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Feed und Fudder Podcast 74 – Empathie als Superskill


Stellenanzeigen für Social Media Jobs listen oft eine endlose Reihe an Anforderungen auf. Doch ein entscheidender Skill taucht erstaunlich selten auf. Nicht irgendeiner, sondern aus unserer Sicht einer der wichtigsten im gesamten Social Media Management: Empathie.

Ohne Empathie kein echtes Community Management. Das “Social” in Social Media verlangt Aufmerksamkeit, Fingerspitzengefühl und die Fähigkeit, Perspektiven zu wechseln. Empathie ist der Superskill, der Social‑Media‑Manager*innen befähigt, Beziehungen aufzubauen, Stimmungen zu lesen und Gespräche konstruktiv zu lenken.

Mit Empathie gelingt viel leichter auf Social Media, wie auch unsere Wins der Woche zeigen: Lecker Food Content garniert mit einem Schuss Empathie, und fertig ist der perfekte Social Media Account.

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Transkript Feed und Fudder Podcast Folge 74 – Empathie als Superskill

Du bist grad irgendwo, wo es still sein muss, schmöckerst lieber in Texten oder möchtest unsere Folge barrierefrei mit deinem Screenreader lesen? Kein Problem!

Hier gibt es das Transkript zu Folge 74 – Empathie als Superskill

Transkript

Nicola

Hallo und Servus zu einer neuen Folge Feed und Fudder mit Alex und mir, der Nici. Wie empathisch bist du oder würdest du dich einschätzen auf einer Skala von 1 bis 10? Eins ist wenig, zehn ist viel. Wow. Ich weiß nicht, ob ich dich beglückwünschen oder bemitleiden soll, weil Empathie ist auch anstrengend.

Alexander

Ich denke, man muss zu einem gewissen Grad empathisch sein. Sagen wir 5,65 oder so. Deswegen reden wir heute darüber. Es ist ein wichtiger Soft Skill, um als Social-Media-Managerin oder Manager zu arbeiten.

Nicola

Was denkst du, wie viel Empathie braucht man, um gut in diesem Job zu sein?

Alexander

Sieben.

Nicola

Sieben. Bei Einstellungskriterien steht das selten drin. Da heißt es oft: Du musst Videos schneiden können. Aber wenn ich null Empathie habe und mich nicht in Menschen reinversetzen kann, kann ich vielleicht trotzdem gute Videos schneiden, wer weiß. Aber Menschen verstehen ist ein anderes Level.

Alexander

Du sagst etwas Gutes: In Menschen reinversetzen. Wenn man im Social-Media-Bereich arbeiten will, muss man sich im Klaren sein, dass man mit Menschen arbeitet. Nicht nur mit Kolleginnen und Kollegen, sondern mit Menschen im Internet. Da ist die ganze Bandbreite an Emotionen dabei, leider oft negativ. Manche lassen ihren Frust ab. Du hast es mit Menschen zu tun, die dich nicht kennen, aber dich anschreiben, als würden sie dich kennen. Damit musst du umgehen können. Das muss man lernen.

Nicola

Das Social in Social Media. Vielleicht will man im Media-Bereich arbeiten, aber da gibt es diesen Social-Part, der dazugehört. Einerseits Menschen verstehen, andererseits arbeiten wir mit Triggern, Humor, Zwischentönen, Kommunikation. Kommunikation ist immer interessant, je nachdem, ob Empathie dabei ist oder nicht. Wie willst du Trigger setzen, wenn du die Leute nicht verstehst? Wie willst du Emotionen erzeugen, wenn du keinen Zugang dazu hast? Man kann das mechanisch lernen, aber es ist einfacher, wenn man es wirklich versteht.

Alexander

Man braucht eine Grundempathie, die muss man mitbringen. Die kann man nicht lernen. Stell dir vor, wir würden uns nicht verstehen, der Podcast wäre schräg. Wir haben uns an der Uni sofort verstanden. Das kannst du nicht lernen. Aber den Umgang mit Konsequenzen, zum Beispiel mit Hate oder Pöbeln, das kann man lernen.

Nicola

Das gilt fürs Leben, nicht nur für Social. Eine Grundempathie, Interesse an Menschen, Bereitschaft, sich für Menschen zu interessieren. Und dann die Frage: Wie gehe ich mit Emotionen um? Warum reagieren Menschen auf gewisse Trigger? Wärt ihr Social-Media-Menschen überdurchschnittlich empathisch im Vergleich zu eurer Umwelt? Das wäre mal eine spannende Umfrage.

