Künstliche Intelligenz
2028 kommen gestapelte GPUs | heise online
Gestapelte Logikchips sollen 2028 Realität werden. Nvidia will bei seiner übernächsten Generation Feynman mehrere GPU-Dies für seine KI-Beschleuniger übereinanderstapeln. Das bestätigte Firmenchef Jensen Huang bei der Eröffnung der Hausmesse GTC 2026 (im Video ab 2:12:33).
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Eine GPU-Skizze auf Nvidias Roadmap sieht daher deutlich kleiner aus als die nächsten beiden KI-Beschleuniger Rubin sowie Rubin Ultra. Dort sitzen GPU-Dies und Speicherstapel nebeneinander, wobei ein Silizium-Interposer die Datenverbindungen herstellt. Diese Konstruktion nennen Hersteller 2,5D-Stacking.

Feynman folgt auf Rubin und Rubin Ultra.
(Bild: Nvidia)
Hitzeentwicklung problematisch
3D-Stacking mit mehreren Logikchips übereinander hat Vorteile, vor allem bei der Signalführung. Bisher konnten Chipfertiger allerdings ein Problem noch nicht für ein Serienprodukt lösen: die Wärmeabfuhr der unteren Dies. Die Kühllösung wird bei Feynman besonders spannend, da der KI-Beschleuniger über 2000 Watt elektrische Leistungsaufnahme gehen könnte. Zu den Details hat sich Nvidia bislang allerdings nicht geäußert.
3D-Stacking gibt es bislang nur mit Cache-Chiplets in größerem Maßstab. Der Chipauftragsfertiger TSMC und AMD etwa stapeln bei den Ryzen-X3D-Prozessoren CPU-Chiplets und Level-3-Cache. In dem Fall erzeugt der Speicher wenig Abwärme, sodass die Kühlung hinhaut. AMD forscht ebenfalls an komplexeren 3D-Stacking-Konstruktionen.
Erste Generation mit angepasstem HBM
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Zusätzlich zur Stapelbauweise will Nvidia bei Feynman erstmals Custom High-Bandwidth Memory (cHBM) einsetzen. Dabei handelt es sich um einen Vorstoß der Speicherhersteller Samsung, SK Hynix und Micron sowie Zulieferern wie Marvell: Kunden wie Nvidia können beim cHBM eigene Logik zur Ansteuerung der Speicherstapel entwerfen und diese in eigene Prozessoren oder GPUs integrieren.
Bisher sitzt die Logik immer in einem Basis-Die, das die Speicherhersteller produzieren und unter die DRAM-Ebenen setzen. Der größte Nachteil dabei: Die Fertigungstechnik der Speicherhersteller ist auf DRAM spezialisiert. Wandern die Basis-Die-Transistoren in eine CPU oder GPU, kann sie etwa TSMC mit Logikfokus produzieren. Das spart potenziell Platz und erhöht die Effizienz. Zudem können Kunden die cHBM-Ansteuerung so an die eigenen Bedürfnisse anpassen.
Zusätzlich zu Feynman erscheint 2028 eine Fülle neuer Chips: Nvidias eigener ARM-Prozessor Rosa, der Netzwerkprozessor Bluefield-5, mehrere Switches und der auf Inferenz spezialisierte KI-Beschleuniger LP40 in Kooperation mit Groq.
(mma)
Künstliche Intelligenz
Pentagon beginnt Ablösung von Anthropic, KI-Dienste von OpenAI stehen bereit
Das US-Verteidigungsministerium hat erste Schritte eingeleitet, KI-Dienste von Anthropic aus den eigenen Prozessen wie den aktuellen Militäroperationen im Iran durch Alternativen zu ersetzen. Das ist die Folge der Eskalation im Streit um die Nutzung der KI-Technik für das US-Militär. Nach Angaben hochrangiger Pentagon-Mitarbeiter wird die Ablösung von Anthropic-Produkten wie Claude mehr als einen Monat dauern, aber man arbeitet derzeit an der Integration anderer großer Sprachmodelle. Dazu dürften KI-Dienste von OpenAI gehören, die jetzt über Amazons Cloud-Angebote auch an US-Behörden verkauft werden.
