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Yahoos KI-Suche macht Google mit Claude Konkurrenz
Mit Yahoo Scout kommt eine AI Answer Engine für hunderte Millionen User. Zusammen mit Claude macht Yahoo Google und Co. Konkurrenz, versorgte User in mehreren Verticals mit AI Support und gibt sogar Publishern etwas Hoffnung.
Der AI Mode, Perplexity und ChatGPT erhalten jetzt noch mehr Konkurrenz von einem altbekannten Player. Einst war Yahoo die Speerspitze der Internetsuche. Diesen Status hat man längst abtreten müssen und Google hat ihn inne. Doch auch heute noch ist Yahoo eine relevante Größe im Suchmaschinenmarkt. Laut Stat Counter kommt Yahoo weltweit auf 1,26 Prozent Marktanteil und landet damit auf Rang vier, noch vor DuckDuckGo, Baidu und Co. In Deutschland belegt Yahoo sogar Rang drei hinter Google und Bing.
Da sich die Internetsuche aber grundlegend wandelt, hat Yahoo jetzt eine eigene KI-Suchoption vorgestellt, die nicht nur die Suche, sondern das gesamte digitale Ökosystem des Unternehmens bereichern soll. Die Betaversion der neuen AI Answer Engine Yahoo Scout wird allein in den USA auf Desktop und Mobile für über 250 Millionen User bereitgestellt. Neben diesem Tool bietet Yahoo fortan noch eine eigene Intelligence Platform an. Support erhält das Unternehmen vom AI-Unternehmen Anthropic und dem leistungsfähigen Modell Claude. Und auch Publisher haben Grund zur Hoffnung. Zusammen mit Microsoft unterstützt Yahoo diese in einem Markeplace, der Entlohnung für AI-Nutzung verspricht.
Die Entwicklung der Suche und KI-Suchlösungen schreitet rasant voran, auch bei Google.
Google:
Aus AI Overviews direkt in den AI Mode

Yahoo Scout: Insights mit der Power von 500 Millionen Profilen und 18 Billionen Consumer Events
Über 30 Jahre Erfahrung im Search-Geschäft kann Yahoo vorweisen. Das Unternehmen hat noch immer eine große User-Basis und erreicht nach eigenen Angaben aus der Comscore Media Metrix ® Multi-Platform mit den eigenen Diensten 90 Prozent der Internetnutzer:innen in den USA. Diese Relevanz schlägt sich in einem Datenschatz nieder, den Yahoo jetzt für die neue AI Answer Engine Yahoo Scout nutzt. 500 Millionen User-Profile, eine Milliarde Entitäten für den Knowledge Graph und mehr als 18 Billionen Consumer Events pro Jahr liefern eine Wissensbasis, die den KI-Antworten in diversen Umfeldern Gewicht verleihen soll. Diese KI-Antworten können in der Suche, aber auch in anderen Bereichen genutzt werden. Dabei zeichnet sich der Start der Betaversion durch eine AI-Offensive aus, die Yahoos CEO Jim Lanzone vor allem mit der Veränderung im Search-Verhalten begründet.
Search is fundamentally changing, and our team has been inspired to use our decades of experience and extremely rare assets to create something uniquely useful for Yahoo’s hundreds of millions of monthly users. This beta launch is just the starting point. From search to our industry-leading verticals, Yahoo Scout will help our users accomplish their goals online faster and better than ever before.
Yahoo Scout kommt mit Inhalten aus Yahoos eigenen Properties und verwalteten Properties daher. So greift Yahoo beispielsweise in der Suche auf Bings Grounding API von Microsoft zurück, um vertrauenswürdige Quellen aus dem offenen Web bereitstellen zu können. Ob es nun ums Wetter, Sportergebnisse, die Börse oder das Shopping geht: Yahoo Scout soll die User mit interaktiven Ergebnissen samt Videos, Links, Graphen und Tabellen versorgen.