Alexander

Ich glaube, man kann mit vielen Persönlichkeitsmerkmalen im Social Media arbeiten. Wichtig ist eine offene Haltung. Stell dir vor, du bist auf einer Party und willst mit jemandem ins Gespräch kommen, aber die Person sagt nichts. So jemand sollte vielleicht nicht im Social Media arbeiten. Man muss keine Rampensau sein, aber man muss sich selbst sein und wissen, was einen auszeichnet. Gerade in der KI-Ära ist die menschliche Note wichtiger denn je.

Nicola

Thema sich klein machen oder keine Rampensau sein: Viele Social-Media-Menschen können sich gut in andere Rollen reinversetzen. Sie denken für ihre Zielgruppe mit. Viele sind Ghostwriter, arbeiten im Schatten, nicht im Rampenlicht. Viele lesen eher mit, beobachten, erkennen Trends, erkennen Stimmungen. Das ist für Unternehmen enorm wertvoll. Social-Media-Menschen sind die Schnittstelle zwischen Marke und Community, zwischen Redaktion und Audience. Sie haben das Ohr an den Leuten und erkennen früh, wenn die Stimmung kippt oder wenn ein Thema hochkommt. Gerade in der politischen Kommunikation sieht man, wie stark Social Media geworden ist. Politikerinnen und Politiker nehmen die Stimmung dort inzwischen sehr bewusst wahr. Diese Schnittstelle ist wertvoll, auch wenn sie im Schatten liegt.

Alexander

Du sagst etwas sehr Gutes: Man braucht ein Gespür. Es ist wichtig zu erkennen, was gerade gut läuft auf Social Media. Du kennst das sicher, wenn ein Unternehmen ein aktuelles Meme postet und es wirkt total schräg, weil sie nicht verstanden haben, was der emotionale Kontext ist oder warum das Meme gerade im Umlauf ist. Sie machen es nur, weil sie es auch machen wollen. Auch dafür brauchst du Empathie, nicht nur im direkten Umgang mit der Community, sondern auch für Trends.

Nicola

Empathie hilft, die Perspektiven der Zielgruppe oder Community einzunehmen. Dafür musst du die Rolle wechseln können. Wir haben verschiedene Brillen auf, verschiedene Hüte. Und wir wechseln die ständig, oft ganz unauffällig. Das kann man trainieren, es gibt Brainstorming-Methoden dafür. Aber eigentlich gehört das total zu unserem Berufsbild: schnell Rollen wechseln.

Es gibt Themen im Redaktionsplan, aber damit sie funktionieren, braucht es diesen Filter: Wie formuliere ich das? Wie muss die Grafik sein, damit die Community abgeholt wird und nicht nur informiert?

Aus meiner Erfahrung ist es super wichtig, dass man Postings oft selbst schreibt. Gerade als Junior sollte man viele Postings selbst schreiben. Dieses Teasing, dieses Zuspitzen, das kann man lernen. Ein gutes Teasing zeigt, dass ich verstanden habe, wie die Audience funktioniert.

Alexander

Du sagst etwas Wichtiges: Nicht zu viel mit KI schreiben. Schreiben ist mehr als Worte aneinanderreihen. Schreiben ist Selbstreflexion, Gedanken ordnen, Dinge in den Kontext setzen. Das geht verloren, wenn KI alles übernimmt. Deswegen so viel wie möglich selbst schreiben. Dann kannst du auch diesen Rollenwechsel vornehmen.

Und ganz wichtig: Antworten bei Shitstorms oder kritischen Kommentaren immer menschlich verfassen. Wenn da eine KI-Antwort steht, merken die Leute das sofort und fühlen sich nicht ernst genommen.

Was auch hilft, ist eine Kommunikationsrichtlinie. Man legt fest: Der Kommentar war unhöflich, aber die Person hat ein Anliegen, also antworten wir. Bei anderen, die unter der Gürtellinie sind, weisen wir auf die Netiquette hin oder löschen. Das gibt Sicherheit. Man sollte das regelmäßig besprechen und aktualisieren.

