Apps & Mobile Entwicklung
5G-Netz: Telekom kratzt an 90 Prozent Flächenversorgung

Die Deutsche Telekom kommt derzeit auf eine 5G-Flächenversorgung von 89,1 Prozent. Das zeigen Daten des Gigabit-Grundbuchs der Bundesnetzagentur. Der Netzbetreiber sieht sich damit im Vergleich zur Konkurrenz deutlich besser aufgestellt. Bis zum Ende der Dekade will die Telekom 94 Prozent der Fläche Deutschlands mit 5G abdecken.
Während die Telekom an der 90-Prozent-Marke kratzt, kommen Vodafone und Telefónica laut Gigabit-Grundbuch auf eine 5G-Flächenabdeckung von 75,7 Prozent respektive 76,2 Prozent. Anders ausgedrückt: Die Telekom gibt ihren Vorsprung mit 46.490 km² oder der Maßeinheit „ein Estland“ an. Mit LTE deckt die Telekom nach eigenen Angaben mehr als 92 Prozent der Fläche Deutschlands ab. Sprachdienste seien auf 99 Prozent der Fläche verfügbar. Bei den Haushalten kommt 5G auf 99 Prozent, LTE auf nahezu 100 Prozent. Aktuell steht aber mehr die Flächenversorgung im Fokus.
Technikchef fordert das „Überall-Netz“
„Unser Ziel ist das Überall-Netz. Die Menschen sollen sich darauf verlassen können, dass ihr Mobilfunknetz nicht nur in bewohnten Gebieten, sondern auch auf Wanderwegen, Landstraßen, in Mittelgebirgen und touristischen Regionen zuverlässig funktioniert“, sagte Alex Jenbar, Technikchef (CTO) der Telekom. Jenbar ist seit Oktober letzten Jahres neuer Technikchef der Telekom und folgte auf Abdu Mudesir, der zu Verizon wechselte.
Laut Gigabit-Grundbuch sind 99,6 Prozent der Autobahnen mit 5G von der Telekom versorgt. Auf Bundesstraßen liegt die Versorgung bei 94,2 Prozent, auf Schienenwegen bei 96,1 Prozent. Bei der 5G-Flächenversorgung liegt die Telekom in 324 von 401 Landkreisen und kreisfreien Städten vorn.
In vier Jahren soll „ein Estland“ hinzukommen
In den kommenden vier Jahren will die Telekom die 5G-Flächenversorgung auf eine Quote von 94 Prozent steigern, dies entspreche rund 16.000 km² zusätzlich versorgter Fläche oder – um gängigere Maßeinheiten zu nutzen – zwei Millionen Fußballfeldern. Um diesem Ziel näher zu kommen, wurden dieses Jahr 384 neue Mobilfunkstandorte in Betrieb genommen und 2.267 bestehende Standorte erweitert oder modernisiert.
Die Herausforderungen beim Ausbau in der Fläche sind schnell erklärt: Rund 30 Prozent der Fläche Deutschlands sind bewaldet, etwa 6,5 Prozent stehen unter Naturschutz. In vielen dieser Gebiete seien neue Mobilfunkstandorte nur eingeschränkt oder mit langen Genehmigungsverfahren möglich, so die Telekom.
Unterstützung von Politik, Kommunen und Behörden
Die praktische Umsetzbarkeit von Ausbauvorhaben bleibe deshalb ein entscheidender Faktor für die weitere Verbesserung der Mobilfunkversorgung in der Fläche. Der Netzbetreiber fordert deshalb Unterstützung von Politik, Kommunen, Genehmigungsbehörden und Grundstückseigentümern. Kommunen könnten aktiv beim Mobilfunkausbau mitwirken, wenn sie sich bei der Standortsuche einbringen und kommunale Gebäude oder Flächen für den Ausbau bereitstellen. Die Telekom will aber auch Standortvorschläge von privaten Eigentümern prüfen, Vermieter sollen dafür eine langfristige ortsübliche Miete erhalten. Angebote werden über die Deutsche Funkturm angenommen, die bei der Telekom für den Ausbau der Standorte zuständig ist.
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Philips Hue: Neue Wandschalter-Module machen auch klassische Lampen smart
Signify erweitert das Philips-Hue-Portfolio um neue kabelgebundene Wandschalter-Module, Play-Gradient-Leuchten und überarbeitete E14-Kerzenlampen. Die Neuheiten sollen ab Juni 2026 in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhältlich sein.
Wandschalter-Module für klassische Lampen
Im Mittelpunkt der Ankündigung stehen neue Wandschalter-Module, mit denen sich künftig auch nicht smarte Lampen und Leuchten in das Hue-System einbinden lassen. Damit richtet sich Philips Hue auch an Haushalte mit vorhandenen Leuchten, die nicht ausgetauscht werden sollen.
Für klassische Lampen sind drei Varianten vorgesehen: ein 1-Kanal-Modul für Schalter mit einer Wippe, ein 2-Kanal-Modul für Schalter mit zwei Wippen sowie ein Dimmer-Modul. Die angeschlossenen Leuchten können anschließend über die Philips-Hue-App und passendes Hue-Zubehör gesteuert werden. Auch zur Automationen und die Einbindung von Bewegungs- oder Kontaktsensoren können die Module genutzt werden.