Yahoo Intelligence Platform und Support für Publisher Content Marketplace bieten Chancen für User und Publisher
Im Rahmen der Vorstellung von Yahoo Scout gab das Unternehmen ebenfalls den Start der Yahoo Scout Intelligence Platform bekannt. Damit werden die KI-Fähigkeiten von Scout für diverse Verticals wie Mail, News, Finance, Sports und Co. bereitgestellt. User können so zum Beispiel auf shoppable Links via Shopping zugreifen, Finanzanalysen einsehen oder sich Zusammenfassungen generieren lassen.

Unterstützung für diese Plattform und Yahoo Scout selbst erhält das Unternehmen indes von Anthropic. Claude wird zum zentralen Foundation Model für die AI Answer Engine. Ami Vora, Head of Product bei Anthropic, meint:
When you’re serving hundreds of millions of users, you need AI that can do more than retrieve information – it has to reason, synthesize, and explain. Yahoo is building toward a more personalized, trustworthy kind of search, and Claude’s ability to deliver that quality of guidance at scale is at the heart of Yahoo Scout.
Während sich viele Publisher angesichts immer neuer KI-Suchlösungen sorgen, dass ihr organischer Traffic schwindet und ihre teils aufwendig Inhalte ohne nennenswerte Gegenleistung für KI-Antworten und -Zusammenfassungen genutzt werden, erhalten sie von Yahoo zumindest einen Hoffnungsschimmer. Denn die AI Answer Engine Yahoo Scout tritt Microsofts Pilotprogramm für einen Publisher Content Marketplace bei. Dieser Content Marketplace soll Publisher bezahlen, wenn ihre Inhalte von AI-Diensten wie dem Microsoft Copilot oder dann Yahoo Scout genutzt werden. Dabei stellt sich jedoch die Frage, ob das eine Insellösung bleibt.
Entlohnung für AI-Nutzung:
Microsoft plant wohl Publisher Marketplace

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Bubbling Up: Das ist die Kampagne von Coca-Cola zur Fußball-WM
Coca-Cola startet die WM-Kommunikation
Vom 11. Juni bis zum 19. Juli findet die Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko statt. Für Hauptsponsor Coca-Cola ist das Mega-Event, bei dem erstmals 48 Teams aufeinandertreffen, eine große Chance. Um den Coke-Konsum im Sommer weltweit anzukurbeln, schaltet der Konzern bereits jetzt werblich einen Gang höher.
Fast fünf Jahrzehnte und zwölf Turniere hat Coca-Cola als Sponsoringpartner des Fußball-Weltverbandes FIFA auf dem Buckel. Für die diesjährige Weltmeisterschaft hat sich der Getränkeriese in puncto Werbung besonders viel vorgenommen. Die Messlatte liegt hoch. Arnab Roy, der als President Global Category das internationale Geschäft von Coca-Cola verantwortet, will mit der WM-Kampagne die „Achterbahn der Gefühle“, die das Turnier standesgemäß bei Fußballfans auslöst, „in echte, greifbare Verbindungen“ verwandeln. „Durch innovative Erlebnisse und fesselnde Inhalte bringen wir die Fans näher zusammen als je zuvor, egal ob sie in digitalen Räumen, in Bars um die Ecke oder bei gemeinsamen Fernsehabenden zu Hause mitfiebern“, verspricht Roy.
„Bubbling Up“ ist aber nur der erste Werbestreich zur Fußball-WM. Coca-Cola hat mit seiner Agentur Open X gleich drei Werbefilme entwickelt, um bei Fußballfans vor und während des Turniers den Coke-Durst zu entfachen. Der zweite Streich, ein Spot mit dem Titel „Uncanned Emotions“, wird im April 2026 starten. Der Clip soll die Präsenz von Coca-Cola bei den wichtigsten Momenten der Fußball-WM dokumentieren und die Emotionen der Fans einfangen, die – das versteht sich von selbst – dabei immer eine Coke in der Hand halten werden. Der dritte Werbefilm mit dem Titel „No Better Feeling“ wird zum Turnierbeginn am 11. Juni veröffentlicht.
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Interaktive Werbeaktion in Berlin: Lufthansa und BBDO lassen Passanten Teil von Mega-Plakat werden
Die Lufthansa sorgt dieser Tage mit einer besonderen Außenwerbeaktion für Aufsehen
Die Lufthansa sorgt dieser Tage in Berlin mit einer Out-of-Home-Aktion für einen Blickfang: Auf einem interaktiven Werbemotiv versetzt die Airline Passantinnen und Passanten an ihr Wunschreiseziel. Die Kreation kommt erstmals von BBDO.