Und man muss nicht empathisch sein, wenn dich jemand beleidigt. Da kann man löschen oder verwarnen. Empathie hat Grenzen. Social Media Management kann belastend sein, je nach Community. Da muss man Grenzen setzen, um die eigene mentale Gesundheit zu schützen.

Nicola

Grenzen setzen ist wichtig. Wenn man empathisch ist, ist man auch anfällig. Manchmal denke ich, ich wäre gern weniger empathisch, dann würde es mich nicht so treffen. Wenn ich kühler wäre, würde ich nicht so viel darüber nachdenken. Es ist Fluch und Segen. Einerseits ist Mitgefühl ein super Skill, andererseits macht es angreifbar.

Man muss die Balance finden: Wie viel lasse ich zu, wie viel belastet mich? Ich brauche manchmal Instagram- oder LinkedIn-Pausen. Wenn man kränklich ist oder nicht fit, sollte man sagen: Ich gehe da jetzt nicht rein. Der Content ist derselbe, aber manchmal ist er belastend.

Das ist ein Tipp an alle: Wenn ihr merkt, dass es euch belastet, hört da rein. Ist es nur die berufliche Situation oder braucht ihr ein Wochenende ohne Social? Wir sind ja auch privat dort unterwegs.

Mir ging es im beruflichen Werdegang so, dass ich irgendwann gesagt habe: Ich möchte mehr strategisch arbeiten und weniger direkt an den Accounts, weil es anstrengend ist.

Alexander

Mir geht es so auf LinkedIn. Es gibt Tage, da habe ich keine Lust auf diese banalen Inhalte. Dann mache ich lieber etwas anderes, zum Beispiel eigene Blog-Inhalte. Oder ich mache eine Social-Media-Pause.

Instagram finde ich weniger schlimm, weil ich da erwarte, dass alles fake ist. Da weiß ich, dass jeder in Dubai lebt und am Strand sitzt. Das stört mich nicht. Aber diese Nicht-First-World-Problems auf LinkedIn, aus denen Business-Learnings gemacht werden, da habe ich manchmal keinen Bock.

Und Community-Management kann sehr belastend sein. Der Ratschlag „Nimm es nicht persönlich“ ist einer der blödesten. Durch Empathie nimmt man es doch persönlich. Es ist schwer, es nicht persönlich zu nehmen. Besser ist, offen darüber zu reden.

Ich habe Community-Management immer bei kleinen, inhabergeführten Unternehmen gemacht. Da war der Draht gut. Ich kann nicht sagen, wie es bei großen Agenturen ist. Aber ich habe immer vorher darüber gesprochen: Was kann passieren, wie gehen wir damit um, wie tauschen wir uns aus? Das hat geholfen.

Ich habe mal eine Fitnessstudio-Kette betreut, mitten in Corona. Wir haben viel abbekommen. Es war eine kleine Kette, fünf Studios. Alle, die kommentiert haben, kannten wir persönlich. Sie wussten, wer hinter dem Account steckt. Und trotzdem waren sie beleidigend, obwohl sie uns am Tresen gesehen haben. Da fragt man sich: Wir haben uns doch gut verstanden, warum beleidigst du uns jetzt?

Nicola

Wenn du die Leute persönlich kennst, macht es total Sinn, das auf die echte Offline-Ebene zu heben.

Alexander

Und da versucht man zu differenzieren: Wer ist wirklich unhöflich? Als Corona vorbei war, hat der Chef manche Leute auch direkt angesprochen. „Hey, das geht so nicht.“ Und plötzlich waren sie ganz anders: „Oh, das wollte ich nicht.“ Wir haben immer geschaut: Schreibt jemand aus Frust oder beleidigt jemand wirklich? Manche waren frustriert, weil sie nicht ins Fitnessstudio konnten. Andere brauchten das Training als Reha oder weil es ihnen gesundheitlich gut tat. Mir geht es beim Empathie-Skill darum: Nicht runterschlucken, sondern offen reden.

Nicola

Empathie ist ja nicht nur Community-Management, sondern auch Content und interne Kommunikation.

Alexander

Ich habe mich immer regelmäßig mit meinem Auftraggeber ausgetauscht. Der Ratschlag „Nimm es nicht persönlich“ ist nicht gut. Wichtiger ist, offen zu reden mit den Leuten, mit denen man den Kanal betreut.

