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Ein Buch zu Weihnachten? Hier unsere Tipps! › PAGE online


Für Kreative, Kinder, Reisende und Typo-Fans und alle anderen, die eine schöne, spannende und besondere Lektüre lieben. Hier 15 Bücher, die uns in diesem Jahr besonders gefallen haben.

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Wir haben geblättert und gestaunt, manches Buch zur Seite gelegt, vor allem aber haben wir uns immer wieder an spannenden und gut gestalteten Büchern erfreut.

An solchen, die einen in fremde Welten oder auf andere Kontinente führen, von Gestaltung und Kreativität erzählen, die Kindern auf ganz eigene Art aus dem Leben erzählen, die experimentiren und sich was trauen – und die eine Freude sind, sie zu lesen und anzuschauen.

Anders Reisen

Ortswechsel Bukarest

Wer schon einmal in Bukarest war, weiß, was es für eine faszinierende Stadt die rumänische Metropole ist.

Auf der einen Seite stehen dort Prachtbauten wie »das Ding«, wie Ceausescus Palast auch genannt wird, den der Diktator einst ohne Rücksicht auf Verluste mitten in die Stadt rammte, auf der anderen Seite gibt es lauschige Stadtviertel, viel Grün, Synagogen und orthodoxe Kirchen, streunende Katzen und Straßenhunde, wunderbare Grillstände und Markthallen und dazu Wohnblocks und viel Kultur – und immer mehr auch junges, alternatives Leben.

Die preisgekrönte Illustratorin Arinda Crăciun, die viele Jahre in Bukarest wohnte und heute in Berlin lebt, ist für dieses Stadttagebuch nach Bukarest zurückgekehrt. Wir kommen mit ihr am Flughafen an und flanieren mit ihr durch die Stadt, riechen den Duft der Linden und streifen an Geißblatt-Hecken entlang. Wir tauchen in die Kultur der Stadt ein, in ihre Geschichte, ihre Denker:innen, Dichter:innen und Feministinnen, schlendern über Märkte und durch Plattenbausiedlungen.

Mit Acrylmarkern gezeichnet, ist das ein ganz besonderer Blick auf die Stadt, kenntnisreich, persönlich und bunt. Und eine Einladung, mal gewohnte touristische Trampelpfade zu verlassen und sich nach Bukarest aufzumachen, wo man wirklich Neues entdecken kann.

Arinda Crăciun, Eva Ruth Wemme: Ortswechsel Bukarest. Ein Stadttagebuch, Susanne Rieder Verlag, Buchgestaltung: Yimeng Wu, 128 Seiten. Durchgehend farbig illustriert. 24 Euro. ISBN 978-3-948410-88-9

 

Hallo Kopenhagen

Kopenhagen ist hip – und eine Stadt, die sich nicht an einen heran schmeißt, sondern die man entdecken muss. Und das am besten mit diesem uniquen Reiseführer, der mit überbordender Gestaltung und Fotografie in das Herz der Metropole führt.

Aber genauso auch an ihre Ränder, zu Aufsehenerregendem und wenig bekanntem, zu Kreativen und hinein in aktuelle dänische Literatur.

Und das – in seiner dritten und komplett neuem Auflage – mit einem überbordenden Layout, wie man es von dem Ankerwechsel Verlag aus Hamburg St. Pauli kennt.

Gestaltet wurde das lebendige Schmuckstück von der Grafikdesignerin Violetta Sanitz – und einmal mehr wurde diese Publikation klimaneutral und lokal in der Reset St. Pauli Druckerei hergestellt.

Alles zu dem Buch hier.

Hallo Kopenhagen. Ein Blick in die Stadt, Ankerwechsel Verlag, Softcover mit offener Fadenbindung, 196 Seiten, 23 x 15,7 Zentimeter, 32 Euro, ISBN: 978-3-947596-15-7 (3. vollständig überarbeitete Auflage)

 

Italien auf dem Teller

»Splendido Autunno/Inverno«, das neue Kochbuch von Juri Gottschall & Mercedes Lauenstein, besticht einmal mehr auch durch sein umwerfend minimalistisches Design, das viel (Weiß)-Raum für den Genuss lässt.

