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Künstliche Intelligenz

177 Petabyte pro Rack: Microns größte SSD ist da


Mitte letzten Jahres zeigte Micron seine SSD-Serie „6600 Ion“ mit besonders hohen Kapazitäten für Rechenzentren. Jetzt hat das Unternehmen die Kapazität verdoppelt: Bis zu 245 TByte pro Laufwerk sind geboten. Die Ions setzen noch auf PCIe 5.0 mit vier Lanes, auch wenn Micron wie auch andere Hersteller schon PCIe-6-SSDs im Angebot hat.

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Bei der Ion 6600 ist das höchste Tempo gar nicht nötig, weil sie mit Quadruple Level Cells (QLC) arbeitet, also vier Bits pro Zelle speichern kann. Das lässt sich im Vergleich zu TLC oder anderen NAND-Bauformen nur vergleichsweise langsam beschreiben, aber noch flott lesen. Für die 245-TByte-Version gibt Microns Datenblatt (PDF) 13,7 GByte pro Sekunde beim Lesen und 3 GByte/s beim Schreiben an. Beides gilt für sequenzielle Zugriffe. Beim zufälligen Schreiben von 4K-Blöcken kommt die Ion nur auf 42.000 IOPS, viele PC-SSDs schaffen hier viel mehr.

Aber darum geht es bei Microns neuen Laufwerken, die in den Formfaktoren U.2 oder E3.L gebaut sind, auch gar nicht: Sie sind für besonders hohe Kapazitäten pro Rack in Rechenzentren gedacht. Dabei sollen sie große Datenmengen vorwiegend lesend schnell zur Verfügung stellen. Ein naheliegendes Anwendungsszenario sind Trainingsdaten für KI-Modelle. Gegenüber Festplatten sind solche SSD nicht nur schneller, sondern sie fassen mehr Daten bei geringerer Leistungsaufnahme.

Die 245-TByte-SSD benötigt laut Micron nur 30 Watt im Betrieb, was die Hälfte von Festplatten gleicher Gesamtkapazität ausmachen soll. Für fünf Jahre Dauerbetrieb gibt es Garantie, dabei darf das Laufwerk einmal pro Tag komplett vollgeschrieben werden – was rein rechnerisch gerade so klappt. Mit optimierten Storage-Racks lassen sich beeindruckende Kapazitäten erreichen. Micron gibt hier 4,9 Petabyte pro Höheneinheit, oder knapp 177 Petabyte für eine komplettes Rack an (36U). Mit Festplatten soll ein ganzer Schrank nur 31,7 Petabyte fassen können.

Laut Microns Ankündigung der SSD wird sie bereits ausgeliefert. Preise nennt das Unternehmen nicht. Angesichts der aktuellen Kosten für die Vorgängerserie 6500 Ion dürfte das 245-TByte-Modell leicht im massiv sechsstelligen Bereich landen. Microns Beispiel eines Racks mit 720 der Laufwerke dürfte dann grob überschlagen einen dreistelligen Millionenbetrag kosten. Da solche Geräte aber meist direkt vom Hersteller über Rahmenverträge oder im Projektgeschäft von spezialisierten Dienstleistern verkauft werden, sind große Rabatte nicht unwahrscheinlich.

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(nie)



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Künstliche Intelligenz

OpenAI und Broadcom kündigen neuen KI-Chip Jalapeño an


Broadcom arbeitet an einem Prozessor namens Jalapeño, der für Inferenzen Künstlicher Intelligenzen optimiert ist. OpenAI unterstützt Broadcom dabei. Ziel sind kürzere Latenz und geringerer Energieverbrauch. Jalapeño ist eine anwendungsspezifische integrierte Schaltung (ASIC), besteht also aus speziell auf OpenAIs Inferenz-Software zugeschnittenen Schaltkreisen. Nicht gedacht ist das Gerät für das Training großer Sprachmodelle.

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OpenAI hat das Projekt am Mittwoch bekanntgegeben. Ziel ist wohl, vor OpenAIs Börsengang die Börsenphantasie anzuregen: Die wortreiche Mitteilung enthält keine konkreten Daten und auch keine Informationen über die Prozessorarchitektur.

Jalapeño wurde laut Mitteilung in neun Monaten von Grund auf neu entwickelt. Frühe, interne Tests sollen gezeigt haben, dass der neue Computerchip bei Inferenzen pro Watt mehr leisten werde als derzeit für diesen Zweck verfügbare Halbleiter. Die beiden Unternehmen wollen langfristig zusammenarbeiten, kündigen sie doch gleich mehrere Generationen Jalapeños an.

Die ersten Auslieferungen der ersten Jalapeño-Generation sind für Jahresende geplant. „Wir beginnen 2026 damit, den Bau von Gigawatt-Rechenzentren mit Microsoft und anderen Partnern zu ermöglichen”, kündigt Broadcom-CEO Hock Tan an. Microsoft ist der größte Aktionär des operativen OpenAI-Arms.


(ds)



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Digital-Health-Podcast: DiGA als Innovation auf Kosten der Krankenkassen?


Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) gelten als Vorzeigeprojekt der Digitalisierung im Gesundheitswesen. Doch während Befürworter sie als Innovationstreiber sehen, kritisieren Krankenkassen die schnelle Zulassung und fordern strengere Nachweise für ihren Nutzen. Wie berechtigt ist diese Kritik?

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Darüber spricht heise online im Digital-Health-Podcast mit Moritz Göldner, Juniorprofessor für Data-Driven Innovation an der TU Hamburg. Er forscht unter anderem zu digitalen Gesundheitsanwendungen, Real-World-Daten und der Evidenzgenerierung für digitale Medizin.