Nicola

Social-Media-Manager wirken nach außen und nach innen. Einerseits mit der Community, andererseits intern mit Stakeholdern. Wir übersetzen. Wir müssen alle Welten verstehen. In der Zeit, die du beschrieben hast, gab es viel Frust und Unsicherheit. Die Stimmung war harsch. Aber es gibt Grenzen, die man nicht akzeptieren muss.

Man muss in sich hören: Wie komme ich damit klar? Und ich habe Themen und Kunden, für die ich nicht arbeiten möchte, weil ich das nicht vertreten kann. Egal wie viel Geld. Ich würde damit nicht klarkommen. Manche Dinge kann und möchte ich nicht kommunizieren, weil ich weiß, welche Konsequenzen das hat. Das hat mit Verantwortung und Empathie zu tun. Man muss für sich relativieren, ob etwas geht oder nicht.

Alexander

Was ich auch wichtig finde: interne Empathie. Nicht nur mit Followern, sondern auch mit Kolleginnen und Kollegen. Und im Bereich Corporate Influencer und Personal Brand lohnt es sich, Mitarbeitende zu Wort kommen zu lassen.

Da braucht man Empathie, um die richtigen Leute auszuwählen. Beim Fitnessstudio haben wir entschieden, dass Trainerinnen und Trainer Übungen zeigen. Da war wichtig: Wer hat wirklich Lust? Wer macht es nur, weil der Chef es will? Wer fühlt sich wohl vor der Kamera und wer nicht? Die User spüren das.

Nicola

Genau, die User spüren, wenn die Stimmung nicht passt. Und du hast mir das Stichwort gegeben: Lohnt sich etwas? Ich habe einen Win mitgebracht. Es geht darum, ob es sich lohnt, auf Kommentare zu antworten.

Felix Beilharz hat dazu einen LinkedIn-Post veröffentlicht. Buffer hat zwei Millionen Posts von 220.000 Creators und Brands auf fünf Plattformen untersucht. Wie wirkt es sich aus, wenn die Autoren auf Kommentare eingehen?

Es macht total viel aus. Je nach Plattform unterschiedlich, aber überall positiv:

Threads +42%,
LinkedIn +30%,
Instagram +21%,
Facebook +9%,
X im Plus.

Bei Threads und LinkedIn besonders stark. Also: Empathie lohnt sich. Auf Kommentare antworten lohnt sich.

Alexander

Wenn ihr mit Threads durchstarten wollt: Auf dem Blog haben wir Zahlen, Daten, Fakten und Anleitungen.

Nicola

Zwei Millionen Posts sind nicht wenig. Das kann man sich schon genauer anschauen. Und ich habe noch einen zweiten kleinen Win, wieder Food-Thema. Wir schauen uns ja gerne Food-Accounts an. Vielleicht wird es mir auch einfach mehr in die Timeline gespielt.

Alexander

Wir haben eine eigene Threads-Rubrik.

Nicola

Es gibt auf Instagram einen netten Herrn, der in Deutschland Essen testet. Ich glaube, er hat einfach random angefangen. Der Account heißt Emeka Travels. Er ist in allen möglichen Städten unterwegs, auf Weihnachtsmärkten, Kerben, Messen, überall. Und er isst richtig schöne Klassiker: Reibadatschi, Dampfnudel. Die Videos sind immer ähnlich, nicht besonders aufwendig, aber total authentisch.

Er ist so sympathisch. Ich glaube, er hat noch nie ein Video gemacht, in dem er sagt, dass etwas schlecht schmeckt. Er sagt immer: „Das schmeckt so lecker.“ Und es macht einfach so gute Laune. Die Kommentare darunter sind mega positiv. Leute schreiben: „Man könnte ihn permanent knuddeln“, „Selten jemanden gesehen, der so unvoreingenommen und positiv alles kostet“, „Ein Botschafter für die deutsche Küche, gebt ihm das Bundesverdienstkreuz.“

Das ist zum Thema Empathie: Unfassbar, wie erfolgreich positiver Food-Content sein kann. Die Menschen lieben es.

Er hat auch Badisch Dreierlei probiert und fand es total lecker. Ich war mir da nicht sicher. Auf dem Teller war Wurstsalat, Bratkartoffeln und noch etwas Drittes, das weiß ich nicht mehr.

Alexander

Ich finde es gut, dass du diese ganzen Accounts findest, die einfach nur positive Inhalte haben. Total empathisch und sympathisch.

