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Künstliche Intelligenz

Elektroauto Xiaomi SU7 bekommt umfassende Modellpflege


In der Automobilindustrie gilt ein Modellzyklus von sieben, acht Jahren, mit einer Modellpflege nach der halben Laufzeit. In China kann die aber offenbar auch viel schneller kommen, wie jetzt beim Xiaomi SU7. Diese Geschwindigkeit passt jedenfalls so gut zur Modellbezeichnung, der Abkürzung von „Speed Ultra“, wie die Umstellung auf noch flottere Ladung.

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Der chinesische Konzern Xiaomi, bekannt für Smartphones und im Nebenerwerb auch Autohersteller, bricht mit den Regeln der Autobranche. Er unterzieht seine Elektro-Limousine SU7 nach noch nicht einmal zwei Jahren einer Modellpflege. Noch bevor das Auto überhaupt auf europäischen Straßen angekommen ist, wird es bereits grundlegend überarbeitet. Nicht kosmetisch, nicht aus Marketinggründen, sondern tiefgreifend technisch.

Am deutlichsten wird das anhand der Entscheidung für eine durchgängige Hochvolt-Architektur. Bislang war die 800-Volt-Technik den teureren Versionen der SU7-Baureihe vorbehalten, nun verabschiedet sich der SU7 vollständig aus der 400-Volt-Welt. Alle Varianten, auch die Basismodelle, arbeiten künftig mit mindestens 752 Volt. Die Ladezeiten schrumpfen, die Effizienz steigt und thermische Probleme werden besser beherrschbar. Die Cell-to-Pack-Stromspeicher mit NMC-Zellchemie bezieht Xiaomi vom chinesischen Großproduzenten CATL, der sie unter der Bezeichnung „Qilin“ vermarktet.


Xiaomi SU7

Xiaomi SU7

Xiaomi SU7

(Bild: Xiaomi)

Beim SU7 führt die Umstellung in Verbindung mit dem Einsatz von Siliziumkarbid-Halbleitern in der darauf angepassten Leistungselektronik, weiterentwickelten Elektromotoren zu weiter verbesserter Effizienz und Reichweite. Nach chinesischem CLTC-Zyklus soll das gehobene Modell SU7 „Pro“ auf über 900 km Reichweite kommen. Rechnet man das in den realistischeren europäischen Maßstab um, bleiben immer noch 750 bis 800 km übrig. Sollte unterwegs geladen werden müssen, soll unter Idealbedingungen in 15 Minuten Strom für weitere 670 km Reichweite nachgefasst werden können.

Das sind überragende Werte für ein Fahrzeug, das in China umgerechnet keine 37.000 Euro kostet. Volumenmodelle wie Tesla Model 3 oder VW ID.7 dürfte das unter Druck bringen, obwohl besonders Tesla recht schnell lädt für eine 400-Volt-Spannungslage.


Xiaomi SU7

Xiaomi SU7

(Bild: Xiaomi)

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Ähnlich konsequent geht Xiaomi bei der Assistenz- und Sicherheitstechnik vor. Was in Europa gerne in teure Ausstattungspakete ausgelagert wird, gehört beim SU7 nun zur Serienausstattung. Der LiDAR-Sensor, bisher den Top-Versionen vorbehalten, sitzt künftig auf jedem Modell. Damit wendet sich Xiaomi von der bei Teslas FSD seit Jahren aus verständlichen Gründen umstrittenen „camera-only“-Strategie ab.

Dazu kommt eine deutlich gesteigerte Rechenleistung der neuen Hardware-Architektur für die Assistenzsysteme: Xiaomi verspricht 700 TOPS in jeder Variante statt der bisherigen 84. „TOPS“ ist die Abkürzung für „Tera Operations per Second“, eine Geschwindigkeitsangabe für Rechenleistung im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Mit beiden Verbesserungen ist jeder SU7 im Hinblick auf Chip-Technologie für hochautomatisierte Fahrfunktionen vorbereitet – unabhängig von der Ausstattungslinie.