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Im Digital-Health-Podcast erklärt heise-online-Redakteurin Marie-Claire Koch gemeinsam mit Kolleginnen die Digitalisierung im Gesundheitswesen verständlich. Neben einer redaktionellen Einordnung gibt es regelmäßig Expertengespräche zu elektronischer Patientenakte, Telemedizin, KI, Gesetzgebung und den Auswirkungen für Praxen, Kliniken und Patientinnen.


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Im Digital-Health-Podcast erklärt heise-online-Redakteurin Marie-Claire Koch gemeinsam mit Kolleginnen die Digitalisierung im Gesundheitswesen verständlich. Neben einer redaktionellen Einordnung gibt es regelmäßig Expertengespräche zu elektronischer Patientenakte, Telemedizin, KI, Gesetzgebung und den Auswirkungen für Praxen, Kliniken und Patientinnen.

Aus Sicht Göldners ist das deutsche DiGA-Modell international ein Vorreiter. Der eigene Zulassungsweg ermögliche Innovationen, ohne die Sicherheit der Patienten aus den Augen zu verlieren. Dass Anwendungen zunächst vorläufig gelistet werden können und klinische Studien erst nachgereicht werden, hält er für einen sinnvollen Kompromiss. Die Forderung, diesen Weg abzuschaffen, sieht er kritisch.

Ein weiterer Streitpunkt ist die Bewertung des Nutzens. Anders als Medikamente sollen DiGA nicht nur medizinische Effekte erzielen, sondern auch den Versorgungsalltag verbessern – etwa durch eine höhere Therapietreue oder mehr Gesundheitskompetenz. Gerade diese patientenrelevanten Struktur- und Verfahrensverbesserungen würden jedoch bislang kaum berücksichtigt, obwohl sie zu den eigentlichen Stärken digitaler Anwendungen gehörten.

Im Podcast geht es außerdem um die Frage, warum viele DiGA bisher nicht mit der elektronischen Patientenakte oder Wearables zusammenarbeiten, welche Rolle Real-World-Daten künftig spielen könnten und weshalb Göldner europaweit einheitliche Zulassungsregeln für digitale Gesundheitsanwendungen fordert.


(mack)



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Funklöchern auf der Spur: Zweite bundesweite Mobilfunkmesswoche läuft


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English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Die Erfassung des digitalen Alltags geht in die nächste Runde. Am Mittwoch hat die zweite bundesweite Mobilfunkmesswoche begonnen: Bürger sind aufgerufen, bis 1. Juli die tatsächliche Mobilfunkversorgung vor Ort auf den Prüfstand zu stellen. Mithilfe der aktualisierten und kostenlosen App „Mobilfunk-Check“ der Bundesnetzagentur können Smartphone-Nutzer unkompliziert Daten über die Netzqualität fort erfassen, wo sie gerade sind.

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Ziel der Crowdsourcing-Aktion Check Dein Netz ist, ein flächendeckendes und realistisches Abbild der Mobilfunkversorgung aus Anwenderperspektive zu gewinnen, sowie weiße Flecken präzise zu lokalisieren. Die gesammelten Informationen sollen dazu beitragen, künftige Ausbau- und Unterstützungsmaßnahmen bedarfsgerecht zu planen, und den Druck auf Netzbetreiber erhöhen.

An der ersten Messwoche 2025 haben sich laut Regulierungsbehörde mehr als 100.000 Teilnehmer beteiligt und fast zweihundert Millionen Messpunkte geliefert. Im Ergebnisbericht heißt es, dass an weniger als einem Prozent der erfassten Punkte tatsächliche Funklöcher festgestellt worden seien. Dennoch besteht weiter Handlungsbedarf, da die offiziellen Versorgungsmeldungen der Netzbetreiber und die gefühlte Realität der Verbraucher, insbesondere abseits der großen Ballungsräume, oft stark voneinander abweichen.

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) hob zum Start der zweiten Kampagne hervor, dass Deutschland bei der Netzinfrastruktur noch besser werden müsse. Die Politik habe mit der Verankerung des überragenden öffentlichen Interesses am Netzausbau gesetzliche Rahmenbedingungen geschaffen. Nun liege der Ball bei den Mobilfunknetzbetreibern. Diese müssten die gewonnenen Daten nutzen, um ihre Netze zu optimieren. Die Ergebnisse stehen neben den Telcos auch den Bundesländern und Kommunen zur Verfügung. Daten sollen helfen, Ausbauvorhaben zu priorisieren, administrative Hindernisse abzubauen und den konkreten Bedarf für Verdichtung der Netze darzulegen.

Ein Fokus liegt auf ländlichen Regionen, die am stärksten von Verbindungsproblemen betroffen sind. Laut Bundesheimatminister Alois Rainer (CSU) ist lückenlose Mobilfunkversorgung Basis dafür, dass ländliche Räume als Lebens- und Wirtschaftsräume attraktiv blieben. Schlechter Empfang entwickle sich schnell zu einem spürbaren Standortnachteil für Familien, Betriebe und Regionen. Er verwies explizit auf die Land- und Forstwirtschaft, die für digitale Anwendungen wie präzise, sensorgestützte Düngung oder Tierüberwachung in Echtzeit auf stabile Netze angewiesen sei. Am Ortsausgang dürfe der Anschluss an die digitale Welt nicht einfach abreißen.

Der Bundesrat fordert vollständige Flächendeckung. Die Bundesnetzagentur erhofft sich durch rege Beteiligung von Bürgern eine noch solidere Datenbasis als im Vorjahr. Unterstützt wird die Aktion von der Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft (MIG). Sie hat schon im Vorfeld für #CheckDeinNetz geworben.

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(ds)



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