2015 haben die beiden das »Splendido Magazin« gegründet und zeigen seither, wie man La dolce Vita, italienische Kultur und vor allem die italienische Küche, auf den Punkt bringt.

Und das neben dem Magazin in bisher drei Kochbüchern, von denen gleich zwei mit dem Deutschen Kochbuchpreis ausgezeichnet wurden.

»Splendido. Autunno/Inverno« widmet sich mit 70 neuen Rezepten und mehr als 90 Fotografien dem Herbst und Winter.

Alles über das Buch hier.

Juri Gottschall & Mercedes Lauenstein: Splendido Autunno/Inverno, 208 Seiten, 20 x 24,5 Zentimeter, ca. 90 farbige Abbildungen. € 32,00, ISBN 978-3-7558-2011-6

 

Gigantische Berge und wie man sie erklimmt

Aufregende Expeditionen auf die höchsten Berge der Welt. Und weil man damit gar nicht früh genug anfangen kann, führen die Autorin Robin Jacobs und Illustrator Ed J. Brown Kinder auf acht der höchsten Berge der Welt.

Auf die Gipfel des Kilimandscharo, des Fuji, des Matterhorns und natürlich des Mount Everests. Die Kinder lernen über die ersten Bergsteiger, die sie erklommen haben, über Kultur und Aufstiege, die besten Knoten und was man selbst beim Klettern beachten sollte.

In mitreißenden Illustrationen, die manchmal leicht abstrahiert und dann wieder ganz realitätsgetreu sind, in schönsten Farben und mit feinen Linien und lebendigen, lockeren Strichen, erfährt man etwas über den Tourismus am Everest oder die verschiedenen Gesichter des Matterhorns.

Man lernt die Menschen am Kilimandscharo kennen und erfährt, dass der Vulkanberg Chimborazo in Ecuador mit seiner Bergspitze am weitesten von allen Gipfeln der Welt vom Erdmittelpunkt entfernt ist.

Und bei alldem können nicht nur Kinder staunen, sondern die Erwachsenen gleich mit.

Robin Jacobs, Ed J. Brown: Gigantische Berge und wie man sie erklimmt, 80 Seiten, komplett illustriert, E.A. Seemanns Bilderbande, ab 8 Jahren, 22 Euro, ISBN 978-3-69001-006-1

 

© Thames & Hudson

Italienische Reise

So sind Sie noch nicht durch Italien gereist: Auf den Spuren großer Künstler. Und das ist ein augenöffnendes Erlebnis.

»Als Caravaggio 1592 das erste Mal nach Rom kam, war es die reichste und glamouröseste Stadt der Welt – und eine der gefährlichsten«, heißt es auf dem Rücken dieses prächtigen Bandes.

Und diesen frischen Blick und diese Spannung hält »Italy: In the Footsteps of Great Artists« . Ob man mit Caravaggio im 17. Jahrhundert durch die Straßen Roms streift, mit Canaletto Venedig entdeckt oder mit Giotto das mittelalterliche Florenz.

In zwölf Kapiteln führt die »Kunst des Reisens« durch das Land, jeder Abschnitt beginnt mit einer illustrierten Karte, führt durch kleine Gassen und zu spektakulären Orten, in Museen und zu Wahrzeichen, in Ateliers und tief in die Geschichte hinein.

Eigentlich könnte man dabei ganz gemütlich in seinem Sessel sitzen bleiben. Doch die Neugier, selbst an diese Orte zu reisen und sich auf die Spurensuche zu machen, wächst von Seite zu Seite.

Italy: In the Footsteps of the Great Artists, Hardcover, Thames & Hudson, Englisch, 352 Seiten, 450 Illustrationen, 69,95 Euro, ISBN: 9780500027530 

»Italy: In the Footsteps of Great Artists« © Thames & Hudson
»Italy: In the Footsteps of Great Artists« © Thames & Hudson

 

Vom Gestalten

© David Zwirner Books

Ab ins Typografen-Studio

Willkommen in der Tiefdruckwerkstatt! Die Illustratorin Gaby Bazin nimmt uns mit ins Geschehen – von der Evolution des Buchdrucks bis hin zur digitalen Type.