Nachdem China mit neuen Zulassungsvorschriften auf öffentliche Bedenken bezüglich der Sicherheit der elektrischen Türschlösser bei einem Unfall reagiert hat, bringt die Modellpflege eine Notstromversorgung. Kundenkritik am zu straffen Fahrwerk bringt jetzt auch der mittleren Ausstattung SU7 Pro die Zweikammer-Luftfederung mit adaptiven Dämpfern, die bislang dem Topmodell vorbehalten war. Die Breite der Hinterreifen wächst von 245 auf 265 mm, vorn bleibt es bei 245.

Trotz deutlich verbesserter Technik, höherer Leistung, größerer Reichweite und besserem Fahrwerk steigen die Preise nur moderat. Es sind nicht einmal zehn Prozent mehr: Der chinesische Einstiegspreis für die knapp fünf Meter lange, zwei Meter breite und mit drei Meter Radstand auch geräumige Limousine bleibt bei umgerechnet unter 30.000 Euro. Preise für europäische Länder hat Xiaomi noch nicht genannt. Mit rund 2000 Euro über den jetzigen sollte man aber rechnen.

Der Riesenkonzern Xiaomi nutzt konsequent Skaleneffekte, Plattformdenken und die eigene Softwarekompetenz und gibt diese Vorteile direkt an die Kunden weiter. Nicht als Rabatt-Gag, sondern als Strategie zur Marktverankerung. Die überarbeiteten Modelle werden nach außen kaum als solche zu erkennen sein. Bilder legte der Hersteller noch keine bei. Kunden, die bereits einen SU7 bestellt haben, können ohne Aufpreis auf das aktualisierte Modell umbuchen. Die Markteinführung der überarbeiteten Modelle plant Xiaomi für April.

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(fpi)



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Forscher entschlüsseln Struktur von superionischem Wasser mit Röntgenlaser


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Eine internationale Forschergruppe hat eine bis dato unbekannte Form von superionischem Wasser entdeckt. Der experimentelle Nachweis wurde unter anderem am European XFEL erbracht, wie die Forschungsanlage in Hamburg mitgeteilt hat.

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Das Team der Universität in Rostock, des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf und des Centre national de la recherche scientifique (CNRS) Ecole Polytechniques in Palaiseau hat mithilfe der Röntgenlaser des European XFEL und der Linac Coherent Light Source (LCLS) am Stanford Linear Accelerator Center (SLAC) superionisches Wasser erzeugt. Das ist eine exotische, elektrisch hochleitfähige Phase des Wassers, die möglicherweise im Inneren von Eisriesen wie Uranus und Neptun vorkommt. Die Ergebnisse hat das Team in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht.

Superionisches Wasser entsteht nur unter extremen Temperaturen und Drücken. In diesem Zustand bewegen sich Wasserstoffionen durch ein festes Gitter aus Sauerstoffarmen. Das Wasser ist in diesem Zustand besonders gut elektrisch leitfähig.

Die Forscher versetzen Wasserproben am XFEL und der LCLS in diesen Zustand. Dazu wurde das Wasser mit Drücken von mehr als 1,5 Millionen Atmosphären komprimiert und auf tausend Grad Celsius aufgeheizt. Dank der ultrakurzen Röntgenblitze konnten sie die atomare Struktur innerhalb von Billionstel Sekunden aufzeichnen.

So konnten die Forscher die Struktur des superionischen Wassers entschlüsseln. Dabei ordnen sich die Sauerstoffatome sowohl kubisch flächenzentriert als auch als dicht gepackte Stapel in sechseckigen Mustern an. Da beide Formen zusammen auftreten, bilden die Sauerstoffatome eine hybride, fehlstrukturierte Abfolge. Dieses Muster kann nach Angaben der Forscher mithilfe von Hochleistungsröntgenlasern wie dem XFEL sichtbar gemacht werden.