Nicola

Bei uns im Nordbadischen isst man Wurstsalat mit Pommes auf einem Teller.

Alexander

Was? Wurstsalat mit Pommes?

Nicola

Ja. Da müssen wir völkerverständigend einwirken.

Alexander

Ich komme vom Bodensee, da isst man Schweizer Wurstsalat, also Wurstsalat mit Käse. Ich wohne in Mannheim, da isst man Pfälzer Dreierlei: Saumagen, Bratwurst und Leberknödel mit Sauerkraut.

Nicola

Wow, dann kannst du dich auch in der Notaufnahme einweisen. Saumagen ist ja auch so ein Pfälzer Ding. Also Emeka Travels kann ich empfehlen, wenn man positive Vibes möchte. Eine sehr positive Community. Wenn ihr einen schlechten Tag habt, macht ihn in die Favoriten, macht euch eine Feelgood-Liste mit positiven Accounts und holt euch gute Vibes.

Ja, Alex, mit sehr guten Food-Vibes würde ich die Folge beenden. Ich wünsche dir eine gute Woche, wir hören uns und bleib so empathisch, wie du bist.

Alexander

Und bleib du so sympathisch. Sympathisch, verstehst du?

Nicola

Ciao.



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Bye Bye Hutter Consult & Thomas Hutter


Anfang Juli 2009 starteten nicht nur Philipp und ich mit diesem Blog (damals noch unter facebookmarketing.de), sondern auch unser guter Freund Thomas Hutter mit seinem eigenen Projekt, dem Hutter-Blog.

Sein Ziel, ähnlich wie bei uns: alles rund ums Thema Facebook-Marketing abdecken und für die Leser in Deutschland, Österreich und der Schweiz aufbereiten.

2009 – Das war eine Zeit, in der es noch keine Facebook Pages gab. Als Unternehmen nur über einen direkten Facebook Kontakt (in den USA!) Anzeigen buchen konnten. Instagram und WhatsApp waren nicht einmal erfunden. Social-Media war so gesehen noch Pionierarbeit. Und unsere beiden Blogs halfen vielen Marketern bei den ersten Schritten in dieser neuen Welt.

Was erst leichtes „Konkurrenzgerangel“ zwischen Thomas und uns war, entwickelt sich später zu einer Partnerschaft und Freundschaft. Nicht zuletzt, weil wir unterschiedliche Wege einschlugen. Thomas gründete eine Agentur für Social-Media-Marketing. Wir starteten mit unserer eigenen Konferenz und durften Thomas dort als Dauergast auf der Bühne begrüßen.

Die Welt war eine gute, damals, lange vor Fake-News, Engagement-Bait, Bots und Tech-Oligarchen.

Thomas und seine Firma Hutter Consult standen immer als oberster Verfechter eines nachhaltigen Social-Media-Marketings bereit. Im Social-Media-Bereich war er sicher einer der ersten Performance-Marketer. Und damit ein klarer Gegenpol zu all den neueren Agenturen, die ihren Kunden gerne Reichweiten, Engagement und weichgespülten „Fast-Food-Content“ verkaufen.

Kurz nach Corona schloss er seine Agentur an ein größeres Agenturnetzwerk an – ein Schritt, der Wachstum ermöglichte, aber zwangsläufig auch Prioritäten verschob. Und ähnlich wie wir, öffnete er seinen Blog für viele weitere Netzwerke und Digital-Marketing-Themen. Aber Thomas selbst schrieb nur noch sehr selten einen Beitrag. Verständlich, wenn man ein erfolgreiches Team leiten muss.

Der letzte Blogbeitrag im Hutter-Blog datiert auf August 2025. Schon da war für Außenstehende zu erkennen, dass es Änderungen geben wird. Kurz zuvor war der hauseigene Podcast eingestellt worden.

Heute Morgen dann die Gewissheit: Per Newsletter verabschiedet sich das Team von Partnern und Lesern. Nach über 15 Jahren verschwindet die Marke Thomas Hutter und Hutter Consult vom Markt. Das Team und die Kunden wechseln innerhalb der Agenturgruppe zu SiR MaRY MEDIA.

Für die Social-Media-Szene im DACH-Raum ist das ein harter Einschnitt. Denn nachdem wir bereits nach Corona „Futurebiz“ als unabhängiges Medium verloren haben, gibt es jetzt kaum noch Online-Magazine und Blogs die sich ausschließlich dem Thema Social Media widmen.