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In einem Interview hat Cameron Stanley, Leiter der Abteilung für Digitales und KI im Pentagon, ChatGPT als Alternative zu Claude allerdings nicht genannt. „Das Ministerium bemüht sich aktiv um die Integration mehrerer LLMs in den entsprechenden staatlichen Einrichtungen“, sagte er lediglich bezüglich großer Sprachmodelle (LLMs) für das US-Verteidigungsministerium. „Die Entwicklungsarbeiten an diesen LLMs haben begonnen und wir gehen davon aus, dass sie sehr bald einsatzbereit sein werden.“
Pentagon und Anthropic zerstritten
Zwar wurden Anthropic im Sommer letzten Jahres wie anderen KI-Firmen hunderte Millionen US-Dollar vom Pentagon versprochen, doch der Einsatz der KI-Technik geriet Anfang dieses Jahres zum Streit. Anthropic verweigerte dem Verteidigungsministerium, die KI-Modelle für die Massenüberwachung der US-Bevölkerung zu nutzen. Zudem dürften damit keine Waffen entwickelt werden, die ohne menschliche Beteiligung feuern. Daraufhin hatte das Pentagon Anthropic mit weitreichenden Sanktionen gedroht. Letztlich setzte das Pentagon Anthropic auf die Schwarze Liste und stufte die KI-Firma als Sicherheitsrisiko ein. Gegen diese Maßnahme wehrt sich Anthropic juristisch und verklagt die US-Regierung.
Damit scheint das Tischtuch zwischen der Trump-Administration und Anthropic zerschnitten und der Millionen-Auftrag für die KI-Firma stark gefährdet. Verteidigungsminister Pete Hegseth und US-Präsident Donald Trump haben laut Bloomberg bereits einen sechsmonatigen Zeitrahmen festgelegt, in dem das US-Militär und andere Bundesbehörden zu Lösungen anderer KI-Firmen wechseln sollen. Bislang war das Anthropic-System der einzige KI-Dienst, der für vertrauliche Informationen und Prozesse im Pentagon eingesetzt werden durfte, und Claude ist aufgrund der Benutzerfreundlichkeit bei den Mitarbeitern des Verteidigungsministeriums sehr beliebt.
ChatGPT als Claude-Ersatz?
Diese werden sich umstellen und an ChatGPT gewöhnen müssen, denn nach dem Bruch mit Anthropic hat das Pentagon einen KI-Deal mit OpenAI geschlossen. Das war Ende Februar und jetzt berichtet Reuters, dass die KI-Dienste von OpenAI den US-Behörden über die Amazon-Cloud bereits zur Verfügung stehen. Das schließt das US-Verteidigungsministerium sowohl für vertrauliche als auch nicht geheime Arbeit ein. Davon versprechen sich die ChatGPT-Entwickler Verträge mit größeren Unternehmenskunden, da solche Regierungsaufträge Vertrauen und Zuverlässigkeit zeigen würden.
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Ob Anthropic erneut von der US-Regierung beauftragt wird, kann zwar nicht ausgeschlossen werden, aber zunächst wohl nicht mehr vom US-Verteidigungsministerium. Kurz nachdem Anthropic die Klage gegen die US-Regierung eingereicht hatte, erklärte Emil Michael, Unterstaatssekretär für Forschung und Entwicklung im Pentagon, dass das US-Militär diese Sache abschließt und er kaum noch Chancen für eine Wiederaufnahme der Gespräche sieht. „Ich glaube nicht, dass es ein Szenario gibt, in dem dies auf diese Weise gelöst wird“, sagte Michael.
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(fds)
Künstliche Intelligenz
Nach nur drei Monaten: Samsung stellt Verkauf des Galaxy Z TriFold ein
Samsung stellt den Verkauf des zweifach faltbaren Foldables Galaxy Z TriFold nur wenige Monate nach Verkaufsbeginn im Dezember 2025 wieder ein. Auch in den USA sollen nur noch die Bestandsgeräte abverkauft werden. Das bestätigte ein Samsung-Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg.