Kleine Charaktere spielen in den leuchtenden Illustrationen die Hauptrolle und führen leicht verständlich die verschiedenen Facetten des Typografiehandwerks vor – und verraten viele Kniffe und Geheimnisse des Gestaltens.

Das Buch folgt auf den Erfolgstitel »Meet the Lithographer« und bietet ebenfalls einen Einblick in einen der vielen Berufe in der Kreativbranche. Und das auf ganz kreative Weise, anschaulich und unterhaltsam und mit spannenden Infos.

Gaby Bazin: Meet the Typographer. 40 Seiten, New York (David Zwirner Books), 18,99 Euro. 978-1-64423-157-9

© David Zwirner Books
© David Zwirner Books

 

Eins wie keins!

Fünf Jahrzehnte Type-Design aus einem der bekanntesten Studios der Welt. Emigre veröffentlicht seit der Foundry-Gründung 1986 zu jedem neuen Font kleine Booklets, die die Eigenschaften der Schrift grafisch inszenieren: die »Emigre Type Specimens«.

Auf über 1000 Seiten sind hier alle Schriftsamples, Skizzen und zusätzliche Materialien aus Emigres Archiv gesammelt.

Eine typografische Reise durch die Designgeschichte, herausgegeben von dem ebenso legendären Letterform Archive in San Francisco.

Emigre Fonts: Type Specimens 1986–2024. Letterform Archive Books,  1264 Seiten. 75 Euro, 979-8-98914-236-1

 

Hands on!

Szenograf:innen aufgepasst – und auch alle anderen, die sich für »Nachhaltige Designprozesse« interessieren. Die Produktdesigner und Innenarchitekten Thomas Wüthrich und Yves Raschle haben sie klar und handlungsorientiert strukturiert.

Ihre Publikation führt von den Grundlagen nachhaltigen Gestaltens zu Konzept, Entwurf, Planung, Ausführung und Nutzung. Die einzelnen Schritte sind Punktgenau unterteilt und dazu gibt es konkrete Handlungsoptionen, die, ganz leicht auffindbar, mit einem großen Punkt markiert sind.

Überhaupt ist der Leitfaden, der sich an Design-Berufsfelder wie Produkt-, Industrie- oder Modedesign, Innenarchitektur
und Szenografie richtet, klar und ganz zeitgemäß gestaltet. Er ist eine interessante Lektüre und kann genauso gut als Nachschlagewerk genutzt werden.

Hochinformativ und intelligent strukturiert, führt der Ratgeber auch zahlreiche Beispiele an, die von Patagonia über die Papilio Straßenlampe, die klimaneutral arbeitet, zu künstlichen Korallenriffen führt – und zu umwerfend praktischen Entscheidungshilfen und Anwendungen.

Thomas Wüthrich, Yves Raschle: Nachhaltige Designprozesse. Leitfaden für die gestalterische Praxis und Lehre, Park Books, 256 Seiten, 106 farbige und 44 schwarzweiße -Abbildungen, 38 Euro, ISBN 978-3-03860-448-8

Die 17 SDGs (Sustainable Development Goals) der UN-Agenda 2030 bieten eine international anerkannte Grundlage für eine globale nachhaltige Entwicklung. © United Nations 17 Nachhaltigkeitsziele – SDGs, basierend auf der Darstellung der Vereinten Nationen 2019.
Materialsammlungen und Musterkataloge sind eine wichtige Grundlage für viele Unternehmen in der Kreativwirtschaft. © Foto: Mark Niedermann

 

Nachdenken über das Zeichnen

Die spanische Illustratorin Carmen José nimmt einen mit in den Wald – und in ihren kreativen Prozess hinein. Und das in wunderschönen, lyrischen Aquarellen und in feinlinigen Zeichnungen.

Die Idee zu diesem Buch entstand, als Rita Fürstenau, die Verlegerin des Rotopol Verlags, Carmen José zu sich aufs Land einlud

Dort ist die Illustratorin, die an der WDKA Art University of Rotterdam lehrt und zu deren Auftraggeber:innen Netflix oder das Bauhaus Dessau gehören, spazieren gegangen, ist geschwommen, hat gelesen und ausgespannt.