Thomas selbst wird sich jetzt neuen Themen, besonders rund um KI im Unternehmenskontext, widmen. Ob er noch einmal einen eigenen Blog starten wird, ist offen. Das Publishing-Umfeld hat sich jedoch so stark verändert, dass Personenmarken heute auf Plattformen wie LinkedIn deutlich schneller Wirkung entfalten.

Das AllSocial-Team und ich wünschen Thomas für die Zukunft aber alles Gute und viel Erfolg!



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Zahlen & Fakten: Die beliebtesten Social-Media-Podcastfolgen 2025


Neues Jahr, neue Strategien und vor allem: neue Argumente. Wer 2026 im Social Media Marketing überzeugen will, braucht belastbare Zahlen, ein gutes Marktverständnis und klare Insights für Präsentationen, Kundentermine und interne Diskussionen.

Zum Jahresstart werfen wir deshalb einen Blick auf unsere meistgehörten Feed und Fudder-Podcastfolgen rund um Zahlen, Daten und Fakten. Sie gehören zu den Dauerbrennern bei Social Media Manager*innen und liefern genau das, was im Arbeitsalltag zählt: Orientierung, Einordnung und Gesprächsgrundlagen.


LinkedIn ist längst mehr als nur ein Karriere-Netzwerk. In dieser Folge geht es um Reichweiten, Nutzerentwicklung und die Frage, warum LinkedIn für B2B-Strategien unverzichtbar geworden ist.

Warum reinhören?
✔ Starke Argumente für organische & paid LinkedIn-Strategien
✔ Relevante KPIs für Entscheider*innen
✔ Einordnung mit aktuellen Zahlen


Social Media ist nur etwas für junge Zielgruppen? Diese Folge räumt mit dem Mythos auf. Die Generation 50+ ist kaufkräftig, digital aktiv und strategisch hochrelevant.

Warum reinhören?
✔ Neue Perspektiven auf Zielgruppenplanung
✔ Zahlen zur Nutzung und Medienkompetenz
✔ Relevanz für Kampagnen, Content & Plattformwahl


Totgesagte leben länger und das gilt auch für Facebook. Die Folge liefert nüchterne Zahlen zur Plattform, ihrer Nutzung und ihrer Rolle im Social-Media-Mix.

Warum reinhören?
✔ Realistische Einschätzung statt Bauchgefühl
✔ Argumente für Kunden & Stakeholder
✔ Einordnung von Facebook im Jahr 2026


WhatsApp ist einer der meistgenutzten digitalen Kanäle überhaupt. Diese Folge beleuchtet Nutzung, Reichweite und Potenziale.

Warum reinhören?
✔ Relevanz von Messenger-Kommunikation
✔ Zahlen für CRM-, Service- & Marketing-Cases
✔ Grundlage für strategische Diskussionen


Wie informieren sich Menschen heute? Welche Rolle spielen soziale Netzwerke bei der Nachrichtenrezeption? Der Digital News Report 2025 liefert dazu jedes Jahr spannende Antworten.

Warum reinhören?
✔ Tiefere Einblicke in Mediennutzung
✔ Relevanz für Content- & Distributionsstrategien
✔ Kontext für Reichweiten- und Trust-Diskussionen


Pflichtstoff für Social Media Menschen

Ob LinkedIn-Strategie, Zielgruppendefinition oder Plattformbewertung, Zahlen, Daten und Fakten bleiben die Grundlage für gute Entscheidungen im Social Media Marketing.

Unsere meistgehörten Podcastfolgen zeigen: Der Bedarf an Einordnung und belastbaren Insights ist größer denn je. Perfekt also für alle, die 2026 nicht nur mit Kreativität, sondern auch mit Argumenten überzeugen wollen.

Jetzt reinhören, Wissen auffrischen und besser vorbereitet ins neue Social-Media-Jahr starten.

Hinweis: Dieser Text wurde mit Unterstützung von KI erstellt. Wir haben ihn redaktionell geprüft und angepasst.