Menschen, die bis zum 7. Februar auf dem Berliner Kurfürstendamm unterwegs sind, haben die Möglichkeit, Teil einer interaktiven Werbeaktion der Lufthansa zu werden. Im Rahmen der aktuellen Destinationskampagne können sich Interessierte virtuell in ihre Lieblingsdestination versetzen lassen. Möglich macht das Ganze ein „Lufthansa Cube“, in dem sich Passantinnen und Passanten fotografieren lassen können und anschließend auf ein Motiv mit ihrem Wunschreiseziel integriert werden. Das fertige Video entsteht dabei in nur wenigen Minuten und wird schließlich auf einem mehr als 100 Quadratmeter großen Screen auf dem Ku’damm ausgespielt.
Das interaktive Plakat der Lufthansa ist noch bis zum 7. Februar zu sehen
Umgesetzt wurde die Aktion der Lufthansa erstmals gemeinsam mit BBDO in Hamburg. Im Zuge des Mega-Umbaus bei Mutterkonzern Omnicom nach der Übernahme der Interpublic Group Ende vorigen Jahres wurde die traditionsreiche Agenturmarke DDB, die die Lufthansa betreut hat, eingestellt. Die bisherigen deutschen DDB-Standorte in Hamburg und Frankfurt sowie die Satelliten in Berlin und München sind dabei unters Dach von BBDO gewandert. Die neu formierte deutsche BBDO-Gruppe wird von CEO Björn Bremer geführt.
Neben BBDO war an der Lufthansa-Aktion am Ku’damm in Berlin auch die Filmproduktion Umbrella beteiligt, die mithilfe von Künstlicher Intelligenz die Videos produzierte. Für die Mediaplanung ist Mindshare zuständig, die begleitenden Social-Media-Maßnahmen kommen von Oscar Bravo. Als Vermarkter der Werbefläche ist Limes Media an Bord.
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OpenAI Prism: Das verändert wissenschaftliches Arbeiten
Dieses Prinzip – spezialisierte KI-Umgebungen für komplexe, sensible Anwendungsfelder – zeigt sich nicht nur in der Wissenschaft. Auch im Gesundheitsbereich geht OpenAI denselben Weg. Mit ChatGPT Health entsteht eine eigene Nutzungsebene für medizinische Fragen. Medizinische Unterlagen sowie Apps wie Apple Health, MyFitnessPal oder Weight Watchers lassen sich anbinden, damit Nutzer:innen Daten besser verstehen und Arzttermine vorbereiten können.
ChatGPT Health startet und lässt User medizinische Daten und Apps verbinden

Prism von OpenAI: Neuer KI-Workspace für wissenschaftliches Arbeiten
Forschung ist heute hochkomplex, digital und kollaborativ. Trotzdem arbeiten viele Wissenschaftler:innen und Studierende noch mit Werkzeugketten, die kaum zusammenpassen. Genau hier setzt Prism an. Der neue Workspace verlagert KI direkt ins Zentrum wissenschaftlicher Arbeit.
Statt KI nur als externes Hilfsmittel zu nutzen, wird sie Teil der Arbeitsumgebung. GPT-5.2 arbeitet im Projektkontext und bezieht Struktur, Argumentationslogik, Gleichungen, Referenzen und Abbildungen ein. Rückmeldungen werden dadurch fachlich präziser. Überarbeitungen greifen tiefer in die Textlogik ein.