Und sie hat gezeichnet und sich Notizen gemacht und aus ihnen ist schließlich dieses Buch entstanden, das von einem Wald, von der Natur, von Bäumen und Zweifeln und vom Zeichnen selbst erzählt.

Mehr zu dem Buch hier.

Carmen José: I don’t know how to draw a tree, 80 Seiten, Farbe, Englisch, Rotopol Verlag, 20 Euro, ISBN 978-3-96451-032-7

 

Für junge Leser:innen

Richtig schön abheulen

Wenn schon weinen, dann aber richtig. Heulen eben und wie ein Wasserfall, denn nur so lohnt es sich. Nur so ist einem die maximale Aufmerksamkeit sicher – und außerdem kann man auf diese Weise ordentlich was anfangen mit dem leicht salzigem Wasser.

Das findet Noemi Vola, junge italienische Autorin und Illustratorin, die weiß, wovon sie spricht. Mit dem Weinen kennt sie sich auch. Zumindest mit traurigen Gefühlen.

Darüber hat die Italienerin, die auch für Vogue Kids und Mousse illustriert, bereits das Kinderbuch »Über das unglückliche Leben der Regenwürmer« herausgebracht, dann folgte Unbedingt mal wieder so richtig heulen!.

Und darin geht es um das Schluchzen, so richtig mit verschlucken und nach Luft schnappen. So wie Kinder es besonders gut können. Mit überlebensgroßen Gefühlen und der ganzen Verzweiflung der Welt.

Denn es muss schon richtig laufen, damit als das möglich ist, was einem in diesem Tränen-Buch so wunderbar zum Lachen bringt.

Alles über das Buch hier.

Noemi Vola: Wenn du weinst wie ein Wasserfall, Leykam Verlag, 44 Seiten, ab 4 Jahren, 18,50 Euro, ISBN 9783701183647

 

In die Pedale treten

Die Lektüre um aufs Rad zu steigen, um zu Staunen und zu Spielen: Das Kinderbuchdebüt des Illustrators Caspar David Engstfeld aka Krashkid ist ein kunterbuntes Erlebnis – und ein unbändiger, kreativer Spaß.

Bekannt ist Krashkid für seine leuchtend bunten Murals, seine Arbeiten für das ZEIT Magazin, für den Spiegel oder Fritz Kola. Und jetzt hat er sein erstes Kinderbuch herausgebracht.

Und das ist nicht nur mitreißend illustriert sondern auch ideenreich gestaltet.

Sticker sind dabei und sind sind eine ebensolche Freude, wie der Siebdruck auf dem Cover, das haptische Überzugsmaterial und das ausklappbare Vorsatzpapier.

Mit der Widmung »Für alle, die sich einen Traum erfüllen möchten, aber noch nicht genau wissen wie«, wird man in die Geschichte liebevoll hineingezogen – und taucht sofort tief ein.

Alles über das Buch hier.

Caspar David Engstfeld: Boah, was für ein Fahrrad!, 32 Seiten, 6-10 Jahre. Ankerwechsel Verlag, Hardcover mit ausklappbarem, bedrucktem Vorsatzpapier. 22 Euro, ISBN: 978-3-947596-22-5

Grille, die Großes lernt

Eine tolle Überraschung: Die Leipziger Illustratorin Anna Haifisch, preisgekrönt für ihren »zittrigen Strich« und ihren »seufzenden Humor«, hat ihr erstes Kinderbuch herausgebracht.

Darin erzählt sie von einer Grille, die, immer schick in schwarzen Stiefelchen, auf Wanderschaft geht und erlebt, wie wichtig es in schwierigen Zeit ist, einander zu helfen.

Natürlich muss sie auf dem Weg dorthin einiges bewältigen und das alles ist in satten Grün-, Gelb und Orange-Tönen koloriert und wunderbar erzählt. Es ist spannend und auf wunderbar lakonische Art herzergreifend.