Es wird vermutet, dass superionisches Wasser im Innern von Eisriesen wie Uranus und Neptun in unserem Sonnensystem vorkommt. Durch seine hohe Leitfähigkeit könnten ihre ungewöhnlichen Magnetfelder entstanden sein. Wegen der großen Menge an Wasser im Inneren von Uranus und Neptun könnte superionisches Wasser damit die häufigste Form von Wasser in unserem Sonnensystem sein.

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Die Ergebnisse zeigten, dass superionisches Wasser eine strukturelle Vielfalt aufweisen könne, die der von festem Eis ähnele, teilten die Forscher mit. Eis bildet je nach Druck und Temperatur sehr viele unterschiedliche Kristallstrukturen aus. Wasser offenbare „unter extremen Bedingungen immer wieder neue und bemerkenswerte Eigenschaften“.

Der XFEL ist derzeit einer der leistungsfähigsten Röntgenlaser der Welt. Er ist zugleich gigantisches Mikroskop und gigantische Kamera und ermöglicht es, zeitlich und räumlich hochaufgelöste Beobachtungen durchzuführen, etwa chemische Reaktionen in Echtzeit abzubilden oder die Zustände im Inneren von Planeten oder Sternen zu simulieren.

Seit Anfang Dezember wird die Anlage nach einer sechsmonatigen Wartungsphase wieder auf Betriebstemperatur heruntergekühlt. Wir waren vorher noch einmal dort.


(wpl)



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Blaues Blütenmeer überzeugt: Gewinner des c’t Fotografie-Wettbewerbs stehen fest


Die Redaktion der c’t Fotografie gratuliert den Gewinnern des c’t Fotografie-Fotowettbewerbs. Unter dem Motto „Die Farbe Blau“ haben registrierte Nutzer der heise-Fotogalerie ihre Interpretationen des Themas eingereicht und einander bewertet.

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Das Titelbild der Ausgabe 01 2026 des Foto-Magazins c't Fotografie

Das Titelbild der Ausgabe 01 2026 des Foto-Magazins c't Fotografie

Den ersten Platz und damit ein 2-Jahres-Abo der c’t Fotografie sicherte sich Nutzer Finn (3) mit seinem Bild Blaues Blütenmeer. Die Aufnahme zeigt eine Hepatica nobilis – ein Leberblümchen – vor einem verschwommenen, harmonischen Hintergrund in einem faszinierenden Spiel aus Licht und Schatten.


Blaue Blüte vor blauem Hintergrund (viele Blauschattierungen)

Blaue Blüte vor blauem Hintergrund (viele Blauschattierungen)

Platz 1: Blaues Blütenmeer von Finn (3)

(Bild: Finn (3))

Platz zwei geht an Karsten Gieselmann für sein Werk Treppenhaus Blues. Die architektonische Aufnahme weckte bei manchen Betrachtern Assoziationen an ein Auge – ein Beweis für die vielschichtige Wirkung des Motivs.


Hellgraue Wendeltreppe mit blauem Geländer von oben

Hellgraue Wendeltreppe mit blauem Geländer von oben

Platz 2: Treppenhaus Blues von Karsten Gieselmann

(Bild: Karsten Gieselmann)

Den dritten Platz holte sich rrh_007 mit Experiment – einer kreativen Umsetzung eines klassischen Schulversuchs. Das Bild zeigt eine ursprünglich weiße Tulpe, die durch das Aufsaugen von blauem Wasser ihre Farbe verändert hat und so Wassertransport in Pflanzen sichtbar macht.

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Blue Blüte mit gelbem Fruchtblatt

Blue Blüte mit gelbem Fruchtblatt

Platz 3: Experiment von rrh_007

(Bild: rrh_007)

Die Plätze vier bis zehn zeigen die thematische Bandbreite der Einsendungen: von detailreichen Quallen über Eisformationen bis zu Meereslandschaften mit Treibholz. Auch Aufnahmen, bei denen Menschen auf individuelle Weise mit blauem Licht interagieren, haben die Community überzeugt.

