Künstliche Intelligenz
ICANN nimmt 2026 wieder Anträge für neue generische Top-Level-Domains entgegen
Die ICANN hat die nächste Runde für Anträge auf neue generische Top-Level-Domains (gTLD) angekündigt. Die Vergabestelle für einmalige Namen und Adressen im Internet wird ab Ende April entsprechende Vorschläge für Domain-Endungen wie .bochum oder .cpu annehmen, die bislang nicht registriert wurden. Finanzkräftige Antragsteller werden allerdings bevorzugt, denn die ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) erhebt Gebühren von bis zu 227.000 US-Dollar für jeden akzeptierten Antrag. Zudem kann es in Streitfällen um bestimmte gTLD zu Auktionen kommen.
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Zuletzt wurden Anträge auf gTLD im Frühjahr 2012 angenommen, was Bewerber damals 185.000 Dollar gekostet hat. Trotzdem zählte die ICANN vor mehr als dreizehneinhalb Jahren fast 2000 Anträge für neue Top-Level-Domains. Insbesondere Städtenamen waren beliebt als gTLD. Über ein Jahr nach der Antragstellung gingen .berlin und .wien als erste Städte-Domains online. Mittlerweile sind .hamburg, .amsterdam und .stockholm hinzugekommen, aber auch gTLD wie .bank, .edeka, .game und .microsoft.
Umfangreicher Leitfaden für neue gTLD
Auf diese Anwendungsfälle verweist die ICANN jetzt zur neuen Runde im gTLD-Programm, denn sie können als Beispiele für neue Internetadressen dienen. Zudem stellt die Organisation einen Leitfaden für Bewerber bereit. Auf 440 Seiten werden so gut wie alle Details zu dieser gTLD-Antragsrunde dargelegt, bislang aber lediglich per PDF und nur auf Englisch. Eine HTML-Version soll im Januar 2026 folgen. Bis Ende Februar soll der Leitfaden auch in Arabisch, Chinesisch, Französisch, Russisch und Spanisch zur Verfügung stehen. Eine Liste aller bislang registrierten 1438 Top-Level-Domains stellt die IANA (Internet Assigned Numbers Authority) in Textform bereit:
„Es ist von Bedeutung, dass Antragsteller für neue gTLDs auf die Bewertung der von ihnen beantragten gTLD-Zeichenfolge sowie auf alle anderen erforderlichen Bewertungen, einschließlich der finanziellen und operativen Fähigkeiten, vorbereitet sind“, erklärt Kurtis Lindqvist, Präsident und CEO der ICANN in der Mitteilung der Organisation. „Der Leitfaden für Bewerber informiert sie genau über die Anforderungen und unterstützt sie bei der Durchführung des Verfahrens.“
gTLD-Antragsgebühr in fünf- bis sechsstelliger Höhe
Zu den Erfordernissen zählt auch ein recht hohes Budget der Antragsteller, denn allein die gTLD-Bewertungsgebühr beträgt schon 227.000 Dollar pro Antrag. Allerdings kann diese Gebühr bei sogenannten qualifizierten Bewerbern wie gemeinnützigen oder internationalen Organisationen, indigenen Gruppen oder Kleinunternehmen aus weniger entwickelten Volkswirtschaften, die finanzielle Unterstützung benötigen, um 75 bis 85 Prozent reduziert werden. Damit fallen dann nur noch 34.500 bis 56.750 Dollar pro gTLD-Antrag an.
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Die ICANN eröffnet ihr Verfahren für neue gTLD-Anträge am 30. April 2026. Hoffentlich läuft es besser als bei der ersten Runde 2012. Zunächst machte das Bewerbungssystem für neue Domains schlapp, sodass das Antragsverfahren für neue Top-Level-Domains vorzeitig abgebrochen wurde. Die Internetverwaltung begründete ihren Schritt mit einem Softwareproblem, das nach Berichten über „ungewöhnliches Verhalten“ des Systems entdeckt worden sei. Beim nächsten Versuch nur einen Monat später gab es ein Datenschutzproblem, wodurch das gTLD-Bewerbungssytem kurzzeitig offline genommen wurde. Denn das System gab Informationen von Bewerbern preis, die nicht für die Veröffentlichung gedacht waren.
(fds)
Künstliche Intelligenz
Fußball-WM 2026: YouTube und FIFA vereinbaren Kooperation
Die Videoplattform YouTube und der Fußball-Weltverband FIFA haben eine strategische Zusammenarbeit für die anstehende Fußball-Weltmeisterschaft in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko geschlossen. Mit der am Dienstag verkündeten Vereinbarung wird YouTube zu einer „bevorzugten Plattform“ des Turniers. Offizielle Medienpartner und YouTuber erhalten damit nach Vorstellung der FIFA mehr Möglichkeiten und Formate, das Turniergeschehen zu präsentieren.