Anna Haifisch: Die Grille in der Geige. 32Seiten, Rotopol, ab 4+Jahren, 16 Euro, 978-3-96451-061-7

 

Das besondere Buch

Die Nixen von Estland

Als Kat Menschik zu ihrem 30. Geburtstag eine DDR-Ausgabe der »Nixen von Estland« des Schriftstellers Enn Vetemaas (1936-2017) geschenkt bekam, war sie ein wenig enttäuscht, dass dieses wunderbare Bestimmungsbuch dieser anmutigen Geschöpfe, so gar nicht illustriert war.

Also nahm sie es selbst in die Hand. Und der Rest ist sozusagen Geschichte.

Denn auch Hans Magnus Enzensberger (1929-2022) fielen Menschiks überbordende, heitere und zwischen den Stilen changierenden Nixen-Illustrationen in die Hand und er engagierte sie für seine Buchreihe »Die Andere Bibliothek«.

Zu dessen 40. Jubiläum wurde das Nixen-Buch, das von den nackttittigen Wuchtbrummen, von Schönhaarigen, Heulsusen und Lauthalsigen erzählt, von ihren Füßen, ihrer Kinderliebe, ihren Heilungskräften und Muscheldekoren – und das mit hunderten Illustrationen – neu erschienen. Und es ist, samt des Nachwarts von Florian Illies, eine riesige Freude. Und ob Kat Menschik schon mal selbst eine Nixe gesehen hat? Natürlich!

Een Vetemaa: Die Nixen von Estland, Die Andere Bibliothek, 352 Seiten, Deutsch, 28 Euro, ISBN 978-3-8477-2063-8

aus: Die Nixen von Estland

 

Wenn der Krebs kommt

Persönlich und emphatisch, unglaublich informativ und fantasievoll illustriert: Die großartige Graphic Novel »Das Ende der Unversehrtheit« nimmt einen auf ganz eigene Weise auf die schwierige Reise nach einer Brustkrebsdiagnose mit.

Es sei »kein klassisches Lehr- oder Aufklärungsbuch«, schreibt Dr. med. Bärbel Grashoff, die seit Jahrzehnten in Ulm eine gynäkologische Praxis betreibt, über ihre Graphic Novel. Und das ist gut so. Sehr gut sogar.

Stattdessen setzt »Das Ende der Unversehrtheit« auf eine umwerfende Mischung aus Verstand und Herz, auf umfassende Informationen über Brustkrebs und die Reise, auf die man sich nach der Diagnose begeben muss.

Gleichzeitig steckt die Graphic Novel voller Emotionen, voller Mitgefühl – und Erfahrung, da Dr. med. Bärbel Grashoff selbst an Brustkrebs erkrankt.

Egal, wie es einem selbst gerade geht, ob man erkrankt ist oder nicht, ist die Graphic Novel die perfekte Begleitung, denn sie ist ein Mutmacher, nicht zu verzweifeln und zeigt, wie viel Hoffnung es gibt.

Alles über das Buch hier.

Dr. med. Bärbel Grashoff: Das Ende der Unversehrtheit. Eine Graphic Novel über Brustkrebs. Illustrationen: Marie Luisa Kerkhoff, Ankerwechsel Verlag, 160 Seiten, 32 Euro, ISBN: 978-3-947596-19-5

 

Beginn einer Liebe?

Das ist eine Seltenheit: Eine illustrierte Erzählung für Erwachsene. Über gleich 25 Seiten ziehen sie sich durch das neue Buch des Bestsellerautors Ewald Arenz, der immer mitten aus dem Leben erzählt, doch aus besonderer Perspektive.

Ganz so wie in seinem neuen Buch »Katzentage«, das um die Verliebtheit kreist – und um Paula und Peter, die am letzten Tag eines Kongresses die Nacht miteinander verbringen und anschließend drei Tage miteinander verbringen.

Illustriert hat die Geschichte Florian Bayer,  Professor an der Merz Akademie. Er kennt Würzbürg gut, hat lange dort gelebt. Für das Buch fuhr er immer wieder dorthin, lief in langen Spaziergängen die Wege ab, die Peter und Paula in der Geschichte nehmen. Er die Motive und ließ die Atmosphäre der Stadt auf sich wirken.