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Social Media Trends 2026: KI, Haltung und der Wandel zur strategischen Plattform-Ökonomie


Die Social-Media-Landschaft befindet sich in einem rasanten Wandel. Automatisierung, KI-Orchestrierung und Community-Orientierung gestalten die digitale Welt von morgen. Mit der zunehmenden Bedeutung von Technologien rückt jedoch ein weiterer Erfolgsfaktor in den Mittelpunkt: Human Relevance. In einem Umfeld, in dem täglich Millionen von Inhalten um Aufmerksamkeit konkurrieren, wird Vertrauen zum entscheidenden Erfolgsfaktor. Unternehmen und Creator müssen zeigen, dass sie Menschen verstehen, technologisch, emotional und sozial.

Effizienz wird in Zukunft zur Grundlage, nicht mehr zum Ziel. Relevanz entsteht dort, wo Technologie auf Haltung, Authentizität und Kontext trifft. Dabei wird deutlich, dass sich soziale Medien 2026 zu einem intelligenten Ökosystem entwickeln, in dem KI Prozesse beschleunigt, während menschliche Glaubwürdigkeit den entscheidenden Unterschied macht.

Was bewegt die Social Media 2026? Verpasse keinen Trend mit dem AllSocial Newsletter!

Trend 1: Automatisierung und KI-Orchestrierung

Social Media Management ist 2026 weniger Handarbeit als vielmehr Systemsteuerung. KI übernimmt Routinen wie Planung, Reporting oder Testing und schafft dadurch Raum für kreative und strategische Aufgaben. Social-Media-Manager gestalten zunehmend Workflows, trainieren Tools und treffen Entscheidungen in Echtzeit. Die aktuelle KI-Studie von Metricool zeigt, dass 69 Prozent der Verantwortlichen bereits KI-gestützte Tools nutzen, 27 Prozent davon täglich. 79 Prozent berichten von einer deutlichen Effizienzsteigerung, doch nur ein Drittel dokumentiert Prompts konsequent. Dadurch wird klar, dass die Zukunft jenen gehört, die KI nicht nur einsetzen, sondern gezielt orchestrieren. Unternehmen und Creator, die Daten richtig deuten und Workflows bewusst gestalten, verlagern den Schwerpunkt von Verwaltung hin zu strategischer Kreativität und gewinnen dadurch an Reaktionsgeschwindigkeit und Präzision.

Trend 2: Menschlichkeit als Differenzierungsfaktor

Die Professionalisierung durch KI hat Social Media effizienter gemacht und zugleich gleichförmiger. Zwischen zahllosen generierten Inhalten wird Menschlichkeit zum stärksten Differenzierungsmerkmal. Laut der KI-Studie von Metricool sehen 38 Prozent der Marketer die Wahrung von Stil und Tonalität als größte Herausforderung bei KI-Content. „Proof of Human“ wird 2026 zum neuen Qualitätsstandard. Gemeint ist Kommunikation, die spürbar von echten Menschen geprägt ist, durch Haltung, Kontextbewusstsein und emotionale Intelligenz. Dabei gilt, KI kann unterstützen, aber keine Authentizität schaffen. Unternehmen und Creator, die Technologie gezielt mit redaktioneller Haltung kombinieren, verleihen ihrer Kommunikation eine unverwechselbare Stimme. So entsteht Vertrauen, das über Algorithmen hinaus Bestand hat.

Trend 3: Community ist das neue Marketing

Reichweite verliert an Bedeutung, Beziehung gewinnt an Wert. Erfolgreiche Unternehmen und Creator setzen nicht auf mehr Posts, sondern auf stärkere Bindung. Community Management entwickelt sich dabei von einer Support-Aufgabe zu einer strategischen Disziplin. Daten aus der Metricool Social Ads Studie zeigen, dass Engagement-Metriken wie Saves, Shares und Watchtime die zuverlässigsten Indikatoren für Bindung und Vertrauen sind. Inhalte, die auf Austausch und Teilhabe zielen, erzielen bis zu dreimal höhere Interaktionsraten. Hier zeigt sich, dass Unternehmen und Creator, die ihre Community aktiv gestalten, statt sie nur zu bespielen, nachhaltige Beziehungen aufbauen. Social Media wird so vom Sendekanal zum lebendigen Netzwerk aus Dialogen.