Kabelgebundenes Modul für Hue-Lampen
Zusätzlich bringt Signify ein neues kabelgebundenes Wandschalter-Modul für smarte Hue-Lampen auf den Markt. Es ergänzt das bereits erhältliche batteriebetriebene Modell (Test) und wird dauerhaft mit Strom versorgt. Der Vorteil der Module liegt vor allem darin, dass smarte Lampen nicht komplett vom Strom getrennt werden, wenn ein klassischer Lichtschalter betätigt wird. Das soll verhindern, dass Hue-Lampen nach dem erneuten Einschalten auf Standardwerte zurückfallen. Stattdessen bleibt die Verbindung bestehen, die zuletzt verwendete Lichtszene kann erhalten bleiben und beim Einschalten erneut aktiviert werden.
Hue Play Gradient für Tisch und Boden
Für den Entertainment-Bereich kündigt Philips Hue neue Play-Gradient-Leuchten an. Dazu gehören eine Tischleuchte sowie zwei Stehleuchten in den Größen S und L. Die Modelle sind für die Platzierung neben dem Fernseher, hinter dem Sofa oder an anderen Stellen im Raum vorgesehen.
Wie bei anderen Hue-Entertainment-Produkten können die Leuchten mit Filmen, Spielen oder Musik synchronisiert werden. Als Quelle dient die Hue Play HDMI Sync Box sowie die Hue Sync Apps für TV und PC. Auch Spotify kann als Quelle für synchronisierte Lichteffekte herhalten.
E14-Kerzenlampe mit Tageslichtspektrum
Ebenfalls neu ist eine überarbeitete Generation der Hue-E14-Kerzenlampe. Sie nutzt laut Signify eine Vollspektrum-Tageslichttechnologie und soll einen breiteren Farbtemperaturbereich abdecken. Das Spektrum reicht von warmen Farbtönen bis zu helleren Tageslicht-Einstellungen.
Darüber hinaus gibt es eine präzise Dimmung, eine konsistentere Farbwiedergabe und Matter-Kompatibilität. Gegenüber der vorherigen Generation soll die neue E14-Kerzenlampe zudem 40 Prozent weniger Energie verbrauchen.
Preise und Verfügbarkeit
Alle Neuheiten sollen ab Juni 2026 in der DACH-Region verfügbar sein. Die Wandschalter-Module für nicht smarte Lampen starten bei 49,99 Euro für das 1-Kanal-Modul. Das 2-Kanal-Modul kostet 54,99 Euro, das Dimmer-Modul 59,99 Euro. Das kabelgebundene Modul für Hue-Lampen liegt bei 44,99 Euro im Einzelpack und 79,99 Euro im Doppelpack.
Die Hue Play Gradient Tischleuchte soll 79,99 Euro kosten, die Stehleuchten 139,99 Euro in Größe S und 149,99 Euro in Größe L. Bei den neuen E14-Kerzenlampen werden 21,99 Euro für White, 34,99 Euro für White Ambiance und 64,99 Euro für White & Color Ambiance aufgerufen.
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Wettrüsten: AMD und Rackspace vereinbaren 30 MW KI-Rechenleistung
AMD und Rackspace Technology haben eine verbindliche Vereinbarung für den schrittweisen Aufbau von KI-Rechenleistung geschlossen. Ab Ende 2026 bis 2028 sollen in den weltweiten Rechenzentren von Rackspace zunächst 30 Megawatt an AMD-basierter Infrastruktur entstehen.
Aus Absichtserklärung wird Vereinbarung
Die neue Vereinbarung konkretisiert eine bereits im Mai angekündigte Absichtserklärung zwischen AMD und Rackspace. Ziel ist eine sogenannte „Enterprise AI Cloud“, die sich vor allem an Unternehmen mit besonderen Anforderungen an Sicherheit, Nachvollziehbarkeit und Datenhoheit richtet. Genannt werden unter anderem regulierte Branchen sowie souveräne Umgebungen.
Rackspace soll dabei nicht nur Infrastruktur bereitstellen, sondern als Betreiber des gesamten Stacks auftreten. Das Unternehmen spricht von einem Modell, bei dem ein Anbieter von der zugrunde liegenden Hardware bis zum Betrieb der KI-Workloads verantwortlich ist. Damit richtet sich das Angebot an Unternehmen, die KI-Anwendungen nicht nur testen, sondern in produktiven Umgebungen betreiben wollen.
AMD liefert GPUs und CPUs
Die geplante Infrastruktur soll auf AMD Instinct GPUs und AMD Epyc CPUs basieren. In der Mitteilung werden unter anderem die Beschleuniger MI355X und MI350P konkret benannt, sowie gegebenenfalls spätere Nachfolgelösungen. Rackspace will die Rechenleistung je nach Aufgabe einsetzen, etwa für klassisches beschleunigtes Rechnen, Training, Inferenz oder allgemeine Serveraufgaben.