So entstanden Bilder, die in goldenes Herbstlicht und in eine flirrende Atmosphäre getaucht sind und die, wie in einem Film, beständig die Perspektive wechseln und einen tief in die Geschichte hineinziehen.

Alles über das Buch hier.

Ewald Arenz: Katzentage, mit Illustrationen von Florian Bayer, etwa 100 Seiten, gebunden, 13,4 mal 20,8 Zentimeter, 22 Euro, ISBN 978-3-7558-0056-9

 



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Anne Kaiser zum PAGE Jubiläum › PAGE online


Chefredakteurin Anne Kaiser über ihre erste Begegnung mit PAGE und ihre Wünsche für die 40-Jährige Ikone

Ein animiertes Gif mit einer 40, die aus Magazinen und zwei Blumenvasen gebaut ist, aus denen Blumen erwachsen
Am IPad gezeichnet und in Procreate Frame by Frame animiert: aus den Formen des PAGE Logos entwickelte Anne die 40 für das Jubiläum und füllte sie für ihren Gruß mit Leben

Moin PAGE! In Hamburg geboren und fast vierzig Jahre lang hier gelebt, bist du – im Gegensatz zu mir – ein echtes »Nordlicht«. Auch wenn ich für dich in den Norden gezogen bin und mit Hamburg meine Wahlheimat gefunden habe, schnackst du schon viel lockerer – und meistens ohne viele Worte – über das, was dich bewegt: die Liebe zum Design.

Anne meets PAGE

Ein Zehntel deines Lebens darf ich dich mittlerweile nun schon begleiten und immer wieder erleben, wie du Menschen berührst: Kreative, aber auch die, die täglich an dir arbeiten und mit dir wachsen. Mich begleitest du schon seit meinem ersten Schulpraktikum bei einer Grafikdesignerin, die mir zur Inspiration erst einmal eine Ausgabe PAGE auf den Tisch legte. Später dann im Designstudium brachte dich immer ein Dozent mit in unser Studi-Café. Da warst du dann immer schnell weg, weil irgendjemand dich sofort einsteckte.

Aber zu dem Zeitpunkt hätte ich mir noch nicht ausmalen können, einmal in deiner Redaktion, geschweige denn Chefredaktion, zu sitzen. Und jetzt sind wir hier: vier Jahre später ist PAGE nicht nur meine Leidenschaft, sondern auch fester Teil meines Lebens. Von den wundervollen Gesprächen und Begegnungen, die sie mir ermöglicht hat, bis zur Freiheit, mit und durch PAGE Themen zu erkunden und zu diskutieren, welche die Branche bewegen. PAGE ist für mich der schönste Anlass, mit anderen Kreativen ins Gespräch zu kommen und gleichzeitig der Antrieb, um etwas zu verändern.

40 Jahre neu denken

Jetzt, zum 40-Jährigen Jubiläum, darf ich PAGE noch einmal neu entdecken. Denn für die erste Jubiläums-Story »40 Years of Editorial Design by PAGE« habe ich mich tief in unser Archiv begeben und über 500 Fotos von unseren älteren Ausgaben gemacht, bis ich schließlich in die Gegenwart vorgedrungen bin.

Besonders begeistert haben mich neben den alten Layouts die Handschriften der verschiedenen Chefredakteur:innen, die sich in Themen, Rubrikenaufteilung und Haltung widerspiegeln. Denn was uns alle über die Jahrzehnte verbindet, ist der Wunsch, mit PAGE nicht nur zu dokumentieren, sondern auch anzustoßen. Zu inspirieren und an den richtigen Stellen zu rütteln, um etwas Neues zu erschaffen.

Für mich liegt die größte Aufgabe gerade darin, PAGE so zu positionieren, dass sie diese Führungs-Rolle auch in Zeiten erfüllen kann, die der Publishing-Branche und der Kreativbranche viel abverlangen. Denn noch nie waren vertrauenswürdige Medien wichtiger als heute. Und dieser Verantwortung stellen wir uns mit PAGE in jeder Ausgabe, jedem Artikel auf PAGE Online oder sorgsam aufgesetztem Social-Post. Für euch und für PAGE.