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Das koreanische Unternehmen stellt laut Sprecher zunächst den Verkauf auf seinem Heimatmarkt ein und dann, sobald die Restbestände abverkauft sind, auch das Geschäft in den USA. Dieser Schritt wurde bereits erwartet, denn seit März gibt es auf Samsungs Website keine Hinweise mehr auf künftige Nachlieferungen des zweifach faltbaren Foldables, das über zwei Scharniere verfügt und sich zu einem großen 10-Zoll-Tablet auseinanderfalten lässt. Dort heißt es nun lediglich, das TriFold sei „ausverkauft“.
Schon vor Samsungs Bestätigung hieß es aus südkoreanischen IT-Kreisen, dass das knapp 3000 US-Dollar teure Gerät eingestellt werden soll. Als Grund führte die Quelle Donga eine Kostenbelastung an. Denn Preise für Schlüsselkomponenten wie DRAM, Flash-Speicher und Prozessoren seien deutlich gestiegen, wodurch sich der Verkauf selbst bei fortgesetzter Vermarktung kaum noch rentiere. Ferner erfordere die Konstruktion eines zweifach faltbaren Bildschirms spezielle Materialien, um die mechanische Belastung an den Knickstellen zu minimieren.
Vorzeigeprodukt
Ein Brancheninsider sagte über das Gerät: „Das Trifold war eher ein Vorzeigeprodukt, das entwickelt wurde, um die Technologie zu demonstrieren, als um mit dem Verkauf Gewinne zu erzielen.“ Samsung stellte das Gerät Ende letzten Jahres als Demonstration seiner technischen Kompetenz vor. Doch aufgrund seines hohen Preises war es von Anfang an nur für wohlhabende Early Adopters als Nischenprodukt gedacht.
In einem Interview Ende Februar am Rande der Vorstellung der Galaxy-S26-Reihe erklärte Won-Joon Choi, Chief Operating Officer von Samsungs Mobile Experience Business, gegenüber Bloomberg, das Unternehmen habe noch nicht entschieden, ob das Trifold einen Nachfolger bekommt. Dabei verwies er auf die komplexe Fertigung des Geräts. Einige Vorzüge des Geräts, wie das Breitbildformat, das sich gut für den Medienkonsum eignet, könnte Samsung in einem im Laufe dieses Jahres erwarteten neuen Foldable umsetzen. In der Regel nutzt der Konzern den Juli für die Vorstellung seiner Foldables und Smartwatches.
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(afl)
Künstliche Intelligenz
„Okay Garmin, Nachricht senden“ – WhatsApp nun auch auf Smartwatches von Garmin
WhatsApp ist nun auf ausgewählten Smartwatches der Marke Garmin verfügbar, wie das Unternehmen am heutigen Dienstag bekannt gab. Nutzerinnen und Nutzer können sich die Messenger-App demnach ab sofort aus Garmins Store Connect IQ herunterladen. Verfügbar ist WhatsApp zunächst nur für einige Modelle der Reihen Fenix, Forerunner, Venu und Vivoactive.
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Laut Garmin handelt es sich dabei nicht um eine eigenständige Messenger-App: Um WhatsApp auf einer Garmin-Smartwatch nutzen zu können, ist weiterhin ein verbundenes iOS- oder Android-Smartphone mit WhatsApp notwendig, stellt das Unternehmen klar. Es ist der erste und momentan auch einzige verfügbare Drittanbieter-Messenger für Garmin-Smartwatches.
Reaktionen und Antworten von der Uhr aus
Zu den Funktionen gehört neben dem Einsehen aktueller Nachrichten, Chats und Nachrichtenverläufe auch das Beantworten eingehender Nachrichten mit Emojis oder über die Display-Tastatur. Auch WhatsApp-Anrufe können Nutzerinnen und Nutzer sehen und ablehnen. Die Nachrichten bleiben weiterhin Ende-zu-Ende verschlüsselt.
Bereits im November des vergangenen Jahres hat Metas WhatsApp eine offizielle Messenger-App für die Apple Watch veröffentlicht. Zuvor konnten Nutzerinnen und Nutzer sich nur WhatsApp-Benachrichtigungen vom Smartphone auf der Apple Watch anzeigen lassen und mithilfe vorgeschlagener Antwortmöglichkeiten darauf reagieren.
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