Was Prism im Forschungs- und Studienalltag konkret erleichtert:
- Mit GPT-5.2 Thinking chatten, um Ideen zu explorieren, Hypothesen zu prüfen und komplexe Probleme im Kontext zu durchdenken
- Papers mit dem vollständigen Dokument als Kontext erstellen und überarbeiten, inklusive Text, Gleichungen, Quellen, Abbildungen und Gesamtstruktur
- Fachliteratur, etwa aus arXiv, im Manuskriptkontext suchen und Argumentationen auf Basis neu identifizierter Arbeiten anpassen
- Gleichungen, Referenzen und Abbildungen erstellen, refaktorieren und analysieren, wobei die KI ihre Funktion im gesamten Paper versteht
- Whiteboard-Gleichungen oder Diagramme direkt in LaTeX überführen und manuelle Formatierungsschritte reduzieren
- In Echtzeit mit Co-Autor:innen, Studierenden und Betreuenden zusammenarbeiten, mit sofort sichtbaren Änderungen und Kommentaren
- Änderungen direkt im Dokument vornehmen, ohne Inhalte zwischen Editor und Chat kopieren zu müssen
- Optional sprachbasierte Bearbeitung nutzen, um einfache Anpassungen vorzunehmen, ohne den Schreibfluss zu unterbrechen
Die KI arbeitet unterstützend, nicht eigenständig. Forschende und Studierende stellen die Fragen, prüfen die Ergebnisse und entscheiden, was fachlich Bestand hat. Prism hilft, Arbeitsabläufe übersichtlicher zu organisieren und unnötige Zwischenschritte zu vermeiden. Dadurch rückt mehr Aufmerksamkeit auf inhaltliche Tiefe und wissenschaftliche Argumentation.
Wie Prism Forschung verändern könnte – Chancen und Kritik
OpenAI betont, dass Prism keine autonome Forschungsmaschine sein soll, sondern Forschende unterstützt. Kevin Weil, Vizepräsident für den Wissenschaftsbereich bei OpenAI, beschreibt die Richtung so:
Over time, we see ChatGPT playing a more active role in real group conversations, helping people plan, create, and take action together.
KI fungiert laut ihm als aktives Kooperationssystem in komplexen Arbeitsprozessen. Und dieser Wandel läuft bereits: Eine Umfrage des Max-Planck-Instituts für Innovation und Wettbewerb unter über 6.000 Forschenden der Max-Planck- und Fraunhofer-Gesellschaft zeigt, dass 42,4 Prozent gut mit KI-Tools vertraut sind und 44,0 Prozent sie mehrfach genutzt haben. KI ist also längst Teil realer Forschungspraxis.
Gleichzeitig ist die Debatte alles andere als eindeutig. Forschende sind sich selbst uneinig, wann KI im Schreibprozess legitim ist und wie Transparenz aussehen muss, wie eine Analyse in Nature zeigt. Hinzu kommen Qualitätsfragen: Laut einer Auswertung von Live Science neigen KI-Chatbots dazu, Studien zu stark zu vereinfachen und wichtige Details zu übergehen. Fachliteratur weist zudem darauf hin, dass generative Modelle strukturelle Unsicherheiten und Bias in wissenschaftliche Texte einführen können, wenn ihre Ausgaben nicht sorgfältig geprüft werden. Damit steht die wissenschaftliche Genauigkeit auf dem Spiel, wenn KI-Ergebnisse ungeprüft übernommen werden. Besonders problematisch ist das sogenannte Hallucination-Phänomen, bei dem KI plausible, aber falsche Informationen oder sogar erfundene „Fakten“ erzeugt. In der Forschung kann das die Integrität von Arbeiten untergraben, wenn Inhalte ungeprüft übernommen werden.
Auch aus bildungspolitischer Sicht gibt es Warnungen. Ein Bericht in The Australian greift Bedenken von Regulierungsstellen auf, wonach KI-Systeme Forschungsdaten verzerren und Hochschulen vor neue Integritätsprobleme stellen könnten. Universitäten können KI-gestützte Arbeitsweisen didaktisch nutzen, müssen aber gleichzeitig klare Regeln zu Kennzeichnung, Prüfungen und Datenschutz schaffen.
Unterm Strich kann Prism wissenschaftliche Arbeit strukturieren und beschleunigen. Doch Qualität, Nachvollziehbarkeit und Bewertung bleiben menschliche Aufgaben. KI erweitert Forschung – sie ersetzt sie nicht. Der tatsächliche Mehrwert hängt davon ab, wie reflektiert Forschende, Studierende und Institutionen mit diesen Systemen umgehen.
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