Die Gewinner der Plätze zwei und drei erhalten jeweils einen Bildband. Alle zehn bestplatzierten Bilder werden in der Ausgabe 02/26 der c’t Fotografie vorgestellt. Die vollständige Übersicht aller eingereichten Werke finden Sie in der Bilderstrecke:


Platz 10: Blaupause von Hora42

Ein blauer Raum, wenig Licht und der Schatten einer Person – wo wurde das Bild aufgenommen, wer ist dieser Mensch und was tut er oder sie? Dem Betrachter bleiben die Antworten vorerst verwehrt, der Kopf spinnt hier seine eigene Geschichte. (Bild:

Hora42

)


(cbr)



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Globaler Smartphone-Markt: Marktführer Apple | heise online


Angetrieben durch eine steigende Nachfrage nach Premium-Produkten und die zunehmende Dynamik in wichtigen Schwellenländern sind die weltweiten Smartphone-Lieferungen im Jahr 2025 um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Diese vorläufigen Schätzungen machte das globale Marktforschungsunternehmen Counterpoint Research am Montag bekannt.

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„Im Jahr 2025 setzte sich die allmähliche Verlagerung des Smartphone-Marktes hin zu höheren Preisklassen fort, angetrieben durch Verbraucher, die auf Premium-Geräte umstiegen“, kommentierte Counterpoint-Analyst Shilpi Jain das Marktgeschehen. „Gleichzeitig stieg die Nachfrage nach 5G-Handys in den Entwicklungsregionen stark an.“ Die Auswirkungen der Zölle erwiesen sich im Laufe des Jahres als geringer als erwartet, sodass sie den Absatz in der zweiten Jahreshälfte nur geringfügig beeinträchtigten, so Jain. Märkte wie Japan, der Nahe Osten und Afrika sowie bestimmte Teile des asiatisch-pazifischen Raums wuchsen demnach besonders stark.

Der weltweite Smartphone-Markt wurde vom US-Konzern Apple mit einem Anteil von 20 Prozent angeführt. Das Wachstum von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr ist zugleich das größte unter den fünf führenden Marken. „Das Wachstum von Apple im Jahr 2025 wurde durch die zunehmende Präsenz und steigende Nachfrage in Schwellen- und mittelgroßen Märkten angetrieben, unterstützt durch eine stärkere Produktpalette“, so Counterpoint-Analyst Varun Mishra. Zudem trugen der starke Absatz der iPhone 17-Serie und die guten Verkäufe des iPhone 16 in Japan, Indien und Südostasien zu den guten Apple-Zahlen bei. Bereits Ende vergangenen Jahres hatten die Marktforscher vorausgesagt, dass Apple Samsung vom Smartphone-Thron stößt.

Samsung belegte 2025, angetrieben durch das stetige Wachstum seiner Galaxy A-Serie und die anhaltende Beliebtheit der Galaxy S- und Z-Serien im Premium-Segment, mit einem Marktanteil von 19 Prozent und einem moderaten Wachstum der Auslieferungen von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr den zweiten Rang. Xiaomi behielt mit einem Marktanteil von 13 Prozent den dritten Platz.

Die Aussichten für das kommende Jahr schätzen die Analysten von Counterpoint Research zurückhaltend ein. „Der weltweite Smartphone-Markt wird 2026 aufgrund von Speicher-Engpässen und steigenden Komponentenkosten zurückgehen, da Chiphersteller KI-Rechenzentren gegenüber Smartphones den Vorrang geben“, erklärte Counterpoint-Forschungsdirektor Tarun Pathak. Preissteigerungen bei Smartphones seien bereits zu beobachten.

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Man habe deshalb die Prognosen für die Smartphone-Auslieferungen für das laufende Jahr nach unten korrigiert. „Obwohl die Lieferengpässe die Lieferungen belasten werden, dürften Apple und Samsung dank ihrer stärkeren Lieferkettenkapazitäten und ihrer Premium-Marktpositionierung weiterhin widerstandsfähig bleiben“, glaubt Pathak. Chinesische Hersteller, die sich auf Niedrigpreissegmente konzentrieren, werden laut Pathak hingegen einem größeren Druck ausgesetzt sein.


(akn)



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