Lager“ markiert. Es ist eher unwahrscheinlich, dass die beiden Speaker wieder in den Store zurückkehren – den Mini-Speaker hatte Google 2019 eingeführt und ist damit noch älter als der Nest Audio.
Google hat bereits bestätigt, dass der neue Lautsprecher neben der Integration von Gemini und Gemini Live auch 360-Grad-Sound bieten wird. Ferner sollen Nutzerinnen und Nutzer zwei Lautsprecher für Stereoklang miteinander koppeln können. Zudem könne der Lautsprecher ins Heimkino-Setup eingebunden werden. Ein Leuchtring soll anzeigen, wenn Gemini aktiv ist. Laut Google wird er in den vier verschiedenen Farben „Jade“, „Berry“, „Hazel“ und „Porcelain“ angeboten, dabei ist jedoch ungewiss, ob es alle Farbvarianten in Deutschland geben wird.
Mehr Speaker erwartet
Beim Google Home Speaker wird es derweil nicht bleiben. Google hatte zum einen bereits einen Nachfolger des Smart-Displays im Oktober 2025 angedeutet. Zum anderen dürften im Laufe der nächsten Monate einige Fremdanbieter mit Smart-Speakern für Gemini for Home um die Ecke kommen. Denn dafür hatte Google Referenzhardware angekündigt, die andere Hersteller verwenden dürfen, um Gemini-Lautsprecher im eigenen Design zu bauen.
Es wäre nicht das erste Mal: In der Vergangenheit hat Google mit den Audiomarken Bose, Sony und JBL bei Smart-Speakern zusammengearbeitet. Wer dieses Mal dabei sein wird, ist noch unklar. Allerdings haben die Hersteller offenbar weniger Gestaltungsfreiheit hinsichtlich der Hardware, dafür sollen immerhin viele Gemini-for-Home-Funktionen unterstützt werden.
(afl)
Künstliche Intelligenz
Tools für Umfragen auf deutschen und EU-Servern im Test
Sie haben es geschafft – Ihr Vortrag ist beendet. Was hat den Nerv des Publikums getroffen? Wo gehen die Meinungen auseinander? Gibt es ergänzende Aspekte? Abfragen mit Onlineformularen liefern wertvolle Rückmeldungen. Alle Besucher können sich beteiligen – jede Antwort zählt.
Viele der dazu genutzten Umfragedienste wie Google Forms, SurveyMonkey, Microsoft Forms oder Mentimeter verarbeiten und speichern alle Daten jedoch auf US-Servern und somit erhalten amerikanische Behörden Zugriff – und einige Firmen nutzen sie auch zum Trainieren ihrer KI.
- Umfragen und Abstimmungen sind mit online arbeitenden Diensten wie MS Forms oder Mentimeter schnell durchgeführt, diese speichern aber alles auf US-Servern.
- Wir haben sechs Alternativen getestet, die die Daten auf deutschen oder zumindest in der EU stehenden Servern verarbeiten.
- Alle Tools unterstützen eine große Auswahl an Fragetypen und Abstimmungsformen, teils spezialisiert, zum Beispiel auf den Unterrichtseinsatz.
Wir haben sechs Alternativen getestet, deren Serverstandorte sich in Deutschland oder zumindest innerhalb der EU befinden. Alle versprechen, die Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zu erfüllen. easyfeedback, edkimo, LimeSurvey, LamaPoll, SoSci Survey und Wooclap setzen verschiedene Schwerpunkte. Sie enthalten eine Palette von Antwortformaten: Dazu gehören Multiple-Choice-Fragen, freie Textfelder, Rankings, Skalen, komplexe Antwortmatrizen sowie das eine oder andere Spezialwerkzeug.
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Künstliche Intelligenz
Fable 5 im Test: Das kann das teuerste Anthropic-Modell
Dass Anthropic nicht nur etwas von KI-Training, sondern auch vom Marketing versteht, muss man dem Unternehmen zugestehen. Ende März wurde durch einen Leak bekannt, dass ein Modell namens Mythos in Arbeit sei, im April verkündete die Firma dann, dass dieses zu gefährlich sei, um es zu veröffentlichen. In einem Programm namens Glasswing durften es ausgewählte Unternehmen und Organisationen zur Suche nach Sicherheitslücken verwenden. Unter anderem Mozilla bewies in der geschlossenen Testphase, dass das gut funktionierte und schloss Hunderte Sicherheitslücken.
Im Juni dann die Ankündigung: Fable 5 wird allgemein verfügbar (Mythos 5 erscheint als weniger restriktive Variante für ausgewählte Nutzer), allerdings in einer Version mit eingebauten Schutzmechanismen, die verhindern sollen, dass man damit nach Zero-Day-Sicherheitslücken forscht oder gefährliche Biowaffen entwickelt. Ein Modell, so mächtig, dass man es einzäunen muss – mit einer solchen Erzählung macht man neugierig auf ein neues Produkt.
Klar ist seit der Ankündigung: Wer das Modell nutzen will, muss künftig tief in die Tasche greifen. Bis 22.6. läuft eine Testphase, in der Abokunden von Anthropic es nutzen können. Danach ist Fable nicht in den Abos enthalten, sondern wird pro Token abgerechnet – und ist doppelt so teuer wie Claude Opus 4.8. Um herauszufinden, ob sich diese Mehrkosten lohnen, haben wir das Modell in verschiedenen Disziplinen herausgefordert: Programmieren, Datenanalyse, Textproduktion und Recherche.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Fable 5 im Test: Das kann das teuerste Anthropic-Modell“.
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