2026: die Lovebrand

Jetzt aber zum eigentlichen Geburtstagswunsch, denn darum soll es hier ja schließlich gehen. Liebe PAGE, ich wünsche dir, dass du 2026 in der Branche noch mehr geliebt wirst, als ohnehin. Du hast in den letzten Jahren viel Veränderung durchgemacht und, wenn ich meinen Job dabei richtig mache, niemals deine DNA verloren.

Du bist Lovebrand und Innovatorin zugleich. Und deshalb bleibt mir eigentlich nur weniges zu wünschen: ein Team, das dich liebt. Eine Kreativbranche, die dich genauso fördert, wie du sie. Und eine Zukunft, in der du uns zeigst, was gutes Design wirklich kann. Auf die nächsten 40!



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Catfluencer sind erfolgreich wie nie – und das jetzt für TK Maxx › PAGE online


Every day can be iconic: Wieden+Kennedy London hat für TK Maxx einen so lustigen wie rasanten Spot gedreht, in dem eine Katze einen Trend auslöst, der viral geht …

Catfluencer sind erfolgreich wie nie – und das jetzt für TK Maxx › PAGE online

Einmal den Kopf in die Tüte gesteckt – und schon ist ein neuer Trend geboren. Und in diesem Fall einer, der sich wie ein Lauffeuer durch die internationale Modeszene verbreitet, in der man jetzt einen Schuh auf dem Kopf trägt.

Mit diesem Spot geht TK Maxx in die Frühlingssaison und macht sich über absurde Modetrends lustig.

Und von denen gibt es genug: Pullis auf links getragen und mit dem Schild nach außen, Pudelmütze im Sommer, dick aufgekrempelte Jeans und Oberteile.

Als wenn ein Slipper auf dem Kopf nicht schon schräge genug wäre, führt ihn hier auch noch ein Kätzchen spazieren und zeigt, dass die Liebe für Cat Content ungebrochen ist. Und das schon seit Jahren.

Humoriger Star-Regisseur

Besonders gekonnt setzt ihn für TK Maxx der schwedische Regisseur Andreas Nilsson in Szene, preisgekrönt, gefeiert und bekannt für seine ungewöhnlichen Twists.

Wer kennt nicht »The Epic Split«, als er 2013 Jean-Claude van Damme mit gespreizten Beinen zwischen zwei Trucks fahren ließ.

Und auch eine Katze hatte Andreas Nilsson schon vor der Kamera. Und das »Garrett the Cat« für das iPhone 16, das Objekte aus den Bildern herausschneiden kann – und Frauchen und Katze über den Versuch alles andere als amused sind.

Für Wieden+Kennedy London bringt er jetzt die großen Träume einer kleinen Katze auf den Punkt – und das ist so lustig wie rasant:

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neues Design für Flasche und Markenlogo – Design Tagebuch


Die zur italienischen Campari-Gruppe gehörende Likörmarke Aperol hat ein Rebranding vollzogen. Erstmals seit langer Zeit wurde auch das Design und die Form der Flasche selbst modifiziert.

Aperol ist ein italienischer Bitter-Aperitif mit bittersüßem Geschmack aus Bitterorange, Rhabarber und Kräutern (11% Vol.), der vor allem als Aperol Spritz beliebt ist. Die Marke wurde 1919 in Padua von den Brüdern Luigi und Silvio Barbieri erfunden, die das Familienunternehmen ihres Vaters übernahmen. Heute gehört Aperol zur Campari-Gruppe.

Nun wurde der Markenauftritt von Aperol umfassend modifiziert. Markenlogo, Etiketten und auch das Design der Flasche wurden weiter entwickelt und neu interpretiert. Die neue Flaschenform verbinde Moderne mit Tradition und sei entwickelt worden, „um Aperols Präsenz in Bars, auf Terrassen und in den Regalen des Einzelhandels weiter zu stärken“. Das Rebranding diene dazu, so Andrea Neri, Managing Director House of Aperitifs, „das Aperol-Erlebnis zu bereichern und die Position der Marke im Zentrum der modernen Aperitivo-Kultur zu bestätigen.“



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