Bei vollständigem Ausbau sollen die 30 MW an dedizierter AMD-Rechenleistung laut den Unternehmen eine relevante Kapazität für regulierte Unternehmensanwendungen darstellen. Frühzeitiges Interesse gebe es unter anderem aus dem Gesundheitsbereich, etwa für klinische KI-Anwendungen und Inferenz im größeren Maßstab.
Vier Angebote für Unternehmens-KI
Die Zusammenarbeit soll vier bereits angekündigte Bausteine beschleunigen: eine Enterprise AI Cloud, eine Enterprise Inference Engine, Inference as a Service sowie Bare-Metal-Angebote mit AMD Instinct. Rackspace positioniert das Angebot damit als verwaltete Alternative zu Modellen, bei denen Unternehmen reine GPU- oder Bare-Metal-Kapazitäten mieten und Integration, Betrieb und Absicherung selbst übernehmen müssen.
Beide Unternehmen wollen zudem eigene Vertriebs- und Marketingressourcen einsetzen, um Kunden in regulierten Branchen anzusprechen. Finanzielle Details wurden nicht genannt. Rackspace weist außerdem darauf hin, dass einzelne Bereitstellungen noch separat genehmigt und bestimmte kommerzielle Bedingungen, darunter Preise und Finanzierungsparameter erst noch ausgearbeitet werden müssen.
Was sind regulierte Unternehmen?
Mit „regulierte Unternehmen“ sind Unternehmen gemeint, die in Branchen arbeiten, in denen besonders strenge gesetzliche Vorgaben gelten.
Typische Beispiele sind:
- Banken und Finanzdienstleister
- Versicherungen
- Gesundheitswesen, Kliniken und Pharma-Unternehmen
- Energieversorger
- Telekommunikationsanbieter
- öffentliche Verwaltung
Bei solchen Unternehmen geht es oft um sensible Daten, etwa Patientendaten, Finanzdaten, Kundendaten oder sicherheitsrelevante Informationen. Deshalb müssen sie bestimmte Anforderungen erfüllen, zum Beispiel bei Datenschutz, Datenstandort, Zugriffskontrolle, Nachvollziehbarkeit, Ausfallsicherheit oder Auditierbarkeit.
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47 Prozent EU-Aufschlag: Dells Einsteiger-Notebook mit Wildcat Lake kostet 1.049 Euro

Ein gewisser Aufschlag gegenüber dem US-UVP-Preis ist nichts Neues und auch akzeptiert. Dell treibt es mit rund 47 Prozent nun aber auf die Spitze, denn aus dem vermeintlich günstigen Einsteiger-Notebook mit Intel Wildcat Lake für 699 US-Dollar wird so ein Mittelklasse-Modell – zumindest beim Preis von 1.049 Euro ansetzend.
Der Standard-Preis liegt hoch
Zur Computex 2026 konnte ComputerBase das neue Dell XPS 13 mit Intel Core 3 alias Wildcat Lake bereits begutachten und in einem ersten Hands-on analysieren. Dabei hinterließ es einen guten Eindruck, an der Materialqualität hat Dell nicht gespart, allerdings gibt es im Basismodell lediglich 8 GB RAM, die unter Windows 11 schnell zum Engpass werden können, wie die Auslastung nach dem Booten zeigte.
Das alles bezog sich dabei stets auch auf den Preis: 699 US-Dollar, für Studenten und Schüler sogar nur 599 US-Dollar. In dem Umfeld ist ein Kunde geneigt, gewisse Abstriche in Kauf zu nehmen. Bei den Listungen des Notebooks für Europa gehen sich diese dann nur noch schwerlich aus. Dells deutscher Shop führt das Basismodell in genau der gleichen Ausstattung mit 8 GByte RAM und 512 GByte großer SSD für 1.049 Euro. Dell hatte dabei wahrscheinlich schon geahnt, wohin es sich entwickelt, und zur Messe Anfang Juni nur den Rabatt-Einstieg mit 799 Euro bekannt gegeben.
Sehr großer Studenten-Rabatt
Die Differenz von 250 Euro zwischen dem Modell für Studenten und regulären Kunden ist in Deutschland beachtlich groß, in den USA liegt sie nur bei 100 US-Dollar.
Hoher Aufpreis schon „netto“
Dell gibt dabei im Shop sogar den Preis ohne Steuer in Deutschland an, das Notebook würde dann knapp 882 Euro kosten. Der US-Preis von 699 US-Dollar ist stets auch ohne Steuern, nach aktuellen Wechselkurs des US-Dollars zum Euro bleiben hier aber nur 602 Euro übrig. Der Aufpreis liegt also vor Steuern bei 280 Euro und damit bei 47 Prozent.
Nun bleibt abzuwarten, wie sich die Preise bei Notebooks mit Intels Einsteiger-CPU von anderen Herstellern entwickeln. Einige haben Preisbrecher angekündigt, Chuwi will im Juli für 449 US-Dollar liefern – Euro-Preis unbekannt. Andere namhafte Firmen dürften dann ebenfalls loslegen. Der erhoffte „MacBook-Neo-Killer“ könnte sich jedoch schnell zu einem ganz kurzen Sturm im Wasserglas entwickeln.
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