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„Sie können u. a. ausführliche Zusammenfassungen, Hintergrundberichte, Shorts und Video-on-Demand-Inhalte veröffentlichen, um das Publikum auf YouTube zu begeistern und so die Reichweite und die Beteiligung insgesamt zu erhöhen“, heißt es in einer Pressemitteilung der FIFA. Erstmals in der WM-Geschichte erhalten Medienpartner die Möglichkeit, die ersten zehn Minuten jedes Spiels auf ihrem YouTube-Kanal live zu zeigen, so die FIFA weiter.
„Beispielloser Zugang“ für YouTuber
Ausgewählte Partien dürfen auch in voller Länge gezeigt werden. Darüber hinaus öffnet die FIFA ihr digitales Archiv und zeigt auf dem YouTube-Kanal der FIFA Aufzeichnungen früherer WM-Spiele in voller Länge sowie „viele weitere legendäre Momente der Sportgeschichte“, wie es heißt.
FIFA und YouTube wollen, so die Ankündigung, zudem einer Gruppe von YouTube-Redakteuren aus aller Welt einen „beispiellosen Zugang zur Fußball-Weltmeisterschaft“ bieten. Der Weltverband erhofft sich von „dieser einzigartigen, frischen Perspektive mit persönlichen Geschichten, taktischen Analysen und Blicken hinter die Kulissen“ eine lebendigere Berichterstattung, die neue Zielgruppen rund um den Globus ansprechen soll.
Auswirkungen auf den deutschen TV-Markt?
Für deutsche Fußballanhänger bringt die Kooperation möglicherweise einige Veränderungen mit sich. Nach bisheriger Planung will der Rechteinhaber Telekom auf seiner Plattform MagentaTV alle 104 Turnierspiele live übertragen. Überdies haben die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF Sublizenzen erworben. Sie dürfen 60 Spiele im frei empfangbaren Fernsehen zeigen, darunter alle Partien der deutschen Nationalmannschaft, das Eröffnungsspiel, die Halbfinals und das Finale.
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Nach Informationen von Branchenkennern laufen aktuell Gespräche mit den deutschen Lizenznehmern, um zwischen 15 und 30 WM-Spiele live auf YouTube zu übertragen, wie die Nachrichtenagentur dpa meldet. Um welche Begegnungen es sich dabei handeln soll, stehe bislang aber nicht fest.
(akn)
Künstliche Intelligenz
Nikon Z5II, Z6III und ZR – Qualitätsmängel in Bauteilen erfordern Reparatur
Nikon gibt Qualitätsmängel bei der Produktion der drei Kameras Z5II, Z6III und ZR zu. Der Kamerahersteller erklärt auf seiner Support-Website, dass einige Bauteile nicht den eigenen Qualitätsstandards entsprächen. Diese könnten die Kamera unbrauchbar machen. Um welche Teile es sich handelt, teilte Nikon nicht mit.
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(Bild: heise )
Nicht alle produzierten Modelle sind jedoch betroffen. So dürfen Nutzer einer Z6III, die diese innerhalb Europas erworben haben, schon einmal aufatmen. Nach Angaben von Nikon sind diese Kameras technisch intakt. Alle anderen Käufer können anhand der Seriennummer ihrer Kamera prüfen, ob sie ihr Modell von Nikon reparieren lassen müssen. Die Kosten für Reparatur und Versand trägt das Unternehmen. Anfragen dafür nimmt Nikon ab dem 26. März 2026 entgegen. Wer weitere Informationen benötigt, soll sich an das nächste von Nikon lizenzierte Servicecenter wenden – am besten nimmt man die betroffene Kamera gleich mit.
Es ist nicht das erste Mal, dass Nikon Ärger mit fehlerhaften Bauteilen hat. 2023 wurde die Z8 gleich zweimal zurückgerufen, da zuerst die Verriegelung der Objektive nicht korrekt funktionierte und später die Ösen für den Kameragurt einfach ausbrachen. Ob Nikon weiterhin das Vertrauen seiner Kunden behält, bleibt nach den neuerlichen Problemen abzuwarten.