Trend 4: Kurzvideos, Edutainment und Serienformate

Kurzvideos sind das Herz sozialer Plattformen. Relevanz entsteht nicht mehr durch Perfektion, sondern durch Timing, Tonalität und Authentizität. Die Metricool-Kurzvideo-Studie hebt hervor, dass die Zahl veröffentlichter Reels, Shorts und TikToks um mehr als 70 Prozent gestiegen ist, während aktive Accounts um rund 50 Prozent zulegten. Mit dem neuen Kurzvideo-Tab von Google verschmelzen Social Media und Suchmaschinen. Kurzvideos werden Teil der Informationssuche und damit zu einem zentralen Element jeder Marken- und SEO-Strategie. Dadurch verändern sich nicht nur Formate, sondern auch Erwartungshaltungen an Inhalte.

Parallel gewinnen Serienformate und Edutainment an Bedeutung. Nachhaltige Sichtbarkeit entsteht dort, wo Wissen, Unterhaltung und Wiedererkennbarkeit zusammenkommen. Für Unternehmen und Creator bedeutet das, dass wer konsistent auf Storytelling, Struktur und Mehrwert setzt, das Vertrauen in die eigene Marke stärkt und von der algorithmischen Bevorzugung kontinuierlicher Inhalte profitiert. Wissensreihen, Recruiting-Serien oder Branchen-Updates zahlen so langfristig auf Markenautorität und Loyalität ein.

Trend 5: Micro-Communities und fragmentierte Plattformen

Der Wettbewerb im digitalen Raum nimmt weiter zu. Gleichzeitig entstehen neue Plattformen wie Threads oder Bluesky, die persönlichen Austausch und kleinere Gemeinschaften fördern. Hier entstehen Micro-Communities, in denen Nähe und Vertrauen wichtiger sind als Reichweite. Für Unternehmen und Creator eröffnet das neue Chancen. Erfolg bemisst sich künftig nicht mehr an Zahlen, sondern an Relevanz und Bindung. Wer Themenräume besetzt, Beziehungen pflegt und Inhalte kontextbewusst teilt, schafft Differenzierung und stärkt die Verbindung zu seiner Community weit über Plattformgrenzen hinaus.

Trend 6: Social Commerce und Discovery

Social Media entwickelt sich zunehmend zur Verkaufsplattform. Vom ersten Impuls bis zum Kauf findet der gesamte Prozess auf TikTok, Instagram oder Pinterest statt. Laut einer Studie des Beratungsunternehmens Accenture  lag das Marktvolumen des Social Commerce 2024 bei rund 492 Milliarden US-Dollar und wird weiter steigen. Social Commerce verschmilzt Storytelling, Markenaufbau und Conversion. Unternehmen und Creator, die ihre Inhalte entlang der Customer Journey denken, schaffen Einkaufserlebnisse, die informieren, inspirieren und authentisch überzeugen. Dadurch verschwimmen die Grenzen zwischen Inspiration und Transaktion immer stärker.

Trend 7: Social = Discovery Engine

Social Media wird zur Suchmaschine. Immer mehr Nutzer suchen Antworten direkt auf TikTok, Instagram oder YouTube mit klarer Intention und wachsendem Vertrauen in soziale Plattformen als Informationsquelle. 61 Prozent der Millennials kombinieren klassische Suchmaschinen mit Social Media, 48 Prozent recherchieren gezielt dort.

Das veranschaulicht die Umfrage „Erläutert: Wie verschiedene Generationen online suchen“ mit über 700 Teilnehmenden.  Das verändert die Art, wie Inhalte geplant werden. Keywords, Captions und Audioelemente werden zu zentralen Faktoren der Sichtbarkeit. Unternehmen und Creator, die ihre Inhalte an Suchlogiken statt an Zufallsreichweiten orientieren, gewinnen dort an Präsenz, wo das Interesse der Zielgruppe tatsächlich beginnt.

Erfolg entsteht, wo Technologie auf Haltung trifft

Social Media 2026 ist datengetriebener, schneller und komplexer als je zuvor. Doch Zahlen allein schaffen keine Verbindung. Technologie kann Prozesse optimieren, aber keine Beziehungen aufbauen. Relevanz entsteht dort, wo Datenintelligenz auf Haltung trifft und Kommunikation wieder menschlich wird. Unternehmen und Creator, die KI bewusst einsetzen, Authentizität leben und ihre Community ernst nehmen, setzen neue Maßstäbe. Nicht Lautstärke, sondern Glaubwürdigkeit entscheidet über Erfolg und genau darin liegt die Zukunft sozialer Medien.

Hinweis: Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag. Es besteht keine bezahlte Kooperation.



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