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(cbr)
Künstliche Intelligenz
Nvidia attackiert mit dem ARM-Serverprozessor Vera auch AMD und Intel
Nvidias ARM-Serverprozessor „Vera“ mit selbst entwickelten ARM-Kernen soll in den Revieren von AMD Epyc und Intel Xeon räubern. Denn Nvidia kombiniert Vera nicht nur mit dem KI-Beschleuniger „Rubin“, sondern baut auch reine CPU-Systeme damit.
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Auf der Hausmesse GTC hat Nvidia für das zweite Halbjahr 2026 auch ein „Vera CPU Rack“ angekündigt. In die wassergekühlte Ausführung passen Einschübe mit insgesamt 256 Vera-Prozessoren, die jeweils 88 Kerne haben. Insgesamt laufen in einem Rack dann 22.528 CPU-Kerne mit 45.056 Threads. Denn jeder der zu ARMv9.2 kompatiblen „Olympus“-Kerne verarbeitet zwei Threads gleichzeitig.
Mehr Kerne bei x86
Wenn es um die reine Anzahl von CPU-Kernen pro Rack geht, bieten AMD und Intel mehr. Beispielsweise Supermicro verkauft „Twin“-Server, die pro Höheneinheit (HE) zwei einzelne Server mit je zwei CPU-Fassungen enthalten. Damit lassen sich auf 40 HE insgesamt 160 physische Prozessoren unterbringen. In den wassergekühlten Versionen darf jeder bis zu 500 Watt verheizen, also 75 kW reine CPU-Leistungsaufnahme pro Rack.
Bestückt mit 160 AMD Epyc 9965 mit je 192 Zen-5c-Kernen ergibt diese Konfiguration 30.720 CPU-Kerne und 61.440 Threads pro Rack. Schon mit dem 144-Kerner Intel Xeon 6780E wären 23.040 Kerne möglich, allerdings ohne Simultaneous Multithreading, weil das Intels E-Kerne nicht beherrschen. Dafür kommt der Xeon 6780E mit 330 Watt aus, die Version 6766E sogar mit 250 Watt. Vorzugskunden bekommen von Intel auch einen Xeon 6 mit bis zu 288 E-Kernen, also bis zu 46.080 pro Rack.

Modul mit zwei Nvidia-Vera-Prozessoren und je acht SOCAMM2.
(Bild: Nvidia)
Vera-Vorzüge
Nvidia führt mehrere Vorteile von Vera im Vergleich zur Konkurrenz ins Feld und hat auch bereits Kunden: Unter anderem Meta will Vera einsetzen, aber auch Alibaba, Cloudflare, Nebius und Oracle Cloud Infrastructure (OCI).
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Nvidia verspricht besonders hohe Effizienz der ARM-Kerne. Außerdem bindet Vera keine Registered DIMMs mit DDR5-SDRAM an, sondern acht SOCAMM2-Module mit sparsamerem LPDDR5X-Speicher. Damit erzielt jede Vera-CPU eine Datentransferrate von rund 1,2 TByte/s und steuert bis zu 1,5 TByte Arbeitsspeicher an.
Vera gehört auch zu den ersten Prozessoren, die PCI Express 6.0 beherrschen. In der zweiten Jahreshälfte soll das allerdings auch bei AMD Venice kommen.

Aufbau der Nvidia-CPU Vera mit 88 ARMv9.2-Kernen.
(Bild: Nvidia)
Hohe Singlethreading-Performance
Ohne bisher konkrete Benchmark-Ergebnisse zu veröffentlichen, verspricht Nvidia eine besonders hohe Singlethreading-Performance für die einzelnen Olympus-Kerne. Das soll für bestimmte Rechenaufgaben von KI-Workflows Vorteile bringen.
Auch Simultaneous Multithreading (SMT) setzen die Olympus-Kerne anders um als die x86-Kerne von AMD oder Intel. Nvidia spricht von Spatial Multithreading. Das soll die konkurrierenden Threads stärker voneinander isolieren und die Performance soll weniger stark schwanken als bei anderen SMT-Umsetzungen.
Nvidia kombiniert die Vera-Prozessoren in den eigenen Servern mit eigenen ConnectX-Netzwerkadaptern oder SmartNICs vom Typ BlueField-4. Dadurch lassen sich die Vera-Racks leicht mit KI-Beschleunigern von Nvidia kombinieren, für die Nvidia auch die Switches verkauft.
Auch andere Hersteller wollen Vera-Server verkaufen, etwa Dell, HPE, Lenovo und Supermicro. Sie verwenden das modulare System Nvidia MGX. Es sind auch luftgekühlte Vera-Server und welche mit nur einem Prozessor (Single Socket) geplant.
(ciw)
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